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14. Dezember 2012

„Mutter, wann stirbst du endlich?“

Martina Rosenberg, Autorin des im Blanvalet Verlag
 erschienenen Buches "Mutter, wann stirbst Du endlich?" Foto: hr/Blanvalet Verlag/Privat

Martina Rosenberg versuchte alles richtig zu machen. Sie wollte ihre demente Mutter nicht ins Heim abschieben. Zugleich wollte sie eine gute Mutter und Ehefrau sein und ihren Beruf nicht aufgeben. Am Ende brach dieser Berg von guten Vorsätzen zusammen.

 Ihr Buch „Mutter, wann stirbst du endlich?", das jetzt erscheint, ist der erschütternde Bericht einer Frau, die an der Pflege ihrer Angehörigen beinahe zerbrochen wäre. Martina Rosenberg will mit ihrem Buch eine Diskussion über Altenpflege in Deutschland in Gang bringen. Sie fühlte sich allein gelassen im Dschungel der Pflegegesetzpara-grafen und zerrieben in der Bürokratie von Krankenkassen, Ärzten und Pflegediensten. Am 1. Januar 2013 tritt das neue Pflegegesetz in Kraft, und Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr rief 2013 zum Jahr für die Demenzkranken aus. Für Claus Fussek, Deutschlands wohl berühmtesten Kritiker der Zustände in Altenheimen und in der häuslichen Pflege, ist das nicht genug. „Verzweiflung“ sei eines der am häufigsten gebrauchten Worte bei der Pflege alter Menschen …

„ttt – titel, thesen, temperamente“ hat mit Martina Rosenberg über ihr Buch gesprochen und Claus Fussek zu seiner Forderung nach einer längst überfälligen großen Debatte über das Thema Altenpflege befragt. „ttt“ kommt am Sonntag, 16. Dezember, vom Hessischen Rundfunk (hr) und ist um 23.05 Uhr im Ersten zu sehen; es moderiert Dieter Moor.

Außerdem bei „ttt“:
- „Er war ein Hanswurst!“ – Warum Hannah Arendt im Massenmörder Adolf Eichmann die „Banalität des Bösen“ entdeckte
- Nimm zwei! – Der Fotograf Martin Schoeller zeigt, warum uns Zwillinge so faszinieren
- Sieben Jahre Schweigen – Warum der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil als Kind nicht gesprochen hat
- Die wahre Geschichte … – Warum der Weihnachtsmann auch ein Chinese ist

31. Oktober 2012

Was tun, wenn jemand stirbt

Wenn eine vertraute Person stirbt, gesellt sich zum Schmerz über den Verlust für die Hinterbliebenen die Last organisatorischer Aufgaben hinzu: Verwandte, Freunde und Bekannte müssen informiert, Formalitäten erledigt sowie Trauerfeier und Bestattung arrangiert werden. Viele Menschen fühlen sich in dieser seelischen Ausnahmesituation überfordert. Oft wissen Betroffene nicht, dass die meisten Aufgaben an ein Bestattungsunternehmen delegiert werden können.

Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Was tun, wenn jemand stirbt“ beantwortet die wichtigsten Fragen:

- Wer muss benachrichtigt werden?
- Welche Formen der Bestattung gibt es?
- Welche Fristen sind zu beachten?
- Was kosten Grabstelle und Bestattungsunternehmen?

Außerdem enthält das Buch Tipps, wie man sich vor unseriösen oder überteuerten Bestattungsunternehmen schützen kann. Eine umfassende Checkliste zu den erforderlichen Unterlagen im Todesfall und ein Adressverzeichnis wichtiger Einrichtungen und Organisationen runden die Publikation ab.

Den Ratgeber „Was tun, wenn jemand stirbt“ gibt es für 9,90 Euro im Infozentrum der Verbraucherzentrale Hamburg an der Kirchenallee 22 (Montag bis Freitag, 10-18 Uhr). Zuzüglich 2,50 Euro für Porto und Versand kann man das Buch auch online unter www.vzhh.de oder per Telefon 040-24832-104 bestellen.