Posts mit dem Label Verkehr werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Verkehr werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2. Juni 2013

Fast 40 Prozent der Bundesbürger für PKW-Maut

Eine PKW-Maut wird allmählich populär. Sie wird mittlerweile von 39 Prozent der Bundesbürger befürwortet, vor zwei Jahren waren es noch 36 Prozent. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM. Dabei sprechen sich 38 Prozent der Autofahrer und 42 Prozent der Nicht-Autofahrer für eine PKW-Maut aus. „Immer mehr Deutschen wird klar: Der Kampf gegen Staus und für Ressourcenschonung erfordert neue Ansätze. Eine intelligente Verkehrssteuerung muss gleichwertig neben traditionelle Maßnahmen der Verkehrspolitik wie die Verbesserung des Straßennetzes treten“, sagt BITKOM-Vizepräsident Volker Smid. Besonders hoch ist der Anteil der Maut-Befürworter (43 Prozent) in der Altersklasse der 30- bis 44-Jährigen.

Diese Gruppe ist beruflich und privat besonders viel unterwegs. Laut Deutschem Mobilitätspanel legte 2011 jeder Deutsche im Schnitt täglich insgesamt fast 41 Kilometer zurück und brauchte dafür 83 Minuten – beides sind Rekordwerte für Deutschland.

Laut Umfrage sprechen sich 36 Prozent der Bundesbürger für eine PKW-Maut auf Autobahnen und zudem immerhin 8 Prozent für eine Maut auf Bundes- und Landstraßen aus. „Mit einer Maut kann das Verkehrsaufkommen gesteuert werden, beispielsweise indem die Mauthöhe in verkehrsarmen Zeiten reduziert wird“, so Smid. Auch kann die Maut auf wenig genutzten Straßen niedrig gehalten werden, um dort eine bessere Auslastung und damit eine Entlastung viel befahrener Straßen zu erreichen. Auch lassen sich so gezielt Lärmentlastungen unterstützen. „Eine intelligente Verkehrssteuerung ist ein entscheidender Wirtschafts- und auch Umweltfaktor, die technologischen Voraussetzungen sind vorhanden, wir müssen sie nur nutzen“, sagt Smid. Es sei Aufgabe der Politik, schnellstmöglich das geeignete Umfeld für den Ausbau der Verkehrstelematik zu schaffen. Dazu gehört beispielsweise der Einbau von Sensoren am Verkehrsrand oder im Asphalt, etwa Induktionsschleifen, um Daten zu Verkehrsdichte, Wetter oder Umweltbelastung zu messen.

Die Modernisierung des Verkehrssystems kann einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von insgesamt zehn Milliarden Euro jährlich bringen. Das ergab eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung im Auftrag des BITKOM zu Intelligenten Netzen. Der Löwenanteil von rund 4,4 Milliarden Euro ergibt sich aus der Vermeidung von Staus und entsprechenden Zeitverlusten sowie Umweltschäden. Neue Logistiksysteme sparen weitere 3,5 Milliarden Euro jährlich.

Dazu kommen Wachstumsimpulse in Höhe von 2 Milliarden Euro mit neuen Apps und Services, die die unterschiedlichen Verkehrsnetze miteinander verbinden. Vor diesem Hintergrund fordert Smid den flächendeckenden Aufbau verkehrstelematischer Systeme. Wie stark Verbraucher von einem intelligenten Verkehrsmanagement profitieren können, zeigt das Beispiel Stockholm. Dort werden pro Sekunde insgesamt 250.000 anonymisierte GPS-Daten von Handybesitzern, Stau- und Unfallmeldungen sowie Daten von Sensoren und dem Mautsystem analysiert und so der Verkehr gesteuert. Die individuellen Fahrzeiten konnten um 50 Prozent verringert werden, das Verkehrsaufkommen und die Schadstoff-Emissionen um 20 Prozent.

Das bisherige LKW-Mautsystem kann laut BITKOM die Basis sein, um eine intelligente Verkehrssteuerung flächendeckend aufzubauen. Der aktuelle Vertrag steht Ende 2015 zur Verlängerung an. Derzeit zahlen LKWs für die Nutzung der Autobahn und einiger Bundesstraßen, eine Verkehrssteuerung findet aber de facto nicht statt. Zudem werden zwar viele Daten gemessen, sie stehen jedoch nicht für neue Dienste zur Verfügung. Smid: „Die Politik sollte mit dem Nachfolgesystem ab 2015 eine aktive Verkehrssteuerung betreiben und die anfallenden Daten anonymisiert für neue Dienste zur Verfügung zu stellen.“

Zur Methodik: Die zitierten Daten wurden im Rahmen einer repräsentativen Studie von forsa im Auftrag des BITKOM erhoben. Befragt wurden im April 2013 dafür 1.002 deutschsprachige Personen in Privathaushalten ab 14 Jahren. Mehrfachnennungen waren möglich. Die Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) kann heruntergeladen werden unter www.bitkom.org/de/publikationen/38338_74495.aspx.

17. November 2012

Mercedesfahrer gehen kaum fremd


Premiummarken bekommen von ihren Kunden Bestnoten bei der Zufriedenheit mit ihren Autos. Das ist das Ergebnis des ADAC Kundenbarometers, einer neuen, repräsentativen Online-Umfrage unter 20 000 Personen. Die beste Bewertung erhielt BMW. Dahinter rangiert Audi. Es folgen Mini, Mercedes und Volvo. Schlusslicht im Gesamtranking ist Chevrolet. Abgefragt wurden unter anderem Fahreigenschaften, Verarbeitung, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Servicequalität. Auch „Markentreue“ war Gegenstand der Untersuchung. Ergebnis: Mercedes-Fahrer wechseln ihre Marke am seltensten (62 Prozent Markentreue). Ähnlich treue Fahrer haben VW (55 Prozent) und Suzuki (49 Prozent).

Auf Modellebene sind die BMW X3-Fahrer am zufriedensten mit ihrem Auto. Unter allen Modellen, die in die Statistik eingeflossen sind, bekommt das SUV aus München die meisten Punkte (80,7 von 100). Dass der X3 so gut abschneidet, liegt vor allem daran, dass BMW die Kritik seiner Kunden annimmt. In der ersten X3-Baureihe wurden noch die Federung und ungenügende Materialqualität moniert. Dass die Münchner inzwischen nachgebessert und alle Mängel behoben haben, wird jetzt mit der führenden Position unter allen abgefragten Modellen belohnt. Auch Audi schneidet auf der Modelle-Ebene gut ab. Durchgehend Spitzen-Bewertungen erhielten A1, A3 und A5 in den Fahrzeugklassen „Kleinwagen“, „untere Mittelklasse“ sowie „Mittelklasse“. Die Erwartungen an den Kleinstwagen erfüllte der Smart fortwo als Sieger in seiner Klasse am besten.

Eine echte Image- und Markenoffensive kombiniert mit einem optimierten Qualitätsmanagement muss dagegen Chevrolet leisten. Die Marke kommt mit 60 von 100 möglichen Zufriedenheitspunkten im Gesamtmarkenranking auf den letzten Platz. Die Befragten kritisieren unter anderem die Motoren, eine schlechte Verarbeitung und den teils hohen Verbrauch ihrer Autos. Der Chevrolet Matiz bildet auch im Segment der Kleinstwagen das Schlusslicht.

