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21. November 2012

Die Trauben-Eiche ist Pflanze des Monats


In Deutschland wachsen häufig zwei Eichen-Arten, die Stiel- und die Trauben-Eiche (Quercus petraea), die Pflanze des Monats November in den Botanischen Gärten der Universität Bonn. Beide lassen sich recht einfach voneinander unterscheiden: Bei der Trauben-Eiche sind die Blätter gestielt und bei der Stiel-Eiche ungestielt. Auch in den Früchten unterscheiden sie sich deutlich. Die Früchte der Trauben-Eiche stehen ungestielt beieinander, fast wie in Trauben - daher der deutsche Name. Bei der Stiel-Eiche hingegen haben sie einen langen Fruchtstiel. Kastanienmännchen, die von Kindern zur Herbstzeit gerne gebastelt werden, haben daher eine Pfeife aus den Fruchtbechern der Stiel-Eiche.

Blätter der Trauben-Eiche.
Foto: Radio Tonreg/Flickr Creative Commons
(http://www.flickr.com/photos/tonreg/7093972441/)
Die Trauben-Eiche kann bis 40 m hoch werden. Sie ist sommergrün und wird bis 1.000 Jahre alt. Sie ist sehr lichtbedürftig und wird von der schattentoleranten Buche vielerorts verdrängt und hat daher auf nährstoffarmen, trockenen Sandböden ihren Hauptstandort. Hier ist es der Buche zu trocken.

In der im Mittelalter üblichen Mittelwaldwirtschaft hatte die Trauben-Eiche aber einen Vorteil: Sie verträgt durch ihre hohe Stockausschlagsfähigkeit das regelmäßige "Schneideln" viel besser als die Buche und ihre Früchte (Eichelmast), auch war ihr Holz schon immer beliebter. Daher waren sowohl die Trauben- als auch die Stiel-Eichen in stark genutzten Wäldern prozentual häufiger vertreten. In vielen alten Hude-Wäldern kann man das auch heute noch sehen.

Winteröffnungszeiten in den Botanischen Gärten

Wie in jedem Jahr ändern sich die Öffnungszeiten der Botanischen Gärten in den Wintermonaten. Ab Donnerstag, 1. November, und bis zum 31. März sind die Gärten an Wochenenden und Feiertagen geschlossen; sie sind unter der Woche montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr für Besucher geöffnet.

Internet:


20. November 2012

Queen feiert Eiserne Hochzeit

Muss Liebe schön sein: Queen Elisabeth II. und Prinz Philip schworen sich am 20. November 1947 ewige Treue. Versprechen gehalten: Nach 65 Jahre Ehe konnten sie jetzt Eiserne Hochzeit feiern. 

19. November 2012

Flächenfonds gegen Landverbrauch: Komprimieren statt expandieren


Mit der Verfügbarkeit von Siedlungs- und Gewerbeflächen auf der Erde verhält es sich ähnlich wie mit dem Speicherplatz auf den Festplatten der Computer: der Platz ist begrenzt. Auf die Erde bezogen bedeutet das, dass zunehmend Agrarland für immer verloren geht, das für die globale Nahrungsmittelproduktion eigentlich unabkömmlich ist. Bei Computern gibt es die Möglichkeit, eine neue Festplatte anzuschaffen oder aber die vorhandene zu komprimieren. Das gleiche Prinzip liegt der Idee der Flächenfonds zugrunde, die von der Landsiedlung GmbH in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen ins Leben gerufen wurde. Genau wie bei der Festplattenkomprimierung werden durch den Fonds vorhandene "Lücken" identifiziert und nutzbar gemacht, bevor neues Land unter den Radlader gelangt, um ein weiteres Wohn- oder Gewerbegebiet auf der grünen Wiese zu errichten.

Jeden Tag gehen in Deutschland über 100 Hektar für Siedlung und Infrastruktur verloren. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) bewertet die Initiative als geniale Idee und fordert eine bessere Ausnutzung vorhandener Siedlungsflächen statt Neubau. Es sollen vor allem innerörtliche Baupotenziale - wie zum Beispiel Baulücken und Brachen erschlossen und vorhandene Gebäude umgenutzt werden. Zumindest der zukünftige Wohnraumbedarf ließe sich in vielen Gemeinden auf diese Weise decken, betont der Vorsitzende des LNV, Reiner Ehret. Die Experten erhoffen sich von der Idee des Flächenfonds eine gewisse Katalysatorwirkung, da er Anstöße liefern könnte, um Angebot und Nachfrage nach Nutzflächen zusammenzubringen.

Das Modellprojekt "Flächenfonds für Innenentwicklung" funktioniert so: Der Fonds kauft und verkauft innerörtliche Baulücken und Brachflächen. Den Eigentümern von Flächen werden im Gegenzug Grundstücke oder Optionen auf Flächen zum Tausch angeboten. Zudem werden Kontakte zwischen Kaufinteressenten hergestellt. Bauprojekte können auf diese Weise innerorts umgesetzt werden. Neben dem Ziel, die Ortskerne der Gemeinden zu stärken, werden so auch der Flächenverbrauch im Außenbereich vermindert sowie Natur und Umwelt geschont. Denn während eine neue Computer-Festpatte eine Frage des Preises ist, gibt es bei Agrarflächen keine Zukaufmöglichkeiten auf dem Nachbarplaneten, wenn hierzulande alles verbaut ist.

Text/Quelle: Friederike Heidenhof, www.aid.de


18. November 2012

Fruchtgemüse in Deutschland: Marktchancen für heimische Erzeugung


Tomaten, Gurken und Paprika gelten als Fruchtgemüsearten und sind für den Handel von besonderem Interesse, weil sie für mehr als 40 Prozent der Verbraucherausgaben bei Frischgemüse stehen. Aus 117 Euro Gemüse-Etat zahlen die Kunden für Tomaten 23, für Paprika 13 und für Gurken sieben Euro pro Person und Jahr an der Ladenkasse. Nur das Edelgemüse Spargel drängelt sich mit zehn Euro noch unter die Top 4. Die Herkunft aus Deutschland hinkt der Vermarktung jedoch hinterher. Zwischen 2003 und 2012 stieg der Anteil des deutschen Fruchtgemüses lediglich von 17 auf 21 Prozent.

Dr. Hans-Christoph Behr von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft AMI blickte auf dem 3. Europäischen Obst- und Gemüseforum in Berlin noch genauer hin: In den vergangenen fünf Jahren stieg der Selbstversorgungsgrad bei Tomaten nur von sechs auf acht Prozent. Bei Salatgurken liegt er um die zehn Prozent. Und bei weniger als einem Prozent Paprika aus deutscher Produktion, kommen die Verbraucher gar nicht erst auf die Idee, dass dieser auch aus Deutschland kommen kann.

Behr zeigte anhand einer Marktanalyse bei Tomaten, dass ein regionales Potenzial mit einem Preisaufschlag vorhanden ist. Aber nur die Hälfte der Ware wird auf ein Anbaugebiet bezogen angepriesen, die andere Hälfte bleibt "anonym deutsch". Preisvorteile über die Regionalität sind daher nicht konstant: "Regionalität bei Tomaten ist ein Thema und wird oft mit einem Premiumpreis angeboten. Das muss aber nicht sein." Oftmals gleichen sich die Preise eine Woche später wieder an.

