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6. November 2012

Stacheliger Nützling: Naturnahe Gärten optimal für Igel

Auf dem Speiseplan von Igeln stehen Schnecken, junge Mäuse - auch Wühlmäuse - sowie Insektenlarven und -puppen. Wer den Nützling im Garten ansiedeln möchte, sollte ihm vielfältige Nahrungs- und Versteckangebote bieten.

In Deutschland ist der Braunbrustigel Erinaceus europaeus anzutreffen, auch Westeuropäischer Igel genannt. Er hat eine braune Brust, 6.000 bis 8.000 Stacheln und wird bis zu 30 cm lang. Als Einzelgänger finden die Tiere nur zur Paarung zusammen, meist einmal im Jahr zwischen März und Juli. Nach rund fünf Wochen bringen die Weibchen drei bis acht Junge mit weißen, weichen Stacheln zur Welt. Igel werden bis zu zehn Jahre alt.

Der dämmerungs- und nachtaktive Nützling versteckt sich tagsüber unter Sträuchern oder in Laubhaufen. In der Dunkelheit geht er auf Nahrungssuche. Dabei lässt sich der Kulturfolger vor allem von seinem ausgezeichneten Geruchssinn leiten und legt weite Strecken zurück. Vor dem Winterschlaf nehmen die Tiere vermehrt kohlenhydratreiche Nahrung auf, wie Samen, Nüsse, Beeren und Fallobst. Bei Temperaturen unter 10 °C beziehungsweise ab Ende Oktober/Mitte November beginnen die Igel mit dem Winterschlaf, der je nach Witterung bis März oder April dauert. Als Überwinterungsplatz suchen sie frostfreie und geschützte Orte auf, in denen sie ein Nest aus Moos, Laub oder Heu bauen. Naturnahe Gärten bieten meist gute Rückzugsmöglichkeiten. Wer die standorttreuen kleinen Stacheltiere in seinen Garten locken möchte, kann zum Beispiel Kompost-, Laub- oder Reisighaufen anlegen oder belassen. Auch Holzstapel oder im Handel erhältliche "Igelkuppeln" eignen sich gut.

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Igel eine besonders geschützte Tierart. Der größte Feind ist der autofahrende Mensch. Daher ist Rücksicht beim nächtlichen Autofahren besonders wichtig. Wer in seinem Garten einen steil abfallenden Teich oder Schacht hat, sorgt mit einem schrägen, mit Maschendraht bespannten Brett dafür, dass ein hineingefallener Igel sich wieder befreien kann. Ganz wichtig: Während der Gartensaison kein Schneckenkorn verwenden; es ist für Igel gefährlich.

Übrigens: Igel sind Wildtiere. Nur verletzte, kranke oder kleine Igel, die im Spätherbst das Winterschlafgewicht von 400 bis 500 g noch nicht erreicht haben, brauchen Hilfe. Bei Fragen helfen der Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND) oder der Verein Pro Igel e. V. weiter.

Heike Stommel, www.aid.de


31. Oktober 2012

Gefahr durch Wildwechsel

220 000 Rehe, etwa 12 000 Wildschweine und über 200 000 Hasen und Kaninchen kommen jedes Jahr unter die Räder. Mit Herbst-Beginn ist auf Deutschlands Straßen wieder vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen. Für Autofahrer sind vor allem die Abend- und frühen Morgenstunden gefährlich. Insgesamt werden jährlich ca. 2 500 Verkehrsteilnehmer bei Wildunfällen verletzt.

Die Tiere sind zu dieser Jahreszeit auf Deckungssuche, da abgeerntete Felder an Wiesen oder Waldrändern keinen Schutz mehr bieten. Zur Futtersuche  queren Schwarz- und Rotwild sowie Füchse oder Hasen immer wieder die Straßen. Besonders in der Dämmerung oder bei Nebel ist in den kommenden Wochen Vorsicht geboten. Für alle Verkehrsteilnehmer gilt: Mit angepasster Geschwindigkeit, vorausschauend und vorsichtig fahren, sowie immer ausreichend Abstand zum Vordermann halten. Taucht ein Reh am Straßenrand auf, sofort das Tempo reduzieren, denn einem Wildtier folgen meist mehrere. Scheint ein Zusammenprall unvermeidlich, auf keinen Fall ausweichen, sondern voll bremsen. Denn ein Baumunfall oder ein Frontalzusammenstoß mit einem anderen Auto haben viel schwerwiegendere Folgen als ein Wildunfall.

Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, gilt: Warnblinker einschalten, Warndreieck aufstellen, gegebenenfalls Verletzte versorgen und die Polizei verständigen. Die Polizei informiert den Revierinhaber, der das getötete oder verletzte Tier von der Straße nimmt und eine Unfallbescheinigung für die Schadenregulierung mit der Kaskoversicherung ausstellt.

Angefahrene Tiere sollten nach einem Unfall auf keinen Fall berührt werden,  sie könnten auskeilen oder Krankheiten übertragen. Getötetes Wild mitzunehmen, ist strafbar und wird als Wilderei mit Geld- oder Haftstrafe bis hin zur Beschlagnahme des Fahrzeugs geahndet. Auch wenn ein Tier nur angefahren wurde und wieder verschwindet, ist die Polizei zu informieren. In solchen Fällen muss aus Gründen des Tierschutzes der Jäger das verletzte Tier suchen und es von seinen Schmerzen erlösen.


Quelle: www.adac.de


20. Oktober 2012

Warum werden die Blätter bunt?

Von grün über gelb, ocker, rot bis braun - jetzt ist es in der Natur richtig bunt, denn der Herbst färbt die Blätter der Bäume. Wie kommt diese Farbenpracht zustande? Die grüne Farbe der Blätter wird nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen durch das Zusammenspiel verschiedener Blattfarbstoffe verursacht. Im Sommer werden die gelben bis rötlichen Farbstoffe wie Carotine, Xanthophylle und Anthocyane durch das grüne Chlorophyll überlagert. Im Herbst wird das Chlorophyll in den Blättern abgebaut, die Bestandteile wandern in die Äste und den Stamm, wo sie gespeichert werden.

Die gelb-roten Farbstoffe bleiben zurück und geben den Blättern ihre Farbe. Doch damit nicht genug: In den absterbenden Blättern werden durch chemische Umwandlungsprozesse verstärkt Anthocyane gebildet, die den Zellsaft sogar tiefrot färben können. Zusammen mit den noch grünen Blättern und den vielen Übergängen zwischen gelb und rot bietet sich dem Auge im herbstlichen Wald ein wahres Feuerwerk an Farben.

Niedrige Nacht- und hohe Tagestemperaturen bei intensiver Einstrahlung führen zur Farbenpracht, die in Nordamerika und Kanada den Indian Summer mit der Gelbfärbung der Ahorne und Pappeln einläuten. Kürzere Tage und geringere Temperaturen führen in den Gehölzen zur Umwandlung von Stärke in Zucker. Dadurch wird die Frosthärte erhöht. Dieser Prozess wird durch kurze Trockenperioden verstärkt.

Vor allem die Tageslänge ist als äußerer Faktor für den Blattfall wichtig. Weitere bedeutsame Auslöser sind Feuchtigkeit und Kälte. Starke Trockenheit kann den Fall der Blätter um mehrere Wochen vorverlegen.


Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen www.lwk.nrw.de


19. Oktober 2012

Lindenallee ist Allee des Jahres 2012


Zum "Tag der Allee" am 20. Oktober hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die "Allee des Jahres 2012" gekürt. Wie im vergangenen Jahr hat eine Allee aus Brandenburg das Rennen gemacht. Fotos der hundertjährigen Lindenallee zwischen Densow und Annenwalde bei Templin in der Uckermark überzeugten die Jury vor allem aufgrund der außergewöhnlichen Dichte des Blätterdachs. Den zweiten Platz belegte eine Allee aus Fürth, den dritten Platz ein weiterer „Grüner Tunnel“ auf Rügen.

Andreas Faensen-Thiebes, Mitglied im Bundesvorstand des BUND: „Die Lindenallee in Densow ist ein grüner Tunnel wie aus dem Bilderbuch. Seit die hundertjährige Allee 2006 gegen alle Widerstände asphaltiert wurde und ihr der Status der denkmalgeschützten Pflasterstraße abhanden kam, haben Alleenschützer sie besonders im Blick“. Der Titel des Gewinnerbildes "Alleen machen Autos zu Zwergen" symbolisiere die eindrucksvolle Schönheit alter Alleen genauso wie ihre Funktion als Schadstofffilter und landschaftsprägende Elemente.

