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20. März 2013
Impulse für den Milchmarkt
Positive Preisimpulse für die Milchwirtschaft kamen zuletzt vom Weltmarkt, erklärte Dr. Karl-Heinz Engel vom Milchindustrie-Verband auf dem 4. Berliner Milchforum. 45 Prozent der deutschen Milch gehen in die EU und in die Drittstaaten. Sie bilden mit 5,8 Milliarden Euro Umsatz ein wichtiges Standbein für die deutsche Landwirtschaft. Neben Wachstumschancen in der regionalen Wertschöpfungskette durch Heumilch-Produkte, mit Prämien für den Weidegang und Produkten mit geschützter Ursprungskennzeichnung (g.U.), sollten die deutschen Milcherzeuger den Weltmarkt nicht aus den Augen verlieren.
Europa ist der größte Produzent von Milch und Milchprodukten, gefolgt von den USA, Indien und China. Neuseeland steht nach Angaben von Brigitte Misonne, Milchreferentin der Generaldirektion Landwirtschaft bei der EU, erst auf Platz sieben. Doch beim Export führt das Land "Down under" die Statistik vor den Europäern an.
Innerhalb der EU ist Deutschland das Land mit der meisten Milch und hat 2012 erstmals die Produktionsmenge von 30 Millionen Tonnen überschritten. Die Quotenpolitik begrenze eine Ausweitung. Misonne bescheinigt Deutschland eine besondere Quotendisziplin. Deshalb wartet die Branche überwiegend auf das Auslaufen der Quote im Jahr 2015.
In Deutschland setzt sich der Strukturwandel fort. Die Milch wird zunehmend im Norden produziert. Die Zahl der Milchkühe bleibt konstant, die Zahl der Milchbauern hingegen nimmt ab, erläuterte Monika Wohlfahrt, Geschäftsführerin der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB). Im Durchschnitt erzeugt jeder Milchbetrieb jährlich sieben Prozent mehr Milch - ein Trend, der sich trotz Wunsch nach Regionalität fortsetzen werde.
Im Gegensatz zum Binnenmarkt bietet der Weltmarkt neue Chancen: Das Exportportfolio der deutschen Milchwirtschaft ist bunt zusammengesetzt: Butter geht hauptsächlich in den Iran, Butteröl und Käse nach Russland, Magermilchpulver nach China und Spanien, Vollmilchpulver nach Algerien, Kondensmilch nach Singapur und Kasein nach Japan und Südkorea.
Seit 2005 wächst der weltweite Milchmarkt um 5,7 Prozent, in den BRICS-Ländern (Brasilien, Russland, China und Indien) sogar um 16 Prozent. In einzelnen Ländern wie Ägypten, Mexiko oder Vietnam steigt der Milchkonsum um vergleichbare Werte. Aber dort werde die heimische Milchproduktion auch in den kommenden Jahren auf niedrigem Niveau bleiben, so Wohlfahrt. Während Milchexportnationen wie Neuseeland, USA und Australien diese Chancen wahrnähmen, verliere die EU und damit auch Deutschland an Marktanteilen.
In den vergangenen Jahren hat sich der Export gewandelt. Europa kommt weg vom Milchpulverexport und profitiert zunehmend von veredelten Produkten wie Käse. Das Fazit, das nicht nur Monika Wohlfahrt zog: Mit Standardprodukten können die deutschen Milcherzeuger auf dem Weltmarkt nicht punkten. Veredelte Produkte mit hoher lokaler Wertschöpfung hingegen haben auch Chancen auf dem Weltmarkt. Die Aufgabe ist, diesen Wert auch in den Kuhstall zu bringen.
Roland Krieg, www.aid.de
5. Januar 2013
Zimt - Gewürze und Heilmittel
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Zimt ist eines der ältesten Gewürze und Heilmittel der
Menschheit. Foto: Wirths PR
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Was Sie über Zimt wissen sollten
Allgemeines
Zimt ist eines der ältesten Gewürze und Heilmittel der
Menschheit. Die Rinde des Zimtbaumes ist sogar durch mehrere Erwähnungen im
alten Testament belegt. Im Altertum diente die sagenumwobene Kostbarkeit
vorwiegend kosmetischen und gesundheitlichen Zwecken. Besonders die feine
Gesellschaft erfreute sich an den mit Zimt aromatisierten Duftölen und Balsamen.
Heute ist Zimt weltweit auch eines der beliebtesten Gewürze. Er ist hierzulande
das wichtigste Weihnachtsgewürz und eines der am häufigsten verwendeten
Backgewürze. Im Orient darf Zimt auch bei deftigen Speisen nicht fehlen.
Darüber hinaus verleiht er vielen Tees seine unverwechselbare Note.
13. Dezember 2012
Weihnachten – eine Härteprüfung für Diabetiker
Plätzchen,
Stollen, Festtagsbraten – viele Gerichte in der Weihnachtszeit geizen nicht mit
Zucker oder Fett. Nicht selten haben es deshalb vor allem Diabetikern schwer
sich richtig zu ernähren und fühlen sich gegängelt. Doch das muss nicht sein.
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Weihnachten
10. Dezember 2012
Sonnenfrüchte mit Vitamin C: Herkunft und Unterscheidung
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Apfelsinen und Mandarinen erfreuen sich in der kalten
Jahreszeit großer Beliebtheit. Foto: www.aid.de
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Apfelsinen und Mandarinen erfreuen sich in der kalten
Jahreszeit großer Beliebtheit. Die Sonnenfrüchte gibt es das ganze Jahr zu
kaufen, jedoch kommen sie in den Wintermonaten verstärkt in den Handel. Die
ursprüngliche Heimat der Apfelsinen, die auch Orangen genannt werden, und der
Mandarinen ist das Gebiet zwischen Nordostindien und Südwestchina.
Das prägte
im Übrigen auch den Namen Apfelsine: Apfel aus China. Die seit über 4000 Jahren
bekannte Frucht ist wahrscheinlich eine natürlich entstandene Hybride (Kreuzung)
aus Pampelmuse und Mandarine. Ebenso haben sich die kernlosen Clementinen und
Satsumas als Hybriden zwischen Apfelsinen und Mandarinen entwickelt. Apfelsinen
und Mandarinen zählen zu den Zitrusfrüchten und stellen besondere Art der
Beere, ein sogenanntes Hesperidium dar, eine fleischige Beerenfrucht mit einer
festen, ledrigen Schale. Unter der wachsbedeckten Haut befinden sich die
"Flavedo", die sich bei der Reife durch Carotinoide gelb oder orange
färbt und zahlreiche Öldrüsen enthält.
