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3. Juni 2013

Mediator werden - Ausbildungsangebote im Test




Bislang gibt es für die Ausbildung zum Mediator keine einheitlichen Standards. Entsprechend unübersichtlich ist der Markt. Die Angebote unterscheiden sich zum Teil deutlich: Man kann 450 Euro für einen Kurs bezahlen oder 9.500 Euro für ein Studium. Bei der Dauer reicht die Spannbreite von 80 Stunden bis 3.600 Stunden. Auch die Abschlüsse sind verschieden – und nicht jeder garantiert die Aufnahme in einen Branchenverband. Die Experten der Stiftung Warentest bringen auf test.de mit einer umfangreichen Marktübersicht Licht ins Dunkel, ermöglichen in einer interaktiven Datenbank Vergleiche und geben Tipps, wie man eine gute Ausbildung findet.

Ein Mediator sorgt dafür, dass Streithähne einvernehmlich und friedlich zu einer Lösung ihres Problems kommen und nicht erst vor Gericht ziehen müssen. Seit 2012 stärkt das Mediationsgesetz die außergerichtliche Konfliktlösung durch einen Dritten. Dazu braucht man fundiertes Fachwissen, aber auch Soft Skills wie Verhandlungs- und Kommunikationsfähigkeiten.

Eine Checkliste über alles, was eine gute Qualifizierung bieten sollte, gibt es kostenlos unter www.test.de/mediation_anforderungsprofil zum Download. Im Internet stellt die Stiftung Warentest auch die Ergebnisse ihrer Marktübersicht zu 145 Ausbildungsangeboten zur Verfügung. Die Nutzer können die Informationen unter www.test.de/mediation_produktfinder in der Datenbank entweder nach sechs Kriterien vorsortiert abrufen oder einzeln nach individuellen Gesichtspunkten auswählen und vergleichen. Außerdem erfahren Interessierte, welche Verbände welche Anforderungen an ihre Mitglieder stellen. Wer Mediator werden möchte, sollte sich auch darüber auf jeden Fall gründlich informieren, um unangenehme Überraschungen und ebenso teure wie zeitaufwändige Nachschulungen zu vermeiden.

2. Juni 2013

Wo die meisten IT-Azubis ausgebildet werden

Die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin haben im Vergleich der Bundesländer den höchsten Anteil an IT-Azubis. In Bremen wurden 2012 rund 4 Prozent aller Auszubildenden in IT-Berufen wie Fachinformatiker, Informatikkaufmann oder IT-System-Elektroniker ausgebildet. In Hamburg sind es 3,8 Prozent, in Berlin 3,4 Prozent. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM mit. Bei den Flächenländern liegen Sachsen (3,3 Prozent), sowie Hessen und Nordrhein-Westfalen (beide 3,2 Prozent) vorne. Auf den hinteren Plätzen stehen Thüringen (1,8 Prozent), Brandenburg (1,7 Prozent) und Sachsen-Anhalt (1 Prozent). „IT-Spezialisten sind in allen Branchen gefragt, etwa im Maschinenbau oder in der Automobilindustrie, nicht nur in den klassischen ITK-Unternehmen“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Gut  ausgebildete Fachkräfte sind ein zentraler Standortfaktor. Die Ausbildung in IT-Berufen ist damit eine wichtige Investition in die Zukunft.“

Der bundesweite Durchschnitt der IT-Azubis an der Gesamtzahl aller Auszubildenden beträgt 2,8 Prozent. Damit sind die acht IT-Berufe unter den rund 350 Ausbildungsberufen leicht überdurchschnittlich vertreten. Die Ausbildung zum Fachinformatiker gehört zu den Top-20-Ausbildungsberufen überhaupt. „Wer sich als junger Mensch heute für einen IT-Beruf entscheidet, der entscheidet sich für eine zukunftssichere Wachstumsbranche“, so Kempf.

In absoluten Zahlen liegt Nordrhein-Westfalen im Länder-Ranking mit 10.275 IT-Azubis an der Spitze. Auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand Bayern (6.911) vor Baden-Württemberg (5.416). Insgesamt gibt es bundesweit 39.843 Auszubildende in den verschiedenen IT-Berufen, das sind rund 3 Prozent mehr als noch 2011. Am beliebtesten ist dabei der Ausbildungsberuf des Fachinformatikers, auf dessen beide Fachrichtungen „Anwendungsentwicklung“ und „Systemintegration“  zusammen 26.003 Stellen entfallen. Dies entspricht mehr als der Hälfte aller IT-Ausbildungsplätze. Mit deutlichem Abstand folgen die IT-System-Elektroniker (5.028) sowie die kaufmännischen Berufe IT-System-Kaufmann (4.500) und Informatikkaufmann (3.273). Auf die Systeminformatiker entfallen 539 Lehrstellen, auf insbesondere für wissenschaftliche Einrichtungen konzipierte Mathematisch-Technischen Softwareentwickler weitere 500 Lehrstellen.

1. Juni 2013

E-Learning wird mobiler, persönlicher und vernetzter

Das Lernen per Computer und über das Internet wird in den kommenden Jahren zum wichtigsten Trend im Bildungswesen. Verband man mit E-Learning früher häufig das simple Abarbeiten von Fragen und Antworten, so bietet die technische Entwicklung heute eine Vielzahl neuer, oft interaktiver und sehr individueller Lernformate und Methoden. 

Die Welt des E-Learning hat sich zu elektronischen Lernlösungen (Learning Solutions) weiterentwickelt, die Technik und moderne Lernmethoden vereinen. „Elektronische Lern-Angebote werden immer mobiler, persönlicher und zugleich vernetzter“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Der Arbeitskreis Learning Solutions des BITKOM hat dazu ein Positionspapier „Vom E-Learning zu Learning Solutions“ veröffentlicht, das einen Überblick über die Entwicklung des E-Learning gibt und die aktuellen Trends beim IT-unterstützten Lernen aufzeigt.

