Mit den steigenden Temperaturen beginnt auch die
Garten- und Heimwerkersaison. Anstatt Werkzeuge oder Gartengeräte im
nächsten Baumarkt zu kaufen, bestellen immer mehr Menschen im Internet.
Jeder fünfte Internetnutzer hat bereits Heimwerkerbedarf im Web gekauft.
Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie im Auftrag des
Hightech-Verbands BITKOM. Besonders beliebt sind die Online-Baumärkte
bei den 50- bis 64-jährigen Onlinern. 28 Prozent von ihnen haben bereits
Werkzeuge, Gartengeräte oder Material für die Renovierung online
gekauft. „Im Internet werden nicht mehr nur Bücher und Kleidung
gekauft“, sagt Tobias Arns, Experte für den Online-Handel beim BITKOM.
„Ob Artikel des täglichen Bedarfs, Lebensmittel oder sogar Gartenhäuser:
Immer mehr Produktkategorien werden erfolgreich im Web angeboten.“
Heimwerker- und Gartenbedarf im Web gibt es nicht nur bei großen
Internet-Kaufhäusern. Auch viele Baumärkte haben eigene Online-Shops.
Das Angebot reicht von Werkzeugen und Badewannen hin zu Balkonpflanzen
und Rollrasen. Kleinere Waren verschicken die Online-Baumärkte als
Paket, größere Bestellungen werden von einer Spedition geliefert. Die
Lieferkosten betragen dann meist zwischen 30 und 35 Euro. Einige der
Internet-Baumärkte bieten auch eine Mobil-Version ihres Online-Shops,
die für Smartphones angepasst ist.
Heimwerker finden auf den Webseiten der Baumärkte zudem häufig Tipps
und Anleitungen: Die Hilfestellungen reichen von der richtigen Benutzung
von Werkzeugen, über das Verlegen von Laminat bis zum Einbau eines
Fensters. Einige der Online-Baumärkte bieten sogar Video-Anleitungen zu
unterschiedlichen Heimwerker-Projekten an, etwa dem Möbelbau oder dem
Anlegen eines Gartenteichs. Auch Foren, in denen sich die Heimwerker und
Hobby-Gärtner austauschen können, sind Teil einiger Online-Baumärkte.
Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat das Meinungsforschungsinstitut
Forsa 1.063 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die
Daten sind repräsentativ.
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4. Juni 2013
30. November 2012
Weihnachten blüht es: Barbaratag
Blühende Zweige aus dem Garten zu
Weihnachten? Das kann doch eigentlich nicht sein; oder vielleicht doch?
Wie man auch in der tristen Jahreszeit heimische Bäume und Sträucher zum
Blühen bringt, können Kinder leicht anhand der sogenannten
Barbarazweige lernen. Benötigt werden Zweige von Forsythie, Apfel,
Kirsche oder Birke, eine Rosen- oder Astschere und eine Vase. Und schon
kann es losgehen.
Weitere Informationen:
aid-Ringordner "In den Garten - fertig-los! - Kinder- und Jugendarbeit im Verein", Bestell-Nr. 61-3977, Preis: 32,00 EUR, www.aid-medienshop.de. Dort gibt es einzelne Kapitel auch zum Download.
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9. November 2012
Majoran – Eine Pflanze mit Heilkraft
Allgemeines
Majoran soll ursprünglich aus
Asien kommen. Er wird heute aber in ganz Europa angebaut. Man unterscheidet
Gartenmajoran, Kretischen Majoran und Wilden Majoran oder Oregano. Die Herkunft
des Namens wird vermutlich vom altfranzösischen Wort „mariol“ abgeleitet und
spielt auf die Blütenknollen an, die wie kleine Marionetten aussehen. Die
Pflanze wird in der Blüte geerntet, da sie dann den höchsten Gehalt an
Aromastoffen hat. Der Duft bleibt in gut verschlossenen Gefäßen über mehrere
Jahre erhalten.
Inhaltsstoffe und
Wirkung
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| Foto: Wirths PR |
Über die tatsächlichen Heilwirkungen
ist man sich allerdings noch nicht einig. Vieles beruht auf Überlieferungen,
schon in der Antike rankte viel Mythos um das aromatische Kraut. Und obwohl
Majoran sowohl ätherisches Öl, als auch andere sekundäre Pflanzenstoffe
enthält, spielt er arzneilich heute kaum mehr eine Rolle. Das gilt auch für
Salben aus Majoran. Die alten Griechen versuchten damit, den natürlichen Farbglanz
des Haares und der Augenbrauen zu erhalten. Die Salbe sollte außerdem bei
nervösen Leiden, Magenbeschwerden und Blähungen Abhilfe schaffen. Bei
Säuglingen und Kleinkindern wurde sie als Schnupfensalbe, sowie bei
Verrenkungen und Wunden eingesetzt. In der Antike wurde Majoran auch dem Wein
beigegeben, um Liebeskräfte zu wecken.
Verwendungsformen und
Darreichung
Als Teeaufguss verwendet man
Majoran bei Nervenkrankheiten, Erkältungen, Verdauungsbeschwerden mit Blähungen
und Krämpfen, Heuschnupfen und auch bei Mundschleimhautentzündungen.
Nebenwirkungen sind bei richtiger Dosierung keine bekannt. Überdosierung und zu
langer Gebrauch können allerdings zu Kopfschmerzen und Benommenheit führen.
Sonstiges
Wesentlich mehr Freunde hat
Majoran in der Küche. Dem Geschmack nach ähnelt er dem Thymian, ist aber süßer
und aromatischer. Er macht Fleisch schmackhafter und passt hervorragend in
Eintöpfe, Suppen, Salate und zu gekochtem Gemüse (Bohnen und Kohl werden
bekömmlicher). Geben Sie ihn erst gegen Ende der Kochzeit dazu, so behält er
sein gutes Aroma.