Das ADAC Kundenbarometer nimmt die Hersteller im Sinne des Verbraucherschutzes noch stärker in die Pflicht. Das Clubmagazin ADAC Motorwelt berichtet im Novemberheft ausführlich über die neue Zufriedenheitsstudie.


Quelle: www.adac.de



16. November 2012

Auf Airbag allein ist kein Verlass


20 Prozent der tödlich verunglückten Fahrzeuginsassen trugen im vergangenen Jahr keinen Gurt. Die Experten der ADAC Unfallforschung gehen davon aus, dass ein Großteil davon angeschnallt überlebt hätten. Um die dramatischen Folgen für „Gurtmuffel“ zu zeigen, hat der Club jetzt Crashversuche mit 64 km/h und 30 km/h durchgeführt.

Sind Frontpassagiere angeschnallt, sind sie bei Tempo 64 in einem modernen Fahrzeug gut geschützt. Das ändert sich – trotz Airbag – aber dramatisch, wenn die Insassen ohne Gurt unterwegs sind. Lebensgefährliche Verletzungen an Brust und Kopf sind die Folge, dauerhafte Schädigungen der unteren Extremitäten sehr wahrscheinlich. Auch der Unfall in der Stadt mit 30 km/h läuft angegurtet glimpflich ab. Ohne Gurt sind auch hier schlimme Verletzungen zu erwarten. Ein derartiger Unfall entspricht für die beteiligten Personen immerhin einem Sturz aus vier Metern Höhe. Dass der Airbag bei derartig niedrigen Geschwindigkeiten nicht zwingend ausgelöst wird, macht die Situation noch prekärer.

Gerade die Unfälle bei niedriger Geschwindigkeit und „gurtlos“ sind nicht zu unterschätzen. Ein eigentlich harmloser Unfall verursacht schwerste Verletzungen. Die Knie der Beteiligten würden ohne Gurt ins Armaturenbrett rammen. Die Brust schlägt auf das Lenkrad, der Kopf stößt gegen die Scheibe.

Der ADAC fordert, dass Gurtwarner flächendeckend eingesetzt werden müssen. In der Typgenehmigung der Fahrzeuge sind die Warner immer noch nicht verpflichtend vorgeschrieben. Sie sollten außerdem auf allen Plätzen im Auto verbaut sein. Ferner müssen bessere Gurte (mit Straffer und Kraftbegrenzer) auch auf der Rückbank eingebaut sein. Um die Zahl der Toten und Schwerverletzten zu reduzieren, muss durch Crashtests und andere Verbraucherschutzkampagnen eine noch höhere Anschnallrate (derzeit 98 Prozent) erreicht werden.

Wer als Fahrer oder Beifahrer nicht angeschnallt ist, riskiert übrigens ein Verwarngeld von 30 Euro. Der Fahrer eines Autos sollte auch im Eigeninteresse darauf achten, dass alle Insassen des Autos angeschnallt sind. Schließlich kann ein unangeschnallter Heckpassagier für den Fahrer zur tödlichen Gefahr werden, da er bei einem Crash unkontrolliert auf den Fahrzeuglenker prallt. 



Quelle: www.adac.de



15. November 2012

Löschung der Punkte bei Reform richtig


Die Pkw-Maut ist vorerst vom Tisch – die Punktereform kommt im Jahr 2014. Während bei der von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer angestoßenen Punktereform noch Details zu klären sind, hat der CSU-Politiker bei der Diskussion um die Einführung einer Pkw-Maut für Klarheit gesorgt und der Straßengebühr für diese Legislaturperiode eine Absage erteilt. 

Damit übernimmt Ramsauer eine Position des ADAC, der sich immer wieder klar gegen eine solche Zwangsabgabe für alle deutschen Haushalte ausgesprochen hat. Eine Straßennutzungsgebühr käme einer Steuererhöhung für die finanziell ohnehin stark belasteten Autofahrer gleich.

ADAC Präsident Peter Meyer: „Es bleibt zu wünschen, dass notorische Mautbefürworter wie Bayerns Ministerpräsident Seehofer der Einsicht des Bundesverkehrministers folgen. Anstatt neue Sondersteuern bei den Autofahrern einzutreiben, sollte die Politik die vorhandenen Mittel gezielt einsetzen, um die Straßeninfrastruktur voran zu bringen".

Kommen wird hingegen eine Punktereform zum 1. Februar 2014. Ab diesem Zeitpunkt sollen Punkte für Delikte gelöscht werden, die nicht verkehrssicherheitsrelevant sind. Im Flensburger Register sollen nach den Plänen des Verkehrsministeriums künftig nur noch solche Delikte erfasst werden, die unmittelbar die Verkehrssicherheit gefährden. Verstöße gegen die Umweltzone, Sonntagsfahrverbote oder Fahrtenbuchauflagen ziehen dementsprechend keine Punkte mehr nach sich.

Dieser sinnvolle Schritt lichtet das Punktekonto vieler Verkehrssünder. Was an Eintragungen stehen bleibt, wird entsprechend einer Umrechnungstabelle auf die neue Punktesystematik umgestellt. Der ADAC steht diesem Vorhaben positiv gegenüber, da die Punktereform das Hauptaugenmerk noch stärker auf Verstöße gegen die Verkehrssicherheit richtet.



Quelle: www.adac.de



13. November 2012

Jedes vierte Parkhaus durchgefallen


Parkhäuser in deutschen Städten lassen häufig zu wünschen übrig: Oftmals sind sie zu eng, zu dunkel oder zu teuer. Das hat der aktuelle ADAC Test von 40 Parkhäusern in zehn Städten ergeben. Keiner der Kandidaten konnte die Note „sehr gut“ erreichen. Insgesamt vergaben die ADAC Tester elf Mal die Wertung „gut“. Für 19 Testobjekte reichte es nur zu einem „ausreichend“, acht mussten mit „mangelhaft“ benotet werden, für zwei blieb nur ein „sehr mangelhaft“. Den Autofahrern macht dabei vor allem die unzureichende Parkplatzbreite in vielen Parkhäusern zu schaffen. Die bisher vorgeschriebene Breite von nur 2,30 Meter reicht laut ADAC längst nicht mehr aus. Um den immer breiter werdenden Autos Rechnung zu tragen, fordert der Club eine Anpassung der Garagenverordnungen der Länder auf eine Mindestbreite der Parkplätze von 2,50 Meter.

Der Testsieger mit der Note „gut“ kommt aus Potsdam. Das Parkhaus Luisenplatz/Sanssouci besticht durch Übersichtlichkeit und Helligkeit. Aber auch die gute Beschilderung und die schräg angeordneten, breiten Parkplätze zeichnen das Haus aus. Ganz anders beim Verlierer in Mannheim: Das Parkhaus N6 (neues Parkhaus) kommt nicht über ein „sehr mangelhaft“ hinaus. Vor allem die extrem schmalen Parkplätze mit teilweise nur 2,17 Meter Breite schlugen als K.O.-Kriterium negativ zu Buche. Doch das ist nicht das einzige Manko: Die Einfahrt zu eng, Rampen und Fahrbahn zu schmal, die Parkplätze mit vielen Pfeilern garniert und obendrein schlecht beleuchtet, ohne Parkplätze für Eltern mit Kindern und mit nur einem Parkplatz für Behinderte. Ein Lichtblick: Das benachbarte Parkhaus N6 (altes Parkhaus) desselben Betreibers wird derzeit saniert und Mitte Dezember wiedereröffnet.