Für die Produzenten besteht also deutlich Luft nach oben. Mit knapp 80.000 Tonnen stammt nur jede zehnte Tomate aus Deutschland. Und Paprika wird lediglich auf 45 Hektar angebaut.
Diese Chance hat Johannes Bliestle genutzt. Auf Anfrage eines Lebensmittelhändlers, der neue Produktdifferenzierungen sucht, hat der Geschäftsführer der Reichenau-Gemüse eG auf dem Festland im Hegau 2011 eine elf Hektar große Gewächshausanlage hochgezogen, die einmal 3.100 Tonnen Paprika für Baden-Württemberg und Bayern produzieren wird. Die erste Ernte ist gerade zu Ende gegangen und schon planen die Gemüsebauer von der Bodenseeinsel zusammen mit Bioland drei Hektar Gewächshausfläche für Bio-Gurken.

Text/Quelle: Roland Krieg, www.aid.de


17. November 2012

Mercedesfahrer gehen kaum fremd


Premiummarken bekommen von ihren Kunden Bestnoten bei der Zufriedenheit mit ihren Autos. Das ist das Ergebnis des ADAC Kundenbarometers, einer neuen, repräsentativen Online-Umfrage unter 20 000 Personen. Die beste Bewertung erhielt BMW. Dahinter rangiert Audi. Es folgen Mini, Mercedes und Volvo. Schlusslicht im Gesamtranking ist Chevrolet. Abgefragt wurden unter anderem Fahreigenschaften, Verarbeitung, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Servicequalität. Auch „Markentreue“ war Gegenstand der Untersuchung. Ergebnis: Mercedes-Fahrer wechseln ihre Marke am seltensten (62 Prozent Markentreue). Ähnlich treue Fahrer haben VW (55 Prozent) und Suzuki (49 Prozent).

Auf Modellebene sind die BMW X3-Fahrer am zufriedensten mit ihrem Auto. Unter allen Modellen, die in die Statistik eingeflossen sind, bekommt das SUV aus München die meisten Punkte (80,7 von 100). Dass der X3 so gut abschneidet, liegt vor allem daran, dass BMW die Kritik seiner Kunden annimmt. In der ersten X3-Baureihe wurden noch die Federung und ungenügende Materialqualität moniert. Dass die Münchner inzwischen nachgebessert und alle Mängel behoben haben, wird jetzt mit der führenden Position unter allen abgefragten Modellen belohnt. Auch Audi schneidet auf der Modelle-Ebene gut ab. Durchgehend Spitzen-Bewertungen erhielten A1, A3 und A5 in den Fahrzeugklassen „Kleinwagen“, „untere Mittelklasse“ sowie „Mittelklasse“. Die Erwartungen an den Kleinstwagen erfüllte der Smart fortwo als Sieger in seiner Klasse am besten.

Eine echte Image- und Markenoffensive kombiniert mit einem optimierten Qualitätsmanagement muss dagegen Chevrolet leisten. Die Marke kommt mit 60 von 100 möglichen Zufriedenheitspunkten im Gesamtmarkenranking auf den letzten Platz. Die Befragten kritisieren unter anderem die Motoren, eine schlechte Verarbeitung und den teils hohen Verbrauch ihrer Autos. Der Chevrolet Matiz bildet auch im Segment der Kleinstwagen das Schlusslicht.

Das ADAC Kundenbarometer nimmt die Hersteller im Sinne des Verbraucherschutzes noch stärker in die Pflicht. Das Clubmagazin ADAC Motorwelt berichtet im Novemberheft ausführlich über die neue Zufriedenheitsstudie.


Quelle: www.adac.de



Anthraknose in Rotklee: Welche Sorten bieten Schutz durch Resistenzen?


Rotklee ist für Biobetriebe als Futterpflanze und vor allem als Stickstoffsammler ein unverzichtbares Fruchtfolgeglied. Neben Kleekrebs sorgt in den letzten Jahren zunehmend die Pilzerkrankung Anthraknose (Südlicher Stängelbrenner) für größere Ausfälle in den Beständen. Eine Bekämpfung des samenbürtigen Erregers ist bisher nur mit einer chemischen Beizung möglich, für die es in Deutschland weder im konventionellen noch im ökologischen Landbau eine Zulassung gibt. Infektionen lassen sich zurzeit nur mithilfe resistenter Sorten vermeiden.

Wissenschaftler der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising haben deshalb im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) erstmals das Resistenzpotenzial der in Deutschland zugelassenen Rotkleesorten untersucht. Bei den künstlichen Infektionen unter Gewächshausbedingungen kristallisierten sich die Sorten "Lemmon", "Merula" und "Elanus" als ausreichend resistent heraus. Die besten Resistenzeigenschaften gegenüber Anthraknose zeigte die Sorte "Pavo". Im Mittel der drei Versuchsjahre überlebten knapp 85 Prozent der Pflanzen eine Infektion. Am anfälligsten erwies sich die Sorte "Kvarta", bei der weniger als ein Drittel der Pflanzen eine Infektion überstanden. Neben den Resistenzeigenschaften der Sorten untersuchten die Forscher, wie sich das Merkmal "Anthraknoseresistenz" weitervererbt.

Dabei zeigte sich, dass eine sogenannte rekurrente Selektion bei der Züchtung die Resistenzeigenschaften einer Sorte deutlich verbessern kann. Nach Meinung der Forscher können Landwirte die im Projekt ermittelten Resistenzeigenschaften neben anderen Eigenschaften wie z. B. Resistenz gegen Kleekrebs bei ihrer Sortenwahl berücksichtigen. Für endgültig abgesicherte wissenschaftliche Empfehlungen sind jedoch noch weitere Versuche im Freiland erforderlich.

Text/Quelle: Jürgen Beckhoff, www.aid.de


Gesundheitskontrolle im Kuhstall: Stoffwechselstörungen früh erkennen


Die Wiederkau-Aktivität und Futteraufnahme sind wichtige messbare Parameter für den Gesundheitszustand von Wiederkäuern. In der heutigen Milchwirtschaft stellen gesundheitliche Probleme die häufigste Ursache für einen frühzeitigen Ausfall von mehr als 50 Prozent des Milchviehbestandes dar. Noch ist keine zuverlässige Methode zur automatischen Messung von Wiederkau-Häufigkeit und Futteraufnahme verfügbar. Aus diesem Grund wurde an der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) in Ettenhausen ein Gesundheitsmonitoring-System für Milchkühe mit der Bezeichnung "RumiWatch®" entwickelt. Im Fokus dieser Innovation steht die Früherkennung von Stoffwechselstörungen bei Wiederkäuern.

Das Sensor-basierte System ermöglicht die automatische Messung der Wiederkau-Frequenz, der Futter- und Wasseraufnahme sowie der Fortbewegung und des Ruheverhaltens. Es besteht aus einem Halfter mit einem Nasenbandsensor, einem Datenlogger mit Online-Datenanalyse, einem Schrittzähler und einer Software zur Evaluierung der erfassten Daten. Die Datenübertragung erfolgt kabellos auf einen Computer, der mit der zugehörigen Auswertungssoftware ausgestattet ist. Darüber hinaus ist aber auch eine zusätzliche SD-Speicherkarte im Gerät verfügbar, die einen Langzeiteinsatz über die Dauer von bis zu vier Monaten erlaubt.

