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13. Dezember 2012

Weihnachten – eine Härteprüfung für Diabetiker

Plätzchen, Stollen, Festtagsbraten – viele Gerichte in der Weihnachtszeit geizen nicht mit Zucker oder Fett. Nicht selten haben es deshalb vor allem Diabetikern schwer sich richtig zu ernähren und fühlen sich gegängelt. Doch das muss nicht sein.

10. Dezember 2012

Gefährliche Party-Pillen

Bei Dr. Michele Cagnoli erregt das "ernste Besorgnis": Die Anzahl junger Patienten mit Amphetaminkonsum bis hin zur Abhängigkeit steigt in der Marler Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL). Hier wie insgesamt in Deutschland gebe es die "alarmierende Entwicklung, dass die Betroffenen immer jünger werden", so der stellvertretende Ärztliche Direktor der Marler LWL-Klinik.

Neben aufputschenden Energy-Drinks bilden sie in manchen Kreisen schon fast einen festen Konsum-Bestandteil bei Partys unter Jugendlichen: Amphetamine. Kleine bunte Pillen oder Pülverchen, die die Stimmung unter den Partygästen deutlich pushen und ihnen eine schier unerschöpfliche Kondition auf der Tanzfläche vorgaukeln.

"Doch so harmlos diese Partydrogen auch scheinen - sie können Einstiegsdroge sein und gravierende körperliche Schäden verursachen", warnt Cagnoli. Erschwerend komme hinzu, dass diese Drogen häufig mehrfach binnen weniger Stunden eingenommen werden. Cagnoli nennt ein aktuelles Beispiel: "Jüngst meldete das Krefelder Herzzentrum schwere Herzschädigungen von Patienten, auch aufgrund ihres Amphetaminkonsums. Die Herzen der Jugendlichen im Alter von 19-23 Jahren sind irreparabel schwer geschädigt." In zwei Fällen sei sogar eine Transplantation notwendig, zitiert der LWL-Experte entsprechende Berichte.

Die genauen Inhaltsstoffe dieser gefährlichen Gute-Laune-Pillen sind laut Cagnoli zumeist unklar. Oft werden verschiedene Substanzen in unterschiedlichen Stärken gemischt - mit unvorhersehbaren Wechselwirkungen auf den Organismus. Als sichtbare Symptome eines regelmäßigen Konsums bezeichnen Fachleute etwa Zittern, weite Pupillen, eine auffällig gehobene oder gereizte Stimmung, einen erhöhten Redefluss, ein plötzlich gestärktes Selbstbewusstsein bis hin zur Selbstüberschätzung, gepaart mit Appetitlosigkeit und einem verminderten Schlafbedürfnis.

Wer solche Symptome bei seinem Kind feststellt, sollte sich sofort an seinen Hausarzt wenden, rät der LWL-Kinder- und Jugendpsychiater. Hält dieser eine weitere Abklärung
oder Behandlung für notwendig, bietet die Ambulanz der LWL-Klinik Marl-Sinsen unter 02365/ 802-2402 Hilfe an.

Hintergrund:

Die Marler LWL-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie ("Haardklinik"), mit 119 Betten eines der größten Fachkrankenhäuser in Deutschland, verfügt mit der Station "Spurwechsel" über eine spezielle Station mit zwölf Behandlungsplätzen für männliche und weibliche alkohol- und drogenkonsumierende Jugendliche.

Hier klären ein Stationsarzt und eine Stationspsychologin in einem ambulanten Vorgespräch ab, ob ein junger Mensch neben der Suchtproblematik Symptome einer anderen Kinder- und jugendpsychiatrischen Störung aufweist. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Angsterkrankung, eine Depression, eine Psychose oder eine ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) handeln.

Sind sich alle Beteiligten, einschließlich der Eltern/Erziehungsverantwortlichen, einig, dass eine stationäre Aufnahme notwendig und sinnvoll ist, zeigen die Mitarbeiter/-innen dem Patienten die Station, um einen Einblick in den gesamten Therapieablauf, die Therapieangebote und die räumliche Ausstattung der Klinik zu geben. Die eigentliche Aufnahme erfolgt in der Regel nach wenigen Wochen.

152 Patienten wurden im vergangenen Jahr auf der Station Spurwechsel stationär behandelt. Die meisten blieben ca. zehn Wochen. Manche schaffen es nicht im ersten Anlauf, ihre Sucht auf Dauer zu überwinden. Aber auch dann können sie sich an die Klinik wenden und es erneut versuchen.

Das Konzept der Station sieht zwei Behandlungsphasen vor: An eine etwa dreiwöchige Entgiftungsphase schließt sich die Psychotherapiephase an. Dazu wird für jeden Patienten ein individuelles Programm zusammengestellt, das unter anderem aus einer Einzel- und Gruppentherapie sowie Familiengesprächen besteht. Positive Ressourcen zu stärken, darauf liegt ein Fokus des Teams aus Ärzten, Psychologen, Sozialarbeiten, Therapeuten und dem Pflege- und Erziehungsdienst.

Außerdem erhält der oder die Jugendliche Unterstützung bei belastenden Schul- bzw. Ausbildungssituationen. Außerdem findet eine Rückfallprophylaxe statt, in der der Patient lernt, Signale für einen möglichen Rückfall zu erkennen und Strategien entwickelt, diesen zu vermeiden. Abschließend wird gemeinsam mit dem Team eine tragfähige Zukunftsperspektive erarbeitet, wie es für sie oder ihn nach der stationären Behandlung weitergeht.

Voraussetzung für eine Behandlung ist die Einsicht in die eigene Erkrankung sowie die Bereitschaft an sich zu arbeiten und am Gruppenleben teilzunehmen.



LWL-Einrichtung:
LWL-Klinik Marl-Sinsen
Haardklinik
Halterner Str. 525
45770 Marl
Karte und Routenplaner


7. Dezember 2012

Anti-Kater-Drinks mit Artischocke

2 pikante Anti-Kater-Drinks mit Artischocke. Foto: Wirths PR

2 pikante Anti-Kater-Drinks mit Artischocke
(Rezepte für 1 Person)


Katerkiller
0,2 l Tomatensaft
3 EL Schoenenberger Artischockensaft
Saft 1/2 Zitrone
weißer Pfeffer
Selleriesalz

Tomatensaft, Artischockensaft und Zitronensaft gut verquirlen, mit Pfeffer und Selleriesalz pikant abschmecken. Gut gekühlt servieren.

49 kcal (205 kJ), 2,0 g Eiweiß, 0,3 g Fett, 7,5 g Kohlenhydrate


Regenerator
0,1 l Gemüsesaft
0,1 l Möhrensaft
2 EL Artischockensaft (Reformhaus oder Apotheke)
weißer Pfeffer
1 Prise Selleriesalz
Petersilie

Die gekühlten Säfte gut verquirlen, mit Pfeffer und Selleriesalz kräftig würzen. In einem Glas mit Petersilienrand servieren.

