Eine PKW-Maut wird allmählich populär. Sie wird
mittlerweile von 39 Prozent der Bundesbürger befürwortet, vor zwei
Jahren waren es noch 36 Prozent. Das ergab eine repräsentative Umfrage
des Hightech-Verbands BITKOM. Dabei sprechen sich 38 Prozent der
Autofahrer und 42 Prozent der Nicht-Autofahrer für eine PKW-Maut aus.
„Immer mehr Deutschen wird klar: Der Kampf gegen Staus und für
Ressourcenschonung erfordert neue Ansätze. Eine intelligente
Verkehrssteuerung muss gleichwertig neben traditionelle Maßnahmen der
Verkehrspolitik wie die Verbesserung des Straßennetzes treten“, sagt
BITKOM-Vizepräsident Volker Smid. Besonders hoch ist der Anteil der
Maut-Befürworter (43 Prozent) in der Altersklasse der 30- bis
44-Jährigen.
Diese Gruppe ist beruflich und privat besonders viel
unterwegs. Laut Deutschem Mobilitätspanel legte 2011 jeder Deutsche im
Schnitt täglich insgesamt fast 41 Kilometer zurück und brauchte dafür 83
Minuten – beides sind Rekordwerte für Deutschland.
Laut Umfrage
sprechen sich 36 Prozent der Bundesbürger für eine PKW-Maut auf
Autobahnen und zudem immerhin 8 Prozent für eine Maut auf Bundes- und
Landstraßen aus. „Mit einer Maut kann das Verkehrsaufkommen gesteuert
werden, beispielsweise indem die Mauthöhe in verkehrsarmen Zeiten
reduziert wird“, so Smid. Auch kann die Maut auf wenig genutzten Straßen
niedrig gehalten werden, um dort eine bessere Auslastung und damit eine
Entlastung viel befahrener Straßen zu erreichen. Auch lassen sich so
gezielt Lärmentlastungen unterstützen. „Eine intelligente
Verkehrssteuerung ist ein entscheidender Wirtschafts- und auch
Umweltfaktor, die technologischen Voraussetzungen sind vorhanden, wir
müssen sie nur nutzen“, sagt Smid. Es sei Aufgabe der Politik,
schnellstmöglich das geeignete Umfeld für den Ausbau der
Verkehrstelematik zu schaffen. Dazu gehört beispielsweise der Einbau von
Sensoren am Verkehrsrand oder im Asphalt, etwa Induktionsschleifen, um
Daten zu Verkehrsdichte, Wetter oder Umweltbelastung zu messen.
Die
Modernisierung des Verkehrssystems kann einen gesamtwirtschaftlichen
Nutzen von insgesamt zehn Milliarden Euro jährlich bringen. Das ergab
eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und
Innovationsforschung im Auftrag des BITKOM zu Intelligenten Netzen. Der
Löwenanteil von rund 4,4 Milliarden Euro ergibt sich aus der Vermeidung
von Staus und entsprechenden Zeitverlusten sowie Umweltschäden. Neue
Logistiksysteme sparen weitere 3,5 Milliarden Euro jährlich.
Dazu kommen
Wachstumsimpulse in Höhe von 2 Milliarden Euro mit neuen Apps und
Services, die die unterschiedlichen Verkehrsnetze miteinander verbinden.
Vor diesem Hintergrund fordert Smid den flächendeckenden Aufbau
verkehrstelematischer Systeme. Wie stark Verbraucher von einem
intelligenten Verkehrsmanagement profitieren können, zeigt das Beispiel
Stockholm. Dort werden pro Sekunde insgesamt 250.000 anonymisierte
GPS-Daten von Handybesitzern, Stau- und Unfallmeldungen sowie Daten von
Sensoren und dem Mautsystem analysiert und so der Verkehr gesteuert. Die
individuellen Fahrzeiten konnten um 50 Prozent verringert werden, das
Verkehrsaufkommen und die Schadstoff-Emissionen um 20 Prozent.
Das
bisherige LKW-Mautsystem kann laut BITKOM die Basis sein, um eine
intelligente Verkehrssteuerung flächendeckend aufzubauen. Der aktuelle
Vertrag steht Ende 2015 zur Verlängerung an. Derzeit zahlen LKWs für die
Nutzung der Autobahn und einiger Bundesstraßen, eine Verkehrssteuerung
findet aber de facto nicht statt. Zudem werden zwar viele Daten
gemessen, sie stehen jedoch nicht für neue Dienste zur Verfügung. Smid:
„Die Politik sollte mit dem Nachfolgesystem ab 2015 eine aktive
Verkehrssteuerung betreiben und die anfallenden Daten anonymisiert für
neue Dienste zur Verfügung zu stellen.“
Zur Methodik: Die
zitierten Daten wurden im Rahmen einer repräsentativen Studie von forsa
im Auftrag des BITKOM erhoben. Befragt wurden im April 2013 dafür 1.002
deutschsprachige Personen in Privathaushalten ab 14 Jahren.
Mehrfachnennungen waren möglich. Die Studie des Fraunhofer-Instituts für
System- und Innovationsforschung (ISI) kann heruntergeladen werden
unter www.bitkom.org/de/publikationen/38338_74495.aspx.
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2. Juni 2013
17. November 2012
Mercedesfahrer gehen kaum fremd
Premiummarken bekommen von ihren Kunden Bestnoten bei der Zufriedenheit mit ihren Autos. Das ist das Ergebnis des ADAC Kundenbarometers, einer neuen, repräsentativen Online-Umfrage unter 20 000 Personen. Die beste Bewertung erhielt BMW. Dahinter rangiert Audi. Es folgen Mini, Mercedes und Volvo. Schlusslicht im Gesamtranking ist Chevrolet. Abgefragt wurden unter anderem Fahreigenschaften, Verarbeitung, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Servicequalität. Auch „Markentreue“ war Gegenstand der Untersuchung. Ergebnis: Mercedes-Fahrer wechseln ihre Marke am seltensten (62 Prozent Markentreue). Ähnlich treue Fahrer haben VW (55 Prozent) und Suzuki (49 Prozent).
Auf Modellebene sind die BMW X3-Fahrer am zufriedensten mit ihrem Auto. Unter allen Modellen, die in die Statistik eingeflossen sind, bekommt das SUV aus München die meisten Punkte (80,7 von 100). Dass der X3 so gut abschneidet, liegt vor allem daran, dass BMW die Kritik seiner Kunden annimmt. In der ersten X3-Baureihe wurden noch die Federung und ungenügende Materialqualität moniert. Dass die Münchner inzwischen nachgebessert und alle Mängel behoben haben, wird jetzt mit der führenden Position unter allen abgefragten Modellen belohnt. Auch Audi schneidet auf der Modelle-Ebene gut ab. Durchgehend Spitzen-Bewertungen erhielten A1, A3 und A5 in den Fahrzeugklassen „Kleinwagen“, „untere Mittelklasse“ sowie „Mittelklasse“. Die Erwartungen an den Kleinstwagen erfüllte der Smart fortwo als Sieger in seiner Klasse am besten.
Eine echte Image- und Markenoffensive kombiniert mit einem optimierten Qualitätsmanagement muss dagegen Chevrolet leisten. Die Marke kommt mit 60 von 100 möglichen Zufriedenheitspunkten im Gesamtmarkenranking auf den letzten Platz. Die Befragten kritisieren unter anderem die Motoren, eine schlechte Verarbeitung und den teils hohen Verbrauch ihrer Autos. Der Chevrolet Matiz bildet auch im Segment der Kleinstwagen das Schlusslicht.
Das ADAC Kundenbarometer nimmt die Hersteller im Sinne des Verbraucherschutzes noch stärker in die Pflicht. Das Clubmagazin ADAC Motorwelt berichtet im Novemberheft ausführlich über die neue Zufriedenheitsstudie.
