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20. März 2013
Gentechnisch veränderte Baumwolle: Manche Schädlinge profitieren vom Anbau
Einige Schädlinge wie Blattläuse können sich auf gentechnisch veränderter Baumwolle besser vermehren als auf konventionellen Pflanzen. Das lassen die Ergebnisse einer Studie des Schweizerischen Nationalfonds SNF vermuten, für die Versuche im Gewächshaus und im Freiland durchgeführt wurden. Gentechnisch veränderte Baumwolle wächst inzwischen weltweit auf über 80 Prozent der Felder. Bt-Baumwolle enthält ein Gen des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis (Bt). Dadurch bildet sie einen Wirkstoff, der für bestimmte Schmetterlingsraupen, die zu den wichtigsten Schädlingen im Baumwollanbau gehören, giftig ist. Wenn die Landwirte Bt-Baumwolle anpflanzen, müssen sie deutlich weniger Pflanzenschutzmittel verwenden.
Baumwollpflanzen verfügen von Natur aus über ein raffiniertes Verteidigungssystem gegen Schädlinge. Wenn die Blätter von Schmetterlingsraupen befallen sind, werden bestimmte Abwehrsubstanzen, die Terpenoide, gebildet. Diese Stoffe vertreiben nicht nur die Raupen, sondern auch andere pflanzenfressende Insekten wie Wanzen und Blattläuse.
In ihren Versuchen konnten die Schweizer Forscher zeigen, dass das Bt-Eiweiß die Schmetterlingsraupen abtötet, bevor dieses Verteidigungssystem in Gang kommt. Dadurch sind die gentechnisch veränderten Pflanzen anfälliger für einen Befall mit Nichtzielorganismen wie Blattläuse, die für das Gift unempfindlich sind. In den Experimenten konnten sich Blattläuse (Aphis gossypii) auf gentechnisch veränderter Baumwolle besser vermehren als auf konventionellen Pflanzen, die zuvor - ausgelöst durch einen Befall mit Schmetterlingsraupen - Terpenoide gebildet hatten. Dieser Effekt zeigte sich vor allem unter geschützten Bedingungen im Gewächshaus, war aber auch auf dem Feld nachweisbar. Vermutlich wird die Blattlauspopulation im Freiland von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst, erklären die Forscher.
Auf dem Baumwollfeld werden Blattläuse in der Regel durch ihre natürlichen Feinde dezimiert, sodass keine großen landwirtschaftlichen Schäden zu befürchten sind. Wanzen hingegen bereiten Baumwollbauern in vielen Anbauregionen große Probleme. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob auch diese und andere pflanzenfressenden Insekten vom Anbau der Bt-Baumwolle profitieren.
Heike Kreutz, www.aid.de
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25. November 2012
BUND will mehr Bürgerbeteiligung
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| Prof. Dr. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender. Foto: Julia Puder / BU |
Bei ihrer Jahreshauptversammlung im hessischen Bad Hersfeld
haben die rund 130 Delegierten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) eine frühzeitige und ergebnisoffene Beteiligung von Bürgerinnen und
Bürgern an allen Bau- und Planungsvorhaben gefordert. Dabei müssten Transparenz
und die gleichberechtigte Prüfung von Alternativen gewährleistet sein.
Die Delegierten aus allen Bundesländern forderten, das
Erneuerbare-Energien-Gesetz zu erhalten und den schnellen naturverträglichen
Ausbau regenerativer Energien fortzusetzen. Ausnahmeregelungen für
energieintensive Industrien bei der EEG-Umlage und den Netzentgelten seien zu
streichen.
„Damit die Energiewende zum Erfolg wird, müssen die
Bundesregierung und insbesondere Bundesumweltminister Peter Altmaier die
Vorteile, die eine zukunftsorientierte Energiepolitik mit sich bringt,
deutlicher herausstellen“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in Bad
Hersfeld. „Der Abschied von der risikoreichen Atomenergie muss bis 2015
abgeschlossen sein und zu einem europäischen Atomausstieg werden. Voraussetzung
für eine erfolgreiche Energiewende ist auch die Verabschiedung eines
Energiespargesetzes, das den Energieverbrauch in Deutschland um jährlich zwei
Prozent verringert“, sagte Weiger.
18. November 2012
Mehr Geld für den Schutz der biologischen Vielfalt
15. November 2012
Zuflucht für Meeresschildkröten
Mosambik hat jetzt Afrikas größtes
Küstenschutzgebiet ausgewiesen. Das so gennannte Primeiras e
Segundas-Archipel umfasst zehn von Korallen umsäumte Inseln und
erstreckt sich über eine Fläche von mehr als einer Million Hektar. „Die
Einrichtung des Schutzgebietes krönt die Naturschutzbemühungen der
vergangenen Jahre. Der WWF kämpft seit acht Jahren gegen Überfischung
und unkontrollierten Tourismus in der Region. Höchste Zeit, dass die
Weichen in Richtung Nachhaltigkeit gestellt werden“, freut sich Brit
Reichelt-Zolho, Afrikareferentin des WWF Deutschland. Es sei ermutigend,
dass sich sowohl die lokale Bevölkerung als auch die Zentralregierung
für den Schutz des Gebietes eingesetzt haben.
In
der sensiblen Ökoregion finden sich die letzten großen Seegraswiesen
Afrikas sowie extensive Mangrovenwälder, die Nahrungsgrundlage für
Dugongs (Seekühe) und die Kinderstube für zahlreiche auch ökonomisch
wichtige Fische und Schalentiere. Die Inseln des Archipels sind
Nistplätze geschützter Meeresschildkröten und seltener Vogelarten. Auch
der Quastenflosser, ein Fisch, der schon lange vor den Dinosauriern die
Meere des Planeten bevölkerte, ist hier noch immer zuhause. Jährlich
ziehen Wale und Delphine auf ihrer Wanderroute durch das Archipel.
Das
Primeiras e Segundas-Archipel schließt wertvolle Küstenlandschaften
ein, die Teil des Ökosystems sind. Neben seinen Naturschätzen ist das
Gebiet von großer wirtschaftlicher Bedeutung – insbesondere der
Fischereisektor spielt eine wichtige Rolle. Zahlreiche Arten stehen
aufgrund der Intensivierung der Fischerei inzwischen am Rand der
Ausrottung. „Hier geht es darum, die Entwicklung der Region in
nachhaltige Bahnen zu lenken“, zeichnet der WWF die bevorstehenden
Aufgaben vor.
6. November 2012
Klimawandel und Küstenschutz
Anfang November startet die Leuphana Universität Lüneburg in
Zusammenarbeit mit dem NLWKN zum zweiten Mal eine breit angelegte Umfrage in
der Ems-Dollart-Region zum Thema Küstenschutz. Insgesamt 1000 Haushalte sind
aufgerufen, sich an der zukünftigen Gestaltung des Küstenschutzes in
Ostfriesland unter den Bedingungen des Klimawandels zu beteiligen.