Die häufigsten Mängel waren fehlende Sonderstellplätze für Eltern mit Kindern, zu wenige und nicht barrierefrei angebundene Parkplätze für Behinderte, abgenutzte Markierungen und nicht vorhandene Fußwege. Bei weiteren drei Parkhäusern griff wegen einer zu geringen Einfahrtshöhe von weniger als 1,90 Metern das K.O.-Kriterium, das heißt, die Häuser wurden abgewertet. Besonders ärgerlich: Nicht einmal in relativ neuen, modernen Parkhäusern war man vor Mängeln sicher. Umgekehrt präsentierten sich ältere, aber sanierte Häuser durchaus benutzerfreundlich. Auf dem Prüfstand waren Testobjekte in Bonn, Braunschweig, Chemnitz, Darmstadt, Duisburg, Kiel, Mainz, Mannheim, Potsdam und Regensburg. Untersucht wurde nach den Kriterien Sicherheit, Befahrbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Tarif. 

Quelle: www.adac.de

9. November 2012

Tipp: Fahren bei Nebel


Nebel oder plötzlich auftretende Nebelbänke können zu gefährlichen Situationen auf den Straßen führen. Im vergangenen Jahr kam es zu mehr als 700 nebelbedingten Unfällen. Vor allem auf Landstraßen sollten Autofahrer vorsichtig sein. Gerade die schlechten Sichtverhältnisse sowie nicht angepasste Geschwindigkeit und zu geringer Abstand zum Vordermann sind die Hauptgründe für Unfälle im Nebel. Der ADAC gibt Tipps, wie man jetzt sicher durch den Herbst kommt.
  • Autofahrer sollten sich auf plötzliche Sichtbehinderungen einstellen, auch tagsüber mit Abblendlicht fahren und stets bremsbereit sein.
  • Ausreichend Abstand halten! Als Regel gilt: Mindestabstand ist gleich Geschwindigkeit. Wer zu dicht auffährt, kann sein Auto nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen, wenn der Vordermann plötzlich bremst.
  • Immer am rechten Fahrbahnrand und den seitlichen Leitpfosten orientieren. Sie sind auf Autobahnen und Landstraßen in einem Abstand von 50 Metern aufgestellt.
  • Geschwindigkeit reduzieren! Die StVO schreibt vor: Sieht man weniger als 50 Meter (Abstand zwischen den Pfosten am Fahrbahnrand), darf man nicht schneller als 50 km/h fahren. Bei noch dichterem Nebel heißt es „Fuß vom Gas“, auch wenn damit nur noch Tempo 30 oder weniger gefahren werden kann.
  • Bei Sichtweiten unter 50 Meter die Nebelschlussleuchte aktivieren. Haben sich die Sichtverhältnisse wieder gebessert, muss sie ausgeschaltet werden, um den Nachfolgeverkehr nicht unnötig zu blenden.
  • Nebelfahrten sind anstrengend. Wenn die Augen durch das Starren in die Nebelwand zu brennen beginnen, sollte eine Pause eingelegt werden. Besondere Vorsicht ist dabei auf Parkplätzen geboten, da Fußgänger erst im letzten Moment zu erkennen sind.
  • Während der Pausen falls notwendig Scheinwerfer und Leuchten abwischen, um Schmutz und Feuchtigkeit zu beseitigen. Auch bei der Fahrt regelmäßig die Scheibenwischer anschalten.

Bei Nebelfahrten ist laut ADAC höchste Aufmerksamkeit geboten. Alles, was den Fahrer ablenken kann, sollte man bei der Fahrt durch die graue Suppe unterlassen.

 Quelle: www.adac.de


Andere Länder, andere Regeln


Fast jedes Land in Europa hat seine eigenen Regeln bezüglich Winterreifen. Wer eine Reise plant, sollte sich laut ADAC daher vor Abfahrt genau informieren. Bei winterlichen Straßen müssen in Deutschland geeignete Reifen aufgezogen werden – also Winter oder Ganzjahresreifen.

In Österreich herrscht ebenfalls keine generelle Winterreifenpflicht. Aber: Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht müssen bei winterlichen Straßenverhältnissen mit witterungsgerechten Pneus ausgerüstet sein. Zudem sind auch Schneeketten an den Antriebsrädern zulässig, sobald die Straßen durchgängig mit Schnee und Eis bedeckt sind.
In der Schweiz gibt es auch keine generelle Winterreifenpflicht. Ist man aber mit Sommerreifen unterwegs und behindert den Verkehr oder verursacht gar einen Unfall drohen dem Fahrer hohe Bußgelder und eine erhebliche Mithaftung bei der Schadensregulierung.

Italien schreibt für viele Strecken von November bis April des Folgejahres generell Winterreifen vor. Vor allem in den Provinzen Mailand und Südtirol sollte auf entsprechende Beschilderung geachtet werden. Die Verpflichtung kann auch kurzfristig - ebenso wie in Frankreich („pneus neige“) – ausgesprochen werden

Auch in Luxemburg müssen Autofahrer seit dem 1.Oktober 2012 bei Eis, Schneematsch und Schnee mit Winter- oder Ganzjahresreifen unterwegs sein.

In Tschechien gilt zwischen dem 1. November und dem 31. März auf allen Straßen eine Winterreifenpflicht. Slowenien schreibt die Benutzung zwischen dem 15. November und dem 15. März sowie generell bei winterlichen Straßen vor.

In den Niederlanden, Polen, Kroatien, der Türkei, Irland und Großbritannien gibt es keine Regelung. Zur eigenen Sicherheit rät der ADAC Autofahrern dringend Winter- oder Ganzjahresreifen aufzuziehen. 


Quelle: www.adac.de



5. November 2012

Ennertaufstieg soll in Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden

Ennertaufstieg und Venusbergtunnel sollen wieder in den Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen werden! Das haben die Ausschussmitglieder des Planungs- und Verkehrsausschusses des Rhein-Sieg-Kreises in ihrer letzten Sondersitzung (30.10.) mehrheitlich beschlossen.

In der Sitzung wurden die Vorschläge zum neuen Bundesverkehrswegeplan diskutiert. Neben den bekannten Maßnahmen an den Autobahnen A 59, A 61 und verschiedenen Ortsumgehungen standen vor allem die Maßnahmen zur Entlastung des Siebengebirges sowie die Verbesserung der Ost-West-Verbindungen in der Region im Fokus; hier insbesondere der Ennertaufstieg und die Südumfahrung für das Bonner Stadtzentrum (Venusbergtunnel) als Verbindung zwischen den Autobahnen A 565 und A 3. Hier ging es darum, ob wieder beide Maßnahmen in den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgenommen werden. Mit dem mehrheitlichen Beschluss folgten die Ausschussmitglieder den klaren Empfehlungen des Mobilitätsgutachtens für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis aus dem Jahr 2011. Diese aktuelle Untersuchung im Auftrag des Bundes und des Landes NRW hatte nochmals alle denkbaren Varianten auch unter Berücksichtigung eines starken ÖPNV-Ausbaus untersucht und bewertet.

