Posts mit dem Label Niedersachsen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Niedersachsen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

18. März 2013

Alternative Kraftstoffe für die Luftfahrtindustrie aus deutschem Biogas

Die Entwicklung neuer Kraftstoffe, die das Klima schonen und gleichzeitig nachhaltig und sozialverträglich produziert werden, zählt zu den großen gesellschaftlichen aber auch industriellen Herausforderungen. Die Luftfahrtindustrie treibt die Entwicklung alternativer Kraftstoffe maßgeblich voran. Dass die Herstellung von nachhaltigem Biokerosin eine Chance für Norddeutschland sein könnte, zeigt ein Vorhaben, das jetzt auf Initiative des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums und des Flugzeugbauers Airbus gestartet wurde. Für das Projekt stellen sie jeweils 50.000 Euro zur Verfügung.

Ein Konsortium mit Partnern aus Niedersachsen und Hamburg will im Rahmen einer Machbarkeitsstudie klären, inwieweit die Nutzung von Biogas zur Herstellung von Biokerosin möglich ist: Neben dem schon am Markt verfügbaren Biokerosin auf Basis nachhaltiger Pflanzenöle, die meist aus dem Ausland importiert werden müssen, kann Kerosin auch aus Biogas bzw. dem daraus herstellbaren Biomethan erzeugt werden.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer erklärt: „Ich begrüße das Projekt, weil Niedersachsen als Deutschlands größter Produzent von Biogas dafür ein besonderes Potenzial bietet. Hier wird Biogas in nennenswertem Umfang auch aus Abfall und damit besonders nachhaltig erzeugt. Einen weiteren Vorteil bietet das bereits vorhandene, gut ausgebaute Erdgas-Netz, das mit nur geringen Zusatzkosten genutzt werden kann. Somit besteht die Chance, mit regionalen Produkten dazu beizutragen, dass sich die Industrie von fossilen Energieträgern ein Stück weit lösen kann."

Der europäische Flugzeugbauer Airbus unterstützt das Projekt im Rahmen seiner Strategie für die kommerzielle Nutzung nachhaltiger alternativer Kraftstoffe für die Luftfahrt. „Airbus ist führend bei der weltweiten Entwicklung nachhaltiger alternativer Kraftstoffe. Unser Ziel ist es, weltweit nachhaltige Lösungen für die lokale Versorgung aus lokalen Quellen zu entwickeln. Wir freuen uns daher sehr über die Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Niedersachsen", sagte Frederic Eychenne, Programmleiter Neue Energien bei Airbus.

Airbus will mit seiner Strategie als Katalysator bei der Kommerzialisierung von Biokraftstoffen für die Luftfahrt wirken, die aus nachhaltigen Quellen gewonnen werden. Sechs solcher Wertschöpfungsketten wurden bereits aufgebaut: in Australien, Brasilien, dem Mittleren Osten, Rumänien, Spanien und China. Darüber hinaus hat Airbus auf mehreren Testflügen und in Zusammenarbeit mit den Normungsorganisationen für Kraftstoffe (ASTM und DefStan) dazu beigetragen, dass alternative Kraftstoffe mit einem Biokerosinanteil von bis zu 50 Prozent bereits für kommerzielle Passagierflüge zugelassen wurden.

Unter Führung der Süderelbe AG untersuchen das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE) der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) sowie das Fachgebiet Nachhaltige Energie- und Umwelttechnik (NEUTec) der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen die technische und wirtschaftliche Machbarkeit dieser Idee.

Zur Produktion von nachhaltigem Biokerosin aus Biogas sollen sogenannte Gas-to-Liquid-Verfahren (GTL) eingesetzt werden. Angepasst an die Standortbedingungen Norddeutschlands werden in dem Projekt die Grundlagen für die technische und ökonomische Realisierbarkeit einer vollständigen Wertschöpfungskette zur Biokerosin-Produktion in Norddeutschland erarbeitet.

Als Praxisbeispiel für die Umsetzung werden die Wirtschaftsregion Deltaland (Heidekreis) sowie der Unterelbe-Raum näher analysiert. „Für Niedersachsen bietet sich mit diesem Projekt die Chance, neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen und zugleich die Entwicklung der vorhandenen Industriestandorte zu befördern", erklärt Dr. Jürgen Glaser, Prokurist der Süderelbe AG, die sich für Clusterentwicklungsprojekte in Niedersachsen und Hamburg engagiert und das Projektmanagement für dieses Thema übernommen hat.

Eine große Bedeutung für das Projekt kommt der Analyse möglicher Quellen von Biomethan zu. „Die Machbarkeitsstudie nimmt daher mit Blick auf die aktuelle Diskussion um Nutzungskonkurrenzen bewusst Ressourcen vorrangig aus landwirtschaftlichen Rückständen und Nebenprodukten sowie aus organischen Abfällen für die Biogasproduktion in den Fokus", erklärt Prof. Achim Loewen, Professor für Energietechnik und Umweltmanagement an der HAWK in Göttingen.

Damit wird im Rahmen des Projektes die Analyse und Bewertung der gesamten Bereitstellungskette von der Biogaserzeugung bis zur Biokerosinbereitstellung z. B. für den Flughafen in Hannover oder in Hamburg vorgenommen. Hierzu wird die gesamte Kette detailliert anhand technischer, ökonomischer und ökologischer Kriterien untersucht. "Nur wenn Biokerosin technisch effizient, ökonomisch darstellbar und ökologisch verträglich bereitgestellt werden kann, wird sich diese innovative Option, bei der die in Niedersachsen bereits vorhandenen Strukturen maximal genutzt werden sollen, am Markt durchsetzen können. Ist dies der Fall, kann diese Möglichkeit merklich zu einem klimaverträglicheren Luftverkehr beitragen - und das bei gleichzeitiger Verbesserung der Versorgungssicherheit." stellt Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, Leiter des Instituts für Umwelttechnik und Energiewirtschaft der TUHH, fest.

Die Arbeiten zur Machbarkeitsstudie werden flankiert durch das fachliche Know-how eines projektbezogenen Beirats, in den Industrievertreter aus zentralen Wertschöpfungsstufen eingebunden sind. Das Projekt endet voraussichtlich im Dezember 2013.

5. Dezember 2012

Wo bleibt mein Geld?