Wissenschaftler sind sich einig: die klimatische Situation
wird sich in Zukunft vielerorts verschärfen. Insbesondere den tief liegenden
Küstengebieten Niedersachsens stehen in diesem Zusammenhang Veränderungen
bevor. Das Schutzniveau im Küstenschutz ist heute so hoch wie nie zuvor. Welche
Herausforderungen der Klimawandel in der Region mit sich bringen wird und wie
der Schutz vor einem steigenden Meeresspiegel und stärkeren Sturmfluten auch
langfristig sicher gestellt werden kann, muss weiter erforscht werden.
Die Wahrnehmung und Meinung der Küstenbevölkerung fließt nun
- bereits zum zweiten Mal - in den wissenschaftlichen Forschungsprozess der
niedersächsischen Klima- und Küstenforschung ein. Verantwortlich dafür ist das
Forschungsprojekt A-KÜST "Veränderliches Küstenklima - Bewertung von
Anpassungsstrategien im Küstenschutz". Projektleiter Andreas Wurpts von
der Forschungsstelle Küste im NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für
Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) betont: „In A-KÜST untersuchen wir
zum einen systematisch die zu erwartenden Klimafolgen in Ostfriesland, zum
anderen die Wahrnehmung und Einstellung der Küstenbevölkerung, um zukünftig die
richtige Entscheidung für die Ausrichtung des Küstenschutzes der Region treffen
zu können." Erste Ergebnisse aus dem 2009 gestarteten Projekts sind
bereits in die Empfehlungen für eine niedersächsische Klimaanpassungsstrategie
eingeflossen.
Die Umfrage im Detail
Die Telefonumfrage startet am 8. November. Die Fragen, die
sich Meinfried Striegnitz gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen Gesa Lüdecke
und Anke Schmidt überlegt hat, zielen auf drei Themenfelder ab:
1. Verbundenheit der Bevölkerung mit der Küste und dem
Küstenschutz,
2. Langfristige Perspektiven im Küstenschutz,
3. Mögliche Konflikte mit anderen Nutzungsformen.
„Wir interessieren uns dafür, welche Verbindung die Bewohner
zur Küste und zum Küstenschutz der Region haben und was für sie wichtig
ist" sagt Meinfried Striegnitz. „Nur so können die Wünsche und
Anforderungen der hier lebenden Menschen in die zukünftige Planung
einfließen" ergänzt Gesa Lüdecke. Auf diese Weise soll sicher gestellt
werden, dass die Region auch in Zukunft vor Überflutungen geschützt wird und
ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort bleibt.
Wer kann sich an der Umfrage beteiligen? Die anonymisierten
Telefoninterviews werden mit einer Zufallsauswahl aller Haushalte mit
Festnetzanschluss in den Verbandsgebieten der vier Deichachten Krummhörn,
Moormerland, Norden und Rheiderland durchgeführt. Die Interviews werden durch
die ARIS UMFRAGEFORSCHUNG GmbH in Hamburg im Auftrag der Leuphana Universität
Lüneburg geführt und nehmen in etwa 20 Minuten in Anspruch.
Auch die Oberdeichrichter Heiko Albers (Deichacht
Moormerland), Meint Hensmann (Rheider Deichacht), Heinrich Jabben (Deichacht
Norden) und Giesbert Wiltfang (Deichacht Krummhörn) erwarten die Ergebnisse der
Befragung mit Spannung: „Wir sind sehr daran interessiert, wie die Bevölkerung den
Küstenschutz in unseren Verbandsgebieten wahrnimmt. Wir möchten alle Haushalte,
die zufällig ausgewählt werden, dazu ermuntern, an der Befragung
teilzunehmen" sagt Heiko Albers.
Die Auswertung erfolgt an der Leuphana Universität Lüneburg.
Im Frühjahr 2013 werden die ersten Ergebnisse der Auswertung erwartet.
Hintergrund
Den Rahmen für das Projekt A-KÜST liefert das durch das
Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur initiierte
Verbundprojekt „Klimafolgenforschung in Niedersachsen (KLIFF)", das die
Bandbreite der Auswirkungen des globalen Klimawandels auf regionaler Ebene
erforscht. Der Schutz der Bevölkerung in den niedrigen Marschgebieten hat
höchste Priorität für das Land Niedersachsen und muss deshalb frühzeitig auf
diese erhöhten Anforderungen reagieren und an die veränderten klimatischen
Umstände angepasst werden.
Aufgaben von A-KÜST sind die Erarbeitung und systematische
Bewertung von alternativen Strategien im Küstenschutz. Erstmals werden dafür
auch die Verantwortlichen des Küstenschutzes bereits von Anfang an in den
wissenschaftlichen Prozess einbezogen. Welche Maßnahmen sind auf lange Sicht
technisch umsetzbar, finanzierbar und von der Gesellschaft akzeptiert? Bei
diesen Fragen zählt die langjährige Erfahrung der Deichverbände und der
Kommunen. Sie sind eng an der Arbeit des Projekts beteiligt.
Weite Informationen finden sie unter:
Quelle: www.nlwkn.niedersachsen.de
4. November 2012
Deutliches Plus bei Stromerzeugung und Umsätzen
Die Branche der Erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen boomt
weiter. Im vorigen Jahr konnte der Wirtschaftszweig der Zukunftsenergien
ein deutliches Plus bei Umsätzen, Stromerzeugung und bei den
Beschäftigen erzielen. Dies geht aus der jährlichen Erhebung des
Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) im Auftrag
des Umweltministeriums hervor. Bezogen auf die Grundgesamtheit der 3.600
Unternehmen ist ein Umsatzwachstum um knapp fünf Prozent auf etwa 8,7
Milliarden Euro zu verzeichnen, im Jahr 2010 waren es noch 8,3
Milliarden Euro. Bei den Beschäftigten im Anlagen- und Systembau stieg
die Zahl um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 28.200 (2010:
26.500) der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Weltweit steigen die Investitionen in Erneuerbare Energien, zuletzt auf 257 Milliarden Dollar. Wir haben in NRW die Wahl: Wollen wir bei der Gestaltung der Energiezukunft dabei sein oder wollen wir das Wachstum irgendwo anders stattfinden lassen? Die Landesregierung hat sich entschieden: Wir wollen in NRW eine pulsierende und lebendige Zukunftswirtschaft aufbauen. Die Branchenzahlen 2011 zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte Umweltminister Johannes Remmel.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist für den Minister der Schlüssel für die Energiewende. „Die Landesregierung wird daher den schnellstmöglichen Umstieg auf die regenerativen Energien anstreben. Bis 2025 wollen wir mehr als 30 Prozent des Stroms in NRW aus regenerativen Energien gewinnen", betonte Remmel.
