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27. Oktober 2013

Gebrauchtwagenkauf: Auf alle Kfz-Dokumente achten

Egal, ob beim Händler oder privat: „Beim Kauf eines Gebrauchtwagens sollte der Käufer darauf achten, dass alle Kfz-Dokumente mit übergeben werden“, sagt TÜV Rheinland-Kraftfahrtexperte Hans-Ulrich Sander. Dazu gehört neben der Zulassungsbescheinigung Teil I und II beziehungsweise dem Fahrzeugschein und -brief auch unbedingt der letzte Prüfbericht von Haupt- und Abgasuntersuchung, wenn das Fahrzeug älter als drei Jahre ist. Dieser muss dem Straßenverkehrsamt bei der Neuanmeldung vorgelegt werden. Hinzu kommt bei Pkws ab Baujahr 1997 das sogenannte COC-Papier (Certificate of Conformity). Diese Übereinstimmungserklärung besagt, dass das Auto ohne weitere technische Prüfung in jedem EU-Land zugelassen werden kann.

Rechnungen für Gewährleistung wichtig

Das Serviceheft gibt Aufschluss über korrekt durchgeführte Wartungsarbeiten. Wichtig sind auch Reparaturrechnungen, denn dann besteht gegenüber der Werkstatt ein Gewährleistungsanspruch von zwölf Monaten. Indikatoren für eine hohe Laufleistung können ein abgegriffenes Lenkrad, verschlissene Pedale, durchgesessene Sitze und starke Gebrauchsspuren am Lack sein. „Wer an den Angaben des Verkäufers zweifelt, sollte die Finger von dem Fahrzeug lassen“, empfiehlt der TÜV Rheinland-Fachmann und ergänzt: „Der Markt bietet jede Menge Alternativen.“

Gebrauchtwagencheck bei TÜV Rheinland

Hilfe beim Gebrauchtwagenkauf bieten alle Prüfstellen von TÜV Rheinland. Bei der Bewertung inklusive Hauptuntersuchung nehmen die unabhängigen Sachverständigen den Wagen genau unter die Lupe, machen eine Probefahrt und kontrollieren alle technischen Funktionen. Außerdem spüren sie verdeckte Unfallschäden auf und erfassen die Sonderausstattung des Autos. In Kombination mit der HU kostet der Check 49 Euro zusätzlich. Eine gute Informationsquelle über die Schwachstellen und Stärken von 222 Modellen bietet auch der aktuelle TÜV Report von „Auto Bild“. Der Ratgeber enthält zudem einen Musterkaufvertrag und ist im Handel und an allen TÜV Rheinland-Prüfstellen zum Preis von 4,50 Euro erhältlich. 

2. Juni 2013

Fast 40 Prozent der Bundesbürger für PKW-Maut

Eine PKW-Maut wird allmählich populär. Sie wird mittlerweile von 39 Prozent der Bundesbürger befürwortet, vor zwei Jahren waren es noch 36 Prozent. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM. Dabei sprechen sich 38 Prozent der Autofahrer und 42 Prozent der Nicht-Autofahrer für eine PKW-Maut aus. „Immer mehr Deutschen wird klar: Der Kampf gegen Staus und für Ressourcenschonung erfordert neue Ansätze. Eine intelligente Verkehrssteuerung muss gleichwertig neben traditionelle Maßnahmen der Verkehrspolitik wie die Verbesserung des Straßennetzes treten“, sagt BITKOM-Vizepräsident Volker Smid. Besonders hoch ist der Anteil der Maut-Befürworter (43 Prozent) in der Altersklasse der 30- bis 44-Jährigen.

Diese Gruppe ist beruflich und privat besonders viel unterwegs. Laut Deutschem Mobilitätspanel legte 2011 jeder Deutsche im Schnitt täglich insgesamt fast 41 Kilometer zurück und brauchte dafür 83 Minuten – beides sind Rekordwerte für Deutschland.

Laut Umfrage sprechen sich 36 Prozent der Bundesbürger für eine PKW-Maut auf Autobahnen und zudem immerhin 8 Prozent für eine Maut auf Bundes- und Landstraßen aus. „Mit einer Maut kann das Verkehrsaufkommen gesteuert werden, beispielsweise indem die Mauthöhe in verkehrsarmen Zeiten reduziert wird“, so Smid. Auch kann die Maut auf wenig genutzten Straßen niedrig gehalten werden, um dort eine bessere Auslastung und damit eine Entlastung viel befahrener Straßen zu erreichen. Auch lassen sich so gezielt Lärmentlastungen unterstützen. „Eine intelligente Verkehrssteuerung ist ein entscheidender Wirtschafts- und auch Umweltfaktor, die technologischen Voraussetzungen sind vorhanden, wir müssen sie nur nutzen“, sagt Smid. Es sei Aufgabe der Politik, schnellstmöglich das geeignete Umfeld für den Ausbau der Verkehrstelematik zu schaffen. Dazu gehört beispielsweise der Einbau von Sensoren am Verkehrsrand oder im Asphalt, etwa Induktionsschleifen, um Daten zu Verkehrsdichte, Wetter oder Umweltbelastung zu messen.

Die Modernisierung des Verkehrssystems kann einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von insgesamt zehn Milliarden Euro jährlich bringen. Das ergab eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung im Auftrag des BITKOM zu Intelligenten Netzen. Der Löwenanteil von rund 4,4 Milliarden Euro ergibt sich aus der Vermeidung von Staus und entsprechenden Zeitverlusten sowie Umweltschäden. Neue Logistiksysteme sparen weitere 3,5 Milliarden Euro jährlich.

Dazu kommen Wachstumsimpulse in Höhe von 2 Milliarden Euro mit neuen Apps und Services, die die unterschiedlichen Verkehrsnetze miteinander verbinden. Vor diesem Hintergrund fordert Smid den flächendeckenden Aufbau verkehrstelematischer Systeme. Wie stark Verbraucher von einem intelligenten Verkehrsmanagement profitieren können, zeigt das Beispiel Stockholm. Dort werden pro Sekunde insgesamt 250.000 anonymisierte GPS-Daten von Handybesitzern, Stau- und Unfallmeldungen sowie Daten von Sensoren und dem Mautsystem analysiert und so der Verkehr gesteuert. Die individuellen Fahrzeiten konnten um 50 Prozent verringert werden, das Verkehrsaufkommen und die Schadstoff-Emissionen um 20 Prozent.

