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30. Dezember 2012

Das klassische Fleischfondue

Das klassische Fleischfondue. Foto: Wirths PR


Das klassische Fleischfondue

Das Fleischfondue ist die klassische Art des Fondues und wird auch „Fondue bourguignonne“, also Burgunder Fondue, genannt. Dabei spießt man kleine Fleischstücke auf eine lange Fonduegabel und gart das Fleisch in heißem Öl.

Da das Öl beim Fondue sehr heiß wird, sollten nur Fette und Öle verwendet werden, die sich gut erhitzen lassen. Das sind in erster Linie spezielle Frittieröle und -fette, auch Erdnussöl ist sehr hitzestabil. Natürlich eignen sich auch andere Öle, die hoch erhitzt werden können, für’s Fondue. Wer den feinen Buttergeschmack mag, kann Butterschmalz verwenden.

Fleischfondue
(für 4-6 Personen)

0,5-1,0 l Speiseöl
400 g Rinderfilet
400 g Schweinefilet
400 g Putenbrust
2 Gläser Mixed Pickles (à 370 ml Abtropfgewicht)
2 Baguettes à 250 g
1 Glas Knoblauchsauce (à 250 ml)
1 Glas Cocktail-Sauce (à 250 ml)
1 Glas Mexiko-Sauce (à 250 ml)

Das Öl (die Menge richtet sich nach der Größe des Fondue-Topfes) auf dem Herd erhitzen und vorsichtig in den Fonduetopf umfüllen. Inzwischen das Fleisch kalt abbrausen, mit Küchenkrepp sorgfältig trocken tupfen, in mundgerechte Würfel schneiden und in verschiedene Schüsseln geben oder auf einer großen Platte anrichten. Das Fleisch auf Fonduegabeln spießen und im heißem Öl nach und nach kurz garen. Dazu reicht man eingelegte Mixed Pickles, frisches Baguette und verschiedene Saucen wie z. B. Knoblauchsauce, Cocktailsauce, Mexiko-Sauce. Als Beilage zum Fondue passt immer ein knackiger Salat.

Bei 6 Personen pro Person (ohne Saucen): 685 kcal (2.865 kJ), 51,7 g Eiweiß, 30,5 g Fett, 50,8 g Kohlenhydrate

Warenkunde Fondue


Man unterscheidet zwischen folgenden Fondues:

Das Käsefondue

(auch als Fondue Neuchâteloise bekannt). Es wird aus Emmentaler, Greyerzer und Weißwein zubereitet, mit Knoblauch, Pfeffer und Muskat gewürzt und mit Kirschwasser abgeschmeckt. Die Zutaten werden anschließend in dieses Fondue getaucht.


Das Fleischfondue

oder Burgunder Fondue (Fondue Bourguignonne). Hier werden die Zutaten in heißem Öl gegart. Als Öl nimmt man entweder ein spezielles Frittieröl oder hitzebeständige Öle wie Erdnussöl, Sonnenblumenöl oder Rapsöl. In Frankreich wird übrigens häufig Traubenkernöl für Fondues verwendet wird. Wer den Buttergeschmack liebt, kann auch Butterschmalz nehmen.

Das Chinesische Fondue

(Fondue Chinoise). Hier werden die Zutaten in heißer Brühe gegart. Es hat allerdings nichts mit der chinesischen Küche zu tun, sondern viel eher mit der japanischen Tempura.


Quelle: Wirths PR

Warenkunde Raclett

Aus der Schweiz stammt die Käse-Köstlichkeit Raclette. Die Spezialität ist ursprünglich als Bauern- oder Hirtengericht im Kanton Wallis entstanden. Dabei wurde einfach ein Stück Bergkäse auf einen Spieß gesteckt, vermutlich veranlassten schlechte Zähne die Bauern zu dieser Tat, und am Feuer erhitzt, bis der Käse butterweich war. Oder die Schnittfläche des Käses wurde an die Glut oder das offene Feuer gebracht. Sobald die oberste Schicht des Käses geschmolzen war, streifte man sie mit einem „Raclette”, einem Holzspatel, ab. Von diesem Spatel stammt auch der Name des Gerichts.


Zu diesem deftigen Käs’Schmaus aß man Bauernbrot oder frische, heiße Pellkartoffeln bzw. Salzkartoffeln. Weitere klassische Beilagen für ein reines Käse-Raclette sind Cornichons und Mixed Pickles. Aber dem Ideenreichtum sind natürlich keine Grenzen beim Einsatz der verschiedenen Zutaten gesetzt. Sämtliche Gemüsesorten, Nudeln und sogar Fisch und Schinken eignen sich für Raclette hervorragend. Auch die unterschiedlichsten Käsesorten mit ihren charakteristischen Eigenschaften können auf diese Weise wunderbar eingesetzt werden.


Quelle: Wirths PR


20. Dezember 2012

Weihnachtsmenü Hasenfilet mit Camembert-Knödeln

Weihnachtsmenü Hasenfilet mit Camembert-Knödeln     Foto: Wirths PR 


Weihnachtsmenü Hasenfilet mit Camembert-Knödeln
(für 4 Personen)


Biersuppe mit Rahm

0,7 l Bier
2 Zimtstangen
2 EL Zucker
2 Eier
2 EL Weizenstärke
150 g Schmant
Saft 1/2 Zitrone
Zimt

Den Großteil des Bieres in einem Topf erwärmen. Zimtstangen und Zucker zugeben und etwa 10 Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen. Die Zimtstangen aus der Suppe herausnehmen. Die Weizenstärke mit etwas Bier verquirlen und an die Suppe geben. Den Schmant cremig rühren, das restliche Bier zugeben, nochmals verrühren und an die Biersuppe geben. Kurz aufkochen, dann die Suppe vom Herd nehmen. Inzwischen die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Das Eigelb mit etwas Wasser verrühren. Die Suppe vom Herd nehmen und mit dem Eigelb legieren. Die Suppe auf vier Teller verteilen. Aus dem Eischnee 4 Nockerln abstechen und die Suppe damit garnieren. Mit Zimt bestreut servieren.