39 kcal (163 kJ), 1,6 g Eiweiß, 0,1 g Fett, 7,9 g Kohlenhydrate


Katerkiller Artischocke
Wer kennt nicht den "Kater“, der sich nach feucht-fröhlichem Feiern häufig einstellt? Seine Folgen lassen sich am besten mit frischer Luft, Wechselduschen, Ruhe und strikter Abstinenz kurieren.
Wer vorbeugen will, kann zur Artischocke greifen. Denn bei reichlichem Essen und Trinken hilft sie als Katerkiller. Ihre Wirkstoffe regen den Gallenfluss an und unterstützen so die Entgiftungstätigkeit der Leber. Sie fördern zudem die Fettverdauung und verhindern Völlegefühl und Blähungen. Da Artischockensaft (gibt es in Apotheken und Reformhäusern) bitter schmeckt, am besten mit Wasser oder Tomatensaft verdünnen. 

5. Dezember 2012

Drei Fitness-Drinks

Gesund und lecker: Drei Fitness-Drinks.   Foto: Wirths PR

Drei Fitness-Drinks
(für 1 Person)

Seit Jahrhunderten nutzt der Mensch die Heilkräfte der Natur. Pflanzen enthalten eine Vielzahl von wertvollen Inhaltsstoffen, die uns helfen, gesund zu bleiben. Einige dieser Pflanzen nutzen wir als Tee, wie z. B. Kamille und Pfefferminze. Aus anderen, wie z. B. Weißdorn, Mistel, Artischocke, Löwenzahn, Brennnessel und anderen werden Säfte gewonnen, die in der Naturapotheke ihren festen Platz haben. Da viele Pflanzensäfte einen sehr intensiven Geschmack haben, sollte man sie mit Wasser oder Säften verdünnt genießen.

2. Dezember 2012

Der Body-Mass-Index

Der Body-Mass-Index ist für viele Fachkräfte und Laien nach wie vor das wichtigste Beurteilungskriterium für das Gewicht. Dabei sagt der Wert nur wenig über das Erkrankungsrisiko aus und ist nicht für jeden geeignet.

Der Body-Mass-Index, kurz BMI, gibt an, wie viel Kilogramm Körpergewicht auf einen Quadratmeter Körperoberfläche fallen. In der Diagnose von Über- und Untergewicht ist der Wert ein etabliertes Diagnosekriterium. Doch obwohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Körperfett mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen verbunden ist, besitzt der BMI für das Krankheitsrisiko nur wenig Aussagekraft. Das größte Risiko für übergewichtsassoziierte Folgeerkrankungen geht vom sogenannten Bierbauch aus. Fettpolster an den Hüften und am Po sind bis zu einem gewissen Grad nur ein kosmetisches Problem. Wo das Übergewicht sitzt, berücksichtigt der BMI allerdings nicht. Gleichzeitig können bewegungsfaule Menschen mit wenig Muskelansatz reichlich Fett am Bauch aufweisen und dennoch einen BMI im Normalbereich haben.

Als normaler BMI-Bereich ist der Gewichtsbereich festgelegt, der in Bevölkerungsstudien mit der höchsten Lebenserwartung einhergeht. Interessanterweise kamen verschiedene Beobachtungen der letzten Jahre zu dem Schluss, dass leicht übergewichtige Senioren bei Krankheit eine höhere Überlebenschance haben, als die mit einem BMI im „Normalbereich“ von 19 bis 24 Kilogramm pro Quadratmeter. Dieser Wert ist nur für Menschen bis zu einem Alter von 24 Jahren erstrebenswert. Ab dann verschiebt sich der optimale Bereich in Fünf-Jahres-Schritten um jeweils einen Punkt nach oben. Ab 65 Jahren darf der BMI zwischen 24 und 29 Kilogramm pro Quadratmeter liegen.

Bei einem multikulturellen Patientenstamm verliert der BMI zusätzlich an Aussagekraft, da sich die Erkrankungsrisiken in erster Linie auf hellhäutige Europäer und Amerikaner beziehen. Das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln, kann bei Asiaten aufgrund des zierlichen Körperbaus bereits bei einem BMI im oberen Normalbereich erheblich erhöht sein. Auch bei sehr großen oder sehr kleinen Menschen sowie bei Menschen mit veränderter Körperzusammensetzung wie Hochleistungssportlern, Schwangeren und Stillenden verliert der Wert an Relevanz.

Das Taille-zu-Größe-Verhältnis ist besser geeignet, um das Risiko für eine übergewichtsverursachte Erkrankung einzuschätzen. Dieses setzt den Bauchumfang ins Verhältnis zur Körpergröße und berücksichtigt folglich vor allem das Fett am Bauch. Der Normbereich liegt hier zwischen 0,4 und 0,5.

Quelle: www.fet-ev.eu

30. November 2012

Cholesterinarmes Adventsgebäck - Leckere Rezepte


Einfach Backen: Cholesterinarmes Adventsgebäck.
Foto: www.weihnachtsmenue.de

Cholesterinarmes Adventsgebäck

Haselnuss-Plätzchen
(ergibt 40 Plätzchen)

150 g Zucker
0,1 l Sonnenblumenöl
2 Eigelb
150 g Weizenmehl
1 leicht gehäufter TL Backpulver
150 g geriebene Haselnüsse
1/2 TL Lebkuchengewürz
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 Prise Salz
40 Haselnüsse

Zucker, Öl und Eigelb in einer Schüssel schaumig rühren. Die restlichen Zutaten bis auf die Haselnüsse zugeben und zu einem Teig verkneten. In Alufolie einschlagen und im Kühlschrank 45 Minuten kalt stellen. Aus dem Teig zwei etwa 30 cm lange Rollen formen, von jeder Rolle 20 gleich große Teilstücke abschneiden, diese leicht rund formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Jedes Plätzchen mit einer Haselnuss belegen und bei 190 °C 12-15 Minuten backen.

Pro Plätzchen: 90 kcal (377 kJ), 1,3 g Eiweiß, 6,4 g Fett, 7,1 g Kohlenhydrate, 12 mg Cholesterin


Walnuss-Plätzchen
(ergibt 30 Plätzchen)

150 g Zucker
0,1 l Sonnenblumenöl
2 Eigelb
150 g Weizenmehl
1 gestr. TL Backpulver
150 g gemahlene Walnüsse
1/2 TL Lebkuchengewürz
2 leicht gehäufte TL Zimt
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 Prise Salz
30 Walnusshälften

Zucker, Öl und Eigelb in einer Schüssel schaumig rühren. Die restlichen Zutaten zugeben und zu einem Teig verkneten. In Alufolie einschlagen und im Kühlschrank 30 Minuten kalt stellen. Aus dem Teig zwei etwa 30 cm lange Rollen formen, von jeder Rolle 15 gleich große Teilstücke abschneiden, diese leicht rund formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Jedes Plätzchen mit einer Walnusshälfte belegen und bei 190 °C 12-15 Minuten backen.

