Posts mit dem Label Lebensmittel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lebensmittel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

20. März 2013

Impulse für den Milchmarkt


Positive Preisimpulse für die Milchwirtschaft kamen zuletzt vom Weltmarkt, erklärte Dr. Karl-Heinz Engel vom Milchindustrie-Verband auf dem 4. Berliner Milchforum. 45 Prozent der deutschen Milch gehen in die EU und in die Drittstaaten. Sie bilden mit 5,8 Milliarden Euro Umsatz ein wichtiges Standbein für die deutsche Landwirtschaft. Neben Wachstumschancen in der regionalen Wertschöpfungskette durch Heumilch-Produkte, mit Prämien für den Weidegang und Produkten mit geschützter Ursprungskennzeichnung (g.U.), sollten die deutschen Milcherzeuger den Weltmarkt nicht aus den Augen verlieren.

Europa ist der größte Produzent von Milch und Milchprodukten, gefolgt von den USA, Indien und China. Neuseeland steht nach Angaben von Brigitte Misonne, Milchreferentin der Generaldirektion Landwirtschaft bei der EU, erst auf Platz sieben. Doch beim Export führt das Land "Down under" die Statistik vor den Europäern an.

Innerhalb der EU ist Deutschland das Land mit der meisten Milch und hat 2012 erstmals die Produktionsmenge von 30 Millionen Tonnen überschritten. Die Quotenpolitik begrenze eine Ausweitung. Misonne bescheinigt Deutschland eine besondere Quotendisziplin. Deshalb wartet die Branche überwiegend auf das Auslaufen der Quote im Jahr 2015.

In Deutschland setzt sich der Strukturwandel fort. Die Milch wird zunehmend im Norden produziert. Die Zahl der Milchkühe bleibt konstant, die Zahl der Milchbauern hingegen nimmt ab, erläuterte Monika Wohlfahrt, Geschäftsführerin der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB). Im Durchschnitt erzeugt jeder Milchbetrieb jährlich sieben Prozent mehr Milch - ein Trend, der sich trotz Wunsch nach Regionalität fortsetzen werde.

Im Gegensatz zum Binnenmarkt bietet der Weltmarkt neue Chancen: Das Exportportfolio der deutschen Milchwirtschaft ist bunt zusammengesetzt: Butter geht hauptsächlich in den Iran, Butteröl und Käse nach Russland, Magermilchpulver nach China und Spanien, Vollmilchpulver nach Algerien, Kondensmilch nach Singapur und Kasein nach Japan und Südkorea.

Seit 2005 wächst der weltweite Milchmarkt um 5,7 Prozent, in den BRICS-Ländern (Brasilien, Russland, China und Indien) sogar um 16 Prozent. In einzelnen Ländern wie Ägypten, Mexiko oder Vietnam steigt der Milchkonsum um vergleichbare Werte. Aber dort werde die heimische Milchproduktion auch in den kommenden Jahren auf niedrigem Niveau bleiben, so Wohlfahrt. Während Milchexportnationen wie Neuseeland, USA und Australien diese Chancen wahrnähmen, verliere die EU und damit auch Deutschland an Marktanteilen.

In den vergangenen Jahren hat sich der Export gewandelt. Europa kommt weg vom Milchpulverexport und profitiert zunehmend von veredelten Produkten wie Käse. Das Fazit, das nicht nur Monika Wohlfahrt zog: Mit Standardprodukten können die deutschen Milcherzeuger auf dem Weltmarkt nicht punkten. Veredelte Produkte mit hoher lokaler Wertschöpfung hingegen haben auch Chancen auf dem Weltmarkt. Die Aufgabe ist, diesen Wert auch in den Kuhstall zu bringen.

Roland Krieg, www.aid.de

5. Januar 2013

Zimt - Gewürze und Heilmittel

Zimt ist eines der ältesten Gewürze und Heilmittel der Menschheit. Foto: Wirths PR

Was Sie über Zimt wissen sollten

Allgemeines
Zimt ist eines der ältesten Gewürze und Heilmittel der Menschheit. Die Rinde des Zimtbaumes ist sogar durch mehrere Erwähnungen im alten Testament belegt. Im Altertum diente die sagenumwobene Kostbarkeit vorwiegend kosmetischen und gesundheitlichen Zwecken. Besonders die feine Gesellschaft erfreute sich an den mit Zimt aromatisierten Duftölen und Balsamen. Heute ist Zimt weltweit auch eines der beliebtesten Gewürze. Er ist hierzulande das wichtigste Weihnachtsgewürz und eines der am häufigsten verwendeten Backgewürze. Im Orient darf Zimt auch bei deftigen Speisen nicht fehlen. Darüber hinaus verleiht er vielen Tees seine unverwechselbare Note.

13. Dezember 2012

Weihnachten – eine Härteprüfung für Diabetiker

Plätzchen, Stollen, Festtagsbraten – viele Gerichte in der Weihnachtszeit geizen nicht mit Zucker oder Fett. Nicht selten haben es deshalb vor allem Diabetikern schwer sich richtig zu ernähren und fühlen sich gegängelt. Doch das muss nicht sein.

10. Dezember 2012

Sonnenfrüchte mit Vitamin C: Herkunft und Unterscheidung


Apfelsinen und Mandarinen erfreuen sich in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit. Foto: www.aid.de

Apfelsinen und Mandarinen erfreuen sich in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit. Die Sonnenfrüchte gibt es das ganze Jahr zu kaufen, jedoch kommen sie in den Wintermonaten verstärkt in den Handel. Die ursprüngliche Heimat der Apfelsinen, die auch Orangen genannt werden, und der Mandarinen ist das Gebiet zwischen Nordostindien und Südwestchina.