Pro Person: 200 kcal (837 kJ), 5,1 g Eiweiß, 7,8 g Fett, 17,9 g Kohlenhydrate


Hasenfilet mit Camembert-Knödeln

600 g Hasenrücken (oder 350 g ausgelöstes Hasenfilet)
1 Möhre
1 kleine Zwiebel
1 kleine Stange Lauch
75 g Camembert
1 Packung Kartoffel-Knödelteig (à 750 g)
4 EL Butter
Salz
Pfeffer
1/2 Glas Wildfond (à 400 ml)
1/8 l Rotwein
125 g Crème fraîche
1 EL Preiselbeerkompott

Das Hasenfilet aus den Knochen herauslösen, kalt abspülen und trocken tupfen. Das Gemüse putzen, waschen und klein schneiden. Den Camembert entrinden und in kleine Stücke schneiden. Den Knödelteig nach Packungsanweisung zubereiten, aus dem Teig 8 Knödel formen und diese mit den Camembert-Würfeln füllen. Die Knödel in kochendes Wasser geben, etwa 3-5 Minuten kochen lassen, dann noch weitere 20 Minuten ohne Hitze ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Butter in einem Schmortopf erhitzen und das Hasenfilet darin von allen Seiten 12-15 Minuten kräftig anbraten, dabei salzen und pfeffern. Anschließend das Hasenfilet herausnehmen und warm stellen. Das Gemüse im Bratensaft andünsten, mit Wildfond und Wein ablöschen und einkochen lassen. Die Sauce durch ein Sieb streichen. Crème fraîche an die Sauce geben. Mit Preiselbeer-kompott abschmecken. Das Hasenfilet in Scheiben schneiden und mit Camembert-Knödeln und der Sauce servieren.

Pro Person: 555 kcal (2322 kJ), 26,9 g Eiweiß, 28,0 g Fett, 48,1 g Kohlenhydrate


Gefüllte Bratäpfel

4 säuerliche Äpfel
50 g Crème fraîche
50 g Camembert
1 Eidotter

Die Äpfel vom Kerngehäuse befreien und etwas aushöhlen. Camembert entrinden, in kleine Stücke schneiden und mit einer Gabel gut zerdrücken. Crème fraîche mit Camembert und Eidotter vermengen. Die Äpfel mit der Masse füllen und im vorgeheizten Backofen etwa 20-25 Minuten bei 200 °C backen.

Pro Person: 201 kcal (841 kJ), 5,1 g Eiweiß, 11,7 g Fett, 17,8 g Kohlenhydrate

Weihnachtsmenü Hasenfilet mit Camembert-Knödeln     Foto: Wirths PR
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Bratapfel

Für Bratapfelrezepte eignen sich feste, leicht säuerliche und saftige Sorten wie Berlepsch, Boskoop oder Gravensteiner. Es müssen aber nicht immer Sorten aus dem Supermarkt sein. Äpfel aus dem eigenen Garten oder vom Biobauern haben zwar oft nicht die Normgröße, sie sind dafür aber auch ungespritzt. In der Schale befindet sich nämlich der größte Teil der Vitamine und Mineralstoffe. Zudem sollten Bratäpfel ohne Teigmantel immer mit der Schale zubereitet werden. Ansonsten trocknen sie während des Backens aus und werden unansehnlich. Um Äpfel lange frisch zu halten, sollten sie bei hoher Luftfeuchtigkeit und dunkel im Keller oder im Kühlschrank gelagert werden.

Weitere Weihnachtsmenüs finden Sie im Internet unter www.weihnachtsmenue.de

19. Dezember 2012

Weihnachtsmenü Hähnchenbrust mit Orangensauce

Weihnachtsmenü Hähnchenbrust mit Orangensauce. 
Foto: www.weihnachtsmenue.de


Weihnachtsmenü Hähnchenbrust mit Orangensauce
(für 6 Personen)


Kohlrabisuppe
3 Frühlingszwiebeln
2 EL Butter
2 Kohlrabis
150 g Kartoffeln
1,0 l Gemüsebrühe
Pfeffer
Salz
Petersilie
Majoran
Muskat
0,1 l Sahne

Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und in heißer Butter andünsten. Kohlrabi und Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Einige zarte Blätter von dem Kohlrabigrün aufheben. Das Gemüse an die Zwiebeln geben, kurz mitdünsten und mit der Gemüsebrühe aufgießen. 20 Minuten kochen. Die Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren und mit Pfeffer, Salz, Petersilie, Majoran und einem Hauch Muskat abschmecken. Die Suppe in Tassen anrichten, mit einem Klecks Sahne und Kohlrabiblättchen garniert servieren.

Pro Person: 122 kcal (511 kJ), 3,2 g Eiweiß, 8,9 g Fett, 7,3 g Kohlenhydrate

Hähnchenbrust mit Orangensauce

500 g Reis mit Wildreis
3 Orangen
6 Hähnchenbrustfilets (à 175 g)
weißer Pfeffer
Salz
Mehl
4 EL Butter
0,1 l Weißwein
1 gehäufter EL Zucker
6 cl Cognac
Stärke oder Saucenbinder
Ingwerpulver

Den Reis nach Packungsanweisung zubereiten. Inzwischen 2 Orangen schälen und filetieren, dabei die weiße Haut sorgfältig ablösen, die dritte Orange entsaften. Die Hähnchenbrustfilets kalt abbrausen, trocken tupfen, pfeffern und salzen und leicht in Mehl wenden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen. Das Fleisch darin von beiden Seiten jeweils 2-3 Minuten braten, anschließend warm stellen. Den Bratensatz mit Wein lösen, Orangensaft, Zucker und Cognac zugeben und kurz aufkochen. Die Orangensauce etwas mit Stärke oder Saucenbinder binden, die Orangenfilets zugeben und einige Minuten miterwärmen. Mit Pfeffer und Ingwerpulver pikant würzen. Die Hähnchenbrustfilets mit der Orangensauce und dem Reis auf Tellern anrichten.

Pro Person: 561 kcal (2348 kJ), 47,7 g Eiweiß, 7,9 g Fett, 73,3 g Kohlenhydrate

Crêpes mit flambierten Früchten

125 g Mehl
3 Eier
20 g Butter
1/8 l Milch
20 g Zucker
Salz
2 EL Butter zum Braten
3 unbehandelte Orangen
125 g Himbeeren
5 Stück Würfelzucker
60 g Butter
5 cl Orangenlikör
12 cl Cognac zum Flambieren

Aus Mehl, Eiern, Butter, Milch, Zucker und Salz einen flüssigen Teig anrühren. Den Crêpe-Teig mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. 2 EL Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und darin nach und nach 12 kleine, dünne Crêpes ausbacken. Die Schalen von zwei Orangen mit Würfelzucker abreiben und die Orangen anschließend entsaften. Die dritte Orange in dünne Scheiben schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und den Würfelzucker mit der abgeriebenen Orangenschale darin auflösen. Den Orangensaft unter Umrühren zugeben und die Sauce mit dem Orangenlikör abschmecken. Die Crêpes zusammenfalten, in die Sauce legen, kurz erhitzen und einige Minuten ziehen lassen. Die Crêpes aus der Sauce nehmen, mit Orangenscheiben und Himbeeren auf Tellern anrichten und mit der Orangensauce beträufeln. Mit dem Cognac flambieren und sofort servieren.