Der neue IWR-Report „Zur Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen 2011“ beweist nach Remmels Aussagen: Nordrhein-Westfalen mache Ernst mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und setze so ein Signal für die erfolgreiche Bewältigung der Energiewende. Der Report listet die aktuellen Entwicklungen für die Bereiche Stromerzeugung, Wärmeerzeugung und Treibstoffproduktion im Bereich der Erneuerbaren Energien auf.
Nach Erhebungen des IWR ist der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Nordrhein-Westfalen 2011 um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2010 gestiegen. Die größten Zuwachsraten bei der Stromproduktion erzielten die Photovoltaik mit 81,7 Prozent und die Windenergie mit 31 Prozent. Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung in NRW ist von 3,93 Milliarden Kilowattstunden (KWh) 2010 auf 5,15 Milliarden Kilowattstunden in 2011 gestiegen.
Während auch der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung um rund sechs Prozent auf jetzt 11,1 Milliarden KWh in 2011 gestiegen ist, so ist bei der Treibstoffproduktion ein Rückgang von ca. sieben Prozent auf rund 350.000 Tonnen Biodiesel, zu verzeichnen. „Mit dem konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien leisten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz: 17,6 Millionen Tonnen CO2 konnten wir 2010 in NRW einsparen“, so Minister Remmel.
„Der IWR-Report zeigt auch, dass die Energie inzwischen ein großes Thema für die Forschung ist. Hier stehen vor allem Speichertechnik und Systemintegration im Fokus“, sagte Johannes Remmel. In Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 56 Studiengänge bekannt, die Kenntnisse rund um die Themen der Erneuerbaren Energien vermitteln. 2010 waren es noch 38 Studiengänge.
Die Studie finden Sie unter: www.umwelt.nrw.de
„Weltweit steigen die Investitionen in Erneuerbare Energien, zuletzt auf 257 Milliarden Dollar. Wir haben in NRW die Wahl: Wollen wir bei der Gestaltung der Energiezukunft dabei sein oder wollen wir das Wachstum irgendwo anders stattfinden lassen? Die Landesregierung hat sich entschieden: Wir wollen in NRW eine pulsierende und lebendige Zukunftswirtschaft aufbauen. Die Branchenzahlen 2011 zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte Umweltminister Johannes Remmel.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist für den Minister der Schlüssel für die Energiewende. „Die Landesregierung wird daher den schnellstmöglichen Umstieg auf die regenerativen Energien anstreben. Bis 2025 wollen wir mehr als 30 Prozent des Stroms in NRW aus regenerativen Energien gewinnen", betonte Remmel.
Der neue IWR-Report „Zur Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen 2011“ beweist nach Remmels Aussagen: Nordrhein-Westfalen mache Ernst mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und setze so ein Signal für die erfolgreiche Bewältigung der Energiewende. Der Report listet die aktuellen Entwicklungen für die Bereiche Stromerzeugung, Wärmeerzeugung und Treibstoffproduktion im Bereich der Erneuerbaren Energien auf.
Nach Erhebungen des IWR ist der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Nordrhein-Westfalen 2011 um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2010 gestiegen. Die größten Zuwachsraten bei der Stromproduktion erzielten die Photovoltaik mit 81,7 Prozent und die Windenergie mit 31 Prozent. Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung in NRW ist von 3,93 Milliarden Kilowattstunden (KWh) 2010 auf 5,15 Milliarden Kilowattstunden in 2011 gestiegen.
Während auch der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung um rund sechs Prozent auf jetzt 11,1 Milliarden KWh in 2011 gestiegen ist, so ist bei der Treibstoffproduktion ein Rückgang von ca. sieben Prozent auf rund 350.000 Tonnen Biodiesel, zu verzeichnen. „Mit dem konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien leisten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz: 17,6 Millionen Tonnen CO2 konnten wir 2010 in NRW einsparen“, so Minister Remmel.
„Der IWR-Report zeigt auch, dass die Energie inzwischen ein großes Thema für die Forschung ist. Hier stehen vor allem Speichertechnik und Systemintegration im Fokus“, sagte Johannes Remmel. In Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 56 Studiengänge bekannt, die Kenntnisse rund um die Themen der Erneuerbaren Energien vermitteln. 2010 waren es noch 38 Studiengänge.
Die Studie finden Sie unter: www.umwelt.nrw.de
Quelle: www.nrw.de
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Lärm macht Menschen krank
Der Verkehr ist der stärkste Lärmverursacher in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens, das zeigen die neuen Lärmkarten, die das Umweltministerium jetzt veröffentlicht hat. Es sind vor allem Autos, Flugzeuge und der Bahnverkehr, die manche Menschen krank machen. „Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sind zu stark mit Lärm belastet, das zeigen die neuen Lärmkarten. Lärm hat einen ernsthaften Einfluss auf die Gesundheit der Menschen.
“ Die neuen Lärmkarten zeigen gegenüber den Karten aus dem Jahr 2007 deutlich mehr Lärmquellen. Erfasst sind die Lärmquellen entlang der mehr als 8000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen, 85 Kilometer nicht-bundeseigene Schienenwege sowie die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn. Weitere Karten der großen Städte werden in Kürze ergänzt.
„Wir müssen Menschen vor allem in den Städten besser schützen. Die Lärmaktionspläne der Städte und Gemeinden sind ein erster wichtiger Schritt, um die Situation zu verbessern. Flächendeckend werden wir aber nur Erfolge erzielen, wenn die technischen Potenziale genutzt werden: Fahrzeuge und Flugzeuge müssen zukünftig leiser sein. Hier muss die Europäische Kommission ihre Vorschriften überarbeiten“, sagte Remmel. Das komplett überarbeitete Internetportal www.umgebungslaerm.nrw.de informiert jetzt noch einfacher über die Quellen und Folgen von Lärm. Die Lärmkarten sind leicht bedienbar, Lärmquellen werden einzeln dargestellt und über die Zoomfunktion können Anwohner leicht sehen, wie hoch der Lärmpegel an ihrem Wohnort ist.
Das Landesumweltamt NRW hat die Lärmkarten der Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen aus dem Verkehrsaufkommen, den Fahrgeschwindigkeiten und den Straßenoberflächen berechnet. Dabei wurden das Gelände, die Gebäude und die Schallschutzwände und -wälle berücksichtigt. Daten wie z.B. die Schallschutzwände, die nicht in den Landesdatenbanken verfügbar waren, wurden durch Befahrung erhoben, die Kommunen haben die Daten der Modelle mit ihren Ortskenntnissen abgeglichen.
Das Portal www.umgebungslaerm.nrw.de stellt neben den Karten alle Informationen zur Lärmkartierung und Aktionsplanung zur Verfügung. Die Lärmbelastung ist auch im zentralen Umweltportal des Landes www.uvo.nrw.de zu sehen. Hier können zusätzlich noch weitere Umweltdaten wie Luft- oder Wasserqualität abgerufen werden.
