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1. Juni 2013

E-Learning wird mobiler, persönlicher und vernetzter

Das Lernen per Computer und über das Internet wird in den kommenden Jahren zum wichtigsten Trend im Bildungswesen. Verband man mit E-Learning früher häufig das simple Abarbeiten von Fragen und Antworten, so bietet die technische Entwicklung heute eine Vielzahl neuer, oft interaktiver und sehr individueller Lernformate und Methoden. 

Die Welt des E-Learning hat sich zu elektronischen Lernlösungen (Learning Solutions) weiterentwickelt, die Technik und moderne Lernmethoden vereinen. „Elektronische Lern-Angebote werden immer mobiler, persönlicher und zugleich vernetzter“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Der Arbeitskreis Learning Solutions des BITKOM hat dazu ein Positionspapier „Vom E-Learning zu Learning Solutions“ veröffentlicht, das einen Überblick über die Entwicklung des E-Learning gibt und die aktuellen Trends beim IT-unterstützten Lernen aufzeigt.

Apps für Mobilgeräte, grafisch anspruchsvolle Lernspiele mit einer spannenden Geschichte, interaktive E-Books oder Videos sorgen dafür, dass für jede Zielgruppe die Inhalte passend präsentiert werden können. Einer repräsentativen Umfrage des BITKOM zufolge hat bereits jeder zweite 14- bis 44-Jährige E-Learning genutzt. Rund jeder Dritte hat entsprechende Apps auf mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet installiert.

Aktuelle Software erlaubt es, jedem Lernenden an seinen Lernfortschritt angepasste Inhalte zu präsentieren. Kontext-basiertes Microlearning ermöglicht zudem, „Learning on Demand“. Statt zeitaufwändig viel Wissen auf einmal anzuhäufen, wird dabei immer nur jener Inhalt vermittelt, der aktuell benötigt wird. Zugleich bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit, sich einen bestimmten Lernstoff mit anderen gemeinsam zu erschließen. So ist es für viele Studierende heute selbstverständlich, Lerngruppen etwa bei Facebook zu gründen. „Massive Open Online Courses“ (MOOC) setzen auf die intensive Vernetzung von Anbietern, Referenten und Teilnehmern.

Learning Solutions gewinnen in der privaten Weiterbildung ebenso an Bedeutung wie in der Aus- und Weiterbildung. Schon heute setzen rund zwei Drittel der IT-Unternehmen E-Learning ein, fast jedes fünfte (18 Prozent) will entsprechende Instrumente und Methoden künftig nutzen. Dieses Interesse spiegelt sich auch im Umsatz der rund 250 Anbieter von E-Learning-Lösungen in Deutschland wider. Er ist zuletzt um 22 Prozent auf über 500 Millionen Euro gestiegen.


Das Positionspapier „Vom E-Learning zu Learning Solutions“ kann kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.bitkom.org/files/documents/Positionspapier_Learning_Solutions_2013.pdf

20. März 2013

Gesichtsscanner statt Transponder: Neue Fütterungstechnik für Pferde


Die automatische Fütterung von Pferden über Fressstände und Transponder ist für viele Pferdehalter eine unschöne Vorstellung. Trotzdem soll jedes Pferd jeden Tag eine seinem Leistungsniveau entsprechende Futtermenge zugeteilt bekommen, auch wenn sich der Besitzer für eine pferdefreundliche Gruppenhaltung entschieden hat. Denn zunehmend geht der Trend dahin, dass nicht nur Freizeitreiter, sondern auch ambitionierte Dressur- oder Springreiter ihre Pferde in Laufställen halten wollen. Aber ein "Kuhtransponder"?

Nun kommt möglicher weise noch mehr "IT" in den Stall: denn mit Hilfe von Kameras und speziellen Computerprogrammen zur Gesichtserkennung könnten in Zukunft Pferde unterschieden werden, ohne dass sie dabei die elektronische Kuhglocke um den Hals tragen müssen. Wie die Fachzeitschrift "Pferdebetrieb" berichtet, sind derzeit Systeme in der Entwicklung, bei denen die Kamera dazu das herannahende Pferd aufnimmt und die Software so lange sucht, bis ein Pferdekopf im Bild erkennbar ist. Die Bilder werden nun mit zuvor hinterlegten Daten einer Datenbank verglichen und auf Ähnlichkeit bzw. Übereinstimmung geprüft. Was einfach klingt, beruht aber auf einer komplizierten Software, denn es ist nicht ganz einfach, die typischen Unterscheidungsmerkmale eines jeden Pferdegesichts zu erkennen.

Die Gesichter von Pferden fallen durch die Zeichnungen unterschiedlich kontrastreich aus, und die Augen liegen seitlich. Außerdem unterliegen die Gesichter häufigen Veränderungen, beispielsweise durch dichtes Winterfell, Schrammen oder verschiedene Halfter. Zwar kann es zu einem geringen Anteil von Falscherkennungen kommen, diese fallen jedoch wegen der geringen Futtermengen, die ausgegeben werden, nicht sonderlich ins Gewicht. Ein Prototyp eines solchen Kraftfutterautomaten soll im Frühjahr 2013 vorgestellt werden.

Friederike Heidenhof, www.aid.de

14. Dezember 2012

Drei Viertel verschenken digitale Medien zu Weihnachten

Gut drei Viertel (78 Prozent) aller Bundesbürger machen in dieser Weihnachtssaison Geschenke rund um Handy, digitale Medien und Internet. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Das beliebteste Präsent aus diesem Bereich sind Guthaben für Handys und Smartphones, die 28 Prozent aller Deutschen verschenken.

„Viele Eltern schenken ihren Kindern zu Weihnachten eine Extraportion Handy-Kommunikation. Mit dem Guthaben können sie telefonieren, simsen oder surfen“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Laut BITKOM besitzen 94 Prozent aller Teenager im Alter von 10 bis 18 Jahren ein Handy. Die meisten von ihnen nutzen Prepaid-Karten, mit denen Eltern die Kosten am einfachsten im Blick behalten können. An zweiter Stelle des Rankings der beliebtesten Geschenke im Bereich der digitalen Medien stehen Computer- und Videospiele, die 23 Prozent aller Bundesbürger verschenken wollen.

Nach den Ergebnissen der Umfrage haben Handy-Guthaben und Computerspiele die Musik-CD vom ersten Platz der Rangliste verdrängt. 22 Prozent der Bundesbürger wollen in diesem Jahr Musik-CDs verschenken, im vergangen Jahr waren es noch 26 Prozent. Das sind in absoluten Zahlen rund 2,8 Millionen weniger. Ebenfalls 22 Prozent wollen DVDs oder Bluray-Discs mit Filmen, Serien oder Dokumentationen verschenken. „Stark im Kommen sind Gutscheine bzw. Guthaben für Online-Shops und Online-Dienste“, sagt Rohleder. Bereits 12 Prozent aller Bundesbürger wollen entsprechende Präsente machen. Im Vorjahr waren es erst 10 Prozent. Mit den Gutscheinen können die Beschenkten Waren bestellen oder digitale Medien wie Musik- oder Filmdownloads sowie elektronische Bücher (E-Books) ordern. Eine weitere Alternative sind Hörbücher auf CD, die 9 Prozent verschenken wollen.

Digitale Mediendateien mit E-Books, Musik oder Filmen können aus urheberrechtlichen Gründen nicht ohne weiteres verschenkt werden. Beim Kauf, zum Beispiel eines E-Books, erwirbt der Käufer nicht das Eigentum an der Datei, sondern ein Nutzungsrecht. Dieses Nutzungsrecht ist nicht ohne weiteres übertragbar. Allerdings gibt es technische Lösungen, die das Verschenken trotzdem ermöglichen. So wird bei bestimmten Diensten der Empfänger eines digitalen Geschenks per E-Mail informiert. Über einen Link kann er die bereits bezahlte Datei auf seinen Computer bzw. sein Smartphone laden. Voraussetzung ist, dass der Empfänger beim gleichen Dienst registriert ist. Der Verschenkende hat dabei keinen Zugriff auf die Datei.