Pro Person: 314 kcal (1314 kJ), 7,2 g Eiweiß, 17,4 g Fett, 29,9 g Kohlenhydrate

Gesamt pro Person: 997 kcal (4173 kJ), 58,1 g Eiweiß, 34,2 g Fett, 110,5 g Kohlenhydrate

Festtagsmenü Kaninchen mit Backpflaumen

Festtagsmenü Kaninchen mit Backpflaumen. Foto: Wirths PR


Festtagsmenü Kaninchen mit Backpflaumen
(für 8 Personen)


Waldorf-Salat:
1 Sellerieknolle
6 EL Zitronensaft
Salz
3 säuerliche Äpfel
1 Chicorée
Saft 1/2 Zitrone
50 g Walnüsse
250 g saure Sahne

Sellerieknolle putzen, schälen, waschen, in dicke Scheiben schneiden, diese mit 3 EL Zitronensaft in kochendes Salzwasser geben und 7-8 Minuten kochen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Äpfel schälen, halbieren, Kerngehäuse entfernen. Chicorée in einzelne Blätter auseinander zupfen, waschen und abtropfen lassen. Apfel und Sellerie in ganz dünne Streifen schneiden oder fein reiben und sofort mit etwas Zitronensaft beträufeln. Die Nüsse grob hacken. Saure Sahne mit dem restlichen Zitronensaft mischen und leicht salzen. Sellerie, Äpfel und Nüsse unter die Sauce heben, gut durchziehen lassen und in Kelchgläsern anrichten. Mit Chicoréeblättern garniert servieren.
Pro Person: 112 kcal (468 kJ), 2,4 g Eiweiß, 7,3 g Fett, 8,5 g Kohlenhydrate

Kaninchen mit Backpflaumen:
Für die Marinade:
2 Zwiebeln
2 Möhren
1/4 Sellerieknolle
1 Petersilienwurzel
2 Lorbeerblätter
5 Wacholderbeeren
2 Zweige Thymian
5 Pfefferkörner
1 EL Zuckerrüben-Sirup
1/2 l Rotwein
1/2 l Wasser
1/4 l Essig
Salz
Pfeffer
Für den Braten:
1 Kaninchen
350 g Trockenpflaumen
4 EL Butter
2 EL Mehl
2 Zwiebeln
1 EL Johannisbeergelee

Das Gemüse für die Marinade putzen und waschen. Zwiebeln schälen und vierteln, Möhren und Sellerie klein schneiden und mit den Gewürzen, Rotwein, Wasser und Essig aufkochen. Abkühlen lassen. Das vom Metzger ausgenommene Kaninchen in Portionsstücke teilen, Hautreste und Sehnen entfernen, das Fleisch mit kaltem Wasser gut abbrausen. Die Kaninchenstücke in der Marinade einlegen, so dass das Fleisch mit Flüssigkeit bedeckt ist. Kalt stellen und 1 1/2 Tage in der Marinade ziehen lassen. Die Backpflaumen über Nacht einweichen lassen. 

Die Butter erhitzen und die Kaninchenteile darin scharf anbraten. Mit Mehl bestäuben und mit 1/2 l Wasser und 1/2 l Marinadenflüssigkeit auffüllen. Die Zwiebeln schälen, vierteln und zusammen mit den eingeweichten Backpflaumen an die Marinade geben. Den Kaninchenbraten im vorgeheizten Ofen bei 180-200 °C etwa 1 1/2 Stunden garen lassen. Dabei die Fleischstücke mehrmals wenden und gegebenenfalls Marinade auffüllen. Nach dem Garen die Sauce mit Johannisbeergelee abschmecken und servieren.

Pro Person: 588 kcal (2460 kJ), 82,7 g Eiweiß, 16,8 g Fett, 25,0 g Kohlenhydrate

Semmelknödel:
12 Semmeln vom Vortag
0,4 l lauwarme Milch
2 Zwiebeln
1 Bund Petersilie
2 EL Butter
5 Eier
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Die Semmeln in Scheiben schneiden, mit lauwarmer Milch übergießen, 15 Minuten weichen lassen. Inzwischen Zwiebeln schälen, Petersilie waschen und beides fein hacken. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelstücke darin kurz andünsten. Zwiebeln mit der Petersilie und den Eiern an die Semmelmasse geben, salzen und pfeffern und alles gut verkneten. Mit nassen Händen Knödel formen und vorsichtig in kochendes Salzwasser geben. Die Hitze reduzieren und die Knödel etwa 20-25 Minuten ziehen lassen.

Pro Person: 324 kcal (1356 kJ), 15,1 g Eiweiß, 12,3 g Fett, 38,0 g Kohlenhydrate

Bratäpfel mit Vanillesauce:
100 g Mandelstifte
75 g Haferflocken
10 EL Sanddorn-Fruchtzubereitung
8 säuerliche Äpfel
Zimt
6 Eigelb
100 g Zucker
1 Vanilleschote
1 l Vollmilch

Mandelstifte kurz anrösten. Haferflocken, Sanddorn und dem Großteil der gerösteten Mandelstifte vermengen, mit Zimt abschmecken. Äpfel großzügig ausstechen, mit der Masse füllen, auf Back­papier setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 180-200 °C 15-20 Minuten backen. Inzwischen für die Vanillesauce das Eigelb mit dem Zucker verrühren. Die Vanilleschote aufschlitzen und auskratzen. Vanille-Mark an die Milch geben und diese unter Rühren erhitzen. Vom Herd nehmen und die Eimasse unterrühren. Unter ständigem Rühren weiter erhitzen, bis die Vanillesauce genügend angedickt ist. Die Bratäpfel mit Vanillesauce anrichten und mit den restlichen Mandelstiften garniert servieren.