Das System gewährleistet die permanente und zuverlässige Überwachung wichtiger Parameter zum Gesundheitszustand jedes einzelnen Tieres. Es erlaubt u. a. die detaillierte Quantifizierung der Wiederkau-Zeiten, die Anzahl der Futterbisse und die Kauvorgänge je Bissen fester Nahrung (Bolus) während des Wiederkäuens. Auf diese Weise kann zum Beispiel durch Erkennen der reduzierten Anzahl Kauschläge pro Bolus auf Verdauungsstörungen oder Fehler in der Ration geschlossen werden.

Die Forschergruppe verglich die erhobenen Daten mit ihren Erkenntnissen aus der direkten Beobachtung und der Videoüberwachung der Tiere. Dabei wurden nur minimale Abweichungen zwischen der gemessenen und der visuellen Erfassung der Versuchsparameter festgestellt.

Das RumiWatch®-System ermöglicht somit ein verbessertes Gesundheitsmanagement des Viehbestandes, dient dem Tierschutz und sichert die Rentabilität der Milchwirtschaft. Das System wurde anlässlich der EuroTier 2012 mit einer Neuheiten-Goldmedaille ausgezeichnet.

Text/Quelle: Anke Klabunde, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.agroscope.admin.ch, Aktuell, Medieninformationen


16. November 2012

"More than honey": Über das rätselhafte Sterben der Honigbienen


 "Ein Drittel von allem, was wir essen, gäbe es nicht ohne Bienen. Aber jetzt geht es den Bienen schlecht. Seit ein paar Jahren sterben sie." Mit diesen Worten nimmt der Regisseur des Films "More than honey" Markus Imhoof den Zuschauer mit auf eine Reise in die nicht mehr heile Welt der Honigbienen.

Die Reise beginnt in kalifornischen Mandelplantagen, wo ein Großimker mehrere tausend Bienenvölker gegen eine Bestäubungsprämie zur Verfügung stellt, um die Blüten zu bestäuben. Ohne die fleißigen Bienen würde die Mandelernte viel niedriger ausfallen. Nach der Mandelblüte transportiert er seine "Ladies", wie er sie nennt, auf großen Trucks über tausende Kilometer Richtung Osten auf andere Plantagen.

Dass dabei in jedem Jahr ein Fünftel seiner Bienenvölker im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleibt, daran hat sich der Großimker gewöhnt. Seit einigen Jahren werden die Verluste an seinen Bienenvölkern aber immer größer. Eine der Ursachen ist die Varroamilbe, die in die Bienenstöcke gelangt und die Bienen krank macht. Als "Gegengift" erhalten sie eine Antibiotikalösung in ihr Zuckerwasser, den sie als Ersatz für ihren Honig als Futter bekommen.

Dass die Varroamilbe aber nicht die einzige Ursache für das Bienensterben sein kann, zeigen Aufnahmen aus den Schweizer Bergen. Selbst in dieser weitgehend natürlichen Umgebung ist das rätselhafte Bienensterben angekommen. Der Zuschauer ahnt, dass es mit der fehlenden genetischen Durchmischung mit anderen Bienenrassen zusammenhängen könnte. Wenn es aber die Biene nicht mehr gibt, wer bestäubt dann? Eine Antwort auf diese Frage findet der Autor in China, wo Bienen aufgrund eines übermäßigen Pestizideinsatzes fast ausgerottet sind. Wanderarbeiter übernehmen ihre Bestäubungsarbeit an den Obstbäumen. Mit Wattestäbchen gehen sie von Blüte zu Blüte und bestäuben per Hand. Dazu der nüchterne Hinweis des Kommentators: "Wissenschaftler haben die Leistung von Menschen und Bienen bei der Bestäubung untersucht. Das Ergebnis ist nicht zugunsten der Menschen ausgefallen."

Resümee des Films: Ursache des Bienensterbens ist ein Zusammenwirken einer Vielzahl von Faktoren, die aber letztlich der Mensch zu verantworten hat. In diesem Film geht es um mehr als um Honig. Der Bienenstaat ist eine kleine Welt für sich. Der Film zeigt mit leisen Tönen und beeindruckenden Bildern, was passiert, wenn diese kleine Welt durch einen unsensiblen Umgang gestört wird.

Text/Quelle: Dr. Maike Groeneveld, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.morethanhoney.senator.de/
www.aid.de/landwirtschaft/bienen.php


Auf Airbag allein ist kein Verlass


20 Prozent der tödlich verunglückten Fahrzeuginsassen trugen im vergangenen Jahr keinen Gurt. Die Experten der ADAC Unfallforschung gehen davon aus, dass ein Großteil davon angeschnallt überlebt hätten. Um die dramatischen Folgen für „Gurtmuffel“ zu zeigen, hat der Club jetzt Crashversuche mit 64 km/h und 30 km/h durchgeführt.

Sind Frontpassagiere angeschnallt, sind sie bei Tempo 64 in einem modernen Fahrzeug gut geschützt. Das ändert sich – trotz Airbag – aber dramatisch, wenn die Insassen ohne Gurt unterwegs sind. Lebensgefährliche Verletzungen an Brust und Kopf sind die Folge, dauerhafte Schädigungen der unteren Extremitäten sehr wahrscheinlich. Auch der Unfall in der Stadt mit 30 km/h läuft angegurtet glimpflich ab. Ohne Gurt sind auch hier schlimme Verletzungen zu erwarten. Ein derartiger Unfall entspricht für die beteiligten Personen immerhin einem Sturz aus vier Metern Höhe. Dass der Airbag bei derartig niedrigen Geschwindigkeiten nicht zwingend ausgelöst wird, macht die Situation noch prekärer.

Gerade die Unfälle bei niedriger Geschwindigkeit und „gurtlos“ sind nicht zu unterschätzen. Ein eigentlich harmloser Unfall verursacht schwerste Verletzungen. Die Knie der Beteiligten würden ohne Gurt ins Armaturenbrett rammen. Die Brust schlägt auf das Lenkrad, der Kopf stößt gegen die Scheibe.

Der ADAC fordert, dass Gurtwarner flächendeckend eingesetzt werden müssen. In der Typgenehmigung der Fahrzeuge sind die Warner immer noch nicht verpflichtend vorgeschrieben. Sie sollten außerdem auf allen Plätzen im Auto verbaut sein. Ferner müssen bessere Gurte (mit Straffer und Kraftbegrenzer) auch auf der Rückbank eingebaut sein. Um die Zahl der Toten und Schwerverletzten zu reduzieren, muss durch Crashtests und andere Verbraucherschutzkampagnen eine noch höhere Anschnallrate (derzeit 98 Prozent) erreicht werden.

Wer als Fahrer oder Beifahrer nicht angeschnallt ist, riskiert übrigens ein Verwarngeld von 30 Euro. Der Fahrer eines Autos sollte auch im Eigeninteresse darauf achten, dass alle Insassen des Autos angeschnallt sind. Schließlich kann ein unangeschnallter Heckpassagier für den Fahrer zur tödlichen Gefahr werden, da er bei einem Crash unkontrolliert auf den Fahrzeuglenker prallt. 