Das bisherige LKW-Mautsystem kann laut BITKOM die Basis sein, um eine intelligente Verkehrssteuerung flächendeckend aufzubauen. Der aktuelle Vertrag steht Ende 2015 zur Verlängerung an. Derzeit zahlen LKWs für die Nutzung der Autobahn und einiger Bundesstraßen, eine Verkehrssteuerung findet aber de facto nicht statt. Zudem werden zwar viele Daten gemessen, sie stehen jedoch nicht für neue Dienste zur Verfügung. Smid: „Die Politik sollte mit dem Nachfolgesystem ab 2015 eine aktive Verkehrssteuerung betreiben und die anfallenden Daten anonymisiert für neue Dienste zur Verfügung zu stellen.“

Zur Methodik: Die zitierten Daten wurden im Rahmen einer repräsentativen Studie von forsa im Auftrag des BITKOM erhoben. Befragt wurden im April 2013 dafür 1.002 deutschsprachige Personen in Privathaushalten ab 14 Jahren. Mehrfachnennungen waren möglich. Die Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) kann heruntergeladen werden unter www.bitkom.org/de/publikationen/38338_74495.aspx.

30. Dezember 2012

Am Neujahrstag das Auto besser stehen lassen!

Vielerorts wird der Jahreswechsel kräftig gefeiert und meist bleibt es nicht beim Glas Sekt um Mitternacht. Um sich selbst und anderen das neue Jahr nicht zu verderben, rät der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V., nach dem Genuss alkoholischer Getränke öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi zu benutzen und das eigene Auto stehen zu lassen. Fahren mit Alkohol ist nicht nur gefährlich und kann teuer werden, im Fall der Fälle ist möglicherweise der Führerschein weg.

Die 0,5 Promille-Grenze sollte alkoholisierten Autofahrern Warnung genug sein. Außerdem ist in Folge eines Unfalls bereits ab 0,3 Promille der Versicherungsschutz in Gefahr. Der Automobilclub rät davon ab, sich mit Hilfe eines Alkoholtesters oder dubiosen Faustformeln an den Wert "heranzutrinken".

Schon kleine Mengen können erhebliche Folgen haben, wie der ADAC aufgelistet hat:

  •  0,2 Promille beeinträchtigen bereits die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit des Fahrers, der seine Umwelt weniger gut wahrnehmen kann.   
  • 0,3 Promille verringern bereits das Sehvermögen, das Reaktionsvermögen und Handlungsfähigkeit lassen nach.   
  • 0,5 Promille führen zu ersten Falscheinschätzungen von Geschwindigkeiten, es beginnt die Rotlichtschwäche und die Hell-Dunkel-Anpassung der Augen verlangsamt sich deutlich. Die Sehleistung nimmt um rund 15 Prozent ab.   
  • 0,8 Promille lassen eine deutliche Konzentrationsschwäche erkennen. Die Sehleistung reduziert sich um 25 Prozent, gleichzeitig verlängert sich die Reaktionszeit um etwa 50 Prozent. Dazu lässt das räumliche Sehen stark nach.   
  • 1,0 Promille fördern die Selbstüberschätzung, der Fahrer neigt zu enthemmten Manövern bei einer starken Verengung des Blickfeldes (Tunnelblick).   
  • 1,3 Promille bewirken Sprach- und Gleichgewichtsstörungen. Der Fahrer hat enorme Orientierungsprobleme und nimmt keine Kritik mehr auf.   
  • 2,0 Promille sorgen für die doppelte Zeit der Hell-Dunkel-Anpassung der Augen. Die Selbstüberschätzung ist auf dem Höhepunkt, der Tunnelblick ausgeprägt.    
  • 3,0 Promille bedeuten eine schwere Alkoholvergiftung mit tiefer Bewusstlosigkeit und einem abrupten Gedächtnisverlust.   

Am Neujahrstag Bus und Bahn oder Taxi nutzen
Am Neujahrsmorgen ist man häufig noch nicht wieder fahrtüchtig. Der Körper baut nur etwa 0,1 Promille Alkohol pro Stunde ab.

Deswegen: Auch am Neujahrstag immer öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Mit sogenannten "Promillekillern" sollte man vorsichtig sein. Wer glaubt, sich durch eine üppige Mahlzeit eine Grundlage für seinen Alkoholgenuss schaffen zu können, irrt. Ein voller Magen kann die Aufnahme des Alkohols nicht verhindern, sondern bestenfalls verzögern. Tee und Kaffee machen nicht nüchtern, sondern wach. Und Tabletten beschleunigen den Alkoholabbau keineswegs, vielmehr können sie Übelkeit und Durchfall auslösen.

Alkoholgenuss kann teuer werden  
Fahren mit Alkohol ist gefährlich und kann teuer werden. Wer mit 0,5 Promille oder mehr am Steuer eines Kraftfahrzeugs erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit und wird mit mindestens 500 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot zur Verantwortung gezogen. Mit mehr als 1,1 Promille am Lenkrad gilt jeder als absolut fahruntüchtig. Hohe Geldstrafen drohen, die Fahrerlaubnis wird für mindestens sechs Monate entzogen, Wiederholungstäter riskieren sogar Freiheitsstrafen.

Schäden durch Raketen und Böller

In der Silvesternacht fürchten viele Autofahrer um ihr draußen geparktes Fahrzeug. Werden die frei im Handel erhältlichen Feuerwerkskörper richtig benutzt, besteht laut ADAC jedoch keine Gefahr. Treffen ausgebrannte Raketen oder Böller die Motorhaube oder das Dach,  entstehen meist keine Schäden – dies gilt auch für Cabrios mit Stoffverdeck.

Gefährlich ist es dagegen, wenn Raketen aus kurzer Entfernung auf Autos abgefeuert werden und der Treibsatz in direktem Kontakt mit der Karosserie abbrennt. Die Folgen davon können neben Brand- und Schmauchspuren auch berstende Scheiben sein. Dass ein Fahrzeug wegen eines Feuerwerkskörper abbrennt, ist so gut wie ausgeschlossen.

Entstehen Schäden durch Feuerwerkskörper haftet der „Absender“ der Rakete.  Bei bloßer Unachtsamkeit zahlt dessen private Haftpflichtversicherung. Wer die nicht hat oder vorsätzlich handelt, muss privat für den entstandenen Schaden aufkommen. Ist kein Verantwortlicher auffindbar, erstattet die Teilkaskoversicherung Brand- und Explosionsschäden sowie kaputte Scheiben; für Vandalismusschaden kommt nur eine Vollkaskoversicherung auf.