Pro Plätzchen: 124 kcal (519 kJ), 1,9 g Eiweiß, 8,8 g Fett, 9,5 g Kohlenhydrate, 15,9 mg Cholesterin


Rosinenkleckse
(ergibt 50 Plätzchen)

1/8 l Sonnenblumenöl
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eigelb
3 EL Sahne
1/2 Gläschen Bittermandelaroma
300 g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver
2 EL Kakao
1 TL Zimt
125 g Mandelstifte
20 g fein gehacktes Orangeat
150 g Rosinen

Öl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Eigelb in einer Schüssel schaumig rühren. Sahne und Bittermandelaroma zugeben und unterrühren. Mehl mit Backpulver, Kakao und Zimt mischen, zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Danach die Mandelstifte, Orangeat und die Rosinen unterheben. Die Rosinenhäufchen mit Hilfe von 2 Teelöffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und bei 180 °C 15-20 Minuten backen.

Pro Plätzchen: 86 kcal (360 kJ), 1,4 g Eiweiß, 4,7 g Fett, 9,4 g Kohlenhydrate, 10,2 mg Cholesterin


Kokos-Schneebälle
ergibt 50 Plätzchen

0,15 l Sonnenblumenöl
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 abgeriebene Orangenschale oder 1 TL Orangenzucker
1 Prise Salz
1 Eiweiß
300 g Weizenmehl
100 g gemahlene Mandeln
125 g Kokosraspeln
5 EL Rum
50 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker

Öl, Zucker, Vanillezucker, Orangenschale, Salz und das Eiweiß in einer Schüssel schaumig rühren. Mehl, Mandeln, Kokosraspeln und Rum zugeben. Einen Teig kneten und daraus 50 kleine Kugeln formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und ca. 20 Minuten bei 180-190 °C backen. Puderzucker mit Vanillezucker mischen und die Kokos-Schneebälle direkt nach dem Backen darin wälzen.

Pro Plätzchen: 90 kcal (377 kJ), 1,2 g Eiweiß, 5,7 g Fett, 7,9 g Kohlenhydrate, 0 mg Cholesterin


Schoko-Muckies mit Fondant
(ergibt ca. 80 Plätzchen)

0,2 l Sonnenblumenöl
150 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
1 abgeriebene Orangenschale oder 1 TL Orangenzucker
1 Prise Salz
2 Eier
400 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
2 EL Kakao
1 TL Zimt
100 g bittere Schokolade
4 cl Rum
50 g Fondant

Öl, Zucker, Vanillezucker, Orangenschale, Salz und die Eier in einer Schüssel schaumig rühren. Mehl mit Backpulver, Kakao und Zimt mischen, zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Die Schokolade grob hacken und mit dem Rum unter den Teig heben. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und bei 180 °C 18-20 Minuten backen. Nach dem Backen in 3x5 cm große Stücke schneiden, den Fondant leicht erwärmen und mit einer Gabel oder einem kleinen Pinsel darüber geben.

Pro Plätzchen: 61 kcal (255 kJ), 0,9 g Eiweiß, 3,2 g Fett, 6,9 g Kohlenhydrate, 5,2 mg Cholesterin


Krapfen am Welt-Aids-Tag

„Positiv zusammen leben!“, das ist das Motto des Welt-Aids-Tages 2012. Gemeinsam mit den HIV-positiven Botschafterinnen und Botschaftern des Welt- Aids-Tages, Marika (52), David (45) und Moritz (25) wird Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr am morgigen Welt-Aids-Tag ein Zeichen setzen. Vor einer Hamburger Bäckereifiliale in der Mönckebergstraße werden sie mit roten Marzipanschleifen verzierte Krapfen und rote Schleifen verteilen und Spenden für die Aids-Hilfe sammeln. Unterstützt werden sie von Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Minister Bahr erklärte im Vorfeld der Aktion: "Gemeinsam mit unseren Helfern will ich mit dieser Aktion die Menschen aufklären und informieren. Ich bewundere den Mut von Marika, David und Moritz, die offen zu ihrer HIV-Infektion stehen. Ich möchte gemeinsam mit Ihnen zeigen, dass wir alle positiv zusammen leben und arbeiten können - nicht nur für einen symbolischen Tag, sondern täglich. Allen, die dazu beitragen, das soziale Klima für Menschen mit HIV in Deutschland zu verbessern, danke ich dafür.“

Die Solidaritätsaktion ist Höhepunkt der Kampagne gegen Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV. Die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wird in Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) umgesetzt.

„Junge Die Bäckerei“ ist einer der in diesem Jahr neu gewonnenen Partner der Kampagne zum Welt-Aids-Tag. Als Unterstützer der Kampagne helfen seit diesem Jahr Unternehmen, Institutionen und Verbände wie das Deutsche Jugendherbergswerk, Ford Deutschland, L´Oréal oder die B.A.D. Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, die Botschaft „Positiv zusammen leben!“ in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.

„Wir danken allen Partnern, dass sie tatkräftig helfen, das Thema HIV/Aids in der deutschen Unternehmenskultur zu verankern“, betonte Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, vorab. „Nur gemeinsam können wir es schaffen, die Präventionserfolge der vergangenen Jahrzehnte als Basis für ein Zusammenleben in einer Gesellschaft zu nutzen, in der niemand ausgegrenzt wird. Mein besonderer Dank gilt außerdem den Botschafterinnen und Botschaftern für ihr außerordentliches und mutiges Engagement. Sie helfen als Grundpfeiler der Kampagne, das Motto „Positiv zusammen leben!“ in die Tat umzusetzen“, erklärte Prof. Dr. Pott.

Die Kampagne wurde am 23. Oktober mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin von Daniel Bahr eröffnet. Ihr Themenschwerpunkt ist in diesem Jahr „HIV in der Arbeitswelt“. In Deutschland arbeiten aktuellen Schätzungen zufolge zwei Drittel aller HIV-Positiven. Von besonderer Wichtigkeit ist es deshalb, ein offenes Klima für Betroffene zu schaffen und Benachteiligungen im Arbeitsleben abzubauen.

„Seit zehn Jahren unterstützt Junge die Bäckerei die Aids-Hilfen im Norden mit vielerlei Aktionen. Wir leisten mit großer Freude und Überzeugung unseren Beitrag im Kampf gegen diese verhängnisvolle Krankheit. Dies ist eine wichtige Säule unseres sozialen Engagements. Wir freuen uns, heute Gastgeber der Solidaritätsaktion sein zu dürfen und so ein starkes Zeichen für respektvollen Umgang miteinander setzen zu können“, erklärte Tobias Schulz, Geschäftsführer Junge Die Bäckerei.