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Andorn – die Heilpflanze mit Wirkung
Allgemeines
Älteste archäologische Nachweise
in Mitteleuropa deuten darauf hin, dass uns der Gewöhnliche Andorn schon seit
der Jungsteinzeit (4000 v. Chr.) begleitet. Diese schon früh kultivierte
Pflanze wächst gerne an Wegrändern und Hofplätzen und ist gerade im
Mittelmeergebiet weit verbreitet. Doch auch in Nordeuropa, Nord- und
Südamerika, sowie Australien kann man ihn mittlerweile finden. Die dicht filzig
behaarte Staude wird zwischen 30 und 60 cm hoch und besitzt eiförmige Blätter
mit gekerbt-gesägtem Rand. Der Gewöhnliche Andorn hat kleine, weiße Blüten, die
von Mai bis August zu sehen sind.
Inhaltsstoffe und
Wirkung
Gerade in der Volksmedizin wird Andorn gerne eingesetzt. Die
in ihm enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe regen die Ausscheidung von
Körperflüssigkeiten an. Damit wirkt er im Bereich der Atemwege ausgesprochen schleimlösend
und fördert das Abhusten. Im Verdauungsbereich hilft er bei dyspeptischen Beschwerden (Blähungen und
Völlegefühl). Dies wird durch erhöhte Bildung von Galle und Schleimabsonderung
im Darm erreicht.
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Foto: Schoenenberger / Wirths PR
|
Verwendungsformen und Darreichung
Der aus frischem Andornkraut gewonnene Presssaft ist in Apotheken
und Reformhäusern erhältlich. Mit diesem kann man sich die heilkräftige Wirkung
gut und einfach zunutze machen. Aus getrockneten Blättern und den oberen
Stängelteilen der Pflanze kann auch Tee gewonnen werden.
Sonstiges
Gewöhnlicher Andorn hat im Volksmund eine Vielzahl von
Namen: Weißer Andorn, Weißer Dorant, Gotteshilfe, Gottvergessen, Helfkraut,
Berghopfen, Mariennessel, Marobelkraut, Mutterkraut, Siegminzenkraut und Weißleuchtkraut.
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Baldrian - die Wunderwurzel
Allgemeines
Baldrian gehört zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt.
Schon Hippokrates, der Urvater der Medizin, schwor auf die Heilkräfte dieser
„Wunderwurzel“, auch Plinius und Hildegard von Bingen hoben die vielfältigen
medizinischen Einsatzmöglichkeiten des Baldrians hervor. Auch heute noch ist die
Pflanze fester Bestandteil der Naturheilkunde. Baldrian findet man auf feuchten
Wiesen und in Fluss- und Bachniederungen in ganz Europa. Heilkraft besitzen
allein die Wurzelstöcke und die Wurzeln des unscheinbaren, fiederblättrigen
Gewächses. Die Wurzeln werden üblicherweise im September ausgegraben und
verarbeitet.
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Baldrian ist ein ideales Beruhigungsmittel.
Foto: Wirths PR / Schoenenberger |
Inhaltsstoffe und
Wirkung
Baldrian ist der Beruhiger schlechthin. Sein besonderer Wert
liegt in seiner beruhigenden Wirkung auf unser Nervensystem, ohne dabei zu betäuben
oder die Leistungsfähigkeit herabzusetzen. Auf einen Nenner gebracht: Baldrian
bringt Ausgeglichenheit am Tag und Entspannung in der Nacht. Man spricht dabei
von einer besänftigenden und beruhigenden Wirkung, die selbst in
Stresszuständen zu neuer Energie führen kann.
Verwendung und
Darreichung
Als natürliche Einschlafhilfe bei nervös bedingten
Einschlafstörungen ist Baldrian das Mittel der Wahl. Vor allem „Kopfarbeiter“
tun sich häufig schwer, abends abzuschalten. Folge: Sie wälzen sich im Bett hin
und her, Einschlafen Fehlanzeige. Der Saft aus frischen Baldrianwurzeln (z. B.
von Schoenenberger, in Apotheken und Reformhäusern) hilft beim abendlichen und
nächtlichen Entspannen.
Dabei wirkt er keinesfalls sedativ, wie viele chemische
Schlafmittel, wodurch der natürliche Schlafrhythmus erhalten bleibt. Das ist
wichtig für einen gesunden und regenerierenden Schlaf. Deshalb ist Baldrian
auch ein unverzichtbarer Bestandteil von arzneilich wirksamen Schlaf- und
Nerventees. Daneben gibt es Baldrian auch in Form von Dragees oder Einschlaftropfen.
Sonstiges
Baldrian ist nicht nur ein ideales Beruhigungsmittel bei
Stress, Nervosität oder Prüfungsangst. Er wirkt sich auch wohltuend und
entspannend auf die Nervenbahnen unser inneren Organe aus und hilft so bei
Magenkrämpfen, Frauenleiden und Beschwerden in den Wechseljahren.
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8. November 2012
Kübelpflanzen ins Winterquartier
Wenn sich die ersten Nachtfröste ankündigen, müssen die
meisten Kübelpflanzen geschützt oder ins Winterquartier gebracht werden. Jede
Pflanzenart hat andere Ansprüche so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
Generell sollten die Pflanzen so spät wie möglich
hereingeholt werden, da die Triebe so besser ausreifen. Außerdem sind die
Klimabedingungen in den meisten Winterquartieren für die Pflanzen nicht
optimal. Ihr Aufenthalt dort sollte so kurz wie möglich sein. Fuchsien,
Geranien, Knollenbegonien, Schönmalven, Trompetenbaum und alle Zitrus-Arten
müssen schon bei Temperaturen von weniger als zehn Grad geschützt werden.