Pro Person: 379 kcal (1586 kJ), 10,7 g Eiweiß, 17,3 g Fett, 44,1 g Kohlenhydrate

Gesamt: 1403 kcal (5870 kJ), 110,9 g Eiweiß, 53,7 g Fett, 115,6 g Kohlenhydrate

Sauerkraut - auch für die leichte Küche


Sauerkraut ist ein typisch deutsches Wintergemüse, das auch im Ausland sehr bekannt ist. In englischsprachigen Ländern werden die Deutschen gerne als "Krauts" bezeichnet. Das saure Gemüse muss aber nicht immer klassisch mit deftigem Fleisch wie Kasseler und Eisbein kombiniert werden. Es schmeckt auch in einer leichten Suppe mit Lachs, in der Quiche, im Auflauf, zu Lamm, Geflügel und geräuchertem Fisch.

Das Kohlgemüse eignet sich ebenfalls für Lasagne und Schupfnudelpfanne mit Zwiebeln und Speck. Leicht und lecker ist ein Rohkostsalat mit Sauerkraut, fein geraspelten Äpfeln, Möhren und einem Joghurtdressing. Gewürze wie Kümmel, Chili, Majoran, Piment und Wacholder geben dabei eine immer neue Note.

Sauerkraut ist ein durch Milchsäuregärung haltbar gemachter Weißkohl. Das Verfahren ist schon Hunderte von Jahren alt: Zunächst wird der frische Kohl von den äußeren Blättern und dem holzigen Strunk befreit und in feine Streifen geschnitten. Man mischt ihn mit ein bis zwei Prozent Kochsalz und gibt ihn in einen Gärtopf. Jede Schicht wird gestampft, bis der Zellsaft austritt. Weitere Zutaten wie Zucker, Kümmel, Wacholderbeeren und Weinblätter können hinzugegeben werden. Im Zellsaft vermehren sich die Milchsäurebakterien und bringen den Weißkohl zum Gären. Der enthaltene Zucker wird in Milchsäure umgewandelt, die für den sauren Geschmack verantwortlich ist und das Kraut haltbar macht. Dieser Prozess dauert vier bis sechs Wochen. In dieser Zeit muss der Behälter abgedichtet sein, damit kein Sauerstoff an das Kraut gelangt.

Sauerkraut ist reich an wertvollen Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen wie Vitamin C. Deswegen aßen in früheren Zeiten die Menschen das Gemüse in den Wintermonaten, denn frisches Obst und Gemüse war nur selten zu haben. Die Seefahrer nahmen es als Proviant mit auf das Schiff, um der Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut vorzubeugen. Als die Methoden zur Haltbarmachung von Lebensmitteln immer besser wurden, verlor der sauer eingelegte Weißkohl an Bedeutung und galt bald als Arme-Leute-Essen. Heutzutage wird das Sauerkraut wieder häufiger in der Küche verwendet. Es stammt meist aus regionaler Produktion und ist zudem mit nur 18 Kilokalorien pro 100 Gramm besonders kalorienarm.

Ein gutes Sauerkraut hat eine angenehme Säure, eine helle Farbe und ist leicht knackig. Das gesunde Wintergemüse ist lose in Fleischereien, im Reformhaus, im Bioladen und manchmal auf dem Wochenmarkt und dem Supermarkt erhältlich. Sauerkraut gibt es natürlich auch ganzjährig in eingeschweißten Kunststoffbeuteln oder als Dauerkonserve in Dosen.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weihnachtsmenü Lammrücken mit Knoblauchsauce

Weihnachtsmenü Lammrücken mit Knoblauchsauce.      


Weihnachtsmenü Lammrücken mit Knoblauchsauce
(für 4 Personen)


Exotischer Käsesalat mit Camembert
1 Mango
Saft von 1 Zitrone
1 Orange mit unbehandelter Schale
1 Papaya
2 Kiwis
1/2 kleine Netzmelone
125 g Camembert 55 % F. i. Tr.
Zitronenmelisse zum Garnieren

Mango schälen, Fruchtfleisch vom Kern lösen, in kleine Stücke schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Orange waschen, von der Schale dünne „Späne“ schnitzen und im Anschluss die Orange filetieren. Papaya schälen, mit etwas Zitronensaft beträufeln und das Fruchtfleisch mit Hilfe eines Melonenausstechers in Kugelform herausstechen. Kiwis schälen und würfeln. Camembert in kleine Streifen schneiden. Käse und Früchte vorsichtig miteinander mischen und mit je einem Schnitz Netzmelone, ohne Schale, anrichten. Mit etwas Zitronenmelisse und der Orangenschale garnieren.

Pro Person: 233 kcal (977 kJ), 8,1 g Eiweiß, 9,9 g Fett, 26,6 g Kohlenhydrate


Lammrücken mit Knoblauchsauce
1200 g Kartoffeln
6 EL Olivenöl
Rosmarin
Kräuter der Provence
800 g ausgelöster Lammrücken (frisch oder TK)
einige Thymianzweige
Salbei
Pfeffer
Salz
400 g Keniabohnen
1 Zwiebel
1/2 Tasse Wasser
1 Bund Bohnenkraut
1/8 l Wasser
150 g Kräuter Crème fraîche
1 Knoblauchzehe

Kartoffeln schälen, waschen und halbieren. Schnittflächen mit Olivenöl bepinseln und mit Rosmarin bzw. Kräutern der Provence bestreuen. Die Kartoffelhälften auf ein geöltes Backblech setzen. Kartoffeln bei 200 °C im vorgeheizten Backofen 40-45 Minuten braten. Inzwischen den Lammrücken kalt abspülen, trocken tupfen und von allen Seiten mit Olivenöl einpinseln. Die Kräuter hacken und den Lammrücken damit bestreuen. Pfeffern und salzen. Den Lammrücken in einer Pfanne mit etwas Öl von allen Seiten scharf anbraten, anschließend das Fleisch in Alufolie wickeln und für ca. 20 Minuten zu den Kartoffeln in den Backofen geben. 

Inzwischen die Bohnen waschen und die Stielansätze entfernen. Die Zwiebel schälen, fein würfeln und in 2 EL heißem Olivenöl glasig dünsten. Bohnen und Bohnenkraut zugeben, salzen, pfeffern und das Wasser zugießen. Im zugedeckten Topf in ca. 20 Minuten weich dünsten. Lammfond in der Pfanne mit Wasser ablöschen, Crème fraîche und die geschälte und zerdrückte Knoblauchzehe zugeben, umrühren und kurz aufkochen lassen. Lammfilet aus dem Ofen nehmen, kurz ruhen lassen, in gleich große Scheiben schneiden. Mit Ofenkartoffeln, Bohnen und Knoblauchsauce servieren.