Die gängige Alternative für digitale Präsente ist das Verschenken eines Gutscheins. Wer einen bestimmten Titel verschenken will, kann ihn im Gutschein vermerken. Die Online-Händler verfügen dafür in der Regel über eine Auswahl an Grußkarten, die zum Anlass passen. Praktisch: Gutscheine können in der Regel direkt ausgedruckt werden und eignen sich damit auch als Last-Minute-Geschenk.

Hinweis zur Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat das Marktforschungsinstitut ARIS 1.005 Personen ab 14 Jahre befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.

25. November 2012

Über 80 Fernseher im Test


Schön flach und sparsam, dabei mit tollem Bild und gutem Ton: Selbst in der Fernseher-Mittelklasse stimmt oft schon alles, und die Spitzenmodelle lassen kaum noch Wünsche offen. „Mehr Fernseher fürs Geld gab es noch nie“, so das Fazit der Stiftung Warentest. Die besten Geräte in der Preisspanne von 300 bis mehreren tausend Euro erscheinen jetzt im test Spezial Fernseher.

Überragende Bildqualität, guter Ton, viele Funktionen und edles Design zeichnen die Luxusgeräte aus. Dafür kosten sie auch rund 1.500 Euro. Aber der durchschnittliche Fernseh-Käufer gibt 800 Euro für seinen Fernseher aus. Auch in diesem Preissegment kann man jetzt gute Qualität erwarten. Wer auf die neuesten Anwendungsmöglichkeiten verzichtet, spart viel Geld ohne seinen Fernsehgenuss zu schmälern.
Vor dem Kauf ist allerdings eine gute Recherche in Bezug auf das gewünschte Gerät und dessen Qualität wichtig.

Dafür findet man im test Spezial Fernseher reichlich Material: detaillierte Prüfergebnisse in den Tabellen, Icons als Wegweiser für besondere Funktionen und im Text die Antworten auf die wichtigsten Fragen. Welche Größe optimal, welche Ausstattung unverzichtbar und welche Software nötig ist – das erklären die Experten der Stiftung Warentest.

Das test Spezial Fernseher hat 130 Seiten und ist für 7,80 Euro am Kiosk erhältlich oder kann bestellt werden unter www.test.de/fernseherheft.


„Überzieher" haben deutlich mehr Mängel

Fahrzeuge, die über zwei Monate verspätet zur Hauptuntersuchung vorgestellt werden, haben deutlich mehr Mängel. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle DEKRA Auswertung. Die Sachverständigenorganisation hat bundesweit rund 1,6 Millionen Hauptuntersuchungen an Pkw aus dem dritten Quartal 2012 unter die Lupe genommen.

Mit der zum 1. Juli eingeführten Neuregelung bei Fristüberschreitung bekommen auch „Überzieher“ nach bestandener Hauptuntersuchung die Plakette wieder für die volle Laufzeit. Bisher wurde die Überziehungszeit mitgerechnet.

In den Monaten Juli bis September 2012 wurde die Frist zur Hauptuntersuchung  bei rund 90.000 Pkw, die bei DEKRA in Deutschland geprüft wurden, um mehr als zwei Monate überschritten. Das macht einen Anteil von 5,8 Prozent aus.
Bei diesen Fahrzeugen stellten die DEKRA Prüfer eine deutlich erhöhte Mängelquote fest. Die „Überzieher“ weisen eine durchschnittlich mehr als 30 Prozent  höhere Mängelzahl und bis zu 50 Prozent mehr erhebliche Mängel auf als Fahrzeuge, die fristgemäß zur Hauptuntersuchung vorgestellt wurden.

„Die Zahlen zeigen: Wenn die Frist für die Hauptuntersuchung so deutlich überzogen wird, bedeutet das deutlich mehr Mängel und ein Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmer“, so Bruno Möbus, Technischer Leiter bei DEKRA e.V. in Stuttgart.

Der höhere Anteil an technischen Mängeln bei den „Überziehern“ führt dazu, dass sich die durchschnittliche Prüf- und Dokumentationszeit verlängert. Bei der Neuregelung seit 1. Juli wurde deshalb von einem durchschnittlich um 20 Prozent erhöhten Aufwand für diese Fahrzeuge ausgegangen.

„Zur Ermittlung von Prüfgebühren verlangt der Verordnungsgeber grundsätzlich eine Mischkalkulation. Dabei wird ein durchschnittlicher Aufwand berechnet, um so zum Beispiel für alle Pkw-Kunden eine preisliche Gleichstellung zu sichern, unabhängig vom Fahrzeugtyp, Fahrzeugalter oder Ort der Prüfung“, so Bruno Möbus. „Deshalb wurde bereits im Rahmen der Neuregelung für die Überzieher eine höhere Gebühr vorgeschrieben, damit der notwendige Mehraufwand nicht auf die Autofahrer umgelegt werden muss, die sich vorschriftsmäßig verhalten.“

Die Sachverständigenorganisation führt die Statistiken in den nächsten Monaten fort und plant gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Institut eine umfassende Analyse der Ergebnisse.



23. November 2012

Starke Batterien - Günstige Modelle überzeugen

Für Autos mit moderner Start-Stopp-Technik sind herkömmliche Nass-Batterien nicht geeignet. Das hat der ADAC in einem Test von Starterbatterien speziell für diese Spritspartechnik zusammen mit der Stiftung Warentest herausgefunden. Durch das häufige Anlassen sind konventionelle Stromquellen sehr schnell überfordert. Benötigt werden vielmehr Batterien des Typs AGM (Absorbent Glass Mat) oder EFB (Enhanced Flooded Batteries), sie überstehen sehr viele Ladezyklen. Alle AGM- und EFB-Produkte im Test schneiden gut ab. EFB-Batterien sind allerdings deutlich billiger als die AGM-Variante, weil sie auf einer Nass-Batterie aufbauen und speziell für die Start-Stopp-Technik aufgerüstet sind.


Die Batterie Moll 82070 siegt mit „sehr gut“ – nicht nur bei den getesteten EFB-Modellen, die alle zwischen 150 und 180 Euro kosten, sondern sie erreicht auch das beste Ergebnis über alle Typen hinweg. Die JCI/Varta E45 und die Banner Running Bull EFB erreichen ein „gut“, ebenso wie die Exide Hybrid ECM EL 700. Diese zeigt allerdings Schwächen bei der Energierückgewinnung. Eine für Start-Stopp passende Batterie muss Bremsenergie kontinuierlich in Strom umwandeln und speichern können.

Wer eine AGM-Batterie benötigt, muss mit Preisen zwischen 180 und 250 Euro rechnen. Dieser Typ ist speziell für die Start-Stopp-Technologie entwickelt und hält den Belastungen der gesteigerten Ladezyklen Stand. Im Test erreichen alle AGM-Varianten ein „gut“: Die JCI/Varta Plus E39, die Banner Running Bull sowie auch die Exide Micro Hybrid AGM EK700.

Getestet hat der ADAC auch herkömmliche Nassbatterien, die rund 130 bis 150 Euro kosten. Die Banner Power Bull sowie die Bosch Silver S4 werden von den Testern sehr positiv beurteilt, beide Modelle sind besser als in früheren Tests. Die Exide Premium EA 722 schwächelt beim Kaltstart, erreicht aber immer noch knapp ein „gut“ - alles in allem empfehlenswerte Batterien für herkömmliche Autos.

Der Test hat gezeigt, dass bei einem Auto mit Start-Stopp-Technik durchaus auf die günstigeren EFB-Modelle zurückgegriffen werden kann. Dies allerdings nur, wenn der Hersteller nicht ausdrücklich eine AGM-Stromquelle vorschreibt. Die Lebensdauer der EFB- und AGM-Batterien ist in der Regel dieselbe wie bei herkömmlichen Modellen: Nach vier bis fünf Jahren müssen sie ausgetauscht werden. Weitere Informationen unter www.adac.de/batterietest.