Auch wenn das Schadensrisiko durch Böller sehr gering ist, rät der ADAC, das Auto über Silvester in einer Garage oder einer ruhigen Seitenstraße abzustellen. So ist es auch vor Streichen betrunkener Passanten geschützt.

17. Dezember 2012

Autofahrer zahlen kräftig drauf


Autofahrer, die an einer Autobahntankstelle Sprit nachfüllen, werden dort zum Teil kräftig zur Kasse gebeten. Dies zeigt ein aktueller ADAC Vergleich der Kraftstoffpreise an Autobahnstationen mit denen an Tankstellen derselben Marke im nahegelegenen Umland. Danach liegen die Literpreise für Diesel an der Schnellstraße um bis zu elf Cent über der Vergleichstankstelle. Bei Benzin betrug der größte Preisunterschied zwischen den beiden Tankstellen neun Cent je Liter. Untersucht wurden die aktuellen Literpreise für Super E10 und Dieselkraftstoff an insgesamt 210 Tankstellen, davon 105 Autobahnstationen verschiedener Anbieter und 105 Tankstellen neben der Autobahn.

Auch im Schnitt liegen die Autobahnpreise klar über denen der Umlandtank-stellen. Laut ADAC kostet Benzin an den Autobahnstationen im Mittel drei Cent mehr als an der Vergleichstankstelle. Beim Diesel hat der Club eine Dif-ferenz von 2,9 Cent ermittelt. Bemerkenswert ist nach Ansicht des Clubs auch ein weiterer Aspekt der Untersuchung, wonach bei knapp zehn überprüften Tankstellenpaaren der Kraftstoff gleich teuer war und in einzelnen Fällen so-gar an der Autobahn geringfügig günstiger.

Angesichts der Tatsache, dass an Autobahntankstellen für Kraftstoff gleich viel Energiesteuer erhoben wird wie an anderen Stationen und auch die gleichen Produktkosten anfallen, sind die ermittelten höheren Durchschnittspreise an der Autobahn nach Meinung des ADAC ungerechtfertigt. Der Club empfiehlt den Autofahrern, sich gerade vor längeren Fahrten über die aktuellen Sprit-preise zu informieren und entweder vor der Reise zu tanken oder bei Bedarf eine günstigere Station neben der Autobahn anzusteuern. Umfangreiche In-formationen findet man im Online-Preisvergleich des ADAC unter www.adac.de/tanken. Speziell für Autobahnfahrten gibt es dort das Angebot "Tanken auf Reisen", bei dem Tankstellen in unmittelbarer Nähe von Auto-bahnausfahrten zusammengestellt sind.

5. Dezember 2012

Bußgeldkatalog 2013 - Was ändert sich?

Im kommenden Jahr müssen sich Verkehrsteilnehmer und Reisende auf Neuerungen in den Bereichen Recht und Versicherungen einstellen. Die Reform des Punktesystems kommt zwar erst im Februar 2014, der ADAC rät Autofahrern aber bereits im kommenden Jahr Aufbauseminare zum Punkteabbau zu nutzen, da dies ab 2014 nicht mehr möglich sein wird. Die Änderungen:

  • Die Gültigkeit neuer Führerscheine wird ab 19. Januar 2013 auf 15 Jahre begrenzt. Bereits erteilte Dokumente bleiben bis 2033 gültig.
  • Das Überschreiten der Parkdauer wird ab dem 1. April um jeweils fünf Euro teurer.
  • Österreich: Die österreichische Regierung plant laut ÖAMTC ab Januar eine drastische Erhöhung der Strafrahmen für Bagatelldelikte.
  • Frankreich: Ab Januar ist reflektierende Kleidung für Motorradfahrer verpflichtend. Ab März müssen Autofahrer ohne gültigen Alkotester im Fahrzeug mit einem Bußgeld von 13 Euro rechnen.
  • Die Kfz-Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge mit Erstzulassung ab
    18. Mai 2011 wird von fünf auf zehn Jahre verlängert.
  • Die Förderung von Partikelfiltern wird bis Ende 2013 verlängert, jedoch von derzeit 330 Euro auf 260 Euro gekürzt.
  • Im Bundeskartellamt wird zum Jahresbeginn die Markttransparenzstelle eingerichtet. Über eine Online-Plattform sollen sich Verbraucher so laufend über aktuelle Kraftstoffpreise informieren können.
  • Fernbusse werden künftig zwischen allen deutschen Städten verkehren können und so das Fernverkehr-Monopol der Deutschen Bahn beenden.
  • Zahlreiche Umweltzonen werden zum Jahreswechsel verschärft. In Wiesbaden, Mainz und Mönchengladbach werden 2013 erstmals Umweltzonen installiert. 
  • Pedelecs bis 25 km/h und 250 Watt fallen jetzt auch dann unter die Kategorie Fahrrad, wenn sie über eine Anfahrhilfe bis 6 km/h verfügen.
  • Ein Gesetz zur Schlichtung im Luftverkehr wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2013 verabschiedet. Es soll Reisenden eine Streitschlichtung im außergerichtlichen Rahmen ermöglichen.
  • Bis zum nächsten Frühjahr wird außerdem eine Nachbesserung der Fluggastrechte angestrebt.
  • Im kommenden Jahr müssen Versicherungsunternehmen einheitliche Tarife für Männer und Frauen, sogenannte Unisex-Tarife, anbieten. Daher gibt es in den neuen Verträgen der Autoversicherungen keine entsprechenden Rabattmerkmale mehr.
  • Gesetzliche Krankenversicherungen dürfen ab Januar nächsten Jahres keinen kostenlosen privaten Auslandskrankenschutz mehr anbieten.

4. Dezember 2012

Versicherungen - Letzte Chance um zu sparen

Autofahrer können in vielen Fällen auch im Dezember noch ihre Kfz-Versicherung wechseln – und dabei Geld sparen. Grund: In der Kfz-Versicherungsbranche wurden auf breiter Front die Preise angehoben. Und laut ADAC steht jedem Autofahrer eine außerordentliche Kündigung nach dem 30. November zu, wenn sich die Prämie erhöht hat, ohne dass ein Schadenfall hierfür die Ursache ist.