16. November 2012
Auf Airbag allein ist kein Verlass
20 Prozent der tödlich verunglückten Fahrzeuginsassen trugen im vergangenen Jahr keinen Gurt. Die Experten der ADAC Unfallforschung gehen davon aus, dass ein Großteil davon angeschnallt überlebt hätten. Um die dramatischen Folgen für „Gurtmuffel“ zu zeigen, hat der Club jetzt Crashversuche mit 64 km/h und 30 km/h durchgeführt.
Sind Frontpassagiere angeschnallt, sind sie bei Tempo 64 in einem modernen Fahrzeug gut geschützt. Das ändert sich – trotz Airbag – aber dramatisch, wenn die Insassen ohne Gurt unterwegs sind. Lebensgefährliche Verletzungen an Brust und Kopf sind die Folge, dauerhafte Schädigungen der unteren Extremitäten sehr wahrscheinlich. Auch der Unfall in der Stadt mit 30 km/h läuft angegurtet glimpflich ab. Ohne Gurt sind auch hier schlimme Verletzungen zu erwarten. Ein derartiger Unfall entspricht für die beteiligten Personen immerhin einem Sturz aus vier Metern Höhe. Dass der Airbag bei derartig niedrigen Geschwindigkeiten nicht zwingend ausgelöst wird, macht die Situation noch prekärer.
Gerade die Unfälle bei niedriger Geschwindigkeit und „gurtlos“ sind nicht zu unterschätzen. Ein eigentlich harmloser Unfall verursacht schwerste Verletzungen. Die Knie der Beteiligten würden ohne Gurt ins Armaturenbrett rammen. Die Brust schlägt auf das Lenkrad, der Kopf stößt gegen die Scheibe.
Der ADAC fordert, dass Gurtwarner flächendeckend eingesetzt werden müssen. In der Typgenehmigung der Fahrzeuge sind die Warner immer noch nicht verpflichtend vorgeschrieben. Sie sollten außerdem auf allen Plätzen im Auto verbaut sein. Ferner müssen bessere Gurte (mit Straffer und Kraftbegrenzer) auch auf der Rückbank eingebaut sein. Um die Zahl der Toten und Schwerverletzten zu reduzieren, muss durch Crashtests und andere Verbraucherschutzkampagnen eine noch höhere Anschnallrate (derzeit 98 Prozent) erreicht werden.
Wer als Fahrer oder Beifahrer nicht angeschnallt ist, riskiert übrigens ein Verwarngeld von 30 Euro. Der Fahrer eines Autos sollte auch im Eigeninteresse darauf achten, dass alle Insassen des Autos angeschnallt sind. Schließlich kann ein unangeschnallter Heckpassagier für den Fahrer zur tödlichen Gefahr werden, da er bei einem Crash unkontrolliert auf den Fahrzeuglenker prallt.
15. November 2012
Löschung der Punkte bei Reform richtig
Die Pkw-Maut ist vorerst vom Tisch – die Punktereform kommt im Jahr 2014. Während bei der von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer angestoßenen Punktereform noch Details zu klären sind, hat der CSU-Politiker bei der Diskussion um die Einführung einer Pkw-Maut für Klarheit gesorgt und der Straßengebühr für diese Legislaturperiode eine Absage erteilt.
Damit übernimmt Ramsauer eine Position des ADAC, der sich immer wieder klar gegen eine solche Zwangsabgabe für alle deutschen Haushalte ausgesprochen hat. Eine Straßennutzungsgebühr käme einer Steuererhöhung für die finanziell ohnehin stark belasteten Autofahrer gleich.
ADAC Präsident Peter Meyer: „Es bleibt zu wünschen, dass notorische Mautbefürworter wie Bayerns Ministerpräsident Seehofer der Einsicht des Bundesverkehrministers folgen. Anstatt neue Sondersteuern bei den Autofahrern einzutreiben, sollte die Politik die vorhandenen Mittel gezielt einsetzen, um die Straßeninfrastruktur voran zu bringen".
Kommen wird hingegen eine Punktereform zum 1. Februar 2014. Ab diesem Zeitpunkt sollen Punkte für Delikte gelöscht werden, die nicht verkehrssicherheitsrelevant sind. Im Flensburger Register sollen nach den Plänen des Verkehrsministeriums künftig nur noch solche Delikte erfasst werden, die unmittelbar die Verkehrssicherheit gefährden. Verstöße gegen die Umweltzone, Sonntagsfahrverbote oder Fahrtenbuchauflagen ziehen dementsprechend keine Punkte mehr nach sich.
Dieser sinnvolle Schritt lichtet das Punktekonto vieler Verkehrssünder. Was an Eintragungen stehen bleibt, wird entsprechend einer Umrechnungstabelle auf die neue Punktesystematik umgestellt. Der ADAC steht diesem Vorhaben positiv gegenüber, da die Punktereform das Hauptaugenmerk noch stärker auf Verstöße gegen die Verkehrssicherheit richtet.
13. November 2012
Jedes vierte Parkhaus durchgefallen
Parkhäuser in deutschen Städten lassen häufig zu wünschen übrig: Oftmals sind sie zu eng, zu dunkel oder zu teuer. Das hat der aktuelle ADAC Test von 40 Parkhäusern in zehn Städten ergeben. Keiner der Kandidaten konnte die Note „sehr gut“ erreichen. Insgesamt vergaben die ADAC Tester elf Mal die Wertung „gut“. Für 19 Testobjekte reichte es nur zu einem „ausreichend“, acht mussten mit „mangelhaft“ benotet werden, für zwei blieb nur ein „sehr mangelhaft“. Den Autofahrern macht dabei vor allem die unzureichende Parkplatzbreite in vielen Parkhäusern zu schaffen. Die bisher vorgeschriebene Breite von nur 2,30 Meter reicht laut ADAC längst nicht mehr aus. Um den immer breiter werdenden Autos Rechnung zu tragen, fordert der Club eine Anpassung der Garagenverordnungen der Länder auf eine Mindestbreite der Parkplätze von 2,50 Meter.
Der Testsieger mit der Note „gut“ kommt aus Potsdam. Das Parkhaus Luisenplatz/Sanssouci besticht durch Übersichtlichkeit und Helligkeit. Aber auch die gute Beschilderung und die schräg angeordneten, breiten Parkplätze zeichnen das Haus aus. Ganz anders beim Verlierer in Mannheim: Das Parkhaus N6 (neues Parkhaus) kommt nicht über ein „sehr mangelhaft“ hinaus. Vor allem die extrem schmalen Parkplätze mit teilweise nur 2,17 Meter Breite schlugen als K.O.-Kriterium negativ zu Buche. Doch das ist nicht das einzige Manko: Die Einfahrt zu eng, Rampen und Fahrbahn zu schmal, die Parkplätze mit vielen Pfeilern garniert und obendrein schlecht beleuchtet, ohne Parkplätze für Eltern mit Kindern und mit nur einem Parkplatz für Behinderte. Ein Lichtblick: Das benachbarte Parkhaus N6 (altes Parkhaus) desselben Betreibers wird derzeit saniert und Mitte Dezember wiedereröffnet.
Die häufigsten Mängel waren fehlende Sonderstellplätze für Eltern mit Kindern, zu wenige und nicht barrierefrei angebundene Parkplätze für Behinderte, abgenutzte Markierungen und nicht vorhandene Fußwege. Bei weiteren drei Parkhäusern griff wegen einer zu geringen Einfahrtshöhe von weniger als 1,90 Metern das K.O.-Kriterium, das heißt, die Häuser wurden abgewertet. Besonders ärgerlich: Nicht einmal in relativ neuen, modernen Parkhäusern war man vor Mängeln sicher. Umgekehrt präsentierten sich ältere, aber sanierte Häuser durchaus benutzerfreundlich. Auf dem Prüfstand waren Testobjekte in Bonn, Braunschweig, Chemnitz, Darmstadt, Duisburg, Kiel, Mainz, Mannheim, Potsdam und Regensburg. Untersucht wurde nach den Kriterien Sicherheit, Befahrbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Tarif.