                   
Pro Person: 720 kcal (3013 kJ), 50 g Eiweiß, 34 g Fett, 55 g Kohlenhydrate


Frischkäsecreme
3-4 Birnenhälften (aus der Dose)
125 g Sahne-Frischkäse
3 EL Birnensaft
5 cl Williams Christ
125 g Schlagsahne
1 EL Zucker
Schokospäne

Die Birnenhälften ganz fein würfeln. Sahne-Frischkäse mit Birnensaft glatt rühren und mit Williams Christ abschmecken. Die Sahne steif schlagen, leicht zuckern, Frischkäse und Birnenwürfel unterheben und alles kurz durchschlagen. Die Frischkäsecreme in vier Gläser verteilen und mit grob geraspelten Schokospänen garnieren.

Pro Person: 313 kcal (1303 kJ), 3,7 g Eiweiß, 18,6 g Fett, 28 g Kohlenhydrate

Insgesamt: Pro Person: 1266 kcal (5.299 kJ), 61,8 g Eiweiß, 62,5 g Fett, 109,6 g Kohlenhydrate

18. Dezember 2012

Wildfleisch: So bleibt das Fleisch zart und saftig


Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase und Kaninchen - Gerichte mit Wildfleisch sind nach wie vor etwas Besonderes und haben gerade in der kalten Jahreszeit Saison. Damit das Wild gut schmeckt, gibt es ein paar Dinge zu beachten. So sollten beispielsweise Reste der Außenhaut entfernt werden, da sie ausgesprochen sehnig ist. Besonders saftig gelingt das Fleisch, wenn es über Nacht an einem kühlen Ort in einer leicht gesalzenen Brühe aus Wildknochen eingelegt wird. Die oberen Zellschichten nehmen die Flüssigkeit auf und geben sie beim Braten wieder ab. Der eigene Fleischsaft bleibt dadurch weitestgehend im Wildbret erhalten.

Dass Spicken oder Bardieren das Fleisch saftiger macht, ist übrigens eine Mär. Beim Spicken wird das Fleisch mit Speckstreifen oder Gewürzen durchzogen, Bardieren ist das Umwickeln mit Speck. Das Fleisch nimmt generell kein Fett auf, es bleibt lediglich an der Oberfläche haften. Da der Speck zusammen mit dem Fleisch gegessen wird, entsteht jedoch der Eindruck, dass das Wildbret durch diese Methode saftiger schmeckt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Oberfläche des umwickelten Fleischstücks verschließt sich beim direkten Anbraten in Fett erst später und solange kann Saft austreten.

Durch das Spicken mit Gewürzen gelangen die Aromen ins Innere des Fleisches. Allerdings verwendet man hierfür besser nicht die Spicknadel, sondern schneidet das Loch vorsichtig mit einem Messer. So werden die Zellen geöffnet und die Gewürze nicht abgestreift.

Wildfleisch sollte mindestens für zwei Minuten auf eine Kerntemperatur von 70 Grad Celsius oder darüber erhitzt werden. Denn beim Erlegen des Tieres kann man ein Eindringen von Erregern in die Muskelzellen nicht ausschließen - auch trotz einer amtlichen Fleischuntersuchung. Wenn das Fleisch beim Eindrücken mit dem Finger nicht mehr nachgibt, ist das Stück durchgegart. Der austretende Saft sollte nicht mehr rosa sein. Wer auf Nummer Sicher gehen will, verwendet ein Bratthermometer.
Dr. Claudia Müller, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft "Wild und Wilderzeugnisse", Bestell-Nr. 61-1341, 2,50 EUR, http://www.aid-medienshop.de

Weitere Tipps zur Zubereitung und Lagerung von Wildfleisch auf www.was-wir-essen.de in der Rubrik Lebensmittel von A-Z / Wildfleisch / Zubereitung und Lagerung.

16. Dezember 2012

Die richtigen Öle für Fondue und Raclette

Neben dem Käsefondue ist das Fleischfondue besonders beliebt. Man nennt es auch Fondue bourguignonne oder Burgunder Fondue. Beim Fleischfondue werden kleine Fleischstücke auf lange Fonduegabeln gespießt und in heißem Öl gegart. Ganz gleich, ob das Fleisch von Rind, Kalb, Schwein oder Geflügel stammt, man wählt stets das Beste und greift zum Filet. Unsicherheit besteht jedoch, wenn es um die Wahl des richtigen Speiseöls geht.

Grundsätzlich sollten nur Fette und Öle verwendet werden, die besonders hitzestabil sind. In erster Linie sind das spezielle Plattenfette, Butterschmalz sowie Frittieröle. Sie sind neutral im Geschmack und können hoch erhitzt werden. Hitzestabil sind auch Erdnussöl und Traubenkernöl. Letzteres wird in Frankreich häufig für Fondues verwendet. Einige Raps- und Sonnenblumenöle sind ebenfalls sehr hitzestabil und daher für Fondue und Raclette geeignet.

Die richtigen Öle und Fette für Fondue und Raclette

Öl/Fett
Geschmack
Weitere Verwendung
Butterschmalz
Feines Butteraroma
Vielseitig verwendbar
Frittieröl
Neutral im Geschmack
Vielseitig verwendbar
Erdnussöl
Feines bis deutliches Nussaroma
Asiatische Gerichte und Saucen, zum Anbraten von Gemüse
Traubenkernöl
Aromatisch bis fein-nussig,
Rohkostsalate, Saucen, Mayonnaise, Fleischgerichte
Rapsöl
Geruchs- und geschmacksneutral
Vielseitig verwendbar, Fisch, Fleisch, Geflügel, Gemüse, Salate
Sonnenblumenöl
Neutral bis leicht nussig im Geschmack
Vielseitig verwendbar, Salate, Saucen, Gemüse, Fisch, Fleisch, Geflügel
Sesamöl
Nussig im Geschmack
Ideal für Wokgerichte.
verfeinert Gemüse, Fisch, Reis und Nudeln.