Quelle: www.nrw.de
3. November 2012
NRW hat großes Potenzial bei der Windenergie
Nordrhein-Westfalen hat großes Potenzial bei der Windenergie. Dies geht
aus der ersten Potenzialstudie über den Einsatz der Erneuerbaren
Energien in NRW hervor, die jetzt in Düsseldorf von Umweltminister Johannes Remmel vorgestellt wurde. „NRW ist nicht nur das Land von Kohle und Stahl. NRW ist auch das Land der Zukunftsenergien“, sagte Minister Remmel. „In dem wir für NRW
systematisch Sonne, Wind, Biogas und Wasser als Energiequelle
erschließen, schaffen wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zum
Klimaschutz und zum Gelingen der Energiewende, sondern auch ökonomische
Versorgungssicherheit für unser Land und wichtige Wachstumsimpulse für
unsere heimische Wirtschaft. Die Landesregierung wird daher ihre
ambitionierte Politik zum Ausbau der Zukunftsenergien fortsetzen“,
betonte Remmel. „Unsere Potenzialstudie zur Windenergie zeigt, dass wir
unsere Ausbauziele erreichen können.“
Die Landesregierung hat sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, schnellstmöglich auf die Erneuerbaren Energien umzusteigen und damit die Energiewende auch in NRW erfolgreich umzusetzen. Dabei kommt der Windenergie eine zentrale Rolle zu. Remmel: „Bis 2020 wollen wir 15 Prozent des Stroms in NRW mit Hilfe von Windenergie produzieren, bis 2025 rund 30 Prozent aus Erneuerbaren Energien insgesamt. Die Potenzialstudie zeigt, dass diese Ziele auch machbar sind.“ Um das Ausbau-Ziel für 2020 für Wind zu erreichen, ist eine Nettostromproduktion von 20,7 Terawattstunden pro Jahr (TWh/a) notwendig. Das Ziel für 2025 setzt 28 TWh/a aus Windenergie voraus. Nach Berechnungen der Landesumweltamtes (LANUV), das die landesweite Potenzial-Studie erstellt hat, gibt es in NRW unter den möglichen Rahmenbedingungen ein machbares Wind-Potenzial für eine Nettostromproduktion von bis zu 71 TWh/a.
Zum Vergleich:
Mit 20,7 TWh/a können fünf Millionen Haushalte (durchschnittlicher Verbrauch 4.000 kW/h) und mit 28 TWh/a sieben Millionen Haushalte versorgt werden. Dieses Potenzial der Windenergie liegt in der Größenordnung der Stromproduktion von zwei Atomkraftwerken (2020) beziehungsweise drei Atomkraftwerken in 2025.
Mit dem machbaren Potenzial von insgesamt 71 TWh/a steht partiell also mehr als das Doppelte dessen zur Verfügung, was von den privaten Haushalten in NRW aktuell verbraucht wird.
„Wir werden das machbare Potenzial zwar nicht vollständig heben können, aber es zeigt, welches enorme Wachstum im Energieland Nummer 1 bei der Windenergie noch möglich ist“, so Remmel. Derzeit produzieren in Nordrhein-Westfalen rund 2.900 Windenergieanlagen über 5 TWh/a. Das sind knapp vier Prozent Windanteil am Stromverbrauch in NRW. „Das ist eindeutig zu wenig und zeigt noch die Bremsspur der Vorgängerregierung aus CDU und FDP, die die Windenergie in NRW über eine Legislaturperiode bekämpft und blockiert hat“, kritisierte Remmel.
Die Studie zu den Potenzialen der Windenergie liefert zwei wesentliche Bausteine zum weiteren Ausbau der Windenergie in NRW. Zum einen wurden alle relevanten Grundlagendaten für die Planung und Ausweisung von Windenergieflächen zusammengestellt.
Diese werden zusammen mit der Potenzialstudie in das neue Fachinformationssystem „Energieatlas NRW“ eingestellt und sind damit zunächst den Behörden und dann der gesamten Öffentlichkeit zugänglich. Herzstück dieses Informationssystems sind flächendeckende Informationen zum Windfeld und damit zu den möglichen Erträgen für Windenergieanlagen für Höhen von 100 m bis 150 Metern.
Damit liegen nunmehr Flächen- und Ertragspotenziale für ganz NRW, auf den Ebenen der Planungsregionen, der Kreise und der Gemeinden vor. Mit diesen Ergebnissen können die Planungsträger die Studie unter Berücksichtigung lokaler Aspekte und Daten nutzen, um konkret Flächen für Windenergie auszuweisen. „Die Städte, Gemeinden, Kreise und Regionalplanungsbehörden bekommen damit ein bundesweit einmaliges Instrumentarium an die Hand, das ihnen hilft, zu einer zukünftigen Energieversorgung beizutragen“, so Remmel weiter. Zudem wurden im Juli 2011 mit dem neuen Windenergie-Erlass die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen.
„Mit dem Energieatlas NRW werden wir alle Kartengrundlagen und Informationen, die für die Planung von Windenergieanlagen hilfreich sind, via Internet zur Verfügung stellen. Dazu zählt der aktuelle Anlagenbestand und die Windverhältnisse in 100, 125, 135 und 150 Metern Höhe – alles auf der Basis hoch aufgelöster Karten“, sagte Dr. Heinrich Bottermann, Präsident des Landesumweltamtes (LANUV). „Mit diesem Material ist jede Stadt und jede Gemeinde in der Lage, die für sich geeigneten Flächen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien zu finden. Alle gesellschaftlichen Gruppen werden das Fachinformationssystem nutzen können – auch das ist einmalig in Deutschland.“
Auf Ebene der Planungsregionen hat sich durch die Studie gezeigt, dass mit nahezu einem Drittel des gesamten Potenzials außerhalb des Waldes die meisten Potenzialflächen im Regierungsbezirk Köln liegen. Zieht man die Potenzialflächen im Wald allerdings hinzu, liegen die größten Potenziale für die Windenergie in der Planungsregion Arnsberg. Hier könnte sich das Potenzial durch die Inanspruchnahme des Waldes verdreifachen.