Quelle: www.adac.de
9. November 2012
Tipp: Fahren bei Nebel
Nebel oder plötzlich auftretende Nebelbänke können zu gefährlichen Situationen auf den Straßen führen. Im vergangenen Jahr kam es zu mehr als 700 nebelbedingten Unfällen. Vor allem auf Landstraßen sollten Autofahrer vorsichtig sein. Gerade die schlechten Sichtverhältnisse sowie nicht angepasste Geschwindigkeit und zu geringer Abstand zum Vordermann sind die Hauptgründe für Unfälle im Nebel. Der ADAC gibt Tipps, wie man jetzt sicher durch den Herbst kommt.
- Autofahrer sollten sich auf plötzliche Sichtbehinderungen einstellen, auch tagsüber mit Abblendlicht fahren und stets bremsbereit sein.
- Ausreichend Abstand halten! Als Regel gilt: Mindestabstand ist gleich Geschwindigkeit. Wer zu dicht auffährt, kann sein Auto nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen, wenn der Vordermann plötzlich bremst.
- Immer am rechten Fahrbahnrand und den seitlichen Leitpfosten orientieren. Sie sind auf Autobahnen und Landstraßen in einem Abstand von 50 Metern aufgestellt.
- Geschwindigkeit reduzieren! Die StVO schreibt vor: Sieht man weniger als 50 Meter (Abstand zwischen den Pfosten am Fahrbahnrand), darf man nicht schneller als 50 km/h fahren. Bei noch dichterem Nebel heißt es „Fuß vom Gas“, auch wenn damit nur noch Tempo 30 oder weniger gefahren werden kann.
- Bei Sichtweiten unter 50 Meter die Nebelschlussleuchte aktivieren. Haben sich die Sichtverhältnisse wieder gebessert, muss sie ausgeschaltet werden, um den Nachfolgeverkehr nicht unnötig zu blenden.
- Nebelfahrten sind anstrengend. Wenn die Augen durch das Starren in die Nebelwand zu brennen beginnen, sollte eine Pause eingelegt werden. Besondere Vorsicht ist dabei auf Parkplätzen geboten, da Fußgänger erst im letzten Moment zu erkennen sind.
- Während der Pausen falls notwendig Scheinwerfer und Leuchten abwischen, um Schmutz und Feuchtigkeit zu beseitigen. Auch bei der Fahrt regelmäßig die Scheibenwischer anschalten.
Quelle: www.adac.de
Andere Länder, andere Regeln
Fast jedes Land in Europa hat seine eigenen Regeln bezüglich Winterreifen. Wer eine Reise plant, sollte sich laut ADAC daher vor Abfahrt genau informieren. Bei winterlichen Straßen müssen in Deutschland geeignete Reifen aufgezogen werden – also Winter oder Ganzjahresreifen.
In Österreich herrscht ebenfalls keine generelle Winterreifenpflicht. Aber: Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht müssen bei winterlichen Straßenverhältnissen mit witterungsgerechten Pneus ausgerüstet sein. Zudem sind auch Schneeketten an den Antriebsrädern zulässig, sobald die Straßen durchgängig mit Schnee und Eis bedeckt sind.
In der Schweiz gibt es auch keine generelle Winterreifenpflicht. Ist man aber mit Sommerreifen unterwegs und behindert den Verkehr oder verursacht gar einen Unfall drohen dem Fahrer hohe Bußgelder und eine erhebliche Mithaftung bei der Schadensregulierung.
Italien schreibt für viele Strecken von November bis April des Folgejahres generell Winterreifen vor. Vor allem in den Provinzen Mailand und Südtirol sollte auf entsprechende Beschilderung geachtet werden. Die Verpflichtung kann auch kurzfristig - ebenso wie in Frankreich („pneus neige“) – ausgesprochen werden
Auch in Luxemburg müssen Autofahrer seit dem 1.Oktober 2012 bei Eis, Schneematsch und Schnee mit Winter- oder Ganzjahresreifen unterwegs sein.
In Tschechien gilt zwischen dem 1. November und dem 31. März auf allen Straßen eine Winterreifenpflicht. Slowenien schreibt die Benutzung zwischen dem 15. November und dem 15. März sowie generell bei winterlichen Straßen vor.
In den Niederlanden, Polen, Kroatien, der Türkei, Irland und Großbritannien gibt es keine Regelung. Zur eigenen Sicherheit rät der ADAC Autofahrern dringend Winter- oder Ganzjahresreifen aufzuziehen.
Quelle: www.adac.de
5. November 2012
Ennertaufstieg soll in Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden
Ennertaufstieg und Venusbergtunnel sollen wieder in den
Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen werden! Das haben die
Ausschussmitglieder des Planungs- und Verkehrsausschusses des
Rhein-Sieg-Kreises in ihrer letzten Sondersitzung (30.10.) mehrheitlich
beschlossen.
In der Sitzung wurden die Vorschläge zum neuen Bundesverkehrswegeplan diskutiert. Neben den bekannten Maßnahmen an den Autobahnen A 59, A 61 und verschiedenen Ortsumgehungen standen vor allem die Maßnahmen zur Entlastung des Siebengebirges sowie die Verbesserung der Ost-West-Verbindungen in der Region im Fokus; hier insbesondere der Ennertaufstieg und die Südumfahrung für das Bonner Stadtzentrum (Venusbergtunnel) als Verbindung zwischen den Autobahnen A 565 und A 3. Hier ging es darum, ob wieder beide Maßnahmen in den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgenommen werden. Mit dem mehrheitlichen Beschluss folgten die Ausschussmitglieder den klaren Empfehlungen des Mobilitätsgutachtens für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis aus dem Jahr 2011. Diese aktuelle Untersuchung im Auftrag des Bundes und des Landes NRW hatte nochmals alle denkbaren Varianten auch unter Berücksichtigung eines starken ÖPNV-Ausbaus untersucht und bewertet.
Landrat Frithjof Kühn, der persönlich an der Ausschusssitzung teilgenommen hatte, hob die große Bedeutung eines politischen Konsenses der Ausschussmitglieder hervor, da es um die zukünftige Entwicklung des Kreises und der gesamten Region gehe. „Die gesamte Region ist eine Wachstumsregion und muss langfristig denken, denn neue Trassen wie der Ennertaufstieg sind Lückenschlüsse mit dem größten Effekt. Sie sind eine Chance für eine Entlastung von Mensch und Natur“, sagte Landrat Frithjof Kühn.
Neben einer weiteren neuen Maßnahme, nämlich dem Bau einer neuen Verbindung zwischen der Autobahn A 555 und der A 59/B8 mit einer Rheinquerung, werden auch die Ortsumgehungen Hennef-Uckerath, Swisttal-Miel, Much und Euskirchen/Kuchenheim sowie Ludendorf-Essig durch den Rhein-Sieg-Kreis für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet.
Wie geht es nun weiter?
Die Maßnahmenanmeldungen des Rhein-Sieg-Kreises werden am 23. November 2012 und am 14. Dezember 2012 in der Verkehrskommission beziehungsweise im Regionalrat bei der Bezirksregierung Köln zusammen mit den Anmeldungen der anderen Gebietskörperschaften erörtert. Nach Einholen der Voten der Regionalräte wird ein abschließender Vorschlag des Landes an den Bund unterbreitet.
„Die angemeldeten Maßnahmen sind dazu geeignet, das eigentlich gute Verkehrssystem in der Region zu komplettieren. Wir schaffen heute die Voraussetzungen, damit auch künftige Generationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis gut leben und arbeiten können“, sagte Landrat Kühn.