Darunter liegt die "Albedo",
ein weißes, schwammiges und pektinreiches Gewebe, das das eigentliche
Fruchtfleisch umschließt. Dieses besteht meist aus zehn Segmenten, in denen
zahlreiche Saftschläuche und auch die Samen enthalten sind. Die Früchte sind - je
nach Sorte - rund, oval, eiförmig oder abgeplattet mit dünner, dicker, glatter
oder rauher Schale. Diese ist unreif zunächst noch grün, später gelb, orange
oder rot. Apfelsinen und Mandarinen müssen übrigens vollreif geerntet werden,
denn sie reifen nicht nach. Eine Schale, die grünliche Stellen aufweist, ist
allerdings kein Zeichen für eine unreife Frucht, da die Ausfärbung der Schale
vom Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur abhängt.
Ira Schneider,
www.aid.de
Weitere Informationen: Mehr über Zitrusfrüchte und andere
Obstsorten bieten auch die Broschüre "Obst" (aid-Heft, Bestellnummer
61-1002, 4,00 Euro) und das Nachschlagewerk "Obst, Exoten und
Zitrusfrüchte" (CD-ROM, Bestellnummer 61-3798, 26,00 Euro), die über
www.aid-medienshop.de bezogen werden können.
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Wissen
29. November 2012
Häufig verkeimt: Verpackter Räucherfisch
Um Forelle, Lachs, Makrelen und Kieler Sprotten
aus dem Rauchfang länger haltbar zu machen, werden viele
Räucherfischprodukte inzwischen verpackt unter Schutzgas – einem Mix aus
Sauerstoff, Kohlendioxid und Stickstoff – im Handel angeboten. Doch die
besondere Sicherheit vor Verkeimung und Verfall, die das moderne
Verpackungsverfahren suggeriert, ist in der Praxis teilweise nur Schall
und Rauch.
"Jedes vierte Räucherfisch-Produkt, das unter Schutzgasatmosphäre verpackt im Handel angeboten wird, weist Verkeimungen auf", kommentiert die Verbraucherzentrale NRW das Ergebnis einer Stichprobe von industriell verarbeitetem Räucherfisch in Düsseldorf. Eine Kontrolle der speziell verpackten Erzeugnisse hatte das Düsseldorfer Amt für Verbraucherschutz in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW im Juli im lokalen Handel vorgenommen.
Untersucht auf Keimgehalt – Darmkeime, Salmonellen, Listerien etc. – wurden 54 bundesweit erhältliche Räucherfischproben (überwiegend Lachs und Forelle, zudem Makrele und Sprotte), die in Düsseldorfer Supermärkten und Discountern angeboten werden. Obwohl bei sämtlichen Proben das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen war, und die Produkte in den Geschäften vorschriftsmäßig gekühlt wurden, entpuppten sich 13 Proben dennoch nicht als einwandfrei.
Bei acht Proben war nicht nur der Gesamtkeimgehalt erhöht, sondern auch die Zahl der Enterobacteriaceae. Ein Befund mit diesen Darmkeimen deutet auf eine mangelhafte Hygiene beim Hantieren mit Lebensmitteln hin. Drei Proben wurden aufgrund ihrer schmierigen oder muffig riechenden Beschaffenheit als nicht mehr verzehrfähig aus dem Verkehr gezogen – eine davon wurde gar als gesundheitsgefährdend eingestuft. Listerien, die in höheren Konzentrationen gesundheitsschädlich sind, konnten in vier Produkten nachgewiesen werden. Salmonellenkeime wurden hingegen in keiner Probe entdeckt.
"Unterm Strich ein beunruhigendes Ergebnis", erklärt die Verbraucherzentrale NRW: "Der Grad der vorgefundenen Keime kann bei empfindlichen Konsumenten zu unspezifischen Symptomen – wie Magen-Darm-Grummeln oder Durchfall – führen." Daher ist es wichtig, mangelnde Betriebshygiene beim Abpacken zu verbessern sowie optimale Bedingungen bei Lagerung und Transport zu gewährleisten.
Verbraucher sollten beim Kauf von verpacktem Räucherfisch unter Schutzatmosphäre auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Räucherlachs und -forellen nicht erst kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verzehrt werden. Entströmt der Packung beim Öffnen ein unangenehmer Geruch, sollte die Ware nicht gegessen, sondern im Geschäft und gegebenenfalls bei der Lebensmittelüberwachung reklamiert werden.
"Jedes vierte Räucherfisch-Produkt, das unter Schutzgasatmosphäre verpackt im Handel angeboten wird, weist Verkeimungen auf", kommentiert die Verbraucherzentrale NRW das Ergebnis einer Stichprobe von industriell verarbeitetem Räucherfisch in Düsseldorf. Eine Kontrolle der speziell verpackten Erzeugnisse hatte das Düsseldorfer Amt für Verbraucherschutz in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW im Juli im lokalen Handel vorgenommen.
Untersucht auf Keimgehalt – Darmkeime, Salmonellen, Listerien etc. – wurden 54 bundesweit erhältliche Räucherfischproben (überwiegend Lachs und Forelle, zudem Makrele und Sprotte), die in Düsseldorfer Supermärkten und Discountern angeboten werden. Obwohl bei sämtlichen Proben das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen war, und die Produkte in den Geschäften vorschriftsmäßig gekühlt wurden, entpuppten sich 13 Proben dennoch nicht als einwandfrei.
Bei acht Proben war nicht nur der Gesamtkeimgehalt erhöht, sondern auch die Zahl der Enterobacteriaceae. Ein Befund mit diesen Darmkeimen deutet auf eine mangelhafte Hygiene beim Hantieren mit Lebensmitteln hin. Drei Proben wurden aufgrund ihrer schmierigen oder muffig riechenden Beschaffenheit als nicht mehr verzehrfähig aus dem Verkehr gezogen – eine davon wurde gar als gesundheitsgefährdend eingestuft. Listerien, die in höheren Konzentrationen gesundheitsschädlich sind, konnten in vier Produkten nachgewiesen werden. Salmonellenkeime wurden hingegen in keiner Probe entdeckt.