30. November 2012

Auf keinen Fall ohne die richtigen Reifen fahren

Zum Wochenende steht der erste große Wintereinbruch bevor. Autofahrer müssen mit Nebel, überfrierender Nässe und Schnee auf den Straßen rechnen. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. rät: Wer keine Winter- oder Ganzjahresreifen aufgezogen hat, sollte das Auto bei winterlichen Straßenbedingungen unbedingt stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Besonders gefährlich wird es an Tagen mit schwankenden Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das wechselnde Tauen und Frieren verändert laufend die Fahrbahnbeschaffenheit und verwandelt die Straßen schnell in spiegelglatte Rutschbahnen.

Durch eine angepasste Geschwindigkeit und genügend Abstand  (mindestens halber Tacho) lassen sich Unfallgefahren deutlich minimieren. Auch sanftes Bremsen und ein behutsamer Umgang mit dem Gaspedal sind wichtig, damit ein Ausbrechen und Rutschen des Wagens vermieden wird. Um ein Gefühl für die Straßenlage zu bekommen, empfiehlt der Club vor Fahrtantritt eine kurze Bremsprobe. Diese sollte allerdings nur auf einer freien Straße durchgeführt werden. Durch untertouriges Fahren bekommen Reifen einen besseren Griff.

Vor allem im Berufsverkehr sollten längere Fahrzeiten einkalkuliert werden und Autofahrer dementsprechend früher losfahren (Verkehrsfunk beachten). Bei längeren Reisen sollten ab sofort folgende Dinge im Auto nicht mehr fehlen: eine Wolldecke, etwas Sand oder eine zusätzliche Matte als Anfahrtshilfe, eine kleine Schaufel, ein Antibeschlagtuch, Handschuhe, warme Getränke und eine Tafel Schokolade, um die Nerven im Stau zu beruhigen.

Außerdem sollten Autofahrer immer frühzeitig nachtanken (spätestens bei halbleerem Tank), damit die Heizung auch bei längeren Standzeiten funktionieren kann.

Sollte man im Stau stehen, ist es wichtig die Rettungsgasse frei zu halten, nicht nur für die Rettungskräfte, sondern auch für die Räum- und Streufahrzeuge.



25. November 2012

„Überzieher" haben deutlich mehr Mängel

Fahrzeuge, die über zwei Monate verspätet zur Hauptuntersuchung vorgestellt werden, haben deutlich mehr Mängel. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle DEKRA Auswertung. Die Sachverständigenorganisation hat bundesweit rund 1,6 Millionen Hauptuntersuchungen an Pkw aus dem dritten Quartal 2012 unter die Lupe genommen.

Mit der zum 1. Juli eingeführten Neuregelung bei Fristüberschreitung bekommen auch „Überzieher“ nach bestandener Hauptuntersuchung die Plakette wieder für die volle Laufzeit. Bisher wurde die Überziehungszeit mitgerechnet.

In den Monaten Juli bis September 2012 wurde die Frist zur Hauptuntersuchung  bei rund 90.000 Pkw, die bei DEKRA in Deutschland geprüft wurden, um mehr als zwei Monate überschritten. Das macht einen Anteil von 5,8 Prozent aus.
Bei diesen Fahrzeugen stellten die DEKRA Prüfer eine deutlich erhöhte Mängelquote fest. Die „Überzieher“ weisen eine durchschnittlich mehr als 30 Prozent  höhere Mängelzahl und bis zu 50 Prozent mehr erhebliche Mängel auf als Fahrzeuge, die fristgemäß zur Hauptuntersuchung vorgestellt wurden.

„Die Zahlen zeigen: Wenn die Frist für die Hauptuntersuchung so deutlich überzogen wird, bedeutet das deutlich mehr Mängel und ein Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmer“, so Bruno Möbus, Technischer Leiter bei DEKRA e.V. in Stuttgart.

Der höhere Anteil an technischen Mängeln bei den „Überziehern“ führt dazu, dass sich die durchschnittliche Prüf- und Dokumentationszeit verlängert. Bei der Neuregelung seit 1. Juli wurde deshalb von einem durchschnittlich um 20 Prozent erhöhten Aufwand für diese Fahrzeuge ausgegangen.

„Zur Ermittlung von Prüfgebühren verlangt der Verordnungsgeber grundsätzlich eine Mischkalkulation. Dabei wird ein durchschnittlicher Aufwand berechnet, um so zum Beispiel für alle Pkw-Kunden eine preisliche Gleichstellung zu sichern, unabhängig vom Fahrzeugtyp, Fahrzeugalter oder Ort der Prüfung“, so Bruno Möbus. „Deshalb wurde bereits im Rahmen der Neuregelung für die Überzieher eine höhere Gebühr vorgeschrieben, damit der notwendige Mehraufwand nicht auf die Autofahrer umgelegt werden muss, die sich vorschriftsmäßig verhalten.“

Die Sachverständigenorganisation führt die Statistiken in den nächsten Monaten fort und plant gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Institut eine umfassende Analyse der Ergebnisse.



Sturmschaden – Wer zahlt?


Schäden am Auto, die durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste entstehen, können laut ADAC  gegebenenfalls über die Teilkaskoversicherung abgewickelt werden. Doch Vorsicht: Viele Versicherer begleichen einen Sturmschaden erst ab einer bestimmten Windstärke. Wer auf einen bereits umgestürzten Baum auffährt geht bei der Teilkaskoversicherung leer aus. Hier springt – sofern vorhanden – die Vollkaskoversicherung ein.


Tipps zum richtigen Verhalten bei plötzlicher Straßenglätte

Norddeutschlands Straßen sind vielerorts wieder glatt. Damit der Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen nicht zur Rutschpartie wird, empfehlen die Experten des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eine vorausschauende Fahrweise. Auch sollten Autofahrer am Morgen Scheiben freikratzen und Straßenglätte fest mit einplanen. Besonders gefährlich sind Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Straße ist glatter als bei strengem Frost, weil sich ein zusätzlicher Wasserfilm auf dem Asphalt bilden kann. Durch den Wechsel von Tauen und Gefrieren ändert sich außerdem die Fahrbahnbeschaffenheit ständig.

Reifglätte
Die gefürchtete Reifglätte entsteht, wenn Nebel oder feuchte Luft bei weniger als Null Grad Bodentemperatur über die kalte Fahrbahn zieht. Deshalb: Vorsicht bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Fahrbahntemperaturen! Eine dunkle, feucht wirkende Fahrbahn kann bereits glatt sein.