Wer hat das nicht schon mal erlebt: Das Geld neigt sich dem Ende, aber das Ende des Monats ist noch nicht in Sicht. Erstaunt stellt man fest, dass im Portemonnaie schon wieder gähnende Leere herrscht, obwohl man doch eben erst bei der Bank gewesen ist. Ein Blick auf den Kassenzettel des Wocheneinkaufs lässt einen fragen, was man denn bitte gekauft hat, dass eine solche Summe zu Stande kommt.

28. November 2012

Eichenschädlinge kräftig auf dem Vormarsch

Während Kiefer und Fichte seit nahezu drei Jahrzehnten stabile Benadelungswerte aufweisen, ist die Vitalität alter Buchen und Eichen mit Kronenverlichtungen bis zu 34 Prozent deutlich eingeschränkt. Das sind die Hauptergebnisse des diesjährigen Waldzustandsberichtes, den Forstminister Gert Lindemann heute vorstellte.

27. November 2012

„Niedersachsen rüstet sich gegen Cyber-Angriffe"


Die Niedersächsische Landesregierung hat in ihrer heutigen Kabinettssitzung eine Cyber-Sicherheitsstrategie verabschiedet. Dazu erklärte der zuständige Innenminister Uwe Schünemann: „Wir verstärken damit den vorbeugenden Schutz gegen Cyberangriffe und sorgen wirksam gegen IT-Krisen vor."

„Geliebtes Leben“ zum Weltaidstag

Das Gesundheitsamt Leer und die profamilia zeigen anlässlich des Weltaidstags am 1. Dezember am 30. November in Kooperation mit dem Kinocenter Leer den Film "Geliebtes Leben - Life above all", für den sich rund 150 Jugendliche aus den Leeraner Schulen angemeldet haben.

Im Film geht es um die zwölfjährige Chanda, die behütet in einem südafrikanischen Ort aufwächst und deren Leben sich schlagartig ändert, als die einjährige Schwester stirbt und die Mutter schwer erkrankt. Chandra beginnt, Fragen zu stellen.



Weltweit leben etwa 34 Millionen Menschen mit dem Virus, jährlich sterben 1,8 Millionen Menschen an Aids.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt in Deutschland im Jahr 2012 bei circa 3400. Die Gesamtzahl der Menschen, die mit HIV und Aids leben, wird weiter zunehmen, da die Therapien deutlich wirksamer geworden sind.  Ende 2012 leben in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mehr als 78.000 Menschen mit HIV und Aids.

Obwohl die Bedrohung durch Aids unverändert hoch ist, ist sich dessen kaum noch jemand bewusst. Besonders jüngere Menschen halten Aids für behandelbar. Heute bezeichnen nur noch 29 Prozent der Gesamtbevölkerung und 38 Prozent der 16- bis 20-Jährigen Aids als eine gefährliche Krankheit. Dies wirkt sich auf Denken und Handeln aus: Die Menschen schützen sich nicht, weil sie die Gefahr einer Infektion unterschätzen - und Aids einfach vergessen haben.

Die aktuelle Aids-Kampagne 2012 lautet wie im vergangenen Jahr: "Positiv zusammen leben!" Im Mittelpunkt stehen HIV-positive Menschen, die offen über ihre Erfahrungen mit der HIV-Infektion berichten. Ziel dieser europaweit einzigartigen nationalen Kampagne ist es, Stigmatisierung und Diskriminierung abzubauen und HIV/AIDS innerhalb unserer Gesellschaft zum Thema zu machen. Es ist eine gemeinsame Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung.


25. November 2012

Tipps zum richtigen Verhalten bei plötzlicher Straßenglätte

Norddeutschlands Straßen sind vielerorts wieder glatt. Damit der Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen nicht zur Rutschpartie wird, empfehlen die Experten des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eine vorausschauende Fahrweise. Auch sollten Autofahrer am Morgen Scheiben freikratzen und Straßenglätte fest mit einplanen. Besonders gefährlich sind Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Straße ist glatter als bei strengem Frost, weil sich ein zusätzlicher Wasserfilm auf dem Asphalt bilden kann. Durch den Wechsel von Tauen und Gefrieren ändert sich außerdem die Fahrbahnbeschaffenheit ständig.

Reifglätte
Die gefürchtete Reifglätte entsteht, wenn Nebel oder feuchte Luft bei weniger als Null Grad Bodentemperatur über die kalte Fahrbahn zieht. Deshalb: Vorsicht bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Fahrbahntemperaturen! Eine dunkle, feucht wirkende Fahrbahn kann bereits glatt sein.

Blitzeis
Eisregen, umgangssprachlich auch Blitzeis genannt, entsteht, wenn Regen unter Null Grad Celsius auf die deutlich kältere Fahrbahn trifft. Das Wasser gefriert sofort und bildet eine harte, glasige zusammenhängende Eisschicht. Deshalb: Vorsicht bei einsetzendem Regen.

Eisglätte
Überfrierende Nässe oder Eisglätte bildet sich, meist örtlich begrenzt, bei sinkender Temperatur durch das Gefrieren von Pfützen oder Schmelzwasser. Deshalb: Vorsicht bei Feuchtigkeit.

Schneeglätte
Schneeglätte entsteht durch das Festfahren von Schnee oder durch Gefrieren von Schneematsch. Deshalb: Vorsicht bei plötzlich weißer Fahrbahn.

Allgemein gilt:
Signale für Glätte sind leisere Abrollgeräusche der Reifen, eine unnatürlich weich werdende Lenkung und ein Durchdrehen der Antriebsräder. Besondere Vorsicht ist morgens und abends geboten, wenn der Winterdienst noch nicht oder nicht mehr im Einsatz ist. In der Nacht haben es Stellen mit hoher Luftfeuchtigkeit beispielsweise an Flüssen und Seen oder in Wäldern in sich. Brücken und Kuppen können dann gefährlich glatt sein. Große Aufmerksamkeit ist auch auf ungeräumten Nebenstraßen nötig sowie auf Straßenabschnitten vor und nach Landkreisgrenzen und Ortsschildern, weil hier andere Winterdienste zuständig sein könnten.

Um bei Glätte heil anzukommen, sollten sich Autofahrer ein Zeitpolster schaffen und längere Fahrzeiten einplanen sowie Schleichwege meiden. Zur Sicherheit trägt auch ein besonders großer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug bei.