Landrat Frithjof Kühn, der persönlich an der Ausschusssitzung teilgenommen hatte, hob die große Bedeutung eines politischen Konsenses der Ausschussmitglieder hervor, da es um die zukünftige Entwicklung des Kreises und der gesamten Region gehe. „Die gesamte Region ist eine Wachstumsregion und muss langfristig denken, denn neue Trassen wie der Ennertaufstieg sind Lückenschlüsse mit dem größten Effekt. Sie sind eine Chance für eine Entlastung von Mensch und Natur“, sagte Landrat Frithjof Kühn.

Neben einer weiteren neuen Maßnahme, nämlich dem Bau einer neuen Verbindung zwischen der Autobahn A 555 und der A 59/B8 mit einer Rheinquerung, werden auch die Ortsumgehungen Hennef-Uckerath, Swisttal-Miel, Much und Euskirchen/Kuchenheim sowie Ludendorf-Essig durch den Rhein-Sieg-Kreis für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet.

Wie geht es nun weiter?
Die Maßnahmenanmeldungen des Rhein-Sieg-Kreises werden am 23. November 2012 und am 14. Dezember 2012 in der Verkehrskommission beziehungsweise im Regionalrat bei der Bezirksregierung Köln zusammen mit den Anmeldungen der anderen Gebietskörperschaften erörtert. Nach Einholen der Voten der Regionalräte wird ein abschließender Vorschlag des Landes an den Bund unterbreitet.

„Die angemeldeten Maßnahmen sind dazu geeignet, das eigentlich gute Verkehrssystem in der Region zu komplettieren. Wir schaffen heute die Voraussetzungen, damit auch künftige Generationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis gut leben und arbeiten können“, sagte Landrat Kühn.

Informationen zum Bundesverkehrswegeplan:

Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist die Grundlage für die Mobilität der Bevölkerung und einer der wichtigsten Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Wirtschaft. Entscheidendes Steuerungselement hierfür ist der Bundesverkehrswegeplan (BVWP). Hier sind alle Investitionen des Bundes an Bahnstrecken des Fernverkehrs, an Bundeswasserstraßen sowie den Bundesautobahnen und Bundesstraßen zusammengefasst. Der derzeit gültige BVWP datiert aus dem Jahr 2003 und wird aufgrund der sich ändernden Rahmenbedingungen aktuell fortgeschrieben. Im Jahr 2015 soll der neue BVWP durch die Bundesregierung beschlossen werden. Im ersten Schritt wurde bereits die Verkehrsentwicklung bis zum Jahr 2025 unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung sowie der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ermittelt. Demnach wird auch für die Zukunft mit deutlichen Steigerungen des Verkehrsaufkommens gerechnet.

Aktuell hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Bundesländer aufgefordert, die Maßnahmen zu benennen, die für den neuen BVWP in einem einheitlichen Verfahren zu bewerten sind. Für die Bundesstraßen und Bundesautobahnen sind in Nordrhein-Westfalen alle Kreise, kreisfreien Städte sowie Kommunen aufgefordert worden, ihre Vorschläge zu benennen.




4. November 2012

Lärm macht Menschen krank


Der Verkehr ist der stärkste Lärmverursacher in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens, das zeigen die neuen Lärmkarten, die das Umweltministerium jetzt veröffentlicht hat. Es sind vor allem Autos, Flugzeuge und der Bahnverkehr, die manche Menschen krank machen. „Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sind zu stark mit Lärm belastet, das zeigen die neuen Lärmkarten. Lärm hat einen ernsthaften Einfluss auf die Gesundheit der Menschen.

“ Die neuen Lärmkarten zeigen gegenüber den Karten aus dem Jahr 2007 deutlich mehr Lärmquellen. Erfasst sind die Lärmquellen entlang der mehr als 8000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen, 85 Kilometer nicht-bundeseigene Schienenwege sowie die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn. Weitere Karten der großen Städte werden in Kürze ergänzt.

„Wir müssen Menschen vor allem in den Städten besser schützen. Die Lärmaktionspläne der Städte und Gemeinden sind ein erster wichtiger Schritt, um die Situation zu verbessern. Flächendeckend werden wir aber nur Erfolge erzielen, wenn die technischen Potenziale genutzt werden: Fahrzeuge und Flugzeuge müssen zukünftig leiser sein. Hier muss die Europäische Kommission ihre Vorschriften überarbeiten“, sagte Remmel. Das komplett überarbeitete Internetportal www.umgebungslaerm.nrw.de informiert jetzt noch einfacher über die Quellen und Folgen von Lärm. Die Lärmkarten sind leicht bedienbar, Lärmquellen werden einzeln dargestellt und über die Zoomfunktion können Anwohner leicht sehen, wie hoch der Lärmpegel an ihrem Wohnort ist.

Das Landesumweltamt NRW hat die Lärmkarten der Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen aus dem Verkehrsaufkommen, den Fahrgeschwindigkeiten und den Straßenoberflächen berechnet. Dabei wurden das Gelände, die Gebäude und die Schallschutzwände und -wälle berücksichtigt. Daten wie z.B. die Schallschutzwände, die nicht in den Landesdatenbanken verfügbar waren, wurden durch Befahrung erhoben, die Kommunen haben die Daten der Modelle mit ihren Ortskenntnissen abgeglichen.

Das Portal www.umgebungslaerm.nrw.de stellt neben den Karten alle Informationen zur Lärmkartierung und Aktionsplanung zur Verfügung. Die Lärmbelastung ist auch im zentralen Umweltportal des Landes www.uvo.nrw.de zu sehen. Hier können zusätzlich noch weitere Umweltdaten wie Luft- oder Wasserqualität abgerufen werden.


Quelle: www.nrw.de



31. Oktober 2012

Gefahr durch Wildwechsel

220 000 Rehe, etwa 12 000 Wildschweine und über 200 000 Hasen und Kaninchen kommen jedes Jahr unter die Räder. Mit Herbst-Beginn ist auf Deutschlands Straßen wieder vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen. Für Autofahrer sind vor allem die Abend- und frühen Morgenstunden gefährlich. Insgesamt werden jährlich ca. 2 500 Verkehrsteilnehmer bei Wildunfällen verletzt.

Die Tiere sind zu dieser Jahreszeit auf Deckungssuche, da abgeerntete Felder an Wiesen oder Waldrändern keinen Schutz mehr bieten. Zur Futtersuche  queren Schwarz- und Rotwild sowie Füchse oder Hasen immer wieder die Straßen. Besonders in der Dämmerung oder bei Nebel ist in den kommenden Wochen Vorsicht geboten. Für alle Verkehrsteilnehmer gilt: Mit angepasster Geschwindigkeit, vorausschauend und vorsichtig fahren, sowie immer ausreichend Abstand zum Vordermann halten. Taucht ein Reh am Straßenrand auf, sofort das Tempo reduzieren, denn einem Wildtier folgen meist mehrere. Scheint ein Zusammenprall unvermeidlich, auf keinen Fall ausweichen, sondern voll bremsen. Denn ein Baumunfall oder ein Frontalzusammenstoß mit einem anderen Auto haben viel schwerwiegendere Folgen als ein Wildunfall.

Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, gilt: Warnblinker einschalten, Warndreieck aufstellen, gegebenenfalls Verletzte versorgen und die Polizei verständigen. Die Polizei informiert den Revierinhaber, der das getötete oder verletzte Tier von der Straße nimmt und eine Unfallbescheinigung für die Schadenregulierung mit der Kaskoversicherung ausstellt.

