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10. Dezember 2012

Onlinespiele: Wie die Lebensmittelindustrie Kinder ködert

Onlinespiele für Kinder auf Webseiten der Lebensmittelindustrie sind häufig Werbung für stark zucker- und fetthaltige Produkte. Zudem werden persönliche Daten der Kinder erfasst. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg von zehn Onlinespielen zehn verschiedener Anbieter.

Die untersuchten Onlinespiele sind zu finden unter www.vzhh.de. Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung:

  • Höchstes Kinderfängerpotential wurde beim Kinder-Überraschungsei von Ferrero, bei Pom-Bär von funny und Leibniz Zoo von Bahlsen festgestellt. Mit Fragen nach persönlichen Daten und/oder hohen Zuckergehalten in den Produkten vereinten sie die meisten Minuspunkte auf sich. 
  • Direkte Verkaufsförderung: Das Spielen mit den beworbenen Produkten oder deren Symbole, fand  bei allen untersuchten Spielen statt, etwa bei Paula-Pudding von Dr. Oetker oder Choco-Krispies von Kellogg`s. Bei Capri Sonne gab es sogar die direkte Aufforderung „Hol Dir den Beutel aus Gold“. 
  • Rote Nährwertampel: Fast alle beworbenen Produkte beinhalten eine  „Extra Portion Zucker und Fett“ statt kalorienärmerer Zutaten. So mussten bei acht von zehn Produkten mindestens eine rote Ampel für Zucker oder Fett vergeben werden. 
  • Mit Gewinnspielen wurden die Kids noch zusätzlich auf zwei Verpackungen geködert, und  viermal gab es auch Spielzeugbeigaben.
  • Datensicherheit: Bei sechs von zehn der untersuchten Spieleseiten werden persönliche Daten wie Name und Alter oder eine Registrierung verlangt.
  • Auch Selbstverpflichtungen der Lebensmittelindustrie schützen die Kinder meistens nicht. Denn Hersteller verstoßen gegen ihre eigenen Grundsätze. Einige schaffen sich individuelle Bewertungskriterien, etwa Kellogg`s in Form von unrealistisch kleinen Portionsgrößen. Noch schlimmer: Bei 40 Prozent der untersuchten Spiele hatten sich die Unternehmen noch nicht einmal derartigen Selbstverpflichtungen angeschlossen.

Auch die Verhaltensgrundsätze des Deutschen Werberates werden von der Verbraucherzentrale als zu unkonkret eingeschätzt. „Der Gesetzgeber muss endlich verbindliche Regelungen schaffen, denn die Selbstverpflichtung der Lebensmittelwirtschaft greift nicht“, so Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Nur klare Vorgaben und wirkungsvolle Sanktionen können die Werbeattacken gegen Kinder stoppen.“

Weitere Informationen:
www.vzhh.de: Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg e.V.
www.ampelcheck.de: Ampelcheck für viele Lebensmittel
www.vzbv.de/cps/rde/xbcr/vzbv/Kinderlebensmittel-Dossier-vzbv-Januar-2012.pdf: Dossier Kinderlebensmittel des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
www.vzbv.de/10674.htm Pressemitteilung „Kinderspielseiten im Internet – kein rechtsfreier Raum“, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Stand: 10/12/12

28. November 2012

Wie Kinder im Theater lernen: Chance für die Ernährungserziehung

Leuchtende Augen, offene Münder, begeistertes Klatschen - wenn Kinder im Theater so reagieren, ist es offensichtlich, dass das Stück in ihnen etwas bewegt. Denn Aufmerksamkeit ist, neben Aufnahmebereitschaft, eine wichtige Voraussetzung für Lernvorgänge. Vor diesem Hintergrund kann Theater auch als Baustein für die Ernährungserziehung von Grundschülern interessant sein, wo für das Gelingen erlebnis- und handlungsorientierte Zugänge gefragt sind. Denn auf der Bühne gibt es mit Musik, Bewegung und ausdrucksstarken Spielern viele Möglichkeiten, um die Aufmerksamkeit der kleinen Zuschauer zu gewinnen.

27. November 2012

Kinder in der Kita-Küche: Hygieneregeln vermitteln und einhalten

Kleinkinder sind besonders empfindlich gegenüber Krankheitserregern, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Lebensmittelbedingte Erkrankungen können daher bedrohlich für sie werden. Dennoch ist es nicht erforderlich, sie aus der Küche zu verbannen. Ganz im Gegenteil: Kinder, die bei der Essenzubereitung helfen dürfen, fühlen sich "groß", ernst genommen und entwickeln viel mehr Interesse am Essen, der Essenszubereitung und an neuen Speisen als Kindern, die nicht helfen dürfen. Bei der eigentlichen Speisenzubereitung dürfen sie aus rechtlichen und hygienischen Gründen allerdings nicht mitwirken. Wenn das zubereitete Essen aber nur für die eigene Gruppe bestimmt ist und grundlegende Hygieneregeln vermittelt und eingehalten werden, ist das Einbeziehen der Kinder eine sinnvolle Maßnahme.

Schon die Kleinsten lernen schnell, dass sie sich vor dem Essen und der Zubereitung von Lebensmitteln die Hände gründlich mit Seife waschen müssen. Das gilt auch nach dem Naseputzen. Kranke Kinder oder Kinder mit offenen und entzündeten Wunden an Händen und Unterarmen dürfen generell nicht mitmachen. Kleine Verletzungen können mit einem wasserdichten Pflaster abgedeckt werden. Auch sollte jedes Kind eine Schürze oder Vorbinder (Geschirrhandtuch) umbinden und die Haare wenn nötig zusammenbinden.

Unbedingt sollte auf die Einhaltung der Kühlkette von kühlbedürftigen oder gefrorenen Lebensmitteln und das gründliche Putzen von Obst und Gemüse geachtet werden. Die zubereiteten Speisen sollten unmittelbar verzehrt werden. Speisereste und Lebensmittelabfälle müssen ebenso wie auf den Boden gefallene Lebensmittel in die Tonne für Speiseabfälle entsorgt werden. Probieren ist selbstverständlich erlaubt, aber nur indem mit einem größeren Löffel die Speise zum Kosten auf den eigenen Löffel gegeben wird. Die Kinder dürfen niemals mit einem bereits benutzten Löffel in einer Speise rühren. An der Zubereitung und Verarbeitung von leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch oder rohe Eier sollten Kinder nicht beteiligt werden. Aus hygienischen Gründen dürfen sie auch keinen rohen Teig probieren, der Eier enthält.

www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Broschüre "Essen lernen in Kita und Tagespflege - Ernährungsbildung für Kleinkinder", 56 Seiten, Bestell-Nr.: 61-3304, Preis: 5,00 EUR
http://www.aid-medienshop.de


Stand:  15/11/12

8. November 2012

Ein halbes Jahr rauchfrei leben – und gewinnen

Zum 16. Mal sind Schulklassen der sechsten bis achten Stufen eingeladen, beim bundesweiten Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ mitzumachen. Die Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler: Vom 12. November 2012 bis zum 26. April 2013 müssen sie rauchfrei bleiben. Schulklassen, die das schaffen, können attraktive Preise gewinnen – der Hauptgewinn ist eine Klassenfahrt im Wert von 5.000 Euro. Eine Anmeldung ist noch bis zum 10. November 2012 möglich – unter www.besmart.info, beim Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) unter der Telefonnummer 04 31/ 5 70 29 70 oder per E-Mail an besmart@ift-nord.de. Hier gibt es auch umfangreiche Informationen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern.