Peter Becker, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks erinnerte daran, dass rund um den Welt-Aids-Tag im ganzen Bundesgebiet Berliner, Krapfen oder anderes Backwerk mit roter Aids-Schleife für den guten Zweck gebacken und verkauft werden. „Wir sind stolz darauf, mit unserem Handwerk dazu beitragen zu können, dass die Solidarität zu HIV-Positiven weiter wächst.“

Die Kampagne „Positiv zusammen leben!“ wird vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. und dem Fachverband Außenwerbung unterstützt und kommuniziert multimedial: Neben Plakaten, Anzeigen, einem Kampagnen-Flyer und Postkarten gibt es einen Kino/TV-Spot. Die Partner erhalten Unterstützung in Form von Aktionsmaterialien. Das Portal www.welt-aids-tag.de ist die Informationsplattform, auf der alle Materialien zur Verfügung stehen. Hier finden sich auch Videoclips und Porträts aller Botschafterinnen und Botschafter, die von ihren Erfahrungen in der Arbeitswelt, im Familien- und Freundeskreis, über HIV und die Behandlung, über Ausgrenzung, aber auch über Solidarität und Unterstützung berichten.


Weitere Informationen auf: www.welt-aids-tag.de

Links:
Bundesministerium für Gesundheit, Friedrichstr. 108, 10117 Berlin, www.bmg.bund.de
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Ostmerheimerstr. 220, 51109 Köln www.bzga.de
Deutsche AIDS-Stiftung, Markt 26, 53111 Bonn www.aids-stiftung.de
Deutsche AIDS-Hilfe e. V., Wilhelmstr.138, 10963 Berlin, www.aidshilfe.de


27. November 2012

„Geliebtes Leben“ zum Weltaidstag

Das Gesundheitsamt Leer und die profamilia zeigen anlässlich des Weltaidstags am 1. Dezember am 30. November in Kooperation mit dem Kinocenter Leer den Film "Geliebtes Leben - Life above all", für den sich rund 150 Jugendliche aus den Leeraner Schulen angemeldet haben.

Im Film geht es um die zwölfjährige Chanda, die behütet in einem südafrikanischen Ort aufwächst und deren Leben sich schlagartig ändert, als die einjährige Schwester stirbt und die Mutter schwer erkrankt. Chandra beginnt, Fragen zu stellen.



Weltweit leben etwa 34 Millionen Menschen mit dem Virus, jährlich sterben 1,8 Millionen Menschen an Aids.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt in Deutschland im Jahr 2012 bei circa 3400. Die Gesamtzahl der Menschen, die mit HIV und Aids leben, wird weiter zunehmen, da die Therapien deutlich wirksamer geworden sind.  Ende 2012 leben in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mehr als 78.000 Menschen mit HIV und Aids.

Obwohl die Bedrohung durch Aids unverändert hoch ist, ist sich dessen kaum noch jemand bewusst. Besonders jüngere Menschen halten Aids für behandelbar. Heute bezeichnen nur noch 29 Prozent der Gesamtbevölkerung und 38 Prozent der 16- bis 20-Jährigen Aids als eine gefährliche Krankheit. Dies wirkt sich auf Denken und Handeln aus: Die Menschen schützen sich nicht, weil sie die Gefahr einer Infektion unterschätzen - und Aids einfach vergessen haben.

Die aktuelle Aids-Kampagne 2012 lautet wie im vergangenen Jahr: "Positiv zusammen leben!" Im Mittelpunkt stehen HIV-positive Menschen, die offen über ihre Erfahrungen mit der HIV-Infektion berichten. Ziel dieser europaweit einzigartigen nationalen Kampagne ist es, Stigmatisierung und Diskriminierung abzubauen und HIV/AIDS innerhalb unserer Gesellschaft zum Thema zu machen. Es ist eine gemeinsame Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung.


Kinder in der Kita-Küche: Hygieneregeln vermitteln und einhalten

Kleinkinder sind besonders empfindlich gegenüber Krankheitserregern, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Lebensmittelbedingte Erkrankungen können daher bedrohlich für sie werden. Dennoch ist es nicht erforderlich, sie aus der Küche zu verbannen. Ganz im Gegenteil: Kinder, die bei der Essenzubereitung helfen dürfen, fühlen sich "groß", ernst genommen und entwickeln viel mehr Interesse am Essen, der Essenszubereitung und an neuen Speisen als Kindern, die nicht helfen dürfen. Bei der eigentlichen Speisenzubereitung dürfen sie aus rechtlichen und hygienischen Gründen allerdings nicht mitwirken. Wenn das zubereitete Essen aber nur für die eigene Gruppe bestimmt ist und grundlegende Hygieneregeln vermittelt und eingehalten werden, ist das Einbeziehen der Kinder eine sinnvolle Maßnahme.

Schon die Kleinsten lernen schnell, dass sie sich vor dem Essen und der Zubereitung von Lebensmitteln die Hände gründlich mit Seife waschen müssen. Das gilt auch nach dem Naseputzen. Kranke Kinder oder Kinder mit offenen und entzündeten Wunden an Händen und Unterarmen dürfen generell nicht mitmachen. Kleine Verletzungen können mit einem wasserdichten Pflaster abgedeckt werden. Auch sollte jedes Kind eine Schürze oder Vorbinder (Geschirrhandtuch) umbinden und die Haare wenn nötig zusammenbinden.

Unbedingt sollte auf die Einhaltung der Kühlkette von kühlbedürftigen oder gefrorenen Lebensmitteln und das gründliche Putzen von Obst und Gemüse geachtet werden. Die zubereiteten Speisen sollten unmittelbar verzehrt werden. Speisereste und Lebensmittelabfälle müssen ebenso wie auf den Boden gefallene Lebensmittel in die Tonne für Speiseabfälle entsorgt werden. Probieren ist selbstverständlich erlaubt, aber nur indem mit einem größeren Löffel die Speise zum Kosten auf den eigenen Löffel gegeben wird. Die Kinder dürfen niemals mit einem bereits benutzten Löffel in einer Speise rühren. An der Zubereitung und Verarbeitung von leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch oder rohe Eier sollten Kinder nicht beteiligt werden. Aus hygienischen Gründen dürfen sie auch keinen rohen Teig probieren, der Eier enthält.

www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Broschüre "Essen lernen in Kita und Tagespflege - Ernährungsbildung für Kleinkinder", 56 Seiten, Bestell-Nr.: 61-3304, Preis: 5,00 EUR
http://www.aid-medienshop.de


Stand:  15/11/12

25. November 2012

Currywurst mit Zucker

Der Mensch liebt es von Natur aus süß, denn zuckerreiche Früchte versprachen in Urzeiten schnelle Energie. Viele Nahrungsmittel enthalten heute jedoch Zuckermengen, die dem Körper auf Dauer schaden können. Die neue Anschauungskarte „Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel“ zeigt, wo sich diese verbergen. Zucker ist ein schneller Energielieferant, besonders für das Gehirn. Doch eine übermäßige Zufuhr wirkt sich an vielen Stellen des Körpers schädlich aus.