In der kalten Jahreszeit müssen Fahrzeugführer besonders behutsam und sensibel mit dem Gaspedal umgehen. Denn wer plötzlich oder ruckartig Gas gibt oder wegnimmt, provoziert ein Ausbrechen und Rutschen des Wagens. Empfehlenswert ist eine kurze Bremsprobe nach wenigen Metern Fahrtstrecke. Diese gibt ein Gefühl für die veränderten Straßenverhältnisse. Aber Achtung: Vorher unbedingt in den Rückspiegel schauen!


24. November 2012

Alkohol ging leichtsinnig über die Ladentheke

Booze
Alkohol. Foto: © Mark Haertl/Flickr
www.flickr.com/photos/markhaertl/1214991890/


17 von 32 Geschäfte händigten
Hochprozentiges an Minderjährigen aus

Der Landkreis Leer und die Polizeiinspektion Leer/Emden brachen im November erneut zu Testkäufen auf. Ziel waren Lebensmittelgeschäfte, ein Kiosk sowie Tankstellen in den Gemeinden Rhauderfehn, Ostrhauderfehn, Uplengen, Bunde, in der Samtgemeinde Jümme sowie in den Städten Leer und Weener.


Der Landkreis und die Polizeiinspektion Leer/Emden kontrollierten insgesamt 32 Geschäfte hinsichtlich der Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen. Es wurden 18 Lebensmittelmärkte, 13 Tankstellen und ein Kiosk an drei Tagen geprüft.

Insgesamt wurden 17 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Auffällig war, dass der minderjährige Polizeischüler in 13 Fällen die Flasche mit dem hochprozentigen Alkohol ohne Altersnachfrage oder Ausweisvorlage erhielt. Der Alkohol ging leichtsinnig über die Ladentheke, so Karin Frieling, Jugendbeauftragte für den Landkreis Leer.

Bei der anschließenden Rückgabe des hochprozentigen Alkohols wurden die Verantwortlichen an den Kassen von Angela Neerhut, Beauftragte für Jugendsachen der Polizeiinspektion Leer/Emden, und von Karin Frieling auf ihr Verhalten angesprochen. Es wurde eingehend darauf hingewiesen, dass die Abgabeverbote des Jugendschutzgesetzes zu beachten sind und der Handel seine Verantwortung gegenüber Minderjährigen wahrnehmen muss.

Die Kassierer, die jeweils das erste Mal bei Testkäufen negativ auffielen, haben mit einer empfindlichen Geldbuße zu rechnen. Testkäufe wird es im Landkreis Leer weiterhin regelmäßig geben, so Frieling und Neerhut.


20. November 2012

Küsterin tot - Haftbefehl gegen Vater und Sohn erlassen

In dem Ermittlungsverfahren der in Braunlage (Niedersachsen) verstorbenen Küsterin hat das Amtsgericht Braunschweig gestern Haftbefehl gegen den heranwachsenden Sohn des Opfers wegen Beihilfe zum Mord erlassen. Der Haftbefehl wurde dem 20-Jährigen durch das Amtsgericht München verkündet.

"Es liegen widersprüchliche Angaben zum Tathergang vor, weshalb auf den Inhalt der Einlassungen der beiden Beschuldigten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht näher eingegangen werden kann", teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig heute in einer Pressemitteilung mit.

Erste Auswertungsergebnisse der am Tatort aufgefundenen Spuren bestätigen den Verdacht, dass die 48-Jährige in den Räumlichkeiten der Kirche erschossen wurde. Der Tatzeitraum wird auf die Abendstunden des vergangenen Freitag begrenzt. Danach sind Vater und Sohn gemeinsam mit der 12-jährigen Tochter in das europäische Ausland geflüchtet, von wo aus sie am Sonntag zurückkehrten und sich freiwillig den Behörden in München stellten.

Gegen den 51-jährigen Ehemann der am Wochenende in Braunlage aufgefundenen Gemeinde-Küsterin wurde am heutigen Vormittag vom Amtsgericht Braunschweig Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Nach dem Ergebnis der Obduktion ist die 48-Jährige an den Folgen einer Schussverletzung verstorben. Nach Verkündung des Haftbefehls durch das Amtsgericht München wird derzeit die Überführung des Beschuldigten nach Braunschweig vorbereitet.



10. November 2012

Baltrum: Küstenschutz am Nordstrand

Anfang kommender Woche beginnt der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit einem weiteren Bauabschnitt zur Verbesserung des Küstenschutzes auf der Nordseite der Insel Baltrum. Die Promenade und der Hauptstrandzugang mit dem Schart am Strandhotel Wietjes werden erhöht und verstärkt. Dabei wird das System aus wellenbrechenden Schwallmauern, einem neuen schweren Raudeckwerk aus Granitsteinen und einer speziell geformten Kronenwand fortgesetzt, das westlich des kommenden Bauabschnittes bereits umgesetzt wurde. Zunächst wird jedoch das neue Deichschart errichtet, dessen Schwelle um 1,1 Meter erhöht werden muss.

Die Zugänglichkeit der Promenade und des Ortes wird mittels Rampenanlagen sichergestellt. „Der Neubau des Scharts kann bereits jetzt erfolgen, da wir im Schutze der vorhandenen Anlage bauen, so dass der Sturmflutschutz nicht beeinträchtigt wird. Die Anhebung der Schartschwelle schafft eine zusätzliche Sicherheit, da das Schart in Sturmfluten weniger belastet wird.", erläuterte Frank Thorenz, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney. Untersuchungen des NLWKN hatten ergeben, dass die Küstenschutzanlagen an der gesamten Nordseite von Baltrum um circa zwei Meter zu niedrig sind. Zudem war die Standsicherheit der vorhandenen Küstenschutzanlagen nicht mehr ausreichend.

„Im Sturmflutfall können hier bis zu fünf Meter hohe Wellen auftreten, die sehr hohe Kräfte hervorrufen. Bereits die Sturmfluten von 1. November 2006 und 9. November 2007 hatten einen Überlauf von Wellen über das bestehende Schart verursacht. Deshalb bestand hier dringender Handlungsbedarf" ergänzte Thorenz.