Informationen zum Bundesverkehrswegeplan:
Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist die Grundlage für die Mobilität der Bevölkerung und einer der wichtigsten Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Wirtschaft. Entscheidendes Steuerungselement hierfür ist der Bundesverkehrswegeplan (BVWP). Hier sind alle Investitionen des Bundes an Bahnstrecken des Fernverkehrs, an Bundeswasserstraßen sowie den Bundesautobahnen und Bundesstraßen zusammengefasst. Der derzeit gültige BVWP datiert aus dem Jahr 2003 und wird aufgrund der sich ändernden Rahmenbedingungen aktuell fortgeschrieben. Im Jahr 2015 soll der neue BVWP durch die Bundesregierung beschlossen werden. Im ersten Schritt wurde bereits die Verkehrsentwicklung bis zum Jahr 2025 unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung sowie der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ermittelt. Demnach wird auch für die Zukunft mit deutlichen Steigerungen des Verkehrsaufkommens gerechnet.
Aktuell hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Bundesländer aufgefordert, die Maßnahmen zu benennen, die für den neuen BVWP in einem einheitlichen Verfahren zu bewerten sind. Für die Bundesstraßen und Bundesautobahnen sind in Nordrhein-Westfalen alle Kreise, kreisfreien Städte sowie Kommunen aufgefordert worden, ihre Vorschläge zu benennen.
In der Sitzung wurden die Vorschläge zum neuen Bundesverkehrswegeplan diskutiert. Neben den bekannten Maßnahmen an den Autobahnen A 59, A 61 und verschiedenen Ortsumgehungen standen vor allem die Maßnahmen zur Entlastung des Siebengebirges sowie die Verbesserung der Ost-West-Verbindungen in der Region im Fokus; hier insbesondere der Ennertaufstieg und die Südumfahrung für das Bonner Stadtzentrum (Venusbergtunnel) als Verbindung zwischen den Autobahnen A 565 und A 3. Hier ging es darum, ob wieder beide Maßnahmen in den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgenommen werden. Mit dem mehrheitlichen Beschluss folgten die Ausschussmitglieder den klaren Empfehlungen des Mobilitätsgutachtens für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis aus dem Jahr 2011. Diese aktuelle Untersuchung im Auftrag des Bundes und des Landes NRW hatte nochmals alle denkbaren Varianten auch unter Berücksichtigung eines starken ÖPNV-Ausbaus untersucht und bewertet.
Landrat Frithjof Kühn, der persönlich an der Ausschusssitzung teilgenommen hatte, hob die große Bedeutung eines politischen Konsenses der Ausschussmitglieder hervor, da es um die zukünftige Entwicklung des Kreises und der gesamten Region gehe. „Die gesamte Region ist eine Wachstumsregion und muss langfristig denken, denn neue Trassen wie der Ennertaufstieg sind Lückenschlüsse mit dem größten Effekt. Sie sind eine Chance für eine Entlastung von Mensch und Natur“, sagte Landrat Frithjof Kühn.
Neben einer weiteren neuen Maßnahme, nämlich dem Bau einer neuen Verbindung zwischen der Autobahn A 555 und der A 59/B8 mit einer Rheinquerung, werden auch die Ortsumgehungen Hennef-Uckerath, Swisttal-Miel, Much und Euskirchen/Kuchenheim sowie Ludendorf-Essig durch den Rhein-Sieg-Kreis für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet.
Wie geht es nun weiter?
Die Maßnahmenanmeldungen des Rhein-Sieg-Kreises werden am 23. November 2012 und am 14. Dezember 2012 in der Verkehrskommission beziehungsweise im Regionalrat bei der Bezirksregierung Köln zusammen mit den Anmeldungen der anderen Gebietskörperschaften erörtert. Nach Einholen der Voten der Regionalräte wird ein abschließender Vorschlag des Landes an den Bund unterbreitet.
„Die angemeldeten Maßnahmen sind dazu geeignet, das eigentlich gute Verkehrssystem in der Region zu komplettieren. Wir schaffen heute die Voraussetzungen, damit auch künftige Generationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis gut leben und arbeiten können“, sagte Landrat Kühn.
Informationen zum Bundesverkehrswegeplan:
Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist die Grundlage für die Mobilität der Bevölkerung und einer der wichtigsten Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Wirtschaft. Entscheidendes Steuerungselement hierfür ist der Bundesverkehrswegeplan (BVWP). Hier sind alle Investitionen des Bundes an Bahnstrecken des Fernverkehrs, an Bundeswasserstraßen sowie den Bundesautobahnen und Bundesstraßen zusammengefasst. Der derzeit gültige BVWP datiert aus dem Jahr 2003 und wird aufgrund der sich ändernden Rahmenbedingungen aktuell fortgeschrieben. Im Jahr 2015 soll der neue BVWP durch die Bundesregierung beschlossen werden. Im ersten Schritt wurde bereits die Verkehrsentwicklung bis zum Jahr 2025 unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung sowie der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ermittelt. Demnach wird auch für die Zukunft mit deutlichen Steigerungen des Verkehrsaufkommens gerechnet.
Aktuell hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Bundesländer aufgefordert, die Maßnahmen zu benennen, die für den neuen BVWP in einem einheitlichen Verfahren zu bewerten sind. Für die Bundesstraßen und Bundesautobahnen sind in Nordrhein-Westfalen alle Kreise, kreisfreien Städte sowie Kommunen aufgefordert worden, ihre Vorschläge zu benennen.
Quelle: www.rhein-sieg-kreis.de
4. November 2012
Lärm macht Menschen krank
Der Verkehr ist der stärkste Lärmverursacher in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens, das zeigen die neuen Lärmkarten, die das Umweltministerium jetzt veröffentlicht hat. Es sind vor allem Autos, Flugzeuge und der Bahnverkehr, die manche Menschen krank machen. „Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sind zu stark mit Lärm belastet, das zeigen die neuen Lärmkarten. Lärm hat einen ernsthaften Einfluss auf die Gesundheit der Menschen.
“ Die neuen Lärmkarten zeigen gegenüber den Karten aus dem Jahr 2007 deutlich mehr Lärmquellen. Erfasst sind die Lärmquellen entlang der mehr als 8000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen, 85 Kilometer nicht-bundeseigene Schienenwege sowie die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn. Weitere Karten der großen Städte werden in Kürze ergänzt.
„Wir müssen Menschen vor allem in den Städten besser schützen. Die Lärmaktionspläne der Städte und Gemeinden sind ein erster wichtiger Schritt, um die Situation zu verbessern. Flächendeckend werden wir aber nur Erfolge erzielen, wenn die technischen Potenziale genutzt werden: Fahrzeuge und Flugzeuge müssen zukünftig leiser sein. Hier muss die Europäische Kommission ihre Vorschriften überarbeiten“, sagte Remmel. Das komplett überarbeitete Internetportal www.umgebungslaerm.nrw.de informiert jetzt noch einfacher über die Quellen und Folgen von Lärm. Die Lärmkarten sind leicht bedienbar, Lärmquellen werden einzeln dargestellt und über die Zoomfunktion können Anwohner leicht sehen, wie hoch der Lärmpegel an ihrem Wohnort ist.
Das Landesumweltamt NRW hat die Lärmkarten der Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen aus dem Verkehrsaufkommen, den Fahrgeschwindigkeiten und den Straßenoberflächen berechnet. Dabei wurden das Gelände, die Gebäude und die Schallschutzwände und -wälle berücksichtigt. Daten wie z.B. die Schallschutzwände, die nicht in den Landesdatenbanken verfügbar waren, wurden durch Befahrung erhoben, die Kommunen haben die Daten der Modelle mit ihren Ortskenntnissen abgeglichen.
Das Portal www.umgebungslaerm.nrw.de stellt neben den Karten alle Informationen zur Lärmkartierung und Aktionsplanung zur Verfügung. Die Lärmbelastung ist auch im zentralen Umweltportal des Landes www.uvo.nrw.de zu sehen. Hier können zusätzlich noch weitere Umweltdaten wie Luft- oder Wasserqualität abgerufen werden.
Quelle: www.nrw.de
31. Oktober 2012
Gefahr durch Wildwechsel
220 000 Rehe, etwa 12 000 Wildschweine und über 200 000
Hasen und Kaninchen kommen jedes Jahr unter die Räder. Mit Herbst-Beginn ist
auf Deutschlands Straßen wieder vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen. Für
Autofahrer sind vor allem die Abend- und frühen Morgenstunden gefährlich.