Ebenso die Gardenie, der Roseneibisch und die Zierbanane. Im Gegensatz hierzu
halten Oleander, Feige und Granatapfel auch kurzzeitig Temperaturen von bis zu
minus fünf Grad Celsius aus. Niedrige Temperaturen vertragen auch Lorbeer und
Rosmarin. Bambus und Buchsbaum können den Winter über draußen bleiben. Die
Pflanzen sollten vor dem Winterquartier nicht mehr gedüngt werden, da sie dann
in die Ruhephase übergehen und die Triebe gut ausreifen können.
Pflanzen, die überwintert werden sollen, müssen kräftig und
gesund sein. Aus Platzgründen ist insbesondere bei größeren Kübelpflanzen schon
beim Einräumen ein Rückschnitt empfehlenswert. Auf jeden Fall müssen alle
welken, fauligen oder kränklich aussehenden Pflanzenteile entfernt werden.
Vor dem Einzug ins Winterquartier sollten die Pflanzen auf
Schädlingsbefall untersucht werden. Rapsöle sind gut wirksam gegen Woll- und
Schmierläuse. Im oft zu warmen und trockenen Winterquartier haben auch
Spinnmilben leichtes Spiel. Ein geeignetes Präparat dagegen ist im Fachhandel
erhältlich. Kombistäbchen mit Pflanzenschutzmitteln und Dünger für den Boden
sind zu dieser Jahreszeit ungeeignet, da die Nährstoffe über das Gießwasser
gelöst von den Pflanzen aufgenommen würden. Optimal stehen die meisten Pflanzen
hell und gut geschützt bei Temperaturen um fünf bis sechs Grad Celsius. Im
Winter sollte man nur soviel gießen, dass sie nicht vertrocknen. Staunässe,
hohe Luftfeuchtigkeit und Zugluft sind zu vermeiden.
Für Hobbygärtner hält die Landwirtschaftskammer eine
Broschüre mit Tipps zur Pflege, Überwinterung und zum Pflanzenschutz von
Kübelpflanzen bereit. Sie kann im Internet unter www.landwirtschaftskammer.de
in der Rubrik Broschüren heruntergeladen werden.
Quelle: www.lwk.nrw.de
7. November 2012
Über Spitzwegerich
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| Spitzwegerich enthält entzündungshemmende und reizmildernde Wirkstoffe. © Wirths PR / Schoenenberger |
Allgemeines
Der
Spitzwegerich kommt in ganz Europa, aber auch in weiten Teilen Nord- und
Mittelasiens vor. In seiner Umgebung findet man auch andere Wegericharten, wie
z. B. den Mittleren Wegerich und den Breitblättrigen Wegerich. Wegerichgewächse
gehören zu den am häufigsten vorkommenden Heilpflanzen. Die 20-30 cm langen,
schmalen und lanzettenartigen Blätter kann man den ganzen Sommer über sammeln,
am besten erntet man sie jedoch kurz vor der Blüte. Spitzwegerich, die
Heilpflanze des Jahres 1993, ist ausdauernd und wächst hauptsächlich auf
trockenen Wiesen, an Wegrändern, auf Böschungen und Schutthalden.
Inhaltsstoffe und Wirkung
Für
arzneilich verwendeten Spitzwegerich werden jedoch überwiegend gezüchtete
Kulturen verwendet. Spitzwegerich wird zur Reizlinderung bei Katarrhen der
oberen Luftwege, und bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
eingesetzt. Sein hoher Gehalt an Schleimstoffen wirkt sich beruhigend auf die
Atemwege und deshalb besonders positiv auf Husten und Bronchitis aus. Zudem
wirkt das altbewährte Hustenmittel reizlindernd, adstringierend und antibakteriell,
was auf die enthaltenen Flavonoide und Gerbstoffe zurückgeführt wird. Übrigens:
Flavonoide, Gerb- und Schleimstoffe zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen.
Verwendungsformen und Darreichung
Anwendung
findet der Spitzwegerich meist als Hustensaft oder Tee. Besonders bewährt hat
sich der aus frischem Spitzwegerichkraut gewonnene Presssaft. Er wirkt
reizmildernd und entzündungshemmend. Dies hat sich besonders bei trockenem
Reizhusten bewährt. Auch in Hustenbonbons ist Spitzwegerich anzutreffen.
Sonstiges
Die Wirkung
des Spitzwegerichkrauts wurde übrigens auch in klinischen Studien nachgewiesen.
Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind nicht bekannt.
6. November 2012
Stacheliger Nützling: Naturnahe Gärten optimal für Igel
Auf dem Speiseplan von Igeln stehen Schnecken, junge Mäuse - auch
Wühlmäuse - sowie Insektenlarven und -puppen. Wer den Nützling im Garten
ansiedeln möchte, sollte ihm vielfältige Nahrungs- und Versteckangebote
bieten.
In Deutschland ist der Braunbrustigel Erinaceus europaeus anzutreffen, auch Westeuropäischer Igel genannt. Er hat eine braune Brust, 6.000 bis 8.000 Stacheln und wird bis zu 30 cm lang. Als Einzelgänger finden die Tiere nur zur Paarung zusammen, meist einmal im Jahr zwischen März und Juli. Nach rund fünf Wochen bringen die Weibchen drei bis acht Junge mit weißen, weichen Stacheln zur Welt. Igel werden bis zu zehn Jahre alt.