Minister Remmel sieht in dem Ausbau der Zukunftsenergien auch einen starken Wachstumsmotor für die heimische Wirtschaft. „Weltweit steigen die Investitionen in Erneuerbare Energien und erreichen inzwischen dreistellige Milliarden-Beträge. Wir müssen uns aber entscheiden: Wollen wir dabei sein oder wollen wir das Wachstum irgendwo anders stattfinden lassen?“ Die Landesregierung habe bewusst eine Entscheidung für die Zukunftsenergien getroffen: „Unter der jetzigen Landesregierung gibt es grünes Licht für grünen Strom. Wir wollen eine pulsierende und lebendige Zukunftswirtschaft aufbauen, in dem wir den Ausbau der regenerativen Energien beschleunigen. Denn nur hierdurch kann NRW zu einem Gewinner der Energiewende werden.“
Durch die ambitionierten Ausbau-Ziele könne sich NRW als Standort des Maschinen- und Anlagenbaus behaupten sowie mit dem Betrieb und Service Zukunftsarbeitsplätze sichern und neu schaffen, fügte der Minister hinzu. In Nordrhein-Westfalen arbeiten nach Schätzung des Bundesverbands WindEnergie über 10.000 Menschen im Windenergie-Anlagenbau. Hier ist vor allem die Zulieferindustrie vertreten: 60 Prozent der deutschen Windenergiezulieferer haben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Zudem ist die Windenergie ein Exportschlager. Die NRW-Windenergiebranche hat eine Exportquote von rund 60 Prozent. Das größte Bundesland weist weltweit die höchste Standortdichte von Getriebe-Herstellern für Windenergieanlagen auf. Remmel: „Das ist Energiewende – made in NRW.“
Quelle: www.nrw.de
Die Landesregierung hat sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, schnellstmöglich auf die Erneuerbaren Energien umzusteigen und damit die Energiewende auch in NRW erfolgreich umzusetzen. Dabei kommt der Windenergie eine zentrale Rolle zu. Remmel: „Bis 2020 wollen wir 15 Prozent des Stroms in NRW mit Hilfe von Windenergie produzieren, bis 2025 rund 30 Prozent aus Erneuerbaren Energien insgesamt. Die Potenzialstudie zeigt, dass diese Ziele auch machbar sind.“ Um das Ausbau-Ziel für 2020 für Wind zu erreichen, ist eine Nettostromproduktion von 20,7 Terawattstunden pro Jahr (TWh/a) notwendig. Das Ziel für 2025 setzt 28 TWh/a aus Windenergie voraus. Nach Berechnungen der Landesumweltamtes (LANUV), das die landesweite Potenzial-Studie erstellt hat, gibt es in NRW unter den möglichen Rahmenbedingungen ein machbares Wind-Potenzial für eine Nettostromproduktion von bis zu 71 TWh/a.
Zum Vergleich:
Mit 20,7 TWh/a können fünf Millionen Haushalte (durchschnittlicher Verbrauch 4.000 kW/h) und mit 28 TWh/a sieben Millionen Haushalte versorgt werden. Dieses Potenzial der Windenergie liegt in der Größenordnung der Stromproduktion von zwei Atomkraftwerken (2020) beziehungsweise drei Atomkraftwerken in 2025.
Mit dem machbaren Potenzial von insgesamt 71 TWh/a steht partiell also mehr als das Doppelte dessen zur Verfügung, was von den privaten Haushalten in NRW aktuell verbraucht wird.
„Wir werden das machbare Potenzial zwar nicht vollständig heben können, aber es zeigt, welches enorme Wachstum im Energieland Nummer 1 bei der Windenergie noch möglich ist“, so Remmel. Derzeit produzieren in Nordrhein-Westfalen rund 2.900 Windenergieanlagen über 5 TWh/a. Das sind knapp vier Prozent Windanteil am Stromverbrauch in NRW. „Das ist eindeutig zu wenig und zeigt noch die Bremsspur der Vorgängerregierung aus CDU und FDP, die die Windenergie in NRW über eine Legislaturperiode bekämpft und blockiert hat“, kritisierte Remmel.
Die Studie zu den Potenzialen der Windenergie liefert zwei wesentliche Bausteine zum weiteren Ausbau der Windenergie in NRW. Zum einen wurden alle relevanten Grundlagendaten für die Planung und Ausweisung von Windenergieflächen zusammengestellt.
Diese werden zusammen mit der Potenzialstudie in das neue Fachinformationssystem „Energieatlas NRW“ eingestellt und sind damit zunächst den Behörden und dann der gesamten Öffentlichkeit zugänglich. Herzstück dieses Informationssystems sind flächendeckende Informationen zum Windfeld und damit zu den möglichen Erträgen für Windenergieanlagen für Höhen von 100 m bis 150 Metern.
Damit liegen nunmehr Flächen- und Ertragspotenziale für ganz NRW, auf den Ebenen der Planungsregionen, der Kreise und der Gemeinden vor. Mit diesen Ergebnissen können die Planungsträger die Studie unter Berücksichtigung lokaler Aspekte und Daten nutzen, um konkret Flächen für Windenergie auszuweisen. „Die Städte, Gemeinden, Kreise und Regionalplanungsbehörden bekommen damit ein bundesweit einmaliges Instrumentarium an die Hand, das ihnen hilft, zu einer zukünftigen Energieversorgung beizutragen“, so Remmel weiter. Zudem wurden im Juli 2011 mit dem neuen Windenergie-Erlass die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen.
„Mit dem Energieatlas NRW werden wir alle Kartengrundlagen und Informationen, die für die Planung von Windenergieanlagen hilfreich sind, via Internet zur Verfügung stellen. Dazu zählt der aktuelle Anlagenbestand und die Windverhältnisse in 100, 125, 135 und 150 Metern Höhe – alles auf der Basis hoch aufgelöster Karten“, sagte Dr. Heinrich Bottermann, Präsident des Landesumweltamtes (LANUV). „Mit diesem Material ist jede Stadt und jede Gemeinde in der Lage, die für sich geeigneten Flächen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien zu finden. Alle gesellschaftlichen Gruppen werden das Fachinformationssystem nutzen können – auch das ist einmalig in Deutschland.“
Auf Ebene der Planungsregionen hat sich durch die Studie gezeigt, dass mit nahezu einem Drittel des gesamten Potenzials außerhalb des Waldes die meisten Potenzialflächen im Regierungsbezirk Köln liegen. Zieht man die Potenzialflächen im Wald allerdings hinzu, liegen die größten Potenziale für die Windenergie in der Planungsregion Arnsberg. Hier könnte sich das Potenzial durch die Inanspruchnahme des Waldes verdreifachen.