Insgesamt werden jährlich ca. 2 500 Verkehrsteilnehmer bei Wildunfällen
verletzt.
Die Tiere sind zu dieser Jahreszeit auf Deckungssuche, da
abgeerntete Felder an Wiesen oder Waldrändern keinen Schutz mehr bieten. Zur
Futtersuche queren Schwarz- und Rotwild
sowie Füchse oder Hasen immer wieder die Straßen. Besonders in der Dämmerung
oder bei Nebel ist in den kommenden Wochen Vorsicht geboten. Für alle
Verkehrsteilnehmer gilt: Mit angepasster Geschwindigkeit, vorausschauend und
vorsichtig fahren, sowie immer ausreichend Abstand zum Vordermann halten.
Taucht ein Reh am Straßenrand auf, sofort das Tempo reduzieren, denn einem
Wildtier folgen meist mehrere. Scheint ein Zusammenprall unvermeidlich, auf
keinen Fall ausweichen, sondern voll bremsen. Denn ein Baumunfall oder ein
Frontalzusammenstoß mit einem anderen Auto haben viel schwerwiegendere Folgen
als ein Wildunfall.
Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, gilt: Warnblinker
einschalten, Warndreieck aufstellen, gegebenenfalls Verletzte versorgen und die
Polizei verständigen. Die Polizei informiert den Revierinhaber, der das
getötete oder verletzte Tier von der Straße nimmt und eine Unfallbescheinigung
für die Schadenregulierung mit der Kaskoversicherung ausstellt.
Angefahrene Tiere sollten nach einem Unfall auf keinen Fall
berührt werden, sie könnten auskeilen
oder Krankheiten übertragen. Getötetes Wild mitzunehmen, ist strafbar und wird
als Wilderei mit Geld- oder Haftstrafe bis hin zur Beschlagnahme des Fahrzeugs
geahndet. Auch wenn ein Tier nur angefahren wurde und wieder verschwindet, ist
die Polizei zu informieren. In solchen Fällen muss aus Gründen des Tierschutzes
der Jäger das verletzte Tier suchen und es von seinen Schmerzen erlösen.
Quelle: www.adac.de
30. Oktober 2012
Yachten jetzt auf Mängel prüfen lassen
Bootsbesitzer, die ihre Yacht nach Saisonende verkaufen oder
einfach winterfit machen möchten, sollten den Zustand des Bootes jetzt prüfen
lassen. Idealerweise sollte das von einem Fachmann erledigt werden. In einem
dichten Netz von derzeit über 100 ausgewählten ADAC Prüfstationen in Europa
führen geschulte Experten nach einem standardisierten Verfahren den ADAC
Boot-Check durch. Auch in Griechenland und Italien können Skipper ihre Boote
jetzt prüfen lassen. Interessant sind die neuen Stationen in Griechenland
ebenso für Eigner, die ihr Boot in türkischen Gewässern liegen haben.
Insbesondere Einsteiger und zukünftige Eigner, die sich ein
eigenes Urteil über den Bootszustand
nicht zutrauen, sowie Skipper, deren Yacht weit weg von zu Hause liegt,
profitieren von dem Angebot. Vorteile haben aber auch alle Verkäufer, denn ihre
Angebote unterscheiden sich nach dem ADAC Boot-Check von allen anderen auf dem
Gebrauchtbootmarkt. Käufer und Verkäufer vermeiden mit dem Check zudem teure
Streitigkeiten und Auseinandersetzungen wegen Sachmängeln. Vorhandene Mängel
werden festgehalten und damit Teil des Vertrags. Der Prüfbericht garantiert
zudem, dass das Boot fachmännisch untersucht wurde, ist fälschungssicher und
somit eine solide Grundlage für einen Kaufvertrag.
| Foto; djp/towat.blogspot.de |
Der ADAC Boot-Check kann für jedes Gebrauchtboot gleich
welchen Alters – egal ob Klein-, Schlauchboot, Jetski, Motor-, Segelboot oder
Yacht –durchgeführt werden. Er bietet Käufern, Verkäufern, Maklern und Händlern
eine kostengünstige Absicherung beim Gebrauchtbootkauf. Den Check gibt es
bereits ab 99 Euro für kleinere Boote. Je nach Bootslänge ist der Preis
gestaffelt – für ein Boot zwischen zehn und elf Metern kostet der Boot-Check
beispielsweise 429,- Euro. ADAC Mitglieder erhalten drei Prozent Rabatt.
Weitere Informationen und Anmeldungen zum ADAC Boot-Check
gibt es unter www.adac.de/boot-check oder unter ADAC Touring GmbH „Boot-Check“, Hansastraße 19, D 80686 München, Fax: 089 /
7676 41 50, E-Mail: boot-check@adac.de.
Quelle: www.adac.de
Katastrophen-Tunnel Tauern jetzt Spitze
Sanierung lohnt sich – das zeigen die guten Ergebnisse des
diesjährigen ADAC Tunneltests. In der aktuellen Untersuchung fällt keiner der
zehn getesteten Tunnel durch, zwei Röhren schneiden mit „sehr gut“, sechs mit
„gut“ und zwei mit „ausreichend“ ab.
Testsieger ist der bereits zum dritten Mal getestete
Tauerntunnel in Österreich, international bekannt geworden durch den
verheerenden Tunnelbrand im Jahr 1999 mit zwölf Toten und 42 Verletzten. Der
Tunnel an der A10 von Salzburg nach Villach erreicht nach dem ADAC Urteil
„bedenklich“ im Katastrophenjahr jetzt ein „sehr gut“. Wesentlicher Grund für
die Top-Bewertung: die neue, erst im vergangenen Jahr eingeweihte zweite Röhre.
Im Gegensatz zu früher fährt damit der Verkehr nur noch in jeweils eine
Richtung, dazu kommt modernste Technik wie etwa eine lückenlose
Verkehrsüberwachung. Außerdem verfügt der Tauerntunnel über geschultes Personal
in der Leitzentrale, das im Notfall auf eine gut ausgestattete Feuerwehr
zurückgreifen kann.
Der Testverlierer Isla Bella kommt aus der Schweiz und
erhält die Note „ausreichend“. Der Tunnel an der A13 von St. Margrethen nach
Bellinzona konnte sich damit nach dem ADAC Urteil „bedenklich“ im Jahr 2000
verbessern. Gravierende Mängel sind aber immer noch die fehlenden zusätzlichen
Flucht- und Rettungswege, da der Verkehr nach wie vor nur durch eine Röhre
geleitet wird. Der Bau eines separaten Fluchtstollens ist jedoch für 2018/19
geplant.
In Deutschland wurden zwei Tunnel getestet. Der Allacher
Tunnel auf der A99 (Autobahnring München) erzielte die Note „gut“. Der Wattkopf
Tunnel auf der L562 (Umgehung Ettlingen bei Karlsruhe) schnitt 2004 noch mit
„mangelhaft“ ab. Jetzt wurden die meisten Mängel beseitigt, die Röhre erzielte
ein „gut“.
Die häufigsten Mängel im ADAC Test gab es in den Kategorien
Verkehr und Verkehrsüberwachung, Flucht- und Rettungswege sowie Brandschutz. In
jedem zweiten Tunnel fehlten Pannenbuchten oder Seitenstreifen sowie
Lautsprecher an den Notausgängen und Portalen.
Die erfreuliche Tendenz beim diesjährigen Test bestätigt,
dass Europas Röhren immer sicherer werden. Aber immer noch bedarf es
hartnäckiger Anstrengungen, damit sich Autofahrer in ganz Europa im Tunnel
sicher fühlen können. Deshalb fordert der ADAC weiter nachzurüsten, um bis zum
Jahr 2014 alle wichtigen Tunnel Europas auf den einheitlichen Mindeststandard
nach EU-Richtlinie zu bekommen.