"Unterm Strich ein beunruhigendes Ergebnis", erklärt die Verbraucherzentrale NRW: "Der Grad der vorgefundenen Keime kann bei empfindlichen Konsumenten zu unspezifischen Symptomen – wie Magen-Darm-Grummeln oder Durchfall – führen." Daher ist es wichtig, mangelnde Betriebshygiene beim Abpacken zu verbessern sowie optimale Bedingungen bei Lagerung und Transport zu gewährleisten.
Verbraucher sollten beim Kauf von verpacktem Räucherfisch unter Schutzatmosphäre auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Räucherlachs und -forellen nicht erst kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verzehrt werden. Entströmt der Packung beim Öffnen ein unangenehmer Geruch, sollte die Ware nicht gegessen, sondern im Geschäft und gegebenenfalls bei der Lebensmittelüberwachung reklamiert werden.
Stand: 14/11/12
Mineralöle in Lebensmitteln sind unerwünscht
Nach Untersuchungen von Stiftung Warentest wurden in
Schokoladenfiguren, die in einigen der untersuchten Adventskalender enthalten
sind, unterschiedliche Kohlenwasserstoffgemische (Mineralöl) nachgewiesen. Die
Gehalte betrugen bis zu 7 Milligramm aromatische Kohlenwasserstoffe pro
Kilogramm Schokolade. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat auf
Basis der von Stiftung Warentest übermittelten Daten eine vorläufige
Einschätzung des gesundheitlichen Risikos dieser Kontamination vorgenommen.
28. November 2012
Mineralöl in Adventskalendern
Bei der Bewertung der Ergebnisse des Tests von
Adventskalendern, bei denen Mineralölbestände gefunden wurden, kommen
die Stiftung Warentest und das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) zu
gleichen Schlussfolgerungen.
Die Stiftung Warentest hatte in der Schokolade von 24 Adventskalendern für Kinder Rückstände von Mineralöl und ähnlichen Substanzen nachgewiesen und die Ergebnisse unter www.test.de/weihnachtskalender veröffentlicht. Die Schokostückchen von 9 Produkten enthielten sogar besonders kritische Stoffe, die aromatischen Mineralöle. Die Öle stammen wahrscheinlich aus dem Karton. Er wird häufig aus Recycling-Papier hergestellt, das mit mineralölhaltigen Farben bedruckt ist. Wie das BfR der Stiftung bestätigte, ist es wie die Stiftung Warentest der Meinung, dass Mineralöl in Lebensmitteln vermeidbar sei. Dass einige der getesteten Kalender keine aromatischen Mineralöle enthielten, zeige, dass die Vermeidung eines Übergangs auf die Schokolade prinzipiell möglich sei.
Mineralöle sind Gemische aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen. „Ein mögliches krebserzeugendes Potential der aromatischen Kohlenwasserstofffraktionen in Lebensmitteln kann nicht ausgeschlossen werden“, schreibt das BfR in einer Stellungnahme. Der Übergang von Mineralölkohlenwasserstoffen aus der Verpackung in das Lebensmittel Schokolade sei deshalb grundsätzlich unerwünscht und sollte vermieden werden.
Wie die Stiftung Warentest bereits bei der Veröffentlichung der Ergebnisse des Adventskalendertests berichtet hat, besteht zurzeit in Deutschland jede zweite Kartonverpackung für Lebensmittel aus recyceltem Altpapier. Mineralöle belasten die Schokolade von Adventskalendern. Studien zeigten, dass vor allem lange haltbare Lebensmittel mit großer Oberfläche verstärkt betroffen sind, wie Reis, Grieß, Cornflakes, Müsli oder Backmischungen. Auch die Stiftung Warentest hat schon Mineralöl in Lebensmitteln nachgewiesen – 2010 im Test von Kartoffelklößen und 2011 in Spiralnudeln aus Pappschachteln.
Die Stiftung Warentest hatte in der Schokolade von 24 Adventskalendern für Kinder Rückstände von Mineralöl und ähnlichen Substanzen nachgewiesen und die Ergebnisse unter www.test.de/weihnachtskalender veröffentlicht. Die Schokostückchen von 9 Produkten enthielten sogar besonders kritische Stoffe, die aromatischen Mineralöle. Die Öle stammen wahrscheinlich aus dem Karton. Er wird häufig aus Recycling-Papier hergestellt, das mit mineralölhaltigen Farben bedruckt ist. Wie das BfR der Stiftung bestätigte, ist es wie die Stiftung Warentest der Meinung, dass Mineralöl in Lebensmitteln vermeidbar sei. Dass einige der getesteten Kalender keine aromatischen Mineralöle enthielten, zeige, dass die Vermeidung eines Übergangs auf die Schokolade prinzipiell möglich sei.
Mineralöle sind Gemische aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen. „Ein mögliches krebserzeugendes Potential der aromatischen Kohlenwasserstofffraktionen in Lebensmitteln kann nicht ausgeschlossen werden“, schreibt das BfR in einer Stellungnahme. Der Übergang von Mineralölkohlenwasserstoffen aus der Verpackung in das Lebensmittel Schokolade sei deshalb grundsätzlich unerwünscht und sollte vermieden werden.
Wie die Stiftung Warentest bereits bei der Veröffentlichung der Ergebnisse des Adventskalendertests berichtet hat, besteht zurzeit in Deutschland jede zweite Kartonverpackung für Lebensmittel aus recyceltem Altpapier. Mineralöle belasten die Schokolade von Adventskalendern. Studien zeigten, dass vor allem lange haltbare Lebensmittel mit großer Oberfläche verstärkt betroffen sind, wie Reis, Grieß, Cornflakes, Müsli oder Backmischungen. Auch die Stiftung Warentest hat schon Mineralöl in Lebensmitteln nachgewiesen – 2010 im Test von Kartoffelklößen und 2011 in Spiralnudeln aus Pappschachteln.