Angefahrene Tiere sollten nach einem Unfall auf keinen Fall berührt werden,  sie könnten auskeilen oder Krankheiten übertragen. Getötetes Wild mitzunehmen, ist strafbar und wird als Wilderei mit Geld- oder Haftstrafe bis hin zur Beschlagnahme des Fahrzeugs geahndet. Auch wenn ein Tier nur angefahren wurde und wieder verschwindet, ist die Polizei zu informieren. In solchen Fällen muss aus Gründen des Tierschutzes der Jäger das verletzte Tier suchen und es von seinen Schmerzen erlösen.


Quelle: www.adac.de


30. Oktober 2012

Yachten jetzt auf Mängel prüfen lassen

Bootsbesitzer, die ihre Yacht nach Saisonende verkaufen oder einfach winterfit machen möchten, sollten den Zustand des Bootes jetzt prüfen lassen. Idealerweise sollte das von einem Fachmann erledigt werden. In einem dichten Netz von derzeit über 100 ausgewählten ADAC Prüfstationen in Europa führen geschulte Experten nach einem standardisierten Verfahren den ADAC Boot-Check durch. Auch in Griechenland und Italien können Skipper ihre Boote jetzt prüfen lassen. Interessant sind die neuen Stationen in Griechenland ebenso für Eigner, die ihr Boot in türkischen Gewässern liegen haben.
Foto; djp/towat.blogspot.de
Insbesondere Einsteiger und zukünftige Eigner, die sich ein eigenes Urteil  über den Bootszustand nicht zutrauen, sowie Skipper, deren Yacht weit weg von zu Hause liegt, profitieren von dem Angebot. Vorteile haben aber auch alle Verkäufer, denn ihre Angebote unterscheiden sich nach dem ADAC Boot-Check von allen anderen auf dem Gebrauchtbootmarkt. Käufer und Verkäufer vermeiden mit dem Check zudem teure Streitigkeiten und Auseinandersetzungen wegen Sachmängeln. Vorhandene Mängel werden festgehalten und damit Teil des Vertrags. Der Prüfbericht garantiert zudem, dass das Boot fachmännisch untersucht wurde, ist fälschungssicher und somit eine solide Grundlage für einen Kaufvertrag.

Der ADAC Boot-Check kann für jedes Gebrauchtboot gleich welchen Alters – egal ob Klein-, Schlauchboot, Jetski, Motor-, Segelboot oder Yacht –durchgeführt werden. Er bietet Käufern, Verkäufern, Maklern und Händlern eine kostengünstige Absicherung beim Gebrauchtbootkauf. Den Check gibt es bereits ab 99 Euro für kleinere Boote. Je nach Bootslänge ist der Preis gestaffelt – für ein Boot zwischen zehn und elf Metern kostet der Boot-Check beispielsweise 429,- Euro. ADAC Mitglieder erhalten drei Prozent Rabatt.

Weitere Informationen und Anmeldungen zum ADAC Boot-Check gibt es unter www.adac.de/boot-check oder unter  ADAC Touring GmbH „Boot-Check“,  Hansastraße 19, D 80686 München, Fax: 089 / 7676 41 50, E-Mail: boot-check@adac.de.


Quelle: www.adac.de


Katastrophen-Tunnel Tauern jetzt Spitze


Sanierung lohnt sich – das zeigen die guten Ergebnisse des diesjährigen ADAC Tunneltests. In der aktuellen Untersuchung fällt keiner der zehn getesteten Tunnel durch, zwei Röhren schneiden mit „sehr gut“, sechs mit „gut“ und zwei mit „ausreichend“ ab.

Testsieger ist der bereits zum dritten Mal getestete Tauerntunnel in Österreich, international bekannt geworden durch den verheerenden Tunnelbrand im Jahr 1999 mit zwölf Toten und 42 Verletzten. Der Tunnel an der A10 von Salzburg nach Villach erreicht nach dem ADAC Urteil „bedenklich“ im Katastrophenjahr jetzt ein „sehr gut“. Wesentlicher Grund für die Top-Bewertung: die neue, erst im vergangenen Jahr eingeweihte zweite Röhre. Im Gegensatz zu früher fährt damit der Verkehr nur noch in jeweils eine Richtung, dazu kommt modernste Technik wie etwa eine lückenlose Verkehrsüberwachung. Außerdem verfügt der Tauerntunnel über geschultes Personal in der Leitzentrale, das im Notfall auf eine gut ausgestattete Feuerwehr zurückgreifen kann.

Der Testverlierer Isla Bella kommt aus der Schweiz und erhält die Note „ausreichend“. Der Tunnel an der A13 von St. Margrethen nach Bellinzona konnte sich damit nach dem ADAC Urteil „bedenklich“ im Jahr 2000 verbessern. Gravierende Mängel sind aber immer noch die fehlenden zusätzlichen Flucht- und Rettungswege, da der Verkehr nach wie vor nur durch eine Röhre geleitet wird. Der Bau eines separaten Fluchtstollens ist jedoch für 2018/19 geplant.

In Deutschland wurden zwei Tunnel getestet. Der Allacher Tunnel auf der A99 (Autobahnring München) erzielte die Note „gut“. Der Wattkopf Tunnel auf der L562 (Umgehung Ettlingen bei Karlsruhe) schnitt 2004 noch mit „mangelhaft“ ab. Jetzt wurden die meisten Mängel beseitigt, die Röhre erzielte ein „gut“.

Die häufigsten Mängel im ADAC Test gab es in den Kategorien Verkehr und Verkehrsüberwachung, Flucht- und Rettungswege sowie Brandschutz. In jedem zweiten Tunnel fehlten Pannenbuchten oder Seitenstreifen sowie Lautsprecher an den Notausgängen und Portalen.

Die erfreuliche Tendenz beim diesjährigen Test bestätigt, dass Europas Röhren immer sicherer werden. Aber immer noch bedarf es hartnäckiger Anstrengungen, damit sich Autofahrer in ganz Europa im Tunnel sicher fühlen können. Deshalb fordert der ADAC weiter nachzurüsten, um bis zum Jahr 2014 alle wichtigen Tunnel Europas auf den einheitlichen Mindeststandard nach EU-Richtlinie zu bekommen.


Quelle: www.adac.de


Vorsicht Glatteis

Tipps zum richtigen Verhalten bei plötzlicher Straßenglätte: Norddeutschland hat in den vergangenen Nächten seinen ersten Frost erlebt. Ab sofort sollten Autofahrer am morgen Scheiben Freikratzen und Straßenglätte fest mit einplanen. Damit der Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen nicht zur Rutschpartie wird, empfehlen die Experten des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eine vorausschauende Fahrweise. Besonders gefährlich sind Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Straße ist glatter als bei strengem Frost, weil sich ein zusätzlicher Wasserfilm auf dem Asphalt bilden kann. Durch den Wechsel von Tauen und Gefrieren ändert sich außerdem die Fahrbahnbeschaffenheit ständig.  
  
Reifglätte  
Die gefürchtete Reifglätte entsteht, wenn Nebel oder feuchte Luft bei weniger als Null Grad Bodentemperatur über die kalte Fahrbahn zieht. Deshalb: Vorsicht bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Fahrbahntemperaturen! Eine dunkle, feucht wirkende Fahrbahn kann bereits glatt sein.  
  