Apps für Mobilgeräte, grafisch anspruchsvolle Lernspiele mit einer spannenden Geschichte, interaktive E-Books oder Videos sorgen dafür, dass für jede Zielgruppe die Inhalte passend präsentiert werden können. Einer repräsentativen Umfrage des BITKOM zufolge hat bereits jeder zweite 14- bis 44-Jährige E-Learning genutzt. Rund jeder Dritte hat entsprechende Apps auf mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet installiert.

Aktuelle Software erlaubt es, jedem Lernenden an seinen Lernfortschritt angepasste Inhalte zu präsentieren. Kontext-basiertes Microlearning ermöglicht zudem, „Learning on Demand“. Statt zeitaufwändig viel Wissen auf einmal anzuhäufen, wird dabei immer nur jener Inhalt vermittelt, der aktuell benötigt wird. Zugleich bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit, sich einen bestimmten Lernstoff mit anderen gemeinsam zu erschließen. So ist es für viele Studierende heute selbstverständlich, Lerngruppen etwa bei Facebook zu gründen. „Massive Open Online Courses“ (MOOC) setzen auf die intensive Vernetzung von Anbietern, Referenten und Teilnehmern.

Learning Solutions gewinnen in der privaten Weiterbildung ebenso an Bedeutung wie in der Aus- und Weiterbildung. Schon heute setzen rund zwei Drittel der IT-Unternehmen E-Learning ein, fast jedes fünfte (18 Prozent) will entsprechende Instrumente und Methoden künftig nutzen. Dieses Interesse spiegelt sich auch im Umsatz der rund 250 Anbieter von E-Learning-Lösungen in Deutschland wider. Er ist zuletzt um 22 Prozent auf über 500 Millionen Euro gestiegen.


Das Positionspapier „Vom E-Learning zu Learning Solutions“ kann kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.bitkom.org/files/documents/Positionspapier_Learning_Solutions_2013.pdf

3. Dezember 2012

Veranstaltungen der Universität Münster


Weihnachtsvorlesung und spannende Experimente

Traditionell öffnet der Fachbereich Chemie und Pharmazie am zweiten Adventssonntag seine (Labor-)Türen.  Am 9. Dezember ist es wieder soweit: Von 14 bis 17 Uhr lädt der Fachbereich alle Interessierten ein, an der Universität Münster Unterhaltsames rund um das Thema "Chemie" zu entdecken. Besonders angesprochen sind Familien mit Kindern.

Zum Auftakt um 14 Uhr hält Prof. Dr. Uwe Karst eine spannende Vorlesung zum Thema "Die Erdatmosphäre im Experiment: Ein chemischer Blick auf 4,6 Milliarden Jahre". Der Vortrag gibt allgemein verständlich und mit vielen Experimenten einen Einblick in die Frühgeschichte der Erde und in die Zusammensetzung und Funktion der Atmosphäre und der Ozonschicht.

Die Mitarbeiter des Fachbereichs haben auch wieder interessante Aktionen zum Mitmachen vorbereitet. Nach der Weihnachtsvorlesung können Kinder aller Altersstufen mit ungefährlichen Chemikalien experimentieren oder den Glasbläsern bei ihrer Arbeit helfen. Dass man auch mit Kartoffeln und Gummibärchen Strom erzeugen kann, davon können sich die Kinder bei Dr. Peter Bieker vom Batterieforschungszentrum MEET mit Experimenten überzeugen. Der Chemiker brachte schon im Oktober bei der Kinderuni Münster sein Publikum zum Staunen. Schüler und Eltern können sich auch über die Studiengänge und Ausbildungsmöglichkeiten am Fachbereich Chemie und Pharmazie beraten lassen.
Das Hörsaalgebäude der Chemischen Institute in der Wilhelm-Klemm-Straße 6 ist mit den Buslinien 3, 4, 5 und 11 bis Coesfelder Kreuz zu erreichen. Parkplätze befinden sich im kostenlosen Parkhaus Mensa II am Coesfelder Kreuz.

Link:
Tag der offenen Tür am Fachbereich Chemie und Pharmazie


"Des Kaisers alte Kleider…"

Forschung zu deutsch-chinesischen Kulturgütern / Gastvortrag am Institut für Sinologie und Ostasienkunde


Seit den Neunzigerjahren ist das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz (RGZM) mit einer Außenstelle im chinesischen Xi'an vertreten. Im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung  geförderten deutsch-chinesischen Kooperation arbeiten Spezialisten aus Deutschland und China an der Erhaltung und Erforschung hochrangiger Kulturgüter aus der Region. Am Donnerstag, 6. Dezember, stellt Dr. Susanne Greiff vom RGZM in einem Gastvortrag am Institut für Sinologie und Ostasienkunde der Universität Münster die Arbeit der Außenstelle Xi'an vor. Der Vortrag "Des Kaisers alte Kleider und andere Geschichten aus der deutsch-chinesischen Kulturgüterforschung" beginnt um 16 Uhr in Raum 23 des Instituts für Sinologie und Ostasienkunde, Schlaunstraße 2. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Die Bandbreite der Aktivitäten in Xi'an reicht von vermessungstechnischen Dokumentationen über Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten bis hin zu kulturhistorischen Forschungen. Der Fokus liegt dabei auf Grabanlagen der Qin-, Han- und Tangzeit, deren Schätze so für die Nachwelt erhalten bleiben. In der dortigen Region lag über lange Phasen der chinesischen Geschichte die Hauptstadt des Kaiserreichs, die Funde stellen Glanzstücke der chinesischen Archäologie dar. Berühmt geworden ist die Region durch die Ausgrabung der Terrakottaarmee des ersten Kaisers Qin Shihuangdi.

Links:
Institut für Sinologie und Ostasienkunde
Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz


Ein Paradies in Aserbaidschan

Traditioneller Winckelmann-Vortrag am 5. Dezember / Erinnerung an Archäologen Johann Joachim Winckelmann

Überraschend vielfältige Funde und Befunde vermitteln ein anschauliches Bild der Kaukasusregion in der Zeit des achaimenidischen Weltreiches (6. bis 4. Jahrhundert v. Chr.). Eindrucksvolle Residenzen persischer Statthalter bezeugen die Verbreitung achaimenidischer Monumentalarchitektur über das iranische Kernland hinaus. Anhand der differenzierten Befunde lässt sich eine lebendige Vorstellung von der persischen Fremdherrschaft gewinnen.