Quelle: Wirths PR

13. Dezember 2012

Weihnachten – eine Härteprüfung für Diabetiker

Plätzchen, Stollen, Festtagsbraten – viele Gerichte in der Weihnachtszeit geizen nicht mit Zucker oder Fett. Nicht selten haben es deshalb vor allem Diabetikern schwer sich richtig zu ernähren und fühlen sich gegängelt. Doch das muss nicht sein.

Tipps rund um den Karpfen

Heimische Karpfen - Ein Genuss! © Mikhail-Mandrygin-Fotolia.com

Karpfen – Fischgenuss ohne Reue 


Es muss nicht immer Seefisch sein. Denn gerade diese Fischarten sind teilweise vom Aussterben bedroht. Eine wunderbare Alternative ist hier der Karpfen aus heimischen Gewässern. Zu Unrecht meiden viele den Karpfen als Speisefisch.

Als zu fett ist der heimische Fisch lange Zeit in Verruf geraten. Karpfen an sich ist allerdings nicht fett. Vielmehr seine üppige Zubereitung, z. B. als Weihnachtskarpfen in viel Butter gebraten, haben aus dem Karpfen ein kalorienreiches Festessen gemacht. Mit leicht verdaulichem Eiweiß ist der Karpfen eine gesunde und bekömmliche Mahlzeit. Seine mehrfach ungesättigten Fettsäuren können die Blutgefäße schützen und sogar den Blutdruck günstig beeinflussen. „So schonen Sie mit dem Verzehr von heimischen Karpfen die Umwelt und leisten einen genussvollen Beitrag für Ihre Gesundheit“, so Claudia Steinert, Referentin für Ernährung und Verbraucher beim Bayerischen Bauernverband.

Tipps rund um den Karpfen
  • Achten Sie beim Einkauf auf Karpfen aus heimischen Gewässern. Diese sind gesund  und  schmackhaft und mussten nicht um die halbe Welt reisen.
  • Frische Karpfen erkennen Sie an klaren, prallen, glänzenden Augen. Frischer Fisch riecht angenehm und nicht fischig.
  • Versuchen Sie einmal einen geschröpften Karpfen. Dazu werden beim Karpfen auf beiden Seiten vom Kopf ab in Richtung Schwanz tiefe Einschnitte im Abstand von 3 bis 4 mm in das Filet geschnitten. Dadurch zersetzen sich beim Braten die großem Y-Gräten des Karpfens und er wird dadurch praktisch grätenfrei.
  •  Im Kühlschrank lässt sich frischer Karpfen maximal 2 - 3 Tage aufbewahren.
  • Tiefgekühlt ist Karpfen bis zu zwei Monate haltbar.    


Rezept: Karpfenfilet in Kartoffelkruste

Zutaten:
4 Portionen Karpfenfilet
Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronensaft
4 Kartoffeln
Mehl
2 Eiweiß
Butterschmalz zum Backen
Karpfenfilets mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und mit Zitronensaft beträufeln. Die Kartoffeln fein raspeln und abtropfen lassen. Die gewürzten Karpfenfilets der Reihe nach in Mehl, Eiweiß und Kartoffeln wälzen und in einer Pfanne mit Butterschmalz ausbacken. Dazu passt Salat der Saison.


Karpfen – ein großer Fisch für Bayern
Der Fisch für das traditionelle Festtagsessen spielt gerade Franken und in der
Oberpfalz eine wichtige Rolle: Hier werden jedes Jahr rund die Hälfte aller deutschen Speisekarpfen erzeugt. Außerdem sind die Fischweiher für viele landwirtschaftliche Betriebe ein wertvolles Zusatzeinkommen – und: die Gewässer zieren die schöne Kulturlandschaft Bayerns und sind Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Erzeuger und Vermarkter heimischer Fische finden Sie unter www.teichgenossenschaft-oberpfalz.de, www.teichgenossenschaft-aischgrund.de, www.einkaufen-auf-dem-bauernhof.com.

11. Dezember 2012

Silvester-Karpfen

Silvester-Karpfen.                                         Foto: Wirths PR

Silvester-Karpfen

(für 4 Personen)

Vegetarisch: Weihnachtsmenü mit gefülltem Gemüsestrudel

Vegetarisch: Weihnachtsmenü mit gefülltem Gemüsestrudel. Foto: Wirths PR


Vegetarisch: Weihnachtsmenü mit gefülltem Gemüsestrudel
(für 6 Personen)

Gönnen Sie sich zum Weihnachtsfest eine ganz besondere kulinarische Überraschung und probieren Sie in diesem Jahr unser vegetarisches Weihnachtsmenü. Wer will, kann es sogar ganz aus Bio-Produkten zubereiten.

10. Dezember 2012

Sonnenfrüchte mit Vitamin C: Herkunft und Unterscheidung


Apfelsinen und Mandarinen erfreuen sich in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit. Foto: www.aid.de

Apfelsinen und Mandarinen erfreuen sich in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit. Die Sonnenfrüchte gibt es das ganze Jahr zu kaufen, jedoch kommen sie in den Wintermonaten verstärkt in den Handel. Die ursprüngliche Heimat der Apfelsinen, die auch Orangen genannt werden, und der Mandarinen ist das Gebiet zwischen Nordostindien und Südwestchina.

Das prägte im Übrigen auch den Namen Apfelsine: Apfel aus China. Die seit über 4000 Jahren bekannte Frucht ist wahrscheinlich eine natürlich entstandene Hybride (Kreuzung) aus Pampelmuse und Mandarine. Ebenso haben sich die kernlosen Clementinen und Satsumas als Hybriden zwischen Apfelsinen und Mandarinen entwickelt. Apfelsinen und Mandarinen zählen zu den Zitrusfrüchten und stellen besondere Art der Beere, ein sogenanntes Hesperidium dar, eine fleischige Beerenfrucht mit einer festen, ledrigen Schale. Unter der wachsbedeckten Haut befinden sich die "Flavedo", die sich bei der Reife durch Carotinoide gelb oder orange färbt und zahlreiche Öldrüsen enthält. 

Darunter liegt die "Albedo", ein weißes, schwammiges und pektinreiches Gewebe, das das eigentliche Fruchtfleisch umschließt. Dieses besteht meist aus zehn Segmenten, in denen zahlreiche Saftschläuche und auch die Samen enthalten sind. Die Früchte sind - je nach Sorte - rund, oval, eiförmig oder abgeplattet mit dünner, dicker, glatter oder rauher Schale. Diese ist unreif zunächst noch grün, später gelb, orange oder rot. Apfelsinen und Mandarinen müssen übrigens vollreif geerntet werden, denn sie reifen nicht nach. Eine Schale, die grünliche Stellen aufweist, ist allerdings kein Zeichen für eine unreife Frucht, da die Ausfärbung der Schale vom Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur abhängt.