Minister Remmel sieht in dem Ausbau der Zukunftsenergien auch einen starken Wachstumsmotor für die heimische Wirtschaft. „Weltweit steigen die Investitionen in Erneuerbare Energien und erreichen inzwischen dreistellige Milliarden-Beträge. Wir müssen uns aber entscheiden: Wollen wir dabei sein oder wollen wir das Wachstum irgendwo anders stattfinden lassen?“ Die Landesregierung habe bewusst eine Entscheidung für die Zukunftsenergien getroffen: „Unter der jetzigen Landesregierung gibt es grünes Licht für grünen Strom. Wir wollen eine pulsierende und lebendige Zukunftswirtschaft aufbauen, in dem wir den Ausbau der regenerativen Energien beschleunigen. Denn nur hierdurch kann NRW zu einem Gewinner der Energiewende werden.“
Durch die ambitionierten Ausbau-Ziele könne sich NRW als Standort des Maschinen- und Anlagenbaus behaupten sowie mit dem Betrieb und Service Zukunftsarbeitsplätze sichern und neu schaffen, fügte der Minister hinzu. In Nordrhein-Westfalen arbeiten nach Schätzung des Bundesverbands WindEnergie über 10.000 Menschen im Windenergie-Anlagenbau. Hier ist vor allem die Zulieferindustrie vertreten: 60 Prozent der deutschen Windenergiezulieferer haben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Zudem ist die Windenergie ein Exportschlager. Die NRW-Windenergiebranche hat eine Exportquote von rund 60 Prozent. Das größte Bundesland weist weltweit die höchste Standortdichte von Getriebe-Herstellern für Windenergieanlagen auf. Remmel: „Das ist Energiewende – made in NRW.“
Quelle: www.nrw.de
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30. Oktober 2012
"Sandy" setzt New York unter Wasser
Natur-Katastrophe: Der Hurrikan "Sandy" sorgt mit
Regen und Überschwemmungen an der US-Ostküste der USA für das befürchtete
Chaos. Der schwere Wirbelsturm traf in der Nacht mit Windgeschwindigkeiten von
bis zu 130 Stundenkilometern in New Jersey auf Land und setzte Teile von New
York unter Wasser, darunter auch U-Bahn-Tunnel. Mindestens 26 Menschen kamen
ums Leben, Millionen Haushalte waren ohne Strom.
Wasser in Deutschland
Zahlen und Fakten
Deutschland lebt im Paradies - zumindest wenn es um das
Wasserangebot geht. Rund 188 Milliarden Kubikmeter stehen den Bundesbürgern
theoretisch pro Jahr zur Verfügung. Doch nur 17 Prozent davon werden
tatsächlich benötigt und genutzt; der Rest ist Reserve.
Den mit Abstand größten Anteil davon, immerhin 84 Prozent,
verbrauchen Industrie und Bergbau in Deutschland. Vor allem Kraftwerke
benötigen riesige Mengen, die vor allem zur Kühlung bei der Strom- und
Wärmeerzeugung genutzt werden. Dieses Wasser geht aber nicht verloren, da es
fast ausschließlich aus Oberflächengewässern stammt und nach der Nutzung zu
großen Teilen wieder eingeleitet wird.
Während die Landwirtschaft in vielen anderen Ländern zu den
größten Wasserverbrauchern gehört, benötigen deutsche Betriebe nur knapp ein
Prozent des Gesamtwasserverbrauchs. Das haben wir vor allem dem feuchten Klima
zu verdanken. Die meisten anderen Staaten der Erde liegen dagegen in eher
trockenen Gebieten, in denen häufig ohne Bewässerung kein Anbau möglich ist.
Deshalb liegt z. B. europaweit der Anteil der Landwirtschaft am nationalen
Wasserverbrauch bei durchschnittlich 35 Prozent, weltweit sogar bei 70 Prozent.
Auch der Bedarf der privaten Haushalte ist in Deutschland
vergleichsweise gering. Nur 3 Prozent des genutzten Wassers geht an
Verbraucher, zu denen man auch kommunale Einrichtungen und kleine
Gewerbebetriebe zählt. Zudem sinkt der private Verbrauch kontinuierlich. Heute
verbraucht jeder Bundesbürger ca. 122 Liter Wasser pro Tag, 17 Prozent weniger
als 1990. Zum Vergleich: In den USA liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei über 250
Litern am Tag.
In Deutschland wurde diese Entwicklung möglich durch
wassersparende Armaturen und Haushaltsgeräte, aber auch durch einen
umweltbewussteren Umgang mit Wasser. Zum Baden und Duschen werden im Schnitt 44
Liter pro Tag benötigt, die Toilettenspülung schlägt mit 33 Litern pro Tag zu
Buche. Nur fünf Liter nutzen wir täglich fürs Essen und Trinken. Obwohl die
deutschen Wasserpreise im globalen Vergleich zu den höchsten zählen, ist
Trinkwasser bei uns mit weniger als zwei Euro pro Kubikmeter nach wie vor ein
besonders günstiges Lebensmittel.
Jürgen Beckhoff, www.aid.de
Weitere Informationen:
aid-Heft „Wasser - Trinkwasser, Natürliches Mineralwasser,
Quell- und Tafelwasser“, Bestell-Nr. 61-1598, 4,00 EUR, http://www.aid-medienshop.de
Quelle: www.aid.de
22. Oktober 2012
Klimafreundlich einkaufen - In der Stadt einfacher als auf dem Land
Wer in einer Stadt mit einer guten Infrastruktur lebt, kann
leichter klimafreundlich Lebensmittel einkaufen. So lautet ein Fazit einer
Studie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Die Wissenschaftler hatten den
"Endverbraucher-Kohlendioxid-Fußabdruck" (Consumer Carbon Footprint,
CCF) bestimmt, der dem Anteil der Endverbraucher an der Klimabilanz von
Prozessketten im Lebensmittelbereich entspricht. Der Fokus lag auf den Emissionen,
die auf dem Weg zur Einkaufsstätte entstehen.
Offenbar haben die Einkaufswege eine erhebliche Klimarelevanz. Die Forscher werteten statistische Daten zu Einkaufsmengen, Einkaufsstrecken und Kraftstoffverbrauch aus und bestimmten einen CCF-Wert von 280 Gramm Kohlendioxid pro Kilogramm Einkauf. Das ist deutlich höher als bisher angenommen, denn frühere Berechnungen ließen einen Wert von 107 beziehungsweise 140 Gramm pro Kilogramm Einkauf vermuten. Über 80 Prozent der Endverbraucher nutzen das Auto für den Einkauf und legen dabei durchschnittlich 2.600 Kilometer pro Jahr zurück. Jedes Jahr sind das über 200 Einkaufswege, bei denen im Schnitt je zehn Kilogramm Lebensmittel besorgt werden.
Zusätzlich wurden rund 400 Endverbraucher in vier Supermärkten interviewt. Sie machten unter anderem Angaben zur Wahl des Transportmittels, zu technischen Daten des Autos und zu Entfernungen zur Einkaufsstätte. Das Ergebnis: Der "Fußabdruck" ist individuell und regional sehr unterschiedlich und maßgeblich vom Verkehrsmittel abhängt. Für die Universitätsstadt Gießen ergab sich ein CCF-Wert von nur 124 Gramm pro Kilogramm Einkauf, da nur 46 Prozent die Einkaufswege mit dem PKW zurücklegen. Vor allem Studenten nutzen häufig das Fahrrad, das Semesterticket oder gehen zu Fuß zum Supermarkt. Auf dem Land müssen die Menschen größere Einkaufsstrecken zurücklegen und haben daher höhere Kohlendioxidemissionen. Weitere Studien mit repräsentativen Stichproben und über längere Zeiträume sind jedoch notwendig, um die Ergebnisse zu untermauern.