Der Wettbewerb “Be Smart – Don´t Start“ hat das Ziel, das Thema Nicht-rauchen in einer für Jugendlichen attraktiven Form in die Schulen zu bringen und den Einstieg in das Rauchen so lange wie möglich zu verzögern oder ganz zu verhindern. Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine Teilnahme bei den Schülerinnen und Schülern zu geringeren Raucherquoten führt. 

Die Anmeldung zu „Be Smart – Don’t Start“ ist kostenfrei und eignet sich in jeder Schulform insbesondere für sechste bis achte Klassen. Auf der Webseite www.besmart.info und in einer Info-Mappe für Lehrkräfte finden sich viele Tipps für die Umsetzung des Wettbewerbs. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterstützt die wiederholte Teilnahme am Wettbewerb mit Sonderpreisen, da die Erfolge auf diesem Wege gefestigt werden können. Auch kreative Aktivitäten zum Thema Nichtrauchen werden gesondert ausgezeichnet.

„Be Smart – Don’t Start“ wird vom Institut für Therapie- und Gesundheits-forschung in Kiel angeboten und von der Deutschen Krebshilfe e.V., der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen Herzstiftung e.V., der Deutschen Lungenstiftung, dem AOK-Bundesverband sowie von weiteren öffentlichen und privaten Institutionen gefördert. Ansprechpartner in den einzelnen Bundesländern betreuen den Wettbewerb vor Ort.

In den letzten 15 Jahren haben über 120.000 Schulklassen mit mehr als drei Millionen Schülerinnen und Schülern an „Be Smart – Don’t Start“ teil-genommen. Im Schuljahr 2011/2012 machten rund 10.000 Klassen bei dem Wettbewerb mit – zwei Drittel davon gelang es, über ein halbes Jahr lang rauchfrei zu bleiben.

Hintergrund-Informationen: Der Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“


Der Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ ist ein Programm zum Nichtrau-chen für Schüler im Alter von elf bis vierzehn Jahren. Viele Jugendliche beginnen in diesem Alter mit dem Rauchen zu experimentieren. Die Regeln des Wettbewerbs sind einfach: Mindestens 90 Prozent der Schüler einer Klasse entscheiden sich dafür, am Wettbewerb teilzunehmen. Damit verpflichten sie sich, ein  halbes Jahr lang nicht zu rauchen. Wenn mehr als zehn Prozent der Schüler rauchen, scheidet die Klasse aus dem Wettbewerb aus. Die Schulklassen, die ein halbes Jahr lang rauchfrei waren, nehmen an einer Lotterie teil, bei der Geld- und Sachpreise verlost werden. Viele beteiligte Klassen führen zudem begleitende kreative Aktionen zum Thema „Nichtrauchen“ und zur Gesundheitsförderung durch, für die gesonderte Auszeichnungen vergeben werden. 



7. November 2012

Cybermobbing - Jeder dritte Schüler bereits Opfer

Mehr als jeder dritte Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren war in Nordrhein-Westfalen bereits einmal Opfer einer Cybermobbing-Attacke. Dabei wurde laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) jeder fünfte betroffene Schüler im Internet oder per Handy direkt bedroht oder beleidigt. Jeder Sechste litt unter Verleumdungen und bei elf Prozent kam es zu einem Missbrauch der Internetidentität. Gemeinsam mit dem Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz der Bielefelder Polizei informierte die Kasse heute über Hilfen und Strategien im Umgang mit Cybermobbing.

"Schon früher haben Jugendliche auf dem Schulhof gestritten oder in der Clique gelästert. Aber heute gibt es einen fatalen Unterschied: Das Netz vergisst nichts und ist grenzenlos", erläutert Ulrich Adler, Leiter regionales Vertragswesen der TK in NRW, die neue Qualität des Mobbings. Deshalb ergänzte die TK ihr Aufklärungsportal "www.gewalt-gegen-kinder.de" um das Kapitel "Cybermobbing".

"Die Forsa-Studie bestätigt auch unsere Erfahrungen: Cybermobbing ist kein Randphänomen, sondern weitverbreitete Realität", sagt Monika Atorf, Kriminaloberkommissarin aus Bielefeld. Angesichts der Verbreitung des Internets sei dies keine Überraschung. "Schließlich ist für Jugendliche das Internet heutzutage selbstverständlicher Alltag", weiß die Expertin der Polizei.

Mobber im Internet begehen Straftaten. Jede Beleidigung, Bedrohung, das Ausspähen von Daten oder Nachstellung im Netz hat Konsequenzen. Das Strafgesetzbuch sieht für Fälle von Beleidigungen eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor. Bei Erpressungen liegt das Strafmaß sogar bei bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

Laut TK-Studie nutzen 99 Prozent der Befragten das weltweite Netz. Täglich surfen 69 Prozent der nordrhein-westfälischen Schüler länger als eine Stunde im Internet, 63 Prozent sind in sozialen Netzwerken aktiv, 36 Prozent in Chatrooms.

Die Opfer einer Cybermobbing-Attacke sind nicht nur wütend (70 Prozent), verzweifelt (24 Prozent) oder fühlen sich hilflos (22 Prozent), sondern leiden auch unter körperlichen Folgen. Von Schlafstörungen berichten 17 Prozent, Kopfschmerzen nennen 10 Prozent und Bauchschmerzen acht Prozent als Reaktion auf Cybermobbing. "Auf Grundlage der Forsa-Umfrage müssen wir davon ausgehen, dass rund 400.000 Schülern allein in NRW bisher Opfer von Cybermobbing geworden sind. Angesichts dieser Daten besteht dringender Handlungsbedarf. Als Krankenkasse wollen wir mit dem neuen Baustein Cybermobbing im Portal 'www.gewalt-gegen-kinder.de' helfen", unterstreicht Ulrich Adler.

Auch die Polizei Bielefeld ist der Ansicht, dass Aufklärung und Information über Cybermobbing verbessert werden müssen. Vor allem, um schon die Anfänge von Cybermobbing zu vermeiden. Bereits im Vorfeld können Schülerinnen und Schüler darauf achten, ihre Privatsphäre zu schützen. Denn ein leichtfertiger Umgang mit persönlichen Daten wie Wohnadresse, eMail-Adresse, private Fotos, Passwörter und Telefonnummer öffnet Cybermobbern Tür und Tor.


