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30. Oktober 2012

Bierabsatz nahezu unverändert


Im dritten Quartal 2012 setzten die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bier­lager insgesamt rund 26,2 Millionen Hektoliter Bier ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ging damit der Bierabsatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum leicht um 0,1 % zurück. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU) eingeführte Bier nicht enthalten.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – machten im dritten Quartal 2012 mit 1,3 Millionen Hektolitern 5,1 % des gesamten Bierabsatzes aus.

83,5 % des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Der Inlandsabsatz sank im Vergleich zum dritten Quartal 2011 um 0,2 % auf 21,8 Millionen Hektoliter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 4,3 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (+ 0,8 %). Davon gingen 3,1 Millionen Hektoliter (– 1,5 %) in EU-Länder, 1,2 Millionen Hektoliter (+ 8,0 %) in Drittländer und 0,04 Millionen Hektoliter (– 5,1 %) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.



29. Oktober 2012

Gefahr durch Energy-Drinks

Energy-Drinks können für Kinder und Jugendliche zur Gefahr werden. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hamburg hin und fordert das Verbot des Verkaufs an Personen unter 18 Jahren.

Nach mehreren Todesfällen, darunter ein 14-jähriges Mädchen, in den USA besteht der Verdacht, dass der übermäßige Konsum von Energy-Drinks die Ursache sein könnte. Auch aus Deutschland sind Fälle unerwünschter Wirkungen auf das Herz-Kreislauf System nach dem übermäßigen Konsum von Energy Drinks bekannt. Denn diese Getränke haben einen hohen Koffeingehalt – etwa dreimal so viel wie Cola - und enthalten andere Inhaltsstoffe wie Taurin, bei denen negative Wechselwirkungen nicht sicher ausgeschlossen werden können. Ist der Konsum von Energy-Drinks mit Alkohol und körperlicher Anstrengung verbunden, etwa in der Disko, besteht die Gefahr, dass sich die Nebenwirkungen zu Krampfanfällen oder Herzrasen verstärken. Systematische aussagekräftige Langzeitstudien fehlen noch.

„Gerade Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden, da in der Disko und beim Sport die Gefahr eines übermäßigen Konsums besteht“, sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Eine noch größere Gefahr besteht nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Hamburg bei Energy-Shots. Dabei handelt es sich um hochkonzentrierte Produkte in kleinen Portionsgrößen, die bei Durst dazu verleiten, mehrere Portionen zu trinken. Auch wird der bittere Geschmack des Koffeins durch extreme Süße und Aroma unterdrückt. Die Hersteller nutzen hier Schlupflöcher, indem sie Energy-Shots nicht als Erfrischungsgetränke sondern als „Nahrungsergänzungsmittel“ verkaufen und dadurch die gesetzlichen Vorgaben für Erfrischungsgetränke umgehen. So sind beispielsweise im Red Bull Shot 80 Milligramm Koffein pro 60 Milliliter enthalten. Das entspricht mehr als 1300 Milligramm pro Liter. Andere Produkte können bis zu 6000 Milligramm pro Liter enthalten. Diese „Nahrungsergänzungsmittel“ müssen die Verzehrsempfehlung „Nur eine Portion pro Tag“ tragen, die aber von Konsumenten häufig nicht eingehalten wird. Bei nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch beurteilt  das Bundesinstitut für Risikobewertung diese Getränke  als nicht sicher. Die Verbraucherzentrale fordert das generelle Verbot des Verkaufs von hoch dosierten Energy-Konzentraten.

Die Verbraucherzentrale hält die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Kennzeichnung für völlig unzureichend. Das Gesetz schreibt für Energy-Drinks den Hinweis „erhöhter Koffeingehalt“ vor, gefolgt von der Angabe, wie viel Koffein in 100 Milliliter Getränk vorhanden ist. Das gilt sowohl für verpackte wie auch lose Ware. Erst ab 13. Dezember 2014 wird mit der dann EU-weit gültigen Lebensmittelinformationsverordnung ein weiterer Warnhinweis notwendig. Dieser muss in demselben Sichtfeld wie die Bezeichnung des Getränks mit dem Wortlaut „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und Schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“ stehen.

Quelle: www.vzhh.de
Stand:29/10/12


14. September 2012

Kürbis als Getränk


Kürbissaft kann je nach Sorte große Mengen an wertvollen Karotinoide enthalten, die dem Getränk auch seine charakteristische Farbe verleihen. So lautet das Fazit einer Studie der Forschungsanstalt Geisenheim und der Hochschule RheinMain. Karotinoide sind wertvolle Antioxidanzien, die den Körper vor schädlichen freien Sauerstoffradikalen schützen. 

Wie die Zeitschrift "Flüssiges Obst" berichtete, wurden in den Jahren 2003 bis 2008 13 Speisekürbissorten wie Hokkaido und Muskatkürbis unter gleichen Bedingungen im Freiland angebaut und nach der Ernte getrennt zu Saft verarbeitet. Die Wissenschaftler bestimmten in welchen Mengen die Karotinoide in den Kürbissäften vorkommen. Auch die Verteilung der sekundären Pflanzenstoffe im Fruchtfleisch und in der Schale wurde anhand von gefriergetrocknetem Material analysiert. 

Die Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass der Karotinoidgehalt von Speisekürbissen stark von der Sorte abhängig ist. So waren die sekundären Pflanzenstoffe besonders reichlich in den orange-rot gefärbten Säften der Sorten Hokkaido (111,6 mg/l), Sunshine (136,4 mg/l), Uchiki Kuri (143,6 mg/l), Ambercup (145,0 mg/l) und Jubily (173,2 mg/l) vertreten. Auch das Karotinoidprofil variierte mit der Sorte. Neben Alpha- und Beta-Carotin waren Xanthophylle wie Zeaxanthin und Lutein nachweisbar. Die Kürbisschale kann einen bedeutenden Beitrag zur Gesamtkonzentration leisten, wie es etwa bei den Kürbissen Muskat, Rouge und Baby Bear der Fall war. 

Daher empfiehlt es sich, bei diesen Sorten die Rückstände vom Auspressen (Trester) bei der Saftherstellung mit zu verwerten. Kürbissäfte enthalten im Vergleich zu Fruchtsäften nur wenig Zucker. Im Geschmack können sie gewöhnungsbedürftig sein. Besonders lecker schmeckt eine Kombination von Kürbissaft mit vollaromatischen Obstsäften aus gelben Früchten.

Heike Kreutz, www.aid.de

 Weitere Informationen: Alles über Kürbisse erfahren Sie auf www.was-wir-essen.de
 in der Rubrik "Lebensmittel von A-Z"

Quelle: www.aid.de
Stand: 21/09/11