Bereits im Mund trägt Zucker – besonders in Kombination mit Fruchtsäuren – zur Kariesentstehung bei. Im Darm können größere Mengen das Darmmilieu verändern und die Ansiedlung unerwünschter Keime fördern. Besonders Darmpilze fühlen sich in einer solchen Umgebung wohl. Im Blutkreislauf angekommen führt der Zucker zur Freisetzung von Insulin, das unter anderem den Fetteinbau in das Fettgewebe fördert und den Fettabbau hemmt. Dauerhaft erhöhte Insulin- und Blutzuckerspiegel wiederum begünstigen die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2.

Es gibt folglich einige Gründe, den eigenen Zuckerkonsum im Rahmen zu halten. Doch die Zuckerdose einfach beiseite zu stellen reicht allein nicht aus, denn Zucker versteckt sich in einer Vielzahl von Lebensmitteln. Dabei müssen diese nicht einmal süß schmecken. So können in einer Portion Currywurst umgerechnet etwa acht Stück Würfelzucker stecken, in einem Hamburger etwa drei Stück. Auch vermeintlich gesunde Nahrungsmittel können erhebliche Mengen des schnellen Energielieferanten enthalten. Eine Flasche Smoothie liefert durchschnittliche etwa zehn Stück Würfelzucker, in einer Schüssel Früchtemüsli verbergen sich annähernd acht Stück. Einige probiotische Drinks, die die Darmflora eigentlich fördern sollen, tragen mit durchschnittlich vier Stück Zucker eher zu einem ungünstigen Darmmilieu bei. Und wer würde erwarten, dass eine Portion Ananas aus der Dose etwa so viel Zucker wie ein großer Schokorigel enthält. Wer oft zu verarbeiteten Lebensmitteln und süßen Limonaden greift, nimmt auf diesem Weg leicht ein komplettes Packet Zucker pro Woche zu sich.

Mit einer bewussten Einschränkung zuckerhaltiger Produkte lässt sich auf Dauer auch der Hunger auf Süßigkeiten verringern. Häufiger Zuckerkonsum reizt die Geschmacksknospen der Zunge und führt zu einer Desensibilisierung. Um den Süßgeschmack zu befriedigen, sind folglich immer höhere Zuckermengen notwendig. Wer besonnen bei verarbeiteten Produkten auf die Verpackungsangaben schaut, kann versteckte Zuckerfallen leicht entlarven und seine Geschmacksnerven wieder sensibilisieren. Lebensmittel mit weniger als 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm beziehungsweise Getränke mit weniger als 2,5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter sind empfehlenswert. Lebensmittel mit mehr als 12,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm beziehungsweise Getränke mit mehr als 6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter sollten möglichst Ausnahmen bleiben.

Für einen schnellen Überblick zeigt die Anschauungskarte „Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel“ wie viel Würfelzuckerstücke sich in ausgewählten Lebensmitteln verbergen. Diese und weitere Beratungsunterlagen zum Thema Nahrungsmittel sind im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich.

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Kaffeetrinkern soll sich positiv auf den Blutzucker auswirken, das hat eine indische Studie ergeben. Quelle: http://gesundheit.newspol.de/tag/diabetes/






23. November 2012

Gesundheitsamt und Polizei warnen


Amtsapothekerin Birgit Habbes.
Foto: Kreis Unna
Ein Tresor mit giftigen Substanzen und hochwirksamen Schmerzmitteln wurde in der Nacht zum 23. November aus einer Apotheke in Lünen-Nordlünen entwendet. Das Kreisgesundheitsamt warnt dringend vor der Einnahme der gefährlichen Substanzen oder einer Kontaktaufnahme mit ihnen.

Gefährliche Medikamente

In den Nachtstunden zum 23. November entwendeten unbekannte Täter nach Angaben der Polizei aus einer Apotheke in Lünen einen verschlossenen Tresor mitsamt Betäubungsmitteln und giftigen Substanzen zur Medikamentenherstellung sowie hochwirksame Schmerzmittel. "Die Einnahme vor allem der hochwirksamen Schmerzmittel ist gefährlich und kann zum Tode führen", warnt die Amtsapothekerin des Kreises Unna, Birgit Habbes.


Amtsapothekerin Habbes und das für Lünen zuständige Polizeipräsidium Dortmund raten dringend, beim Auffinden dieses Schrankes sofort entweder den Notruf der Polizei 110 oder die Rettungsleitstelle des Kreises mit dem Notruf 112 zu informieren.

"Öffnen Sie den Schrank nicht oder berühren sie auch keine verdächtigen Substanzen, die die Täter nach Öffnen des Tresors weggeworfen haben könnten", mahnt Amtsapothekerin Birgit Habbes zur Vorsicht. Sie bittet auch Eltern, mit ihren Kindern über die möglichen Gefahren zu sprechen.

Über den Diebstahl der gefährlichen Substanzen informiert sind neben Polizei und Rettungsleitstelle des Kreises unter anderem auch die örtlichen Ordnungsämter.

Wer Hinweise zur Klärung der Straftat geben kann, sollte sich an den Kriminaldauerdienst der Dortmunder Polizei unter der Rufnummer 0231-132-7441 oder an jede andere Polizeidienststelle wenden. Wer allgemeine Fragen zu giftigen Substanzen hat, kann sich an das Kreisgesundheitsamt Unna, Tel. 0 23 03 / 27 - 12 53, wenden.


20. November 2012

Aktuelles zum Welt-Aids-Tag

Als die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vor 25 Jahren mit ihrer Kampagne GIB AIDS KERINE CHANCE startete, galt die Aidsprävention als Tabubruch in Politik und Gesellschaft. Eine öffentliche Thematisierung von Sexualität und Kondomen gab es bis dahin nicht. Auch sprach sich rund die Hälfte der Bevölkerung dafür aus, Aids-Kranke mit niemandem außer dem medizinischen Personal und den Angehörigen in Berührung kommen zu lassen.

Die Aidskampagne entwickelte sich zu einer der bekanntesten und erfolgreichsten Präventions-kampagnen in Deutschland. Kondome sind heutzutage ein normaler Hygieneartikel, emotionale Vorbehalte gegen deren Nutzung haben sich mehr als halbiert. Das Schutzverhalten steigt seit 25 Jahren langsam aber kontinuierlich an. So hat sich beispielsweise der Anteil der Menschen, die sich in wechselnden Partnerschaften konsequent mit Kondomen schützen, mehr als vervierfacht. Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es immer noch Menschen, die in Risikosituationen kein konsequentes Schutzverhalten praktizieren. Deshalb ist Aidsprävention nach wie vor erforderlich, um das hohe Schutzniveau zu halten und weiterhin zu verbessern.

Ausgrenzung und Diskriminierung


Auch heute noch erfahren HIV-positive Menschen Ausgrenzung und Diskriminierung. Eine von der BZgA beauftragte Studie der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) zeigt, dass 77 Prozent der befragten Menschen mit HIV im Jahr vor der Befragung Diskriminierung im Alltag erlebt haben und 61 Prozent der befragten HIV-Positiven verschweigen ihre Infektion am Arbeitsplatz. Aus diesem Grund hat die BZgA zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember die 3. Staffel der Solidaritätskampagne „Positiv zusammen leben“ gestartet, über die der Newsletter ausführlich berichtet.