Die Ergebnisse geben Anlass, die von griechischen Autoren geprägte, traditionell negative Bewertung des Perserreiches grundlegend zu überdenken. Dies tut Dr. Florian Knauß von den "Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München" am Mittwoch, 5. Dezember, beim "Winckelmann-Vortrag 2012". Um 20.15 Uhr spricht der Archäologe im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses, Domplatz 20-22, über "Ein persisches Paradies in Aserbaidschan".

Mit den Winckelmann-Vorträgen erinnert das Institut für Klassische Archäologie und Frühchristliche Archäologie der Universität Münster seit vielen Jahren an die Person und das Werk des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann (1717-1768). Seine Forschungen prägten nicht nur Literatur, Architektur und Kunst seiner Zeit, sondern auch das europäische Bild der Antike.

Link: 
Institut für Klassische Archäologie und Frühchristliche Archäologie


"Vorsicht bei der Abfahrt!"

Öffentlicher Gastvortrag über Sprachverarbeitung in digitalen Systemen / Reihe "Germanistik im Beruf"


Sprache kommt auch in digitalen Systemen zum Einsatz, etwa zur Information und Unterhaltung der Fahrgäste im Personenverkehr der Bahngesellschaften. Woran man erst einmal nicht denkt, wenn man als Fahrgast die automatischen Durchsagen hört: Die Entwicklung von Systemen mit computergestützter Sprachverarbeitung erfordert neben informationstechnischem auch linguistisches Wissen. Was seine Tätigkeit ausmacht und welche Berufsperspektiven sie für Geisteswissenschaftler bietet, erläutert Hardwareentwickler Michael Obieglo-Diete von der "GSP Sprachtechnologie GmbH" aus Berlin am Dienstag, 4. Dezember, in einem Vortrag der Reihe "Germanistik im Beruf" des Germanistischen Instituts der Universität Münster. Der Vortrag beginnt um 18.15 Uhr in der Studiobühne, Domplatz 23a. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.
Michael Obieglo-Diete studierte Technische Informatik an der "Beuth Hochschule für Technik Berlin" und Linguistik an der dortigen Freien Universität. Während seines Studiums war er bereits als Werkstudent bei GSP, einer der führenden Firmen für Fahrgastinformations- und -unterhaltungssysteme, tätig. Seit 2009 ist er dort Mitarbeiter in der Hardwareentwicklung.

In der Reihe "Germanistik im Beruf" berichten Referenten aus ihrem Berufsleben und zeigen Berufsperspektiven für Germanisten und andere Geisteswissenschaftler auf. Im Wintersemester 2012/13 hat die Vortragsreihe den Titel "Sprachwissenschaft im Beruf".

Link:
Vortragsreihe Germanistik im Beruf





Hochschulen in NRW


Die Umstellung auf die zweistufige Studienstruktur gemäß der Bologna-Reform schreitet weiter voran. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, haben sich knapp 69 Prozent der Studierenden, die 2011 einen neuen Studiengang (1. Fachsemester) begonnen hatten, für einen Bachelor- und weitere 15,5 Prozent für einen Masterabschluss entschieden.

Diese und weitere Informationen zum Hochschulwesen sind der Broschüre „Hochschulen in NRW: Statistik kompakt“ zu entnehmen. In kurzer und anschaulicher Form bietet die Publikation einen informativen Überblick über das Hochschulwesen des Landes, wie die allgemeine Entwicklung der Studierenden- und Absolventenzahlen sowie die Personal- und Finanzausstattung an den Hochschulen. Dargestellt werden die Daten überwiegend auf Ebene des Landes, zum Teil aber auch nach Hochschularten und einzelnen Hochschulen. Nachfolgend finden Sie einige interessante Informationen, die der Broschüre zu entnehmen sind:
  • Im Verlauf der letzten zehn Jahre unterlag die Zahl der Studierenden Schwankungen, mit 590 300 Personen gab es 2011 aber einen Rekord bei den Studierendenzahlen.
  • 29,2 Prozent der Studierenden an den NRW-Hochschulen kommen aus den Bundesländern Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz sowie aus dem Ausland.
  • Von den ausländischen Studierenden, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben (sog. Bildungsausländer), stellen die knapp 5 800 Studierenden mit chinesischer Staatsangehörigkeit die größte Gruppe.
  • Die Drittmitteleinnahmen an NRW-Hochschulen beliefen sich im Jahr 2010 auf ca. 931 Millionen Euro. Die Hochschulen in NRW bestritten mit diesem Betrag etwa 19 Prozent ihrer Gesamtausgaben.
Die Broschüre steht hier zum kostenlosen Download bereit. (IT.NRW)


28. November 2012

Wie Kinder im Theater lernen: Chance für die Ernährungserziehung

Leuchtende Augen, offene Münder, begeistertes Klatschen - wenn Kinder im Theater so reagieren, ist es offensichtlich, dass das Stück in ihnen etwas bewegt. Denn Aufmerksamkeit ist, neben Aufnahmebereitschaft, eine wichtige Voraussetzung für Lernvorgänge. Vor diesem Hintergrund kann Theater auch als Baustein für die Ernährungserziehung von Grundschülern interessant sein, wo für das Gelingen erlebnis- und handlungsorientierte Zugänge gefragt sind. Denn auf der Bühne gibt es mit Musik, Bewegung und ausdrucksstarken Spielern viele Möglichkeiten, um die Aufmerksamkeit der kleinen Zuschauer zu gewinnen.

27. November 2012

„Alltagskompetenzen so wichtig wie Mathe“


Warum die Soziologin und Ökonomin Uta Meier-Gräwe die Forderung der Landfrauen nach einem eigenständigen Unterrichtsfach „Alltags- und Lebensökonomie“ unterstützt, erläutert sie im Interview. 

Haushaltsführung, Einkaufen, Essen zubereiten, Wäschepflege, Umgang mit Geld, Versicherungen, Verträgen und Recht – ja können wir denn gar nichts mehr? 

