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16. November 2012
Überwachungssystem an der Wurzel: Wie die Pflanze "gute" und "schlechte" Bakterien erkennt
Weitere Informationen:
http://mbg.au.dk/en/news-and-events/news-item/artikel/planter-genkender-sygdomsfremkaldende-og-nyttige-mikroorganismer/
9. November 2012
Majoran – Eine Pflanze mit Heilkraft
Allgemeines
Majoran soll ursprünglich aus
Asien kommen. Er wird heute aber in ganz Europa angebaut. Man unterscheidet
Gartenmajoran, Kretischen Majoran und Wilden Majoran oder Oregano. Die Herkunft
des Namens wird vermutlich vom altfranzösischen Wort „mariol“ abgeleitet und
spielt auf die Blütenknollen an, die wie kleine Marionetten aussehen. Die
Pflanze wird in der Blüte geerntet, da sie dann den höchsten Gehalt an
Aromastoffen hat. Der Duft bleibt in gut verschlossenen Gefäßen über mehrere
Jahre erhalten.
Inhaltsstoffe und
Wirkung
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| Foto: Wirths PR |
Über die tatsächlichen Heilwirkungen
ist man sich allerdings noch nicht einig. Vieles beruht auf Überlieferungen,
schon in der Antike rankte viel Mythos um das aromatische Kraut. Und obwohl
Majoran sowohl ätherisches Öl, als auch andere sekundäre Pflanzenstoffe
enthält, spielt er arzneilich heute kaum mehr eine Rolle. Das gilt auch für
Salben aus Majoran. Die alten Griechen versuchten damit, den natürlichen Farbglanz
des Haares und der Augenbrauen zu erhalten. Die Salbe sollte außerdem bei
nervösen Leiden, Magenbeschwerden und Blähungen Abhilfe schaffen. Bei
Säuglingen und Kleinkindern wurde sie als Schnupfensalbe, sowie bei
Verrenkungen und Wunden eingesetzt. In der Antike wurde Majoran auch dem Wein
beigegeben, um Liebeskräfte zu wecken.
Verwendungsformen und
Darreichung
Als Teeaufguss verwendet man
Majoran bei Nervenkrankheiten, Erkältungen, Verdauungsbeschwerden mit Blähungen
und Krämpfen, Heuschnupfen und auch bei Mundschleimhautentzündungen.
Nebenwirkungen sind bei richtiger Dosierung keine bekannt. Überdosierung und zu
langer Gebrauch können allerdings zu Kopfschmerzen und Benommenheit führen.
Sonstiges
Wesentlich mehr Freunde hat
Majoran in der Küche. Dem Geschmack nach ähnelt er dem Thymian, ist aber süßer
und aromatischer. Er macht Fleisch schmackhafter und passt hervorragend in
Eintöpfe, Suppen, Salate und zu gekochtem Gemüse (Bohnen und Kohl werden
bekömmlicher). Geben Sie ihn erst gegen Ende der Kochzeit dazu, so behält er
sein gutes Aroma.
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Andorn – die Heilpflanze mit Wirkung
Allgemeines
Älteste archäologische Nachweise
in Mitteleuropa deuten darauf hin, dass uns der Gewöhnliche Andorn schon seit
der Jungsteinzeit (4000 v. Chr.) begleitet. Diese schon früh kultivierte
Pflanze wächst gerne an Wegrändern und Hofplätzen und ist gerade im
Mittelmeergebiet weit verbreitet. Doch auch in Nordeuropa, Nord- und
Südamerika, sowie Australien kann man ihn mittlerweile finden. Die dicht filzig
behaarte Staude wird zwischen 30 und 60 cm hoch und besitzt eiförmige Blätter
mit gekerbt-gesägtem Rand. Der Gewöhnliche Andorn hat kleine, weiße Blüten, die
von Mai bis August zu sehen sind.
Inhaltsstoffe und
Wirkung
Gerade in der Volksmedizin wird Andorn gerne eingesetzt. Die
in ihm enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe regen die Ausscheidung von
Körperflüssigkeiten an. Damit wirkt er im Bereich der Atemwege ausgesprochen schleimlösend
und fördert das Abhusten. Im Verdauungsbereich hilft er bei dyspeptischen Beschwerden (Blähungen und
Völlegefühl). Dies wird durch erhöhte Bildung von Galle und Schleimabsonderung
im Darm erreicht.