Dieser Bereich stellte wegen der räumlichen Enge der Situation besondere Anforderungen an die Planung: Einerseits stand die Sicherheit gegen Sturmfluten im Vordergrund, andererseits waren die touristischen Belange dieses Hauptstrandzugangs zu beachten, die eng mit der Inselgemeinde abgestimmt wurden.
„Mit dem Abbruch der alten Anlagen wird aus Sicherheitsgründen erst im April 2013 begonnen. Eine Fertigstellung des gesamten Bauabschnitts ist bis zum Spätsommer 2013 vorgesehen" informierte Projektleiter The van Hoorn.

Der Bauabschnitt aus dem Sommer 2012 vom Strandzugang Küper bis rund. 100 Meter westlich vor dem Strandhotel Wietjes ist bis auf Restarbeiten fertiggestellt und eine Wintersicherung im Übergangsberich zur alten Anlage hergestellt. Der Strandzugang Küper wird demnächst wieder geöffnet.

Für die anstehenden Arbeiten ist es erforderlich den Strandzugang am Strandhotel im Winter zu sperren. Es können dann nur die Zugänge beim Haus Küper und am Kinderspielhaus genutzt werden. Im Winter sollen möglichst große Teile der landseitigen Anlagen fertiggestellt werden.

Ab Mitte April - nach dem Ende der Sturmflutzeit - kann die vorhandene Betonmauer abgebrochen und das seeseitige Deckwerk mit den Schwallelementen in Angriff genommen werden. Ein Behelfsstrandzugang wird im Frühjahr 2013 in Abhängigkeit vom Baufortschritt eingerichtet.

Der Auftrag wurde an die Arbeitsgemeinschaft Tell Bau Norden, Colcrete-von Essen Rastede und Matthäi Westerstede vergeben.

Die Kosten der Maßnahme für diesen Abschnitt betragen ca. 2,8 Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus Mittel der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes, die das Niedersächsische Umweltministerium bereitstellt.

Quelle: Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz www.niedersachsen.de




7. November 2012

Die Sicherungsverwahrung ist keineswegs überflüssig!


Heute diskutierten die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags in der aktuellen Stunde das Thema „Sicherheit für die Bevölkerung - Sicherungsverwahrung für Schwerverbrecher". Dazu sagte der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann heute (07.11.12) im Niedersächsischen Landtag: „Ausgehend von der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 17. Dezember 2009 hat uns das Bundesverfassungsgericht mit Entscheidung vom 4. Mai 2011 aufgegeben, die Sicherungsverwahrung neu auszurichten. Es gilt das Abstandsgebot zu erfüllen und damit eine ausreichende Besserstellung von Sicherungsverwahrten gegenüber Strafgefangenen zu gewährleisten. All dies stellt unser neues Gesetz zum Vollzug der Sicherungsverwahrung sicher."

Aber die Bevölkerung habe einen Anspruch auf wirksamen staatlichen Schutz vor Rückfalltaten gefährlicher Gewalt- oder Sexualstraftäter. „Die Verpflichtung des Staates zum Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit der Bürgerinnen und Bürger hat Vorrang vor dem individuellen Freiheitsinteresse eines verurteilten Straftäters. Die Sicherungsverwahrung ist deshalb keineswegs überflüssig, denn es wird immer einige wenige Täter geben, die sie mit Therapien nicht von weiteren Taten abbringen können. Für diese Tätergruppe ist die Sicherungsverwahrung gedacht und unabdingbar", so der Minister weiter.

Derzeit gibt es in Niedersachsen 38 Sicherungsverwahrte. Der größte Teil sitzt in der Justizvollzugsanstalt Celle ein. Eine neue Einrichtung speziell für Sicherungsverwahrte entsteht momentan in Rosdorf bei Göttingen.

„Wir wollen die größtmögliche Sicherheit für die Bevölkerung gewährleisten und die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts erfüllen. Deshalb entsteht ein Neubau auf dem Gelände der modernsten und sichersten Vollzugseinrichtung in Niedersachsen", sagte Busemann abschließend.





Land kauft Grundstück für die Errichtung eines neuen Forschungszentrums

Mit dem Kauf eines 26.000 Quadratmeter großen städtischen Grundstücks für rund 2,5 Millionen Euro ermöglicht das Land jetzt die Errichtung eines neuen Forschungszentrums in Hannover. Auf dem Areal in Groß-Buchholz wird der mit fast 60 Millionen Euro veranschlagte Neubau des Niedersächsischen Zentrums für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) errichtet. Ziel der Einrichtung ist es, die transdisziplinäre Forschung- und Entwicklung mit dem Schwerpunkt Implantatforschung in Niedersachsen zu bündeln.

„Bislang arbeiten die Forscher an unterschiedlichen Einrichtungen in Hannover. Mit dem Grundstückskauf und dem Neubau wird es künftig möglich sein, konzentriert an einem zentralen Ort zu forschen. Das ist ein enormer Gewinn für die wissenschaftliche Qualität", betont die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka. Mehr als 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden im NIFE gemeinsam forschen. „Die Implantatforschung hat sich nicht nur als Schlüsselthema in der Gesundheitsforschung, sondern auch als hochschulübergreifendes Forschungs -Themenfeld der Universitäten in Hannover profiliert", so die Ministerin.

Das 2008 gegründete NIFE ist eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und der Leibniz Universität Hannover (LUH) in Zusammenarbeit mit dem Laser Zentrum Hannover (LZH). Ziel ist vor allem die Entwicklung biologisch verträglicher und infektionsresistenter Implantate sowie die Entwicklung von schonenden Verfahren zur Implantation im kardiovaskulären, audio-neurologischen, muskuloskelettalen und dentalen Bereich.

Das jetzt angekaufte Grundstück am Stadtfelddamm liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur MHH und zum Medical Park und stellt den ersten Schritt zur Realisierung des neuen Forschungszentrums dar. Das Neubauvorhaben soll - vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsausschusses des Niedersächsischen Landtages - noch vor Weihnachten starten.