Für Opfer von Cybermobbing-Attacken gibt die Polizei folgende Tipps: 
  • bleibe ruhig und mobbe niemals zurück
  • hole dir Hilfe von erwachsenen Vertrauenspersonen (z.B. Eltern oder Lehrer) und entscheidet gemeinsam über das weitere Vorgehen
  • sichere Beweise (SMS, eMails, Bilder)
  • melde Belästigungen indem du oder deine Eltern Kontakt mit dem Anbieter der Plattform aufnehmen
  • sofern die Möglichkeit besteht, sperre Personen die dich belästigen

Hilfe finden Betroffene zudem bei Beratungsstellen vor Ort. Entsprechende Adressen gibt es beim Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz der Bielefelder Polizei, Tel.: 05 21 / 54 5-0.
  

Hintergrund:

Für die Forsa-Umfrage wurden im Jahr 2011 in Nordrhein-Westfalen 1.000 deutschsprachige Schüler zwischen 14-20 Jahren telefonisch interviewt. 

Quelle: www.tk.de
Stand: 30/10/12


6. November 2012

Kindergärten - Bundesstatistik ist überholt

Als „bereits überholtes Zahlenwerk“ hat NRW-Familienministerin Ute Schäfer die Bundesstatistik zum Ausbau von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige bezeichnet, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurde. „Wir sind bereits erheblich weiter, als in den Zahlen der Bundesstatistik zum Ausdruck kommt. Diese beziehen sich nämlich auf den 1. März 2012 und damit auf das Kindergartenjahr 2011/2012. Wir kennen jedoch bereits die Zahlen, die uns die Landesjugendämter für das laufende Kindergartenjahr für unter Dreijährige gemeldet haben: rund 117.000 Betreuungsplätze, davon rund 84.500 Plätze in den Kindertageseinrichtungen und rund 32.600 Plätze in der Kindertages­pflege. Das ergibt eine Quote von rund 26 Prozent“, erklärte Schäfer.

Dass Nordrhein-Westfalen bei den U3-Plätzen des vergangenen Kindergartenjahres, das am 1. August 2011 begonnen hat, den letzten Platz im Bundesländervergleich belege, könne nicht verwundern. „Erst nach dem Regierungswechsel im Sommer 2010 wurden eigene zusätz­liche Landesmittel in den U3-Ausbau in Höhe von mittlerweile 440 Mil­lionen Euro im Rahmen eines Landesinvestitionsprogramms investiert. Innerhalb von zwölf Monaten den Rückstand zu den anderen Bundes­ländern aufzuholen, der eindeutig aus der mangelnden Investitions­bereitschaft der Vorgängerregierung resultiert, war für die Kommunen schlicht und ergreifend unmöglich. Mittlerweile haben wir allerdings mit einer Quote von 26 Prozent eine Trendwende erreicht“, sagte Schäfer.

Den Kommunen sprach die Ministerin ihre Anerkennung aus. „Sie haben mit Hilfe unserer Landesmittel und der noch zur Verfügung stehenden Bundesmittel in den vergangenen zwei Jahren bereits riesige Anstrengungen unternommen, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ein- und zweijährige Kinder 2013 erfüllen zu können“, so Schäfer. Das mache auch die hohe Inanspruchnahme der Bundesmittel deutlich. „Mehr als 95 Prozent der Bundesmittel sind inzwischen von den nordrhein-westfälischen Jugendämtern beantragt worden“, sagte die Ministerin. Mit mehr als 16.000 neuen U3-Plätzen in diesem Kindergartenjahr sei in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu den vergangenen Jahren der mit Abstand stärkste Zuwachs an neuen Plätzen für unter Dreijährige Kinder gelungen.

„Nordrhein-Westfalen hat beim U3-Ausbau eine enorme Aufholjagd gestartet, die erste Erfolge zeigt, aber noch nicht zu Ende ist. Deshalb dürfen wir jetzt nicht nachlassen“, sagte Schäfer. Um eine Betreuungs­quote von rund 32 Prozent erreichen zu können, müssten insgesamt rund 144.000 U3-Plätze zur Verfügung stehen und somit noch rund 27.000 Plätze geschaffen werden.

„Dabei können die Kommunen und Träger sich sicher sein, dass wir sie unterstützen. Das haben wir bereits mit unserem rund 440 Millionen Euro starkem Landesinvestitionsprogramm bewiesen. Darüber hinaus werden wir bis 2018 Ausgleichszahlungen in Höhe von rund 1,4 Milliar­den Euro an die Kommunen leisten. Dies zeigt: Seit dem Regierungs­wechsel 2010 steht das Land den Kommunen und Trägern bei der Schaffung von U3-Plätzen als verlässlicher Partner zu Seite“, erklärte die Ministerin.


Quelle: www.nrw.de



Hohe Dynamik beim Krippenausbau


Der Niedersächsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann kommentiert die heute in Berlin veröffentlichten Zahlen zum Ausbaustand bei der Kinderbetreuung für unter Dreijährige:

„Die Zahlen vom 1. März 2012 sind bereits heute veraltet, auch wenn sie zeigen, dass Niedersachsen im Ländervergleich weiter aufgeholt hat. Im November 2012 stehen wir schon bei 52.049 Betreuungsplätzen für unter Dreijährige in Niedersachsen. Das entspricht einer Betreuungsquote von rund 28 Prozent. Für die Altersgruppe der ein- bis unter dreijährigen Kinder liegen wir sogar bei einer Betreuungsquote von über 38 Prozent. Um unser Ausbauziel zu erreichen, müssen wir bis 1. August 2013 gemeinsam mit den Kommunen noch rund 9.900 zusätzliche Plätze schaffen. Dieses Ziel werden wir aufgrund der Ausbaudynamik der letzten acht Monate auf jeden Fall erreichen. Seit Beginn des Ausbauprogramms wurde in Niedersachsen die Einrichtung von rund 30.000 neuen Plätzen durch Landes- und Bundesmittel gefördert.

Wir haben den Ausbau in den vergangenen Monaten mit erheblicher Dynamik vorangetrieben. Allein seit März 2012 haben wir rund 10.000 neue Plätze bewilligen können. Dazu haben ergänzend zum bisherigen Förderprogramm die 53,2 Mio. Euro zusätzlichen Landesmittel beigetragen, die seit März 2012 zur Verfügung stehen. Aus dem Fiskalpakt rechnen wir noch einmal mit zusätzlich 54,7 Mio. Euro, die wir ebenfalls in enger Abstimmung mit den niedersächsischen Kommunen zielgerichtet und kurzfristig für die Schaffung neuer Plätze in Krippen und in der Kindertagespflege einsetzen werden. Im Übrigen haben wir uns heute im Landeskabinett für eine unbürokratische und schnelle Lösung zur Bereitstellung der Fiskalpaktmittel ohne Anrufung des Vermittlungsausschusses ausgesprochen. Die nunmehr bevorstehende Einigung zwischen Bund und Ländern ist ein wichtiges Signal für den weiteren Krippenausbau in Deutschland wie in Niedersachsen.