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Foto: Schoenenberger / Wirths PR
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Verwendungsformen und Darreichung
Der aus frischem Andornkraut gewonnene Presssaft ist in Apotheken
und Reformhäusern erhältlich. Mit diesem kann man sich die heilkräftige Wirkung
gut und einfach zunutze machen. Aus getrockneten Blättern und den oberen
Stängelteilen der Pflanze kann auch Tee gewonnen werden.
Sonstiges
Gewöhnlicher Andorn hat im Volksmund eine Vielzahl von
Namen: Weißer Andorn, Weißer Dorant, Gotteshilfe, Gottvergessen, Helfkraut,
Berghopfen, Mariennessel, Marobelkraut, Mutterkraut, Siegminzenkraut und Weißleuchtkraut.
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Baldrian - die Wunderwurzel
Allgemeines
Baldrian gehört zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt.
Schon Hippokrates, der Urvater der Medizin, schwor auf die Heilkräfte dieser
„Wunderwurzel“, auch Plinius und Hildegard von Bingen hoben die vielfältigen
medizinischen Einsatzmöglichkeiten des Baldrians hervor. Auch heute noch ist die
Pflanze fester Bestandteil der Naturheilkunde. Baldrian findet man auf feuchten
Wiesen und in Fluss- und Bachniederungen in ganz Europa. Heilkraft besitzen
allein die Wurzelstöcke und die Wurzeln des unscheinbaren, fiederblättrigen
Gewächses. Die Wurzeln werden üblicherweise im September ausgegraben und
verarbeitet.
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Baldrian ist ein ideales Beruhigungsmittel.
Foto: Wirths PR / Schoenenberger |
Inhaltsstoffe und
Wirkung
Baldrian ist der Beruhiger schlechthin. Sein besonderer Wert
liegt in seiner beruhigenden Wirkung auf unser Nervensystem, ohne dabei zu betäuben
oder die Leistungsfähigkeit herabzusetzen. Auf einen Nenner gebracht: Baldrian
bringt Ausgeglichenheit am Tag und Entspannung in der Nacht. Man spricht dabei
von einer besänftigenden und beruhigenden Wirkung, die selbst in
Stresszuständen zu neuer Energie führen kann.
Verwendung und
Darreichung
Als natürliche Einschlafhilfe bei nervös bedingten
Einschlafstörungen ist Baldrian das Mittel der Wahl. Vor allem „Kopfarbeiter“
tun sich häufig schwer, abends abzuschalten. Folge: Sie wälzen sich im Bett hin
und her, Einschlafen Fehlanzeige. Der Saft aus frischen Baldrianwurzeln (z. B.
von Schoenenberger, in Apotheken und Reformhäusern) hilft beim abendlichen und
nächtlichen Entspannen.
Dabei wirkt er keinesfalls sedativ, wie viele chemische
Schlafmittel, wodurch der natürliche Schlafrhythmus erhalten bleibt. Das ist
wichtig für einen gesunden und regenerierenden Schlaf. Deshalb ist Baldrian
auch ein unverzichtbarer Bestandteil von arzneilich wirksamen Schlaf- und
Nerventees. Daneben gibt es Baldrian auch in Form von Dragees oder Einschlaftropfen.
Sonstiges
Baldrian ist nicht nur ein ideales Beruhigungsmittel bei
Stress, Nervosität oder Prüfungsangst. Er wirkt sich auch wohltuend und
entspannend auf die Nervenbahnen unser inneren Organe aus und hilft so bei
Magenkrämpfen, Frauenleiden und Beschwerden in den Wechseljahren.
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20. Oktober 2012
Warum werden die Blätter bunt?
Von grün über gelb, ocker, rot bis braun - jetzt ist es in
der Natur richtig bunt, denn der Herbst färbt die Blätter der Bäume. Wie kommt
diese Farbenpracht zustande? Die grüne Farbe der Blätter wird nach Angaben der
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen durch das Zusammenspiel verschiedener
Blattfarbstoffe verursacht. Im Sommer werden die gelben bis rötlichen
Farbstoffe wie Carotine, Xanthophylle und Anthocyane durch das grüne
Chlorophyll überlagert. Im Herbst wird das Chlorophyll in den Blättern
abgebaut, die Bestandteile wandern in die Äste und den Stamm, wo sie
gespeichert werden.