6. November 2012

Hauptverhandlung wegen Tötung mit Bastelschere

Vor der 4. Großen Strafkammer als Schwurgericht beginnt am Donnerstag, den 08. November 2012, um 09:30 Uhr in Saal 21 die Hauptverhandlung gegen einen 46 Jahre alten Mann wegen Totschlags. Fortsetzungstermine sind auf den 15., 22., 23., 29., 30. November 2012, 05., 06. sowie 12. Dezember 2012 jeweils 09:30 Uhr bestimmt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in Lüneburg am 12. Mai 2012 gegen 9.30 Uhr in der Wohnung seines guten Bekannten nach einer verbalen Auseinandersetzung eine Bastelschere ergriffen und damit in Tötungsabsicht auf seinen Bekannten mehrfach eingestochen zu haben. Ein Stich im linken Brustbereich habe zu einer tödlichen Verletzung des Herzens geführt. Beide Männer seien erheblich alkoholisiert gewesen.

Der Angeklagte befindet sich seit dem 12. Mai 2012 in Untersuchungshaft.
Zu der Hauptverhandlung sind zwei Sachverständige und 10 Zeugen geladen.


Quelle: Landgericht Lüneburg / www.niedersachsen.de


Klimawandel und Küstenschutz


Anfang November startet die Leuphana Universität Lüneburg in Zusammenarbeit mit dem NLWKN zum zweiten Mal eine breit angelegte Umfrage in der Ems-Dollart-Region zum Thema Küstenschutz. Insgesamt 1000 Haushalte sind aufgerufen, sich an der zukünftigen Gestaltung des Küstenschutzes in Ostfriesland unter den Bedingungen des Klimawandels zu beteiligen.

Wissenschaftler sind sich einig: die klimatische Situation wird sich in Zukunft vielerorts verschärfen. Insbesondere den tief liegenden Küstengebieten Niedersachsens stehen in diesem Zusammenhang Veränderungen bevor. Das Schutzniveau im Küstenschutz ist heute so hoch wie nie zuvor. Welche Herausforderungen der Klimawandel in der Region mit sich bringen wird und wie der Schutz vor einem steigenden Meeresspiegel und stärkeren Sturmfluten auch langfristig sicher gestellt werden kann, muss weiter erforscht werden.

Die Wahrnehmung und Meinung der Küstenbevölkerung fließt nun - bereits zum zweiten Mal - in den wissenschaftlichen Forschungsprozess der niedersächsischen Klima- und Küstenforschung ein. Verantwortlich dafür ist das Forschungsprojekt A-KÜST "Veränderliches Küstenklima - Bewertung von Anpassungsstrategien im Küstenschutz". Projektleiter Andreas Wurpts von der Forschungsstelle Küste im NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) betont: „In A-KÜST untersuchen wir zum einen systematisch die zu erwartenden Klimafolgen in Ostfriesland, zum anderen die Wahrnehmung und Einstellung der Küstenbevölkerung, um zukünftig die richtige Entscheidung für die Ausrichtung des Küstenschutzes der Region treffen zu können." Erste Ergebnisse aus dem 2009 gestarteten Projekts sind bereits in die Empfehlungen für eine niedersächsische Klimaanpassungsstrategie eingeflossen.

Die Umfrage im Detail

Die Telefonumfrage startet am 8. November. Die Fragen, die sich Meinfried Striegnitz gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen Gesa Lüdecke und Anke Schmidt überlegt hat, zielen auf drei Themenfelder ab:
1. Verbundenheit der Bevölkerung mit der Küste und dem Küstenschutz,
2. Langfristige Perspektiven im Küstenschutz,
3. Mögliche Konflikte mit anderen Nutzungsformen.
„Wir interessieren uns dafür, welche Verbindung die Bewohner zur Küste und zum Küstenschutz der Region haben und was für sie wichtig ist" sagt Meinfried Striegnitz. „Nur so können die Wünsche und Anforderungen der hier lebenden Menschen in die zukünftige Planung einfließen" ergänzt Gesa Lüdecke. Auf diese Weise soll sicher gestellt werden, dass die Region auch in Zukunft vor Überflutungen geschützt wird und ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort bleibt.

Wer kann sich an der Umfrage beteiligen? Die anonymisierten Telefoninterviews werden mit einer Zufallsauswahl aller Haushalte mit Festnetzanschluss in den Verbandsgebieten der vier Deichachten Krummhörn, Moormerland, Norden und Rheiderland durchgeführt. Die Interviews werden durch die ARIS UMFRAGEFORSCHUNG GmbH in Hamburg im Auftrag der Leuphana Universität Lüneburg geführt und nehmen in etwa 20 Minuten in Anspruch.

Auch die Oberdeichrichter Heiko Albers (Deichacht Moormerland), Meint Hensmann (Rheider Deichacht), Heinrich Jabben (Deichacht Norden) und Giesbert Wiltfang (Deichacht Krummhörn) erwarten die Ergebnisse der Befragung mit Spannung: „Wir sind sehr daran interessiert, wie die Bevölkerung den Küstenschutz in unseren Verbandsgebieten wahrnimmt. Wir möchten alle Haushalte, die zufällig ausgewählt werden, dazu ermuntern, an der Befragung teilzunehmen" sagt Heiko Albers.

Die Auswertung erfolgt an der Leuphana Universität Lüneburg. Im Frühjahr 2013 werden die ersten Ergebnisse der Auswertung erwartet.

Hintergrund

Den Rahmen für das Projekt A-KÜST liefert das durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur initiierte Verbundprojekt „Klimafolgenforschung in Niedersachsen (KLIFF)", das die Bandbreite der Auswirkungen des globalen Klimawandels auf regionaler Ebene erforscht. Der Schutz der Bevölkerung in den niedrigen Marschgebieten hat höchste Priorität für das Land Niedersachsen und muss deshalb frühzeitig auf diese erhöhten Anforderungen reagieren und an die veränderten klimatischen Umstände angepasst werden.

Aufgaben von A-KÜST sind die Erarbeitung und systematische Bewertung von alternativen Strategien im Küstenschutz. Erstmals werden dafür auch die Verantwortlichen des Küstenschutzes bereits von Anfang an in den wissenschaftlichen Prozess einbezogen. Welche Maßnahmen sind auf lange Sicht technisch umsetzbar, finanzierbar und von der Gesellschaft akzeptiert? Bei diesen Fragen zählt die langjährige Erfahrung der Deichverbände und der Kommunen. Sie sind eng an der Arbeit des Projekts beteiligt.