Das prägte im Übrigen auch den Namen Apfelsine: Apfel aus China. Die seit über 4000 Jahren bekannte Frucht ist wahrscheinlich eine natürlich entstandene Hybride (Kreuzung) aus Pampelmuse und Mandarine. Ebenso haben sich die kernlosen Clementinen und Satsumas als Hybriden zwischen Apfelsinen und Mandarinen entwickelt. Apfelsinen und Mandarinen zählen zu den Zitrusfrüchten und stellen besondere Art der Beere, ein sogenanntes Hesperidium dar, eine fleischige Beerenfrucht mit einer festen, ledrigen Schale. Unter der wachsbedeckten Haut befinden sich die "Flavedo", die sich bei der Reife durch Carotinoide gelb oder orange färbt und zahlreiche Öldrüsen enthält. 

Darunter liegt die "Albedo", ein weißes, schwammiges und pektinreiches Gewebe, das das eigentliche Fruchtfleisch umschließt. Dieses besteht meist aus zehn Segmenten, in denen zahlreiche Saftschläuche und auch die Samen enthalten sind. Die Früchte sind - je nach Sorte - rund, oval, eiförmig oder abgeplattet mit dünner, dicker, glatter oder rauher Schale. Diese ist unreif zunächst noch grün, später gelb, orange oder rot. Apfelsinen und Mandarinen müssen übrigens vollreif geerntet werden, denn sie reifen nicht nach. Eine Schale, die grünliche Stellen aufweist, ist allerdings kein Zeichen für eine unreife Frucht, da die Ausfärbung der Schale vom Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur abhängt.

Ira Schneider, www.aid.de


Weitere Informationen: Mehr über Zitrusfrüchte und andere Obstsorten bieten auch die Broschüre "Obst" (aid-Heft, Bestellnummer 61-1002, 4,00 Euro) und das Nachschlagewerk "Obst, Exoten und Zitrusfrüchte" (CD-ROM, Bestellnummer 61-3798, 26,00 Euro), die über www.aid-medienshop.de bezogen werden können.

29. November 2012

Häufig verkeimt: Verpackter Räucherfisch

Um Forelle, Lachs, Makrelen und Kieler Sprotten aus dem Rauchfang länger haltbar zu machen, werden viele Räucherfischprodukte inzwischen verpackt unter Schutzgas – einem Mix aus Sauerstoff, Kohlendioxid und Stickstoff – im Handel angeboten. Doch die besondere Sicherheit vor Verkeimung und Verfall, die das moderne Verpackungsverfahren suggeriert, ist in der Praxis teilweise nur Schall und Rauch.

"Jedes vierte Räucherfisch-Produkt, das unter Schutzgasatmosphäre verpackt im Handel angeboten wird, weist Verkeimungen auf", kommentiert die Verbraucherzentrale NRW das Ergebnis einer Stichprobe von industriell verarbeitetem Räucherfisch in Düsseldorf. Eine Kontrolle der speziell verpackten Erzeugnisse hatte das Düsseldorfer Amt für Verbraucherschutz in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW im Juli im lokalen Handel vorgenommen.

Untersucht auf Keimgehalt – Darmkeime, Salmonellen, Listerien etc. – wurden 54 bundesweit erhältliche Räucherfischproben (überwiegend Lachs und Forelle, zudem Makrele und Sprotte), die in Düsseldorfer Supermärkten und Discountern angeboten werden. Obwohl bei sämtlichen Proben das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen war, und die Produkte in den Geschäften vorschriftsmäßig gekühlt wurden, entpuppten sich 13 Proben dennoch nicht als einwandfrei.

Bei acht Proben war nicht nur der Gesamtkeimgehalt erhöht, sondern auch die Zahl der Enterobacteriaceae. Ein Befund mit diesen Darmkeimen deutet auf eine mangelhafte Hygiene beim Hantieren mit Lebensmitteln hin. Drei Proben wurden aufgrund ihrer schmierigen oder muffig riechenden Beschaffenheit als nicht mehr verzehrfähig aus dem Verkehr gezogen – eine davon wurde gar als gesundheitsgefährdend eingestuft. Listerien, die in höheren Konzentrationen gesundheitsschädlich sind, konnten in vier Produkten nachgewiesen werden. Salmonellenkeime wurden hingegen in keiner Probe entdeckt.

"Unterm Strich ein beunruhigendes Ergebnis", erklärt die Verbraucherzentrale NRW: "Der Grad der vorgefundenen Keime kann bei empfindlichen Konsumenten zu unspezifischen Symptomen – wie Magen-Darm-Grummeln oder Durchfall – führen." Daher ist es wichtig, mangelnde Betriebshygiene beim Abpacken zu verbessern sowie optimale Bedingungen bei Lagerung und Transport zu gewährleisten.

Verbraucher sollten beim Kauf von verpacktem Räucherfisch unter Schutzatmosphäre auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Räucherlachs und -forellen nicht erst kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verzehrt werden. Entströmt der Packung beim Öffnen ein unangenehmer Geruch, sollte die Ware nicht gegessen, sondern im Geschäft und gegebenenfalls bei der Lebensmittelüberwachung reklamiert werden.


Stand: 14/11/12


Mineralöle in Lebensmitteln sind unerwünscht

Nach Untersuchungen von Stiftung Warentest wurden in Schokoladenfiguren, die in einigen der untersuchten Adventskalender enthalten sind, unterschiedliche Kohlenwasserstoffgemische (Mineralöl) nachgewiesen. Die Gehalte betrugen bis zu 7 Milligramm aromatische Kohlenwasserstoffe pro Kilogramm Schokolade. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat auf Basis der von Stiftung Warentest übermittelten Daten eine vorläufige Einschätzung des gesundheitlichen Risikos dieser Kontamination vorgenommen.