Die gelb-roten Farbstoffe bleiben zurück und geben den
Blättern ihre Farbe. Doch damit nicht genug: In den absterbenden Blättern
werden durch chemische Umwandlungsprozesse verstärkt Anthocyane gebildet, die
den Zellsaft sogar tiefrot färben können. Zusammen mit den noch grünen Blättern
und den vielen Übergängen zwischen gelb und rot bietet sich dem Auge im
herbstlichen Wald ein wahres Feuerwerk an Farben.
Niedrige Nacht- und hohe Tagestemperaturen bei intensiver
Einstrahlung führen zur Farbenpracht, die in Nordamerika und Kanada den Indian
Summer mit der Gelbfärbung der Ahorne und Pappeln einläuten. Kürzere Tage und
geringere Temperaturen führen in den Gehölzen zur Umwandlung von Stärke in
Zucker. Dadurch wird die Frosthärte erhöht. Dieser Prozess wird durch kurze
Trockenperioden verstärkt.
Vor allem die Tageslänge ist als äußerer Faktor für den
Blattfall wichtig. Weitere bedeutsame Auslöser sind Feuchtigkeit und Kälte.
Starke Trockenheit kann den Fall der Blätter um mehrere Wochen vorverlegen.
Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen www.lwk.nrw.de
19. Oktober 2012
Lindenallee ist Allee des Jahres 2012
Zum "Tag der Allee" am 20. Oktober hat der Bund
für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die "Allee des Jahres
2012" gekürt. Wie im vergangenen Jahr hat eine Allee aus Brandenburg das
Rennen gemacht. Fotos der hundertjährigen Lindenallee zwischen Densow und
Annenwalde bei Templin in der Uckermark überzeugten die Jury vor allem aufgrund
der außergewöhnlichen Dichte des Blätterdachs. Den zweiten Platz belegte eine
Allee aus Fürth, den dritten Platz ein weiterer „Grüner Tunnel“ auf Rügen.
Andreas Faensen-Thiebes, Mitglied im Bundesvorstand des
BUND: „Die Lindenallee in Densow ist ein grüner Tunnel wie aus dem Bilderbuch.
Seit die hundertjährige Allee 2006 gegen alle Widerstände asphaltiert wurde und
ihr der Status der denkmalgeschützten Pflasterstraße abhanden kam, haben
Alleenschützer sie besonders im Blick“. Der Titel des Gewinnerbildes
"Alleen machen Autos zu Zwergen" symbolisiere die eindrucksvolle
Schönheit alter Alleen genauso wie ihre Funktion als Schadstofffilter und
landschaftsprägende Elemente.
Deutschlandweit gebe es zirka 20000 Kilometer Alleen. Leider
seien viele von ihnen bedroht. Gefährdet seien sie vor allem durch den
Straßenausbau und die industrielle Landwirtschaft, durch rigorose
Schnittmaßnahmen und den Einsatz von Tausalzen im Winter. Für einen besseren
Alleenschutz sei ein Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde in engen
Alleenabschnitten notwendig, sagte Faensen-Thiebes. Dies brächte mehr
Verkehrssicherheit als das jährliche Fällen tausender Alleenbäume. Außerdem
müsse der Lkw-Verkehr in gefährdeten Alleen reduziert und im Winter Splitt oder
Kies statt Tausalz verwendet werden.
Silke Bartolomäus, Leiterin des BUND-Alleenprojektes: „Bei
unserem Einsatz für den Erhalt alter Alleen erfahren wir Unterstützung von
Hunderten ehrenamtlichen `Alleen-Paten`. Sie haben ein Auge auf `ihre` Alleen
und sorgen dafür, dass nicht noch mehr der eindrucksvollen grünen Tunnel über
Nacht aus dem Landschaftsbild verschwinden.“
Mehr zum Thema Alleen unter: www.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/alleenschutz/allee_des_jahres_2012/
Quelle: www.bund.net
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