Blitzeis  
Eisregen, umgangssprachlich auch Blitzeis genannt, entsteht, wenn Regen unter Null Grad Celsius auf die deutlich kältere Fahrbahn trifft. Das Wasser gefriert sofort und bildet eine harte, glasige zusammenhängende Eisschicht. Deshalb: Vorsicht bei einsetzendem Regen.  
  
Eisglätte  
Überfrierende Nässe oder Eisglätte bildet sich, meist örtlich begrenzt, bei sinkender Temperatur durch das Gefrieren von Pfützen oder Schmelzwasser. Deshalb: Vorsicht bei Feuchtigkeit.  
  
Schneeglätte  
Schneeglätte entsteht durch das Festfahren von Schnee oder durch Gefrieren von Schneematsch. Deshalb: Vorsicht bei plötzlich weißer Fahrbahn.  
  
Allgemein gilt:   
Signale für Glätte sind leisere Abrollgeräusche der Reifen, eine unnatürlich weich werdende Lenkung und ein Durchdrehen der Antriebsräder. Besondere Vorsicht ist morgens und abends geboten, wenn der Winterdienst noch nicht oder nicht mehr im Einsatz ist. In der Nacht haben es Stellen mit hoher Luftfeuchtigkeit beispielsweise an Flüssen und Seen oder in Wäldern in sich. Brücken und Kuppen können dann gefährlich glatt sein. Große Aufmerksamkeit ist auch auf ungeräumten Nebenstraßen nötig sowie auf Straßenabschnitten vor und nach Landkreisgrenzen und Ortsschildern, weil hier andere Winterdienste zuständig sein könnten.  
  
Um bei Glätte heil anzukommen, sollten sich Autofahrer ein Zeitpolster schaffen und längere Fahrzeiten einplanen sowie Schleichwege meiden. Zur Sicherheit trägt auch ein besonders großer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug bei.  
  
In der kalten Jahreszeit müssen Fahrzeugführer besonders behutsam und sensibel mit dem Gaspedal umgehen. Denn wer plötzlich oder ruckartig Gas gibt oder wegnimmt, provoziert ein Ausbrechen und Rutschen des Wagens. Empfehlenswert ist eine kurze Bremsprobe nach wenigen Metern Fahrtstrecke. Diese gibt ein Gefühl für die veränderten Straßenverhältnisse. Aber Achtung: Vorher unbedingt in den Rückspiegel schauen!


Quelle: www.adac.de


29. Oktober 2012

31 Bahnhöfe in NRW bekommen neue Eigentümer und neue Nutzung


Vertreter von Land und Bahn haben in Wetter (Ruhr) die Rahmenver­einbarung zum „3. Empfangsgebäudepaket NRW“ vorgestellt. Ziel des Vertrages ist es, für weitere 31 Bahnhöfe einen neuen Eigentümer und eine nachhaltige Nutzung zu finden.

In dem Paket geht es um die zukünftige Nutzung dieser 31 Bahnhöfe:
Altenbeken, Bad Oeynhausen, Wattenscheid (Bochum), Bünde, Wür­gendorf (Burbach), Coesfeld, Schmidtheim (Dahlem), Dortmund-Kurl, Drensteinfurt-Mersch, Dülmen, Eitorf, Bergeborbeck (Essen), Pfalzdorf (Goch), Halle/Westf., Horn-Bad Meinberg, Esch (Ibbenbüren), Laggen­beck (Ibbenbüren), Kerpen-Sindorf, Kleve, Kattenvenne (Lienen), Min­den/Westf., Rheydt Hbf. (Mönchengladbach), Mülheim-Styrum, Neunkir­chen, Windheim (Petershagen), Pulheim, Schieder, Siegen-Weidenau, Troisdorf, Rudersdorf (Wilnsdorf), Au(Sieg) (Windeck).

Das Land NRW unterstützt das von Bahn, Land und Kommunen getra­gene Verfahren zur Veräußerung und Neunutzung der bisherigen Bahn­hofsgebäude aus Mitteln der Stadterneuerung mit rd. 180.000 Euro. Die Mittel dienen der Finanzierung von Gutachten über den Bauzustand der Empfangsgebäude und zur Ermittlung des Werts durch externe Sach­verständige.

Vertragspartner der Rahmenvereinbarung sind das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW, die DB Sta­tion&Service AG, das Forum Bahnflächen und die BEG NRW. Bei der Suche nach neuen Eigentümern und einer neuen Nutzung der nicht mehr benötigten Empfangsgebäude sollen die Kommunen Vorrang ha­ben, um vor Ort gewünschte städtebauliche und verkehrliche Entwick­lungen in den Bahnhofsquartieren zu ermöglichen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit den zwei bisherigen Rahmen­vereinbarungen ein bundesweit einmaliges und erfolgreiches Verfahren zur Veräußerung und Entwicklung der oft das Stadtbild prägenden Empfangsgebäude und zur Entwicklung der Bahnhofsumfelder durch­geführt. Mehr als 100 Bahnhöfe haben seit 2002 in NRW neue Eigen­tümer und neue Nutzungen gefunden. In zahlreichen Fällen sind die Empfangsgebäude bereits saniert und die Umfelder entwickelt worden.

Stimmen zur Vertragsunterzeichnung:
Minister Michael Groschek: „Land und Bahn setzen die erfolgreiche Strategie der ersten beiden Empfangsgebäudepakete in Nordrhein-Westfalen fort. Bisher konnten in den ersten beiden Verfahren für mehr als 100 Empfangsgebäude neue Eigentümer und eine nachhaltige Nut­zung gefunden werden. Viele sanierte oder in Sanierung befindliche Gebäude bekunden den Erfolg. Jetzt geht es darum, für 31 weitere Bahnhofsgebäude in NRW eine neue Perspektive zu finden.“

Bürgermeister Stephan Raetz, Geschäftsführer Forum Bahnflächen NRW:
 „Als Vertreter der Kommunen bedanke ich mich ausdrücklich, dass weitere Kommunen von dem erfolgreichen Konzept profitieren können. Die Stadt Rheinbach als Geschäftsstelle des Forums Bahnflä­chen NRW beantragt bei der Bezirksregierung Köln die Förderung aus Stadterneuerungsmitteln. Dieses Verfahren ermöglicht eine transpa­rente Grundlage für die Bewertung der Gebäude und die Kaufentschei­dungen. So wurden viele Kommunen und ihre Töchter oder Investoren, die von diesen gesucht wurden, zu Eigentümern von Bahnhöfen. Zahl­reiche sanierte Bahnhöfe sind so wieder zu attraktiven Stadttoren ge­worden.“

Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender DB Station&Service AG:
„Die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit in Sachen Emp­fangsgebäude mit dem Land Nordrhein-Westfalen wollen wir fortsetzen. Die ausgewählten 31 Gebäude sind für die bahnbetriebliche Nutzung zu groß und werden für den Schienenpersonenverkehr gar nicht mehr be­nötigt. Deshalb suchen wir neue Eigentümer. Für uns hat dieses Enga­gement des Landes bundesweiten Vorbildcharakter. Die Käufersuche ist hier eingebunden in eine städtebauliche und verkehrliche Gesamtkon­zeption. Das Image der Bahnhöfe und ihres Umfeldes wird verbessert, Bahn fahren wird attraktiver!“