Ira Schneider, www.aid.de


Weitere Informationen: Mehr über Zitrusfrüchte und andere Obstsorten bieten auch die Broschüre "Obst" (aid-Heft, Bestellnummer 61-1002, 4,00 Euro) und das Nachschlagewerk "Obst, Exoten und Zitrusfrüchte" (CD-ROM, Bestellnummer 61-3798, 26,00 Euro), die über www.aid-medienshop.de bezogen werden können.

Leicht: Weihnachtsmenü Schollenfilet in feiner Rahmsauce

Leicht: Weihnachtsmenü Schollenfilet in feiner Rahmsauce. 


Leicht: Weihnachtsmenü Schollenfilet in feiner Rahmsauce
(für 4 Personen)

Weinsuppe
50 g Blätterteig zum Garnieren
500 ml Fleischbrühe
4 Eigelb
150 g Schmant
1/4 l Weißwein
2 TL Weizenstärke
1 TL Zucker
Zimt

Aus dem Blätterteig mit Plätzchenformen Sterne ausstechen und im vorgeheizten Ofen goldgelb backen. Inzwischen die Brühe erhitzen, aber nicht zum Kochen bringen. Unter ständigem Umrühren die Eidotter, den cremig gerührten Schmant und den Wein zufügen. Die Stärke in etwas Wasser lösen und an die Suppe geben. Unter Rühren weiter erhitzen, bis die Suppe sämig ist. Mit Zucker und Zimt abschmecken, in vorgewärmte Suppenteller füllen. Mit Blätterteigsternen garnieren.

Pro Person: 249 kcal (1042 kJ), 5,1 g Eiweiß, 17,7 g Fett, 9,9 g Kohlenhydrate


Camembert auf Rucola mit Vinaigrette
75 g Radicchio
30 g Rucola
75 g Partytomaten
100 g Camembert
1 EL Pinienkerne
Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 EL Balsamico-Essig
2 EL Olivenöl

Radicchio, Rucola und Tomaten putzen, waschen und gut abtropfen lassen. Radicchio in mundgerechte Stücke schneiden, Partytomaten halbieren. Camembert in kleine Stücke schneiden. Dekorativ anrichten und mit Pinienkernen bestreuen. Aus Salz, Pfeffer, Balsamico und Olivenöl ein Dressing zubereiten und über den Salat träufeln.

Pro Person: 152 kcal (636 kJ), 6,7 g Eiweiß, 13,4 g Fett, 0,9 g Kohlenhydrate


Schollenfilet in Schmantsauce
4 Schollenfilets à 125 g
1 Zitrone
2 Schalotten
1/2 Bund Schnittlauch
250 g Reis mit Wildreis
1/4 l Weißwein
125 g Schmant
2 Eigelb
Salz
Pfeffer

Schollenfilets kalt abbrausen, trocken tupfen und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Schalotten abziehen, fein hacken. Schnittlauch in Röllchen schneiden. Den Reis nach Packungsaufschrift zubereiten. Inzwischen die gehackten Schalotten mit dem Weißwein in einer großen Pfanne erhitzen. Fischfilets zugeben und zugedeckt bei kleiner Hitze 5 Minuten garen. Fischfilets herausnehmen, warm stellen. Den Fischsud bei starker Hitze 5 Minuten einkochen. Den Schmant cremig rühren und an den Fischsud geben. Unter ständigem Rühren nochmals 2 Minuten kochen. Zum Schluss die Schnittlauchröllchen zugeben. Die Sauce vom Herd nehmen und das Eigelb einrühren. Mit Salz und etwas Pfeffer abschmecken. Schollenfilets mit Sauce und Reis servieren.

Pro Person: 458 kcal (1917 kJ), 29,3 g Eiweiß, 15,2 g Fett, 49,9 g Kohlenhydrate


Camembert mit Feigen und Cognac-Creme
50 g Kapstachelbeeren
2 Feigen
100 g Camembert
50 g Schmant
2 cl Cognac
Pfeffer aus der Mühle
Zitronenmelisse

Kapstachelbeeren aus der Hülle lösen, Feigen in Scheiben, Camembert in kleine Stücke schneiden. Für die Cognac-Creme den Schmant mit Cognac cremig rühren, mit Pfeffer abschmecken. Die Früchte mit Camembert, einem Klecks Cognac-Creme und Melisseblättchen anrichten.

Pro Person: 156 kcal (653 kJ), 6,2 g Eiweiß, 10,9 g Fett, 5,2 g Kohlenhydrate

Gesamt: Pro Person: 1015 kcal (4248 kJ), 47,3 g Eiweiß, 57,2 g Fett, 65,9 g Kohlenhydrate


Klassisch: Weihnachtsgans

Klassisch: Weihnachtsgans. Foto: www.weihnachtsmenue.de


Klassisch: Weihnachtsgans
(für 8 Personen)


Weihnachtsgans
1 Gans (ca. 3,5 kg, frisch oder TK)
Salz
Pfeffer
2 EL Majoran
Gänseleber
3 altbackene Brötchen
2 Zwiebeln
1 großer Apfel
150 g Schmant
3 Eier
1 Tasse Erbsen (TK)
2 EL gehackte Petersilie
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
Muskat
1 Glas Armagnac
1 Glas Bier
Weizenstärke

Möglichst eine frische Gans nehmen. Eine tiefgefrorene Gans muss vorher aufgetaut werden. Gans ausnehmen, innen und außen gut waschen, trocken tupfen. Den Bürzel wegschneiden. Die Gans außen nur mit Salz, innen gut mit Salz, Pfeffer und Majoran einreiben. Leber und die eingeweichten Brötchen durch den Wolf drehen. Zwiebeln schälen, Apfel vom Kerngehäuse befreien, würfeln. Mit der Fleischmasse, dem Schmant und den Eiern gut verkneten. 