27. November 2012
Täuschungsschutz bei Lebensmitteln verbessern
180 Fachleute diskutieren heute und morgen in Berlin, wie bei Lebensmittelverpackungen der Schutz der Verbraucher vor Täuschung verbessert werden kann. Die Veranstaltung ist ein weiterer Baustein der Initiative "Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln" von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. Auf der juristischen Fachtagung tauschen sich Vertreter insbesondere aus der Lebensmittelüberwachung, von Gerichten, Universitäten und Verbänden, aus Verbraucherzentralen und aus Ministerien darüber aus, wie Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln gewährleistet werden kann.
Regionale Produkte: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Nach "Bio" ist "Regionalität" ein
Megatrend geworden, der im Handel stark beworben wird und Frischeprodukten wie
Obst und Gemüse geradezu auf den Leib geschneidert scheint. Doch
"Regionalität" wurde auf dem 3. Europäischen Obst- und Gemüseforum
der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft AMI in Berlin von Erzeugern und
Händlern, die sowohl konventionelle als auch ökologische Produkte vertreiben,
hoch kontrovers diskutiert.
"Regionalität ist eine reine Werbekampagne", provozierte Herbert Scholdei, Geschäftsführer der Importgesellschaft Kölla Hamburg Overseas. Bei Wein und Kaffee spiele die Regionalität auch keine Rolle. Außerdem schränke die Saisonalität die Verfügbarkeit regionaler Produkte ein. Hingegen werde die Herkunftsbezeichnung aus einer bestimmten Region als Vertrauensvotum für eine bestimmte Qualität an Bedeutung gewinnen. Das sieht Gerhard Eberhöfer, Verkaufsleiter für Bio und Marillen bei Südtiroler Vinschgau, ähnlich. Die Region brauche eine klare Marke, wie eben Südtirol, oder der Bodensee und das Alte Land, die für qualitatives Obst stehen. Diese Marken gewinnen dann auch überregional ihre Kunden und tragen zur regionalen Wertschöpfung bei.
Für Rudolf Behr, Vorstandsvorsitzender der südlich von
Hamburg gelegenen Behr AG, steckt hinter beiden Begriffen gleichsam die
Personalität des Erzeugers, die den Verbrauchern Vertrauen bietet. Ob
allerdings Regionalität mit vielen kleinen Betrieben immer die nachhaltigste
Produktionsweise bedeutet, zog er in Zweifel. Große Betriebe können mit
größeren Maschinen alleine den Fahrweg beim Hacken und Düngen um 86 Prozent
verringern.
Für Christian Deisenroth, Vertriebsleiter der Wasgau AG im
südlichen Rheinland-Pfalz, sind regionale und biologische Produkte mit
Emotionen besetzt und vermitteln Authentizität. Beide würden aber nur gekauft,
wenn auch der Geschmack stimme. Für Händler bieten Produkte aus der Region die
Demonstration von Kernkompetenz, die gegenüber dem Kunden auch erklärt werden
müsse.
"Regionalität ist eine reine Werbekampagne", provozierte Herbert Scholdei, Geschäftsführer der Importgesellschaft Kölla Hamburg Overseas. Bei Wein und Kaffee spiele die Regionalität auch keine Rolle. Außerdem schränke die Saisonalität die Verfügbarkeit regionaler Produkte ein. Hingegen werde die Herkunftsbezeichnung aus einer bestimmten Region als Vertrauensvotum für eine bestimmte Qualität an Bedeutung gewinnen. Das sieht Gerhard Eberhöfer, Verkaufsleiter für Bio und Marillen bei Südtiroler Vinschgau, ähnlich. Die Region brauche eine klare Marke, wie eben Südtirol, oder der Bodensee und das Alte Land, die für qualitatives Obst stehen. Diese Marken gewinnen dann auch überregional ihre Kunden und tragen zur regionalen Wertschöpfung bei.
Bis dahin ist es noch ein langer Weg, wie Armin Valet von
der Verbraucherzentrale Hamburg aufzeigte. Verbraucher sind durch falsche
Versprechen irritiert, wenn Orangensaft unter einer norddeutschen Regionalmarke
verkauft wird, oder die deutsche Marmelade Heidelbeeren aus dem Baltikum und
Holunderbeeren aus Österreich enthält. Valet fordert eine verpflichtende
Herkunftsbezeichnung und einen regionalen Qualitätsstandard, der über dem
gesetzlichen liegt.
Aber sowohl "Regionalität" als auch "Bio"
hinterlassen bereits Spuren in der Produktionslandschaft. Beiden Trends ist die
Dezentralisierung zu Eigen, erläuterte Behr aus eigener Erfahrung. Die Betriebe
beginnen sich breiter aufzustellen und nehmen neue Produkte in ihr Portfolio
auf.
Roland Krieg, www.aid.de
8. November 2012
Jeder vierte Lebensmittelbetrieb bei amtlichen Kontrollen beanstandet
Jeder vierte Lebensmittelbetrieb wird bei den amtlichen
Lebensmittelkontrollen beanstandet. Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte
dies am Montag in einer Presseerklärung vorhergesagt, heute bestätigte das
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Prognose
mit der Veröffentlichung seines Jahresberichts der Lebensmittelüberwachung
2011.
"Es fällt nicht schwer, die Beanstandungsquote
vorherzusagen, weil sie Jahr für Jahr im selben, unnötig hohen Bereich liegt.
Das ist genau des Pudels Kern: Die Behörden entdecken in großer Zahl
Hygienemängel, die aber nicht abgestellt werden, solange die Kontrollergebnisse
den Kunden vorenthalten bleiben", erklärte der stellvertretende
foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt.
foodwatch forderte jedes der 16 Bundesländer auf, sofort mit
der Veröffentlichung aller Lebensmittelkontrollergebnisse zu beginnen.
Rechtlich kann jede Landesregierung das dänische Smiley-System oder die in
Deutschland diskutierte Hygiene-Ampel per Landesgesetz einführen. Dabei
publizieren die Behörden nicht nur alle Kontrollergebnisse, sondern hängen sie
bei Betrieben mit Kundenverkehr direkt vor Ort im Eingangsbereich aus – somit
haben die Kunden die Möglichkeit, Schmuddelbetriebe zu erkennen. Ohne diese
Transparenz gegenüber den Verbrauchern fehlt den Dauer-Sündern unter den
Betrieben der Anreiz, sich an die gesetzlichen Vorgaben etwa bei der Hygiene zu halten.
