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21. Juni 2013

Tag des Schlafes nicht verschlafen

Ups, fast hätte ich ihn verschlafen - den Tag des Schlafes. Dabei gibt es bei flickr.com tolle Bilder, die zu diesem Thema passen.

Den  „Tag des Schlafes“ gibt es bereits seit 2000. Er wurde vom Verein „Tag des Schlafes“ ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung des Schlafes aufmerksam zu machen. Der Aktionstag findet in Deutschland jährlich am 21. Juni statt.

DSC_0890_2 Mumbai sleepy dog

Schlafende Hunde soll man nicht wecken… - dass zumindest sagt ein bekanntes Sprichwort. Allerdings glaube ich nicht, dass dieser kleine Kerl mir etwas Böses antun würde.


Sleeping Contortionist

So, oder so ähnlich schlafen wohl Studenten…


sunday dream of music
sunday dream of music © Foto: www.flickr.com/photos/37116665@N04/

Sweet Dreams: Wenn Eltern ihre Kinder in Gitarren- oder Geigenkoffern zum Schlafen legen, werden aus ihnen  möglichweise mal berühmte Musiker – aber wer weiß das schon… Auf jeden Fall gibt es ein paar schöne Sweet Dreams.

3. Juni 2013

Kaufberatung via Internet

Das Internet spielt inzwischen auch bei vielen Kaufentscheidungen eine bedeutende Rolle. 58 Prozent greifen auf Preisvergleichsseiten im Web zur Entscheidungshilfe zurück. Jeder Zweite (51 Prozent) sammelt Informationen zum gewünschten Produkt auf der Herstellerseite. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM. „Früher gab es nur wenige Möglichkeiten Informationen über bestimmte Produkte oder die besten Preise einzuholen. Heute können sich Verbraucher via Internet intensiv informieren“, sagt Tobias Arns, E-Commerce-Experte des BITKOM.

Außer Tests und Hersteller-Informationen sind auch Erfahrungsberichte anderer Verbraucher im Web gefragt. Jeder dritte Internetnutzer (35 Prozent) greift hierfür auf Blogs oder Webforen zurück. Auf Verbraucherportalen mit Erfahrungsberichten sucht jeder Fünfte (22 Prozent) nach entsprechenden Informationen. Soziale Netzwerke werden vor allem von jüngeren Internetnutzern als Hilfe bei der Kaufentscheidung besucht. Jeder fünfte 14- bis 29-Jährige (19 Prozent) greift auf die Erfahrungen seiner Netzwerke-Freunde zurück.

Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es nur 5 Prozent. Arns: „Informationen und Meinungen im Web über die eigenen Angebote werden für Hersteller und Händler immer wichtiger.“
BITKOM hat hierzu einen Studienbericht „Trends im E-Commerce. Konsumverhalten beim Online-Shopping“ veröffentlicht. Die Publikation stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter Internetnutzern ab 14 Jahren zusammen. Die Themen reichen von der Nutzung verschiedener Zahlungsmöglichkeiten im Web über den Online-Kauf mit Mobilgeräten bis zum Einfluss des Social Web auf Kaufentscheidungen.

Der Studienbericht „Trends im E-Commerce. Konsumverhalten beim Online-Shopping“ kann kostenfrei unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://www.bitkom.org/de/publikationen/38338_75954.aspx

Hinweise zur Methodik: Für die Angaben zur Nutzung von Entscheidungshilfen beim Kauf von Produkten befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.063 Internetnutzer ab 14 Jahren. Alle Angaben sind repräsentativ.

12. November 2012

Die Deutschen sind ehrlicher als vermutet

In einem Verhaltensexperiment logen Probanden aus Deutschland weit weniger zu ihrem Vorteil, als Wissenschaftler zuvor vermutet hatten – nämlich gar nicht. Das haben Forscher der Universitäten Bonn und Oxford um Prof. Dr. Armin Falk herausgefunden. Beim Münzwurf konnten die Teilnehmer durch Schummeln leicht Geld verdienen, doch die Testpersonen blieben ehrlich. Die Studie ist nun in der „Discussion Paper Series“ des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) erschienen.