Quelle: www.adac.de
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Vorsicht Glatteis
Tipps zum richtigen Verhalten bei plötzlicher
Straßenglätte: Norddeutschland hat in den vergangenen Nächten seinen ersten
Frost erlebt. Ab sofort sollten Autofahrer am morgen Scheiben Freikratzen und
Straßenglätte fest mit einplanen. Damit der Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen
nicht zur Rutschpartie wird, empfehlen die Experten des ADAC
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eine vorausschauende Fahrweise. Besonders
gefährlich sind Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Straße ist glatter als
bei strengem Frost, weil sich ein zusätzlicher Wasserfilm auf dem Asphalt
bilden kann. Durch den Wechsel von Tauen und Gefrieren ändert sich außerdem die
Fahrbahnbeschaffenheit ständig.
Reifglätte
Die gefürchtete Reifglätte entsteht, wenn Nebel oder feuchte
Luft bei weniger als Null Grad Bodentemperatur über die kalte Fahrbahn zieht.
Deshalb: Vorsicht bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen
Fahrbahntemperaturen! Eine dunkle, feucht wirkende Fahrbahn kann bereits glatt
sein.
Blitzeis
Eisregen, umgangssprachlich auch Blitzeis genannt, entsteht,
wenn Regen unter Null Grad Celsius auf die deutlich kältere Fahrbahn trifft.
Das Wasser gefriert sofort und bildet eine harte, glasige zusammenhängende
Eisschicht. Deshalb: Vorsicht bei einsetzendem Regen.
Eisglätte
Überfrierende Nässe oder Eisglätte bildet sich, meist
örtlich begrenzt, bei sinkender Temperatur durch das Gefrieren von Pfützen oder
Schmelzwasser. Deshalb: Vorsicht bei Feuchtigkeit.
Schneeglätte
Schneeglätte entsteht durch das Festfahren von Schnee oder
durch Gefrieren von Schneematsch. Deshalb: Vorsicht bei plötzlich weißer
Fahrbahn.
Allgemein gilt:
Signale für Glätte sind leisere Abrollgeräusche der Reifen,
eine unnatürlich weich werdende Lenkung und ein Durchdrehen der Antriebsräder.
Besondere Vorsicht ist morgens und abends geboten, wenn der Winterdienst noch
nicht oder nicht mehr im Einsatz ist. In der Nacht haben es Stellen mit hoher
Luftfeuchtigkeit beispielsweise an Flüssen und Seen oder in Wäldern in sich.
Brücken und Kuppen können dann gefährlich glatt sein. Große Aufmerksamkeit ist
auch auf ungeräumten Nebenstraßen nötig sowie auf Straßenabschnitten vor und
nach Landkreisgrenzen und Ortsschildern, weil hier andere Winterdienste
zuständig sein könnten.
Um bei Glätte heil anzukommen, sollten sich Autofahrer ein
Zeitpolster schaffen und längere Fahrzeiten einplanen sowie Schleichwege
meiden. Zur Sicherheit trägt auch ein besonders großer Abstand zum
vorausfahrenden Fahrzeug bei.
In der kalten Jahreszeit müssen Fahrzeugführer besonders
behutsam und sensibel mit dem Gaspedal umgehen. Denn wer plötzlich oder
ruckartig Gas gibt oder wegnimmt, provoziert ein Ausbrechen und Rutschen des
Wagens. Empfehlenswert ist eine kurze Bremsprobe nach wenigen Metern Fahrtstrecke.
Diese gibt ein Gefühl für die veränderten Straßenverhältnisse. Aber Achtung:
Vorher unbedingt in den Rückspiegel schauen!
Quelle: www.adac.de
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29. Oktober 2012
31 Bahnhöfe in NRW bekommen neue Eigentümer und neue Nutzung
Vertreter von Land und Bahn haben in Wetter (Ruhr) die Rahmenvereinbarung zum „3. Empfangsgebäudepaket NRW“ vorgestellt. Ziel des Vertrages ist es, für weitere 31 Bahnhöfe einen neuen Eigentümer und eine nachhaltige Nutzung zu finden.
In dem Paket geht es um die zukünftige Nutzung dieser 31 Bahnhöfe:
Altenbeken, Bad Oeynhausen, Wattenscheid (Bochum), Bünde, Würgendorf (Burbach), Coesfeld, Schmidtheim (Dahlem), Dortmund-Kurl, Drensteinfurt-Mersch, Dülmen, Eitorf, Bergeborbeck (Essen), Pfalzdorf (Goch), Halle/Westf., Horn-Bad Meinberg, Esch (Ibbenbüren), Laggenbeck (Ibbenbüren), Kerpen-Sindorf, Kleve, Kattenvenne (Lienen), Minden/Westf., Rheydt Hbf. (Mönchengladbach), Mülheim-Styrum, Neunkirchen, Windheim (Petershagen), Pulheim, Schieder, Siegen-Weidenau, Troisdorf, Rudersdorf (Wilnsdorf), Au(Sieg) (Windeck).
Das Land NRW unterstützt das von Bahn, Land und Kommunen getragene Verfahren zur Veräußerung und Neunutzung der bisherigen Bahnhofsgebäude aus Mitteln der Stadterneuerung mit rd. 180.000 Euro. Die Mittel dienen der Finanzierung von Gutachten über den Bauzustand der Empfangsgebäude und zur Ermittlung des Werts durch externe Sachverständige.
Vertragspartner der Rahmenvereinbarung sind das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW, die DB Station&Service AG, das Forum Bahnflächen und die BEG NRW. Bei der Suche nach neuen Eigentümern und einer neuen Nutzung der nicht mehr benötigten Empfangsgebäude sollen die Kommunen Vorrang haben, um vor Ort gewünschte städtebauliche und verkehrliche Entwicklungen in den Bahnhofsquartieren zu ermöglichen.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit den zwei bisherigen Rahmenvereinbarungen ein bundesweit einmaliges und erfolgreiches Verfahren zur Veräußerung und Entwicklung der oft das Stadtbild prägenden Empfangsgebäude und zur Entwicklung der Bahnhofsumfelder durchgeführt. Mehr als 100 Bahnhöfe haben seit 2002 in NRW neue Eigentümer und neue Nutzungen gefunden. In zahlreichen Fällen sind die Empfangsgebäude bereits saniert und die Umfelder entwickelt worden.