Der dämmerungs- und nachtaktive Nützling versteckt sich tagsüber unter Sträuchern oder in Laubhaufen. In der Dunkelheit geht er auf Nahrungssuche. Dabei lässt sich der Kulturfolger vor allem von seinem ausgezeichneten Geruchssinn leiten und legt weite Strecken zurück. Vor dem Winterschlaf nehmen die Tiere vermehrt kohlenhydratreiche Nahrung auf, wie Samen, Nüsse, Beeren und Fallobst. Bei Temperaturen unter 10 °C beziehungsweise ab Ende Oktober/Mitte November beginnen die Igel mit dem Winterschlaf, der je nach Witterung bis März oder April dauert. Als Überwinterungsplatz suchen sie frostfreie und geschützte Orte auf, in denen sie ein Nest aus Moos, Laub oder Heu bauen. Naturnahe Gärten bieten meist gute Rückzugsmöglichkeiten. Wer die standorttreuen kleinen Stacheltiere in seinen Garten locken möchte, kann zum Beispiel Kompost-, Laub- oder Reisighaufen anlegen oder belassen. Auch Holzstapel oder im Handel erhältliche "Igelkuppeln" eignen sich gut.
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Igel eine besonders geschützte Tierart. Der größte Feind ist der autofahrende Mensch. Daher ist Rücksicht beim nächtlichen Autofahren besonders wichtig. Wer in seinem Garten einen steil abfallenden Teich oder Schacht hat, sorgt mit einem schrägen, mit Maschendraht bespannten Brett dafür, dass ein hineingefallener Igel sich wieder befreien kann. Ganz wichtig: Während der Gartensaison kein Schneckenkorn verwenden; es ist für Igel gefährlich.
Übrigens: Igel sind Wildtiere. Nur verletzte, kranke oder kleine Igel, die im Spätherbst das Winterschlafgewicht von 400 bis 500 g noch nicht erreicht haben, brauchen Hilfe. Bei Fragen helfen der Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND) oder der Verein Pro Igel e. V. weiter.
Heike Stommel, www.aid.de
In Deutschland ist der Braunbrustigel Erinaceus europaeus anzutreffen, auch Westeuropäischer Igel genannt. Er hat eine braune Brust, 6.000 bis 8.000 Stacheln und wird bis zu 30 cm lang. Als Einzelgänger finden die Tiere nur zur Paarung zusammen, meist einmal im Jahr zwischen März und Juli. Nach rund fünf Wochen bringen die Weibchen drei bis acht Junge mit weißen, weichen Stacheln zur Welt. Igel werden bis zu zehn Jahre alt.
Der dämmerungs- und nachtaktive Nützling versteckt sich tagsüber unter Sträuchern oder in Laubhaufen. In der Dunkelheit geht er auf Nahrungssuche. Dabei lässt sich der Kulturfolger vor allem von seinem ausgezeichneten Geruchssinn leiten und legt weite Strecken zurück. Vor dem Winterschlaf nehmen die Tiere vermehrt kohlenhydratreiche Nahrung auf, wie Samen, Nüsse, Beeren und Fallobst. Bei Temperaturen unter 10 °C beziehungsweise ab Ende Oktober/Mitte November beginnen die Igel mit dem Winterschlaf, der je nach Witterung bis März oder April dauert. Als Überwinterungsplatz suchen sie frostfreie und geschützte Orte auf, in denen sie ein Nest aus Moos, Laub oder Heu bauen. Naturnahe Gärten bieten meist gute Rückzugsmöglichkeiten. Wer die standorttreuen kleinen Stacheltiere in seinen Garten locken möchte, kann zum Beispiel Kompost-, Laub- oder Reisighaufen anlegen oder belassen. Auch Holzstapel oder im Handel erhältliche "Igelkuppeln" eignen sich gut.
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Igel eine besonders geschützte Tierart. Der größte Feind ist der autofahrende Mensch. Daher ist Rücksicht beim nächtlichen Autofahren besonders wichtig. Wer in seinem Garten einen steil abfallenden Teich oder Schacht hat, sorgt mit einem schrägen, mit Maschendraht bespannten Brett dafür, dass ein hineingefallener Igel sich wieder befreien kann. Ganz wichtig: Während der Gartensaison kein Schneckenkorn verwenden; es ist für Igel gefährlich.
Übrigens: Igel sind Wildtiere. Nur verletzte, kranke oder kleine Igel, die im Spätherbst das Winterschlafgewicht von 400 bis 500 g noch nicht erreicht haben, brauchen Hilfe. Bei Fragen helfen der Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND) oder der Verein Pro Igel e. V. weiter.
Heike Stommel, www.aid.de
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4. November 2012
Blühfreudig, gesund und winterhart: Rosen mit ADR-Gütesiegel
Im Herbst ist die ideale Pflanzzeit für
Rosen. Wer sich für eine Rose mit dem ADR-Gütesiegel entscheidet, wird
bei der richtigen Pflege jahrelang Freude an der Königin der Blumen
haben. Solche Sorten sind gesund, reichblühend und winterhart,
informiert die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG).
Weitere Informationen:
www.aid.de/landwirtschaft/anbau_pflege.php
Weitere Informationen:
www.aid.de/landwirtschaft/anbau_pflege.php
2. November 2012
Wühlmäuse richtig bekämpfen
Der Herbst ist eine günstige Zeit, um Wühlmäuse im Garten zu
bekämpfen, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer
Nordrhein-Westfalen mit. Schäden durch Wühlmausfraß entstehen vor allem an den
Wurzeln von jungen Obstbäumen, Beerenobststräuchern und Ziergehölzen. Darüber
hinaus werden von Wühlmäusen aber auch Blumenzwiebeln sowie Wurzel- und
Knollengemüse angefressen. Der Gärtner erkennt das Problem aber nicht sofort,
sondern erst im Frühjahr, denn im Herbst gepflanzte Sträucher oder Bäume
treiben dann nicht aus, Tulpenzwiebeln entwickeln keine Blüte.