"Meine zweite Prognose lautet: Beginnen wir heute
damit, wie in Dänemark alle Kontrollergebnisse direkt in den Betrieben
auszuhängen, dann werden sich schon in wenigen Jahren die hygienischen Zustände
verbessert haben und erheblich niedrigere Beanstandungsquoten in den
Jahresstatistiken stehen", so Wolfschmidt. Dieser Effekt hatte sich in
Dänemark schnell eingestellt: Seit Einführung des Smiley-Systems in Dänemark
vor zehn Jahren sanken die Beanstandungsquoten kontinuierlich und signifikant.
Quelle: www.foodwatch.de
Stand: 08/11/12
5. November 2012
Forschung für sicheres Fleisch
Wissenschaftler entwickeln neuartige antimikrobiell wirkende
Verpackungen für Fleisch, die das Wachstum von krankmachenden und
verderbniserregenden Keimen verhindern. Im Forschungsprojekt Safe-Pack
sind neben der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn und
der FH Münster neun Wirtschaftsunternehmen beteiligt. Das innovative
Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Programm zur
Innovationsförderung mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert.
Staatssekretär Dr. Robert Kloos übergab heute (5. November 2012) im
Senatssaal der Uni Bonn die Zuwendungsbescheide für das
Forschungsprojekt Safe-Pack.
Geringe Keimgehalte sowie eine Hemmung des Wachstums von verderbniserregenden und krankmachenden Bakterien sind wichtig, um dem Verbraucher qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel zu liefern. In Fleischprodukten kann die Vermehrung der Bakterien - neben einer durchgängigen Kühlung - insbesondere durch antimikrobiell wirkende Verpackungen gezielt verringert werden. Viele der sich auf dem Markt oder in der Entwicklung befindenden antimikrobiellen Verpackungslösungen beruhen auf der Einbindung von bioziden Pflanzenextrakten, metallischen Verbindungen sowie Konservierungsmitteln, sagt Safe-Pack-Projektleiterin Privatdozentin Dr. Judith Kreyenschmidt, vom Institut für Tierwissenschaften.
Als problematisch erweise sich dabei häufig die Kurzlebigkeit der Substanzen, die eingeschränkte Wirksamkeit bei niedrigen Temperaturen sowie geschmackliche und geruchliche Aspekte, die die Qualität des Fleisches negativ beeinflussen. Zudem ist die Kundenakzeptanz für Biozide in lebensmittelnahen Bereichen gering, sagt PD Dr. Kreyenschmidt. Damit ist die praktische Verwendbarkeit solcher Verpackungskonzepte stark eingeschränkt. Ziel des neuen Forschungsprojektes Safe-Pack ist deshalb, Verpackungsmaterialien derart zu modifizieren, dass die Qualität, Haltbarkeit und Lebensmittelsicherheit von Fleisch und Fleischerzeugnissen ohne biozide Ergänzungsstoffe verbessert wird.
Die Forschungspartner stützen sich bei diesem Vorhaben auf umfangreiche eigene Vorarbeiten zur Herstellung von neuen antimikrobiellen Kunststoffen. Der Mechanismus beruht auf einer positiven Oberflächenladung in hoher Dichte in Kombination mit einem wasserabweisenden Charakter, der zur Zersetzung der Bakterienzellwände führt. Die neuen Werkstoffe weisen im Vergleich zu anderen Materialien eine deutlich verbesserte Wirkung gegenüber einem breiten Spektrum von Keimen auf - auch bei niedrigen Temperaturen, wie sie bei kühlpflichtigen Lebensmitteln - wie Fleisch - vorliegen, berichtet Dr. Kreyenschmidt. Im Rahmen des Projektes werden diese innovativen Materialien so weiterentwickelt, dass sie zur Verwendung als Beschichtung von Siegelschalen, Saugvlieseinlagen und Folien für den Fleischsektor eingesetzt werden können.
Das Projekt wird von der Arbeitsgruppe Cold-Chain-Management der Universität Bonn koordiniert. Beteiligt sind neben der FH Münster (Institut für Konstruktions- und Funktionsmaterialien) vier fleischverarbeitende Betriebe, Hersteller von Verpackungslösungen und -maschinen sowie ein großer Chemiepartner. Die Einführung der neuen aktiven Verpackungsmaterialien verschafft den am Projekt beteiligten Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Die durch das neue Material verlängerten Haltbarkeitszeiten der Fleischprodukte liefern folglich einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Ausschusswaren und tragen somit zur Schonung von wichtigen Ressourcen bei.
Geringe Keimgehalte sowie eine Hemmung des Wachstums von verderbniserregenden und krankmachenden Bakterien sind wichtig, um dem Verbraucher qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel zu liefern. In Fleischprodukten kann die Vermehrung der Bakterien - neben einer durchgängigen Kühlung - insbesondere durch antimikrobiell wirkende Verpackungen gezielt verringert werden. Viele der sich auf dem Markt oder in der Entwicklung befindenden antimikrobiellen Verpackungslösungen beruhen auf der Einbindung von bioziden Pflanzenextrakten, metallischen Verbindungen sowie Konservierungsmitteln, sagt Safe-Pack-Projektleiterin Privatdozentin Dr. Judith Kreyenschmidt, vom Institut für Tierwissenschaften.
Verpackungsmaterialien ohne biozide Ergänzungsstoffe
Als problematisch erweise sich dabei häufig die Kurzlebigkeit der Substanzen, die eingeschränkte Wirksamkeit bei niedrigen Temperaturen sowie geschmackliche und geruchliche Aspekte, die die Qualität des Fleisches negativ beeinflussen. Zudem ist die Kundenakzeptanz für Biozide in lebensmittelnahen Bereichen gering, sagt PD Dr. Kreyenschmidt. Damit ist die praktische Verwendbarkeit solcher Verpackungskonzepte stark eingeschränkt. Ziel des neuen Forschungsprojektes Safe-Pack ist deshalb, Verpackungsmaterialien derart zu modifizieren, dass die Qualität, Haltbarkeit und Lebensmittelsicherheit von Fleisch und Fleischerzeugnissen ohne biozide Ergänzungsstoffe verbessert wird.