Thomas Lennertz, Geschäftsführer Bahnflächenentwicklungsge­sellschaft NRW (BEG):
„Die Fördermittel für das Verfahren der Empfangsgebäudepakete NRW sind gut angelegtes Geld. Sie lösen erhebliche öffentliche und private Nachfolgeinvestitionen aus. Hier in Wetter/Ruhr sehen wir exemplarisch den Erfolg: Das denkmalgeschützte, stark sanierungsbedürftige Emp­fangsgebäude wurde durch die Stadt Wetter im Rahmen des 1. Emp­fangsgebäudepakets gekauft und mit Hilfe von Stadterneuerungsmitteln des Landes NRW saniert. Die jetzige Nutzung des Gebäudes mit Stadt­bücherei, Gastronomie, Wohnung und Büros hat die Entwicklung des Quartiers auf der ehemaligen Bahn-/Gewerbebrache einen Riesenschritt voran gebracht.“


Quelle: www.nrw.de



25. Oktober 2012

Erster Schnee: Sommerreifen ab sofort tabu


Wer jetzt noch mit Sommerreifen unterwegs ist, kann gehörig ins Schlingern geraten. Denn: Bei winterlichen Straßenverhältnissen, und die sind am Wochenende in einigen Regionen Deutschlands zu erwarten, muss die Bereifung den Witterungsverhältnissen angepasst werden. Wer sich nicht daran hält, gefährdet laut ADAC nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern muss im schlimmsten Fall auch mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Kommt es aufgrund der Sommerreifen zu einem Unfall, kann dies zur teilweisen oder vollständigen Leistungsfreiheit der Kaskoversicherung wegen grober Fahrlässigkeit führen.

Ohne Winterreifen erwischt zu werden, kostet 40 Euro und „bringt“ dem Autofahrer zusätzlich einen Punkt ein. Wird der Verkehr infolge falscher Bereifung behindert, sind 80 Euro sowie ein Punkt fällig. Sommerreifen sind bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch oder Reifglätte verboten. Eine Beschränkung der „Winterreifenpflicht“ auf bestimmte Monate besteht in Deutschland allerdings nicht.

Sommerreifen verursachen laut ADAC im Winter einen längeren Bremsweg, verringern die Fahrstabilität in Kurven und gefährden so die Fahrsicherheit. Außerdem sind verschneite oder vereiste Steigungen für Autos mit Sommerreifen meist nicht mehr zu bewältigen. Wenn der Autofahrer von einem akuten Wintereinbruch überrascht wird und sein Fahrzeug noch nicht „auf Winter“ umgerüstet hat, sollte er sich gut überlegen, ob er das Auto nicht lieber stehen lässt.  Wird man auf längeren Fahrten vom Schnee überrascht, ist nach Möglichkeit die Autobahn zu nutzen. Dort ist der Winterdienst zuerst aktiv.

Für die Winterreifen gilt: Unbedingt das Profil prüfen! Zwar gilt wie für Sommerreifen auch die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Nach Ansicht des ADAC sind allerdings Winterreifen mit einer Profiltiefe von unter vier Millimeter nur sehr bedingt wintertauglich. Diese sollten dann durch neue Pneus ersetzt werden. Wer aus einem Top-Angebot auswählen möchte, sollte rechtzeitig zuschlagen. Denn die besten Produkte – zum Beispiel die empfehlenswerten Winterreifen aus dem großen ADAC Reifentest – sind meist sehr schnell vergriffen.

Quelle: www.adac.de


23. Oktober 2012

Junge Fahrer neben der Spur


Autofahrer zwischen 18 und 24 Jahren haben laut ADAC Unfallforschung das höchste Risiko, einen schweren oder tödlichen Unfall zu erleiden. Obwohl diese Altersklasse nur acht Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, zählen 20 Prozent der Schwerverletzten sowie jeder vierte Verkehrstote laut Statistischem Bundesamt zu dieser Gruppe. Im Vergleich zur Allgemeinheit passieren die schweren Unfälle bei den Jungen doppelt so häufig in der Nächten am Wochenende – die sogenannte „Discounfälle“.

Bei der aktuellen ADAC Analyse von 2200 Fällen zeigt sich, dass 63 Prozent in dieser Altersgruppe ohne den Einfluss eines anderen Fahrzeuges verunglücken – größtenteils kommen die Fahrer von der Straße ab. Dieser sogenannte „Fahrunfall“ ist bei jungen Pkw-Lenkern der häufigste Unfalltyp – ausgelöst durch den Verlust der Fahrzeugkontrolle. Auch überhöhte Geschwindigkeit in Kurven und Fehler beim Überholen sind Hauptursachen der schweren Unfälle.

Wie die ADAC Auswertung weiter zeigt, fahren 18 bis 24jährige oft mit kleineren und älteren Autos (durchschnittliches Fahrzeugalter neun Jahre), die nicht über die heute üblichen aktiven und passiven Sicherheitstechniken verfügen.

Deshalb rät der Automobilclub dazu, auch gebrauchte Autos nur mit ESP zu kaufen, um bei einem Kontrollverlust das Verletzungsrisiko zu minimieren. Außerdem sollten Front-, Seiten- und Kopfairbags vorhanden sein.

Ein weiterer Tipp ist der Besuch eines speziellen Sicherheitstrainings für Fahranfänger. Hier können die jungen Menschen in gesicherter Umgebung den Umgang mit Extremsituationen üben.

Außerdem fordert der ADAC eine Verbesserung der Infrastruktur an Unfallschwerpunkten, wie beispielsweise profilierte Seitenmarkierungen.

Um die Dramatik der sogenannten „Discounfälle“ zu veranschaulichen präsentiert der ADAC am 18. Oktober die Ergebnisse eines Crashtests, der zeigt was passiert, wenn ein Kleinstwagen mit vier jungen Menschen gegen einen Baum prallt.   




21. Oktober 2012

Deutschland sucht immer noch seinen Liebling


Der Countdown läuft. Noch bis zum 31. Oktober können die rund 17 Millionen Leser der ADAC Motorwelt und die Nutzer von adac.de unter den Neuerscheinungen des Jahres ihr Lieblingsauto wählen.

Der ADAC sucht zum neunten Mal bei Deutschlands größter Autowahl das »Lieblingsauto der Deutschen«. 52 Automodelle von 28 Marken stehen zur Wahl. Nur komplett neue Fahrzeugtypen, die 2012 auf den Markt gekommen sind oder noch kommen, können gewählt werden. Wenig eigenständige Ableger, wie Kombis, Modellüberarbeitungen und Exoten wurden bei der Auswahl nicht berücksichtigt. In diesem Jahr stellen sich auch neun reine Elektrofahrzeuge der Herausforderung.

Die renommierte Auszeichnung spiegelt - einmalig in Deutschland - die Meinung hunderttausender potenzieller Autokäufer wider. Dem Sieger wird am 17. Januar 2013 der ADAC Preis »Gelber Engel« 2013 in der Kategorie »Auto« verliehen. Europas größter Club vergibt seine Auszeichnung zudem  in vier weiteren Kategorien: »Innovation und Umwelt«, »Zukunft«,  »Qualität«  sowie »Persönlichkeit«. Die Gewinner werden in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche vor 400 hochkarätigen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Industrie präsentiert.