Darüber hinaus informiert der Newsletter ‚GIB AIDS KEINE CHANCE aktuell’ über die Ergebnisse der Welt-Aids-Konferenz in Washington und ihre Bedeutung für die Prävention, über aktuelle Ergebnisse der BZgA-Repräsentativerhebung „Aids im öffentlichen Bewusstsein“ als kontinuierlichen Seismographen der Prävention und über den neuen TV-Kino-Spot der BZgA zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Da der Begriff STI vielen Menschen bislang nicht bekannt ist, wird mit dem Spot die Abkürzung erklärt und Zuschauerinnen und Zuschauer aufgefordert, sich weitergehend zu dem Thema zu informieren.

16. November 2012

Internationaler Männertag: Alkoholsucht und Männer

Anlässlich des Internationalen Männertages am 19. November weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die hohe Suchtgefahr von Alkohol vor allem für Männer hin. Rund jeder dritte Mann zwischen 18 und 64 Jahren hat einen problematischen, d.h. riskanten oder schädlichen Alkoholkonsum. Bei den gleichaltrigen Frauen liegt der Anteil bei etwa 9 Prozent. Ein gesundheitsschädlicher Alkoholkonsum besteht bereits dann, wenn ein Mann mehr als 24 Gramm Reinalkohol pro Tag (2 Gläser Bier à 0,3 Liter) konsumiert - bei Frauen liegt die Grenze bei der Hälfte der Menge.

Nach aktuellen Studien der BZgA ist riskanter Alkoholkonsum im jungen Erwachsenenalter bei Männern deutlich weiter verbreitet als bei gleichaltrigen Frauen. So praktiziert etwa jeder zweite junge Mann zwischen 18 und 25 Jahren mindestens einmal, jeder fünfte sogar mindestens viermal im Monat Rauschtrinken. Bei den Frauen im vergleichbaren Alter sind die Anteile wesentlich geringer (29 Prozent bzw. 5 Prozent).

"Es existieren gerade bei Männern immer noch gesellschaftliche Rollenerwartungen im Zusammenhang mit hohem Alkoholkonsum. Junge Männer glauben, dass sie ihre Männlichkeit durch hohen Alkoholkonsum bestätigen müssen", erläutert Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Eine Alkoholabhängigkeit entwickelt sich meistens schleichend über Jahre aus einem hohen und regelmäßigen Konsum. Auch dieses Krankheitsbild ist bei Männern weiter verbreitet als bei Frauen." Statistisch betrachtet erfüllen in Deutschland etwa 3,4 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 64 Jahren die gängigen Diagnosekriterien einer Alkoholabhängigkeit. Bei den gleichaltrigen Frauen sind es ca. 1,4 Prozent.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wendet sich mit ihren Alkoholpräventionskampagnen an alle Altersgruppen und Geschlechter. Um gezielt Männer zu erreichen, informiert sie in ihrem Männergesundheitsportal über die Risiken eines übermäßigen Alkoholkonsums und die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol. Unter http://www.maennergesundheitsportal.de findet die Zielgruppe interessante, qualitätsgesicherte Informationen rund um das Thema.

Da Männer ihr eigenes Risiko einer Suchtentwicklung häufig völlig falsch einschätzen, bietet die BZgA im Rahmen ihrer "Alkohol? Kenn dein Limit."- Kampagne (http://www.kenn-dein-limit.de) einen Online-Selbsttest, mit dem sich der individuelle Alkoholkonsum kritisch überprüfen lässt. Für Jugendliche und junge Erwachsene stehen altersgerechte Informationen auf http://www.kenn-dein-limit.info zur Verfügung.


Quelle: www.bzga.de


13. November 2012

Krankenversicherung: Zwei Drittel der gesetzlichen Kassen bieten neue Extras

Von alternativen Arzneimitteln bis Zahnreinigung – zwei Drittel von 87 gesetzlichen Krankenkassen bieten viele Extras. Darunter sind auch Kostenzuschüsse bei Osteopathie oder künstlicher Befruchtung. Eine Übersicht über die Extraleistungen der Krankenkassen bietet die Stiftung Warentest in der Dezember-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest.

Viele Kassen geben auch etwas zur professionellen Zahnreinigung dazu, für die der Versicherte den Zahnarzt frei wählen kann. Die Heimat BKK zum Beispiel, zahlt 50 Euro im Jahr, die BKK der Thüringer Energieversorgung bis zu 60 Euro. Das häufigste neue Extra ist jedoch der Zuschuss für die alternative Behandlungsmethode der Osteopathie. Schon 36 der 87 Kassen im Test beteiligen sich an den Kosten. Viele übernehmen 80 Prozent der Rechnung, begrenzen den Zuschuss aber auf beispielsweise sechsmal 60 Euro im Jahr. Zahlreiche Kassen übernehmen nun auch die Kosten für alternative Arzneimittel, zum Beispiel die Globuli in der homöopathischen Behandlung. Bislang mussten sich Versicherte dafür in einen Wahltarif ihrer Kasse einschreiben oder die Medikamente aus eigener Tasche bezahlen.

Mit diesen Zusatzleistungen schöpfen die Kassen ihren Spielraum aus, der ihnen das Versorgungsstrukturgesetz ermöglicht. Seit es im Januar in Kraft getreten ist, haben schon 49 von 87 Kassen, die von der Stiftung Warentest regelmäßig untersucht werden, ihr Angebot erweitert.

Der ausführliche Test „Extras der gesetzlichen Krankenversicherungen“ ist in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/krankenkassen veröffentlicht.


Quelle: www.test.de



12. November 2012

Adipositas: Am Rand einer Epidemie?

Über die Frage, ob Adipositas in Deutschland den Status einer Epidemie erreicht hat, sind sich auch Experten uneinig. "Eine Epidemie ist definiert als ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Vorkommen einer Erkrankung", erläuterte Professor Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke auf einem Workshop des Kompetenznetzes Adipositas und des Nationalen Genomforschungsnetzes plus Ende Oktober 2012 in Berlin.

Doch die Frage ist, ob Adipositas überhaupt eine Krankheit ist. Zwar wurde Adipositas bereits 2003 in einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine chronische Erkrankung definiert, so Boeing, doch nach dem deutschen Sozialgesetzbuch ist Adipositas bis heute nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt als Lebensstilfaktor. Und das hat weitreichende Konsequenzen, denn genau deshalb haben adipöse Menschen in Deutschland keinen Anspruch auf Therapieleistungen.