Quelle: www.adac.de



Überwachungssystem an der Wurzel: Wie die Pflanze "gute" und "schlechte" Bakterien erkennt


Pflanzen können mit Hilfe von biomolekularen Mechanismen nützliche von schädlichen Mikroorganismen unterscheiden. Das haben dänische Forscher in einer internationalen Kooperation entdeckt. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse könnten in die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft einfließen, indem statt Pflanzenschutzmitteln nützliche Mikroorganismen auf dem Feld eingesetzt werden.

Die Wurzeln der Pflanzen sind von Bakterien und Pilzen umgeben, die im Boden und auf der Wurzeloberfläche leben. Um in diesem Umfeld überleben zu können, haben Pflanzen ein ausgeklügeltes System entwickelt, mit dem sie "gute" von "schlechten" Mikroorganismen unterscheiden können. Dabei spielen Chitinmoleküle eine wichtige Rolle. Mit einem Überwachungssystem kann die Pflanze verschiedene Formen dieser Substanzen unterscheiden. Den Forschern ist es gelungen, an den Wurzeloberflächen bestimmte Rezeptoreiweiße zu isolieren, die die entsprechenden Chitinmoleküle "erkennen".

Die Knöllchenbakterien gehören zu den "Guten". Sie geben ein spezifisch modifiziertes Chitinmolekül ab, das von der Pflanze über bestimmte Eiweiße an der Zelloberfläche erkannt wird und das die Wurzel veranlasst, Wurzelknöllchen zu bilden. Darin siedeln sich die Bakterien an, binden Luftstickstoff und wandeln ihn in lösliche Stickstoffverbindungen um, die für die Pflanze verwertbar sind. Schädliche Mikroorganismen geben dagegen einfache Chitinmoleküle ab, die ebenfalls von dem Überwachungssystem der Pflanze erkannt werden und die Pflanze veranlassen, Schutzmechanismen auszubilden.

Text/Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

http://mbg.au.dk/en/news-and-events/news-item/artikel/planter-genkender-sygdomsfremkaldende-og-nyttige-mikroorganismer/


Futtermittelunternehmen müssen künftig eine Haftpflichtversicherung abschließen


Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) verabschiedet. Mit dieser Änderung ist der Aktionsplan „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“ von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner weitgehend abgearbeitet. Die Gesetzesänderung regelt die Haftung von Futtermittelunternehmen: Futtermittelunternehmer, die in bestimmten Mengen Mischfuttermittel für Nutztiere herstellen, werden dazu verpflichtet, eine Versicherung zur Deckung von Schäden abzuschließen, die durch die Verfütterung eines von ihnen hergestellten Mischfuttermittels entstehen, das den futtermittelrechtlichen Anforderungen nicht entspricht.

Ende 2010 hatte ein norddeutscher Futtermittelhersteller mit Dioxinen verunreinigte Fette zur Futtermittelherstellung ausgeliefert, woraufhin eine Vielzahl von Futtermittel- und Nutztierbetrieben gesperrt werden musste. Bundesverbraucherministerin Aigner hatte in der Folge den zehn Punkte umfassenden Aktionsplan „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“ auf den Weg gebracht. Er enthält präzise Regelungen zu Zulassungs- und Meldepflichten, die teilweise auf Initiative Deutschlands von der EU übernommen wurden und in allen Mitgliedstaaten gelten. „Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss haben wir den Aktionsplan fast vollständig abgearbeitet und sind beim Schutz von Verbrauchern und Tieren vor Dioxinen in Futter- und Lebensmitteln einen bedeutenden Schritt weiter“, sagte Aigner am Rande der Kabinettssitzung. Dass das umfassende Paket nach nicht einmal zwei Jahren nahezu vollständig umgesetzt ist, ist keine Selbstverständlichkeit: Einigungen auf EU-Ebene nehmen in vergleichbaren Fällen deutlich mehr Zeit in Anspruch.

Einzig verbliebener offener Punkt: Der Forderung der Bundesregierung nach einer EU-weiten verbindlichen Positivliste für Futtermittel ist die EU-Kommission bisher nicht nachgekommen. Sie hat sich aber auf deutsche Initiative hin bereit erklärt, den EU-Katalog der Einzelfuttermittel, der mehr als 600 Einzelfuttermittel listet und beschreibt, um "kritische Stoffe“ zu ergänzen und auch die Beschreibungen bestimmter Einzelfuttermittel zu präzisieren. Als ersten Schritt haben die Mitgliedstaaten im Juli 2012 den Entwurf eines neuen EU-Katalogs der Einzelfuttermittel gebilligt. Er enthält solche Ergänzungen und Präzisierungen insbesondere im Bereich der Fette und Öle. Die entsprechende EU-Verordnung wird voraussichtlich Ende dieses Jahres in Kraft treten. Deutschland begrüßt die vorgenommen Änderungen im EU-Katalog, hält aber weiter an seiner Forderung nach einer EU-weiten verbindlichen Positivliste für Futtermittel fest.

In Deutschland gibt es eine Positivliste für Futtermittel bereits, auch Österreich beteiligt sich daran. Geschaffen wurde die Liste vom Zentralausschuss der deutschen Landwirtschaft; die Futtermittelbranche hat sich im Rahmen des Qualitätssicherungssystems zur Anwendung verpflichtet. Dazu gehört nicht nur, dass ausschließlich Einzelfuttermittel verwendet werden dürfen, die auf der Liste stehen, sondern auch, dass diese richtig gekennzeichnet werden. Darüber hinaus müssen die Hersteller ihren Abnehmern so genannte „Sicherheitsdatenblätter“ mit konkreten Angaben zum Herstellungsprozess, zu möglichen Risiken und zu den Eigenkontrollen zur Verfügung stellen.

Die heute verabschiedete Änderung des LFGB betrifft weitere Regelungen im Bereich Lebensmittelsicherheit: So wird die Informationsübermittlung zwischen den Behörden der Lebensmittelüberwachung und dem Gesundheitswesen verbessert. Behörden der Lebensmittelüberwachung werden künftig dazu verpflichtet, Verdachtsfälle von Lebensmittelinfektionen, die bei ihren Kontrollen auftreten, an die Gesundheitsbehörden zu melden. Umgekehrt ist auch im Infektionsschutzgesetz – für das das Bundesministerium für Gesundheit die Federführung hat –  vorgesehen, dass Gesundheitsbehörden ihrerseits Verdachtsfälle von Lebensmittelinfektionen an die Lebensmittelüberwachung melden. Diese Regelung ist eine von vielen Konsequenzen, die die zuständigen Behörden aus der EHEC-Epidemie im vergangenen Jahr gezogen haben.

Hintergrundinformation:


Aktionsplan „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“

Bundesministerin Aigner hatte den Aktionsplan im Januar 2011 auf den Weg gebracht. Er enthält die folgenden Punkte:

Zulassungspflicht für Futtermittelbetriebe
Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, eine Zulassungspflicht für bestimmte Futtermittelbetriebe rechtlich zu verankern. Die entsprechende EU-Verordnung gilt seit dem 16. September 2012.

Trennung der Produktionsströme
Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, die Trennung der Produktionsströme rechtlich zu verankern. Die entsprechende EU-Verordnung gilt seit dem 16. September 2012.