Wer klimafreundlich einkaufen möchte, sollte seine Einkäufe bewusst planen, raten die Gießener Forscher. Lassen Sie das Auto zuhause stehen und nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad. Auf dem Land ist das häufig nicht möglich. Dann sollten die Einkaufsstrecken im Idealfall kurz und die Einkaufsmengen hoch sein. Auch Vorratseinkäufe auf dem Hin- oder Rückweg zur Arbeit sind im Hinblick auf die Klimabilanz positiv zu bewerten.
Heike Kreutz, www.aid.de
Quelle: www.aid.de
20. Oktober 2012
Auf den Autobahnen droht der Kollaps
Volle Autobahnen, kilometerlange Staus und vergeudete Zeit –
schon heute bekommen die Autofahrer in Deutschland tagtäglich die Folgen der
verfehlten Verkehrsinfrastrukturpolitik zu spüren. Aussicht auf Besserung
besteht nicht – im Gegenteil. Wie eine jetzt in Berlin veröffentlichte Studie
des ADAC zeigt, werden bis zum Jahr 2025 die überlasteten Autobahnabschnitte
angesichts immer größerer Verkehrsmengen auf insgesamt 2000 Kilometer
anwachsen. Im Jahr 2010, so die Analyse, betrug die betroffene Netzlänge noch
rund 1600 Kilometer.
Mit der Studie, die Intraplan Consult im Auftrag des ADAC
durchgeführt hat, wollte der Automobilclub herausfinden, wie sich die
Verkehrsqualität im deutschen Autobahnnetz zwischen 2010 und 2025 verändern
wird. Dabei wurde für die Prognose nicht nur die Fertigstellung zahlreicher
Neu- und Ausbauprojekte bis zum Jahr 2025 unterstellt, sondern auch eine
10-prozentige Kapazitätserhöhung für alle Autobahnabschnitte angenommen.
Dramatisch wird sich die Verkehrssituation in den kommenden
Jahren in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen zuspitzen. In Niedersachsen wird
sich die Zahl der überlasteten Autobahnabschnitte sogar mehr als verdoppeln.
Nordrhein-Westfalen, schon heute das Bundesland mit den häufigsten und längsten
Staus, wird auch künftig mit Abstand am stärksten betroffen sein. Von den 1600
Kilometer Autobahn, deren Verkehrsqualität im Analysejahr 2010 mit mangelhaft
oder ungenügend bewertet wurde, entfallen rund 950 Kilometer auf die
einstelligen Autobahnen A 1 bis A 9. Diese Strecken sind deswegen so bedeutsam,
weil auf ihnen ein Großteil des Fernverkehrs abgewickelt wird. Rund zwei
Drittel der Kapazitätsengpässe, die für das Jahr 2025 prognostiziert werden,
befinden sich auf den Autobahnen A 1 bis A 12. Abhilfe kann hier in erster
Linie der sechs- bzw. achtstreifige Ausbau der überlasteten Abschnitte
schaffen.
Vor diesem Hintergrund fordert der ADAC erneut, dringend die
Investitionen in die Fernstraßeninfrastruktur zu erhöhen. „Der Bund muss deutlich
mehr Finanzmittel zur Verfügung stellen und seiner Verantwortung für die
Bundesfernstraßen gerecht werden“, sagt ADAC Vizepräsident für Verkehr Ulrich
Klaus Becker. „Dabei muss ganz gezielt in Projekte mit dem größten
verkehrlichen und gesamtwirtschaftlichen Nutzen investiert werden“, so Becker.
Insgesamt sind mindestens sieben Milliarden Euro pro Jahr notwendig, um den Bau
und den Erhalt der Fernstraßen zu gewährleisten. Im Haushalt 2013 sind
allerdings nicht einmal fünf Milliarden Euro für die Autobahnen eingeplant.
Quelle: www.presse.adac.de
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Wasser weltweit - Verfügbarkeit und Verbrauch
Auf den ersten Blick bietet die Erde Wasser in Hülle und
Fülle, schließlich bedecken Ozeane und Meere über 70 Prozent der Erdoberfläche.
Doch im Vergleich zu diesen riesigen Mengen an ungenießbarem Salzwasser ist der
Anteil von nutzbarem Süßwasser mit nur 2,5 Prozent sehr gering. Hinzu kommt,
dass der allergrößte Teil des Süßwassers in Gletschern, Eis oder als
Bodenwasser mehr oder weniger unzugänglich gebunden ist.
Deshalb haben wir Menschen nur Zugriff auf etwa 0,3 Prozent
der gesamten Süßwasservorräte auf Erden, etwa in Flüssen, Seen und Talsperren.
Das entspricht etwa 213 Kubikkilometern Wasser. Dennoch reicht diese Menge
theoretisch aus, um die Weltbevölkerung zu versorgen. Doch große Unterschiede
bei den saisonalen und jährlichen Niederschlagsmengen führen dazu, dass viele
Regionen regelmäßig unter Wasserknappheit leiden, während andere Gebiete wie z.
B. Deutschland Wasser im Überfluss haben.
In den ohnehin benachteiligten Ländern verschärft sich der
Mangel an Wasser sogar häufig noch. Gründe sind vor allem eine stark wachsende
Bevölkerung, ein höherer Pro-Kopf-Verbrauch und vor allem die zunehmende
Verschmutzung des verfügbaren Trinkwassers. Das führt dazu, dass Menschen in
einigen Entwicklungsländern mit nur fünf Litern Wasser am Tag auskommen müssen.
Zum Vergleich: In Europa liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Kopf
und Tag bei etwa 200 Litern. Berücksichtigt man zusätzlich noch das sogenannte
virtuelle Wasser, das den Verbrauch für die Erzeugung bestimmter Güter und
Lebensmittel berücksichtigt, fällt dieser Vergleich noch drastischer aus.
Danach werden allein für eine Tasse Kaffee 140 Liter Wasser
benötigt, für die Erzeugung von einem Kilogramm Rindfleisch sogar mehrere
Tausend Liter. Zusätzliche Probleme bereitet der Klimawandel. Experten
schätzen, dass Mitte dieses Jahrhunderts etwa zwei Milliarden Menschen in 48
Ländern unter Wasserknappheit leiden werden. Im ungünstigsten Fall könnten
sogar bis zu sieben Milliarden Menschen betroffen sein.