Uta Meier-Gräwe: Produkte und Dienstleistungen werden immer komplexer. Verbraucher benötigen heute Kompetenzen, die früher nicht in diesem Maße gefordert waren. Gerade jungen Menschen fehlt oft der Durchblick. Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche in den letzten Jahrzehnten immer weniger Fähigkeiten für die Lebens- und Alltagsbewältigung von ihren Eltern vermittelt bekommen – teilweise werden gerade Buben bewusst davon ´freigestellt´.

 

21. November 2012

Entscheidungshilfe für Abiturienten

Bibliothek 2
Studieren. © Foto: Lukas Rydygel /Flickr/www.flickr.com/photos/lugat/2093686723/

Soll ich studieren – und wenn ja, was und wo?

Was kommt nach dem Abi? Soll ich studieren – und wenn ja, was und wo? Spätestens in der Oberstufe brennen diese Fragen vielen Schülerinnen und Schülern unter den Nägeln. Mit dem Ziel, Studieninteressenten eine bessere Orientierung zu geben, hat das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium jetzt den "StudiFinder" online gestellt. Der Online-Self-Assessment (OSA)-Test liefert durch gezielte Fragen zu persönlichen Interessen, Neigungen und beruflichen Präferenzen Vorschläge zum passenden Studiengang. Auf dieses Angebot aufbauend hält die Universität Bonn für Studieninteressierte ein vertieftes Informations- und Beratungsangebot bereit, den kostenlosen „Studienscout Academicus“. Zum Wintersemester sind hier bereits für 32 Bonner Studienfächer Selbsttests verfügbar. Die Palette reicht inzwischen von Agrarwissenschaften über Medizin bis Volkswirtschaftslehre.

„Gerade mit Blick auf den doppelten Abiturjahrgang hat die richtige Studienentscheidung noch mehr an Bedeutung für kommende Studienanfänger gewonnen. Voraussetzung für eine gute Wahl ist eine solide Informationsgrundlage“, ist der Prorektor für Studium und Studienreform der Universität Bonn, Prof. Dr. Volkmar Gieselmann, überzeugt. Mit dem Onlineportal „Studienscout Academicus“ hält die Universität Bonn darum für studierwillige Uni-Neulinge alle wichtigen Informationen rund um das Studium sowie relevante Daten und Fakten über ihre Studiengänge bereit.

Die sogenannten Online-Self-Assessments (OSA) ermöglichen den Vergleich der eigenen Fähigkeiten mit den Anforderungen von inzwischen 32 verschiedenen Studienfächern. Damit ist ein Großteil des grundständigen Studienangebots der Universität Bonn im Studienscout-Academicus-Portal abgebildet, für die noch fehlenden Fächer sind die Angebote bereits in der Entwicklung.

Bei Online-Self-Assessments können sich Studieninteressierte kostenlos über Inhalte und Anforderungen von Studienfächern informieren und prüfen, ob ihre persönlichen Interessen, Erwartungen und Kenntnisse dazu passen. Interessenten bearbeiten dazu Aufgaben und Fragen über das Internet und erhalten direkt im Anschluss eine detaillierte Rückmeldung. An der Universität Bonn gibt es zwei Möglichkeiten, an einem OSA teilzunehmen: entweder über einen Direktlink oder über einen personalisierten Account. Dieser Zugang ermöglicht es, das OSA zu unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Wie man ein OSA am besten nutzt, wird auch in einem neuen Podcast auf www.uni-bonn.tv dargestellt.

Weitere Informationen:
http://www.studienscout.uni-bonn.de und www.studifinder.de


20. November 2012

Weniger Studienanfänger im Wintersemster

Im soeben begonnenen Wintersemester ist die Zahl der Studienanfänger/-innen um rund 2 900 (−2,8 Prozent) auf 101 200 Personen zurückgegangen. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt anhand erster vorläufiger Ergebnisse mitteilt, ist ihre Zahl damit erstmals seit sechs Jahren wieder rückläufig.

Die Zahl der Studierenden insgesamt ist aber dennoch weiter angestiegen. 635 800 Studierende waren nach ersten Ergebnissen an den nordrhein-westfälischen Hochschulen für das Wintersemester 2012/13 eingeschrieben, das sind 7,7 Prozent mehr als im Wintersemester 2011/12.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass in den vorgenannten Zahlen Nebenhörer nicht berücksichtigt sind (ein Student kann beispielsweise als Haupthörer an der Universität Köln ein Lehramtsstudium absolvieren und belegt an der Deutschen Sporthochschule Köln das Studienfach „Sport” – von dort wird er dann als Nebenhörer gemeldet). Würden Haupt- und Nebenhörer zusammengefasst werden – wie dies das Statistische Bundesamt zu tun pflegt -, ergäben sich für Nordrhein‑Westfalen folgende Fallzahlen für das Wintersemester 2012/13: Rund 644 000 Studierende und rund 101 700 Studienanfänger/-innen.

Ergebnisse für einzelne Hochschulen finden Sie hier.


6. November 2012

Computerspiele - was Sie wissen sollten

Gebildete Menschen spielen besonders häufig Computerspiele. Mehr als ein Drittel aller Abiturienten und Akademiker (36 Prozent) nutzt Computerspiele. Bei den Menschen mit Realschulabschluss sind es noch 32 Prozent, bei denen mit Hauptschulabschluss lediglich 26 Prozent. Auch Frauen entdecken Computerspiele zunehmend für sich. Jede vierte von ihnen (28 Prozent) spielt.

Sofa-Gamer-Table...  - Gamescom 2012Vor vier Jahren waren es nur 22 Prozent. Das ergibt eine Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „Das Klischee, wonach Computerspieler meist männlich und eher wenig gebildet sind, ist grundverkehrt“, sagt Tobias Arns, Gaming-Experte beim BITKOM. „Der Anteil der Spieler ist unter Abiturienten und Akademikern am höchsten.“ Jeder dritte Deutsche (35 Prozent) über 14 Jahren ist ein Gamer. 2008 war es nur etwas mehr als jeder Vierte (28 Prozent). Abiturienten und Akademiker schätzen Computerspiele zudem besonders positiv ein. Jeder zweite von ihnen ist der Ansicht, dass sie die Geschicklichkeit und das logische Denkvermögen verbessern. Menschen mit Hauptschulabschluss stimmen dieser Aussage dagegen seltener zu (44 Prozent).