Insgesamt stehen damit in Niedersachsen rund 330 Mio. Euro Fördermittel für Investitionen in neue Krippen- und Tagespflegeplätze zur Verfügung. Die Kommunen werden von uns außerdem stufenweise weiter bei den Betriebskosten entlastet. Das Land wird seinen Anteil an den Personalkosten für Krippen von derzeit 43 Prozent stufenweise auf 52 Prozent steigern. Einen entsprechenden Gesetzentwurf bringen die Regierungsfraktionen von CDU und FDP in dieser Woche in den Landtag ein.

Im Mittelpunkt steht für uns nicht das Erreichen einer bestimmten Quote, die bekanntlich nur ein landes- und bundesweiter Durchschnittswert ist. Wir müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Eltern in den verschiedenen Regionen unseres Landes berücksichtigen. Uns geht es darum, dass die Eltern in den einzelnen Kommunen einen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind erhalten, wenn sie dies wünschen. Insbesondere in den städtischen Ballungsräumen liegt die Betreuungsquote heute bereits bei deutlich über 35 Prozent. Mittelfristig streben wir an, den Ausbau entsprechend des tatsächlichen Bedarfs in den Kommunen fortzusetzen in Richtung einer Quote von 40 Prozent für Niedersachsen."





Etwa jeder zehnte Grundschüler wird von einem Mann unterrichtet

Knapp ein Drittel (30,4 Prozent) der über 155 000 hauptamtlichen bzw. hauptberuflichen Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein‑Westfalen (ohne zweiten Bildungsweg) sind Männer. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltmännertags (3.11.2012) mitteilt, lag der Männeranteil damit um 0,4 Prozentpunkte unter dem im Schuljahr 2010/11 und 2,5 Prozentpunkte unter dem im Schuljahr 2005/06.

Wie die Grafik zeigt, hat an allen Regelschulformen die Männerquote beim Lehrpersonal zwischen 2005/06 und 2011/12 abgenommen. Bei der Unterrichtung der jüngsten Schülerinnen und Schüler sind Männer deutlich unterrepräsentiert: Der Lehreranteil an Grundschulen ist zwischen 2005 (10,9 Prozent) und 2011 (9,4 Prozent) stetig gesunken.

Männeranteile am Lehrpersonal in Nordrhein‑Westfalen

Die höchste Männerquote verzeichneten mit 45,3 Prozent die Gymnasiallehrkräfte; im Schuljahr 2005/06 lag der Wert noch über der 50-Prozent-Marke (51,8 Prozent). Der Männeranteil beim Lehrpersonal an Gesamtschulen lag 2011 bei 40,9 Prozent, an Hauptschulen bei 35,8 Prozent und an Freien Waldorfschulen bei 34,6 Prozent. An den Realschulen betrug der Lehreranteil 32,5 Prozent und an Förderschulen 25,1 Prozent.

Quelle: www.it.nrw.de

5. November 2012

Kinder und Eltern in schwierigen Lebenslagen

Frühe Hilfen - damit will der Bund Kindern und Eltern in schwierigen Lebenslagen helfen. Denn nach Schätzung von Experten sind etwa zehn bis 15 Prozent der Kinder in Deutschland von schwierigen familiären Verhältnissen betroffen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird deshalb heute (Montag) gemeinsam mit den Ländern die Bundesinitiative Frühe Hilfen starten.

"Wir müssen Eltern und ihren kleinen Kindern rechtzeitig und umgehend helfen, wenn sie Unterstützung benötigen", sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, bei der Auftaktveranstaltung der Bundesinitiative in Berlin. "Unser Ziel ist deshalb, dass wir die schon vorhandenen Frühen Hilfen weiter etablieren und ausbauen. Mit der Bundesinitiative schaffen wir jetzt die strukturellen Voraussetzungen dafür, dass die Unterstützungsangebote bald flächendeckend in allen Kommunen vorhanden sind."

"Viele Länder und Kommunen haben bereits den Aufbau von Frühen Hilfen vorangetrieben. Deshalb stehen auch wir Länder hinter der Bundesinitiative Frühe Hilfen", sagte Christine Clauß, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz. "Ich bin überzeugt, dass die Bundesinitiative ein Erfolg wird, weil die Erfahrungen der Länder und Kommunen in die nun vorliegenden Förderkonzepte eingeflossen sind. Die Bundesinitiative knüpft nahtlos an die Strukturen eines jeden Landes an."

In einer Verwaltungsvereinbarung haben Bund und Länder gemeinsam die Fördergrundsätze für die Bundesinitiative zugrunde gelegt. Darin werden die Voraussetzungen für die Vergabe der Mittel an die Kommunen geregelt, um den Ausbau der bereits vorhandenen Angebote vor Ort zu erreichen.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) begleitet die Bundesinitiative als Kompetenzzentrum und Koordinierungsstelle des Bundes. Hier sind Wissen und Erfahrung aus dem Gesundheitswesen und aus der Kinder- und Jugendhilfe vereint: Denn Träger des NZFH sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Deutsche Jugendinstitut (DJI).

BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott betonte: "Belastete Familien müssen frühzeitig von den Angeboten erreicht werden, damit so viel wie möglich präventiv - also vorbeugend - getan werden kann. Wichtig ist es, Ärztinnen und Ärzte in die Netzwerke einzubinden, Sie erkennen oft sehr früh, welche Familien Unterstützung benötigen. Sie können dann über die Netzwerke eine Verbindung zu passgenauen Angeboten, beispielsweise zu Familienhebammen, herstellen."

Die Bundesinitiative fördert den Auf- und Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen in Kommunen. Dazu gehört zum einen der Einsatz von Netzwerkkoordinatoren sowie deren Qualifizierung. Sie sollen dafür sorgen, dass die vielen guten Angebote - etwa der Schwangerenberatung, des Gesundheitsbereichs und der Jugendhilfe - besser untereinander abgestimmt werden. Zum zweiten wird der Einsatz von Familienhebammen und vergleichbaren Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich gefördert. Sie übernehmen die Lotsenfunktion von der Familie zu den Netzwerken. Zum dritten werden Projekte gefördert, in denen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer Familien bei der Alltagsbewältigung unterstützen. Informationen zu Angeboten Früher Hilfen gibt es in der Regel beim Jugend- bzw. Gesundheitsamt.