Stimmen zur Vertragsunterzeichnung:
Minister Michael Groschek: „Land und Bahn setzen die erfolgreiche Strategie der ersten beiden Empfangsgebäudepakete in Nordrhein-Westfalen fort. Bisher konnten in den ersten beiden Verfahren für mehr als 100 Empfangsgebäude neue Eigentümer und eine nachhaltige Nutzung gefunden werden. Viele sanierte oder in Sanierung befindliche Gebäude bekunden den Erfolg. Jetzt geht es darum, für 31 weitere Bahnhofsgebäude in NRW eine neue Perspektive zu finden.“
Bürgermeister Stephan Raetz, Geschäftsführer Forum Bahnflächen NRW:
„Als Vertreter der Kommunen bedanke ich mich ausdrücklich, dass weitere Kommunen von dem erfolgreichen Konzept profitieren können. Die Stadt Rheinbach als Geschäftsstelle des Forums Bahnflächen NRW beantragt bei der Bezirksregierung Köln die Förderung aus Stadterneuerungsmitteln. Dieses Verfahren ermöglicht eine transparente Grundlage für die Bewertung der Gebäude und die Kaufentscheidungen. So wurden viele Kommunen und ihre Töchter oder Investoren, die von diesen gesucht wurden, zu Eigentümern von Bahnhöfen. Zahlreiche sanierte Bahnhöfe sind so wieder zu attraktiven Stadttoren geworden.“
Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender DB Station&Service AG:
„Die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit in Sachen Empfangsgebäude mit dem Land Nordrhein-Westfalen wollen wir fortsetzen. Die ausgewählten 31 Gebäude sind für die bahnbetriebliche Nutzung zu groß und werden für den Schienenpersonenverkehr gar nicht mehr benötigt. Deshalb suchen wir neue Eigentümer. Für uns hat dieses Engagement des Landes bundesweiten Vorbildcharakter. Die Käufersuche ist hier eingebunden in eine städtebauliche und verkehrliche Gesamtkonzeption. Das Image der Bahnhöfe und ihres Umfeldes wird verbessert, Bahn fahren wird attraktiver!“
Thomas Lennertz, Geschäftsführer Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW (BEG):
„Die Fördermittel für das Verfahren der Empfangsgebäudepakete NRW sind gut angelegtes Geld. Sie lösen erhebliche öffentliche und private Nachfolgeinvestitionen aus. Hier in Wetter/Ruhr sehen wir exemplarisch den Erfolg: Das denkmalgeschützte, stark sanierungsbedürftige Empfangsgebäude wurde durch die Stadt Wetter im Rahmen des 1. Empfangsgebäudepakets gekauft und mit Hilfe von Stadterneuerungsmitteln des Landes NRW saniert. Die jetzige Nutzung des Gebäudes mit Stadtbücherei, Gastronomie, Wohnung und Büros hat die Entwicklung des Quartiers auf der ehemaligen Bahn-/Gewerbebrache einen Riesenschritt voran gebracht.“
Quelle: www.nrw.de
25. Oktober 2012
Erster Schnee: Sommerreifen ab sofort tabu
Wer jetzt noch mit Sommerreifen unterwegs ist, kann gehörig
ins Schlingern geraten. Denn: Bei winterlichen Straßenverhältnissen, und die
sind am Wochenende in einigen Regionen Deutschlands zu erwarten, muss die
Bereifung den Witterungsverhältnissen angepasst werden. Wer sich nicht daran
hält, gefährdet laut ADAC nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern muss im
schlimmsten Fall auch mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Kommt es aufgrund
der Sommerreifen zu einem Unfall, kann dies zur teilweisen oder vollständigen
Leistungsfreiheit der Kaskoversicherung wegen grober Fahrlässigkeit führen.
Ohne Winterreifen erwischt zu werden, kostet 40 Euro und
„bringt“ dem Autofahrer zusätzlich einen Punkt ein. Wird der Verkehr infolge
falscher Bereifung behindert, sind 80 Euro sowie ein Punkt fällig. Sommerreifen
sind bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch oder Reifglätte verboten. Eine
Beschränkung der „Winterreifenpflicht“ auf bestimmte Monate besteht in
Deutschland allerdings nicht.
Sommerreifen verursachen laut ADAC im Winter einen längeren
Bremsweg, verringern die Fahrstabilität in Kurven und gefährden so die
Fahrsicherheit. Außerdem sind verschneite oder vereiste Steigungen für Autos
mit Sommerreifen meist nicht mehr zu bewältigen. Wenn der Autofahrer von einem
akuten Wintereinbruch überrascht wird und sein Fahrzeug noch nicht „auf Winter“
umgerüstet hat, sollte er sich gut überlegen, ob er das Auto nicht lieber
stehen lässt. Wird man auf längeren
Fahrten vom Schnee überrascht, ist nach Möglichkeit die Autobahn zu nutzen.
Dort ist der Winterdienst zuerst aktiv.
Für die Winterreifen gilt: Unbedingt das Profil prüfen! Zwar
gilt wie für Sommerreifen auch die gesetzlich vorgeschriebene
Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Nach Ansicht des ADAC sind allerdings
Winterreifen mit einer Profiltiefe von unter vier Millimeter nur sehr bedingt
wintertauglich. Diese sollten dann durch neue Pneus ersetzt werden. Wer aus
einem Top-Angebot auswählen möchte, sollte rechtzeitig zuschlagen. Denn die
besten Produkte – zum Beispiel die empfehlenswerten Winterreifen aus dem großen
ADAC Reifentest – sind meist sehr schnell vergriffen.
Quelle: www.adac.de
23. Oktober 2012
Junge Fahrer neben der Spur
Autofahrer zwischen 18 und 24 Jahren haben laut ADAC
Unfallforschung das höchste Risiko, einen schweren oder tödlichen Unfall zu
erleiden. Obwohl diese Altersklasse nur acht Prozent der Gesamtbevölkerung
ausmacht, zählen 20 Prozent der Schwerverletzten sowie jeder vierte
Verkehrstote laut Statistischem Bundesamt zu dieser Gruppe. Im Vergleich zur
Allgemeinheit passieren die schweren Unfälle bei den Jungen doppelt so häufig
in der Nächten am Wochenende – die sogenannte „Discounfälle“.
Bei der aktuellen ADAC Analyse von 2200 Fällen zeigt sich,
dass 63 Prozent in dieser Altersgruppe ohne den Einfluss eines anderen
Fahrzeuges verunglücken – größtenteils kommen die Fahrer von der Straße ab.
Dieser sogenannte „Fahrunfall“ ist bei jungen Pkw-Lenkern der häufigste Unfalltyp
– ausgelöst durch den Verlust der Fahrzeugkontrolle. Auch überhöhte
Geschwindigkeit in Kurven und Fehler beim Überholen sind Hauptursachen der
schweren Unfälle.
Wie die ADAC Auswertung weiter zeigt, fahren 18 bis
24jährige oft mit kleineren und älteren Autos (durchschnittliches Fahrzeugalter
neun Jahre), die nicht über die heute üblichen aktiven und passiven
Sicherheitstechniken verfügen.
Deshalb rät der Automobilclub dazu, auch gebrauchte Autos
nur mit ESP zu kaufen, um bei einem Kontrollverlust das Verletzungsrisiko zu
minimieren. Außerdem sollten Front-, Seiten- und Kopfairbags vorhanden sein.
Ein weiterer Tipp ist der Besuch eines speziellen
Sicherheitstrainings für Fahranfänger. Hier können die jungen Menschen in
gesicherter Umgebung den Umgang mit Extremsituationen üben.
Außerdem fordert der ADAC eine Verbesserung der
Infrastruktur an Unfallschwerpunkten, wie beispielsweise profilierte
Seitenmarkierungen.
Um die Dramatik der sogenannten „Discounfälle“ zu
veranschaulichen präsentiert der ADAC am 18. Oktober die Ergebnisse eines
Crashtests, der zeigt was passiert, wenn ein Kleinstwagen mit vier jungen
Menschen gegen einen Baum prallt.
Quelle: www.presse.adac.de
21. Oktober 2012
Deutschland sucht immer noch seinen Liebling
Der Countdown läuft. Noch bis zum 31. Oktober können die
rund 17 Millionen Leser der ADAC Motorwelt und die Nutzer von adac.de unter den
Neuerscheinungen des Jahres ihr Lieblingsauto wählen.
Der ADAC sucht zum neunten Mal bei Deutschlands größter
Autowahl das »Lieblingsauto der Deutschen«. 52 Automodelle von 28 Marken stehen
zur Wahl. Nur komplett neue Fahrzeugtypen, die 2012 auf den Markt gekommen sind
oder noch kommen, können gewählt werden. Wenig eigenständige Ableger, wie
Kombis, Modellüberarbeitungen und Exoten wurden bei der Auswahl nicht
berücksichtigt. In diesem Jahr stellen sich auch neun reine Elektrofahrzeuge
der Herausforderung.
Die renommierte Auszeichnung spiegelt - einmalig in
Deutschland - die Meinung hunderttausender potenzieller Autokäufer wider. Dem
Sieger wird am 17. Januar 2013 der ADAC Preis »Gelber Engel« 2013 in der
Kategorie »Auto« verliehen. Europas größter Club vergibt seine Auszeichnung
zudem in vier weiteren Kategorien:
»Innovation und Umwelt«, »Zukunft«,
»Qualität« sowie
»Persönlichkeit«. Die Gewinner werden in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche
vor 400 hochkarätigen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Industrie präsentiert.