Eine spezielle Beschichtung verhindert das Keimwachstum
Die Forschungspartner stützen sich bei diesem Vorhaben auf umfangreiche eigene Vorarbeiten zur Herstellung von neuen antimikrobiellen Kunststoffen. Der Mechanismus beruht auf einer positiven Oberflächenladung in hoher Dichte in Kombination mit einem wasserabweisenden Charakter, der zur Zersetzung der Bakterienzellwände führt. Die neuen Werkstoffe weisen im Vergleich zu anderen Materialien eine deutlich verbesserte Wirkung gegenüber einem breiten Spektrum von Keimen auf - auch bei niedrigen Temperaturen, wie sie bei kühlpflichtigen Lebensmitteln - wie Fleisch - vorliegen, berichtet Dr. Kreyenschmidt. Im Rahmen des Projektes werden diese innovativen Materialien so weiterentwickelt, dass sie zur Verwendung als Beschichtung von Siegelschalen, Saugvlieseinlagen und Folien für den Fleischsektor eingesetzt werden können.
Fleisch ist durch neuartige Verpackungen länger haltbar
Das Projekt wird von der Arbeitsgruppe Cold-Chain-Management der Universität Bonn koordiniert. Beteiligt sind neben der FH Münster (Institut für Konstruktions- und Funktionsmaterialien) vier fleischverarbeitende Betriebe, Hersteller von Verpackungslösungen und -maschinen sowie ein großer Chemiepartner. Die Einführung der neuen aktiven Verpackungsmaterialien verschafft den am Projekt beteiligten Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Die durch das neue Material verlängerten Haltbarkeitszeiten der Fleischprodukte liefern folglich einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Ausschusswaren und tragen somit zur Schonung von wichtigen Ressourcen bei.
Quelle: www.uni-bonn.de
Vitaminbombe Apfel
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| „An apple a day keeps the doctor away“. © Wirths PR |
Er wächst beinahe in jedem Garten, auf vielen Feldern und
Straßenrändern finden wir ihn. Er ist praktisch und unproblematisch, schmeckt
gut und ist obendrein noch sehr gesund. Die Rede ist vom Apfel, unserem
beliebtesten Obst. Sein Gesundheitswert ist enorm. Äpfel fördern die Verdauung,
denn sie enthalten 2% Ballaststoffe. In ihnen stecken wertvolle Mineralstoffe wie
Kalium, Calcium, Eisen und die Spurenelemente Zink, Kupfer und Mangan. Wir
finden in Äpfeln Vitamine der B-Gruppe wie Thiamin, Riboflavin, Niacin,
Pantothensäure, Folsäure sowie Biotin und natürlich auch Vitamin C. Sie sind
reich an sekundären Pflanzenstoffen und enthalten Flavonoide sowie Lutein und
Zeaxanthin. Die beiden letztgenannten kommen in unserer Netzhaut vor und üben
dort eine wichtige Schutzfunktion aus. Zeaxanthin spielt bei Reaktionen auf
Lichtstrahlung eine wichtige Rolle. Deshalb heißt es auch in angelsächsischen
Ländern „An apple a day keeps the doctor away“.
Von keinem anderen Obst verbrauchen wir auch nur annähernd
so viel – etwa 40 kg pro Kopf und Jahr. Etwas mehr als ein Viertel davon wird
zu Apfelsaft gepresst, der größere Teil wird jedoch gegessen.
In der Küche sind Äpfel vielseitig zu verwenden. Sie können
gebacken, gebraten und gekocht werden. Am liebsten essen wir sie jedoch roh.
Für Salate eignen sich feste Sorten, wie Cox Orange, Elstar, Golden oder Red
Delicious. Es müssen nicht immer Sorten aus dem Supermarkt sein. Äpfel aus dem
eigenen Garten haben zwar oft nicht die Normgröße, sind dafür aber gesünder,
weil sie nicht gespritzt werden. Bei diesen Äpfeln kann man getrost die Schale
mitessen. Gekaufte Äpfel sollten am besten warm abgewaschen werden und mit der
Schale gegessen werden. Schließlich befinden sich hier und im Gehäuse die
meisten Vitamine und Mineralstoffe. Äpfel sind lange haltbar, wenn sie dunkel
bei hoher Luftfeuchtigkeit im Keller oder im Kühlschrank gelagert werden. Schon
verarbeitet lassen sich Äpfel problemlos einfrieren. Bei der Zubereitung von Salaten
sollte man unbedingt Zitronensaft über die Äpfel geben, andernfalls werden sie
schnell braun.
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4. November 2012
Falsche Trüffel aus den Anden frisch zubereitet
Die spanischen Eroberer hielten sie für
eine Trüffelart, als sie im 16. Jahrhundert die erste Anden-Kartoffel in
den Händen hielten. Und sie nannten sie auch so: "Tartuffuli". Obwohl
sie rein monetär nicht mit dem berühmten Edelpilz konkurrieren kann, hat
sie es insgesamt zu weit größerer Bedeutung gebracht. Denn die
Kartoffel ist weltweit ein klassisches Grundnahrungsmittel. Dafür
besitzt sie die besten Voraussetzungen: eine riesige Sortenvielfalt,
hohe Erträge, eine günstige Nährstoffzusammensetzung und unzählige
Möglichkeiten der Zubereitung.
aid-Heft "Kartoffeln"
52 Seiten, Bestell-Nr. 61-1003, ISBN 978-3-8308-1040-7, Preis: 2,50 EUR (Rabatte ab 10 Heften), zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung
aid infodienst e. V., Heilsbachstraße 16, 53123 Bonn
Telefon: 0180 3 849900*, Telefax: 0228 84 99-200
*Kosten: 9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Anrufe aus dem Mobilfunknetz maximal 42 Cent pro Minute. Aus dem Ausland können diese Kosten je nach Anbieter höher sein.
E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: http://www.aid-medienshop.de
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Lebensmittel mit Stevia
Die besten Fleischsalate sind die preisgünstigsten
Die besten Fleischsalate bieten die Handelsmarken von
Discountern sowie eines Supermarktes und sie kosten im Vergleich zur
klassischen Markenware oft weit weniger als die Hälfte. Insgesamt
reichen die Qualitätsurteile für 24 Fleischsalate, darunter vier
fettreduzierte und drei Bioprodukte, von „Gut“ bis „Mangelhaft“.