Weite Informationen finden sie unter:





Hohe Dynamik beim Krippenausbau


Der Niedersächsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann kommentiert die heute in Berlin veröffentlichten Zahlen zum Ausbaustand bei der Kinderbetreuung für unter Dreijährige:

„Die Zahlen vom 1. März 2012 sind bereits heute veraltet, auch wenn sie zeigen, dass Niedersachsen im Ländervergleich weiter aufgeholt hat. Im November 2012 stehen wir schon bei 52.049 Betreuungsplätzen für unter Dreijährige in Niedersachsen. Das entspricht einer Betreuungsquote von rund 28 Prozent. Für die Altersgruppe der ein- bis unter dreijährigen Kinder liegen wir sogar bei einer Betreuungsquote von über 38 Prozent. Um unser Ausbauziel zu erreichen, müssen wir bis 1. August 2013 gemeinsam mit den Kommunen noch rund 9.900 zusätzliche Plätze schaffen. Dieses Ziel werden wir aufgrund der Ausbaudynamik der letzten acht Monate auf jeden Fall erreichen. Seit Beginn des Ausbauprogramms wurde in Niedersachsen die Einrichtung von rund 30.000 neuen Plätzen durch Landes- und Bundesmittel gefördert.

Wir haben den Ausbau in den vergangenen Monaten mit erheblicher Dynamik vorangetrieben. Allein seit März 2012 haben wir rund 10.000 neue Plätze bewilligen können. Dazu haben ergänzend zum bisherigen Förderprogramm die 53,2 Mio. Euro zusätzlichen Landesmittel beigetragen, die seit März 2012 zur Verfügung stehen. Aus dem Fiskalpakt rechnen wir noch einmal mit zusätzlich 54,7 Mio. Euro, die wir ebenfalls in enger Abstimmung mit den niedersächsischen Kommunen zielgerichtet und kurzfristig für die Schaffung neuer Plätze in Krippen und in der Kindertagespflege einsetzen werden. Im Übrigen haben wir uns heute im Landeskabinett für eine unbürokratische und schnelle Lösung zur Bereitstellung der Fiskalpaktmittel ohne Anrufung des Vermittlungsausschusses ausgesprochen. Die nunmehr bevorstehende Einigung zwischen Bund und Ländern ist ein wichtiges Signal für den weiteren Krippenausbau in Deutschland wie in Niedersachsen.

Insgesamt stehen damit in Niedersachsen rund 330 Mio. Euro Fördermittel für Investitionen in neue Krippen- und Tagespflegeplätze zur Verfügung. Die Kommunen werden von uns außerdem stufenweise weiter bei den Betriebskosten entlastet. Das Land wird seinen Anteil an den Personalkosten für Krippen von derzeit 43 Prozent stufenweise auf 52 Prozent steigern. Einen entsprechenden Gesetzentwurf bringen die Regierungsfraktionen von CDU und FDP in dieser Woche in den Landtag ein.

Im Mittelpunkt steht für uns nicht das Erreichen einer bestimmten Quote, die bekanntlich nur ein landes- und bundesweiter Durchschnittswert ist. Wir müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Eltern in den verschiedenen Regionen unseres Landes berücksichtigen. Uns geht es darum, dass die Eltern in den einzelnen Kommunen einen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind erhalten, wenn sie dies wünschen. Insbesondere in den städtischen Ballungsräumen liegt die Betreuungsquote heute bereits bei deutlich über 35 Prozent. Mittelfristig streben wir an, den Ausbau entsprechend des tatsächlichen Bedarfs in den Kommunen fortzusetzen in Richtung einer Quote von 40 Prozent für Niedersachsen."





5. November 2012

Regionale Projekte werden gefördert


Mit rund 34,5 Millionen Euro unterstützt das Wirtschaftsministerium Investitionen in Unternehmen, in touristische und wirtschaftsnahe Infrastruktur und so genannte Regionale Wachstumsprojekte. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Damit konnten 72 Anträge aus den Bereichen der einzelbetrieblichen Investitionsförderung, der touristischen und wirtschaftsnahen Infrastruktur sowie regionale Wachstumsprojekte berücksichtigt werden. Das teilte Wirtschaftsminister Jörg Bode heute in Hannover mit.

So seien 42 Anträge zur einzelbetrieblichen Förderung mit einem Zuschussvolumen von rund 14,3 Mio. Euro bewilligt worden. Bode: „Aufgrund der durch das Land unterstützten Investitionen entstehen über 640 neue Arbeitsplätze und 93 neue Ausbildungsplätze. Die Projekte haben insgesamt ein Volumen von über 132 Mio. Euro - Geld, das nun in Niedersachsen investiert wird."

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des Tourismus. Hier werden 18 Projekte mit rund 12,2 Mio. Euro unterstützt. Mit dem Geld wird unter anderem in Goslar die Erlebniswelt zum UNESCO-Weltkulturerbe der Oberharzer Wasserwirtschaft und der Bau der Seebrücke in Hooksiel unterstützt sowie das Meerwassererlebnisbad auf Juist, das Schwimmbad auf Spiekeroog und die Jod-Sole-Terme in Bad Bevensen neu gestaltet. Außerdem werden der Leine-Heide-Radweg und der Weserradweg im Landkreis Northeim sowie Radweg auf dem Elbdeich im Gebiet der Gemeinde Amt Neuhaus weiter ausgebaut.

„Ob Tourismus oder einzelne Unternehmen - mit unseren Investitionszuschüssen wollen wir gezielt dort fördern, wo wir auch in Zukunft Wachstum und mehr qualifizierte Arbeitsplätze erwarten", so der Wirtschaftsminister.

Des Weiteren wird die Erschließung von 8 Gewerbegebieten in Ganderkesee, Nordenham, Osnabrück, Schortens, Cloppenburg, Berne, Oldenburg und Cappeln mit einem Volumen von 4,6 Mio. € gefördert. Außerdem werden die Projekte „Businessplan Wind-Wasserstoff" in den Landkreisen Cuxhaven, Stade und Harburg und „Gesund im Harz" der Landkreise Goslar und Osterode im Harz mit etwa 150.000 Euro unterstützt. Bode: „Mit der Verbesserung der wirtschaftsnahen Infrastruktur und der Bildung neuer Netzwerke investieren wir in die Zukunft Niedersachsens. Solche Projekte sind die Basis für die Ansiedlung von Unternehmen in unserem Land."





