Posts mit dem Label Pubertät werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pubertät werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

8. November 2012

Ein halbes Jahr rauchfrei leben – und gewinnen

Zum 16. Mal sind Schulklassen der sechsten bis achten Stufen eingeladen, beim bundesweiten Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ mitzumachen. Die Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler: Vom 12. November 2012 bis zum 26. April 2013 müssen sie rauchfrei bleiben. Schulklassen, die das schaffen, können attraktive Preise gewinnen – der Hauptgewinn ist eine Klassenfahrt im Wert von 5.000 Euro. Eine Anmeldung ist noch bis zum 10. November 2012 möglich – unter www.besmart.info, beim Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) unter der Telefonnummer 04 31/ 5 70 29 70 oder per E-Mail an besmart@ift-nord.de. Hier gibt es auch umfangreiche Informationen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern.

Der Wettbewerb “Be Smart – Don´t Start“ hat das Ziel, das Thema Nicht-rauchen in einer für Jugendlichen attraktiven Form in die Schulen zu bringen und den Einstieg in das Rauchen so lange wie möglich zu verzögern oder ganz zu verhindern. Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine Teilnahme bei den Schülerinnen und Schülern zu geringeren Raucherquoten führt. 

Die Anmeldung zu „Be Smart – Don’t Start“ ist kostenfrei und eignet sich in jeder Schulform insbesondere für sechste bis achte Klassen. Auf der Webseite www.besmart.info und in einer Info-Mappe für Lehrkräfte finden sich viele Tipps für die Umsetzung des Wettbewerbs. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterstützt die wiederholte Teilnahme am Wettbewerb mit Sonderpreisen, da die Erfolge auf diesem Wege gefestigt werden können. Auch kreative Aktivitäten zum Thema Nichtrauchen werden gesondert ausgezeichnet.

„Be Smart – Don’t Start“ wird vom Institut für Therapie- und Gesundheits-forschung in Kiel angeboten und von der Deutschen Krebshilfe e.V., der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen Herzstiftung e.V., der Deutschen Lungenstiftung, dem AOK-Bundesverband sowie von weiteren öffentlichen und privaten Institutionen gefördert. Ansprechpartner in den einzelnen Bundesländern betreuen den Wettbewerb vor Ort.

In den letzten 15 Jahren haben über 120.000 Schulklassen mit mehr als drei Millionen Schülerinnen und Schülern an „Be Smart – Don’t Start“ teil-genommen. Im Schuljahr 2011/2012 machten rund 10.000 Klassen bei dem Wettbewerb mit – zwei Drittel davon gelang es, über ein halbes Jahr lang rauchfrei zu bleiben.

Hintergrund-Informationen: Der Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“


Der Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ ist ein Programm zum Nichtrau-chen für Schüler im Alter von elf bis vierzehn Jahren. Viele Jugendliche beginnen in diesem Alter mit dem Rauchen zu experimentieren. Die Regeln des Wettbewerbs sind einfach: Mindestens 90 Prozent der Schüler einer Klasse entscheiden sich dafür, am Wettbewerb teilzunehmen. Damit verpflichten sie sich, ein  halbes Jahr lang nicht zu rauchen. Wenn mehr als zehn Prozent der Schüler rauchen, scheidet die Klasse aus dem Wettbewerb aus. Die Schulklassen, die ein halbes Jahr lang rauchfrei waren, nehmen an einer Lotterie teil, bei der Geld- und Sachpreise verlost werden. Viele beteiligte Klassen führen zudem begleitende kreative Aktionen zum Thema „Nichtrauchen“ und zur Gesundheitsförderung durch, für die gesonderte Auszeichnungen vergeben werden. 



29. September 2012

Pickel - Aknemittel birgt Risiken


Acht bis neun von zehn Jugendlichen leiden unter Akne. Bis zu 20 Prozent der Betroffenen haben auch noch als Erwachsene Hautprobleme. Mädchen und Frauen, die bei schwerer Akne Medikamente mit dem Wirkstoff Isotretinoin erhalten, sollten bei der Einnahme dieses verschreibungspflichtigen Mittels sehr vorsichtig sein, rät die Techniker Krankenkasse (TK). Denn: Isotretinoin kann das ungeborene Kind schädigen und zu Fehlbildungen an Ohren, Gesicht, Gaumen, Herz und zentralem Nervensystem führen. Patientinnen darf die Arznei nur verordnet werden, wenn sie nicht schwanger sind und zugleich absolut sicher verhüten.

Den kritischen Wirkstoff erhalten offenbar immer mehr Frauen verschrieben. So hat die Zahl der weiblichen Versicherten zwischen 15 und 45 Jahren, die Isotretinoin zur oralen Einnahme auf Rezept verordnet bekamen, 2011 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zugenommen. Das ergab eine Auswertung der TK. Auch 2010 gab es, verglichen mit 2009, einen Anstieg. Er lag bei mehr als 13 Prozent.

"Wir beobachten, dass es Patientinnen gibt, die trotz der strengen Vorgaben zur Verhütung während der Aknetherapie mit Isotretinoin schwanger werden", sagt Dr. Christof Schaefer von der Charité in Berlin. Der Wissenschaftler und Kinderarzt leitet das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, das Ärzte, Apotheker und schwangere Frauen zur Verträglichkeit von Medikamenten in der Schwangerschaft berät. "Studien zeigen, dass nur sechs bis 26 Prozent der Isotretinoin-Verordnungen in voller Übereinstimmung mit den vorgesehenen Schwangerschaftsverhütungsprogrammen erfolgen", so Schaefer.

Ob die Patientinnen tatsächlich sicher verhüten, hängt nicht von ihrem Bildungsgrad ab. Schaefer: "Eine Untersuchung unseres Instituts hat gezeigt, dass bei den Frauen, die nicht verhütet hatten, solche mit höherer Bildung einschließlich Hochschulstudium überrepräsentiert waren. Neun von 49 Frauen ohne adäquate Verhütungsmaßnahmen arbeiteten sogar im Gesundheitswesen." Das verweist nach Ansicht von Schaefer auf die Schwierigkeit, Schwangerschaftsverhütungsprogramme bei hochriskanten Medikamenten wirksam umzusetzen. Der Arzt: "Eine Rolle spielt dabei sowohl die fälschliche Annahme der Patientin, sie könne nicht schwanger werden und müsse deshalb nicht verhüten, als auch das 'unerwartete' Eingehen einer neuen Partnerschaft, wenn sich die Akne gebessert hat."

Weil Isotretinoin im Körper nachwirkt, müssen Patientinnen nach Abschluss der Therapie noch einen Monat lang weiterhin sicher verhüten. Wird das Medikament nicht vollständig aufgebraucht, sollten Reste in der Apotheke abgegeben werden. Keinesfalls darf die Arznei einfach an Freundinnen oder weibliche Verwandte gegeben werden. Daran sollten vor allem Männer denken, die bei der Akne-Behandlung mit Isotretinoin keine fruchtschädigenden Wirkungen befürchten müssen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de


Quelle: www.tk.de
Stand: 28/09/12