28. November 2012

Mineralöl in Adventskalendern

Bei der Bewertung der Ergebnisse des Tests von Adventskalendern, bei denen Mineralölbestände gefunden wurden, kommen die Stiftung Warentest und das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) zu gleichen Schlussfolgerungen.

Die Stiftung Warentest hatte in der Schokolade von 24 Adventskalendern für Kinder Rückstände von Mineralöl und ähnlichen Substanzen nachgewiesen und die Ergebnisse unter www.test.de/weihnachtskalender veröffentlicht. Die Schokostückchen von 9 Produkten enthielten sogar besonders kritische Stoffe, die aromatischen Mineralöle. Die Öle stammen wahrscheinlich aus dem Karton. Er wird häufig aus Recycling-Papier hergestellt, das mit mineralölhaltigen Farben bedruckt ist. Wie das BfR der Stiftung bestätigte, ist es wie die Stiftung Warentest der Meinung, dass Mineralöl in Lebensmitteln vermeidbar sei. Dass einige der getesteten Kalender keine aromatischen Mineralöle enthielten, zeige, dass die Vermeidung eines Übergangs auf die Schokolade prinzipiell möglich sei.

Mineralöle sind Gemische aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen. „Ein mögliches krebserzeugendes Potential der aromatischen Kohlenwasserstofffraktionen in Lebensmitteln kann nicht ausgeschlossen werden“, schreibt das BfR in einer Stellungnahme. Der Übergang von Mineralölkohlenwasserstoffen aus der Verpackung in das Lebensmittel Schokolade sei deshalb grundsätzlich unerwünscht und sollte vermieden werden.

Wie die Stiftung Warentest bereits bei der Veröffentlichung der Ergebnisse des Adventskalendertests berichtet hat, besteht zurzeit in Deutschland jede zweite Kartonverpackung für Lebensmittel aus recyceltem Altpapier. Mineralöle belasten die Schokolade von Adventskalendern. Studien zeigten, dass vor allem lange haltbare Lebensmittel mit großer Oberfläche verstärkt betroffen sind, wie Reis, Grieß, Cornflakes, Müsli oder Backmischungen. Auch die Stiftung Warentest hat schon Mineralöl in Lebensmitteln nachgewiesen – 2010 im Test von Kartoffelklößen und 2011 in Spiralnudeln aus Pappschachteln.


27. November 2012

Täuschungsschutz bei Lebensmitteln verbessern

180 Fachleute diskutieren heute und morgen in Berlin, wie bei Lebensmittelverpackungen der Schutz der Verbraucher vor Täuschung verbessert werden kann. Die Veranstaltung ist ein weiterer Baustein der Initiative "Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln" von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. Auf der juristischen Fachtagung tauschen sich Vertreter insbesondere aus der Lebensmittelüberwachung, von Gerichten, Universitäten und Verbänden, aus Verbraucherzentralen und aus Ministerien darüber aus, wie Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln gewährleistet werden kann.

Regionale Produkte: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Nach "Bio" ist "Regionalität" ein Megatrend geworden, der im Handel stark beworben wird und Frischeprodukten wie Obst und Gemüse geradezu auf den Leib geschneidert scheint. Doch "Regionalität" wurde auf dem 3. Europäischen Obst- und Gemüseforum der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft AMI in Berlin von Erzeugern und Händlern, die sowohl konventionelle als auch ökologische Produkte vertreiben, hoch kontrovers diskutiert.

Für Rudolf Behr, Vorstandsvorsitzender der südlich von Hamburg gelegenen Behr AG, steckt hinter beiden Begriffen gleichsam die Personalität des Erzeugers, die den Verbrauchern Vertrauen bietet. Ob allerdings Regionalität mit vielen kleinen Betrieben immer die nachhaltigste Produktionsweise bedeutet, zog er in Zweifel. Große Betriebe können mit größeren Maschinen alleine den Fahrweg beim Hacken und Düngen um 86 Prozent verringern.

Für Christian Deisenroth, Vertriebsleiter der Wasgau AG im südlichen Rheinland-Pfalz, sind regionale und biologische Produkte mit Emotionen besetzt und vermitteln Authentizität. Beide würden aber nur gekauft, wenn auch der Geschmack stimme. Für Händler bieten Produkte aus der Region die Demonstration von Kernkompetenz, die gegenüber dem Kunden auch erklärt werden müsse.

"Regionalität ist eine reine Werbekampagne", provozierte Herbert Scholdei, Geschäftsführer der Importgesellschaft Kölla Hamburg Overseas. Bei Wein und Kaffee spiele die Regionalität auch keine Rolle. Außerdem schränke die Saisonalität die Verfügbarkeit regionaler Produkte ein. Hingegen werde die Herkunftsbezeichnung aus einer bestimmten Region als Vertrauensvotum für eine bestimmte Qualität an Bedeutung gewinnen. Das sieht Gerhard Eberhöfer, Verkaufsleiter für Bio und Marillen bei Südtiroler Vinschgau, ähnlich. Die Region brauche eine klare Marke, wie eben Südtirol, oder der Bodensee und das Alte Land, die für qualitatives Obst stehen. Diese Marken gewinnen dann auch überregional ihre Kunden und tragen zur regionalen Wertschöpfung bei.

Bis dahin ist es noch ein langer Weg, wie Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg aufzeigte. Verbraucher sind durch falsche Versprechen irritiert, wenn Orangensaft unter einer norddeutschen Regionalmarke verkauft wird, oder die deutsche Marmelade Heidelbeeren aus dem Baltikum und Holunderbeeren aus Österreich enthält. Valet fordert eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung und einen regionalen Qualitätsstandard, der über dem gesetzlichen liegt.