Das Bundesfamilienministerium stellt den Ländern und Kommunen für die Frühen Hilfen in den nächsten drei Jahren 177 Millionen Euro zur Verfügung. Nach 2015 wird die Arbeit dauerhaft durch einen Fonds unterstützt, für den der Bund jährlich 51 Millionen Euro bereitstellt. Das NZFH wird in den nächsten drei Jahren den Fachaustausch und die Forschung koordinieren. Ein Zwischenbericht mit ersten konkreten Empfehlungen für die weitere Umsetzung Früher Hilfen soll dem Bundestag am 30. Juni 2014 vorgelegt werden.

Zum heutigen Start der Bundesinitiative diskutieren 300 Fachkräfte aus Bund, Ländern und Kommunen über ihre Erfahrungen mit den Frühen Hilfen und erarbeiten gemeinsam Grundlagen für das weitere Vorgehen.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.fruehehilfen.de und http://www.bmfsfj.de.


Quelle: www.bzga.de


4. November 2012

Kinderschutz im Internet

Der Hightech-Verband BITKOM hat die Gründung des Zentrums für Kinderschutz im Internet (I-KiZ) begrüßt. Ziel der vom Bundesfamilienministerium initiierten Organisation ist die Schaffung eines bundesweiten Forums für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt. Es soll eine Koordinierungsfunktion haben und die bereits vorhandenen Initiativen sinnvoll vernetzen. Der BITKOM wird das Zentrum unterstützen und unter anderem seine Expertise in die Arbeit der Fachgruppen einbringen. „Viele Lehrer, Pädagogen und Eltern sind mit der Frage überfordert, wie sie ihren Kindern den richtigen Umgang mit neuen Medien vermitteln sollen.

Das I-KiZ soll ihnen hierfür praxisorientierte Hinweise geben“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf anlässlich der Auftaktveranstaltung des I-KiZ. „Gemeinsames Ziel von Wirtschaft und Politik ist es, die Chancen neuer Technologien aufzuzeigen, ohne dabei die Risiken aus dem Blick zu verlieren.“ Das Zentrum werde entsprechende Forschungsvorhaben unterstützen, den nationalen und internationalen Austausch von Wissen fördern und selbst die Öffentlichkeit informieren.

Laut einer Studie des BITKOM nutzen bereits neun von zehn Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren das Internet, ein Drittel sogar täglich. In dieser Altersgruppe verfügen 56 Prozent über einen eigenen Computer, 82 Prozent über ein Handy und 84 Prozent über eine Spielkonsole. Aus Sicht des BITKOM sollten Eltern, Pädagogen und Wirtschaft die Kinder bei einer sinnvollen und altersgerechten Mediennutzung unterstützen. Allerdings geben 32 Prozent der befragten 10- bis 12-Jährigen an, dass sie von ihren Eltern keine Hinweise bekommen, was im Internet erlaubt ist und was nicht. Bei 35 Prozent gibt es keinerlei zeitliche Begrenzung, was das Surfen oder Spielen im Internet angeht. Lediglich 27 Prozent haben ein Kinderschutzprogramm auf ihrem Computer installiert, das bedenkliche Inhalte blockiert.

Neben dem neuen Zentrum für Kinderschutz im Internet unterstützt der BITKOM die von der Bundesregierung und der Wirtschaft getragene Initiative „FragFinn.de“. Das Web-Angebot bietet einen geschützten Surf-Raum für Kinder. Zudem ist der BITKOM an der Initiative „Sicher online gehen“ beteiligt, die Eltern über technische Schutzmöglichkeiten informiert. Tipps für mehr Sicherheit im Internet finden Eltern und Jugendliche außerdem bei „Deutschland sicher im Netz“. Weitere Tipps des BITKOM zum Umgang von Kindern und Jugendlichen mit dem Internet sind hier abrufbar.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des BITKOM unter 723 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahre.

Quelle: www.bitkom.org
Stand: 10/09/12

29. Oktober 2012

Kindern helfen – bevor sie auf die schiefe Bahn geraten


Kindern und Jugendlichen, die kriminell und auffällig geworden sind, soll frühzeitig geholfen werden.  Das Land Nordrhein-Westfalen hat dafür vor einem Jahr ein neuartiges, bundesweit einmaliges Projekt gestartet. In enger Zusammenarbeit zwischen Polizei, freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe und dem Jugendamt bekommen gefährdete Kinder und Jugendliche eine individuelle Förderung, die verhindern soll, dass sie ganz auf die schiefe Bahn geraten und zu Intensivtätern werden. Jetzt kann die Initiative „Kurve kriegen“ mit der Kölner Kultband „Paveier“ auf die Mitwirkung prominenter Mitstreiter setzen.

Die „Paveier“ haben für das Projekt einen eigenen Song komponiert und auch bereits einen eindringlichen Video-Clip produziert. Bei der Vor­stellung von Song und Musikvideo zog NRW-Innenminister Ralf Jäger in Köln ein erstes positives Resümee der NRW-Initiative und begrüßte das außergewöhnliche Engagement der bekannten Musikgruppe. Die sechs Musiker aus Köln hatten sich nämlich angeboten, auch mit einzelnen Kindern und Jugendlichen aus dem Projekt „Kurve kriegen“ zu arbeiten.

Die „Paveier“ wollen mit ihrem persönlichen Einsatz dem Projekt einen zusätzlichen Schwung geben und für eine größere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit sorgen. Bandmitglied Klaus Lückerath fühlt sich als ehemaliger Lehrer besonders herausgefordert, etwas für die Jugend­lichen zu tun. Er sieht gleich mehrere Betätigungsfelder, wo gefährdete Kinder in der Band mit anpacken können und dabei lernen, Verant­wortung zu übernehmen: „Sie können uns beispielsweise vor unseren Auftritten beim Aufbau helfen und dabei ‚backstage‘ hautnah die Arbeit im Musikbusiness kennenlernen.“ Lückerath sieht im Einzelfall sogar eine berufliche Perspektive für die Jugendlichen.

Bandmitglied Sven Welter hat bereits den zwölfjährigen Philipp (Name geändert) aus dem Projekt  unter seine Fittiche genommen. Als passionierten Tischtennisspieler hat er ihn für den schnellen Sport be­geistert. „Ich bin mir sicher, dass er im Tischtennisverein dort bald auf andere Gedanken kommt und neue Freunde findet“, hofft Welter. Auch die anderen Bandmitglieder sind von dem Projekt begeistert und unter­stützen „Kurve kriegen“. Die „Paveier“ zählen zusammen mit den „Bläck Fööss“, den „Höhnern“ und „Brings“ zu den bekanntesten kölschen Gruppen.

Köln ist eine von acht Modellregionen, die vor über einem Jahr für die Umsetzung von „Kurve kriegen“ ausgewählt wurden. Aktuell werden von den beiden Sozialpädagogen, die bei der AWO für das Projekt zustän­dig sind, 26 Familien begleitet. 22 Jungen und vier Mädchen haben individuelle Angebote bekommen und werden intensiv betreut.