Deutschlandweit gebe es zirka 20000 Kilometer Alleen. Leider seien viele von ihnen bedroht. Gefährdet seien sie vor allem durch den Straßenausbau und die industrielle Landwirtschaft, durch rigorose Schnittmaßnahmen und den Einsatz von Tausalzen im Winter. Für einen besseren Alleenschutz sei ein Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde in engen Alleenabschnitten notwendig, sagte Faensen-Thiebes. Dies brächte mehr Verkehrssicherheit als das jährliche Fällen tausender Alleenbäume. Außerdem müsse der Lkw-Verkehr in gefährdeten Alleen reduziert und im Winter Splitt oder Kies statt Tausalz verwendet werden.

Silke Bartolomäus, Leiterin des BUND-Alleenprojektes: „Bei unserem Einsatz für den Erhalt alter Alleen erfahren wir Unterstützung von Hunderten ehrenamtlichen `Alleen-Paten`. Sie haben ein Auge auf `ihre` Alleen und sorgen dafür, dass nicht noch mehr der eindrucksvollen grünen Tunnel über Nacht aus dem Landschaftsbild verschwinden.“



Quelle: www.bund.net


18. Oktober 2012

Gefahr von Wildunfällen jetzt besonders groß

Autofahrer haben es bei herbstlichem oder gar winterlichem Wetter nicht leicht. Regen, Nebel, Schnee und rutschige oder glatte Straßen machen das Fahren in den dunkleren Monaten nicht zum Vergnügen. Dazu kommt noch der Wildwechsel von Rehen oder auch Wildschweinen. Sie überqueren auf dem Weg zu ihren Futterplätzen die Straßen und haben schon so manchen Autofahrer erschreckt. Damit es beim Schrecken bleibt, gibt Kreis-Jagdberater Dietrich Junge einige Verhaltenstipps:

  • Die meisten Wildunfälle lassen sich durch vorausschauende Fahrweise vermeiden. Gerade an beschilderten Wildwechseln und an Waldrändern gilt: Runter vom Gas und Augen auf. Besondere Vorsicht ist an Waldrändern und Lichtungen geboten.
  • Nachts schreckt Fernlicht das Wild ab. Läuft doch mal ein Tier auf die Fahrbahn, gibt es nur eins: Bremsen, Fernlicht aus, hupen.
  • Kommt es doch zu einem Wildunfall, muss nach einem Zusammenprall auf jeden Fall die Polizei verständigt werden. Das gilt selbstverständlich auch, wenn das Tier "nur" verletzt wurde und weggelaufen ist. Die Polizei informiert dann den für das Gebiet zuständigen Jagdausübungsberechtigten. Dieser entscheidet, was mit dem Tier weiter geschieht bzw. wie und wo eine Suche stattfindet.
  • Auf keinen Fall darf das Tier ins Auto geladen und abtransportiert werden.

Übrigens: Grundsätzlich muss der Verkehrsteilnehmer für den Wildschaden nicht haften, es sei denn, er hat den Unfall z.B. fahrlässig verursacht. Die Kosten für den Schaden am Fahrzeug übernimmt in aller Regel die Kfz-Versicherung.

Andere Regeln als bei Wild gelten für Haustiere. Verursacht ein Hund oder eine Katze einen Unfall, kommt der Halter für den Schaden auf. Allerdings muss auch hier die Polizei eingeschaltet werden. Schwierig wird es, wenn der Verkehrsteilnehmer einem Tier ausweicht und dadurch einen Schaden verursacht. Kann er nicht nachweisen, dass das Tier Schuld war, zahlt seine Kfz-Versicherung unter Umständen nicht.


Quelle: kreis-unna.de


17. Oktober 2012

Esskastanien - Die süße Herbstdelikatesse

Eßkastanien

Heiße Esskastanien für kalte Tage

Wenn die Blätter fallen und die Tage kühler werden, stimmen frisch geröstete Esskastanien auf die dunkle Jahreszeit ein. Erst durch das Rösten oder Kochen wird das Schalenobst weich und entwickelt das typische leicht süßliche Aroma. Im Mittelalter dienten die stärkereichen Esskastanien als Grundnahrungsmittel für die ärmere Bevölkerung und wurden auch "Brot des kleinen Mannes" genannt. Inzwischen haben sich die aromatischen Früchte zu einer begehrten Delikatesse entwickelt.