Blitzeis
Eisregen, umgangssprachlich auch Blitzeis genannt, entsteht, wenn Regen unter Null Grad Celsius auf die deutlich kältere Fahrbahn trifft. Das Wasser gefriert sofort und bildet eine harte, glasige zusammenhängende Eisschicht. Deshalb: Vorsicht bei einsetzendem Regen.

Eisglätte
Überfrierende Nässe oder Eisglätte bildet sich, meist örtlich begrenzt, bei sinkender Temperatur durch das Gefrieren von Pfützen oder Schmelzwasser. Deshalb: Vorsicht bei Feuchtigkeit.

Schneeglätte
Schneeglätte entsteht durch das Festfahren von Schnee oder durch Gefrieren von Schneematsch. Deshalb: Vorsicht bei plötzlich weißer Fahrbahn.

Allgemein gilt:
Signale für Glätte sind leisere Abrollgeräusche der Reifen, eine unnatürlich weich werdende Lenkung und ein Durchdrehen der Antriebsräder. Besondere Vorsicht ist morgens und abends geboten, wenn der Winterdienst noch nicht oder nicht mehr im Einsatz ist. In der Nacht haben es Stellen mit hoher Luftfeuchtigkeit beispielsweise an Flüssen und Seen oder in Wäldern in sich. Brücken und Kuppen können dann gefährlich glatt sein. Große Aufmerksamkeit ist auch auf ungeräumten Nebenstraßen nötig sowie auf Straßenabschnitten vor und nach Landkreisgrenzen und Ortsschildern, weil hier andere Winterdienste zuständig sein könnten.

Um bei Glätte heil anzukommen, sollten sich Autofahrer ein Zeitpolster schaffen und längere Fahrzeiten einplanen sowie Schleichwege meiden. Zur Sicherheit trägt auch ein besonders großer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug bei.

In der kalten Jahreszeit müssen Fahrzeugführer besonders behutsam und sensibel mit dem Gaspedal umgehen. Denn wer plötzlich oder ruckartig Gas gibt oder wegnimmt, provoziert ein Ausbrechen und Rutschen des Wagens. Empfehlenswert ist eine kurze Bremsprobe nach wenigen Metern Fahrtstrecke. Diese gibt ein Gefühl für die veränderten Straßenverhältnisse. Aber Achtung: Vorher unbedingt in den Rückspiegel schauen!


23. November 2012

Starke Batterien - Günstige Modelle überzeugen

Für Autos mit moderner Start-Stopp-Technik sind herkömmliche Nass-Batterien nicht geeignet. Das hat der ADAC in einem Test von Starterbatterien speziell für diese Spritspartechnik zusammen mit der Stiftung Warentest herausgefunden. Durch das häufige Anlassen sind konventionelle Stromquellen sehr schnell überfordert. Benötigt werden vielmehr Batterien des Typs AGM (Absorbent Glass Mat) oder EFB (Enhanced Flooded Batteries), sie überstehen sehr viele Ladezyklen. Alle AGM- und EFB-Produkte im Test schneiden gut ab. EFB-Batterien sind allerdings deutlich billiger als die AGM-Variante, weil sie auf einer Nass-Batterie aufbauen und speziell für die Start-Stopp-Technik aufgerüstet sind.


Die Batterie Moll 82070 siegt mit „sehr gut“ – nicht nur bei den getesteten EFB-Modellen, die alle zwischen 150 und 180 Euro kosten, sondern sie erreicht auch das beste Ergebnis über alle Typen hinweg. Die JCI/Varta E45 und die Banner Running Bull EFB erreichen ein „gut“, ebenso wie die Exide Hybrid ECM EL 700. Diese zeigt allerdings Schwächen bei der Energierückgewinnung. Eine für Start-Stopp passende Batterie muss Bremsenergie kontinuierlich in Strom umwandeln und speichern können.

Wer eine AGM-Batterie benötigt, muss mit Preisen zwischen 180 und 250 Euro rechnen. Dieser Typ ist speziell für die Start-Stopp-Technologie entwickelt und hält den Belastungen der gesteigerten Ladezyklen Stand. Im Test erreichen alle AGM-Varianten ein „gut“: Die JCI/Varta Plus E39, die Banner Running Bull sowie auch die Exide Micro Hybrid AGM EK700.

Getestet hat der ADAC auch herkömmliche Nassbatterien, die rund 130 bis 150 Euro kosten. Die Banner Power Bull sowie die Bosch Silver S4 werden von den Testern sehr positiv beurteilt, beide Modelle sind besser als in früheren Tests. Die Exide Premium EA 722 schwächelt beim Kaltstart, erreicht aber immer noch knapp ein „gut“ - alles in allem empfehlenswerte Batterien für herkömmliche Autos.

Der Test hat gezeigt, dass bei einem Auto mit Start-Stopp-Technik durchaus auf die günstigeren EFB-Modelle zurückgegriffen werden kann. Dies allerdings nur, wenn der Hersteller nicht ausdrücklich eine AGM-Stromquelle vorschreibt. Die Lebensdauer der EFB- und AGM-Batterien ist in der Regel dieselbe wie bei herkömmlichen Modellen: Nach vier bis fünf Jahren müssen sie ausgetauscht werden. Weitere Informationen unter www.adac.de/batterietest.


22. November 2012

Glühwein und Grog steigen rasch zu Kopf

In wenigen Tagen eröffnen vielerorts die ersten Weihnachtsmärkte und locken mit heimeliger Atmosphäre und allerlei Genüssen. Glühwein, Punsch oder Grog gehören für viele Besucher dazu. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt weist darauf hin, dass die heißen alkoholischen Getränke erheblich schneller betrunken machen als beispielsweise Bier und Wein. Um sich selbst und anderen nicht die Vorweihnachtszeit zu verderben, empfiehlt der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. daher, bereits nach einem Glas Punsch öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi zu benutzen.

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Weihnachtsmarkt. © Foto: Gabriel Florea/Flickr
www.flickr.com/photos/gabrielflorea/4144040315/
Glühwein und Co. sind sehr zuckerhaltige Getränke. Sie fördern die Durchblutung der Magen-Darm-Schleimhaut. Über den Zucker nimmt die Schleimhaut den Alkohol leicht auf, und er gelangt rasch ins Blut. Der Alkoholspiegel steigt, gleichzeitig sinkt die Fahrtüchtigkeit. Zuverlässige Berechnungen, wie viel Glühwein oder Punsch getrunken werden können, ohne die erlaubte Promillegrenze zu überschreiten, gibt es nicht. Die Alkoholkonzentration im Blut hängt von zahlreichen Faktoren ab wie etwa Gewicht, Alter, Geschlecht, Gesundheit oder Tagesform.