Jürgen Beckhoff, www.aid.de
Weitere Informationen:
aid-Heft "Wasser", Bestell-Nr. 61-1598, Preis:
4,00 Euro, www.aid-medienshop.de
Quelle: www.aid.de
19. Oktober 2012
Lindenallee ist Allee des Jahres 2012
Zum "Tag der Allee" am 20. Oktober hat der Bund
für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die "Allee des Jahres
2012" gekürt. Wie im vergangenen Jahr hat eine Allee aus Brandenburg das
Rennen gemacht. Fotos der hundertjährigen Lindenallee zwischen Densow und
Annenwalde bei Templin in der Uckermark überzeugten die Jury vor allem aufgrund
der außergewöhnlichen Dichte des Blätterdachs. Den zweiten Platz belegte eine
Allee aus Fürth, den dritten Platz ein weiterer „Grüner Tunnel“ auf Rügen.
Andreas Faensen-Thiebes, Mitglied im Bundesvorstand des
BUND: „Die Lindenallee in Densow ist ein grüner Tunnel wie aus dem Bilderbuch.
Seit die hundertjährige Allee 2006 gegen alle Widerstände asphaltiert wurde und
ihr der Status der denkmalgeschützten Pflasterstraße abhanden kam, haben
Alleenschützer sie besonders im Blick“. Der Titel des Gewinnerbildes
"Alleen machen Autos zu Zwergen" symbolisiere die eindrucksvolle
Schönheit alter Alleen genauso wie ihre Funktion als Schadstofffilter und
landschaftsprägende Elemente.
Deutschlandweit gebe es zirka 20000 Kilometer Alleen. Leider
seien viele von ihnen bedroht. Gefährdet seien sie vor allem durch den
Straßenausbau und die industrielle Landwirtschaft, durch rigorose
Schnittmaßnahmen und den Einsatz von Tausalzen im Winter. Für einen besseren
Alleenschutz sei ein Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde in engen
Alleenabschnitten notwendig, sagte Faensen-Thiebes. Dies brächte mehr
Verkehrssicherheit als das jährliche Fällen tausender Alleenbäume. Außerdem
müsse der Lkw-Verkehr in gefährdeten Alleen reduziert und im Winter Splitt oder
Kies statt Tausalz verwendet werden.
Silke Bartolomäus, Leiterin des BUND-Alleenprojektes: „Bei
unserem Einsatz für den Erhalt alter Alleen erfahren wir Unterstützung von
Hunderten ehrenamtlichen `Alleen-Paten`. Sie haben ein Auge auf `ihre` Alleen
und sorgen dafür, dass nicht noch mehr der eindrucksvollen grünen Tunnel über
Nacht aus dem Landschaftsbild verschwinden.“
Mehr zum Thema Alleen unter: www.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/alleenschutz/allee_des_jahres_2012/
Quelle: www.bund.net
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16. Oktober 2012
Elektroschrott richtig entsorgen
Elektro-Schrott muss fachgerecht entsorgt werden. Darauf
weist der Abfallbetrieb des Kreises Viersen hin. Schrotthändler dürfen
Altgeräte wie Kühlschränke, Computer, Waschmaschinen und Kaffeemaschinen nicht
mitnehmen. E-Schrott darf nur noch von den Kommunen eingesammelt oder über die
Hersteller und Händler der Geräte entsorgt werden.
Seit 2006 gibt es die
Pflicht, Altgeräte getrennt zu sammeln und nicht mehr zum Haus- oder Sperrmüll
zu geben. Diese Regelung hat der Gesetzgeber 2012 verschärft.
Hintergrund: Elektroschrott gelangt immer noch auf dubiosen
Wegen in Länder ohne reguläre Verwertungsanlagen. Dort nehmen Menschen, häufig
Kinder, die Geräte unter für Menschen und Umwelt äußerst problematischen
Umständen auseinander. "Giftstoffe gelangen in die Umwelt, und ein
Großteil der wertvollen Bestandteile geht verloren", sagt Reinhard
Wernitz, Betriebsleiter des Abfallbetriebes Kreis Viersen. Aber auch in
Deutschland entfernen nicht autorisierte Sammler illegal z. B. Kompressoren aus
alten Kühlschränken, ohne dass das FCKW aus dem Kühlkreislauf abgesogen wird.
Jedes Mal entsteht ein Schaden für die Umwelt: Rund 130 Gramm des
ozonschädigenden FCKWs gelangen in die Atmosphäre.
Seit 2006 holen die Kommunen Elektrogroßgeräte nach
Anmeldung vor Ort ab. Für Elektrokleingeräte gibt es in jeder Stadt oder
Gemeinde im Kreis Viersen Rückgabestellen. "Informationen über Anmeldung
und Rückgabestellen in der jeweiligen Kommune stehen im örtlichen
Müllkalender", so Wernitz. Zusätzlich können private Haushalte
ausrangierte Elektrogeräte an der Kleinanlieferstelle am Entsorgungsstandort in
Süchteln, Hindenburgstraße 160, abgeben. Im Gewerbegebiet Münchheide in Willich,
Hanns-Martin-Schleyer-Straße 1, sowie Am Selder 9 in Kempen bieten die
Wertstoffhöfe zusätzliche Abgabemöglichkeiten für Groß- und Kleingeräte für
ihre Bürger.
"Die Entsorgung von
E-Schrott ist für den Bürger kostenlos", sagt Wernitz. Für Haushalte und
Gewerbebetriebe gibt es Auskunft beim Abfallbetrieb des Kreises Viersen,
Telefon 02162/391212.
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12. Oktober 2012
Goldener Herbst Saison für die Jäger
Während der ersten, sonnigen Herbsttage zog es bereits viele
Spaziergänger und Sportler in die bunten Wälder. Der Herbst ist auch die Saison
für Treib- und Drückjagden in Feld und Wald. Deshalb bittet der Märkische
Kreis, in dieser Jahreszeit unbedingt die Hinweisschilder zu beachten. Da
während der Jagden die Waldwege nicht gesperrt sind, wird besondere Rücksicht
darauf genommen, niemanden zu gefährden. Es ist ratsam die Wege nicht zu
verlassen und möglichst eine andere Route zu wählen.
Während der Jagd werden die Hunde nicht an der Leine
geführt, sodass es zu Begegnungen mit nicht angeleinten Vierbeinern kommen
kann. Waldspaziergänge oder Wanderungen sollten nach Möglichkeit so geplant
werden, dass ausreichend Tageslicht vorhanden ist. Neben der Sturzgefahr, muss
bedacht werden, dass die Jäger in der Dunkelheit nicht mehr mit
Erholungssuchenden im Wald rechnen. Ansitzjagden finden nämlich auch während
der Nachtzeit statt.
Um allen Interessens gerecht zu werden und eine gemeinsame
Nutzung der Natur zu ermöglichen, ist gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich.
Auch die Autofahrer sollten jetzt besonders vorsichtig fahren. Vor allem in der
Dämmerung ist mit Wildwechseln zu rechnen.
Quelle:: www.maerkischer-kreis.de
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