Wühlmäuse sind das ganze Jahr über aktiv. Bei der Suche nach
Nahrung legen sie unterirdisch weitläufige Gangsysteme an. Oft besiedeln sie
auch Gänge, die zuvor von Maulwürfen genutzt wurden. Um Obstbäume vor
Wühlmausfraß zu schützen, ist es sinnvoll, diese bereits beim Anpflanzen in
spezielle Drahtkörbe aus Maschendraht zu setzen. Zum Schutz von Blumenzwiebeln
können auch Pflanzkörbe aus Kunststoff verwendet werden. Eine direkte
Bekämpfung von Wühlmäusen lässt sich am besten im Spätherbst oder zeitigen
Frühjahr durchführen, wenn die Tiere unter Nahrungsmangel leiden und Fallen
oder Fraßköder besonders gut annehmen.
Vor einer Bekämpfungsmaßnahme ist es erforderlich, eine
sogenannte Verwühlprobe durchzuführen, um Verwechslungen mit dem ebenfalls
häufig auftretenden Maulwurf auszuschließen. Der Maulwurf steht unter
Naturschutz und darf somit nicht bekämpft werden. Bei der Verwühlprobe wird der
Boden neben dem Erdhügel auf kreisförmigen Bahnen mit einem Wühlmausstab
abgetastet. Ist ein Gang getroffen, sinkt der Stab ein. An dieser Stelle wird
der Gang mit dem Spaten auf einer Länge von 20 bis 30 Zentimeter freigelegt.
Von den verschiedenen Wühlmausbekämpfungsmethoden ist der
Einsatz von Fallen am effektivsten. Eine Falle wird in den freigelegten Gang
geschoben. Gespickt mit einem Stück Sellerie oder Möhre als Lockmittel gehen die
Wühlmäuse besser in die Falle. Darüber hinaus lassen sich auch Fraßköder sowie
Mittel zur Begasung einsetzen. Als nicht ausreichend wirksam haben sich
verschiedene Maßnahmen zur Vertreibung erwiesen, wie beispielsweise die
Anpflanzung von Feindpflanzen oder der Einsatz von Klappermühlen, Windrädern
und Geräten mit Ultraschallerzeugung.
Quelle: www.lwk.nrw.de
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Tipps
Wohin mit dem Herbstlaub?
Wie kann das Herbstlaub am einfachsten entsorgt werden, das
sich im Garten Rasen ansammelt? Wie die Landwirtschaftskammer
Nordrhein-Westfalen mitteilt, gehört Laub nicht in die Restmülltonne. Die
Biotonne eignet sich ebenfalls nicht, da sie nur eine begrenzte
Aufnahmekapazität hat. In einigen Gemeinden kann das Laub auch in den
gesonderten Grünabfall auf Wertstoffhöfen gegeben werden. Wer Laub im Wald
entsorgt, kann mit einem Bußgeld belegt werden. Damit soll verhindert werden,
dass die artenreichen Waldränder durch fremdes Laub zerstört werden.
Leicht verrottbares Laub kann auch in Gartenrabatten
verteilt werden. Eine Laubdecke sorgt für einen ausgeglichenen
Bodenfeuchtehaushalt und vermindert die Frostgefahr strenger Früh- und
Spätfröste. Außerdem fördert sie die Bodenlebewesen. Dabei sind allerdings zu
dicke Blattschichten zu vermeiden, da diese faulen.
Auch die Kompostierung stellt einen aktiven Umweltschutz
dar. Schwer verrottbares Laub, wie zum Beispiel Walnuss-, Eichen-, Kastanien-
oder Pappelblätter, sollte vor dem Kompostieren geschreddert werden.
Grundsätzlich sollte der Laubanteil im Kompost etwa 20 Prozent nicht
überschreiten. Günstig ist eine Mischung mit anderen organischen Materialien,
wie dem letzten Rasenschnitt, abgeschnittenen Stauden und kleinen Zweigen, vor
allem aber auch Küchenabfällen. Speiseabfälle dagegen gehören nicht auf den
Kompost. Innerhalb eines Jahres kann sich ein wertvoller Kompost entwickeln.
Quelle: www.lwk.nrw.de
30. Oktober 2012
Tipps rund um die Karotten
Tipps rund um die Karotten:
- Achten Sie beim Einkauf von Bundkarotten auf ein frisches Grün. Schlaffes, welkes Grün weist auf schon ältere, nährstoffärmere Karotten hin.
- Zuhause das Grün entfernen, da es den Karotten auf Dauer das Wasser entzieht und sie schrumpeln lässt.
- Die wichtigsten Nährstoffe der Karotte finden sich in der Nähe der Schale: Junge Karotten deshalb einfach mit Schale essen; ältere Exemplare mit dem Messer schaben oder mit einem Sparschäler vorsichtig schälen.
- Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch bleiben die Karotten im Gemüsefach des Kühlschrankes bis zu zwei Wochen knackig frisch.
- Karotten eignen sich auch gut zum Einfrieren: Karotten dazu klein schneiden, 3 Minuten blanchieren und portionsweise einfrieren. Auf diese Weise sind Karotten 8-10 Monate haltbar.