Alkoholgenuss kann teuer werden  
Fahren mit Alkohol ist gefährlich und kann teuer werden. Wer mit 0,5 Promille oder mehr am Steuer eines Kraftfahrzeugs erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit und wird mit mindestens 500 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot zur Verantwortung gezogen. Mit mehr als 1,1 Promille am Lenkrad gilt jeder als absolut fahruntüchtig. Hohe Geldstrafen drohen, die Fahrerlaubnis wird für mindestens sechs Monate entzogen, Wiederholungstäter riskieren sogar Freiheitsstrafen.


17. November 2012

Mercedesfahrer gehen kaum fremd


Premiummarken bekommen von ihren Kunden Bestnoten bei der Zufriedenheit mit ihren Autos. Das ist das Ergebnis des ADAC Kundenbarometers, einer neuen, repräsentativen Online-Umfrage unter 20 000 Personen. Die beste Bewertung erhielt BMW. Dahinter rangiert Audi. Es folgen Mini, Mercedes und Volvo. Schlusslicht im Gesamtranking ist Chevrolet. Abgefragt wurden unter anderem Fahreigenschaften, Verarbeitung, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Servicequalität. Auch „Markentreue“ war Gegenstand der Untersuchung. Ergebnis: Mercedes-Fahrer wechseln ihre Marke am seltensten (62 Prozent Markentreue). Ähnlich treue Fahrer haben VW (55 Prozent) und Suzuki (49 Prozent).

Auf Modellebene sind die BMW X3-Fahrer am zufriedensten mit ihrem Auto. Unter allen Modellen, die in die Statistik eingeflossen sind, bekommt das SUV aus München die meisten Punkte (80,7 von 100). Dass der X3 so gut abschneidet, liegt vor allem daran, dass BMW die Kritik seiner Kunden annimmt. In der ersten X3-Baureihe wurden noch die Federung und ungenügende Materialqualität moniert. Dass die Münchner inzwischen nachgebessert und alle Mängel behoben haben, wird jetzt mit der führenden Position unter allen abgefragten Modellen belohnt. Auch Audi schneidet auf der Modelle-Ebene gut ab. Durchgehend Spitzen-Bewertungen erhielten A1, A3 und A5 in den Fahrzeugklassen „Kleinwagen“, „untere Mittelklasse“ sowie „Mittelklasse“. Die Erwartungen an den Kleinstwagen erfüllte der Smart fortwo als Sieger in seiner Klasse am besten.

Eine echte Image- und Markenoffensive kombiniert mit einem optimierten Qualitätsmanagement muss dagegen Chevrolet leisten. Die Marke kommt mit 60 von 100 möglichen Zufriedenheitspunkten im Gesamtmarkenranking auf den letzten Platz. Die Befragten kritisieren unter anderem die Motoren, eine schlechte Verarbeitung und den teils hohen Verbrauch ihrer Autos. Der Chevrolet Matiz bildet auch im Segment der Kleinstwagen das Schlusslicht.

Das ADAC Kundenbarometer nimmt die Hersteller im Sinne des Verbraucherschutzes noch stärker in die Pflicht. Das Clubmagazin ADAC Motorwelt berichtet im Novemberheft ausführlich über die neue Zufriedenheitsstudie.


Quelle: www.adac.de



16. November 2012

Auf Airbag allein ist kein Verlass


20 Prozent der tödlich verunglückten Fahrzeuginsassen trugen im vergangenen Jahr keinen Gurt. Die Experten der ADAC Unfallforschung gehen davon aus, dass ein Großteil davon angeschnallt überlebt hätten. Um die dramatischen Folgen für „Gurtmuffel“ zu zeigen, hat der Club jetzt Crashversuche mit 64 km/h und 30 km/h durchgeführt.

Sind Frontpassagiere angeschnallt, sind sie bei Tempo 64 in einem modernen Fahrzeug gut geschützt. Das ändert sich – trotz Airbag – aber dramatisch, wenn die Insassen ohne Gurt unterwegs sind. Lebensgefährliche Verletzungen an Brust und Kopf sind die Folge, dauerhafte Schädigungen der unteren Extremitäten sehr wahrscheinlich. Auch der Unfall in der Stadt mit 30 km/h läuft angegurtet glimpflich ab. Ohne Gurt sind auch hier schlimme Verletzungen zu erwarten. Ein derartiger Unfall entspricht für die beteiligten Personen immerhin einem Sturz aus vier Metern Höhe. Dass der Airbag bei derartig niedrigen Geschwindigkeiten nicht zwingend ausgelöst wird, macht die Situation noch prekärer.

Gerade die Unfälle bei niedriger Geschwindigkeit und „gurtlos“ sind nicht zu unterschätzen. Ein eigentlich harmloser Unfall verursacht schwerste Verletzungen. Die Knie der Beteiligten würden ohne Gurt ins Armaturenbrett rammen. Die Brust schlägt auf das Lenkrad, der Kopf stößt gegen die Scheibe.

Der ADAC fordert, dass Gurtwarner flächendeckend eingesetzt werden müssen. In der Typgenehmigung der Fahrzeuge sind die Warner immer noch nicht verpflichtend vorgeschrieben. Sie sollten außerdem auf allen Plätzen im Auto verbaut sein. Ferner müssen bessere Gurte (mit Straffer und Kraftbegrenzer) auch auf der Rückbank eingebaut sein. Um die Zahl der Toten und Schwerverletzten zu reduzieren, muss durch Crashtests und andere Verbraucherschutzkampagnen eine noch höhere Anschnallrate (derzeit 98 Prozent) erreicht werden.

Wer als Fahrer oder Beifahrer nicht angeschnallt ist, riskiert übrigens ein Verwarngeld von 30 Euro. Der Fahrer eines Autos sollte auch im Eigeninteresse darauf achten, dass alle Insassen des Autos angeschnallt sind. Schließlich kann ein unangeschnallter Heckpassagier für den Fahrer zur tödlichen Gefahr werden, da er bei einem Crash unkontrolliert auf den Fahrzeuglenker prallt. 



Quelle: www.adac.de



15. November 2012

Löschung der Punkte bei Reform richtig


Die Pkw-Maut ist vorerst vom Tisch – die Punktereform kommt im Jahr 2014. Während bei der von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer angestoßenen Punktereform noch Details zu klären sind, hat der CSU-Politiker bei der Diskussion um die Einführung einer Pkw-Maut für Klarheit gesorgt und der Straßengebühr für diese Legislaturperiode eine Absage erteilt. 