Unter Schülern und Studenten liegt die positive Einschätzung von Computerspielen sogar bei 77 Prozent. „Viele Computerspiele fordern eine schnelle Auffassungsgabe, strategisches Vorgehen und hohe Konzentration. Außerdem wird oft die Geschicklichkeit trainiert“, sagt Arns.

Zwei Drittel der Bundesbürger (67 Prozent) wollen Computerspiele auch im Schulunterricht thematisieren. Hier spricht sich ebenfalls die Mehrheit (73 Prozent) der Abiturienten und Hochschulabsolventen dafür aus.

Zur Methodik: Für die Angaben zur Nutzung von Games befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des BITKOM deutschlandweit knapp 1.000 Personen. Basis der Angaben zu den Einstellungen zu Computerspielen ist eine repräsentative Erhebung des Instituts Aris für den BITKOM. Befragt wurden 1.004 Personen ab 14 Jahren in Deutschland. Alle Daten sind repräsentativ.


Quelle: www.bitkom.org
Stand: 16/09/12



Etwa jeder zehnte Grundschüler wird von einem Mann unterrichtet

Knapp ein Drittel (30,4 Prozent) der über 155 000 hauptamtlichen bzw. hauptberuflichen Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein‑Westfalen (ohne zweiten Bildungsweg) sind Männer. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltmännertags (3.11.2012) mitteilt, lag der Männeranteil damit um 0,4 Prozentpunkte unter dem im Schuljahr 2010/11 und 2,5 Prozentpunkte unter dem im Schuljahr 2005/06.

Wie die Grafik zeigt, hat an allen Regelschulformen die Männerquote beim Lehrpersonal zwischen 2005/06 und 2011/12 abgenommen. Bei der Unterrichtung der jüngsten Schülerinnen und Schüler sind Männer deutlich unterrepräsentiert: Der Lehreranteil an Grundschulen ist zwischen 2005 (10,9 Prozent) und 2011 (9,4 Prozent) stetig gesunken.

Männeranteile am Lehrpersonal in Nordrhein‑Westfalen

Die höchste Männerquote verzeichneten mit 45,3 Prozent die Gymnasiallehrkräfte; im Schuljahr 2005/06 lag der Wert noch über der 50-Prozent-Marke (51,8 Prozent). Der Männeranteil beim Lehrpersonal an Gesamtschulen lag 2011 bei 40,9 Prozent, an Hauptschulen bei 35,8 Prozent und an Freien Waldorfschulen bei 34,6 Prozent. An den Realschulen betrug der Lehreranteil 32,5 Prozent und an Förderschulen 25,1 Prozent.

Quelle: www.it.nrw.de

5. November 2012

Mehr Fläche zum Lehren, Lernen und Forschen

Nach nur neun Monaten Bauzeit hat die Hochschule Niederrhein das Richtfest des Neubaus auf dem Campus in Mönchengladbach gefeiert. „Die Landesregierung bestreitet mit über 15 Millionen Euro aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm den Großteil der Kosten an dem Neubau. Gute Lehre und Forschung brauchen auch eine gute Infrastruktur. Deshalb ist das gut angelegtes Geld“, betonte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in ihrem Grußwort. Gemeinsam investieren das Land, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) und die Hochschule Niederrhein rund 20 Millionen Euro in den Neubau.

Ministerin Schulze dankte den Beteiligten der Hochschule Niederrhein und des BLB.NRW für die geleistete Arbeit. „An der Hochschule Niederrhein wurden die Ärmel aufgekrempelt, um gute Studienbedingungen für den doppelten Abiturjahrgang zu schaffen“, lobte Ministerin Svenja Schulze. „Das ist vorbildlich!“ Mit dem Richtfest für den Neubau des Multigebäudes ist die bauliche Erweiterung der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach exakt im Zeitplan. „Ich freue mich über den planmäßigen Baufortschritt. Wenn alles so bleibt, steht dem Fertigstellungstermin des Gebäudes im Frühjahr 2013 nichts im Wege“, so Dr. Armin Lövenich, Leiter der Duisburger Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW.

Durch den Neubau entstehen 900 Quadratmeter zusätzliche Fläche für den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. „Der Campus Mönchengladbach bekommt mit dem Neubau des Multigebäudes mehr Platz zum Lehren, Lernen und Forschen“, freute sich Ministerin Schulze. Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg sagte: „Wir sind froh, dass der Neubau des Multigebäudes so zügig vorangeschritten ist, denn wir brauchen die zusätzlichen Flächen dringend, um unseren Studierenden weiterhin optimale Studienvoraussetzungen bieten zu können.“

Quelle: www.nrw.de




Irgendwas mit Kunst - Vortragsreihe für Studierende

Was macht eigentlich ein künstlerischer Leiter? Wie arbeitet man im Kunsthandel? Welche Aufgaben hat ein Eventmanager? Was für Berufe gibt es, die irgendwas mit Kunst zu tun haben?

Die Gesprächsreihe des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte "Irgendwas mit Kunst" geht in eine neue Staffel: An vier Abenden werden Fachleute aus unterschiedlichen Berufsfeldern über ihre Tätigkeiten in der Kunstwelt berichten. Die Veranstaltung findet immer am Mittwoch an wechselnden Orten in Münster statt. Organisiert wird die Neuauflage der Vortragsreihe von drei Studierenden der Kunstgeschichte: Daniel Friedt, Rafael Kuhnert und Georgios Paroglou.

Am Mittwoch, den 7. November, macht Alain Bieber zum Thema "Medien und Netzwerk" um 20 Uhr in der ESG Münster, Breul 43, den Auftakt. Alain Bieber studierte Rhetorik, Soziologie, Literatur und Politikwissenschaft und ist Projektleiter von Arte Creative, einem Online-Netzwerk für zeitgenössische Kunst und Kultur.

2007 fanden erstmals Gespräche mit Experten wie Kasper König, bis vor kurzem Direktor des Ludwig Museums Köln und Mitbegründer der Skulptur Projekte, statt.