Aber sowohl "Regionalität" als auch "Bio" hinterlassen bereits Spuren in der Produktionslandschaft. Beiden Trends ist die Dezentralisierung zu Eigen, erläuterte Behr aus eigener Erfahrung. Die Betriebe beginnen sich breiter aufzustellen und nehmen neue Produkte in ihr Portfolio auf.

Roland Krieg, www.aid.de

8. November 2012

Jeder vierte Lebensmittelbetrieb bei amtlichen Kontrollen beanstandet


Jeder vierte Lebensmittelbetrieb wird bei den amtlichen Lebensmittelkontrollen beanstandet. Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte dies am Montag in einer Presseerklärung vorhergesagt, heute bestätigte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Prognose mit der Veröffentlichung seines Jahresberichts der Lebensmittelüberwachung 2011.

"Es fällt nicht schwer, die Beanstandungsquote vorherzusagen, weil sie Jahr für Jahr im selben, unnötig hohen Bereich liegt. Das ist genau des Pudels Kern: Die Behörden entdecken in großer Zahl Hygienemängel, die aber nicht abgestellt werden, solange die Kontrollergebnisse den Kunden vorenthalten bleiben", erklärte der stellvertretende foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt.

foodwatch forderte jedes der 16 Bundesländer auf, sofort mit der Veröffentlichung aller Lebensmittelkontrollergebnisse zu beginnen. Rechtlich kann jede Landesregierung das dänische Smiley-System oder die in Deutschland diskutierte Hygiene-Ampel per Landesgesetz einführen. Dabei publizieren die Behörden nicht nur alle Kontrollergebnisse, sondern hängen sie bei Betrieben mit Kundenverkehr direkt vor Ort im Eingangsbereich aus – somit haben die Kunden die Möglichkeit, Schmuddelbetriebe zu erkennen. Ohne diese Transparenz gegenüber den Verbrauchern fehlt den Dauer-Sündern unter den Betrieben der Anreiz, sich an die gesetzlichen Vorgaben etwa bei  der Hygiene zu halten.

"Meine zweite Prognose lautet: Beginnen wir heute damit, wie in Dänemark alle Kontrollergebnisse direkt in den Betrieben auszuhängen, dann werden sich schon in wenigen Jahren die hygienischen Zustände verbessert haben und erheblich niedrigere Beanstandungsquoten in den Jahresstatistiken stehen", so Wolfschmidt. Dieser Effekt hatte sich in Dänemark schnell eingestellt: Seit Einführung des Smiley-Systems in Dänemark vor zehn Jahren sanken die Beanstandungsquoten kontinuierlich und signifikant.

Stand: 08/11/12


5. November 2012

Forschung für sicheres Fleisch

Wissenschaftler entwickeln neuartige antimikrobiell wirkende Verpackungen für Fleisch, die das Wachstum von krankmachenden und verderbniserregenden Keimen verhindern. Im Forschungsprojekt „Safe-Pack“ sind neben der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn und der FH Münster neun Wirtschaftsunternehmen beteiligt. Das innovative Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Programm zur Innovationsförderung mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert. Staatssekretär Dr. Robert Kloos übergab heute (5. November 2012) im Senatssaal der Uni Bonn die Zuwendungsbescheide für das Forschungsprojekt Safe-Pack.

Geringe Keimgehalte sowie eine Hemmung des Wachstums von verderbniserregenden und krankmachenden Bakterien sind wichtig, um dem Verbraucher qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel zu liefern. In Fleischprodukten kann die Vermehrung der Bakterien - neben einer durchgängigen Kühlung - insbesondere durch antimikrobiell wirkende Verpackungen gezielt verringert werden. „Viele der sich auf dem Markt oder in der Entwicklung befindenden antimikrobiellen Verpackungslösungen beruhen auf der Einbindung von bioziden Pflanzenextrakten, metallischen Verbindungen sowie Konservierungsmitteln“, sagt „Safe-Pack“-Projektleiterin Privatdozentin Dr. Judith Kreyenschmidt, vom Institut für Tierwissenschaften.

Verpackungsmaterialien ohne biozide Ergänzungsstoffe


Als problematisch erweise sich dabei häufig die Kurzlebigkeit der Substanzen, die eingeschränkte Wirksamkeit bei niedrigen Temperaturen sowie geschmackliche und geruchliche Aspekte, die die Qualität des Fleisches negativ beeinflussen. „Zudem ist die Kundenakzeptanz für Biozide in lebensmittelnahen Bereichen gering“, sagt PD Dr. Kreyenschmidt. „Damit ist die praktische Verwendbarkeit solcher Verpackungskonzepte stark eingeschränkt.“ Ziel des neuen Forschungsprojektes „Safe-Pack“ ist deshalb, Verpackungsmaterialien derart zu modifizieren, dass die Qualität, Haltbarkeit und Lebensmittelsicherheit von Fleisch und Fleischerzeugnissen ohne biozide Ergänzungsstoffe verbessert wird.

Eine spezielle Beschichtung verhindert das Keimwachstum


Die Forschungspartner stützen sich bei diesem Vorhaben auf umfangreiche eigene Vorarbeiten zur Herstellung von neuen antimikrobiellen Kunststoffen. Der Mechanismus beruht auf einer positiven Oberflächenladung in hoher Dichte in Kombination mit einem wasserabweisenden Charakter, der zur Zersetzung der Bakterienzellwände führt. „Die neuen Werkstoffe weisen im Vergleich zu anderen Materialien eine deutlich verbesserte Wirkung gegenüber einem breiten Spektrum von Keimen auf - auch bei niedrigen Temperaturen, wie sie bei kühlpflichtigen Lebensmitteln - wie Fleisch - vorliegen“, berichtet Dr. Kreyenschmidt. Im Rahmen des Projektes werden diese innovativen Materialien so weiterentwickelt, dass sie zur Verwendung als Beschichtung von Siegelschalen, Saugvlieseinlagen und Folien für den Fleischsektor eingesetzt werden können.