Neben Köln ist die Initiative „Kurve kriegen“ auch in Aachen, Bielefeld, Dortmund, Duisburg, Hagen, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Kreis Wesel gestartet. Inzwischen nehmen in allen Modellregionen zusammen 178 Kinder und Jugendliche (158 Jungen und 20 Mädchen) an verschie­denen pädagogischen Maßnahmen teil. Die einzelnen Maßnahmen und Angebote reichen von Nachhilfe über Teilnahme am Musikschulunter­richt, Coolness- und Anti-Aggressionstrainings bis hin zur Ernährungs­beratung für übergewichtige Kinder.
In jeder der acht Regionen werden in Kooperation mit freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe individuelle Maßnahmen durchgeführt. Diese setzen bei den jeweiligen Interessen und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen an.

Innenminister Jäger begründete noch einmal die Dringlichkeit eines solchen Projektes mit einigen Zahlen: Im Jahr 2011 lag die Zahl der mehrfachtatverdächtigen Kinder und Jugendlichen in NRW bei 3.700. Sie haben knapp 29.000 Straftaten begangen. Das heißt: Nur sechs Prozent der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen verüben ein Drittel aller Straftaten dieser Altersgruppe.

„Ein Blick auf die hohe Rückfallquote von rund 70 Prozent nach Jugend­strafmaßnahmen macht deutlich, dass Abwarten und Wegsperren keine Lösungen sind“, betonte Jäger. Ein weiterer Aspekt sind die zu erwar­tenden Ausgaben. Jeder einzelne Platz im Jugendstrafvollzug kostet in NRW jährlich über 41.000 Euro. Verbunden mit der oftmals mangelnden Schul- und Ausbildung der betroffenen Kinder und Jugendlichen, sind die anschließenden Folgekosten immens. „Jedes Kind, das noch die Kurve kriegt, ist ein Gewinn für die Gesellschaft", betonte Ralf Jäger.

Weitere Informationen des Projektes finden Sie im Internet unter www.kurvekriegen.nrw.de


Quelle: www.nrw.de



Gefahr durch Energy-Drinks

Energy-Drinks können für Kinder und Jugendliche zur Gefahr werden. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hamburg hin und fordert das Verbot des Verkaufs an Personen unter 18 Jahren.

Nach mehreren Todesfällen, darunter ein 14-jähriges Mädchen, in den USA besteht der Verdacht, dass der übermäßige Konsum von Energy-Drinks die Ursache sein könnte. Auch aus Deutschland sind Fälle unerwünschter Wirkungen auf das Herz-Kreislauf System nach dem übermäßigen Konsum von Energy Drinks bekannt. Denn diese Getränke haben einen hohen Koffeingehalt – etwa dreimal so viel wie Cola - und enthalten andere Inhaltsstoffe wie Taurin, bei denen negative Wechselwirkungen nicht sicher ausgeschlossen werden können. Ist der Konsum von Energy-Drinks mit Alkohol und körperlicher Anstrengung verbunden, etwa in der Disko, besteht die Gefahr, dass sich die Nebenwirkungen zu Krampfanfällen oder Herzrasen verstärken. Systematische aussagekräftige Langzeitstudien fehlen noch.

„Gerade Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden, da in der Disko und beim Sport die Gefahr eines übermäßigen Konsums besteht“, sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Eine noch größere Gefahr besteht nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Hamburg bei Energy-Shots. Dabei handelt es sich um hochkonzentrierte Produkte in kleinen Portionsgrößen, die bei Durst dazu verleiten, mehrere Portionen zu trinken. Auch wird der bittere Geschmack des Koffeins durch extreme Süße und Aroma unterdrückt. Die Hersteller nutzen hier Schlupflöcher, indem sie Energy-Shots nicht als Erfrischungsgetränke sondern als „Nahrungsergänzungsmittel“ verkaufen und dadurch die gesetzlichen Vorgaben für Erfrischungsgetränke umgehen. So sind beispielsweise im Red Bull Shot 80 Milligramm Koffein pro 60 Milliliter enthalten. Das entspricht mehr als 1300 Milligramm pro Liter. Andere Produkte können bis zu 6000 Milligramm pro Liter enthalten. Diese „Nahrungsergänzungsmittel“ müssen die Verzehrsempfehlung „Nur eine Portion pro Tag“ tragen, die aber von Konsumenten häufig nicht eingehalten wird. Bei nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch beurteilt  das Bundesinstitut für Risikobewertung diese Getränke  als nicht sicher. Die Verbraucherzentrale fordert das generelle Verbot des Verkaufs von hoch dosierten Energy-Konzentraten.

Die Verbraucherzentrale hält die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Kennzeichnung für völlig unzureichend. Das Gesetz schreibt für Energy-Drinks den Hinweis „erhöhter Koffeingehalt“ vor, gefolgt von der Angabe, wie viel Koffein in 100 Milliliter Getränk vorhanden ist. Das gilt sowohl für verpackte wie auch lose Ware. Erst ab 13. Dezember 2014 wird mit der dann EU-weit gültigen Lebensmittelinformationsverordnung ein weiterer Warnhinweis notwendig. Dieser muss in demselben Sichtfeld wie die Bezeichnung des Getränks mit dem Wortlaut „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und Schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“ stehen.

Quelle: www.vzhh.de
Stand:29/10/12


27. Oktober 2012

Sicher unterwegs mit guten Sitzen


2011 verunglückten laut Statistischem Bundesamt 24 Kinder im Alter bis 12 Jahre im Pkw tödlich, 953 wurden schwer verletzt. Um die Sicherheit von Kindern im Auto zu erhöhen testet der ADAC zusammen mit der Stiftung Warentest regelmäßig neue Kindersitzmodelle. Im zweiten Test 2012 standen 13 Produkte auf dem Prüfstand. Sechsmal wird die Note „gut“, fünfmal die Note „befriedigend“, einmal „ausreichend“ vergeben – ein Sitz fällt bei der Schadstoffanalyse durch und erhält nur ein „mangelhaft“.

In allen Klassen – unterteilt nach Alter, Gewicht und Größe der Kinder – gibt es gute Sitze, die bei Sicherheit und Handhabung punkten und dadurch Unfallfolgen mildern können. So ist der Graco Junior Baby mit und ohne Basis bei den Babyschalen „empfehlenswert“ - beide Varianten erreichten beim Frontalcrash die beste Beurteilung. In der Kategorie I (Kinder zwischen 1 und 4 Jahren) liegen der Römer Duo Plus und der Kiwy SPF 1 Isofix vorne. Der Kiddy Guardianfix Pro 2 überzeugt bei Sicherheit sowie Bedienung und erreicht die Spitzennote in der Klasse I/II/III (für 1-12 Jährige). Der Takata Maxi Isofix (Klasse II/III für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren) zeichnet sich vor allem durch eine geringe Verletzungsgefahr beim Seitencrash aus und liegt daher vorne. Diesen Sitz sowie den Römer beurteilten die Tester besonders positiv: die Köpfe werden sehr gut abgestützt, die Verbindung zum Fahrzeug ist solide, die Größeneinstellung ist einfach und die Handhabung vorbildlich.