Der Eintritt ist für alle frei. Weitere Infos unter

http://www.irgendwasmitkunst.com

Weitere Termine:

28. November 2012
Künstlerische Leitung
Rein Wolfs, Kunsthalle Fridericianum, Kassel
19 Uhr, Schloss-Aula, Schlossplatz 2

12. Dezember 2012
Kunsthandel
Gallus Pesendorfer, Sotheby's Köln
20 Uhr, Stadtbücherei Münster, Alter Steinweg 11

9. Januar 2013
Eventmanagement
Andrea zur Strassen, London
19 Uhr, Schloss-Aula, Schlossplatz 2



Quelle: www.lwl.org


Wissenschaftliche Bibliothek geht online

„Es ist ein weiteres Beispiel für die seit vielen Jahren bestehende gute Kooperation zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg“, so Landrat Frithjof Kühn. Gemeint ist die Zusammenarbeit beider Bibliotheken im Hinblick auf die Online-Erfassung der Bibliotheksbestände der Wissenschaftlichen Bibliothek des Rhein-Sieg-Kreises. Den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht dies eine Internet-Recherche der umfangreichen (historischen) Bestände des Kreisarchivs.

Grundlage für diesen neuen Service ist eine im vergangenen Jahr zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Rhein-Sieg-Kreis abgeschlossene Ergänzungsvereinbarung zur gemeinsamen Führung einer Bibliothek. „Für die Wissenschaftsregion ist diese Kooperation ein ganz wichtiger Schritt, und das Prinzip des offenen Campus wird nun auch auf die Geschichte des Kreises übertragen“, erläutert Professor Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg die Beweggründe.

Dank der Unterstützung der Hochschulbibliothek ist es der Wissenschaftlichen Bibliothek des Rhein-Sieg-Kreises nun seit dem 1. Januar 2012 möglich, die bisher nicht professionell erfassten Bestände online zu erschließen. „Die Bürgerinnen und Bürger können somit nicht nur in der Bibliothek selbst am Benutzerterminal nach den Büchern recherchieren, sondern sich bereits zu Hause am PC einen Überblick darüber verschaffen, welche Bücher zu einem bestimmten Thema in der Wissenschaftlichen Bibliothek vorhanden sind“, so Dr. Claudia Arndt, Leiterin des Kreisarchivs. Sie müssen hierfür den „hbz-Verbundkatalog – Gesamtkatalog“ (www.hbz-nrw.de/) aufrufen und die Onlinerecherche starten. Wenn bei der Bestandsinformation die Angabe „Sie 5 Su: WB ARSK Siegburg“ erscheint, ist das Buch/die Medieneinheit in der Wissenschaftlichen Bibliothek verfügbar.

Die Wissenschaftliche Bibliothek wurde 1861 als selbstständige Einrichtung des damaligen Kreises Bonn begründet und ist damit der älteste Teil des Kreisarchivs. Sie ist eine Präsenzbibliothek und umfasst ca. 30.000 Bände. Die ältesten Bücher gehen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Der Bibliotheksbestand wird laufend durch Ankauf erweitert; daneben erfolgt eine Ergänzung durch Belegexemplare, Schriftentausch sowie Schenkungen. Zudem ist das Kreisarchiv bemüht, sämtliche das Kreisgebiet betreffende Literatur zu sammeln, z.B. Monographien, Publikationen der örtlichen Heimat- und Geschichtsvereine sowie Festschriften von Vereinen, Verbänden und Organisationen. Weitere Sammelschwerpunkte sind: Allgemeine Geschichte, Rheinische Landesgeschichte, Historische Hilfswissenschaften, Kirchengeschichte, Kunstgeschichte und Judaica; letztere Abteilung umfasst ca. 1.500 Bände. Aber auch viele grundlegende Nachschlagewerke sind hier vorhanden.

Der Wissenschaftlichen Bibliothek angeschlossen ist die Verwaltungsbücherei des Rhein-Sieg-Kreises.

Ergänzungsvereinbarung zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Rhein-Sieg-Kreis

Am 21. Februar 2011 wurde die „ERGÄNZUNGSVEREINBARUNG zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Rhein-Sieg-Kreis zur gemeinsamen Führung einer Bibliothek“ abgeschlossen.

In § 2 wird darin die Kooperation mit der Wissenschaftlichen Bibliothek des Rhein-Sieg-Kreises geregelt. Im Wortlaut heißt es: „Die Bestände der Wissenschaftlichen Bibliothek des Rhein-Sieg-Kreises (Kreisarchiv) werden in das Bibliotheksverwaltungssystem der Hochschul- und Kreisbibliothek und damit auch in das Verbundsystem der Hochschulbibliotheken einbezogen. Verantwortung und Zuständigkeit des Rhein-Sieg-Kreises für die Wissenschaftliche Bibliothek bleiben unberührt. Die Einzelheiten sind im Anhang zu dieser Vereinbarung geregelt.“




Akzeptanz der Schulmensa: Ergebnisse einer Schülerbefragung

Das Angebot der Mittagsverpflegung wird in vielen Schulen noch zu wenig genutzt. Eine Befragung von Schülern aus dem Rhein-Neckar-Kreis ergab, dass nur etwa zehn Prozent der Gymnasiasten und 20 Prozent der Hauptschüler ihr Mittagessen in der Mensa einnehmen.

Um die Frage zu klären, wie man das gemeinsame Mittagessen in der Mensa bei den Schülern etablieren kann, führte die Anlaufstelle Schulessen Rhein-Neckar qualitative Interviews durch. Hierzu wurden Schüler der Jahrgangsstufen 6, 8 und 10/11 zur Akzeptanz der Mittagsverpflegung befragt. Die Erhebungen fanden an vier Gymnasien und drei Haupt- und Werkrealschulen statt.