- Karotten können auch in so genannten Sandmieten im Keller bis zu fünf Monate gelagert werden: Dazu frische Karotten ohne Grün in einer Kiste mit feuchten Sand eingraben, ohne dass sich die Wurzeln gegenseitig berühren. Auf diese Weise bleiben die Karotten haltbar und schmecken selbst nach 5 Monaten frisch.
28. Oktober 2012
Karotten – süße Rüben
Karotte, Möhre oder Gelbe Rübe: hinter all diesen Namen
versteckt sich das beliebte, süßschmeckende Wurzelgemüse. Auf den Märkten
werden in der Regel so genannte Bundkarotten mit Grün und die Waschkarotten
ohne Grün angeboten.
Achten Sie beim Einkauf von Bundkarotten auf ein frisches
Grün. Schlaffes, welkes Grün weist auf schon ältere, nährstoffärmere Karotten
hin.
Im Gegensatz zu anderen Rüben ist die Karotte der beste
heimische Beta-Carotin-Spender. Diese Vorstufe des Vitamin A fördert das
Wachstum bei Kindern und stärkt die Sehkraft sowie das Immunsystem. Damit das
fettlösliche Beta-Carotin gut für den Körper verfügbar ist, sollten rohe oder
gekochte Karotten immer mit etwas Öl, Butter oder Sahne verzehrt werden. Neben
Beta-Carotin enthalten Karotten auch Ballaststoffe, die für eine gute Verdauung
sorgen.
Tipps rund um die Karotten
- Zuhause das Grün entfernen, da es den Karotten auf Dauer das Wasser entzieht und sie schrumpeln lässt.
- Die wichtigsten Nährstoffe der Karotte finden sich in der Nähe der Schale: Junge Karotten deshalb einfach mit Schale essen; ältere Exemplare mit dem Messer schaben oder mit einem Sparschäler vorsichtig schälen.
- Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch bleiben die Karotten im Gemüsefach des Kühlschrankes bis zu zwei Wochen knackig frisch.
- Karotten eignen sich auch gut zum Einfrieren: Karotten dazu klein schneiden, 3 Minuten blanchieren und portionsweise einfrieren. Auf diese Weise sind Karotten 8-10 Monate haltbar.
- Karotten können auch in so genannten Sandmieten im Keller bis zu fünf Monate gelagert werden: Dazu frische Karotten ohne Grün in einer Kiste mit feuchten Sand eingraben, ohne dass sich die Wurzeln gegenseitig berühren. Auf diese Weise bleiben die Karotten haltbar und schmecken selbst nach 5 Monaten frisch.
Aus Gelbe Rüben können Sie eine schmackhafte
Karotten-Orangen-Suppe zubereiten.
Karotten-Orangen-Suppe
Zutaten:
1 Zwiebel
4 unbehandelte Orangen
5 Zehen Knoblauch 1
Becher Sahne
1 kg Karotten
1 Becher Crème fraîche
1 Stück Ingwer
2 l Gemüsebrühe
4 Kartoffeln
Salz, Pfeffer, Thymian, Zucker
Zubereitung:
Zwiebel, Knoblauchzehen und Ingwer in Olivenöl anschwitzen.
Geschnittene Kartoffeln und Karotten hinzufügen und mit
einer Prise Zucker bestäuben. Unter Rühren glasig dünsten.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und ca. ½ Stunde köcheln
lassen. Anschließend fein pürieren. Geriebene Orangenschale (nur von zwei
Orangen), Saft der Orangen und Sahne hinzufügen, nochmals pürieren und die
Suppe nicht mehr kochen lassen.
Mit Pfeffer, Salz und Thymian abschmecken.
Die Suppe in Teller füllen und mit einem Löffel Crème
fraîche anrichten.
Quelle: www.bayerischerbauernverband.de
21. Oktober 2012
Leimringe gegen Frostspanner anbringen
Um Fraßschäden durch Frostspannerraupen im Frühjahr
zu verhindern, sollten jetzt im Herbst Leimringe um die Obstbaumstämme
gelegt werden. Darauf weist der Pflanzenschutzdienst der
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin.
Da die Weibchen des Frostspanners nicht fliegen können, müssen sie vom Boden aus zur Eiablage in die Baumkrone krabbeln: Dabei lassen sie sich mit Leimringen abfangen. Beim Anbringen der Ringe ist darauf zu achten, dass sie fest am Stamm anliegen, um ein Unterwandern zu verhindern. Eventuell vorhandene Stützpfähle sind ebenfalls mit einem Leimring zu versehen. Sollten im Frühjahr dennoch Raupen auftreten, kann ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gespritzt werden.
Da die Weibchen des Frostspanners nicht fliegen können, müssen sie vom Boden aus zur Eiablage in die Baumkrone krabbeln: Dabei lassen sie sich mit Leimringen abfangen. Beim Anbringen der Ringe ist darauf zu achten, dass sie fest am Stamm anliegen, um ein Unterwandern zu verhindern. Eventuell vorhandene Stützpfähle sind ebenfalls mit einem Leimring zu versehen. Sollten im Frühjahr dennoch Raupen auftreten, kann ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gespritzt werden.
Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen www.lwk.nrw.de
20. Oktober 2012
Warum werden die Blätter bunt?
Von grün über gelb, ocker, rot bis braun - jetzt ist es in
der Natur richtig bunt, denn der Herbst färbt die Blätter der Bäume. Wie kommt
diese Farbenpracht zustande? Die grüne Farbe der Blätter wird nach Angaben der
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen durch das Zusammenspiel verschiedener
Blattfarbstoffe verursacht. Im Sommer werden die gelben bis rötlichen
Farbstoffe wie Carotine, Xanthophylle und Anthocyane durch das grüne
Chlorophyll überlagert. Im Herbst wird das Chlorophyll in den Blättern
abgebaut, die Bestandteile wandern in die Äste und den Stamm, wo sie
gespeichert werden.
