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2. September 2012

Schmerzfreie Herz-Diagnostik: Mit Kardio-CT dem Infarkt auf der Spur


Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die Todesursache Nummer eins. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben daran 2010 mehr als 350.000 Menschen, allein 60.000 an einem Herzinfarkt. Um bei Herzproblemen einer möglichen Erkrankung der Herzkranzgefäße auf die Spur zu kommen, wird dem Patienten normalerweise ein Katheter in eine Arterie in der Leiste oder am Handgelenk eingeführt und bis zum Herzen vorgeschoben.

Foto: Techniker Krankenkasse
"Diese Methode ist für den Patienten unangenehm und löst oftmals Ängste vor der Untersuchung aus", sagt Dr. Thomas Ruprecht, Arzt bei der Techniker Krankenkasse (TK). "Das wollen wir unseren Patienten ersparen. Deswegen gehen wir in diesem Bereich neue, innovative Wege." Dazu hat die TK mit dem "Grönemeyer Institut für Mikrotherapie" in Bochum in Zusammenarbeit mit dem "Diagnostik-Zentrum Ruhr" sowie dem Diagnostikum in Berlin eine neue Leistung für ihre Versicherten vereinbart. Sie können jetzt ihr Herz mit einem nicht-invasiven Eingriff per modernster Kardio-Computertomografie und Kardio-Magnetresonanztomografie untersuchen lassen.

"Die Untersuchung in dem strahlungsarmen Gerät dauert nur 15 Minuten und ist absolut schmerzlos", erklärt Ruprecht. In 0,3 Sekunden macht der Computertomograf eine dreidimensionale Aufnahme des Herzens. Eine spezielle Software ermöglicht es, die Bilder aus allen Winkeln dreidimensional zu betrachten und so eine Schädigung der Herzkranzgefäße zu er-kennen. "Das ist weltweit nicht nur die modernste Methode, um koronare Herzerkrankungen zu erkennen, sondern für die Patienten auch die schonendste", so Ruprecht.

Die TK ist die erste Krankenkasse, die die Kosten für diese neue ambulante Untersuchungsmethode übernimmt.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der TK im Internet unter www.tk.de


Quelle: www.tk.de
Stand: 08/12


1. September 2012

Lungenkrankheiten: So vermeidet der "Health Buddy" Klinikaufenthalte


Er misst, er informiert und er schult: Wenn der "Health Buddy" ins Haus kommt, wacht er zu Hause täglich über chronisch kranke Patienten und soll dabei helfen, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Seit diesem Sommer setzt die Techniker Krankenkasse (TK) bei Schwerkranken auf das von Bosch entwickelte kleine Telemedizin-Gerät mit seinem leicht ablesbaren Display und den übersichtlichen vier blauen Tasten. Leichte Bedienbarkeit ist hier alles: Chronisch kranke Lungenpatienten messen und senden damit täglich die wichtigsten Daten wie die Sauerstoffsättigung des Blutes an ein telemedizinisches Zentrum. Die erste Bilanz ist positiv – für die Patienten wie auch die Krankenkasse.

„Haben Sie letzte Nacht aufgrund von Atemnot schlecht geschlafen? Leiden Sie heute unter Husten? Wie geht es Ihnen seit der letzten Sitzung?" Wenn Patienten den "Health Buddy" einschalten, stellt das Gerät viele Fragen und fordert unter anderem dazu auf, den Sauerstoffgehalt im Blut zu messen. Alle in einer Sitzung gesammelten Daten gehen an das Telemedizinische Zentrum in Stuttgart zur Analyse durch den zuständigen Facharzt. Lassen die Werte vermuten, dass es dem Patienten schlecht geht oder bald schlechter gehen könnte, berät das Zentrum den Patienten am Telefon oder ruft im Notfall Hilfe.

"Fachärzte schauen sich den Verlauf der Werte an und können auf diese Weise eine plötzliche Verschlimmerung vorhersagen", sagt Thomas Heilmann, Leiter des COPD-Projektes bei der TK. "COPD steht für chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen", erläutert der Experte und weist auf die stark steigenden Patientenzahlen hin: "Derzeit ist jeder vierte Todesfall auf diese Lungenkrankheit zurückzuführen. Und allein in Deutschland sterben jeden Tag 80 Patienten an den Folgen", sagt Heilmann. Derzeit sollen hier-zulande rund sieben Millionen Menschen betroffen sein, während davon aber nur etwa 1,5 Millionen diagnostiziert sind, schätzen Experten.

Vor diesem Hintergrund hat die TK in Kooperation mit Bosch Healthcare ein Projekt speziell für Patienten mit schweren Atembeschwerden initiiert. Das Ziel: die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern und COPD-Patienten vermeidbare Krankenhausaufenthalte zu ersparen. Los geht es mit 300 schwerkranken Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet.

Aufgenommen wird, wer ein hohes Risiko trägt, eine plötzliche Zustandsverschlechterung zu erleiden und damit Gefahr läuft, in naher Zukunft eine Akutbehandlung im Krankenhaus zu benötigen. Solche Patienten bekommen den "Health Buddy" nach Hause und sind damit über die Telefonleitung mit dem Telemedizinischen Zentrum verbunden.

Zwei Jahre wird jetzt geforscht und die "Health Buddy"-Gruppe mit einer Kontrollgruppe ohne telemedizinischen Helfer verglichen. Wenn sich die guten Anfangserfahrungen wissenschaftlich belegen lassen, will die TK diesen Zweig des Tele-Monitorings weiter ausbauen.

Der Start verlief vielversprechend: "Die Akzeptanz und Teilnahmebereitschaft der Versicherten ist extrem hoch und übertrifft derzeit alle Erwartungen", so Heilmann. Auch die Rückmeldungen der ersten eingeschriebenen Patienten seien durchweg positiv.


Quelle: www.tk.de
Stand: 08/12