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27. Oktober 2012

Motorrad - Tipps für den Winterschlaf



Motorradfahrer müssen im kommenden Frühjahr mit unangenehmen Überraschungen rechnen, wenn sie ihr Bike nicht ordentlich überwintern lassen.

Rost, Frostschäden, platte Reifen und leere Batterien –  oft machen die Krafträder nach der kalten Jahreszeit keine gute Figur mehr. Nicht nur der Fahrspaß wird durch Standschäden gemindert, sondern auch der Wert des Fahrzeuges. Um Schäden vorzubeugen, hat der ADAC einige Tipps zusammengestellt, wie Motorräder jetzt richtig gepflegt und konserviert in den Winterschlaf geschickt werden können. Trotzdem sind vorrangig die Hinweise des Herstellers in der Bedienungsanleitung zu beachten.

Reinigung und Pflege: Vor einem längeren Abstellen sollte das Fahrzeug gründlich gereinigt werden. Dazu einen Schwamm oder Lappen benutzen, da Hochdruckreiniger empfindliche Teile, wie Steckverbindungen oder Lager beschädigen könnten. Damit auf den Oberflächen keine Rückstände von Reinigern nachwirken, mit klarem Wasser abspülen und gründlich abtrocknen. Spezielle für Rahmen und Verkleidung entwickelte Pflegemittel erhalten die Oberflächen optimal bis zum nächsten Frühjahr. Empfohlen wird, die Mittel sparsam und dünn aufzutragen. Blanke Stellen können mit einem ölgetränkten Lappen behandelt werden. (Bremsscheiben ausgenommen)

Batteriepflege: Wenn das Motorrad kühl und trocken abgestellt wird, reicht es, die eingebaute Batterie mit einem Erhaltungsladegerät zu überwintern. Dadurch bleiben alle Einstellungen des Bordcomputers erhalten. Andernfalls die ausgebaute Batterie trocken und frostsicher lagern und regelmäßig sowie vor dem Wiedereinbau komplett aufladen. Nur geeignete Ladegeräte verwenden.

Reifen: Druckstellen an Reifen verhindern einen reibungslosen Start im nächsten Jahr. Damit das nicht passiert, den Druck um 0,5 bar erhöhen, die Maschine oder zumindest die Räder so unterbauen, dass keine Standplatten an den Reifen entstehen können.

Volltanken: Um Korrosionsschäden im Tank zu vermeiden, ist es wichtig, dass dieser komplett mit E5-Kraftstoff befüllt ist, bevor das Motorrad eingemottet wird. So wird vermieden, dass Wasser im inneren kondensiert. Besitzer von Vergasermaschinen sollten den Benzinhahn auf der letzten Fahrt schließen, bevor der Motor abgestellt wird. So kann das Fahrzeug laufen, bis der Vergaser leer ist. Alternativ kann die Schwimmkammer mittels Ablassschraube entleert werden. Das Benzin muss bei diesem Vorgang aufgefangen und anschließend in den Tank zurückgegossen werden.


Quelle: www.adac.de



5. Oktober 2012

Sicher Fahren in Europa


Jeder weiß es: Junge Autofahrer und Zweiradfahrer sind am meisten gefährdet im Straßenverkehr. Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen macht nur knapp zehn Prozent der Bevölkerung aus, verursacht aber mehr als ein Viertel aller Unfälle mit tödlichem Ausgang. Um dieses Risiko zu verkleinern und die Verkehrssicherheit insgesamt zu verbessern, diskutieren Experten aus ganz Europa auf  Einladung des ADAC und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) innovative Maßnahmen. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Verbesserung des Verkehrsverhaltens bei Fahranfängern.

Interessante Ergebnisse dazu bietet Österreich, wo insbesondere eine um ein Fahrsicherheitstraining erweiterte Fahrausbildung das Unfallrisiko junger Fahranfänger erheblich vermindert hat. Der ADAC sieht daher in der Optimierung der Fahrausbildung ein geeignetes Instrumentarium zur Verringerung der hohen Unfallzahlen. Insbesondere muss der Tendenz zur Selbstüberschätzung nach Erhalt der Fahrerlaubnis begegnet werden.

„Die Verkehrssicherheit bleibt sowohl national als auch im europäischen Maßstab eine zentrale Herausforderung. Beachtliche Erfolge konnten bis heute erreicht werden. Dennoch sind zur Senkung der Zahl der Verkehrstoten weitere Anstrengungen nötig, vor allem die Verbesserung der Ausbildung der jungen Verkehrsteilnehmer“, betont Ulrich Klaus Becker, ADAC Vizepräsident für Verkehr.

Auch der technische Fortschritt leistet seinen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Untersuchungen zu Antiblockiersystem(ABS)-Modellen bei Motorrädern beispielsweise beweisen, dass bei Kombination mit intelligenter Sensorik dieser Bremsassistent Leben retten kann. Der Club tritt deshalb vehement für eine serienmäßige ABS-Ausstattung bei Motorrädern ein.

Fahrerassistenzsysteme bergen sowohl Nutzen als auch Probleme, Notbremssysteme bei Pkw jedoch tragen eindeutig zur Reduzierung von Unfällen bei, wie der ADAC in seinem Test- und Technikzentrum festgestellt hat.


Quelle: www.adac.de