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5. November 2012
„Herzlich willkommen in Niedersachsen"
Die Entscheidung der Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) vom heutigen Montag, 5. November 2012, ihren Sitz von Genf nach Hannover zu verlegen, hat die Niedersächsische Landesregierung ausdrücklich begrüßt. Hannover hat sich mit dieser Entscheidung gegen Johannesburg und Amsterdam/Utrecht durchgesetzt.
Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen ist ein internationaler Zusammenschluss von zurzeit 230 evangelisch-reformierten und unierten Kirchen mit weltweit mehr als 80 Millionen Mitgliedern. Dazu zählen auch rund 184 000 Gemeindeglieder der Evangelisch-Reformierten Kirche mit Sitz in Leer.
Ministerpräsident David McAllister sagte: „Es freut mich sehr, dass meine Ende August mit führenden Vertretern der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen geführten Gespräche dazu beigetragen haben, dass der Sitz der WGRK künftig in unserer Landeshauptstadt sein wird."
Kultusminister Dr. Bernd Althusmann ergänzte: „Die Entscheidung für Hannover ist ein sehr positives Signal. Wir arbeiten in Niedersachsen sehr gut und vertrauensvoll mit allen Religionsgemeinschaften zusammen. Diese gelebte Praxis und der offene Umgang miteinander waren sicher auch Gründe für die getroffene Entscheidung. Zugleich ist die Entscheidung als eine Anerkennung unseres Staatskirchenrechts zu werten."
David McAllister betonte: „Die Wahl von Hannover als neuer Sitz der Weltgemeinschaft ist auch deshalb von so hoher Bedeutung, da hier bereits auch die Evangelische Kirche Deutschlands ihren Sitz hat. Das ist ein großartiges Signal für Hannover und wird eine große Bereicherung für das Land darstellen. Niedersachsen ist ein tolerantes und weltoffenes Land, in dem die Ökumene gelebt wird und der interreligiöse Dialog selbstverständlich ist. Wir freuen uns auf die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen und heißen sie bei uns herzlich willkommen. Unsere Landeshauptstadt wird noch internationaler."
Quelle: www.stk.niedersachsen.de
3. November 2012
100 Jahre "Allgemeine Religionswissenschaft"
"Man würde es heute hoch innovativ nennen, dass im Jahr
1912 an der katholisch-theologischen Fakultät eine Professur für 'allgemeine
Religionsgeschichte und vergleichende Religionswissenschaft' eingerichtet
wurde", schreibt der Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für
Religionswissenschaft, Prof. Dr. Christoph Bochinger. Ungewöhnlich ist es bis
heute: Die münstersche Fakultät ist die einzige in Deutschland mit einem
eigenen religionswissenschaftlichen Seminar. Der zweite Grund zum Feiern: Seit
zehn Jahren kann man hier auch ein eigenständiges Studium unabhängig von der
Theologie aufnehmen.
Als im Jahr 1912 an der Katholisch-Theologischen Fakultät
der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) einer der ersten
religionswissenschaftlichen Lehrstühle Deutschlands etabliert wurde, rückten
die "anderen Religionen" gerade erst in den Blick der Theologie.
Franz Joseph Dölger, der erste Lehrstuhlinhaber, war ein Pionier auf diesem
Gebiet und ist bis heute bedeutsam. Prägend war auch der international bekannte
Theologe und Islamwissenschaftler Prof. em. Dr. Adel Khoury, der von 1970 bis
1993 an dieser Stelle wirkte.
Gefeiert wird das Doppeljubiläum am Freitag, 9. November, ab
14 Uhr im Seminarraum Kth I, Johannisstraße 8-10. Eingeladen sind neben
Vertretern der Universität Münster, des Bistums und anderer
religionswissenschaftlicher Institute die ehemaligen Mitarbeiter sowie
ehemalige Studierende und alle Interessierten. Mit viel Zeit für Gespräche soll
die einzigartige Geschichte der münsterschen Religionswissenschaft lebendig
werden. Die Feierlichkeiten geben zudem den aktuellen sowie ehemaligen
Studierenden ein Forum, ihre eigenen Forschungsarbeiten vorzustellen.
Interessierte sind insbesondere eingeladen zum Festvortrag
um 18 Uhr von Prof. Dr. Kim Knott von der Lancaster University in Großbritannien.
Kim Knott ist eine international renommierte Vertreterin des Faches und hält
einen englischsprachigen Vortrag zu dem Thema "Spaces of religious
divesity and encounter: research and its public implications".
Mit der Emeritierung Adel Kourys und der Neubesetzung durch
Prof. Dr. Annette Wilke im Jahr 1998 tat sich Bedeutsames: Sie war nämlich
nicht nur die erste Frau auf einem religionswissenschaftlichen Lehrstuhl in
Deutschland und die erste Professorin an der Katholisch-Theologischen Fakultät
Münster. Unter ihrer Leitung löste sich das Fach auch aus seiner theologischen
Verankerung und entwickelte sich zu dem kulturwissenschaftlich arbeitenden
Institut, das es heute ist. Seit nunmehr 10 Jahren kann deshalb in Münster
Religionswissenschaft studiert werden, früher auf Magisterabschluss, jetzt auf
Bachelor. Aber auch für das Theologiestudium ist das Seminar weiterhin wichtig
und anerkannt.
Die Geschichte der münsterschen Religionswissenschaft wurde
von Studierenden letztes Sommersemester in einem Lehrforschungsprojekt
aufgearbeitet. Dadurch entstand eine über 100 Seiten starke Broschüre, die beim
Jubiläum vorgestellt wird.
Bei der Feierstunde wird es neben einer Ansprache von Prof.
Dr. Annette Wilke Grußworte des Dekans der Katholisch-Theologischen Fakultät,
Prof. Dr. Reinhard Feiter, der Direktorin des Centrums für Religiöse Studien
(CRS) der WWU, Prof. Dr. Regina Grundmann, und einer Vertreterin des Vorstands
der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft geben. Zudem wird eine
Ansprache des langjährigen Lehrstuhlinhabers Adel Khoury verlesen.
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Links:
* http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/fb2/zentraleseiten/aktuelles/100_jahre_relwiss.pdf
Programm der Veranstaltung
Programm der Veranstaltung
Quelle: uni-muenster.de
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