Ausweitung rechtlicher Vorgaben für die Futtermittelkontrolle
Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben sich auf strengere rechtliche Vorgaben für Futtermittelkontrollen geeinigt. Die entsprechende EU-Verordnung gilt seit dem 16. September 2012.

Meldepflicht für private Laboratorien
Die Meldepflicht für private Labore ist mit einer Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches bereits am 4. August 2011 in Deutschland in Kraft getreten.

Verbindlichkeit der Futtermittel-Positivliste
Die Europäische Kommission hat in Gesprächen mit Deutschland Zustimmung signalisiert für eine sachgerechte Ergänzung des EU-Katalogs für Einzelfuttermittel. Ein erster Schritt dazu ist der neue EU-Katalog der Einzelfuttermittel, der aller Voraussicht nach Ende dieses Jahres in Kraft treten wird.

Absicherung des Haftungsrisikos
Zur Absicherung von Haftungsrisiken der Futtermittelunternehmen hat das Bundeskabinett am 14. November 2012 eine Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbucheses verabschiedet.

Überprüfung des Strafrahmens
Der Strafrahmen wurde deutlich verschärft. Wer Lebensmittel in den Handel bringt, die für den Verzehr nicht geeignet sind, und hierdurch u. a. aus grobem Eigennutz für sich oder andere große Vermögensvorteile erlangt, kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft werden. Eine entsprechende Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches sowie anderer Vorschriften ist am 4. August 2011 in Kraft getreten.

Ausbau des Dioxin-Monitorings / Aufbau eines Frühwarnsystems
Mit einer Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches wurden mit Wirkung vom 4. August 2011 Mitteilungspflichten über Gehalte an Dioxinen und ähnlichen Stoffen in Lebensmitteln oder Futtermitteln geregelt. Die entsprechende Verordnung, mit der die Art und Weise der Mitteilung näher geregelt wird, gilt seit dem 1. Mai 2012.

Verbesserung der Qualität der Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung


Die Verbraucherschutzminister der Länder und des Bundes haben sich auf ihrer Konferenz im September 2012 darauf verständigt, die Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung durch Weiterentwicklung der Qualitätsmanagementsysteme und durch unabhängige Prüfungen von Auditverfahren weiter zu verbessern. Bis zur nächsten Konferenz sollen die Länder Eckpunkte zur Umsetzung eines länderübergreifenden Vergleichs der Effizienz der amtlichen Kontrollen erarbeiten.

Transparenz für die Verbraucher
Die Änderungen des Verbraucherinformationsgesetzes sowie die Verankerung einer zwingenden behördlichen Veröffentlichungspflicht bei so genannten Grenzwertverstößen bzw. nicht unerheblichen Hygiene- und Täuschungsverstößen im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch sind seit dem 1. September 2012 in Kraft.

Quelle: www.bmelv.de



15. November 2012

Fettsteuer als Präventionsansatz


Ist die Fettsteuer, wie sie in Dänemark 2011 eingeführt wurde, die Lösung für Übergewicht in Deutschland? "Die Erhebung einer Fett- oder Zuckersteuer kann nur ein Instrument zur Prävention von Adipositas sein", so das Fazit von Professor Jutta Roosen von der Technischen Universität München auf einem Workshop des Kompetenznetzes Adipositas und des Nationalen Genomforschungsnetzes plus Ende Oktober 2012 in Berlin. Und die Praxis in Dänemark zeigt: offenbar zu teuer und wirkungslos.

Präventionsmodelle wie die Erhebung von Steuern auf stark zucker- oder fetthaltige Lebensmittel werden derzeit auch in Deutschland diskutiert. Von solchen Maßnahmen versprechen sich Einige neben einer Reduktion von Übergewicht auch zusätzliche Einnahmen für die Haushaltskasse. Unser Nachbarland Dänemark machte es vor. Dort wurde im Oktober 2011 eine Steuer auf Schokolade, Süßwaren, gesüßte Getränke und Lebensmittel mit einem Gehalt an gesättigten Fettsäuren mit über 2,7 Prozent erhoben. Pro Kilogramm gesättigte Fettsäuren fielen 2,15 Euro an Steuern an. Nach dem Regierungswechsel in Dänemark soll die Fettsteuer nun wieder abgeschafft werden, denn sie hat keine Wirkung auf das Ernährungsverhalten der Dänen gezeigt und ist zu kostspielig; gerade für Geringverdiener.

Haushalte mit geringerem Einkommen geben einen höheren Anteil ihres Budgets für Lebensmittel aus als Haushalte mit höherem Einkommen. Somit trifft eine Fettsteuer Haushalte mit geringerem Einkommen stärker und sie haben weniger Geld für andere Aspekte eines gesunden Lebensstils zur Verfügung. Andererseits zeigte Roosen beim Adipositas-Workshop, dass bei der Fettsteuer ausgerechnet die Höhe der Steuer entscheidend ist, um das Ernährungsverhalten der Bürger zu beeinflussen. "Ökonomische Analysen haben gezeigt, dass die Fettsteuer auf Verbraucherebene wenig Wirkung zeigt. Um eine Verhaltensänderung zu bewirken, sind größere Preisaufschläge notwendig", so Roosen. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit zu reagieren, wie Dänemark zeigt. Denn die Dänen kauften fett- und zuckerhaltige Lebensmittel aus Kostengründen einfach bei uns in Deutschland ein.

Wie die dänischen Erfahrungen zeigen, ist die alleinige Einführung einer Steuer auf fett- oder zuckerreiche Lebensmittel somit nicht ausreichend, um eine Veränderung des Ernährungsverhaltens zu bewirken. Es müssen weitere effektive Instrumente in ein Gesamtnetzwerk zusammengeführt werden, das ganzheitlich einen gesunden Lebensstil fördert. In Dänemark haben die Supermarktketten übrigens bereits angekündigt, dass die Preise für Lebensmittel, die von der Fettsteuer betroffen waren, im Januar 2013 wieder gesenkt werden.

Text/Quelle: Nadia Röwe, www.aid.de

Weitere Informationen:

Um die Wirkung weiterer Maßnahmen zur Bekämpfung von Übergewicht zu diskutieren und Ansätze zur Prävention zu finden, wurde das Kompetenznetz Adipositas gegründet, welches seit 2008 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Ziel ist es, deutsche Adipositas-Wissenschaftler zu vernetzen, eine Austauschplattform zu schaffen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Präventions- und Versorgungsmedizin zu übertragen.

www.kompetenznetz-adipositas.de


Löschung der Punkte bei Reform richtig


Die Pkw-Maut ist vorerst vom Tisch – die Punktereform kommt im Jahr 2014. Während bei der von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer angestoßenen Punktereform noch Details zu klären sind, hat der CSU-Politiker bei der Diskussion um die Einführung einer Pkw-Maut für Klarheit gesorgt und der Straßengebühr für diese Legislaturperiode eine Absage erteilt. 

Damit übernimmt Ramsauer eine Position des ADAC, der sich immer wieder klar gegen eine solche Zwangsabgabe für alle deutschen Haushalte ausgesprochen hat. Eine Straßennutzungsgebühr käme einer Steuererhöhung für die finanziell ohnehin stark belasteten Autofahrer gleich.