Fleisch ist durch neuartige Verpackungen länger haltbar


Das Projekt wird von der Arbeitsgruppe Cold-Chain-Management der Universität Bonn koordiniert. Beteiligt sind neben der FH Münster (Institut für Konstruktions- und Funktionsmaterialien) vier fleischverarbeitende Betriebe, Hersteller von Verpackungslösungen und -maschinen sowie ein großer Chemiepartner. Die Einführung der neuen aktiven Verpackungsmaterialien verschafft den am Projekt beteiligten Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Die durch das neue Material verlängerten Haltbarkeitszeiten der Fleischprodukte liefern folglich einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Ausschusswaren und tragen somit zur Schonung von wichtigen Ressourcen bei.





Vitaminbombe Apfel


„An apple a day keeps the doctor away“.
© Wirths PR
Er wächst beinahe in jedem Garten, auf vielen Feldern und Straßenrändern finden wir ihn. Er ist praktisch und unproblematisch, schmeckt gut und ist obendrein noch sehr gesund. Die Rede ist vom Apfel, unserem beliebtesten Obst. Sein Gesundheitswert ist enorm. Äpfel fördern die Verdauung, denn sie enthalten 2% Ballaststoffe. In ihnen stecken wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Eisen und die Spurenelemente Zink, Kupfer und Mangan. Wir finden in Äpfeln Vitamine der B-Gruppe wie Thiamin, Riboflavin, Niacin, Pantothensäure, Folsäure sowie Biotin und natürlich auch Vitamin C. Sie sind reich an sekundären Pflanzenstoffen und enthalten Flavonoide sowie Lutein und Zeaxanthin. Die beiden letztgenannten kommen in unserer Netzhaut vor und üben dort eine wichtige Schutzfunktion aus. Zeaxanthin spielt bei Reaktionen auf Lichtstrahlung eine wichtige Rolle. Deshalb heißt es auch in angelsächsischen Ländern „An apple a day keeps the doctor away“.

Von keinem anderen Obst verbrauchen wir auch nur annähernd so viel – etwa 40 kg pro Kopf und Jahr. Etwas mehr als ein Viertel davon wird zu Apfelsaft gepresst, der größere Teil wird jedoch gegessen.

In der Küche sind Äpfel vielseitig zu verwenden. Sie können gebacken, gebraten und gekocht werden. Am liebsten essen wir sie jedoch roh. Für Salate eignen sich feste Sorten, wie Cox Orange, Elstar, Golden oder Red Delicious. Es müssen nicht immer Sorten aus dem Supermarkt sein. Äpfel aus dem eigenen Garten haben zwar oft nicht die Normgröße, sind dafür aber gesünder, weil sie nicht gespritzt werden. Bei diesen Äpfeln kann man getrost die Schale mitessen. Gekaufte Äpfel sollten am besten warm abgewaschen werden und mit der Schale gegessen werden. Schließlich befinden sich hier und im Gehäuse die meisten Vitamine und Mineralstoffe. Äpfel sind lange haltbar, wenn sie dunkel bei hoher Luftfeuchtigkeit im Keller oder im Kühlschrank gelagert werden. Schon verarbeitet lassen sich Äpfel problemlos einfrieren. Bei der Zubereitung von Salaten sollte man unbedingt Zitronensaft über die Äpfel geben, andernfalls werden sie schnell braun.


4. November 2012

Falsche Trüffel aus den Anden frisch zubereitet

Die spanischen Eroberer hielten sie für eine Trüffelart, als sie im 16. Jahrhundert die erste Anden-Kartoffel in den Händen hielten. Und sie nannten sie auch so: "Tartuffuli". Obwohl sie rein monetär nicht mit dem berühmten Edelpilz konkurrieren kann, hat sie es insgesamt zu weit größerer Bedeutung gebracht. Denn die Kartoffel ist weltweit ein klassisches Grundnahrungsmittel. Dafür besitzt sie die besten Voraussetzungen: eine riesige Sortenvielfalt, hohe Erträge, eine günstige Nährstoffzusammensetzung und unzählige Möglichkeiten der Zubereitung.

Alle Facetten dieses hochinteressanten Lebensmittels beleuchtet das neu überarbeitete aid-Heft "Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse". Es gibt eine kurze Einführung zur bewegten Geschichte der Feldfrucht, erläutert verschiedene Züchtungsaspekte, Anbaumethoden und zeigt den Aufbau der Kartoffelpflanze in Form eines kopierfähigen Schaubildes.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Sortenunterschiede und ihre warenkundlichen Merkmale, wie zum Beispiel Geschmack, Kocheigenschaften und Reifezeiten. Außerdem beschreibt das Heft, wie Pommes, Chips und Co. entstehen und durch welche Produkteigenschaften sich Kartoffelerzeugnisse auszeichnen. Auch die ernährungsphysiologischen Inhalte der Knolle kommen nicht zu kurz. Welche wichtige Rolle die Kartoffel in der Ernährung spielt, zeigt ein weiteres Schaubild im A5-Format, das sich auch ideal als Kopiervorlage für Seminare und Unterricht eignet. Die Vielfalt der Themen macht das Heft zu einem kompakten Nachschlagewerk für Verbraucher, Lehrkräfte, Schüler und Mitarbeiter im Lebensmittelhandel.