Die Erbsen unterheben und mit Petersilie, Salz, Pfeffer, Muskat und Armagnac pikant abschmecken. Die Gans mit der Masse füllen und zunähen. Die Gans im Backofen im geschlossenen Bräter in etwas Wasser 30 Minuten andünsten. Danach ohne Deckel bei 200 °C ca. 3 Stunden braten, dabei mehrmals wenden und immer wieder mit etwas Bratflüssigkeit bestreichen. Nach Abschluss der Bratzeit die Gans aus dem Bräter nehmen, warm stellen. Den Bratenfond mit Wasser und Bier lösen, mit etwas Stärke binden, aufkochen und würzen. Dazu schmecken Apfelrotkraut und Knödel.


Gratinierte Camembert-Birnen
4 Birnen
Butter
150 g Camembert
75 g Roquefort
2 cl Williams Christ
40 g Mandelstifte
Preiselbeeren (aus dem Glas)

Birnen halbieren, Kerngehäuse entfernen, fächerförmig einschneiden und in eine gebutterte Form geben. Den Camembert entrinden und in kleine Würfel schneiden. Roquefort zerbröckeln. Mit Birnenschnaps beträufeln. Den Käse über die Birnen geben, mit Mandelstiften bestreuen und überbacken. Mit Preiselbeeren servieren.


Gesundheitstipp:
Beim Gänseessen Artischockensaft nicht vergessen
Kommt Gans auf den Tisch, sind die Portionen nicht nur reichlich, sondern auch ziemlich fett. Und das kann ganz schön auf den Magen schlagen. Dann hilft Artischockensaft. Er wird aus frischen Artischockenblättern-und knospen gewonnen und hat einen herb-aromatischen Geschmack. Dem Saft werden wahre Wunderdinge zugesprochen. Verantwortlich dafür sind die im Saft enthaltenen Bitterstoffe und Cynarin. Diese Wirkstoffe regen den Gallenfluss an und unterstützen so die Entgiftungstätigkeit der Leber. Sie fördern zudem die Fettverdauung und verhindern Völlegefühl und Blähungen. Da Artischockensaft etwas bitter schmeckt, am besten mit Wasser, Obst oder Gemüsesäften mixen und vor dem Essen trinken. Artischockensaft gibt es in Apotheken und Reformhäusern.


9. Dezember 2012

Blumenkohl, Romanesco, Brokkoli - Warenkunde


Blumenkohl, sein „grüner“ Zwillingsbruder Romanesco, Brokkoli, Kohlrabi, Grünkohl, Rotkohl, Weißkohl, Chinakohl, Rosenkohl, Wirsing sowie einige weitere Sorten gehören – trotz ihres unterschiedlichen Aussehens – alle zur Familie der Kohlgemüse (Brassica oleracea). Die ersten drei sind Vertreter der Blütengemüse und haben einen gemeinsamen Urahnen: den wilden Kohl, der ursprünglich im Kaukasus und auf Zypern beheimatet war. Italienische Kreuzfahrer brachten die Urform der Kohlgemüse vor 400 Jahren in ihre Heimat. Von dort aus verbreiteten sich seine zahlreichen, in Italien gezüchteten Abkömmlinge über ganz Europa. Als Erinnerung an „italienische Zeiten“ wird heute für Blumenkohl in Österreich noch der Begriff „Karfiol“ verwendet, der sich vom italienischen „Cavolfiore“ ableitet.

Blumenkohl, Romanesco und Brokkoli sind keinesfalls gewöhnliche Kohlsorten. Interessanterweise verzehren wir nämlich ihre fleischig verwachsenen Blütenstiele und -knospen, die sogenannte „Blume“. Diese hat dank der Kreativität italienischer Züchter immer neue Formen und Farben angenommen, sodass wir heute die unterschiedlichsten Arten von Blumenkohl und Brokkoli kennen. Eine besondere Form des Blumenkohls ist der zackenförmige Romanesco, der sich durch Lichteinfluss grün verfärbt hat. Dies geschieht, wenn die äußeren Hüllblätter die Blütensprossen nicht komplett umschließen.

Am beliebtesten sind bei uns nach wie vor der weiße Blumenkohl und der knackig-grüne Brokkoli. Wir genießen sie besonders gern mit Sauce Hollandaise, aber auch überbacken, gratiniert oder als Auflauf sind sie eine Delikatesse. Was viele nicht wissen: beide können auch roh verzehrt werden, beim Brokkoli zu den Röschen auch die kleinen, zarten Blätter und die Stängel. Doch Vorsicht: Jedes noch so köstliche Gemüse kann uns den Appetit verderben, wenn es „bewohnt“ ist. Man sollte Blumenkohl und Brokkoli deshalb vor dem Kochen eine halbe Stun­de mit dem Strunk nach oben in Salz- oder Essigwasser legen. Das lässt Raupen und andere Insekten herauskriechen!

Damit Blumenkohl und Brokkoli so richtig gut schmecken, sollten sie möglichst rasch verzehrt werden. Sie lassen sich nämlich nur schlecht lagern, im Gemüsefach des Kühlschranks sind sie maximal 2 Tage haltbar. Eine längere Lagerung ist allenfalls bei Temperaturen von 0-1 °C bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit möglich. Wichtig: Äthylen lässt Blumenkohl vorzeitig verderben. Er darf deshalb nicht zusammen mit Obst und Gemüse gelagert werden, die dieses Reifegas ausscheiden, d.h. mit Tomaten, Äpfeln oder Zitrusfrüchten.

Blumenkohl und Brokkoli sind nicht nur köstlich-lecker, sondern auch reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders der Brokkoli ist ein wahres “Gesund­heitsgemüse“ - schon 100 g Brokkoli decken den täglichen Bedarf an den Vitaminen A, C und K. Er enthält zudem viel Niacin und Pantothensäure, sowie Kalium, Calcium und Eisen. Auf Grund seines hohen Gehalts an sekundären Pflanzenstoffen zählt Brokkoli heute zu den wichtigsten Gemüsesorten der natürlichen Krebsvorsorge und zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen. Als wichtigster sekundärer Pflanzenstoff gilt das Sulforphan, das im Zusammenspiel mit ca. 50 anderen sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen und Mineralien den Brokkoli so wertvoll macht.

Der „große weiße Bruder“ Blumenkohl ist nicht ganz so reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Brokkoli. Aber auch er liefert beträchtliche Mengen an den Vitaminen C und K, an Pantothensäure sowie Kalium. Durch ihren Ballaststoffgehalt wirken sich alle Blumenkohlarten und Brokkoli zusätzlich positiv auf unsere Verdauung aus.

Quelle: Wirths PR