9. November 2012

Shopping-Apps: Nur zwei sind sicher und „gut“


Einkaufen über das Smartphone – nur bei zwei von zwölf getesteten Shopping-Apps funktioniert das gleichzeitig „gut“ und sicher. Alle anderen Apps haben Mängel in der Funktionalität oder beim Datenschutz – oder beides. Das berichtet die Stiftung Warentest in der November-Ausgabe der Zeitschrift test.

Das Schlusslicht bildet die Mode-Einkaufs-App von Mango. Sie funktionierte nur „mangelhaft“ und sendete zudem Benutzernamen und Passwort unverschlüsselt – „sehr kritisch“, urteilen die Tester. Auch die Cineplex-App für Kinokarten ist beim Datenschutz „sehr kritisch“, funktionierte aber immerhin „befriedigend“.

Ein rundum positives Urteil gab es dagegen für die Apps von ebay und UCI (Kinokarten). Sie funktionieren „gut“ und senden nur die Daten, die sie wirklich für ihre Funktion brauchen. Neben den zwölf Shopping-Apps hat die Stiftung Warentest 25 weitere Apps, die beim Einkaufen helfen können, auf ihren Datenschutz überprüft, darunter Einkaufslisten-, Preisvergleich- und Gutschein-Apps. Nur zehn sind in Sachen Datenschutz „unkritisch“, 13 sind „kritisch“, die Apps MonsterDealz und MyTaxi sogar „sehr kritisch“.

Nicht einmal jede zweite der 37 Apps im Test ist damit beim Datenschutz unkritisch. Häufigste Kritikpunkte der Tester sind die ungefragte Übermittlung von Gerätekennung, Netzbetreiber und Nutzungsverhalten, oft auch an Drittanbieter in den USA sowie die unverschlüsselte Übertragung von persönlichen Daten wie Passwörtern.

Der ausführliche Test Shopping-Apps ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/apps veröffentlicht.

App-Boom geht weiter

Smartphone-Programme, sogenannte Apps, werden zunehmend beliebter. Über 21 Millionen Deutsche, also gut jeder vierte Bundesbürger, nutzen mittlerweile die kleinen Programme auf ihrem Mobiltelefon. Im vergangenen Jahr waren es erst 15 Millionen. Seit 2010 hat sich die Zahl von 10 Millionen sogar mehr als verdoppelt. Durchschnittlich hat jeder Smartphone-Besitzer dabei 23 Apps installiert, jeder Siebte (14 Prozent) sogar mehr als 40. 2011 lag der Durchschnitt noch bei 17. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.

„Immer mehr Menschen nutzen Apps, um ihren Alltag und ihre Arbeit einfacher zu organisieren, um sich unterwegs zu unterhalten, zu informieren oder weiterzubilden“, sagt René Schuster, BITKOM-Präsidiumsmitglied. „Die Anzahl an Apps ist mittlerweile riesig – für beinahe jede Lebenssituation gibt es eine.“ Beliebt sind etwa Foto- und Musik-Apps. Auch Smartphone-Programme von sozialen Netzwerken oder zum Spielen werden häufig genutzt. Apps gibt es auch für Tablet-Computer und viele internetfähige Fernseher.

Zunehmende Beliebtheit von Smartphones


Die zunehmende Beliebtheit von Smartphones trägt maßgeblich zum App-Boom bei. Nach Prognosen des Marktforschungsinstituts EITO werden in diesem Jahr voraussichtlich 23 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft. 2011 waren es noch 16 Millionen. Das entspricht einem Anstieg von 43 Prozent. Rund 70 Prozent der in diesem Jahr in Deutschland verkauften Handys sind Smartphones. Der Boom dieser Geräte lässt auch den Umsatz wachsen. Insgesamt werden mit Mobiltelefonen 2012 in Deutschland 8,5 Milliarden Euro umgesetzt. 7,9 Milliarden Euro entfallen dabei auf Smartphones. Damit machen sie 93 Prozent am Gesamtumsatz mit Handys aus.

Zur Methodik: Die Angaben zu Verbreitung von Apps basieren auf einer Erhebung des Instituts Forsa im Auftrag des BITKOM. Dabei wurden knapp 1.000 Menschen ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Daten sind repräsentativ. Grundlage der Angaben zu Ab- und Umsatz mit Handys in Deutschland sind neueste Untersuchungen des European Information Technology Observatory (EITO). EITO liefert aktuelle Daten zu den weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. EITO (www.eito.com) ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsinstituten IDC und GfK.


Quelle: www.bitkom.org
Stand: 10/10/12



8. November 2012

Smartphone-Software kann noch nicht ganz mit Navis


In einem aktuellen Test hat der ADAC vier mobile Navigationsgeräte und acht Software-Lösungen für Smartphones verglichen. Hauptergebnis: Alle getesteten Navis und Software-Lösungen haben einen Schwachpunkt. Langzeitsperren von Streckenabschnitten werden in der Routenberechnung nicht berücksichtigt, Verkehrinformationen darüber werden allerdings erkannt. Die Spanne in Sachen Verkehrserkennung reicht von einer nahezu vollständigen Berücksichtigung des aktuellen Geschehens – beim Testsieger in der Routenführung, dem TomTom-Navi GO LIVE 1015 – über die bloße Anzeige der Situation (Google Maps), bis hin zum völligen Ignorieren der Verkehrssituation (Smartphone-Software GPS Navigation 2/ Skobbler). Gesamtergebnis: Alle Navis schließen mit der Bewertung „gut“ ab. Bei den getesteten Software-Lösungen für das mobile Endgerät verteilten die ADAC Experten je vier Mal die Note „gut“ und „befriedigend“.

Ein weiterer Mangel: Fast alle Testprodukte patzten bei der Berechnung der Ankunftszeit, speziell im innerstädtischen Bereich. Die Skobbler-Software ignoriert in der Routenberechnung, dass in Ortschaften oft langsam gefahren werden muss. Im realen Verkehrsgeschehen braucht man deutlich länger, als von Skobbler angegeben. Schwachpunkte bei der Navigationssoftware von Falk, die mit „befriedigend“ benotet wird: Auf den verschiedenen Smartphones startete das Programm nicht immer zuverlässig. Dies führte zu einer Abwertung. Und: Im Basispreis sind auch nur absolute Basisfunktionen enthalten. Vergleicht man dieses Produkt mit anderen Apps, müssen hier zu viele Zusatzfunktionen zugekauft werden. Probleme bei der Handhabung, eine lange Dauer bis zum ersten Satellitenkontakt sowie lange Routenberechnungszeiten der kostenlosen Software OVI Maps 2.0 ließen ebenfalls nur ein „befriedigend“ zu.

Um die Kosten bei Smartphones gering zu halten, sollte man die diversen Mobilfunk-Tarife überprüfen. Eine Datenflatrate ist empfehlenswert. Will man im Ausland mit aktuellen Verkehrsinformationen navigiert werden, fallen zusätzliche Roaming-Gebühren an. Positive Ausnahme: Das TomTom GO LIVE 1015. Bei der gebührenfreien Software-Lösung von Google Maps oder GPS Navigation 2 (Skobbler) entstehen hohe Datenmengen, da die Routen und Verkehrsinformationen online geladen werden – vor allem wenn die Satellitenansicht benutzt wird. Für Urlaubsfahrten, aber auch für Vielfahrer, stellt das Navi immer noch die beste und auch die günstigere Lösung dar. Diejenigen, die schon im Besitz eines Smartphones sind oder einen Kauf planen, werden mit einer guten Software-Lösung auskommen. Da bei den Smartphones keine Fahrzeughalterung mitgeliefert wird, bietet es sich hier an, gleich in eine robuste, fahrzeugspezifische Haltevorrichtung zu investieren.