Wissenschaftler plädieren jedoch dafür, die Adipositas als Krankheit anzuerkennen. Die Zahlen sind bekannt: Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter schwerem Übergewicht - auch immer mehr Kinder und Jugendliche. Die im Volksmund als Fettsucht bekannte "Krankheit" hat weitreichende Folgen, die von gesundheitlichen Problemen über körperliche Beeinträchtigungen bis hin zu psychischen Belastungen reichen können und zudem enorme Kosten verursacht. Circa 17 Milliarden Euro entstehen durch schweres Übergewicht für das Gesundheitswesen in Deutschland jährlich, so die Schätzungen.

Übergewicht wurde ungefähr seit 1980 als Problem erkannt und die Zahlen an Betroffenen sind seitdem fortlaufend gestiegen. Heute, 2012, sind fast alle westlichen Industrienationen betroffen - in unterschiedlichem Ausmaß. "Adipositas ist zudem mit einem niedrigen soziökonomischen Status verbunden und somit in sozial schwachen Gegenden stärker verbreitet", so Boeing.

Derzeit sind circa 23 Prozent der Menschen schwer übergewichtig. Doch der Zahlenvergleich zeigt, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Übergewichtigen insgesamt nicht mehr gestiegen ist. Es findet gegenwärtig nur eine Art Umverteilung statt, denn immer mehr Übergewichtige werden adipös. Ob jedoch zukünftig ein Rückgang an Übergewichtigen zu erwarten ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Damit Adipositas als Epidemie bezeichnet werden kann, fehlt aus wissenschaftlicher Sicht nur noch die zeitliche Begrenzung, so das Fazit von Professor Boeing.

Nadia Röwe, www.aid.de


Quelle: www.aid.de



Lungenerkrankungen: Rauchen ist die häufigste Ursache

Weltweit leiden mehr als 200 Millionen Menschen an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD, engl. chronic obstructive pulmonary disease). Die COPD gilt derzeit als vierthäufigste Todesursache. In Deutschland sind aktuell 10 bis 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung betroffen, das entspricht etwa sieben Millionen Erkrankten.

Anlässlich des Welt-COPD-Tags am 14. November 2012 warnt die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Prof. Dr. Elisabeth Pott: "Der Hauptrisikofaktor für die Entstehung einer COPD ist das Rauchen. Etwa 90 Prozent aller COPD-Erkrankungen sind auf Tabakkonsum zurückzuführen." Auch das Passivrauchen führt zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko. Nichtrauchende, die mit einem rauchenden Partner zusammen-leben, haben ein um 25 Prozent erhöhtes Risiko, an einer COPD zu sterben.

Bei der COPD handelt es sich um eine schleichende Erkrankung, die oft erst in fortgeschrit-tenem Stadium erkannt wird. Die drei Hauptsymptome Auswurf, Husten und Atemnot (AHA-Symptome) werden zunächst häufig verharmlost. Im Krankheitsverlauf nehmen die Beschwer-den jedoch zu und beeinträchtigen die Lebensqualität deutlich. Im Endstadium kommt es zu einer permanenten Atemnot mit lebensbedrohlichen Folgen.

Betroffene sollten sich frühzeitig in ärztliche Behandlung begeben. Eine COPD ist zwar nicht heilbar, aber behandelbar. Je später die Erkrankung behandelt wird, desto gravierender sind ihre Auswirkungen. "Der wichtigste Schritt zur Vorbeugung und Behandlung der COPD ist ein konsequenter Rauchstopp", erklärt Prof. Dr. Pott. "Dadurch lassen sich nicht nur die Symptome lindern und der Krankheitsverlauf verlangsamen. Ein Rauchstopp schützt auch die Angehörigen vor den schädlichen Folgen des Passivrauchens."

Die BZgA stellt qualitätsgesicherte Angebote zur Unterstützung für einen Rauchstopp bereit. Ausführliche Informationen, ein Online-Ausstiegsprogramm sowie ein Bestellservice für Selbsthilfematerialien (z.B. das "rauchfrei-Startpaket") stehen unter http://www.rauchfrei-info.de zur Verfügung. Die BZgA-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung ist täglich unter der Rufnummer 01805 / 31 31 31 erreichbar (0,14 €/Min. a.d. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.).


Quelle: www.bzga.de


11. November 2012

Abspecken für Geld: Finanzielle Anreize helfen bei der Gewichtsabnahme

Menschen mit Adipositas können durch eine Geldprämie gut zu einer stärkeren Gewichtsabnahme motiviert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), an der 700 fettleibige Frauen und Männer im Alter von 18 bis 75 Jahren teilnahmen. Die Probanden sollten innerhalb von vier Monaten sechs bis acht Prozent ihres Körpergewichts abnehmen, um ein individuelles, vom Arzt empfohlenes Zielgewicht zu erreichen. Die Kontrollgruppe bekam dafür keine finanzielle Belohnung, während erfolgreiche Teilnehmer der beiden Prämiengruppen mit 150 Euro beziehungsweise 300 Euro honoriert wurden. Zu Beginn und zum Ende der Studie machten die Probanden Angaben zu ihrem Gesundheitszustand sowie den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Körpergewicht, Blutzucker- und Cholesterinwerte wurden bestimmt.

Offenbar kann ein finanzieller Anreiz die innere Einstellung verändern und Übergewichtigen helfen, ihren inneren Schweinehund zu überwinden: Menschen mit Adipositas, denen eine Geldprämie winkte, verloren doppelt so viel Gewicht. So nahmen die Teilnehmer in der Kontrollgruppe im Durchschnitt 2,3 Prozent an Gewicht ab, während die Mitglieder der Prämiengruppen mehr als fünf Prozent verloren. Dieser Prozentsatz ist ein "Schwellenwert", ab dem erfahrungsgemäß eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands zu erwarten ist. Dieser Zusammenhang ist auf einen veränderten Lebensstil zurückzuführen: Wer eine Prämie in Aussicht hatte, nahm beispielsweise häufiger die Treppe als den Aufzug und griff zwischen den Mahlzeiten seltener zu Snacks.

Frauen konnten durch eine höhere Prämie zu einer um 1,4 Prozent stärkeren Gewichtsabnahme motiviert werden. Dieses Ziel erreichten sie etwa durch eine bewusste Ernährung und ein intensiveres Fitnesstraining. Die an der Studie teilnehmenden Frauen waren allerdings größtenteils nicht erwerbstätig, wodurch die Prämie dadurch einen noch größeren Reiz darstellte. Bei den Männern machte die Höhe der finanziellen Belohnung keinen Unterschied. Nun sollen weitere Studien zeigen, ob die durch die Geldprämie erreichte Gewichtsabnahme auch langfristig bestehen bleibt.