ADAC Präsident Peter Meyer: „Es bleibt zu wünschen, dass notorische Mautbefürworter wie Bayerns Ministerpräsident Seehofer der Einsicht des Bundesverkehrministers folgen. Anstatt neue Sondersteuern bei den Autofahrern einzutreiben, sollte die Politik die vorhandenen Mittel gezielt einsetzen, um die Straßeninfrastruktur voran zu bringen".

Kommen wird hingegen eine Punktereform zum 1. Februar 2014. Ab diesem Zeitpunkt sollen Punkte für Delikte gelöscht werden, die nicht verkehrssicherheitsrelevant sind. Im Flensburger Register sollen nach den Plänen des Verkehrsministeriums künftig nur noch solche Delikte erfasst werden, die unmittelbar die Verkehrssicherheit gefährden. Verstöße gegen die Umweltzone, Sonntagsfahrverbote oder Fahrtenbuchauflagen ziehen dementsprechend keine Punkte mehr nach sich.

Dieser sinnvolle Schritt lichtet das Punktekonto vieler Verkehrssünder. Was an Eintragungen stehen bleibt, wird entsprechend einer Umrechnungstabelle auf die neue Punktesystematik umgestellt. Der ADAC steht diesem Vorhaben positiv gegenüber, da die Punktereform das Hauptaugenmerk noch stärker auf Verstöße gegen die Verkehrssicherheit richtet.



Quelle: www.adac.de



Wenn die Fledermäuse kreisen – Tipps zum Artenschutz

© Alexandra Königsmark (vom Bonner Arbeitskreis Fledermausschutz)/Rhein-Sieg-Kreis

Fledermäuse stehen unter strengem Artenschutz

Als Symbol für die Halloween-Nacht prangt die Fledermaus häufig auf Dekoartikeln, Lebensmittelverpackungen u.v.m. Abseits kommerzieller Angebote, in der freien Natur, ist sie inzwischen deutlich seltener vertreten – die Fledermaus gehört zu den etwa 76.000 Tier- und Pflanzenarten in Deutschland, von denen die Hälfte in ihrem Bestand gefährdet ist.

Fledermäuse stehen unter strengem Artenschutz, das gilt auch für die 15 Fledermausarten, die im Rhein-Sieg-Kreis leben. Der Rückgang ihrer einzigen Nahrung, der Insekten, macht den Flugkünstlern zu schaffen. Auf die Jagd gehen sie nachts. Dann schlagen die zierlichen Flieger ordentlich zu – ein Tier kann pro Nacht bis zur Hälfte seines Körpergewichts an Insekten vertilgen.

Bekannte Populationen melden

Auch die Zerstörung ihres Lebensraumes gefährdet die Fledermäuse, die abgesehen von ihren nächtlichen Jagdaktivitäten versteckt leben. Anhand der bevorzugten Sommerquartiere unterscheidet man zwischen Baum- und Hausfledermäusen. Die Baumfledermäuse wie die Wasserfledermaus oder das „Braune Langohr“ leben in verlassenen Spechthöhlen sowie hinter losen Rinden oder anderen Hohlräumen in Bäumen. Die Hausfledermäuse wie das „Große Mausohr“ oder die Zwergfledermaus bevorzugen Speicher, Fassadenverkleidungen, Mauerspalten oder –hohlräume in Siedlungsgebieten.


© Alexandra Königsmark (vom Bonner Arbeitskreis Fledermausschutz)/Rhein-Sieg-Kreis
Wer zum Schutz der heimischen Fledermäuse beitragen möchte, kann der Kreisverwaltung bekannte Populationen melden.

Die aktuelle Jahreszeit ist übrigens ideal, wenn man beim anstehenden Umbau eines Dachstuhls die Störung der Fledermäuse auf ein Minimum reduzieren will, denn diese haben in der Regel jetzt bereits ihre Winterquartiere bezogen, den Dachstuhl also verlassen. Es empfiehlt sich im Sinne der Fledermäuse außerdem, das Dach mit speziellen siebfreien Lüftungsziegeln zu öffnen und Fledermaushilfen anzubringen. Der Handel bietet darüber hinaus Fledermaussteine an, die in die Dämmung eingebaut werden können.

Störung im Winterquartier hat fatale Folgen

In ihren Winterquartieren dürfen die flotten Flieger allerdings nicht gestört werden. Das Bundesnaturschutzgesetz hat sie unter strengen Schutz gestellt, daher ist es verboten, Erdkeller, Höhlen, Stollen und ähnliche Räume, die den kleinen Säugetieren als Winterquartiere dienen, in der Zeit von 1. Oktober bis zum 31. März aufzusuchen. Eine Störung im Winterquartier hat nämlich fatale Folgen: Einmal gestört, braucht der Stoffwechsel bis zu einer halben Stunde, bis die Fledermaus wach ist! Und bis sie wieder schläft hat sie viel Energie verbraucht - Energie, die zum Ende des Winterschlafes vielleicht fehlt.

Nähere Auskünfte rund um das Thema Fledermäuse erteilen gerne die Fachleute am Umwelttelefon  des Rhein-Sieg-Kreises unter der Rufnummer: 02241/13-22 00.

Weitere Tipps zum Artenschutz finden Interessierte auch unter www.rhein-sieg-kreis.de/artenschutztipps.





„Grüne Berufe haben Zukunft“


Beim sechsten Arbeitnehmertag der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Rahmen der Fachmesse EuroTier hat Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, am Donnerstag die Bedeutung der Landwirtschaft für den Arbeitsmarkt betont und für die grünen Berufen geworben. „Grüne Berufe haben Zukunft. 

 Die Agrarbranche richtet sich immer unternehmerischer aus und setzt auf gut ausgebildete Mitarbeiter und qualifiziertes Fachpersonal. Die Förderung von qualifiziertem Berufsnachwuchs ist eines der wichtigsten aber auch anspruchsvollsten Zukunftsthemen für jedes Unternehmen – und für die ganze Branche“, sagte Bleser. Er forderte die Betriebe auf, gute Vorraussetzungen für Aus-, Fort- und Weiterbildung zu schaffen und für die 14 grünen Berufe zu werben, indem sie beispielsweise Praktika oder Ferienjobs anbieten und an Schulen offen auf die junge Generation zugehen. 

„Der Agrarbereich bietet mit seinen 14 grünen Berufen – von Gärtner über Landwirt und Tierwirt bis hin zum Forstwirt und Winzer – viele Möglichkeiten für Jugendliche, die sich ihre Zukunft in einer naturverbundenen Tätigkeit vorstellen können, die allerdings auch das Beherrschen vielfältiger Technik und ein hohes Maß an Eigenverantwortung fordert. Grüne Berufe sind Zukunftsberufe, die wenig mit den verbreiteten Klischees zu tun haben“, sagte Bleser. Ende 2011 wurden rund 36.700 Jugendliche in einem grünen Beruf ausgebildet, wobei die Berufe Gärtner (rund 15.300) und Landwirt (rund 8.500) am häufigsten gewählt werden.
Insgesamt waren im Jahr 2010 in Deutschland rund 1,1 Millionen Menschen haupt- oder nebenberuflich in der Landwirtschaft tätig. 