Quelle: www.adac.de



4. November 2012

Wasch­trockner - Die Platz­sparer


Wasch­trockner sind vor allem eins: platz­sparend. Denn die meisten kosten so viel wie zwei einzelne Geräte und verbrauchen sogar noch mehr Strom und Wasser als Wasch­maschine und Trockner zusammen. Die Stiftung Warentest hat sechs Geräte getestet. Vier Modelle schnitten mit „Gut“ ab, der Wasch­trockner von AEG bekam die Note „Befriedigend“ und für LG gab es nur ein „Ausreichend“. Die Ergeb­nisse erscheinen in der Oktober-Ausgabe der Zeit­schrift test.

Mit Preisen zwischen 700 Euro bei Zanker und knappen 1.700 Euro bei Miele kosten die Kombinations­geräte ungefähr so viel wie zwei einzelne der gleichen Marke. Dafür bekommt der Kunde auch eine voll­wertige Wasch­maschine und einen voll­wertigen Trockner in einem. Im Test „gut“ abge­schnitten haben die Geräte von Bosch, Miele, Siemens und Zanker. Das AEG-Modell bekam wegen seines etwas höheren Strom- und Wasser­verbrauchs nur ein „Befriedigend“.

Nur „Ausreichend“ schnitt das Kombigerät von LG ab. Der Wasch­trockner ist laut und hat den Dauer­test nicht über­standen. Zwei von drei geprüften Maschinen fielen nach simulierten sechs Jahren Betrieb aus. Schrauben am Lüftungs­kanal hatten sich gelo­ckert. Die Halterung war kaputt und der Wasch­trockner somit nicht mehr zu gebrauchen.

Der ausführ­liche Test Wasch­trockner ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/waschmaschinen veröffent­licht.



Quelle: www.test.de



30. Oktober 2012

Yachten jetzt auf Mängel prüfen lassen

Bootsbesitzer, die ihre Yacht nach Saisonende verkaufen oder einfach winterfit machen möchten, sollten den Zustand des Bootes jetzt prüfen lassen. Idealerweise sollte das von einem Fachmann erledigt werden. In einem dichten Netz von derzeit über 100 ausgewählten ADAC Prüfstationen in Europa führen geschulte Experten nach einem standardisierten Verfahren den ADAC Boot-Check durch. Auch in Griechenland und Italien können Skipper ihre Boote jetzt prüfen lassen. Interessant sind die neuen Stationen in Griechenland ebenso für Eigner, die ihr Boot in türkischen Gewässern liegen haben.
Foto; djp/towat.blogspot.de
Insbesondere Einsteiger und zukünftige Eigner, die sich ein eigenes Urteil  über den Bootszustand nicht zutrauen, sowie Skipper, deren Yacht weit weg von zu Hause liegt, profitieren von dem Angebot. Vorteile haben aber auch alle Verkäufer, denn ihre Angebote unterscheiden sich nach dem ADAC Boot-Check von allen anderen auf dem Gebrauchtbootmarkt. Käufer und Verkäufer vermeiden mit dem Check zudem teure Streitigkeiten und Auseinandersetzungen wegen Sachmängeln. Vorhandene Mängel werden festgehalten und damit Teil des Vertrags. Der Prüfbericht garantiert zudem, dass das Boot fachmännisch untersucht wurde, ist fälschungssicher und somit eine solide Grundlage für einen Kaufvertrag.

Der ADAC Boot-Check kann für jedes Gebrauchtboot gleich welchen Alters – egal ob Klein-, Schlauchboot, Jetski, Motor-, Segelboot oder Yacht –durchgeführt werden. Er bietet Käufern, Verkäufern, Maklern und Händlern eine kostengünstige Absicherung beim Gebrauchtbootkauf. Den Check gibt es bereits ab 99 Euro für kleinere Boote. Je nach Bootslänge ist der Preis gestaffelt – für ein Boot zwischen zehn und elf Metern kostet der Boot-Check beispielsweise 429,- Euro. ADAC Mitglieder erhalten drei Prozent Rabatt.

Weitere Informationen und Anmeldungen zum ADAC Boot-Check gibt es unter www.adac.de/boot-check oder unter  ADAC Touring GmbH „Boot-Check“,  Hansastraße 19, D 80686 München, Fax: 089 / 7676 41 50, E-Mail: boot-check@adac.de.


Quelle: www.adac.de


29. Oktober 2012

Fußballroboter erobern die Zukunft

Der neue Fußballroboter "NimbRo-OP"
ist rund 95 Zentimeter groß und 6,6 Kilogramm leicht. Insgesamt sorgen 20 Antriebselemente und eine hohe Rechenleistung dafür, dass er sehr beweglich und reaktionsschnell ist. Mit seiner speziellen Weitwinkelkamera behält er den Überblick über das Fußballfeld. (c) Foto: Felix Oprean/Uni Bonn

Informatiker der Universität Bonn haben einen neuen Roboter entwickelt, dessen Quelltext und Bauplan öffentlich zugänglich ist. Er soll den Einstieg in die Humanoid-Forschung, insbesondere die TeenSize-Klasse des RoboCup, erleichtern. Die Forscher stellten den neuen Roboter kürzlich auf der IROS-Konferenz (International Conference on Intelligent Robots and Systems) in Portugal vor.

Mit seinem weißen Kopf und schwarzen Körper sieht NimbRo-OP fast wie ein Mensch aus. 95 Zentimeter hoch erreicht er immerhin die Größe eines Kleinkindes und zählt damit schon zu den Großen unter den Fußballrobotern. Allerdings ist sein Gewicht von 6,6 Kilogramm deutlich geringer als das eines Kindes Leichtbaumaterialien machen es möglich. Insgesamt 20 Antriebselemente, die die Computerbefehle in mechanische Bewegungen umwandeln, wurden in ihm verbaut. Deshalb ist NimbRo-OP auch sehr beweglich: Mühelos kickt er einen Fußball und kann sich auch aus der Liegendposition wie ein Mensch aufrichten denn auch ein Fußballer fällt mal um.

 Quelltext und Bauplan des Roboters sind frei zugänglich


 Wir haben uns um ein möglichst einfaches Design bemüht, damit auch andere wissenschaftliche Arbeitsgruppen den Roboter als Grundlage nutzen, modifizieren und eventuell auch reparieren können“, sagt Prof. Dr. Sven Behnke, Leiter der Arbeitsgruppe Autonome Intelligente Systeme der Universität Bonn. Quelltext und Bauplan von „NimbRo-OP“ sind öffentlich zugänglich. Dies soll den Einstieg in die Humanoid-Forschung, insbesondere die TeenSize-Klasse des RoboCups, erleichtern.

Der neue Fußballroboter "NimbRo-OP"
ist rund 95 Zentimeter groß und 6,6 Kilogramm leicht.
 Insgesamt sorgen 20 Antriebselemente und
 eine hohe Rechenleistung dafür, dass er sehr
 beweglich und reaktionsschnell ist. 
Mit seiner speziellen Weitwinkelkamera behält er 
den Überblick über das Fußballfeld. (c) Foto: Felix Oprean/Uni Bonn   
Die Bonner Forscher nutzten verschiedene humanoide Roboter als Ideengrundlage für ihre Entwicklung. „Es gibt auch andere sehr interessante Roboter, allerdings sind sie deutlich kleiner als unserer“, sagt Prof. Behnke. „Die Größe ist jedoch wichtig, um bestimmte Aufgaben – etwa beim Roboterfußball – bewältigen zu können.“ Außerdem verfügt „NimbRo-OP“ über eine spezielle Weitwinkelkamera, um den Überblick über das Fußballfeld zu haben, und für die schnelle Reaktion über eine hohe Rechenleistung.