Quelle: www.aid.de

aid-Heft "Kartoffeln"
52 Seiten, Bestell-Nr. 61-1003, ISBN 978-3-8308-1040-7, Preis: 2,50 EUR (Rabatte ab 10 Heften), zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung

aid infodienst e. V., Heilsbachstraße 16, 53123 Bonn
Telefon: 0180 3 849900*, Telefax: 0228 84 99-200
*Kosten: 9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Anrufe aus dem Mobilfunknetz maximal 42 Cent pro Minute. Aus dem Ausland können diese Kosten je nach Anbieter höher sein.
E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: http://www.aid-medienshop.de


Lebensmittel mit Stevia


Lebensmittel mit Stevia sind für Figurbewusste eine Alternative: Auch wenn diese Produkte meist nicht ganz zuckerfrei sind, können bis zur Hälfte der Kalorien eingespart werden. Das hat eine Untersuchung von Stiftung Warentest gezeigt. Die Lebensmittelprüfer hatten 16 Produktneuheiten mit Stevia unter die Lupe genommen und teilweise auch mit dem Original verglichen. Beispiele sind Schokolade, Limonade, Eistee, Konfitüre, Joghurt und Tafelsüße. Geruch, Geschmack, die süßenden Zutaten und die Kennzeichnung standen auf dem Prüfstand.

Stevia ist rund 300 Mal süßer als üblicher Haushaltszucker, dabei praktisch kalorienfrei, verursacht kein Karies und ist natürlichen Ursprungs. Doch die Blätter sind in der EU weiterhin nicht zum Verzehr zugelassen. Stattdessen werden aus ihnen in einem mehrstufigen chemischen Verfahren die süßenden Inhaltsstoffe gewonnen. Diese sogenannten Steviolglykoside dürfen seit Ende 2011 in bestimmten Lebensmitteln als Zusatzstoff (E 960) verwendet werden. Mit einem "natürlichen Genuss", wie es manche Produkte versprechen, hat das nicht mehr viel zu tun. Zudem fehlt auf dem Etikett häufig der Hinweis, dass den Produkten nicht "Stevia" oder "Steviaextrakt", sondern "Steviolglykoside" zugesetzt worden sind.

Stevia-Lebensmittel haben eine große kalorienfreie Süßkraft, sind koch- und backfest und senken den Zuckerkonsum. Im Test enthielten sie im Vergleich zum Originalprodukt ein Viertel bis die Hälfte weniger Kalorien. Im Geschmack sind die Produktneuheiten allerdings gewöhnungsbedürftig. Mit Stevia gesüßte Lebensmittel schmecken nicht so intensiv süß und zum Teil weniger aromatisch. Häufig hinterlassen sie einen leicht bitteren Nachgeschmack und ein stumpfes Gefühl auf der Zunge.

Wie viel Süße aus Stevia in einem Produkt steckt, ist unterschiedlich. So enthält Tafelsüße zu 100 Prozent Steviolglykoside, während es bei Limonade 40 Prozent und bei Konfitüre sowie Fruchtaufstrich weniger als 10 Prozent sind. Das liegt daran, dass Hersteller auch andere Zucker und Süßstoffe wie Fruktose und Glukosesirup verwenden. Der Kristallzucker wird nicht komplett ersetzt, da ausschließlich mit Steviolglykosiden gesüßte Produkte meist nicht schmecken würden. Außerdem dürfen nur begrenzte Mengen Stevia verwendet werden. Die Tageshöchstdosis von 4 Milligramm Steviolglykosiden pro Kilogramm Körpergewicht wird bei einem normalen Verzehr aber bei weitem nicht erreicht.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.aid.de/verbraucher/stevioglycoside.php


Die besten Fleisch­salate sind die preisgüns­tigsten


Die besten Fleisch­salate bieten die Handels­marken von Discountern sowie eines Supermarktes und sie kosten im Vergleich zur klassischen Markenware oft weit weniger als die Hälfte. Insgesamt reichen die Qualitäts­urteile für 24 Fleisch­salate, darunter vier fett­reduzierte und drei Bioprodukte, von „Gut“ bis „Mangelhaft“. Veröffent­licht sind sie in der Oktober-Ausgabe der Zeit­schrift test.

Fleisch­salat zählt zu den Fein­kost­produkten und wird diesem Anspruch auch über­wiegend gerecht. 12 von 24 Produkten sind „gut“, zehn sind „befriedigend“ und je eins „ausreichend“ und „mangelhaft“. Ganz vorne stehen die Handels­marken eines Supermarktes und von Discountern. 100 Gramm „guter“ Delikatess Fleisch­salat der Marken Ja! von Rewe und Vitakrone von Lidl kosten 26 Cent, die gleiche Menge Wonnemeyer von Aldi (Süd) nur 22 Cent. Für den ebenfalls „guten“ Fleisch­salat von Mövenpick zahlt man 79 Cent pro 100 Gramm.

Im Test fand sich kein Hinweis darauf, dass minderwertiges Fleisch einge­setzt wird. Kein Fleisch­salat kommt ohne Zusatz­stoffe aus, einer enthielt sogar den Geschmacks­verstärker Glutamat. Drei Anbieter setzten Alternativen mit Glutaminsäure ein, acht Salate haben zugesetztes Aroma. Von den „guten“ Produkten setzen Aldi (Süd) und Aldi (Nord) die wenigsten Zusatz­stoffe ein.

Fleisch­salate sind Kalorienbomben, die Produkte im Test bestehen im Durch­schnitt zu einem Drittel aus Fett. Die fett­reduzierten Fleisch­salate haben im Schnitt nur 15 Prozent Fett. „Gut“ sind die fett­reduzierten Geflügel­fleisch­salate von Lidl/Linessa und Weight Watchers für 45 bzw. 99 Cent pro 100 Gramm.
Der ausführ­liche Test Fleischsalate ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/thema/fleisch veröffent­licht.