Ganz einfach lassen sich die kleinen braunen Schalenfrüchte im Backofen rösten und als herbstliche Knabberei genießen. Dazu werden die Kastanien vor der Zubereitung mit einem kleinen scharfen Messer kreuzweise angeritzt, auf ein Backblech gelegt und je nach Größe etwa 15 Minuten bei 180 bis 200 Grad geröstet, bis sich die Schale nach außen biegt. Am besten schält man die Früchte, solange sie noch heiß sind und entfernt auch die pelzige Innenhaut.

Esskastanien schmecken aber nicht nur pur, sondern auch püriert als Beilage zu Wildgerichten, als Füllung für Gans und Truthahn, im Risotto und mit Rot- oder Rosenkohl. Für eine cremige Kastaniensuppe werden die Früchte rund zehn Minuten in heißem Wasser vorgekocht, geschält und in eine Gemüsebrühe mit Zwiebeln, Speck, Nelken und Zimt gegeben. Anschließend wird die Suppe passiert und mit einem Schuss Sahne verfeinert. Auch Süßspeisen, Gebäck und Kuchen lassen sich hervorragend mit Esskastanien zubereiten, wobei Honig oder Ahornsirup deren nussige Note noch verstärken.
Ein Klassiker aus Frankreich ist die Maronenkonfitüre - als Brotaufstrich, im Pfannkuchen oder im Dessert.

Im Handel sind frische Esskastanien von September bis März erhältlich. Hochwertige Früchte haben eine glatte, glänzende Schale und fühlen sich schwer an. Sie sollten nicht länger als eine Woche bei Raumtemperatur gelagert werden, da sie ansonsten keimen und ihr Aroma verlieren. Kastanienliebhaber können aber auch im Wald wilde Früchte finden. Erst wenn die stacheligen Fruchthülsen aufplatzen und die Kastanien auf den Boden fallen, sind sie reif. Am besten lässt man das frische Schalenobst ein paar Tage an einem luftigen Ort trocknen, damit ein Teil der Stärke verzuckert und es noch süßer schmeckt.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.was-wir-essen.de in der Rubrik Lebensmittel von A-Z, Nüsse


Quelle: www.aid.de
Stand: 17/10/12



12. Oktober 2012

Goldener Herbst Saison für die Jäger


Während der ersten, sonnigen Herbsttage zog es bereits viele Spaziergänger und Sportler in die bunten Wälder. Der Herbst ist auch die Saison für Treib- und Drückjagden in Feld und Wald. Deshalb bittet der Märkische Kreis, in dieser Jahreszeit unbedingt die Hinweisschilder zu beachten. Da während der Jagden die Waldwege nicht gesperrt sind, wird besondere Rücksicht darauf genommen, niemanden zu gefährden. Es ist ratsam die Wege nicht zu verlassen und möglichst eine andere Route zu wählen.

Während der Jagd werden die Hunde nicht an der Leine geführt, sodass es zu Begegnungen mit nicht angeleinten Vierbeinern kommen kann. Waldspaziergänge oder Wanderungen sollten nach Möglichkeit so geplant werden, dass ausreichend Tageslicht vorhanden ist. Neben der Sturzgefahr, muss bedacht werden, dass die Jäger in der Dunkelheit nicht mehr mit Erholungssuchenden im Wald rechnen. Ansitzjagden finden nämlich auch während der Nachtzeit statt.

Um allen Interessens gerecht zu werden und eine gemeinsame Nutzung der Natur zu ermöglichen, ist gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich. Auch die Autofahrer sollten jetzt besonders vorsichtig fahren. Vor allem in der Dämmerung ist mit Wildwechseln zu rechnen.




17. September 2012

Beim Pilze sammeln Rücksicht auf Wildtiere nehmen


Im Herbst locken im Wald leckere Pilze zum Sammeln. Und auch der Trend zum Pflücken von Wildobst nimmt zu. Ein Sonntagsausflug mit Pflückkörbchen mit Kind und Kegel - grundsätzlich eine prima Sache. Doch so schön es für die einen ist, durch verwunschene Waldflächen und entlegene Lichtungen zu wandeln, so furchterregend ist es für die anderen: die Wildtiere. Das sollte man wissen, möchte man als Naturliebhaber nicht Rothirsch und Reh zu Tode ängstigen, weil man gerade unbedacht durch ihr Schlafzimmer geht.