NimbRo-OP“ soll auch beim RoboCup antreten


Bei dem Roboter, der kürzlich auf der IROS-Konferenz (International Conference on Intelligent Robots and Systems) in Portugal vorgestellt wurde, handelt es sich um einen Prototypen. „NimbRo-OP ist für den Endverbraucher nicht geeignet“, sagt Prof. Behnke. „Die Zielgruppe sind Wissenschaftler, die Roboter auf dieser Hard- und Software basierend programmieren wollen.“ Die Wissenschaftler der Universität Bonn möchten mit dem Roboter auch beim RoboCup antreten.

In der Entwicklung handelt es sich dabei um einen ersten Schritt. „Wir wollen mit dieser Plattform eine Kompatibilität mit anderen Robotern erreichen“, sagt der Informatiker. In den nächsten drei Jahren soll die Entwicklung im Erkenntnistransfer-Projekt „Humanoider TeenSize-Open-Platform Fußballroboter“ mit dem Anwendungspartner igus GmbH Köln weitergehen. „Ziel des Projektes ist, durch einen noch intensiveren Austausch mit anderen Forschergruppen eine Beschleunigung des Fortschritts im Bereich humanoider Roboter zu erzielen“, sagt Prof. Behnke.

Noch sind Roboter den Menschen im Fußball unterlegen


Schachcomputer haben bereits unter Beweis gestellt, dass sie die menschlichen  Fähigkeiten übertreffen können. „Aber im Fußball sind Menschen noch deutlich besser als Roboter“, berichtet der Informatiker der Universität Bonn. Die Herausforderungen an Fußballroboter sind groß: Sie müssen den Zustand der Umwelt etwa über Kameras und Neigungssensoren registrieren, das Tor, Gegner und Hindernisse erkennen und unter Einbeziehung der Team-Mitglieder Entscheidungen treffen und umsetzen. „Bis sämtliche Probleme auf diesem Feld gelöst sind, gibt es noch viel zu tun“, sagt Prof. Behnke.

Roboterfußball als Testfeld für künftige Anwendungen im Alltag


Der RoboterCup dient den Wissenschaftlern als ein Experimentierfeld mit komplexen Herausforderungen, denn zweibeinige Roboter können über den Fußball hinaus potenziell in vielen alltagsrelevanten Umgebungen eingesetzt werden. „Sie sind zum Beispiel fähig, für Menschen gemachte Werkzeuge zu nutzen und beispielsweise auch Treppen zu erklimmen und Engstellen zu passieren, die für Rad- oder Kettenroboter unpassierbar sind“, sagt Prof. Behnke. Außerdem können sie für die Kommunikation auch die Mimik, Gestik und Körpersprache der Menschen nutzen.

"Uns geht es darum, das Rad nicht immer wieder neu zu erfinden, sondern mit einer frei zugänglichen Plattform gemeinsam mit anderen Forschern zu Lösungen zu kommen sowie Aufwand und Kosten zu senken"“, sagt der Informatiker. Die Arbeitsgruppe um Prof. Behnke ist das weltweit erfolgreichste humanoide Team beim RoboCup, mit elf gewonnenen Einzelwettbewerben wahrscheinlich sogar das insgesamt erfolgreichste RoboCup-Team.



Informationen zu „NimbRo-OP“ im Internet unter: http://www.ais.uni-bonn.de/nimbro/OP




28. Oktober 2012

Reifenwechsel - Was richtig lagert, hält länger


Mit dem jetzt anstehenden Wechsel von Sommer- auf Winterreifen stellt sich die Frage nach der richtigen Einlagerung der Sommerpneus. Der ADAC hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt: 
  • Vor dem Abmontieren sollten die Reifen mit Kreide gekennzeichnet werden („VR“ für „vorn rechts“, „HL“ für „hinten links“). Dieses Vorgehen erleichtert die Montage nach dem Winter. 
  • Reifen und Felgen auf Beschädigungen prüfen. Zeigen sich an der Reifenflanke Beulen oder tiefe Risse, deutet dies auf Beschädigungen der Karkasse hin. Der betreffende Reifen sollte dann sofort ausgetauscht werden. 
  • Den Reifendruck vor dem Einlagern um 0,5 bar erhöhen. Denn: Die Reifen verlieren den Winter über Luft. Werden sie im Frühling wieder „aktiviert“, haben sie ausreichend Druck, um bis zur Tankstelle zu kommen und den Reifendruck dann aktuell zu prüfen. 
  • Der Gesetzgeber fordert eine generelle Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter, empfohlen wird für Sommerreifen eine Profiltiefe von drei Millimetern. Das Herstellungsdatum verbirgt sich in der DOT-Nummer auf der Reifenflanke. Spätestens im Alter von zehn Jahren sollte ein Reifen ersetzt werden. 
  • Reifen auf Felgen sollten übereinander liegend gestapelt oder einzeln an speziellen Wandhaken aufgehängt werden. Reifen ohne Felgen müssen senkrecht, auf einem trockenen, nicht mit Öl oder Benzin verschmutzten Boden stehen. Außerdem sollten sie alle paar Wochen um ein Viertel des Umfangs gedreht werden. Reifen mögen es kühl, trocken und dunkel. Keinesfalls sollte man die Reifen als Puffer an der Garagenrückwand „missbrauchen“.

Falls für das Auto neue Winterreifen nötig sind, gibt der ADAC Winterreifentest dem Verbraucher einen guten Überblick über aktuelle Reifenmodelle. Mehr Informationen dazu unter: www.adac.de

Wer seine Reifen nicht eigenständig wechseln möchte, der sollte sich an einen Fachbetrieb wenden. Dort können die Pneus den Winter über auch gegen eine Gebühr eingelagert werden.


Quelle: www.adac.de


27. Oktober 2012

Motorrad - Tipps für den Winterschlaf



Motorradfahrer müssen im kommenden Frühjahr mit unangenehmen Überraschungen rechnen, wenn sie ihr Bike nicht ordentlich überwintern lassen.

Rost, Frostschäden, platte Reifen und leere Batterien –  oft machen die Krafträder nach der kalten Jahreszeit keine gute Figur mehr. Nicht nur der Fahrspaß wird durch Standschäden gemindert, sondern auch der Wert des Fahrzeuges. Um Schäden vorzubeugen, hat der ADAC einige Tipps zusammengestellt, wie Motorräder jetzt richtig gepflegt und konserviert in den Winterschlaf geschickt werden können. Trotzdem sind vorrangig die Hinweise des Herstellers in der Bedienungsanleitung zu beachten.

Reinigung und Pflege: Vor einem längeren Abstellen sollte das Fahrzeug gründlich gereinigt werden. Dazu einen Schwamm oder Lappen benutzen, da Hochdruckreiniger empfindliche Teile, wie Steckverbindungen oder Lager beschädigen könnten. Damit auf den Oberflächen keine Rückstände von Reinigern nachwirken, mit klarem Wasser abspülen und gründlich abtrocknen. Spezielle für Rahmen und Verkleidung entwickelte Pflegemittel erhalten die Oberflächen optimal bis zum nächsten Frühjahr. Empfohlen wird, die Mittel sparsam und dünn aufzutragen. Blanke Stellen können mit einem ölgetränkten Lappen behandelt werden. (Bremsscheiben ausgenommen)

Batteriepflege: Wenn das Motorrad kühl und trocken abgestellt wird, reicht es, die eingebaute Batterie mit einem Erhaltungsladegerät zu überwintern. Dadurch bleiben alle Einstellungen des Bordcomputers erhalten. Andernfalls die ausgebaute Batterie trocken und frostsicher lagern und regelmäßig sowie vor dem Wiedereinbau komplett aufladen. Nur geeignete Ladegeräte verwenden.

Reifen: Druckstellen an Reifen verhindern einen reibungslosen Start im nächsten Jahr. Damit das nicht passiert, den Druck um 0,5 bar erhöhen, die Maschine oder zumindest die Räder so unterbauen, dass keine Standplatten an den Reifen entstehen können.