Veröffentlicht sind sie in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test.
Fleischsalat zählt zu den Feinkostprodukten und wird diesem Anspruch auch überwiegend gerecht. 12 von 24 Produkten sind „gut“, zehn sind „befriedigend“ und je eins „ausreichend“ und „mangelhaft“. Ganz vorne stehen die Handelsmarken eines Supermarktes und von Discountern. 100 Gramm „guter“ Delikatess Fleischsalat der Marken Ja! von Rewe und Vitakrone von Lidl kosten 26 Cent, die gleiche Menge Wonnemeyer von Aldi (Süd) nur 22 Cent. Für den ebenfalls „guten“ Fleischsalat von Mövenpick zahlt man 79 Cent pro 100 Gramm.
Im Test fand sich kein Hinweis darauf, dass minderwertiges Fleisch eingesetzt wird. Kein Fleischsalat kommt ohne Zusatzstoffe aus, einer enthielt sogar den Geschmacksverstärker Glutamat. Drei Anbieter setzten Alternativen mit Glutaminsäure ein, acht Salate haben zugesetztes Aroma. Von den „guten“ Produkten setzen Aldi (Süd) und Aldi (Nord) die wenigsten Zusatzstoffe ein.
Fleischsalate sind Kalorienbomben, die Produkte im Test bestehen im Durchschnitt zu einem Drittel aus Fett. Die fettreduzierten Fleischsalate haben im Schnitt nur 15 Prozent Fett. „Gut“ sind die fettreduzierten Geflügelfleischsalate von Lidl/Linessa und Weight Watchers für 45 bzw. 99 Cent pro 100 Gramm.
Der ausführliche Test Fleischsalate ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/thema/fleisch veröffentlicht.
Quelle: www.test.de
„Gutes“ Sonnenblumenöl muss nicht teuer sein
Ein „gutes“ Sonnenblumenöl ist schon für 1,49 Euro pro
Liter zu haben, die gleiche Menge eines „mangelhaften“ Bio-Öls aus
Sonnenblumenkernen kostet hingegen 8,50 Euro. Bei einem Test von 16
raffinierten und 12 kaltgepressten Sonnenblumenölen fand die Stiftung
Warentest 13 „gute“, 13 „befriedigende“, ein „ausreichendes“ sowie ein
„mangelhaftes“ Öl. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der
November-Ausgabe der Zeitschrift test.
13 der 28 Testkandidaten schneiden „gut“ ab, vor allem raffinierte, günstige Öle. Bei den kaltgepressten, die im Vergleich fast alle deutlich teurer sind, stellten die Tester sehr viel häufiger Fehler beim Verkosten fest. Typisch für sie ist ein deutlich nussiges, kerniges Aroma. Fünf hatten aber einen leicht schalig-modrigen, holzigen oder verbrannten Geruch und Geschmack. Ein kaltgepresstes, mit Wasserdampf behandeltes Bio-Sonnenblumenöl für 8,50 Euro pro Liter schmeckte stark ranzig, oxidiert und alt. Außerdem schnitt es auch in der chemischen Qualität schlecht ab. Das Urteil der Tester: “Mangelhaft“.
Auch unter den raffinierten Sonnenblumenölen gab es ein teures Schlusslicht, das nicht nur wegen seines unausgewogenen, leicht oxidierten und leicht ranzigen Geruchs und Geschmacks negativ auffiel. Es hatte auch den höchsten Gehalt an ungesunden Transfettsäuren und enthielt einen durch die Raffination entstandenen Schadstoff. Insgesamt war dieses Bio-Öl damit nur „ausreichend“.
Weichmacher, Lösemittel, Schwermetalle und Arsen fanden die Prüfer nicht. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Pestizide haben die Hersteller im Griff. Bei allen raffinierten Ölen wiesen die Tester aber Schadstoffe nach, die bei der Raffination entstehen können. In einigen Ölen wiesen die Tester auch Mineralöle nach.
Nur ein natives Bio-Sonnenblumenöl eignet sich besonders zum Braten.
Der ausführliche Test Sonnenblumenöl ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/sonnenblumenoel veröffentlicht.
Quelle: www.test.de
1. November 2012
5,4 Kilogramm Reis verzehrt jeder Deutsche
5,4 Kilogramm Reis verzehrte jeder Deutsche durchschnittlich
im Jahr 2011. Damit hat sich der Reis-Verbrauch in den vergangenen 20 Jahren
mehr als verdoppelt.
Mit knapp 200 Millionen Tonnen pro Jahr ist China der größte
Reis-Produzent der Welt, gefolgt von Indien (144 Millionen Tonnen) und
Indonesien (66 Millionen Tonnen). Die gleichzeitig hohe Binnennachfrage in
diesen Ländern führt allerdings dazu, dass gegenwärtig Thailand mit jährlich
rund neun Millionen Tonnen der weltweit größte Reis-Exporteur ist. Danach
folgen Vietnam, Pakistan und die USA. Zusammen decken die vier Länder fast
Dreiviertel des weltweiten Reis-Exporthandels ab (72 Prozent).
Quelle: www.bmelv.de
30. September 2012
Saftig-süß bis würzig: Die Birne ist sehr vielseitig
Herbstzeit ist Birnenzeit. Das Aroma der Früchte reicht von
süß über feinsäuerlich bis muskatartig, sodass für jeden Geschmack etwas dabei
ist. Weltweit sind mehrere Tausend verschiedene Birnensorten bekannt, wobei nur
etwa zehn Sorten im Obsthandel eine bedeutende Rolle spielen. Dazu zählt
beispielsweise die Sorte "Alexander Lucas", die besonders saftig-süß
ist und am besten roh gegessen wird. Die Tafelbirne "Clapps Liebling"
hat ein süßes bis fein-säuerliches Aroma, während die Birne mit dem
wohlklingenden Namen "Köstliche von Charneu" etwas würzig schmeckt.