Die Unternehmer und ihre Familienangehörigen machen in der Landwirtschaft trotz eines rückläufigen Trends noch immer rund 52 Prozent der Arbeitskräfte aus. Wenn man die gesamte Lebensmittelkette betrachtet und damit neben der Urproduktion auch die vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche einbezieht, beschäftigt die Branche rund 4,8 Millionen Menschen und stellt damit nahezu jeden achten Arbeitsplatz.

Der Schlüssel zum Erfolg für Betrieb und Arbeitnehmer ist für Bleser ein leistungsförderndes motivierendes Arbeitsklima, ein ausgewogenes Maß von Fördern und Fordern in den Ausbildungsbetrieben und die Tatsache, auch ausgebildeten Mitarbeitern die Möglichkeit zur Weiterentwicklung und Fortbildung zu geben. „Lebenslanges Lernen eine Verantwortung, der sich sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer stellen muss. Die zunehmend komplexeren Herausforderungen des Marktes und der Gesellschaft erfordern eine permanente Anpassung der Kompetenzen der Unternehmen aber auch jedes Einzelnen“, sagte Bleser. 

Quelle: www.bmelv.de



14. November 2012

Dicksein - Ausgrenzung trifft vor allem Teenager


Insbesondere bei jungen Menschen ist Dicksein nicht nur ein körperliches, sondern auch ein gesellschaftliches Problem. Übergewichtige Jugendliche wollen abnehmen, aber nicht um ein Wunschgewicht zu erreichen, sondern weil sie "dazugehören" und ein "normales Leben" führen wollen. So lautet ein Fazit des Forschungsprojekts "Verbesserung der Wirksamkeit der Adipositasprävention für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche". Im Fokus der Untersuchung der Leibniz Universität Hannover stand die Perspektive der Jugendlichen, die sich gesellschaftlich als zu dick erfahren.

Dazu führten die Wissenschaftler insgesamt acht Gruppendiskussionen mit jeweils sechs bis neun dickeren Jugendlichen - getrennt nach Geschlecht, Abstammung und nach zwei Altersgruppen (11 bis 13 Jahre, 14 bis 16 Jahre). Die Teenager stammten aus sozial benachteiligten Wohnbezirken in Hannover. Die Jugendlichen bezeichneten sich selbst als zu dick und hatten bereits die Erfahrung gemacht, auch dementsprechend wahrgenommen zu werden. Medizinisch gesehen waren sie übergewichtig bis adipös. Zusätzlich wurden drei Gruppendiskussionen mit den Eltern durchgeführt.

Die Jugendlichen erfahren im Alltag, als dick wahrgenommen zu werden und das wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Dicksein wird mit "faul sein", "antriebsarm" und "kontaktarm" gleichgesetzt, berichten die Jungen und Mädchen. Durch Blicke, Reaktionen und Handlungen erfahren sie, dass ihnen aufgrund ihres Körpers abgesprochen wird, Leistung zeigen zu können und zu wollen. Das erleben die Teenager in vielen Gebieten wie Sport, Schule und Freizeit.

Ein weiteres Vorurteil ist, dass Dicke nicht ausreichend über eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und einen gesunden Lebensstil informiert sind. Den befragten Jugendlichen ist jedoch bekannt, welche Lebensmittel gesund sind und was eine ausgewogene Ernährung ausmacht. Häufig gelingt es ihnen aber nicht, dieses theoretische Wissen im Alltag umzusetzen. In der Adipositasprävention mit Jugendlichen werden diese Erfahrungen der Ausgrenzung und Stigmatisierung häufig zu wenig berücksichtigt, erklären die Experten. Offenbar werden Übergewichtige von der Gesellschaft einer sozialen Gruppe zugeordnet. Damit werden ihnen gewisse Gemeinsamkeiten unterstellt, die eine soziale Ungleichheit schaffen.

In den Gesprächen wurden die Forderungen der betroffenen Jugendlichen und ihrer Eltern an die Gesellschaft deutlich: Die Teenager verlangen Gleichberechtigung und eine gleiche Behandlung. Die Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder mehr Selbstbewusstsein zeigen und sich gegen die sozialen Benachteiligungen und die Ausgrenzung wehren. Ein erster Schritt hin zur Gleichberechtigung ist, die hinter der Ausgrenzung stehenden gesellschaftlichen Prozesse besser zu verstehen.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/service/meldungen/dicksein-ueber-die-gesellschaftliche-erfahrung-dick-zu-sein/

aid-Heft "Mein Weg zum Wohlfühlgewicht", Bestell-Nr. 61-1389, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de

Fragen zu diesem Thema beantworten Experten im Forum "Ernährung von Jugendlichen" auf www.was-wir-essen.de

Quelle: www.aid.de


Versicherung verliert vor Bundesgerichtshof


Lebensversicherte haben Anspruch
auf Rückerstattung nicht ausgezahlter Beträge

Der Bundesgerichtshof hat heute gegen den Versicherer ERGO entschieden, dass die vom Unternehmen verwendeten Klauseln zur Kündigung, zur Beitragsfreistellung und zum Stornoabzug bei Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen unwirksam sind (Az. IV ZR 198/10). Versicherte haben damit Anspruch auf Rückerstattung nicht ausgezahlter Beträge. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Hamburg.

Gegenstand des in Karlsruhe entschiedenen Verfahrens waren die seit Herbst 2001 vom Versicherer ERGO (damals Hamburg-Mannheimer) und ähnlich von fast allen anderen Versicherungsunternehmen verwendeten Klauseln, in deren Folge Kunden wegen einer nachteiligen Verrechnung von Abschlusskosten und Provisionen sowie einer Art Kündigungsstrafe, dem sogenannten Stornoabzug, bei vorzeitiger Kündigung ihrer Versicherung oft mehrere Tausend Euro pro Vertrag verlieren. In ebenfalls von der Verbraucherzentrale Hamburg als Klägerin geführten Verfahren hatte der Bundesgerichtshof bereits am 25. Juli gegen den Deutschen Ring und am 17. Oktober gegen den Versicherer Generali im gleichen Sinne entschieden.

"Jetzt steht fest, dass es um die gesamte Versicherungsbranche geht“, sagt Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg. "Wir schätzen die Summe, die von der Versicherungswirtschaft an ihre ehemaligen Kunden erstattet werden muss, auf 12 Milliarden Euro." Die Verbraucherzentrale fordert die Versicherer zum Rückruf der Verträge und zur eigenständigen Erstattung der den Kunden zustehenden Beträge auf. Vorsorglich sollten Kunden aber ihre Ansprüche gegenüber ihrem Versicherer anmelden.

Besonders die Kunden der ERGO können nach Einschätzung der Verbraucherzentrale mit erheblichen Nachzahlungen rechnen, weil viele von ihnen die Verträge meist nach wenigen Jahren gekündigt und häufig gar keinen Rückkaufwert erhalten haben. Für die Verbraucherzentrale ist dies ein Beleg dafür, dass ERGO viele Verträge an Kunden verkauft hat, bei denen von vornherein absehbar war, dass sie nicht auf Dauer die Beiträge aufbringen würden. “Versichern heißt Verstehen, dass die ERGO-Kunden jetzt ganz schnell und automatisch Erstattung des ihnen zustehenden Geldes erwarten“, so Hörmann.