Es gibt viele Situationen im Leben, in denen sich Schummeln anbietet, um einen Vorteil zu erlangen – etwa, wenn man bei der Steuererklärung ein niedrigeres Einkommen angibt als zutrifft oder wenn man dem Chef vorgaukelt, das ganze Wochenende durchgearbeitet zu haben. „In allen Weltreligionen und Moralsystemen hat Ehrlichkeit einen sehr hohen Stellenwert“, sagt Prof. Dr. Armin Falk, Direktor der Abteilung für empirische Wirtschaftsforschung der Universität Bonn und Programmdirektor am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA). So verbietet etwa im Christentum das „Achte Gebot“ zu lügen. „Ökonomen gehen jedoch davon aus, dass Menschen zur Lüge neigen, wenn es sich lohnt“, fügt Prof. Falk hinzu.

Beim Münzwurf gab es für die „Zahl“ 15 Euro


Wie weit das Lügen in Deutschland tatsächlich verbreitet ist, untersuchten die Wissenschaftler mit einem einfachen Experiment. Das Sozial- und Marktforschungsinstitut infas in Bonn befragte 700 zufällig ausgewählte Personen in Deutschland am Telefon. Die Aufgabe: Die Probanden sollten eine Münze werfen. Wer angab, „Zahl“ geworfen zu haben, bekam 15 Euro. Wer „Kopf“ warf, bekam nichts. „Damit war die Verführung schon sehr groß, in der Umfrage einfach `Zahl´ anzugeben, da niemand am Telefon nachprüfen konnte, ob dies tatsächlich zutraf“, berichtet Erstautor Dr. Johannes Abeler von der Universität Oxford, der zusammen mit Prof. Falk das Experiment durchführte.

Die Statistik kann Schummeleien enttarnen


Die Forscher konnten jedoch indirekt feststellen, wie viele der Testpersonen gelogen hatten. „Die Chance, Kopf oder Zahl zu werfen, ist genau gleich groß – 50 : 50“, erläutert Prof. Falks Mitarbeiterin und Mitautorin Anke Becker. Das Ergebnis war überraschend: Nur 44,4 Prozent der Befragten gaben an, „Zahl“ geworfen und damit Anrecht auf die 15 Euro zu haben. 55,6 Prozent sagten „Kopf“ und gingen damit leer aus. Die Wissenschaftler boten in einer weiteren Untersuchung die Möglichkeit, nur ein bisschen zu schummeln: Die Probanden sollten insgesamt vier Mal eine Münze werfen, wodurch nur „teilweise“ gelogen werden konnte. Doch auch diesmal gaben weniger als 50 Prozent der Befragten an, eine Zahl geworfen zu haben und damit einen Gewinn von diesmal fünf Euro zu bekommen.

Beim Lügen kommt es offenbar auf die Situation an


„Damit beriefen sich sogar deutlich weniger Probanden darauf, Zahl geworfen zu haben als statistisch vorgegeben“, sagt Dr. Abeler, der an der Universität Bonn promoviert hat. Vorangegangene Studien in Laborumgebungen hatten hingegen gezeigt, dass etwa 75 Prozent der Befragten angaben, „Zahl“ geworfen zu haben. „Offenbar ist Lügen situationsbedingt“, schließt Prof. Falk aus den Ergebnissen. Die Probanden wurden zuhause in ihrer privaten Umgebung befragt. „In diesem geschützten Raum soll wahrscheinlich das Selbstbild der `ehrlichen Haut´ nicht unnütz zerstört werden.“ Im geschäftlichen Bereich könne dies jedoch ganz anders aussehen, ergänzt der Ökonom: „Wer zum Beispiel im Beruf lügt, kann sich unter Umständen damit trösten, dass er das für seinen Arbeitgeber macht.“

Studie hat Konsequenzen für Wissenschaft und Geschäftsleben    


Die Ergebnisse haben aus Sicht der Forscher absehbar weit reichende Konsequenzen für Wissenschaft und Geschäftsleben. „In Verhaltensexperimenten wurde bislang sehr stark darauf geachtet, Anreize für wahrheitsgemäße Auskünfte zu schaffen – das scheint in diesem Ausmaß nicht erforderlich zu sein“, sagt Dr. Abeler. Und mit Blick auf die Staatsfinanzen: Wenn ein nicht zu anonymes Umfeld gewählt und an das Selbstwertgefühl appelliert werde, könne vielleicht sogar die Steuerehrlichkeit gefördert werden.


Publikation: Truth-Telling: A Representative Assessment, Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, IZA DP No. 6919