Volltanken: Um Korrosionsschäden im Tank zu vermeiden, ist es wichtig, dass dieser komplett mit E5-Kraftstoff befüllt ist, bevor das Motorrad eingemottet wird. So wird vermieden, dass Wasser im inneren kondensiert. Besitzer von Vergasermaschinen sollten den Benzinhahn auf der letzten Fahrt schließen, bevor der Motor abgestellt wird. So kann das Fahrzeug laufen, bis der Vergaser leer ist. Alternativ kann die Schwimmkammer mittels Ablassschraube entleert werden. Das Benzin muss bei diesem Vorgang aufgefangen und anschließend in den Tank zurückgegossen werden.


Quelle: www.adac.de



Sicher unterwegs mit guten Sitzen


2011 verunglückten laut Statistischem Bundesamt 24 Kinder im Alter bis 12 Jahre im Pkw tödlich, 953 wurden schwer verletzt. Um die Sicherheit von Kindern im Auto zu erhöhen testet der ADAC zusammen mit der Stiftung Warentest regelmäßig neue Kindersitzmodelle. Im zweiten Test 2012 standen 13 Produkte auf dem Prüfstand. Sechsmal wird die Note „gut“, fünfmal die Note „befriedigend“, einmal „ausreichend“ vergeben – ein Sitz fällt bei der Schadstoffanalyse durch und erhält nur ein „mangelhaft“.

In allen Klassen – unterteilt nach Alter, Gewicht und Größe der Kinder – gibt es gute Sitze, die bei Sicherheit und Handhabung punkten und dadurch Unfallfolgen mildern können. So ist der Graco Junior Baby mit und ohne Basis bei den Babyschalen „empfehlenswert“ - beide Varianten erreichten beim Frontalcrash die beste Beurteilung. In der Kategorie I (Kinder zwischen 1 und 4 Jahren) liegen der Römer Duo Plus und der Kiwy SPF 1 Isofix vorne. Der Kiddy Guardianfix Pro 2 überzeugt bei Sicherheit sowie Bedienung und erreicht die Spitzennote in der Klasse I/II/III (für 1-12 Jährige). Der Takata Maxi Isofix (Klasse II/III für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren) zeichnet sich vor allem durch eine geringe Verletzungsgefahr beim Seitencrash aus und liegt daher vorne. Diesen Sitz sowie den Römer beurteilten die Tester besonders positiv: die Köpfe werden sehr gut abgestützt, die Verbindung zum Fahrzeug ist solide, die Größeneinstellung ist einfach und die Handhabung vorbildlich.

Der mit der schlechtesten Note bewertete Bébécar Easymaxi EL kann zwar bei der Sicherheitsprüfung überzeugen, rasselt aber aufgrund eines hohen Schadstoffwertes durch. Der getestete Sitzbezug enthält gesundheitsschädliche Stoffe, die im engen Körperkontakt für Kinder schädlich sein können. Tendenziell werden Kindersitzbezüge schadstoffärmer nachdem 2011 dieses Kriterium im Clubtest eingeführt wurde – ein Erfolg der Verbraucherschützer.

Laut ADAC eignen sich immer mehr Produkte zur Befestigung mit Isofix. Generell sind die Gefahren von Fehleinbauten und das Verletzungsrisiko damit geringer, allerdings bestehen auch hier Qualitätsunterschiede. Da ein Isofix-Kindersitz nicht in jedes Fahrzeug passt, sollten Eltern ihr Auto vor dem Sitzkauf mit der Typliste des Sitzherstellers vergleichen und prüfen, ob der dafür notwendige Verankerungspunkt vorhanden ist; Bedienung und Einbau vom Verkäufer erklären lassen und die Bedienungsanleitung genau befolgen. Wichtig ist der richtige Gurtverlauf. Alle ADAC Kindersitztestergebnisse sind unter www.adac.de/kindersitztest zu finden.


Quelle: www.adac.de


24. Oktober 2012

Datenschutz - Mehr Sicherheit bei der Nutzung von Smartphones

Viele Verbraucher verzichten auf die Nutzung eines Smartphones oder laden bewusst keine Apps herunter, weil sie kein Vertrauen in deren Sicherheit haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, die heute von der Unterarbeitsgruppe „Mobile Sicherheit“ des Nationalen IT-Gipfels in Berlin vorgelegt wurde. 28 Prozent der Bundesbürger sind bereits im Besitz eines internetfähigen Smartphones. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom wurden im Jahr 2011 allein in Deutschland 11,8 Millionen Smartphones verkauft, ein Plus von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner, deren Ministerium sich an der Unterarbeitsgruppe beteiligt und Mitinitiator der Umfrage war, sieht sich durch die Ergebnisse in ihrer Forderung nach mehr Sicherheit und Datenschutz bestätigt: „Investitionen in mehr Sicherheit nützen nicht nur den Verbrauchern – sie können auch Wachstumsimpulse für die Anbieter auslösen. Auf Dauer werden sich nur Internet-Angebote auf dem Markt behaupten können, bei denen die  Nutzer auf die Sicherheit ihrer Daten vertrauen können.“ Es sei unverständlich, dass immer neue Geräte, neue Software und neue Anwendungen auf den Markt kämen – die Sicherheitsvorkehrungen dieser Dynamik aber hinterherhinken. „Niemand würde ernsthaft auf die Idee kommen, ein Auto ohne die neuesten Sicherheitsstandards auf den Markt zu bringen. Bei Smartphones und Apps ist dies leider noch nicht selbstverständlich“, kritisierte Aigner. „Bei der Transparenz, den Voreinstellungen und den Kontrollmöglichkeiten sehe ich noch großen Nachholbedarf.“

Die von TNS Emnid durchgeführte Umfrage (4000 Befragte) verdeutlicht, dass ein Großteil der Verbraucher erwartet, dass die mobilen Geräte bereits im Kaufzustand sicher und alle Daten geschützt sind. Zwar wären viele Verbraucher bereit, für eine umfassende Sicherheit mehr zu zahlen. Allerdings sind 95 Prozent derer, die nicht zu Mehrausgaben bereit sind, der Ansicht, dass Smartphones bereits ab Werk die notwendige Sicherheitsausstattung aufweisen müssen. Auch bei der Nutzerfreundlichkeit von Smartphones und ihren Anwendungen haben die Anbieter Nachbesserungsbedarf: So gibt fast ein Drittel der Nichtnutzer an, die Technik sei ihnen schlicht „zu kompliziert“.

Für Dr. Karsten Ottenberg, Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Vertrauen, Datenschutz und Sicherheit im Internet“ des IT-Gipfels und Vorsitzender der Geschäftsführung Giesecke & Devrient GmbH sind Sicherheit und Vertrauen zentrale Voraussetzung für eine breite Nutzung der neuen Technologien. Beides seien Themen, bei denen die deutsche Industrie auch international punkten könne. „In vielen technologischen Flaggschiffen auf dem Mobilfunk-Markt steckt deutsche Spitzentechnologie. In der Arbeitsgruppe des IT-Gipfels beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir neben den technologischen Aspekten auch ein modernes, angemessenes regulatorisches Rahmenwerk schaffen können, um in Deutschland und aus Deutschland heraus unsere Vorstellungen international zur Geltung zu bringen", so Ottenberg. Wie die Umfrage zeige, sei Sicherheit dabei ein wichtiges Argument für die Auswahl eines Smartphones.

Aigner sieht Anbieter in der Bringschuld


Nachdem die Bundesregierung mit der Einführung der Button-Regelung zum Schutz vor Internet-Kostenfallen und der Möglichkeit der Drittanbieter-Sperre bei Telefonrechnungen die Rahmenbedingungen für sicheres mobiles Internet massiv verbessert hat, sieht Aigner nun die Anbieter – vom Gerätehersteller bis zum App-Programmierer – in der Bringschuld: „Die Anbieter müssen die Verbraucher mit hohen Sicherheitsvorkehrungen effektiv vor Datenmissbrauch schützen.“ Vor allem bei Apps sieht Aigner Nachholbedarf. Teilweise greifen Apps auch auf Daten zu, die sie gar nicht benötigen. Aigner forderte, Verbraucher müssten „jederzeit die volle Kontrolle über ihre Smartphone-Daten haben“. Auch vorinstallierte Apps müssten auf einfachem Weg wieder zu deinstallieren sein.