Auf der Internetseite www.vzhh.de der Verbraucherzentrale Hamburg finden Betroffene ausführliche Informationen zum Thema, Tipps und einen Musterbrief, um Rückerstattungsansprüche geltend zu machen.

Quelle: www.vzhh.de


Kosmetik für den Emissionshandel


Die EU-Kommission will heute einen Bericht mit möglichen Szenarien vorstellen, um den Emissionshandel langfristig zu gestalten. Nach Einschätzung der Naturschutzorganisation WWF steht der europäische Handel mit CO2-Zertifikaten am Scheideweg. Bislang ist bekannt, dass die Kommission 900 Mio. Zertifikate aus dem Markt nehmen will.  Der WWF begrüßt, dass nun ein erster Schritt zur Sanierung des Emissionshandels angekündigt wurde, doch weitere Maßnahmen seien dringend erforderlich. 

„Das europäische Emissionshandelssystem ist die tragende Säule der EU-Klimapolitik. Wir können uns ein Scheitern nicht leisten. Die aktuelle Zertifikateschwemme braucht mehr als ein bisschen oberflächliche Kosmetik“, sagt die zuständige WWF-Referentin Juliette de Grandpré. Der Überschuss müsse daher möglichst permanent vom Markt genommen werden und zugleich das EU-Klimaschutzziel bis 2020 auf 30 Prozent erhöht werden.

Der Preis pro Tonne CO2 ist auf einen historischen Tiefstand gefallen. Durch die kriselnde europäische Wirtschaft ab dem Jahr 2009 sind deutlich weniger Verbrauchsrechte in Anspruch genommen worden als prognostiziert. Zudem hat die Nutzung von flexiblen Mechanismen –außerhalb von Europa erbrachte Emissionsreduktion, die angerechnet werden dürfen - weitere Zertifikate auf den Markt geschwemmt. Bleibt alles so wie bisher, droht ein Überschuss dauerhaft das System lahmzulegen: Der WWF berechnet bis zum Jahr 2020 einen Überschuss von 1,4 Mrd. Zertifikaten. 

Der aktuelle Vorschlag der EU-Kommission nur kurzfristig  900 Mio. Zertifikate aus dem Markt zu nehmen, sei daher deutlich unzureichend. “ Die zeitliche Herausnahme der Zertifikate kann nur ein allererster Schritt sein.  Sonst steuern wir auf eine verlorene Dekade zu, ohne Klimaschutzinvestitionen von Seiten der Industrie“, sagte de Grandpré.

Der WWF hatte gezeigt, dass eine Verknappung der Zertifikatemenge keine negativen Folgen für die Industrie erwarten lässt. Das System kehre damit auch zurück zu den eigentlichen Zielen des Emissionshandelssystems und biete somit verlässliche Rahmenbedingungen für die Industrie.

Seit Jahren setzt sich der WWF dafür ein, das EU-Klimaschutzziel auf 30 Prozent zu erhöhen. Dieser Meilenstein soll morgen auch von der EU-Kommission als Option vorgeschlagen werden. Heftiger Widerstand kommt aus Polen. Das aktuell gültige Ziel von 20 Prozent bis 2020 ist jedoch bereits im vergangenen Jahr erreicht worden. Falls die EU ihr bisheriges Klimaziel nicht deutlich erhöht und den EU-weiten Handel mit Emissionsrechten nicht nachbessert, entgehen ihr zudem auch Milliarden aus den Erlösen des  Emissionshandels. Deutschland allein drohe ein Einnahmeausfall bis 2020 von bis zu 17 Milliarden EUR. Die Gelder sind aber bereits für Klimaschutzmaßnahmen eingeplant: In Deutschland fließen die Erlöse der ETS-Versteigerungen in den Energie- und Klimafonds, dessen Gelder der Energiewende finanzieren sollen.

Quelle: www.wwf.de

14.11.1907 – Geburtstag von Astrid Lindgren



Am 14. November 1907 wurde die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren geboren. Geburtsort war auf Näs bei Vimmerby.  

Mit einer Gesamtauflage von über 145 Millionen Büchern gehört Astrid Lindgren zu den bekanntesten Kinderbuchautoren der Welt. Allein in Deutschland beträgt die Gesamtauflage weit über 20 Millionen Exemplare. Astrid Lindgren hat mit ihren Büchern Jung und Alt begeistert.
Zu ihren wohl bekanntesten  Werken gehören Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Madita, Mio, Kalle Blomquist und vielen anderen Figuren.
Astrid Lindgren, die mit bürgerlichen Namen Astrid Anna Emilia Ericsson heißt, starb am 28. Januar 2002 in Stockholm im stolzen Alter von 94 Jahren


Weniger Fleisch ist mehr Klimaschutz


Würden die deutschen Bundesbürger ihren Fleischkonsum auf ein gesundes Maß reduzieren und weniger Lebensmittel auf dem Müll werfen, könnten pro Jahr 67 Millionen Tonnen an Treibhausgasemissionen eingespart werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag in Berlin vorgestellte Studie der Naturschutzorganisation WWF. Die Einsparung an klimaschädlichen Treibhausgasen entspräche in etwa dem jährlichen Gesamtausstoß Portugals. Der WWF fordert daher, der Landwirtschaft und dem weltweit steigenden Fleischkonsum als Faktor im Kampf gegen den Klimawandel endlich mehr Bedeutung beizumessen.

„Wer in der Mittagspause statt Schinkenbrötchen oder Hamburger, die Pasta mit Tomatensauce oder Ratatouille wählt betreibt aktiven Klimaschutz“, fasst Tanja Dräger de Teran, WWF-Referentin Klimaschutz und Ernährung die Ergebnisse der Studie „Klimawandel auf dem Teller“ zusammen. „Selbst wenn jeder Bundesbürger nur einmal pro Woche auf Fleisch verzichten würde, könnte das noch zu einer jährlichen Einsparung von rund neun Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen führen. Das entspricht umgerechnet 75 Milliarden PKW-Kilometern.“

Eine gesündere Ernährung gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (450 Gramm Fleisch pro Woche) wirkt sich laut WWF entsprechend positiv auf den Ressourcen- und Klimaschutz aus. Würden die Deutschen zudem weniger Lebensmittel wegwerfen, könnten pro Kopf und Jahr Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 800 Kilogramm CO2-Äquivalenten eingespart werden. Der Klimafußabdruck eines Durchschnittsdeutschen liegt derzeit bei rund 11 Tonnen CO2 pro Jahr.

Die Studie zeige darüber hinaus, so der WWF, dass die „indirekten Emissionen“ von erheblicher Bedeutung sind. Indirekte Emissionen entstehen etwa durch die Umwandlung tropischer Regenwälder in Weideland oder Anbaufläche für Tierfuttermittel. In Abhängigkeit davon, wie sich die weltweiten Ernährungsgewohnheiten ändern und wie viel Lebensmittel auf den Müll geschmissen werden, könnten erhebliche Mengen an Treibhausgasen eingespart werden. Allein über eine gesunde Ernährung und einer verringerten Lebensmittelverschwendung ließen sich demnach in Deutschland pro Jahr rund 35 Millionen Tonnen an „indirekten Emissionen“ vermeiden.

Quelle: www.wwf.de
Stand: 13/11/12