Quelle: www.test.de



„Gutes“ Sonnenblumenöl muss nicht teuer sein


Ein „gutes“ Sonnenblumenöl ist schon für 1,49 Euro pro Liter zu haben, die gleiche Menge eines „mangelhaften“ Bio-Öls aus Sonnenblumenkernen kostet hingegen 8,50 Euro. Bei einem Test von 16 raffinierten und 12 kaltgepressten Sonnenblumenölen fand die Stiftung Warentest 13 „gute“, 13 „befriedigende“, ein „ausreichendes“ sowie ein „mangelhaftes“ Öl. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der November-Ausgabe der Zeitschrift test.

13 der 28 Testkandidaten schneiden „gut“ ab, vor allem raffinierte, günstige Öle. Bei den kaltgepressten, die im Vergleich fast alle deutlich teurer sind, stellten die Tester sehr viel häufiger Fehler beim Verkosten fest. Typisch für sie ist ein deutlich nussiges, kerniges Aroma. Fünf hatten aber einen leicht schalig-modrigen, holzigen oder verbrannten Geruch und Geschmack. Ein kaltgepresstes, mit Wasserdampf behandeltes Bio-Sonnenblumenöl für 8,50 Euro pro Liter schmeckte stark ranzig, oxidiert und alt. Außerdem schnitt es auch in der chemischen Qualität schlecht ab. Das Urteil der Tester: “Mangelhaft“.

Auch unter den raffinierten Sonnenblumenölen gab es ein teures Schlusslicht, das nicht nur wegen seines unausgewogenen, leicht oxidierten und leicht ranzigen Geruchs und Geschmacks negativ auffiel. Es hatte auch den höchsten Gehalt an ungesunden Transfettsäuren und enthielt einen durch die Raffination entstandenen Schadstoff. Insgesamt war dieses Bio-Öl damit nur „ausreichend“.

Weichmacher, Lösemittel, Schwermetalle und Arsen fanden die Prüfer nicht. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Pestizide haben die Hersteller im Griff. Bei allen raffinierten Ölen wiesen die Tester aber Schadstoffe nach, die bei der Raffination entstehen können. In einigen Ölen wiesen die Tester auch Mineralöle nach.

Nur ein natives Bio-Sonnenblumenöl eignet sich besonders zum Braten.
Der ausführliche Test Sonnenblumenöl ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/sonnenblumenoel veröffentlicht.



Quelle: www.test.de



1. November 2012

5,4 Kilogramm Reis verzehrt jeder Deutsche


5,4 Kilogramm Reis verzehrte jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr 2011. Damit hat sich der Reis-Verbrauch in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Mit knapp 200 Millionen Tonnen pro Jahr ist China der größte Reis-Produzent der Welt, gefolgt von Indien (144 Millionen Tonnen) und Indonesien (66 Millionen Tonnen). Die gleichzeitig hohe Binnennachfrage in diesen Ländern führt allerdings dazu, dass gegenwärtig Thailand mit jährlich rund neun Millionen Tonnen der weltweit größte Reis-Exporteur ist. Danach folgen Vietnam, Pakistan und die USA. Zusammen decken die vier Länder fast Dreiviertel des weltweiten Reis-Exporthandels ab (72 Prozent).

Quelle: www.bmelv.de


30. September 2012

Saftig-süß bis würzig: Die Birne ist sehr vielseitig


Herbstzeit ist Birnenzeit. Das Aroma der Früchte reicht von süß über feinsäuerlich bis muskatartig, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Weltweit sind mehrere Tausend verschiedene Birnensorten bekannt, wobei nur etwa zehn Sorten im Obsthandel eine bedeutende Rolle spielen. Dazu zählt beispielsweise die Sorte "Alexander Lucas", die besonders saftig-süß ist und am besten roh gegessen wird. Die Tafelbirne "Clapps Liebling" hat ein süßes bis fein-säuerliches Aroma, während die Birne mit dem wohlklingenden Namen "Köstliche von Charneu" etwas würzig schmeckt. 

Die saftige "Williams Christ" hat eine leicht muskatartige Note und ist zum Einmachen geeignet. Aus diesen Früchten wird auch der bekannte Obstbrand hergestellt. Eine eher unbekannte Sorte ist die Nashi-Birne, die aus Japan stammt. Die Früchte sehen aus wie kleine Äpfel, haben eine kupferfarbene Schale mit kleinen Pünktchen und sind sehr saftig.

Früchte - fruits - Birnen - pearsBirnen werden nicht nur pur gegessen, sondern schmecken auch im Obstsalat, als Gelee oder im Kuchen. Sehr bekannt ist die Nachspeise "Birne Helene", für die reife Birnen in einer heißen Zucker-Weißwein-Mischung gegart und zu Vanilleeis und Schokoladensoße serviert werden. Das Rezept ist vor über 140 Jahren zur Premiere der Operette "Die schöne Helene" in Frankreich entstanden. Doch auch herzhafte Speisen lassen sich mit dem Kernobst verfeinern. So können Feinschmecker die Früchte dünsten und als Beilage zu Schweinefleisch, Geflügel oder Wild servieren. Roh schmeckt die Birne im Blattsalat und zu einem würzigen Ziegenkäse oder zu rohem Schinken.

Birnen enthalten weniger Fruchtsäure als Äpfel und sind daher auch für empfindliche Menschen gut bekömmlich. Zudem ist die Birne reich an B-Vitaminen, Folsäure, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen, die die Verdauung anregen. Da viele wertvolle Inhaltsstoffe direkt unter der Schale sitzen, sollten die Früchte am besten ungeschält verzehrt werden. Birnen werden im "hartreifen" Zustand gepflückt und bis zum Verkauf bei kühlen Temperaturen gelagert, damit sie langsam nachreifen können. Der optimale Reifegrad besteht, wenn die Früchte einen angenehmen Duft verströmen und bei leichtem Druck auf das Stielende nachgeben.

Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
aid-Heft "Obst", Bestell-Nr. 61-1002, Preis: 4,00 Euro, www.aid-medienshop.de

Quelle: www.aid.de
Stand: 19/09/12


29. September 2012

Qualität von Lebensmitteln: Hoher Anspruch, große Skepsis


Beim Lebensmitteleinkauf achten deutsche Verbraucher immer mehr auf die Qualität. Die wichtigsten Aspekte sind dabei Geschmack, Sicherheit, Gesundheit und Nachhaltigkeit. So lautet ein Fazit der aktuellen Nestlé-Studie 2012 "Das is(s)t Qualität", für die mehr als 1.600 Verbraucher zu ihrem Ernährungsverhalten befragt wurden. Zusätzlich wurden Interviews mit Meinungsführern und Experten aus deutschen Handelsunternehmen durchgeführt.

shopping 2Für die meisten Deutschen spielt nach der Studie die Qualität der Lebensmittel (58 Prozent) beim Einkauf eine größere Rolle als der günstige Preis (51 Prozent). Jeder vierte Verbraucher zählt sogar zur Gruppe der "Quality Eater", die besonders hohe Ansprüche an die Qualität haben.

Die Lebensmittel müssen gut schmecken (89 %), sicher und gesund sein (je 92 %) und Nachhaltigkeitsaspekte wie eine artgerechte Tierhaltung erfüllen (81 %). "Quality Eater" sind vor allem Frauen (62 %), älter als 30 Jahre, in der Regel überdurchschnittlich gebildet, verfügen über ein höheres Haushaltseinkommen und geben vergleichsweise viel Geld für Nahrungsmittel aus. 

Sie kaufen gerne auf dem Wochenmarkt und im Hofladen ein. Frische, Natürlichkeit, Regionalität, Saisonalität und Bio sind ihnen beim Einkauf wichtig.
Obwohl die Qualität eine immer wichtigere Rolle spielt, hat die Mehrheit der Verbraucher Schwierigkeiten bei der Auswahl von hochwertigen Produkten. Vor allem die Qualität von verpackter Ware wie Fertigprodukten, Tiefkühlkost sowie Wurst und Käse aus dem Kühlregal lässt sich offenbar schwer einschätzen. Für zwei Drittel der Konsumenten liegen die Ursachen für Qualitätsmängel vor allem in Anbau, Aufzucht und Verarbeitung. Die Bedeutung von Transport und einer möglichen Unterbrechung der Kühlkette werde hingegen unterschätzt, erläutert Nestlé Deutschland.

Trotz dieser Unsicherheiten wird die Qualität der Nahrungsmittel von 76 Prozent der Verbraucher generell als gut bis sehr gut beurteilt. Nach Ansicht der Befragten liegt die Hauptverantwortung für die Produktqualität bei den Herstellern, denen jedoch nur 17 Prozent vertrauen können. Die staatlichen Lebensmittelkontrollen werden von jedem zweiten Konsumenten eher skeptisch gesehen. Summa summarum ist der Anspruch an Lebensmittel extrem hoch, die Verantwortung der Qualität liegt laut der Befragten aber in der Produktionskette.

Heike Kreutz, www.aid.de
 Weitere Informationen: www.nestle-studie.de

Quelle: www.aid.de
Stand: 26/09/12

Schwarzwälder Schinken: SB-Ware nur in der Kühlung

Schwarzwälder Schinken ist nach wie vor unangefochten auf Platz 1 der beliebtesten Rohschinken Deutschlands, erklärte der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller anlässlich einer Jahrespressekonferenz. Für 2011 bilanziert er einen Zuwachs von 2,5 Prozent in der abgesetzten Stückzahl. Insgesamt betrug der Absatz im vergangenen Jahr im In- und Ausland 8,3 Millionen Schwarzwälder Schinken. Dabei wiegt ein Schinken durchschnittlich rund 5,5 Kilogramm.

2011 02 14 Schwarzwälder Schinken am Mummelsee (1)85 Prozent der Produktion wird hierzulande über den klassischen Lebensmittelhandel und den Discount abgesetzt, 12 Prozent über den Fachhandel und 3 Prozent über die Gastronomie. Der Marktanteil der SB-Packungen verzeichnete im vergangenen Jahr ein Plus von 2,5 Prozent und liegt nun bei über 50 Prozent. Zu den jüngsten Maßnahmen der Qualitätssicherung des Schutzverbandes gehört die Vorgabe, dass SB-Packungen im Handel nur in der Kühlung verkauft werden dürfen.

Seit 1997 steht der Schwarzwälder Schinken unter dem Schutz des EU-Siegels "g.g.A." (geschützte geografische Angabe). "g.g.A." schützt die Spezialität vor Namensmissbrauch und Plagiaten. Nur Schwarzwälder Schinken, der nach dem definierten traditionellen Verfahren im Schwarzwald hergestellt wird, darf sich auch so nennen. Die Rohware selbst - also die Schweine - müssen nicht aus der Region des Schwarzwalds stammen. Das führt beim Verbraucher immer wieder zu Irritationen. Der Schutzverband hat deshalb einen Videoclip produziert, der das EU-Siegel "g.g.A." für die süddeutsche Spezialität leicht verständlich erklärt.

Rüdiger Lobitz, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft "Schinken", Bestell-Nr. 61-1543, 2,50 Euro unter http://www.aid-medienshop.de

Quelle: www.aid.de
Stand: 26/09/12