Die gelb-roten Farbstoffe bleiben zurück und geben den
Blättern ihre Farbe. Doch damit nicht genug: In den absterbenden Blättern
werden durch chemische Umwandlungsprozesse verstärkt Anthocyane gebildet, die
den Zellsaft sogar tiefrot färben können. Zusammen mit den noch grünen Blättern
und den vielen Übergängen zwischen gelb und rot bietet sich dem Auge im
herbstlichen Wald ein wahres Feuerwerk an Farben.
Niedrige Nacht- und hohe Tagestemperaturen bei intensiver
Einstrahlung führen zur Farbenpracht, die in Nordamerika und Kanada den Indian
Summer mit der Gelbfärbung der Ahorne und Pappeln einläuten. Kürzere Tage und
geringere Temperaturen führen in den Gehölzen zur Umwandlung von Stärke in
Zucker. Dadurch wird die Frosthärte erhöht. Dieser Prozess wird durch kurze
Trockenperioden verstärkt.
Vor allem die Tageslänge ist als äußerer Faktor für den
Blattfall wichtig. Weitere bedeutsame Auslöser sind Feuchtigkeit und Kälte.
Starke Trockenheit kann den Fall der Blätter um mehrere Wochen vorverlegen.
Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen www.lwk.nrw.de
Tipps für den Motorsägenkauf - Welche ist die Richtige?
Das Angebot an Motorsägen ist groß. Wer nur für den
Eigenbedarf Holz sägt oder Bäume auf dem eigenen Grundstück selber pflegen
möchte, steht deshalb vor der schwierigen Frage, welche Säge für seine Zwecke
optimal ist. Eine erste Orientierung beim Kauf bieten Prüfzeichen. Auch für
semiprofessionelle Zwecke sollte eine Säge neben dem "GS"-Zeichen
(Geprüfte Sicherheit) auf jeden Fall mindestens auch die Prüfzeichen
"KWF-STANDARD" bzw. "DLG-Focus" haben.
Das KWF (Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e. V.) prüft forsttechnische Geräte und Ausrüstung. Unter www.kwf-online.org/ sind alle Prüfberichte abzurufen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, im Fachhandel einzukaufen. Denn neben fundierter Beratung kann man sich hier in der Regel auf guten Service, schnelle Reparaturen und eine zügige Ersatzteilversorgung verlassen.
Für gelegentliche kleinere Arbeiten, wie das Fällen kleiner
Bäume oder das Auslichten von Gehölzen in Hof und Garten, genügt eine leichte
Kompaktsäge (Hobbysäge), die in der Regel eine Motorleistung zwischen 1,3 und
2,3 Kilowatt (kW) hat.
Bei höherer Beanspruchung, etwa für Arbeiten in der Landwirtschaft, im Obst- und Gartenbau oder für die Brennholzwerbung bis 30 Raummetern, lohnt es sich, auf eine mittelstarke Allroundsäge ("Semi-Profi-Maschine") zurückzugreifen. Die Motorleistung dieser Geräte liegt bei etwa 2,5 bis 3,5 kW. Sie sind für den häufigen Gebrauch konstruiert. Für den intensiven täglichen Einsatz benötigt man allerdings echte Profisägen, die, je nach Aufgabenstellung, in Leistungsklassen von 1,7 bis 7 kW angeboten werden.
Die Schienenlänge muss dabei zur Leistung der Motorsäge passen: Eine zu lange Schiene bei geringer Motorleistung vermindert die gesamte Sägeleistung deutlich. Bei Motorsägen aus dem Fachhandel ist die Schienenlänge deshalb immer der Leistung der angebotenen Modelle angepasst.
Wichtig für die Sägeleistung ist die richtige Kette. Für leichte Kompaktsägen und semiprofessionelle Allroundsägen sind Sicherheitsketten in Halbmeißelform geeignet. Ihre Schnittleistung ist zwar etwas geringer als die von Vollmeißelketten, aber dafür garantiert dieser Kettentyp einen geringeren Rückschlag und ist unempfindlicher gegen Boden- und Steinberührung. Außerdem ist die Arbeit damit auch sicherer, da Halbmeißelketten Schnittschutzhosen deutlich langsamer durchtrennen als die Vollmeißelketten der Profis.
Jürgen Beckhoff, www.aid.de
Weitere Informationen:
aid-Heft "Die Motorsäge - Einsatz und Wartung",
Bestell-Nr. 61-1430, Preis: 3,50 Euro, www.aid-medienshop.de
Quelle: www.aid.de
19. Oktober 2012
Herbst im Blumenkasten
Nachdem die Sommerblumen aus den Blumenkästen und Schalen
entfernt wurden, muss es nicht trostlos aussehen auf Balkon, Terrasse oder am
Hauseingang. Gärtnereien und Gartencenter bieten viele Pflanzen, die im Herbst Farbe
in die Kästen bringen können, meint die Landwirtschaftskammer
Nordrhein-Westfalen.Allen voran die klassischen Herbstblüher, wie Chrysanthemen
in Weiß, Gold-, Bronze- Rot- und Violetttönen, Ericen und Callunen in Weiß,
Rosa- und Violettönen. Aber auch Astern, Hornveilchen und Alpenveilchen in
verschiedenen Weiß-, Rot-, Rosa- und Violetttönen eignen sich für die
Bepflanzung von Kästen. Besonders hübsch sehen die blühenden Pflanzen aus, wenn
man sie mit Gräsern, kleinwüchsigen Koniferen und Ministräuchern, wie
Topfmyrte, Strauchveronika, Stauden, Farne und Efeu, mixt. Gut geeignet ist das
so genannte Herbstzauber-Sortiment, das zum Beispiel buntlaubige Salbeisorten,
Günsel, Fetthenne und Gräser enthält.