Aigner bekräftigte, sich im Rahmen der laufenden Gespräche über die geplante EU-Datenschutz-Grundverordnung weiter für die Verpflichtung zu datenschutzfreundlichen Voreinstellungen und zur Berücksichtigung des Datenschutzes im Produkt-Design einzusetzen. „Verbraucherfreundliche Voreinstellungen sind gerade bei Smartphones für das Verbrauchervertrauen von großer Bedeutung“, so Aigner. Bisher müssen sich die Verbraucher in der Regel mühsam durchklicken, um herauszufinden, auf welche Daten eine App zugreifen kann oder wie sie eine PIN zur Sperrung des Handys aktivieren können. Die Unternehmen müssten künftig die Geräte so ausgestalten, dass die Verbraucher zum Beispiel vor dem Zugriff einer App auf ihre Kontakte, ihren Standort oder andere vertrauliche Bereiche gefragt werden, ob sie diesen Zugriff erlauben wollen. Derzeit wird es häufig dem App-Anbieter überlassen, ob er die Nutzer ausreichend informiert.

Weitere Ergebnisse der Umfrage zu Smartphones


86 Prozent der Befragten halten Sicherheit und Datenschutz für wichtig bis sehr wichtig, für 45 Prozent sind sie ein wesentliches Kriterium bei der Kaufentscheidung. Über ein Drittel derer, die kein Smartphone nutzen, nennen fehlendes Vertrauen als Grund für die Nichtnutzung. 80 Prozent der Befragten geben an, auf bestimmte Anwendungen zu verzichten, um sich vor Gefahren bei der Smartphone-Nutzung zu schützen. Nur wenige nutzen bisher das Smartphone für mobile Bankgeschäfte oder mobiles Bezahlen. Als Hauptgrund werden Zweifel an der Sicherheit genannt. Zwei Drittel lehnen den Zugriff Dritter auf ihr Smartphone generell ab, der Rest der Nutzer will dies nur dann gestatten, wenn er zuvor ausdrücklich zugestimmt hat. Deutlich erkennbar ist auch der Wunsch nach mehr Transparenz: 87 Prozent der Befragten wollen vor der Installation einer App wissen, auf welche konkreten Daten die Anbieter sowie Dritte zugreifen.

Der IT-Gipfel und die Unterarbeitsgruppe „Mobile Sicherheit“


Der Nationale IT-Gipfel ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgerichteter und seit 2006 jährlich stattfindender Kongress, der Konzepte entwickelt, wie die Bundesrepublik Deutschland als IT-Standort gestärkt werden kann. Am 13. November 2012 findet der siebte nationale IT-Gipfel in Essen statt. Im Zentrum der Unterarbeitsgruppe „Mobile Sicherheit“ steht die Frage, wie Sicherheit, Datenschutz und Vertrauen im mobilen Internet (Smartphones) gestärkt werden können. Sie ist Teil der Arbeitsgruppe 4 „Vertrauen, Datenschutz und Sicherheit im Internet“.

Weitere Informationen im Internet:

- Hintergrundpapier zur Umfrage „Sicherheit und Datenschutz bei Smartphones“: www.bmelv.de/smartphonesicherheit_hintergrund

- Link zur Broschüre „Mobile Sicherheit – Ortung – Datenschutz“: www.bmelv.de/tipps-mobile-internetnutzung

- Hinweise zu Sicherheit und Datenschutz in der digitalen Welt: www.surfer-haben-rechte.de

- Tipps speziell – aber nicht nur – für Jugendliche: www.watchyourweb.de


Quelle: www.bmelv.de


So überwintern Cabrios und Oldtimer am besten


Wer Cabrio oder Oldtimer mit Saisonkennzeichen ausgestattet hat, steht jetzt vor der Aufgabe, sein Fahrzeug in die Winterpause zu schicken. Damit im Frühjahr keine bösen Überraschungen lauern, rät der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. zumindest einen Tag zu investieren, um sein Gefährt für die Überwinterung fit zu machen.   
  
Karosserie innen  
Neben der Reinigung mit Schwamm und Staubsauger sollte man alle losen Bodenbeläge, auch aus dem Kofferraum, herausnehmen. Stößt man hierbei auf feuchte oder modrige Stellen, sollte die Ursache erforscht und beseitigt werden (Gummiprofile des Verdecks, Schiebedachentwässerung prüfen).  
Ledersitze behandelt man am besten mit handelsüblichen Pflegemitteln. Dabei sollten die Empfehlungen des Fahrzeugherstellers beachtet wer-den.  
  
Karosserie außen  
Lack: Nach Hand- oder Maschinenwäsche die Lack-Oberfläche penibel kontrollieren: Reste von Vogelkot, Ausscheidungen von Insekten sowie Absonderungen von Baumharzen sind teilweise schwer erkennbar, sie können sich aber bei längerer Einwirkungszeit bis aufs Blech durchfressen. Bei der Gelegenheit sogleich Steinschlagschäden ausbessern!   
Der Auftrag von Hartwachs pflegt den Lack.  
  
Unterbodenschutz: Besonders bei älteren Baujahren lohnt sich ein Check von Unterboden und Radhäusern: Haben die Schutzschichten Verletzungen oder - höchste Alarmstufe - Ablösungen bzw. Korrosions-Spuren? Eine fundierte Diagnose setzt freilich Hebebühne, gute Beleuchtung und Dampfstrahler-Einsatz voraus.  
  
Cabrioverdeck: Rissbildung, aufgeplatzte Nähte? Einmal pro Jahr sollte man das schon genauer in Augenschein nehmen. Den Gummiprofilen tut auf jeden Fall eine Behandlung mit speziellen Produkten (z.B. Silicon) gut.  
Mit Shampoo ans Verdeck? Im Regelfall wird es nur trocken oder feucht abgebürstet (in Fahrzeug-Längsrichtung, von vorne nach hinten), allenfalls mit klarem Wasser abgespritzt. Zur Fleckenentfernung sollte man nur das verwenden, was der Fahrzeughersteller empfiehlt. Die Ruhezeit verbringt das Auto dann mit geschlossener Kapuze.  
  
Technik  
Ist in Kürze ohnehin eine Inspektion fällig? Dann lieber vorziehen: Der Arbeitsumfang enthält zum einen sinnvolle Stilllegungs-"Elemente", zum anderen erkennt der Fachmann natürlich besser, was aktuell oder in Kürze reparaturbedürftig ist. Auch die ADAC Prüfzentren sind hierfür eine gute Adresse ("Gebrauchtwagenuntersuchung", "Winter-Check"). Schließlich soll die nächste Saison nicht unbedingt mit Werkstatt-Terminen wegen tropfender Wasserpumpe oder mürbem Auspufftopf beginnen.  
  
Motor: Genutztes Öl enthält korrosionsfördernde Bestandteile, also Wechseln. Nicht gut ist es (für die Schmierung zwischen Kolben und Zylinderwand), den Motor ab und zu kurz laufen zu lassen. Das Einfüllen eines speziellen Korrosionsschutzöls ist nur bei mehrjähriger Ruhepause notwendig.  
  
Kühlsystem: Frostschutzfaktor prüfen, ggf. ergänzen.  
  
Kraftstoffsystem: Tank auffüllen, um Rostbildung im Inneren zu verhindern (entfällt bei Kunststofftanks)  
  
Batterie: Sie altert immens rasch, wenn sie nicht nachgeladen wird. Abhilfe schafft ein spezielles "Erhaltungs"-Ladegerät. Oder man hängt die Batterie spätestens alle 6 Monate einige Stunden ans Standard-Ladegerät.  
  
