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5. November 2012

Forschung für sicheres Fleisch

Wissenschaftler entwickeln neuartige antimikrobiell wirkende Verpackungen für Fleisch, die das Wachstum von krankmachenden und verderbniserregenden Keimen verhindern. Im Forschungsprojekt „Safe-Pack“ sind neben der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn und der FH Münster neun Wirtschaftsunternehmen beteiligt. Das innovative Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Programm zur Innovationsförderung mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert. Staatssekretär Dr. Robert Kloos übergab heute (5. November 2012) im Senatssaal der Uni Bonn die Zuwendungsbescheide für das Forschungsprojekt Safe-Pack.

Geringe Keimgehalte sowie eine Hemmung des Wachstums von verderbniserregenden und krankmachenden Bakterien sind wichtig, um dem Verbraucher qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel zu liefern. In Fleischprodukten kann die Vermehrung der Bakterien - neben einer durchgängigen Kühlung - insbesondere durch antimikrobiell wirkende Verpackungen gezielt verringert werden. „Viele der sich auf dem Markt oder in der Entwicklung befindenden antimikrobiellen Verpackungslösungen beruhen auf der Einbindung von bioziden Pflanzenextrakten, metallischen Verbindungen sowie Konservierungsmitteln“, sagt „Safe-Pack“-Projektleiterin Privatdozentin Dr. Judith Kreyenschmidt, vom Institut für Tierwissenschaften.

Verpackungsmaterialien ohne biozide Ergänzungsstoffe


Als problematisch erweise sich dabei häufig die Kurzlebigkeit der Substanzen, die eingeschränkte Wirksamkeit bei niedrigen Temperaturen sowie geschmackliche und geruchliche Aspekte, die die Qualität des Fleisches negativ beeinflussen. „Zudem ist die Kundenakzeptanz für Biozide in lebensmittelnahen Bereichen gering“, sagt PD Dr. Kreyenschmidt. „Damit ist die praktische Verwendbarkeit solcher Verpackungskonzepte stark eingeschränkt.“ Ziel des neuen Forschungsprojektes „Safe-Pack“ ist deshalb, Verpackungsmaterialien derart zu modifizieren, dass die Qualität, Haltbarkeit und Lebensmittelsicherheit von Fleisch und Fleischerzeugnissen ohne biozide Ergänzungsstoffe verbessert wird.

Eine spezielle Beschichtung verhindert das Keimwachstum


Die Forschungspartner stützen sich bei diesem Vorhaben auf umfangreiche eigene Vorarbeiten zur Herstellung von neuen antimikrobiellen Kunststoffen. Der Mechanismus beruht auf einer positiven Oberflächenladung in hoher Dichte in Kombination mit einem wasserabweisenden Charakter, der zur Zersetzung der Bakterienzellwände führt. „Die neuen Werkstoffe weisen im Vergleich zu anderen Materialien eine deutlich verbesserte Wirkung gegenüber einem breiten Spektrum von Keimen auf - auch bei niedrigen Temperaturen, wie sie bei kühlpflichtigen Lebensmitteln - wie Fleisch - vorliegen“, berichtet Dr. Kreyenschmidt. Im Rahmen des Projektes werden diese innovativen Materialien so weiterentwickelt, dass sie zur Verwendung als Beschichtung von Siegelschalen, Saugvlieseinlagen und Folien für den Fleischsektor eingesetzt werden können.

Fleisch ist durch neuartige Verpackungen länger haltbar


Das Projekt wird von der Arbeitsgruppe Cold-Chain-Management der Universität Bonn koordiniert. Beteiligt sind neben der FH Münster (Institut für Konstruktions- und Funktionsmaterialien) vier fleischverarbeitende Betriebe, Hersteller von Verpackungslösungen und -maschinen sowie ein großer Chemiepartner. Die Einführung der neuen aktiven Verpackungsmaterialien verschafft den am Projekt beteiligten Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Die durch das neue Material verlängerten Haltbarkeitszeiten der Fleischprodukte liefern folglich einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Ausschusswaren und tragen somit zur Schonung von wichtigen Ressourcen bei.





1. November 2012

5,4 Kilogramm Reis verzehrt jeder Deutsche


5,4 Kilogramm Reis verzehrte jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr 2011. Damit hat sich der Reis-Verbrauch in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Mit knapp 200 Millionen Tonnen pro Jahr ist China der größte Reis-Produzent der Welt, gefolgt von Indien (144 Millionen Tonnen) und Indonesien (66 Millionen Tonnen). Die gleichzeitig hohe Binnennachfrage in diesen Ländern führt allerdings dazu, dass gegenwärtig Thailand mit jährlich rund neun Millionen Tonnen der weltweit größte Reis-Exporteur ist. Danach folgen Vietnam, Pakistan und die USA. Zusammen decken die vier Länder fast Dreiviertel des weltweiten Reis-Exporthandels ab (72 Prozent).

Quelle: www.bmelv.de


29. September 2012

Schwarzwälder Schinken: SB-Ware nur in der Kühlung

Schwarzwälder Schinken ist nach wie vor unangefochten auf Platz 1 der beliebtesten Rohschinken Deutschlands, erklärte der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller anlässlich einer Jahrespressekonferenz. Für 2011 bilanziert er einen Zuwachs von 2,5 Prozent in der abgesetzten Stückzahl. Insgesamt betrug der Absatz im vergangenen Jahr im In- und Ausland 8,3 Millionen Schwarzwälder Schinken. Dabei wiegt ein Schinken durchschnittlich rund 5,5 Kilogramm.

2011 02 14 Schwarzwälder Schinken am Mummelsee (1)85 Prozent der Produktion wird hierzulande über den klassischen Lebensmittelhandel und den Discount abgesetzt, 12 Prozent über den Fachhandel und 3 Prozent über die Gastronomie. Der Marktanteil der SB-Packungen verzeichnete im vergangenen Jahr ein Plus von 2,5 Prozent und liegt nun bei über 50 Prozent. Zu den jüngsten Maßnahmen der Qualitätssicherung des Schutzverbandes gehört die Vorgabe, dass SB-Packungen im Handel nur in der Kühlung verkauft werden dürfen.

Seit 1997 steht der Schwarzwälder Schinken unter dem Schutz des EU-Siegels "g.g.A." (geschützte geografische Angabe). "g.g.A." schützt die Spezialität vor Namensmissbrauch und Plagiaten. Nur Schwarzwälder Schinken, der nach dem definierten traditionellen Verfahren im Schwarzwald hergestellt wird, darf sich auch so nennen. Die Rohware selbst - also die Schweine - müssen nicht aus der Region des Schwarzwalds stammen. Das führt beim Verbraucher immer wieder zu Irritationen. Der Schutzverband hat deshalb einen Videoclip produziert, der das EU-Siegel "g.g.A." für die süddeutsche Spezialität leicht verständlich erklärt.

Rüdiger Lobitz, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft "Schinken", Bestell-Nr. 61-1543, 2,50 Euro unter http://www.aid-medienshop.de

Quelle: www.aid.de
Stand: 26/09/12