Der mit der schlechtesten Note bewertete Bébécar Easymaxi EL kann zwar bei der Sicherheitsprüfung überzeugen, rasselt aber aufgrund eines hohen Schadstoffwertes durch. Der getestete Sitzbezug enthält gesundheitsschädliche Stoffe, die im engen Körperkontakt für Kinder schädlich sein können. Tendenziell werden Kindersitzbezüge schadstoffärmer nachdem 2011 dieses Kriterium im Clubtest eingeführt wurde – ein Erfolg der Verbraucherschützer.

Laut ADAC eignen sich immer mehr Produkte zur Befestigung mit Isofix. Generell sind die Gefahren von Fehleinbauten und das Verletzungsrisiko damit geringer, allerdings bestehen auch hier Qualitätsunterschiede. Da ein Isofix-Kindersitz nicht in jedes Fahrzeug passt, sollten Eltern ihr Auto vor dem Sitzkauf mit der Typliste des Sitzherstellers vergleichen und prüfen, ob der dafür notwendige Verankerungspunkt vorhanden ist; Bedienung und Einbau vom Verkäufer erklären lassen und die Bedienungsanleitung genau befolgen. Wichtig ist der richtige Gurtverlauf. Alle ADAC Kindersitztestergebnisse sind unter www.adac.de/kindersitztest zu finden.


Quelle: www.adac.de


19. Oktober 2012

Impfen: Was Erwachsene, Kinder und Reisende brauchen


Aus Sicht der Stiftung Warentest ist es wenig sinnvoll, ältere Menschen generell gegen Grippe, Pneumokokken und Gürtelrose zu impfen. Die Wirksamkeit der Grippeimpfung nimmt mit höherem Alter nachweislich ab. Und wie wirksam die Pneumokokken-Impfung sowie die – derzeit nicht verfügbare – Impfung gegen Gürtelrose ist, ist bei der Altersgruppe nicht gut belegt. Das berichtet die Stiftung Warentest in einem Themenpaket Impfen auf www.test.de
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Drei Impfungen sind nach Einschätzung der Stiftung Warentest dagegen für jeden Erwachsenen sinnvoll: gegen Tetanus und Diphtherie, zwei lebensbedrohliche Krankheiten, sowie gegen Keuchhusten. Letzterer tritt derzeit vermehrt bei Erwachsenen auf; frühere Erkrankungen und Impfungen schützen nicht dauerhaft. Manche Erwachsene brauchen außerdem Nachholimpfungen gegen Polio, Masern, Mumps und Röteln – wenn sie keinen vollständigen Schutz aus der Kindheit haben.

Viele Erwachsenen haben nicht alle Impfungen, die die zuständige Ständige Impfkommission offiziell empfiehlt und die Krankenkassen erstatten. So sind nur 72 Prozent der Erwachsenen ausreichend gegen Tetanus geschützt.

Für die Einschätzungen der Stiftung Warentest hat ein Expertenkreis Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Impfungen und den zugehörigen Krankheiten beurteilt. Das 36-seitige Themenpaket Impfen unter www.test.de/impfen enthält neben Tipps für Erwachsene Einschätzungen zu den wichtigsten Kinder- und Reiseimpfungen, einen Impfkalender für Kinder und Erwachsene, Antworten auf wichtige Leserfragen und die Ergebnisse einer Online-Umfrage mit mehr als 10 000 Teilnehmern.


Quelle: www.test.de


17. Oktober 2012

Bettnässen: Neue Wege zu einer trockenen Nacht


Etwa jedes zehnte Kind im Alter von sieben und zehn Jahren nässt wiederholt nächtlich ein; tagsüber etwa jedes Fünfte. Meistens fehlt den Betroffenen die Kontrolle über ihre Blase, die jedoch von ihnen erlernt werden kann. Um die Diagnostik und Behandlung von kindlicher Harninkontinenz zu vereinheitlichen, kindgerecht und möglichst ohne belastende Maßnahmen zu gestalten, haben sich Fachleute aus Medizin, Psychologie, Pädagogik und Physiotherapie zusammengetan und ein abgestuftes Behandlungskonzept und ein Schulungsprogramm entwickelt, das sich an betroffene Kinder und deren Familien richtet. Am 26. und 27. Oktober treffen sie sich auf der 2. Gemeinsamen Jahrestagung der Konsensusgruppe Kontinenzschulung im Kindes- und Jugendalter (KgKS) und der AG Urotherapie in Bonn.

Bettnässen ist ein Tabuthema und wird häufig auf psychische Faktoren geschoben. Doch der Erwerb der Blasenkontrolle ist ein hochkomplexer und sehr störungsanfälliger Reifungsprozess. Bis zur Vollendung des fünften Lebensjahres ist Bettnässen in der Regel altersgemäß. „Der Zeitpunkt, zu dem es krankhaft wird, ist für jedes Kind individuell. Neben medizinischen Kriterien spielen vor allem Entwicklungsaspekte und die Lebenssituation des Kindes eine Rolle“, sagt Thomas Engels, Urotherapeut und Pflegeleiter an der Urologischen Poliklinik des Universitätsklinikum Bonn.

Als Mitglied der KgKS sieht er die Harninkontinenz im Kindes- und Jugendalter als sehr vielschichtig an. So ist sie beispielsweise nicht nur Folge einer gestörten Blasenfunktion oder Hormonstörungen. Vielmehr basiert sie auf einer komplexen Wechselwirkung von körperlichen, seelischen und sozialen Faktoren. Dabei fällt auch die gesellschaftliche und familiäre Wertung des Einnässens ins Gewicht. „Dies alles muss bei der Diagnostik und Therapie betroffener Kinder und Jugendlicher berücksichtigt werden“, sagt Engels.


Ein Gefühl für den Körper entwickeln


Die neue Kontinenzschulung basiert auf der so genannten Urotherapie, bei der nur verhaltenstherapeutische, systemische und lösungsorientierte Elemente zum Einsatz kommen. Die Betroffenen lernen zunächst spielerisch ihren Körper besser kennen und dessen Signale besser wahrzunehmen. Zudem wird das Trink- sowie das Toilettenverhalten besprochen und die Umsetzung in den normalen Tagesablauf geplant. „Das Kind lernt seine Blase so zu trainieren, dass sie ihm automatisch gehorcht“, sagt Engels. „Dieser Prozess verlangt viel Ausdauer und Willenskraft von den Kindern. Sie brauchen positive Unterstützung seitens der Eltern.“

Sind organische Ursachen ausgeschlossen können Kinder und Jugendliche mit einer Harninkontinenz nach einer individuellen Prüfung an einer Kontinenzschulung teilnehmen. Das Schulungsteam ist interdisziplinär zusammengesetzt: Arzt, Psychologe oder Pädagoge sowie Medizinische Assistenzberufe wie Kinderkrankenpfleger, Physiotherapeut, Ergotherapeut oder Urotherapeut. Mindestens ein Mitglied des Schulungsteams muss ein Trainerzertifikat der KgKS besitzen.