Fahrwerk: Am besten Auto aufbocken, das entlastet Reifen und Radaufhängung. Zumindest sollte aber der Luftdruck im Reifen auf 3-4 bar erhöht werden.  
  
Sonstiges: Handbremse nicht anziehen - die Beläge könnten "festkleben". Autofenster zur Durchlüftung einen Spaltbreit öffnen.  
  

Der richtige Lagerort  

  
Auch wenn man sich nur in den wenigsten Fällen den Abstellplatz aussuchen kann: Einige Tipps hierzu:  
  • Optimal ist ein klimatisierter Raum, in dem Temperatur (ca.15 Grad) und Luftfeuchte (relative Luftfeuchte von ca. 40%, messbar mit dem Hygrometer) konstant eingehalten werden - so wird eine Kondenswasserbil-dung (Hohlräume!) weitgehend vermieden. Textilien, Gummi und Leder fühlen sich in dem Umfeld ebenfalls recht wohl.  
  • Zu meiden wäre auf jeden Fall ein schlecht durchlüfteter Lagerort, der als Folge der heimischen Witterungsverhältnisse immer zu feucht ist.   
  • Gegen das Einstauben hilft im Übrigen ein Baumwolltuch. Kunstfaserstoffe oder gar Plastikfolien sollte man wegen der mangelhaften Feuchtigkeits-Durchlässigkeit nicht verwenden.


Quelle: www.adac.de


22. Oktober 2012

Autotest Toyota GT86


Der Toyota GT86, der im ADAC Autotest die Gesamtnote 2,9 erhält, macht durch sein Design und die dicken Doppelauspuffrohre einen auf Dynamik. Der Boxermotor (von Subaru – der GT86 ist mit dem Subaru BRZ nahezu baugleich) leistet 200 Pferdestärken. Damit ist der Sport-Japaner keineswegs übermotorisiert. Wer die Leistung aber nutzen will, muss den Motor kräftig drehen lassen, da das ohnehin nicht üppige Drehmoment zwischen 3000 und 5000 Touren einbricht. Der rote Bereich beginnt erst bei rund 7500/min. Der Verbrauch des vom Club gefahrenen Testfahrzeugs: 7,8 Liter Superbenzin. Das ist recht viel.

Kein Wunder, dass der Toyota im ADAC EcoTest insgesamt nur drei von fünf möglichen Umweltsternen bekommt. Grund: Der ermittelte Kohlendioxidausstoß liegt bei hohen 214 g/km – damit erreicht der GT86 nur 18 der möglichen 60 Punkte. Das überrascht, zumal die Marke Toyota in der automobilen Umwelttechnik gern Zeichen setzt. Wenigstens bei den Schadstoffen sieht es besser aus: mit 42 von 50 möglichen Punkten.

Ein dickes Lob kassiert die Lenkung: Sie hat Sportwagenqualitäten, ist präzise und direkt und sorgt mit dem knackig abgestimmten Fahrwerk für ein exzellentes Kurvenverhalten. Der GT86 freut sich förmlich auf die nächste Straßenbiegung, wo die beiden vorne Sitzenden in tiefen Schalensitzen den Zentrifugalkräften trotzen. Auch im ADAC Ausweichtest macht der Wagen eine gute Figur: ESP gehört zur Serienausstattung. Der Bremsweg aus 100 km/h fällt mit 40 Metern allerdings zu lang aus. Der Preis des Japaners: 30 000 Euro.

Die Alltagstauglichkeit ist eingeschränkt: Das Ein- und Aussteigen ist etwas mühsam, auch die maximale Zuladung erweist sich mit 420 kg als gering. Auf dem Dach sind keine Lasten erlaubt.


Quelle: www.adac.de


21. Oktober 2012

Deutschland sucht immer noch seinen Liebling


Der Countdown läuft. Noch bis zum 31. Oktober können die rund 17 Millionen Leser der ADAC Motorwelt und die Nutzer von adac.de unter den Neuerscheinungen des Jahres ihr Lieblingsauto wählen.

Der ADAC sucht zum neunten Mal bei Deutschlands größter Autowahl das »Lieblingsauto der Deutschen«. 52 Automodelle von 28 Marken stehen zur Wahl. Nur komplett neue Fahrzeugtypen, die 2012 auf den Markt gekommen sind oder noch kommen, können gewählt werden. Wenig eigenständige Ableger, wie Kombis, Modellüberarbeitungen und Exoten wurden bei der Auswahl nicht berücksichtigt. In diesem Jahr stellen sich auch neun reine Elektrofahrzeuge der Herausforderung.

Die renommierte Auszeichnung spiegelt - einmalig in Deutschland - die Meinung hunderttausender potenzieller Autokäufer wider. Dem Sieger wird am 17. Januar 2013 der ADAC Preis »Gelber Engel« 2013 in der Kategorie »Auto« verliehen. Europas größter Club vergibt seine Auszeichnung zudem  in vier weiteren Kategorien: »Innovation und Umwelt«, »Zukunft«,  »Qualität«  sowie »Persönlichkeit«. Die Gewinner werden in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche vor 400 hochkarätigen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Industrie präsentiert.




Was kostet uns der Strom?


Die Deutschen entwickeln zunehmend ein Kostenbewusstsein für Strom. Inzwischen wissen 40 Prozent, wie viel ihr Haushalt für Strom ausgibt. Bei einer Umfrage im Januar 2010 wusste nur jeder Siebte (14 Prozent), wie hoch die Stromrechnung seines Haushaltes ausfällt. Das ergeben Umfragen im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „Die Strompreiserhöhungen der jüngsten Zeit und die heftigen Diskussionen um die Energiewende haben offenbar das Kostenbewusstsein der Verbraucher erhöht“, kommentiert BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder die Umfrageergebnisse. 

Am besten sind Senioren ab 65 Jahre informiert: Bei ihnen liegt der Anteil bei 47 Prozent. Bei den Jüngeren unter 30 Jahren sind es nur 27 Prozent. Auch wenn nur eine Minderheit der Einwohner ihre Stromkosten kennt: Laut aktueller Umfrage versuchen fast alle, ihren Strombedarf zu verringern. So geben 95 Prozent an, sie schalten nicht mehr Elektro-Geräte ein als nötig.

Heute haben die Betreiber der Übertragungsnetze offiziell bekannt gegeben, dass die Ökostrom-Umlage für das kommende Jahr auf fast 5,3 Cent pro Kilowattstunde steigen wird. Gleichzeitig sinkt jedoch der Strompreis an der Strombörse. „Die Energiewende kann nur mit intelligenten Netzen gelingen: Moderne Mess- und Regeltechnik ermöglicht die effiziente Energienutzung, sorgt für Preistransparenz, verringert den Ausbaubedarf an Stromleitungen und senkt damit die Kosten“, so Rohleder.

Deutschland habe die Chance, dank der Energiewende zum Technologie- und Marktführer bei erneuerbaren Energien und Smart-Grid-Technologien zu werden. Zusätzlich zu intelligenter Erzeugung und Verteilung spielt eine innovative Verbrauchssteuerung eine wichtige Rolle: Wenn der Stromverbrauch an die schwankende Erzeugung angepasst wird, kann der Strom aus erneuerbaren Quellen effizienter genutzt werden. Bei der Verringerung des Strombedarfs können intelligente Stromzähler helfen, die den Verbrauch messen und ineffiziente Geräte identifizieren. Sie ermöglichen zudem einen guten Überblick über die eigenen Stromkosten. Rohleder: „Derzeit wird leider fast ausschließlich über die Risiken der Energiewende gesprochen, die Vorteile und Chancen werden vernachlässigt.“

Zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer Erhebung des Instituts Aris im Auftrag des BITKOM. Dabei wurden 500 Menschen ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Daten sind repräsentativ.