20. Oktober 2012

Auf den Autobahnen droht der Kollaps


Volle Autobahnen, kilometerlange Staus und vergeudete Zeit – schon heute bekommen die Autofahrer in Deutschland tagtäglich die Folgen der verfehlten Verkehrsinfrastrukturpolitik zu spüren. Aussicht auf Besserung besteht nicht – im Gegenteil. Wie eine jetzt in Berlin veröffentlichte Studie des ADAC zeigt, werden bis zum Jahr 2025 die überlasteten Autobahnabschnitte angesichts immer größerer Verkehrsmengen auf insgesamt 2000 Kilometer anwachsen. Im Jahr 2010, so die Analyse, betrug die betroffene Netzlänge noch rund 1600 Kilometer.

Mit der Studie, die Intraplan Consult im Auftrag des ADAC durchgeführt hat, wollte der Automobilclub herausfinden, wie sich die Verkehrsqualität im deutschen Autobahnnetz zwischen 2010 und 2025 verändern wird. Dabei wurde für die Prognose nicht nur die Fertigstellung zahlreicher Neu- und Ausbauprojekte bis zum Jahr 2025 unterstellt, sondern auch eine 10-prozentige Kapazitätserhöhung für alle Autobahnabschnitte angenommen.

Dramatisch wird sich die Verkehrssituation in den kommenden Jahren in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen zuspitzen. In Niedersachsen wird sich die Zahl der überlasteten Autobahnabschnitte sogar mehr als verdoppeln. Nordrhein-Westfalen, schon heute das Bundesland mit den häufigsten und längsten Staus, wird auch künftig mit Abstand am stärksten betroffen sein. Von den 1600 Kilometer Autobahn, deren Verkehrsqualität im Analysejahr 2010 mit mangelhaft oder ungenügend bewertet wurde, entfallen rund 950 Kilometer auf die einstelligen Autobahnen A 1 bis A 9. Diese Strecken sind deswegen so bedeutsam, weil auf ihnen ein Großteil des Fernverkehrs abgewickelt wird. Rund zwei Drittel der Kapazitätsengpässe, die für das Jahr 2025 prognostiziert werden, befinden sich auf den Autobahnen A 1 bis A 12. Abhilfe kann hier in erster Linie der sechs- bzw. achtstreifige Ausbau der überlasteten Abschnitte schaffen.

Vor diesem Hintergrund fordert der ADAC erneut, dringend die Investitionen in die Fernstraßeninfrastruktur zu erhöhen. „Der Bund muss deutlich mehr Finanzmittel zur Verfügung stellen und seiner Verantwortung für die Bundesfernstraßen gerecht werden“, sagt ADAC Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. „Dabei muss ganz gezielt in Projekte mit dem größten verkehrlichen und gesamtwirtschaftlichen Nutzen investiert werden“, so Becker. Insgesamt sind mindestens sieben Milliarden Euro pro Jahr notwendig, um den Bau und den Erhalt der Fernstraßen zu gewährleisten. Im Haushalt 2013 sind allerdings nicht einmal fünf Milliarden Euro für die Autobahnen eingeplant.




Jetzt das Auto winterfest machen


Wer in den nächsten Wochen nicht von den ersten Kälteperioden überrascht werden möchte, sollte sein Auto frühzeitig winterfest machen. Dabei müssen laut ADAC  
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. folgende Punkte unbedingt beachtet werden:   
  
Profil prüfen: Für Winterreifen gilt zwar wie für Sommerreifen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Nach Ansicht des ADAC sind  allerdings Winterreifen mit einer Profiltiefe von unter vier Millimeter nur sehr bedingt wintertauglich und sollten durch neue ersetzt werden. Rechtzeitig bestellen ist wichtig, denn die Topprodukte, zum Beispiel aus dem gerade veröffentlichten ADAC Test,  sind schnell ausverkauft. Auch das Reifenalter ist entscheidend: Älter als zehn Jahre sollten die Reifen nicht sein.   
  
Beleuchtung testen: Auf die Beleuchtungsanlage muss gerade in der dunklen Jahreszeit Verlass sein. Ob alle Leuchtmittel in Ordnung sind, kann jeder Autofahrer selbst kontrollieren. Die korrekte Einstellung am besten in einer Fachwerkstatt kontrollieren lassen (im Oktober gratis).   
  
Durchblick haben: Scheiben innen gründlich vom Sommerschmutz befreien.   
Das sorgt für gute Sicht und mindert die Beschlagneigung. Marode Wischerblätter, die bereits Schlieren bilden und kein einwandfreies Sichtfeld mehr bieten, gegen neue tauschen. Gerade wenn die Sonne tief steht, wird man leichter geblendet.   
  
Kraftquelle fit halten: Ältere Autobatterien versagen beim ersten Frost häufig ihren Dienst, insbesondere dann, wenn die Kraftspender älter als vier Jahre sind. Deshalb: Batterie prüfen lassen und gegebenenfalls eine neue kaufen.   
  
Frostschutz checken: Eis im Kühlsystem führt zu Motorschaden. Am besten in der Werkstatt oder an der Tankstelle prüfen lassen, ob der Frostschutz noch ausreicht. In die Scheiben-/Scheinwerferwaschanlage Winter-Reiniger einfüllen, nicht nur wegen des Frostschutzes, sondern weil er auch besser mit Winter-Schmutz fertig wird. Zudem sollten die Türdichtungen mit einem hierfür geeigneten Pflegemittel behandelt werden, damit sie nicht so schnell zufrieren.  
  
Scheiben kratzen: Darüber hinaus empfiehlt der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. jetzt schon für alle Fälle einen Eiskratzer, Handschuhe und eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe ins Auto zu legen. Ein Enteiser für das Türschloss sollte im Haus oder Büro bereit liegen, sofern das Auto noch mit dem Schlüssel aufgesperrt wird. Eine warme Decke und ausreichend Flüssigkeit sollten bei jeder längeren Reise mit an Bord sein.




Fahrverbote nur noch in Bozen und Brixen


In Südtirol herrscht laut ADAC ab kommenden Winter kein flächendeckendes Winterfahrverbot für ältere Fahrzeuge. Lediglich in Bozen und Brixen bleiben Fahrzeuge mit den Schadstoffklassen Euro 0 und Euro 1 vom 1. November bis 31. März ausgeschlossen. In Meran, Bruneck und in etlichen umliegenden Gemeinden ist das Verbot aufgehoben. Eingeführt wurde es, um die hohen Schadstoffwerte in der Luft zu senken.

Die Regelung 2012/13 im Detail: In Bozen und Brixen gilt das Winterfahrverbot montags bis freitags von 7 Uhr bis 10 Uhr und von 16 Uhr bis 19 Uhr. Samstage, Sonn- und Feiertage sind von dieser Regelung ausgenommen. In Bozen sind Fahrzeuge mit der Schadstoffklasse Euro 0 und Euro 1 betroffen sowie Zweitaktmotorräder mit und ohne Katalysator. In Brixen trifft es Euro 0- und Euro 1-Fahrzeuge. Weitere Informationen zu den gesperrten Zonen sind auf den Internet-Seiten der Gemeinden Bozen und Brixen zu finden.

Die Schadstoffklasse eines Autos kann anhand der Schlüsselnummer in den Zulassungspapieren ermittelt werden. Im alten Fahrzeugschein kennzeichnen dabei die letzten beiden Ziffern im ersten Feld oben links diese Einstufung.

Wer Ärger mit den Ordnungshütern vermeiden möchte, sollte in den Außenbereichen der Städte parken und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in das Zentrum fahren. Touristen, deren Unterkunft in der Fahrverbotszone liegt, dürfen aber in der Regel an- und abreisen.