Am häufigsten kritisiert wurden eine fehlende Auswahl, lange Vorbestellzeiten, das Preis-Mengen-Verhältnis, häufige Wiederholungen einzelner Gerichte, der Geschmack und lange Warteschlangen. Die Entscheidung, ob die Schüler in der Mensa essen, wird auch von deren Image beeinflusst. Essensangebote in der Stadt gewinnen vor allem für ältere Schüler an Bedeutung. Darüber hinaus wird die Mensa häufig nur dann genutzt, wenn Nachmittagsunterricht stattfindet. Die größten Konkurrenten der Mensa sind also Fast-Food-Angebote in der Stadt oder das Mittagessen zu Hause.

Als positiv wurden das kostenfreie Angebot von Getränken wie Wasser und Tee und die Atmosphäre der Mensa wahrgenommen. Um die Akzeptanz der Mittagsverpflegung zu steigern, muss die Meinung der Schüler erfragt und ernst genommen werden. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist also die Partizipation der Schüler bei der Speisenplanung und der Konzeption der Mensa. Das könnte zum Beispiel im Rahmen von Projekten, Aktionen und Unterrichtsstunden realisiert werden.

Die Einrichtung eines Runden Tisches mit Vertretern der Schulleitung, des Kollegiums, der Schülerschaft, der Eltern, der Essensanbieter und der Schulträger erscheint hierbei sinnvoll, um den Bedürfnissen aller Beteiligten Rechnung zu tragen. Auch die Vorbildfunktion von Lehrkräften und ein altersgerechtes Speisenangebot spielen bei der Akzeptanz der Mittagsverpflegung eine wichtige Rolle. Um eine Stigmatisierung von Kindern auf Grund ihres sozialen Status zu vermeiden, bieten sich bargeldlose Bezahlsysteme an. Informationsveranstaltungen für Eltern, können Vorurteile gegenüber der Mensa abbauen.

Annalena Schraut, www.aid.de

Weitere Informationen:
Die ausführliche Beschreibung der Methoden, Ergebnisse und Empfehlungen finden Sie in der Fachzeitschrift "Ernährung im Fokus", Ausgabe 03-04/12, www.aid.de/fachzeitschriften/eif/eif.php
www.aid.de/gemeinschaftsverpflegung/schulverpflegung.php


Europaschulen ausgezeichnet


Schulministerin Sylvia Löhrmann und die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Angelica Schwall-Düren, haben im Düsseldorfer Landtag weitere sechs Schulen mit dem Zertifikat „Europaschule in Nordrhein-Westfalen“ ausgezeichnet. Damit steigt die Zahl der zertifizierten Europaschulen in Nordrhein-Westfalen auf 172 – so viele wie in keinem anderen deutschen Bundesland.

Ministerin Löhrmann dankte den Schulen für ihr herausragendes Engagement: „Die Chance, die Europaschulen ihren Schülerinnen und Schülern bieten, kann gar nicht hoch genug bewertet werden: nämlich interkulturelle Kompetenz im Umgang mit jungen Menschen in Europa zu lernen und dabei Freundschaften zu gründen, die mitunter ein Leben lang halten.“

Ministerin Schwall-Düren hob die Bedeutung des Konzeptes Europaschule hervor: „Europaschulen versetzen ihre Schülerinnen und Schüler in die Lage, zu verstehen, was in Europa geschieht. Dadurch können sie als mündig werdende Bürgerinnen und Bürger mitbestimmen, in welchem Europa sie in Zukunft leben wollen.“

Europaschulen bieten Schülerinnen und Schülern ein besonderes Fremdsprachenangebot und Förderung interkultureller Kompetenzen. Die Jugendlichen lernen beispielsweise in bilingualen Zweigen und haben die Möglichkeit, an Austauschprogrammen mit europäischen Partnern teilzunehmen und vielfach auch ein Berufspraktikum im Ausland zu absolvieren. Hinzu kommt eine besondere Ausprägung beim Erwerb und Nachweis von europaorientierten Kenntnissen. Dies geschieht im Unterricht aller Fächer, was durch ein schulisches Europacurriculum sichergestellt wird.

Die neu zertifizierten Europaschulen sind:
• das Mauritius-Gymnasium in Büren,
• das Max-Weber-Berufskolleg in Düsseldorf,
• die Grundschule Kalthof in Iserlohn,
• das Grafschafter Gymnasium in Moers,
• das Hittorf-Gymnasium in Recklinghausen
• und das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Velbert.
Das Zertifikat wird den Schulen für fünf Jahre verliehen. 2013 werden 43 Europaschulen der ersten Stunde die erste Zertifizierungsphase durchlaufen haben, einem Rezertifizierungsverfahren stellen.


Quelle: www.nrw.de



„Jugend forscht“ wieder

Bereits zum zweiten Mal richtet die Universität Bonn den Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ Bonn/Köln aus. Sie ist wieder die einzige Universität in Nordrhein-Westfalen, an der der Nachwuchswettbewerb ausgetragen wird. Interessierte können sich noch bis 30. November bewerben.

„Jugend forscht“ ist ein bundesweiter Nachwuchswettbewerb, der besondere Leistungen und Begabungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördert. Teilnehmen können junge Menschen bis zum Alter von 21 Jahren. Schüler, die mitmachen möchten, müssen mindestens die 4. Klasse besuchen. Studenten dürfen sich nur im Jahr ihres Studienbeginns anmelden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.jugend-forscht.de. Die Projekte werden beim Regionalwettbewerb am Dienstag, 19. Februar 2013, an der Universität Bonn präsentiert und prämiert.

Beim ersten Regionalwettbewerb an der Universität Bonn am 9. März 2012 stellten unter dem Motto „Uns gefällt, was du im Kopf hast“ insgesamt 70 kluge Köpfe ihre Projekte der Öffentlichkeit vor. Unter den Siegerprojekten der 35 präsentierten Ergebnisse befanden sich ein Geigerzähler, „Öko“-Pflanzenschutzmittel aus Kaffee, eine Destillationsanlage und ein LEGO-Rastertunnelmikroskop. „Wir freuen uns sehr über das erneute Engagement der Universität Bonn“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e.V. „Der Wettbewerb bringt innovative Projekte und Talente hervor und fördert auf vorbildliche Weise junge Menschen, selbst in der Forschung aktiv zu werden.“

Quelle: www.uni-bonn.de


Stiftung für Begabtenförderung vergibt noch Stipendien

Wer sich als junger Berufstätiger in den 14 grünen Berufen unter 30 Jahre weiterbilden möchte, hat dieses Jahr noch gute Chancen, ein Stipendium zu erhalten. Der Vorstand der Stiftung für Begabtenförderung der Deutschen Landwirtschaft trifft sich am 23. November 2012 in Berlin, um über eingereichte Anträge zu entscheiden. Ziel der Förderung ist es, die persönliche Weiterbildung junger begabter Menschen im Agrarbereich zu unterstützen. Dies ist heute deshalb so wichtig, weil für den beruflichen Erfolg nicht nur Fachwissen, sondern auch fächerübergreifendes Wissen entscheidend ist.