Weitere Informationen gibt es unter www.kontinenzschulung.de und www.urotherapie.de




Übergewichtige Kinder - Prävention statt Reduktion


Maßnahmen zur Gewichtsreduktion übergewichtiger Kinder bringen meist nur kurzfristige Erfolge. Das ist das Resultat einer Langzeitstudie im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). "Umso wichtiger ist es, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention zu stärken, sodass Übergewicht im Kindesalter gar nicht erst entsteht", erklärt BZgA-Direktorin Dr. Elisabeth Pott. Das ist zwar keine neue Erkenntnis, aber im Rahmen einer so groß angelegten Studie in Deutschland doch ein weiterer Beweis für dringenden Handlungsbedarf.

An der Untersuchung nahmen über 1.900 übergewichtige Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren teil, die entweder rund ein Jahr ambulant oder sechs Wochen stationär behandelt wurden. Knapp 50 Einrichtungen in ganz Deutschland waren beteiligt. Mehr als jeder zweite junge Patient konnte das Übergewicht während der Behandlungszeit reduzieren. Doch nur bei 14 Prozent der Heranwachsenden war die Gewichtsabnahme auch noch ein bis zwei Jahre nach Abschluss der Maßnahmen festzustellen. Weitere Ziele wie mehr Bewegung im Alltag, eine gesündere Ernährung und weniger Zeit vor dem Fernseher oder dem Computer wurden langfristig nur bei 10 bis 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen erreicht.

Ernährungsgewohnheiten werden vor allem im Kleinkindalter geprägt. Wenn Kinder von klein auf gesund und abwechslungsreich essen und trinken, greifen sie auch als Erwachsene eher auf ein großes Sortiment an Lebensmitteln zu. "Dabei sind die Eltern als Vorbilder gefragt", erklärt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst. "Wer mit seinem Kind Lebensmittel einkauft, gemeinsam kocht und zusammen am Tisch sitzt, vermittelt Spaß am Essen. Dann lassen sich günstige Ernährungsgewohnheiten leichter erlernen und beibehalten, und auch Gewichtsprobleme sind seltener", so Seitz.

Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:


 aid-Heft "Das beste Essen für Kinder", Bestell-Nr. 61-1447, Preis: 2,50 Euro, http://www.aid-medienshop.de


Quelle: www.aid.de
Stand: 10/10/12


28. September 2012

Tag der Schulverpflegung


Cookie Madness Monday'sEin konstantes Verpflegungsangebot in Schulen gehört inzwischen vielerorts selbstverständlich zum Schulalltag. Das Essen in der Schule soll schmecken und vor allem von Schülerinnen und Schülern angenommen werden. "Eine gesunde und regelmäßige Ernährung ist eine zentrale Voraussetzung für Konzentration und Lernvermögen.

Das Netzwerk Schulverpflegung berät und unterstützt Schulen und Schulträger darin, eine qualitativ hochwertige Verpflegung an nordrhein-westfälischen Schulen anzubieten", erklärt NRW-Verbraucherminister Johannes Remmel anlässlich des Tags der Schulverpflegung am 26. September. Seit der Umstellung auf Ganztagsbetrieb bieten landesweit zwei von drei Schulen quer durch alle Schulformen eine Mittagsverpflegung für Schülerinnen und Schüler an.

Dies ist keine leichte Aufgabe. Viele – Schulträger, Lehrer, Eltern und Schüler sowie Köche und Caterer – haben sich bisher schon für eine rundum gute Schulverpflegung stark gemacht. Trotzdem geht es in vielen Schulen immer noch darum, externen Anbietern von Pizzen, Pita-Brötchen und Plunder-Teilchen den Rang abzulaufen und die Akzeptanz des Schulessens bei den Schülerinnen und Schülern zu erhöhen.

Wie vor allem Kinder und Jugendliche mehr Lust auf das Speisenangebot in ihrer Mensa bekommen, ist Thema der heutigen Fachtagung "Mehr Qualität in der Schulverpflegung", in der interessierte Akteure rund um die Schulverpflegung Erfolgsfaktoren für Akzeptanz und Nachhaltigkeit des Angebots diskutieren. Die Ergebnisse sollen in die tägliche Arbeit vor Ort an Schulen, bei Schulträgern, Speisenlieferanten sowie Schüler- und Elterninitiativen zum Schulessen einfließen. "Die vielerorts schon gute Verpflegungsqualität braucht mehr Zustimmung und eine dauerhafte Verankerung an den Schulen. Dazu müssen wir so viele Akteure wie möglich zu einem gegenseitigen Austausch an einen Tisch bekommen. Nur so können wir tragfähige Anregungen für eine durchgängig gute und realisierbare Verpflegungsqualität erhalten, in der auch die Essgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt werden", bringt Ludwig Hecke, Staatssekretär des NRW-Schulministeriums das Anliegen der Fachtagung auf den Punkt.

School Food - Chicken NuggetsSchulverpflegung umfasst mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Gemeinsames Essen vermittelt der der nachwachsenden Generation ein Gemeinschaftsgefühl an ihrer Schule und leistet auch außerhalb des Klassenraums einen wesentlichen Beitrag zum sozialen Lernen. Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, konkretisiert dies so: "Kinder und Jugendliche können beim Essen in der Gruppe und bei der Behandlung von Ernährungsthemen im Unterricht ein gesundes Essverhalten erlernen und auch noch Fähigkeiten erwerben, die wichtige Weichen stellen, um lebenslang nachhaltig zu denken und verantwortungsbewusste Konsumentscheidungen zu treffen."

Neben den Teilnehmern auf der Fachtagung werden am diesjährigen, zweiten Tag der Schulverpflegung auch zahlreiche Schulen in Nordrhein-Westfalen aktiv. Sie öffnen die Türen zu ihren Mensen und lassen Neugierige an diesem Tag – begleitet von zahlreichen Bildungsaktionen – in ihre Töpfe schauen, um Lernende, Eltern und weitere Interessenten für das Thema Schulverpflegung zu sensibilisieren oder sogar zu begeistern.

Die bei der Verbraucherzentrale NRW angesiedelte "Vernetzungsstelle Schulverpflegung NRW" – gefördert mit Mitteln des nordrhein-westfälischen Verbraucher- sowie Schulministeriums und des Bundesverbraucherministeriums – unterstützt sämtliche Akteure dabei, ein gesundes und für Schüler attraktives Speisenangebot an den jeweiligen Schulen von der Idee in die Tat umzusetzen. Nähere Informationen und Kontaktdaten unter www.schulverpflegung.vz-nrw.de

Quelle: www.vz-nrw.de
Stand: 26/09/12