Damit übernimmt Ramsauer eine Position des ADAC, der sich immer wieder klar gegen eine solche Zwangsabgabe für alle deutschen Haushalte ausgesprochen hat. Eine Straßennutzungsgebühr käme einer Steuererhöhung für die finanziell ohnehin stark belasteten Autofahrer gleich.

ADAC Präsident Peter Meyer: „Es bleibt zu wünschen, dass notorische Mautbefürworter wie Bayerns Ministerpräsident Seehofer der Einsicht des Bundesverkehrministers folgen. Anstatt neue Sondersteuern bei den Autofahrern einzutreiben, sollte die Politik die vorhandenen Mittel gezielt einsetzen, um die Straßeninfrastruktur voran zu bringen".

Kommen wird hingegen eine Punktereform zum 1. Februar 2014. Ab diesem Zeitpunkt sollen Punkte für Delikte gelöscht werden, die nicht verkehrssicherheitsrelevant sind. Im Flensburger Register sollen nach den Plänen des Verkehrsministeriums künftig nur noch solche Delikte erfasst werden, die unmittelbar die Verkehrssicherheit gefährden. Verstöße gegen die Umweltzone, Sonntagsfahrverbote oder Fahrtenbuchauflagen ziehen dementsprechend keine Punkte mehr nach sich.

Dieser sinnvolle Schritt lichtet das Punktekonto vieler Verkehrssünder. Was an Eintragungen stehen bleibt, wird entsprechend einer Umrechnungstabelle auf die neue Punktesystematik umgestellt. Der ADAC steht diesem Vorhaben positiv gegenüber, da die Punktereform das Hauptaugenmerk noch stärker auf Verstöße gegen die Verkehrssicherheit richtet.



Quelle: www.adac.de



Reifenwechsel - Was richtig lagert, hält länger

Mit dem jetzt anstehenden Wechsel von Sommer- auf Winterreifen stellt sich die Frage nach der richtigen Einlagerung der Sommerpneus. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt:  
 
  • Vor dem Abmontieren sollten die Reifen mit Kreide gekennzeichnet werden ("VR" für "vorn rechts", "HL" für "hinten links"). Dieses Vorgehen erleichtert die Montage nach dem Winter.    
  • Reifen und Felgen auf Beschädigungen prüfen. Zeigen sich an der Reifenflanke Beulen oder tiefe Risse, deutet dies auf Beschädigungen der Karkasse hin. Der betreffende Reifen sollte dann sofort ausgetauscht werden.    
  • Den Reifendruck vor dem Einlagern um 0,5 bar erhöhen. Denn: Die Reifen verlieren den Winter über Luft. Werden sie im Frühling wieder "aktiviert", haben sie ausreichend Druck, um bis zur Tankstelle zu kommen und den Reifendruck dann aktuell zu prüfen.    
  • Der Gesetzgeber fordert eine generelle Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter, empfohlen wird für Sommerreifen eine Profiltiefe von drei Millimetern. Das Herstellungsdatum verbirgt sich in der DOT-Nummer auf der Reifenflanke. Spätestens im Alter von zehn Jahren sollte ein Reifen ersetzt werden.    
  • Reifen auf Felgen sollten übereinander liegend gestapelt oder einzeln an speziellen Wandhaken aufgehängt werden. Reifen ohne Felgen müssen senkrecht, auf einem trockenen, nicht mit Öl oder Benzin verschmutzten Boden stehen. Außerdem sollten sie alle paar Wochen um ein Viertel des Umfangs gedreht werden. Reifen mögen es kühl, trocken und dunkel. Keinesfalls sollte man die Reifen als Puffer an der Garagenrückwand "missbrauchen".    
  • Falls für das Auto neue Winterreifen nötig sind, gibt der ADAC Winterreifentest dem Verbraucher einen guten Überblick über aktuelle Reifenmodelle. Mehr Informationen dazu unter: www.adac.de.   

Wer seine Reifen nicht eigenständig wechseln möchte, der sollte sich an einen Fachbetrieb wenden. Dort können die Pneus den Winter über auch gegen eine Gebühr eingelagert werden.



Quelle: www.adac.de


13. November 2012

Jedes vierte Parkhaus durchgefallen


Parkhäuser in deutschen Städten lassen häufig zu wünschen übrig: Oftmals sind sie zu eng, zu dunkel oder zu teuer. Das hat der aktuelle ADAC Test von 40 Parkhäusern in zehn Städten ergeben. Keiner der Kandidaten konnte die Note „sehr gut“ erreichen. Insgesamt vergaben die ADAC Tester elf Mal die Wertung „gut“. Für 19 Testobjekte reichte es nur zu einem „ausreichend“, acht mussten mit „mangelhaft“ benotet werden, für zwei blieb nur ein „sehr mangelhaft“. Den Autofahrern macht dabei vor allem die unzureichende Parkplatzbreite in vielen Parkhäusern zu schaffen. Die bisher vorgeschriebene Breite von nur 2,30 Meter reicht laut ADAC längst nicht mehr aus. Um den immer breiter werdenden Autos Rechnung zu tragen, fordert der Club eine Anpassung der Garagenverordnungen der Länder auf eine Mindestbreite der Parkplätze von 2,50 Meter.

Der Testsieger mit der Note „gut“ kommt aus Potsdam. Das Parkhaus Luisenplatz/Sanssouci besticht durch Übersichtlichkeit und Helligkeit. Aber auch die gute Beschilderung und die schräg angeordneten, breiten Parkplätze zeichnen das Haus aus. Ganz anders beim Verlierer in Mannheim: Das Parkhaus N6 (neues Parkhaus) kommt nicht über ein „sehr mangelhaft“ hinaus. Vor allem die extrem schmalen Parkplätze mit teilweise nur 2,17 Meter Breite schlugen als K.O.-Kriterium negativ zu Buche. Doch das ist nicht das einzige Manko: Die Einfahrt zu eng, Rampen und Fahrbahn zu schmal, die Parkplätze mit vielen Pfeilern garniert und obendrein schlecht beleuchtet, ohne Parkplätze für Eltern mit Kindern und mit nur einem Parkplatz für Behinderte. Ein Lichtblick: Das benachbarte Parkhaus N6 (altes Parkhaus) desselben Betreibers wird derzeit saniert und Mitte Dezember wiedereröffnet.