Zumindest bis zu den ersten starken Frösten blühen
Chrysanthemen und Alpenveilchen üppig. Alle anderen Pflanzen sind winterhart
und schmücken bis zur nächsten Sommerbepflanzung Balkon und Terrasse. Wer bis
zum nächsten Frühjahr denkt, pflanzt gleich Blumenzwiebeln, wie beispielsweise
niedrige Tulpen, Narzissen, Anemonen, Krokusse oder Schneeglöckchen, in die
Kästen. Dann hat man schon im Frühjahr einen frischen Blütenschub im Kasten.
Kästen für die Herbstbepflanzung sollten möglichst breit und
tief sein. Je größer der Kasten, desto besser sind die Wurzeln der Pflanzen
gegen Frost geschützt. Dünger ist über Winter nicht erforderlich, weil die
Pflanzen nur sehr wenig Nährstoffe verbrauchen und der Vorrat in frischer
Blumenerde ausreicht. Im Gegensatz zur Sommerbepflanzung kann jetzt enger
gepflanzt werden, da es im Winter kaum Zuwachs gibt. Solange es nicht friert,
muss auf jeden Fall gegossen werden, damit die Pflanzen nicht vertrocknen.
Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen www.lwk.nrw.de
Gartenböden im Herbst untersuchen lassen
Damit Gartenpflanzen gestärkt in den Winter gehen können,
ist jetzt wieder der optimale Zeitpunkt für eine Bodenuntersuchung. Pflanzen
benötigen - genau wie Mensch und Tier - eine ausgewogene Ernährung, damit sie
sich optimal entfalten können, teilt die Landwirtschaftskammer
Nordrhein-Westfalen mit. Die über den Boden angebotenen Nährstoffe müssen in
ihrer Menge und in ihrem Verhältnis zueinander auf die Pflanzen abgestimmt
werden. Dies ist wichtig, damit nicht zuviel gedüngt wird, und es in den
Wintermonaten nicht zu einer Auswaschung der Nährstoffe kommt.
Die LUFA NRW bietet einen besonderen
Bodenuntersuchungs-Service für Haus- und Kleingartenbesitzer an. Dieser Service
ermöglicht jedem Gartenbesitzer, optimal, kostengünstig und umweltgerecht zu
düngen. Dabei wird der Boden nicht nur auf seine Nährstoffgehalte untersucht,
sondern der Gärtner bekommt eine auf die Gartennutzung abgestimmte
Düngeempfehlung.
Eine Standarduntersuchung kostet knapp 20 Euro. Weitere
Informationen erhalten interessierte Hobbygärtner im Internet unter www.lufa-nrw.de. Dort gibt es auch Hinweise zur Probennahme und ein
Auftragsformular.
2. Oktober 2012
Nicht zum Essen - aber schön: Zierkürbisse aus dem eigenen Garten
Groß, klein, gerippt, genoppt, gewarzt, geringelt, glatt, grün, gelb oder orange - viele Kürbissorten sind an sich schon ein Kunstwerk. Es wundert daher nicht, dass der Kürbis kreative Menschen zu immer neuen Arrangements inspiriert. Viele Kürbis-Fans möchten selbst unterschiedliche Sorten im Garten anbauen. „Grundsätzlich ist das kein Problem. Kürbisse sind anspruchslos, brauchen aber – je nach Sorte - ein wenig Platz“, so Kürbisanbauerin Britta Bötel aus Börßum in Niedersachsen.
Qualitativ hochwertiges Saatgut gibt es im Fachhandel.
Selbst getrocknete Kürbiskerne sind nicht immer erfolgreich. Samen aus eigenem
Anbau habe meistens völlig andere Eigenschaften, weil sich Kürbisse leicht mit
anderen Sorten kreuzen. Damit sich die Früchte gut entwickeln könnten, sei ein
frostfreies Wachstum wichtig. „Am besten sät man die Samen Ende April/Anfang
Mai zunächst unter Glas oder in einem Topf auf der Fensterbank aus. Wenn der
letzte Frost im Mai vorbei ist, bringt man sie ins Freie. Am besten wartet man
mit dem Setzen, bis sich zwei bis drei Blätter an den Pflänzchen entwickelt
haben“, sagt die Kürbiszüchterin.
Kürbispflanzen lieben eine warme, sonnige und windgeschützte
Lage – zum Beispiel auf dem Komposthaufen. Man sollte allerdings wissen, dass
sie nach dem Fruchtansatz einen hohen Wasserbedarf haben. „Sehr schöne
Zierkürbis-Sorten, die man noch unreif essen kann, sind die Patisson-
Sommerkürbisse wie zum Beispiel der ‚Flying Saucer‘. Auch Mini-Speisekürbisse,
darunter die Sorte ‚Jack be little‘ oder ‚Sweet Dumpling‘ sind eine Augenweide“,
so Britta Bötel. Die kleinen orangen, grünen, gelben oder gescheckten „Ufos“
oder „Untertassen“ eignen sich für Obstkörbe, Türkränze und
Pflanzenarrangements aller Art. Von den essbaren Winterkürbissen, die ab Herbst
geerntet werden können, sind der orange-grün gefleckte Kappenkürbis sowie der
grün-gelb geringelte Stripetti-Kürbis echte Hingucker.
Ira Schneider, www.aid.de
Quelle: www.aid.de
Stand: 20/10/10
1. Oktober 2012
Kräuterspirale im eigenen Garten: Viele Kräuter auf wenig Raum
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