Die saftige "Williams Christ" hat eine leicht muskatartige Note und
ist zum Einmachen geeignet. Aus diesen Früchten wird auch der bekannte
Obstbrand hergestellt. Eine eher unbekannte Sorte ist die Nashi-Birne, die aus
Japan stammt. Die Früchte sehen aus wie kleine Äpfel, haben eine kupferfarbene
Schale mit kleinen Pünktchen und sind sehr saftig.
Birnen enthalten weniger Fruchtsäure als Äpfel und sind
daher auch für empfindliche Menschen gut bekömmlich. Zudem ist die Birne reich
an B-Vitaminen, Folsäure, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen, die
die Verdauung anregen. Da viele wertvolle Inhaltsstoffe direkt unter der Schale
sitzen, sollten die Früchte am besten ungeschält verzehrt werden. Birnen werden
im "hartreifen" Zustand gepflückt und bis zum Verkauf bei kühlen Temperaturen
gelagert, damit sie langsam nachreifen können. Der optimale Reifegrad besteht,
wenn die Früchte einen angenehmen Duft verströmen und bei leichtem Druck auf
das Stielende nachgeben.
Heike Kreutz, www.aid.de
Weitere Informationen:
aid-Heft "Obst", Bestell-Nr. 61-1002, Preis: 4,00
Euro, www.aid-medienshop.de
29. September 2012
Qualität von Lebensmitteln: Hoher Anspruch, große Skepsis
Beim Lebensmitteleinkauf achten deutsche Verbraucher immer
mehr auf die Qualität. Die wichtigsten Aspekte sind dabei Geschmack,
Sicherheit, Gesundheit und Nachhaltigkeit. So lautet ein Fazit der aktuellen
Nestlé-Studie 2012 "Das is(s)t Qualität", für die mehr als 1.600
Verbraucher zu ihrem Ernährungsverhalten befragt wurden. Zusätzlich wurden
Interviews mit Meinungsführern und Experten aus deutschen Handelsunternehmen
durchgeführt.
Die Lebensmittel müssen gut schmecken (89 %), sicher und gesund sein (je 92 %) und Nachhaltigkeitsaspekte wie eine artgerechte Tierhaltung erfüllen (81 %). "Quality Eater" sind vor allem Frauen (62 %), älter als 30 Jahre, in der Regel überdurchschnittlich gebildet, verfügen über ein höheres Haushaltseinkommen und geben vergleichsweise viel Geld für Nahrungsmittel aus.
Sie kaufen gerne
auf dem Wochenmarkt und im Hofladen ein. Frische, Natürlichkeit, Regionalität,
Saisonalität und Bio sind ihnen beim Einkauf wichtig.
Obwohl die Qualität eine immer wichtigere Rolle spielt, hat
die Mehrheit der Verbraucher Schwierigkeiten bei der Auswahl von hochwertigen
Produkten. Vor allem die Qualität von verpackter Ware wie Fertigprodukten,
Tiefkühlkost sowie Wurst und Käse aus dem Kühlregal lässt sich offenbar schwer
einschätzen. Für zwei Drittel der Konsumenten liegen die Ursachen für
Qualitätsmängel vor allem in Anbau, Aufzucht und Verarbeitung. Die Bedeutung
von Transport und einer möglichen Unterbrechung der Kühlkette werde hingegen
unterschätzt, erläutert Nestlé Deutschland.
Trotz dieser Unsicherheiten wird die Qualität der
Nahrungsmittel von 76 Prozent der Verbraucher generell als gut bis sehr gut
beurteilt. Nach Ansicht der Befragten liegt die Hauptverantwortung für die
Produktqualität bei den Herstellern, denen jedoch nur 17 Prozent vertrauen
können. Die staatlichen Lebensmittelkontrollen werden von jedem zweiten
Konsumenten eher skeptisch gesehen. Summa summarum ist der Anspruch an
Lebensmittel extrem hoch, die Verantwortung der Qualität liegt laut der
Befragten aber in der Produktionskette.
Heike Kreutz, www.aid.de
Schwarzwälder Schinken: SB-Ware nur in der Kühlung
Schwarzwälder Schinken ist nach wie vor unangefochten auf
Platz 1 der beliebtesten Rohschinken Deutschlands, erklärte der Schutzverband
der Schwarzwälder Schinkenhersteller anlässlich einer Jahrespressekonferenz.
Für 2011 bilanziert er einen Zuwachs von 2,5 Prozent in der abgesetzten
Stückzahl. Insgesamt betrug der Absatz im vergangenen Jahr im In- und Ausland
8,3 Millionen Schwarzwälder Schinken. Dabei wiegt ein Schinken durchschnittlich
rund 5,5 Kilogramm.
85 Prozent der Produktion wird hierzulande über den
klassischen Lebensmittelhandel und den Discount abgesetzt, 12 Prozent über den
Fachhandel und 3 Prozent über die Gastronomie. Der Marktanteil der SB-Packungen
verzeichnete im vergangenen Jahr ein Plus von 2,5 Prozent und liegt nun bei
über 50 Prozent. Zu den jüngsten Maßnahmen der Qualitätssicherung des
Schutzverbandes gehört die Vorgabe, dass SB-Packungen im Handel nur in der
Kühlung verkauft werden dürfen.
Rüdiger Lobitz, www.aid.de
Seit 1997 steht der Schwarzwälder Schinken unter dem Schutz
des EU-Siegels "g.g.A." (geschützte geografische Angabe).
"g.g.A." schützt die Spezialität vor Namensmissbrauch und Plagiaten.
Nur Schwarzwälder Schinken, der nach dem definierten traditionellen Verfahren
im Schwarzwald hergestellt wird, darf sich auch so nennen. Die Rohware selbst -
also die Schweine - müssen nicht aus der Region des Schwarzwalds stammen. Das
führt beim Verbraucher immer wieder zu Irritationen. Der Schutzverband hat
deshalb einen Videoclip produziert, der das EU-Siegel "g.g.A." für
die süddeutsche Spezialität leicht verständlich erklärt.
Rüdiger Lobitz, www.aid.de
Weitere Informationen:
aid-Heft "Schinken", Bestell-Nr. 61-1543, 2,50
Euro unter http://www.aid-medienshop.de
Clip unter: www.youtube.com/watch?v=S_sP8SixlAc
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