Quelle: www.aid.de

Weitere Informationen:
www.rwi-essen.de/presse/mitteilung/100/
www.was-wir-essen.de, Spezielle Ernährungsinfos, Übergewichtige;
aid-Heft "Mein Weg zum Wohlfühlgewicht", Bestell-Nr. 61-1389, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de


9. November 2012

Majoran – Eine Pflanze mit Heilkraft


Allgemeines
Majoran soll ursprünglich aus Asien kommen. Er wird heute aber in ganz Europa angebaut. Man unterscheidet Gartenmajoran, Kretischen Majoran und Wilden Majoran oder Oregano. Die Herkunft des Namens wird vermutlich vom altfranzösischen Wort „mariol“ abgeleitet und spielt auf die Blütenknollen an, die wie kleine Marionetten aussehen. Die Pflanze wird in der Blüte geerntet, da sie dann den höchsten Gehalt an Aromastoffen hat. Der Duft bleibt in gut verschlossenen Gefäßen über mehrere Jahre erhalten.

Inhaltsstoffe und Wirkung
Foto: Wirths PR
Über die tatsächlichen Heilwirkungen ist man sich allerdings noch nicht einig. Vieles beruht auf Überlieferungen, schon in der Antike rankte viel Mythos um das aromatische Kraut. Und obwohl Majoran sowohl ätherisches Öl, als auch andere sekundäre Pflanzenstoffe enthält, spielt er arzneilich heute kaum mehr eine Rolle. Das gilt auch für Salben aus Majoran. Die alten Griechen versuchten damit, den natürlichen Farbglanz des Haares und der Augenbrauen zu erhalten. Die Salbe sollte außerdem bei nervösen Leiden, Magenbeschwerden und Blähungen Abhilfe schaffen. Bei Säuglingen und Kleinkindern wurde sie als Schnupfensalbe, sowie bei Verrenkungen und Wunden eingesetzt. In der Antike wurde Majoran auch dem Wein beigegeben, um Liebeskräfte zu wecken.

Verwendungsformen und Darreichung
Als Teeaufguss verwendet man Majoran bei Nervenkrankheiten, Erkältungen, Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und Krämpfen, Heuschnupfen und auch bei Mundschleimhautentzündungen. Nebenwirkungen sind bei richtiger Dosierung keine bekannt. Überdosierung und zu langer Gebrauch können allerdings zu Kopfschmerzen und Benommenheit führen.

Sonstiges
Wesentlich mehr Freunde hat Majoran in der Küche. Dem Geschmack nach ähnelt er dem Thymian, ist aber süßer und aromatischer. Er macht Fleisch schmackhafter und passt hervorragend in Eintöpfe, Suppen, Salate und zu gekochtem Gemüse (Bohnen und Kohl werden bekömmlicher). Geben Sie ihn erst gegen Ende der Kochzeit dazu, so behält er sein gutes Aroma.


Acerola - eine Pflanze hilft dem Immunsystem


Die Acerolakirsche enthält wichtige Vitamine.
Foto: Schoenenberger/Wirths PR


Allgemeines
Die immergrüne, bis zu 3 Meter hohe Acerola ist in Zentralamerika, Brasilien, der Karibik und den westindischen Inseln beheimatet. Selten wird die auch als Ahornkirsche oder Antillenkirsche bekannte Pflanze außerhalb ihrer natürlichen Herkunftsländer kultiviert. Die zum Verzehr geeigneten Früchte sind zwischen 1 und 3 cm groß und weisen in ihrer Form und Farbe Ähnlichkeiten zur heimischen Kirsche auf, wenngleich diese nicht miteinander verwandt sind.

Inhaltsstoffe und Wirkung
Da die frische Frucht für den Transport zu empfindlich ist, wird die Acerolakirsche zumeist zu Saft weiterverarbeitet. Dieser Saft besitzt weltweit am meisten natürliches Vitamin C, ungefähr 800 mg/ 100 ml. Da zudem auch Provitamin A mehr als zur Genüge vorhanden ist, hat die Frucht ein überaus starkes antioxidatives Potential. Das heißt, die Zellen werden geschützt und ihr Alterungsprozess verlangsamt. Daneben runden Vitamin B1, Vitamin B12, Niacin, Eiweiß, Eisen, Kalzium, Phosphor und Flavonoide die wertvolle Palette an gesunden Stoffen in der Acerolakirsche ab.

Verwendungsformen und Darreichung
Nicht nur für Zitrusfrucht-Allergiker bietet sich der naturtrübe Fruchtsaft der Acerola an (erhältlich in Apotheken und Reformhäusern), da schon zwei Teelöffel den normalen Tagesbedarf an Vitamin C decken. Damit besitzt dieser Saft etwa 30-mal mehr Vitamin C als eine Zitrone. Sehr gut lässt er sich mit anderen Fruchtsäften mischen und bringt einen angenehm säuerlichen Geschmack mit sich.

Sonstiges
Raucher haben einen stark erhöhten Bedarf an Vitalstoffen. Eine Schachtel Zigaretten raubt dem Körper ein Mehrfaches der Tagesdosis an Vitamin C, was über kurz oder lang so zu Zahnfleischbluten, Hautalterung und anderen Mangelerscheinungen führt. Gerade die Acerolakirsche beugt demnach mit ihrem überaus hohen Gehalt an Vitamin C diesen Symptomen vor und sollte ernsthaft als Ausgleich erwogen werden.


Andorn – die Heilpflanze mit Wirkung


Allgemeines
Älteste archäologische Nachweise in Mitteleuropa deuten darauf hin, dass uns der Gewöhnliche Andorn schon seit der Jungsteinzeit (4000 v. Chr.) begleitet. Diese schon früh kultivierte Pflanze wächst gerne an Wegrändern und Hofplätzen und ist gerade im Mittelmeergebiet weit verbreitet. Doch auch in Nordeuropa, Nord- und Südamerika, sowie Australien kann man ihn mittlerweile finden. Die dicht filzig behaarte Staude wird zwischen 30 und 60 cm hoch und besitzt eiförmige Blätter mit gekerbt-gesägtem Rand. Der Gewöhnliche Andorn hat kleine, weiße Blüten, die von Mai bis August zu sehen sind.

Inhaltsstoffe und Wirkung
Gerade in der Volksmedizin wird Andorn gerne eingesetzt. Die in ihm enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe regen die Ausscheidung von Körperflüssigkeiten an. Damit wirkt er im Bereich der Atemwege ausgesprochen schleimlösend und fördert das Abhusten. Im Verdauungsbereich hilft er bei dyspeptischen Beschwerden (Blähungen und Völlegefühl). Dies wird durch erhöhte Bildung von Galle und Schleimabsonderung im Darm erreicht.

Foto: Schoenenberger / Wirths PR
Verwendungsformen und Darreichung
Der aus frischem Andornkraut gewonnene Presssaft ist in Apotheken und Reformhäusern erhältlich. Mit diesem kann man sich die heilkräftige Wirkung gut und einfach zunutze machen. Aus getrockneten Blättern und den oberen Stängelteilen der Pflanze kann auch Tee gewonnen werden.

Sonstiges
Gewöhnlicher Andorn hat im Volksmund eine Vielzahl von Namen: Weißer Andorn, Weißer Dorant, Gotteshilfe, Gottvergessen, Helfkraut, Berghopfen, Mariennessel, Marobelkraut, Mutterkraut, Siegminzenkraut und Weißleuchtkraut.