„Herzlich willkommen in Niedersachsen"


Die Entscheidung der Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) vom heutigen Montag, 5. November 2012, ihren Sitz von Genf nach Hannover zu verlegen, hat die Niedersächsische Landesregierung ausdrücklich begrüßt. Hannover hat sich mit dieser Entscheidung gegen Johannesburg und Amsterdam/Utrecht durchgesetzt.

Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen ist ein internationaler Zusammenschluss von zurzeit 230 evangelisch-reformierten und unierten Kirchen mit weltweit mehr als 80 Millionen Mitgliedern. Dazu zählen auch rund 184 000 Gemeindeglieder der Evangelisch-Reformierten Kirche mit Sitz in Leer.

Ministerpräsident David McAllister sagte: „Es freut mich sehr, dass meine Ende August mit führenden Vertretern der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen geführten Gespräche dazu beigetragen haben, dass der Sitz der WGRK künftig in unserer Landeshauptstadt sein wird."

Kultusminister Dr. Bernd Althusmann ergänzte: „Die Entscheidung für Hannover ist ein sehr positives Signal. Wir arbeiten in Niedersachsen sehr gut und vertrauensvoll mit allen Religionsgemeinschaften zusammen. Diese gelebte Praxis und der offene Umgang miteinander waren sicher auch Gründe für die getroffene Entscheidung. Zugleich ist die Entscheidung als eine Anerkennung unseres Staatskirchenrechts zu werten."

David McAllister betonte: „Die Wahl von Hannover als neuer Sitz der Weltgemeinschaft ist auch deshalb von so hoher Bedeutung, da hier bereits auch die Evangelische Kirche Deutschlands ihren Sitz hat. Das ist ein großartiges Signal für Hannover und wird eine große Bereicherung für das Land darstellen. Niedersachsen ist ein tolerantes und weltoffenes Land, in dem die Ökumene gelebt wird und der interreligiöse Dialog selbstverständlich ist. Wir freuen uns auf die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen und heißen sie bei uns herzlich willkommen. Unsere Landeshauptstadt wird noch internationaler."

Quelle: www.stk.niedersachsen.de


1. November 2012

Bekämpfung der Schwarzarbeit


Ab dem heutigen Tag arbeiten Niedersachsen und Sachsen-Anhalt eng in der Schwarzarbeitsbekämpfung zusammen. Die von Niedersachsen bereits 2009 eingerichtete Datenbank zur Erfassung von handwerks- und gewerberechtlichen Ordnungswidrigkeiten wird nun gemeinsam mit Sachsen-Anhalt genutzt. „Damit können wir schneller und umfassender die Daten länderübergreifend austauschen. Das erleichtert den Nachweis von Schwarzarbeit und hilft Wiederholungstäter oder landesübergreifend operierende Täter aufzuspüren", erklärte Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode.

Die Anwendung wurde speziell für diese Aufgabe vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen entwickelt und den Kommunen kostenlos von den Ländern zur Verfügung gestellt.

Angesichts des erheblichen Umfangs von Schwarzarbeit und des enormen volkswirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Schadens steht die Bekämpfung der Schwarzarbeit weiterhin im Fokus der Niedersächsischen Landesregierung. „Schwarzarbeitsbekämpfung bedeutet, Unternehmer und Arbeitnehmer vor der rechtswidrig arbeitenden Konkurrenz zu schützen und damit gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Sie bedeutet auch mehr Verbraucherschutz, denn nur diejenigen, die auch nachweislich eine Ausbildung für bestimmte Leistungen haben, dürfen diese auch erbringen", sagte Bode.

Neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen für legale Arbeit, sind auch die Einleitung eines Bewusstseinswandels in der Bevölkerung und die Ahndung der Schwarzarbeit wichtige Bausteine bei der Eindämmung. „Es muss jedem klar sein, dass diejenigen, die schwarz arbeiten oder arbeiten lassen, gegen die Grundregeln unseres Sozialstaates verstoßen", betonte der Minister.

Unter der Internetadresse www.mw.niedersachsen.de/schwarzarbeitsbekaempfung können weitere Informationen zum Thema „Schwarzarbeit" abgerufen werden.




Neues Landkreis-Buch

Der Landkreis Leer hat viel zu bieten - für die Menschen, die in der Region leben und arbeiten, aber auch für Touristen. Die schönen Seiten des Landkreises werden ab sofort im frisch gedruckten Bild- und Textband der Reihe "Deutsche Landkreise im Portrait” aufgezeigt.

Das Buch ist seit kurzem im Handel erhältlich, erscheint zum vierten Mal im Oldenburger Verlag Kommunikation & Wirtschaft und entstand in enger Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung. Die erste Auflage erschien bereits 1958.

Der Band hat 136 Seiten und durchgehend farbige Fotos. Er spiegelt das unverwechselbare Profil des Landkreises Leer wider, in dem es sich gut leben und arbeiten lässt. Die namhaften 27 Autoren nähern sich ihrem Kreis jedoch nicht nur aus der räumlichen Perspektive. 

Der Bildband informiert vor allem über die vielschichtige Wirtschaftsstruktur, beschreibt die Vielfalt der Bildungs- und Sozialeinrichtungen, veranschaulicht Geschichte und Kultur und vermittelt einen Überblick über die Natur, das touristische Angebot sowie die Freizeitmöglichkeiten im Landkreis.

"Den Autoren ist ein umfassendes Portrait des Lebens im Landkreis Leer gelungen", sagt Landrat Bernhard Bramlage. Ergänzt durch aussagekräftige und informative Unternehmensdarstellungen zeichnen sie das Bild eines lebendigen und liebenswerten Kreises.

Bramlage: "Das größte Kapital aber bilden die Menschen in der Region. Der Landkreis Leer ist nicht nur ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität, er ist auch ein Erlebnisraum. Er bietet viele Möglichkeiten für Freizeit und Tourismus - ein attraktiver Kreis für Einheimische, Touristen und Unternehmer."

Der Bildband "Landkreis Leer im Portrait" (ISBN: 978-3-88363-338-1) kostet im Buchhandel 19,80 Euro.