Nähere Informationen über die verschiedenen Kurse, Praktika und Projekte, die von der Stiftung gefördert werden, und die persönlichen Voraussetzungen für eine Förderung gibt es im Internet unter www.stiftung-begabtenfoerderung-agrar.de. Für individuelle Auskünfte steht Ingrid Fleischer, Tel.: 0228/92 65 7 20 vormittags zur Verfügung.


Quelle: www.bauernverband.de


4. November 2012

Volkshochschulen nicht schlechter, aber günstiger

Berufliche Weiterbildungskurse bei Volkshochschulen sind meist nicht schlechter, aber deutlich preisgünstiger als bei kommerziellen Weiterbildungsinstituten. Nur etwa 5 Euro kostet eine 45-minütige Unterrichtseinheit im Durchschnitt bei den Volkshochschulen, kommerzielle Unternehmen verlangen mit durchschnittlich 47 Euro fast das Zehnfache. Dies ist das Ergebnis eines Langzeitvergleichs der Stiftung Warentest, die seit 10 Jahren insgesamt 453 Präsenzkurse zur beruflichen Weiterbildung von 291 Anbietern getestet hat.

Darunter waren zum Beispiel Sprachkurse für Wirtschaftsenglisch, Kurse zum professionellen Umgang mit dem Computer, zu Social Media Marketing oder zu Fernlehrgängen Betriebswirtschaft.

Die vier größten Anbietergruppen sind kommerzielle Anbieter, Kammern, gemeinnützige Einrichtungen und Volkshochschulen. Seit dem Jahr 2002 hat die Stiftung geschulte Testpersonen inkognito in über 450 Kurse geschickt, die den Verlauf dokumentiert haben. Experten begutachten und bewerten die Inhalte, Vermittlung, Kursorganisation, Kundeninformation und die Vertragsbedingungen.

Gravierende Unterschiede fanden sich bei den Anbietergruppen nicht. Bei der Qualität liegen sie recht nah beieinander, im Preis unterscheiden sie sich dagegen deutlich. Das heißt: Wer mehr Geld ausgibt, kann nicht automatisch mit einem besseren Kurs rechnen.

Der Unterricht war bei allen Anbietern meist ordentlich gestaltet, die Wünsche und Interessen der Teilnehmer blieben aber oft unberücksichtigt. Inhaltlich boten alle vier Anbietergruppen eine solide Qualität. Bei der Kursorganisation gab es in der Regel gute Noten, auch die Kursinformation war meistens brauchbar. In den Vertragsbedingungen fanden die Tester allerdings häufig Mängel.

Der ausführliche Test Langzeitvergleich ist online unter www.test.de/weiterbildung-anbietervergleich veröffentlicht.



Quelle: www.test.de


3. November 2012

Sozial gerechteres Schulsystem

Schulministerin Sylvia Löhrmann fühlt sich durch die Ergebnisse der aktuellen Studie zur Durchlässigkeit des deutschen Schulsystems in ihrem Ziel bestätigt, dass Schulsystem sozial gerechter zu gestalten. „Erneut wird deutlich, dass in Deutschland der Schulerfolg immer noch zu sehr von der sozialen Herkunft der Eltern abhängt“, erklärte Ministerin Löhrmann. Kritisch merkt die Studie an, dass Schülerinnen und Schüler zu früh auf eine Schullaufbahn festgelegt werden und es zu wenigen Schülerinnen und Schülern gelingt, im Laufe ihrer Schullauf­bahn auf eine höhere Schulform zu wechseln.

„Das längere gemeinsame Lernen, wie es in Sekundar- und Gesamt­schulen angeboten wird, hält die Bildungswege länger offen und ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, ihre Potenziale auch noch später zu entfalten, ohne die Schulform wechseln zu müssen“, sagte Löhrmann. Die Studie betont, dass in einem Schulsystem, in dem jedes Kind und jeder Jugendliche bestmöglich individuell gefördert und unterstützt wird, Schulformwechsel als pädagogische Maßnahme aus­gedient haben müssten.

Das vielfältige Schulangebot in Nordrhein-Westfalen sei eine Chance, betonte Ministerin Löhrmann. „Mit 56,6 Prozent Studienberechtigten liegt NRW bundesweit auf Platz eins. Dies zeigt, dass wir zwar unter­schiedliche, aber vor allem zielführende Wege zum Abitur anbieten“, so die Ministerin. Erst heute hatte das Statistische Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen mitgeteilt, dass mehr als ein Viertel (27,8 Prozent) aller allgemeinbildenden Schulabschlüsse an einer beruf­lichen Schule erworben werden. Nahezu die Hälfte (48,3 Prozent bzw. 36 700 Schülerinnen und Schüler) der 2011 an Berufskollegs erwor­benen allgemeinbildenden Schulabschlüsse entfiel auf die Fachhoch­schulreife, rund zehn Prozent (8.200 Schülerinnen und Schüler) erreichten die Hochschulreife.

Löhrmann: „Es geht um unsere Kinder und Jugendlichen und deren Perspektiven für eine gute Zukunft. Deshalb brauchen wir Schulen, die eine gute schulische und berufliche Perspektive eröffnen und den Schülerinnen und Schülern möglichst lange den Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen offen halten.“ Als einziges Bundesland sind in Nordrhein-Westfalen Schulen verpflichtet, Aufstiegsmöglichkeiten für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler zu prüfen.


Quelle: www.nrw.de