Beobachtungen der Deutschen Wildtierstiftung zeigten, dass eine Hirschkuh mit ihrem Kalb so verängstigt auf einen Pilzsammler reagierte, dass sie ihren Tagesstand fluchtartig verließen. Das ist für die Tiere Kräfte zehrend und gefährlich. "Unkalkulierbare Störungen wie Wanderer, Mountainbike-Fahrer oder Pilzsucher, die die üblichen Wege verlassen, werden von Rotwild als Bedrohung angesehen", so die Wildtier Stiftung. Diese Störungen führen auch zu Wildschäden im Wald. Deshalb sollten Waldbesucher unbedingt auf den Wegen bleiben. Dass mitgebrachte Hunde angeleint werden sollten, um Rehe, Hasen und Hirsche nicht unnötig zu beunruhigen, ist für jeden Tierfreund Ehrensache.

Aber auch zum eigenen Schutz gilt es für Waldbesucher einige Tipps beherzigen: Vor Zecken schützen: Sie sitzen besonders gern im Gras, in Büschen und im Unterholz. Lange Hosen, hohes geschlossenes Schuhwerk, und ggfs. Handschuhe sind Pflicht. Beim kleinsten Zweifel an der Essbarkeit von Pilzen oder Wildfrüchten sollte man diese immer stehen oder hängen lassen. Pilze in einem atmungsaktiven Behältnis transportieren und rasch verarbeiten. Nur so viel sammeln, wie man auch verwerten kann. Denn auch Wildtiere wie Dachse sind als Vorbereitung auf den Winter auf Früchte und Beeren angewiesen. Achtung Fuchsbandwurm: Seine Eier sind unsichtbar und können sich überall befinden. Daher alle Kostbarkeiten aus dem Wald gründlich waschen und durchschmoren. Einfrieren macht den Erreger nicht unschädlich.

Dagmar Barkmann, www.aid.de


Weitere Informationen:


Quelle: www.aid.de
Stand: 13/10/10



10. September 2012

Vorsicht Fuchsbandwurm: Tipps zum Schutz vor Infektion


Wald und Natur halten einige Delikatessen für fleißige Sammler bereit: Im Sommer gibt es Brombeeren oder Heidelbeeren und im Herbst beginnt die Hochsaison für Pilze. Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock warnt hier allerdings vor einer Gefahr: Bodennahe Früchte können mit den Eiern des Fuchsbandwurms behaftet sein, da infizierte Füchse dort ihren Kot abgesetzt haben. Vor allem in Süddeutschland, aber auch immer mehr im Norden der Republik sind Füchse von diesem Bandwurm befallen. Nimmt der Mensch seine Eier auf, wird er unheilbar und sogar lebensgefährlich krank, da Leber und andere Organe irreversibel geschädigt werden. Zwischen dem Zeitpunkt der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit können bis zu 15 Jahre liegen. Der Mensch ist ein Fehl-Zwischenwirt.

Eigentlich fressen Mäuse oder andere Beutetiere des Fuchses die Bandwurmeier. Über die Mäuse können auch Hunde und Katzen infiziert werden und somit wiederum der Mensch. Deshalb sollten diese Haustiere prophylaktisch und in regelmäßigen Abständen einer Wurmkur unterzogen werden. Mittlerweile sind Füchse auch in Gärten und Obstplantagen zu Gast. Deshalb sind Salat, Erdbeeren oder Fallobst ebenfalls mögliche Träger von Fuchsbandwurmeiern. Um sich vor einer Infektion schützen, sollte man ein paar Dinge beachten: Vor allem sollten rohes Obst und Gemüse vor dem Verzehr sehr gründlich gewaschen werden.

Sicher abgetötet werden die Bandwurmeier aber nur, wenn man das Lebensmittel bei mindestens 70° C kocht oder backt. Kälte hingegen schadet ihnen nicht, weshalb das Einfrieren im Haushalt keinen Schutz bietet. Das LALLF empfiehlt darüber hinaus, - kranke und tote Tiere, besonders Füchse und Mäuse, nur mit Handschuhen und Mundschutz anzufassen, - Fuchskot aus dem Garten mit dichten Plastikbeuteln zu entfernen und im Hausmüll zu entsorgen, - Füchse nicht zu füttern, z.B. mit Fleischresten, Knochen oder Nahrungsmitteln auf dem Kompost, - Abfallsäcke erst am Tag der Müllabfuhr, nicht am Vorabend, draußen bereit zu stellen, - keine Futterteller für Haustiere draußen aufzustellen.

aid, Kirsten Jänisch-Dolle

Quelle: www.aid.de
Stand: 16/09/09