30. Oktober 2012

Vorsicht Glatteis

Tipps zum richtigen Verhalten bei plötzlicher Straßenglätte: Norddeutschland hat in den vergangenen Nächten seinen ersten Frost erlebt. Ab sofort sollten Autofahrer am morgen Scheiben Freikratzen und Straßenglätte fest mit einplanen. Damit der Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen nicht zur Rutschpartie wird, empfehlen die Experten des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eine vorausschauende Fahrweise. Besonders gefährlich sind Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Straße ist glatter als bei strengem Frost, weil sich ein zusätzlicher Wasserfilm auf dem Asphalt bilden kann. Durch den Wechsel von Tauen und Gefrieren ändert sich außerdem die Fahrbahnbeschaffenheit ständig.  
  
Reifglätte  
Die gefürchtete Reifglätte entsteht, wenn Nebel oder feuchte Luft bei weniger als Null Grad Bodentemperatur über die kalte Fahrbahn zieht. Deshalb: Vorsicht bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Fahrbahntemperaturen! Eine dunkle, feucht wirkende Fahrbahn kann bereits glatt sein.  
  
Blitzeis  
Eisregen, umgangssprachlich auch Blitzeis genannt, entsteht, wenn Regen unter Null Grad Celsius auf die deutlich kältere Fahrbahn trifft. Das Wasser gefriert sofort und bildet eine harte, glasige zusammenhängende Eisschicht. Deshalb: Vorsicht bei einsetzendem Regen.  
  
Eisglätte  
Überfrierende Nässe oder Eisglätte bildet sich, meist örtlich begrenzt, bei sinkender Temperatur durch das Gefrieren von Pfützen oder Schmelzwasser. Deshalb: Vorsicht bei Feuchtigkeit.  
  
Schneeglätte  
Schneeglätte entsteht durch das Festfahren von Schnee oder durch Gefrieren von Schneematsch. Deshalb: Vorsicht bei plötzlich weißer Fahrbahn.  
  
Allgemein gilt:   
Signale für Glätte sind leisere Abrollgeräusche der Reifen, eine unnatürlich weich werdende Lenkung und ein Durchdrehen der Antriebsräder. Besondere Vorsicht ist morgens und abends geboten, wenn der Winterdienst noch nicht oder nicht mehr im Einsatz ist. In der Nacht haben es Stellen mit hoher Luftfeuchtigkeit beispielsweise an Flüssen und Seen oder in Wäldern in sich. Brücken und Kuppen können dann gefährlich glatt sein. Große Aufmerksamkeit ist auch auf ungeräumten Nebenstraßen nötig sowie auf Straßenabschnitten vor und nach Landkreisgrenzen und Ortsschildern, weil hier andere Winterdienste zuständig sein könnten.  
  
Um bei Glätte heil anzukommen, sollten sich Autofahrer ein Zeitpolster schaffen und längere Fahrzeiten einplanen sowie Schleichwege meiden. Zur Sicherheit trägt auch ein besonders großer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug bei.  
  
In der kalten Jahreszeit müssen Fahrzeugführer besonders behutsam und sensibel mit dem Gaspedal umgehen. Denn wer plötzlich oder ruckartig Gas gibt oder wegnimmt, provoziert ein Ausbrechen und Rutschen des Wagens. Empfehlenswert ist eine kurze Bremsprobe nach wenigen Metern Fahrtstrecke. Diese gibt ein Gefühl für die veränderten Straßenverhältnisse. Aber Achtung: Vorher unbedingt in den Rückspiegel schauen!


Quelle: www.adac.de


20. Oktober 2012

Auf den Autobahnen droht der Kollaps


Volle Autobahnen, kilometerlange Staus und vergeudete Zeit – schon heute bekommen die Autofahrer in Deutschland tagtäglich die Folgen der verfehlten Verkehrsinfrastrukturpolitik zu spüren. Aussicht auf Besserung besteht nicht – im Gegenteil. Wie eine jetzt in Berlin veröffentlichte Studie des ADAC zeigt, werden bis zum Jahr 2025 die überlasteten Autobahnabschnitte angesichts immer größerer Verkehrsmengen auf insgesamt 2000 Kilometer anwachsen. Im Jahr 2010, so die Analyse, betrug die betroffene Netzlänge noch rund 1600 Kilometer.

Mit der Studie, die Intraplan Consult im Auftrag des ADAC durchgeführt hat, wollte der Automobilclub herausfinden, wie sich die Verkehrsqualität im deutschen Autobahnnetz zwischen 2010 und 2025 verändern wird. Dabei wurde für die Prognose nicht nur die Fertigstellung zahlreicher Neu- und Ausbauprojekte bis zum Jahr 2025 unterstellt, sondern auch eine 10-prozentige Kapazitätserhöhung für alle Autobahnabschnitte angenommen.

Dramatisch wird sich die Verkehrssituation in den kommenden Jahren in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen zuspitzen. In Niedersachsen wird sich die Zahl der überlasteten Autobahnabschnitte sogar mehr als verdoppeln. Nordrhein-Westfalen, schon heute das Bundesland mit den häufigsten und längsten Staus, wird auch künftig mit Abstand am stärksten betroffen sein. Von den 1600 Kilometer Autobahn, deren Verkehrsqualität im Analysejahr 2010 mit mangelhaft oder ungenügend bewertet wurde, entfallen rund 950 Kilometer auf die einstelligen Autobahnen A 1 bis A 9. Diese Strecken sind deswegen so bedeutsam, weil auf ihnen ein Großteil des Fernverkehrs abgewickelt wird. Rund zwei Drittel der Kapazitätsengpässe, die für das Jahr 2025 prognostiziert werden, befinden sich auf den Autobahnen A 1 bis A 12. Abhilfe kann hier in erster Linie der sechs- bzw. achtstreifige Ausbau der überlasteten Abschnitte schaffen.

Vor diesem Hintergrund fordert der ADAC erneut, dringend die Investitionen in die Fernstraßeninfrastruktur zu erhöhen. „Der Bund muss deutlich mehr Finanzmittel zur Verfügung stellen und seiner Verantwortung für die Bundesfernstraßen gerecht werden“, sagt ADAC Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. „Dabei muss ganz gezielt in Projekte mit dem größten verkehrlichen und gesamtwirtschaftlichen Nutzen investiert werden“, so Becker. Insgesamt sind mindestens sieben Milliarden Euro pro Jahr notwendig, um den Bau und den Erhalt der Fernstraßen zu gewährleisten. Im Haushalt 2013 sind allerdings nicht einmal fünf Milliarden Euro für die Autobahnen eingeplant.