Quelle: www.presse.adac.de
20. Oktober 2012
Auf den Autobahnen droht der Kollaps
Volle Autobahnen, kilometerlange Staus und vergeudete Zeit –
schon heute bekommen die Autofahrer in Deutschland tagtäglich die Folgen der
verfehlten Verkehrsinfrastrukturpolitik zu spüren. Aussicht auf Besserung
besteht nicht – im Gegenteil. Wie eine jetzt in Berlin veröffentlichte Studie
des ADAC zeigt, werden bis zum Jahr 2025 die überlasteten Autobahnabschnitte
angesichts immer größerer Verkehrsmengen auf insgesamt 2000 Kilometer
anwachsen. Im Jahr 2010, so die Analyse, betrug die betroffene Netzlänge noch
rund 1600 Kilometer.
Mit der Studie, die Intraplan Consult im Auftrag des ADAC
durchgeführt hat, wollte der Automobilclub herausfinden, wie sich die
Verkehrsqualität im deutschen Autobahnnetz zwischen 2010 und 2025 verändern
wird. Dabei wurde für die Prognose nicht nur die Fertigstellung zahlreicher
Neu- und Ausbauprojekte bis zum Jahr 2025 unterstellt, sondern auch eine
10-prozentige Kapazitätserhöhung für alle Autobahnabschnitte angenommen.
Dramatisch wird sich die Verkehrssituation in den kommenden
Jahren in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen zuspitzen. In Niedersachsen wird
sich die Zahl der überlasteten Autobahnabschnitte sogar mehr als verdoppeln.
Nordrhein-Westfalen, schon heute das Bundesland mit den häufigsten und längsten
Staus, wird auch künftig mit Abstand am stärksten betroffen sein. Von den 1600
Kilometer Autobahn, deren Verkehrsqualität im Analysejahr 2010 mit mangelhaft
oder ungenügend bewertet wurde, entfallen rund 950 Kilometer auf die
einstelligen Autobahnen A 1 bis A 9. Diese Strecken sind deswegen so bedeutsam,
weil auf ihnen ein Großteil des Fernverkehrs abgewickelt wird. Rund zwei
Drittel der Kapazitätsengpässe, die für das Jahr 2025 prognostiziert werden,
befinden sich auf den Autobahnen A 1 bis A 12. Abhilfe kann hier in erster
Linie der sechs- bzw. achtstreifige Ausbau der überlasteten Abschnitte
schaffen.
Vor diesem Hintergrund fordert der ADAC erneut, dringend die
Investitionen in die Fernstraßeninfrastruktur zu erhöhen. „Der Bund muss deutlich
mehr Finanzmittel zur Verfügung stellen und seiner Verantwortung für die
Bundesfernstraßen gerecht werden“, sagt ADAC Vizepräsident für Verkehr Ulrich
Klaus Becker. „Dabei muss ganz gezielt in Projekte mit dem größten
verkehrlichen und gesamtwirtschaftlichen Nutzen investiert werden“, so Becker.
Insgesamt sind mindestens sieben Milliarden Euro pro Jahr notwendig, um den Bau
und den Erhalt der Fernstraßen zu gewährleisten. Im Haushalt 2013 sind
allerdings nicht einmal fünf Milliarden Euro für die Autobahnen eingeplant.
Quelle: www.presse.adac.de
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Jetzt das Auto winterfest machen
Wer in den nächsten Wochen nicht von den ersten
Kälteperioden überrascht werden möchte, sollte sein Auto frühzeitig winterfest
machen. Dabei müssen laut ADAC
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. folgende Punkte unbedingt
beachtet werden:
Profil prüfen: Für Winterreifen gilt zwar wie für
Sommerreifen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Nach
Ansicht des ADAC sind allerdings
Winterreifen mit einer Profiltiefe von unter vier Millimeter nur sehr bedingt
wintertauglich und sollten durch neue ersetzt werden. Rechtzeitig bestellen ist
wichtig, denn die Topprodukte, zum Beispiel aus dem gerade veröffentlichten
ADAC Test, sind schnell ausverkauft.
Auch das Reifenalter ist entscheidend: Älter als zehn Jahre sollten die Reifen
nicht sein.
Beleuchtung testen: Auf die Beleuchtungsanlage muss gerade
in der dunklen Jahreszeit Verlass sein. Ob alle Leuchtmittel in Ordnung sind,
kann jeder Autofahrer selbst kontrollieren. Die korrekte Einstellung am besten
in einer Fachwerkstatt kontrollieren lassen (im Oktober gratis).
Durchblick haben: Scheiben innen gründlich vom Sommerschmutz
befreien.
Das sorgt für gute Sicht und mindert die Beschlagneigung.
Marode Wischerblätter, die bereits Schlieren bilden und kein einwandfreies
Sichtfeld mehr bieten, gegen neue tauschen. Gerade wenn die Sonne tief steht,
wird man leichter geblendet.
Kraftquelle fit halten: Ältere Autobatterien versagen beim
ersten Frost häufig ihren Dienst, insbesondere dann, wenn die Kraftspender
älter als vier Jahre sind. Deshalb: Batterie prüfen lassen und gegebenenfalls
eine neue kaufen.
Frostschutz checken: Eis im Kühlsystem führt zu
Motorschaden. Am besten in der Werkstatt oder an der Tankstelle prüfen lassen,
ob der Frostschutz noch ausreicht. In die Scheiben-/Scheinwerferwaschanlage
Winter-Reiniger einfüllen, nicht nur wegen des Frostschutzes, sondern weil er
auch besser mit Winter-Schmutz fertig wird. Zudem sollten die Türdichtungen mit
einem hierfür geeigneten Pflegemittel behandelt werden, damit sie nicht so
schnell zufrieren.
Scheiben kratzen: Darüber hinaus empfiehlt der ADAC
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. jetzt schon für alle Fälle einen Eiskratzer,
Handschuhe und eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe ins Auto zu legen.
Ein Enteiser für das Türschloss sollte im Haus oder Büro bereit liegen, sofern
das Auto noch mit dem Schlüssel aufgesperrt wird. Eine warme Decke und
ausreichend Flüssigkeit sollten bei jeder längeren Reise mit an Bord sein.
Quelle: www.presse.adac.de
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Fahrverbote nur noch in Bozen und Brixen
In Südtirol herrscht laut ADAC ab kommenden Winter kein
flächendeckendes Winterfahrverbot für ältere Fahrzeuge. Lediglich in Bozen und
Brixen bleiben Fahrzeuge mit den Schadstoffklassen Euro 0 und Euro 1 vom 1.
November bis 31. März ausgeschlossen. In Meran, Bruneck und in etlichen
umliegenden Gemeinden ist das Verbot aufgehoben. Eingeführt wurde es, um die
hohen Schadstoffwerte in der Luft zu senken.
Die Regelung 2012/13 im Detail: In Bozen und Brixen gilt das
Winterfahrverbot montags bis freitags von 7 Uhr bis 10 Uhr und von 16 Uhr bis
19 Uhr. Samstage, Sonn- und Feiertage sind von dieser Regelung ausgenommen. In
Bozen sind Fahrzeuge mit der Schadstoffklasse Euro 0 und Euro 1 betroffen sowie
Zweitaktmotorräder mit und ohne Katalysator. In Brixen trifft es Euro 0- und
Euro 1-Fahrzeuge. Weitere Informationen zu den gesperrten Zonen sind auf den
Internet-Seiten der Gemeinden Bozen und Brixen zu finden.
Die Schadstoffklasse eines Autos kann anhand der
Schlüsselnummer in den Zulassungspapieren ermittelt werden. Im alten
Fahrzeugschein kennzeichnen dabei die letzten beiden Ziffern im ersten Feld
oben links diese Einstufung.
Wer Ärger mit den Ordnungshütern vermeiden möchte, sollte in
den Außenbereichen der Städte parken und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in
das Zentrum fahren. Touristen, deren Unterkunft in der Fahrverbotszone liegt,
dürfen aber in der Regel an- und abreisen.
Quelle: www.presse.adac.de
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