Die häufigsten Mängel waren fehlende Sonderstellplätze für Eltern mit Kindern, zu wenige und nicht barrierefrei angebundene Parkplätze für Behinderte, abgenutzte Markierungen und nicht vorhandene Fußwege. Bei weiteren drei Parkhäusern griff wegen einer zu geringen Einfahrtshöhe von weniger als 1,90 Metern das K.O.-Kriterium, das heißt, die Häuser wurden abgewertet. Besonders ärgerlich: Nicht einmal in relativ neuen, modernen Parkhäusern war man vor Mängeln sicher. Umgekehrt präsentierten sich ältere, aber sanierte Häuser durchaus benutzerfreundlich. Auf dem Prüfstand waren Testobjekte in Bonn, Braunschweig, Chemnitz, Darmstadt, Duisburg, Kiel, Mainz, Mannheim, Potsdam und Regensburg. Untersucht wurde nach den Kriterien Sicherheit, Befahrbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Tarif. 

Quelle: www.adac.de

10. November 2012

Campingfahrzeuge winterfest machen

Für viele Camper ist die Urlaubssaison 2012 vorbei. Jetzt wird es Zeit, Wohnwagen und Wohnmobil ohne Stress auf den „Winterschlaf“ vorzubereiten. Wer die  folgenden ADAC Tipps beachtet, bleibt vor unschönen Überraschungen im Frühjahr verschont:
  • Lackschäden jetzt noch ausbessern sowie den Unterboden auf Schäden kontrollieren, rostgefährdete Stellen behandeln. Gummi- und Türdichtungen mit Siliconspray behandeln. Gelenke vom Bremsgestänge sowie Scharniere der Kurbelstützen fetten.
  • Vorzelt kontrollieren und nur im getrockneten und sauberen Zustand lagern. Polster trocken lagern und alle Schränke und Staufächer leeren.
  • Türen und Klappen öffnen, damit die Luft zirkulieren kann.
  • Wassersystem reinigen. Zum Ablösen von besonders hartnäckigen Algen- und Bakterienbelägen gibt es besondere Reinigungsmittel im Fachhandel. Danach Wasserbehälter, Wasserleitungen sowie Pumpen, Filter und Warmwasserboiler entleeren, auch Frischwassertank und Fäkalientank der Campingtoilette.
  • Anhängerkupplung abdecken, Gasflasche schließen, vom Versorgungsnetz trennen und Schutzkappe aufsetzen.
  • Caravan und Wohnmobil nach Möglichkeit im trockenen Raum abstellen. Wenn dies nicht machbar ist, im Freien auf einem geeigneten Stellplatz und Abdeckplanen so auflegen, dass die Belüftungsöffnungen nicht verdeckt werden.
  • Caravan so hoch aufbocken, dass die Räder völlig entlastet sind und sich frei drehen können. Sollte das nicht möglich sein, sollte durch Herunterkurbeln der Stützen die Reifen entlastet und der Luftdruck um 0,5 bar über den Normaldruck erhöht werden.

Bei Wohnmobilen müssen einige Punkte zusätzlich beachtet werden: Der Kühlerfrostschutz (bis -30°) muss überprüft und die Batterien abgeklemmt werden. Um Korrosionsschäden zu vermeiden, muss der Treibstofftank voll bleiben. Auch ein Wohnmobil sollte so hochgebockt werden, damit die Räder völlig entlastet sind und sich frei drehen können. Ansonsten sollte das Fahrzeug mit eingelegtem Gang gegen Wegrollen gesichert sein. Die Handbremse bleibt gelöst, damit sie nicht einfriert.

Der ADAC rät, notwendige Reparaturen an Wohnwagen oder Wohnmobil jetzt durchführen zu lassen. Im Herbst sind die Werkstätten in der Regel nicht so ausgelastet wie im Frühjahr.



9. November 2012

Tipp: Fahren bei Nebel


Nebel oder plötzlich auftretende Nebelbänke können zu gefährlichen Situationen auf den Straßen führen. Im vergangenen Jahr kam es zu mehr als 700 nebelbedingten Unfällen. Vor allem auf Landstraßen sollten Autofahrer vorsichtig sein. Gerade die schlechten Sichtverhältnisse sowie nicht angepasste Geschwindigkeit und zu geringer Abstand zum Vordermann sind die Hauptgründe für Unfälle im Nebel. Der ADAC gibt Tipps, wie man jetzt sicher durch den Herbst kommt.
  • Autofahrer sollten sich auf plötzliche Sichtbehinderungen einstellen, auch tagsüber mit Abblendlicht fahren und stets bremsbereit sein.
  • Ausreichend Abstand halten! Als Regel gilt: Mindestabstand ist gleich Geschwindigkeit. Wer zu dicht auffährt, kann sein Auto nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen, wenn der Vordermann plötzlich bremst.
  • Immer am rechten Fahrbahnrand und den seitlichen Leitpfosten orientieren. Sie sind auf Autobahnen und Landstraßen in einem Abstand von 50 Metern aufgestellt.
  • Geschwindigkeit reduzieren! Die StVO schreibt vor: Sieht man weniger als 50 Meter (Abstand zwischen den Pfosten am Fahrbahnrand), darf man nicht schneller als 50 km/h fahren. Bei noch dichterem Nebel heißt es „Fuß vom Gas“, auch wenn damit nur noch Tempo 30 oder weniger gefahren werden kann.
  • Bei Sichtweiten unter 50 Meter die Nebelschlussleuchte aktivieren. Haben sich die Sichtverhältnisse wieder gebessert, muss sie ausgeschaltet werden, um den Nachfolgeverkehr nicht unnötig zu blenden.
  • Nebelfahrten sind anstrengend. Wenn die Augen durch das Starren in die Nebelwand zu brennen beginnen, sollte eine Pause eingelegt werden. Besondere Vorsicht ist dabei auf Parkplätzen geboten, da Fußgänger erst im letzten Moment zu erkennen sind.
  • Während der Pausen falls notwendig Scheinwerfer und Leuchten abwischen, um Schmutz und Feuchtigkeit zu beseitigen. Auch bei der Fahrt regelmäßig die Scheibenwischer anschalten.

Bei Nebelfahrten ist laut ADAC höchste Aufmerksamkeit geboten. Alles, was den Fahrer ablenken kann, sollte man bei der Fahrt durch die graue Suppe unterlassen.

 Quelle: www.adac.de