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29. November 2012

Ein Gott, der plötzlich auf der Bildfläche erschien

Die Neuschöpfung des Kultes für den griechisch-ägyptischen Gott Serapis ist ein spannendes Phänomen der antiken Götterwelt. Seine Herkunft ist höchstumstritten, in den frühen Sagen der Ägypter und Griechen taucht er nicht auf. Was wollte König Ptolemaios I. mit der Einführung des Serapis als Stadtgott in Alexandria bewirken?

19. November 2012

Faszinierende Welt der Fossilien


Das Skelett von Plateosaurus aus Frick
ausgestellt im Sauriermuseum Frick im Kanton Aargau (Schweiz).
(c) Foto: Georg Oleschinski/Uni Bonn


200 Jahre Forschungstradition

Einen Einblick in die faszinierende Welt der Fossilien gibt der Festband „Paläontologie“, der anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Paläontologischen Gesellschaft erscheint. Unter den maßgeblichen Herausgebern sind renommierte Wissenschaftler der Universität Bonn. 72 Autoren verschiedener Institutionen schöpfen aus mehr als 200 Jahren Forschungstradition und bieten zugleich ein lebendiges Bild aktueller paläontologischer Forschung.

Prof. Dr. Otto Jaekel (1863-1929) rief im Mai 1912 zur Gründung der Paläontologischen Gesellschaft auf. Der Initiative des Gelehrten der Universität Greifswald folgten 130 Personen aus dem In- und Ausland, darunter auch zwei Frauen. Prof. Jaekel kämpfte um die Anerkennung der Paläontologie als eigenständige Wissenschaftsdisziplin.

Linker Unterkieferast von Haldanodon exspectatus:
Die abgeschliffenen Zähne zeigen, dass das Tier wie ein Maulwurf
unterirdisch auf Beutefang ging. (c) Foto: Georg Oleschinski/Uni Bonn
Mit Erfolg: In den vergangenen 100 Jahren hat sich die Paläontologie zu einer modernen Naturwissenschaft entwickelt, die mit neuesten Methoden - etwa der Mikro-Computertomographie und dreidimensionalen Bildanalysen - zu einem Erkenntnisschub geführt hat. Als moderne Naturwissenschaft im Spannungsfeld zwischen Geo- und Biowissenschaften leistet die Paläontologie heute wichtige Beiträge zur Lösung drängender Probleme wie Klimawandel und Verknappung fossiler Energieträger.

100-jährigen Bestehens der Paläontologischen Gesellschaft

Ihr 100-jähriges Bestehen nimmt die Paläontologische Gesellschaft nun zum Anlass, einen üppig gestalteten Festband herauszugeben. Das Buch wendet sich an alle naturwissenschaftlich Interessierten, die sich für die Schönheit von Fossilien begeistern. In Bild und Text werden jeweils auf einer Doppelseite herausragende Funde vorgestellt, darunter etwa das größte Dinosaurierskelett der Welt, der Brachiosaurus brancai im Lichthof des Museums für Naturkunde in Berlin. In den Beschreibungen stehen neben ausführlichen Informationen zum Exponat auch die Geschichten im Mittelpunkt, die sich hinter dem jeweiligen Fossil verbergen. So beleuchtet Prof. Dr. Thomas Martin, Paläontologe an der Universität Bonn, ein ungewöhnliches Säugetier aus der Jurazeit, das vor 155 Millionen Jahren wie ein Maulwurf lebte, ohne mit den Maulwürfen näher verwandt zu sein – also eine Art fossiles „Déjà-vu“.

Prof. Dr. Wighart von Koenigswald, ebenfalls Paläontologe an der Universität Bonn, beschreibt die Hintergründe zu den Urpferdchen von Messel, die es sogar als Motiv auf eine Briefmarke schafften. Prof. Dr. Martin Sander, Wissenschaftler an der Bonner Alma mater, geht auf eine Detektivgeschichte ein: Der scherzhaft wegen seiner Länge als „schwäbischer Lindwurm“ bezeichnete Plateosaurus engelhardti wurde bei Trossingen auf der schwäbischen Alb gefunden. Die Fossilien lagerten in auffallend ähnlicher Bauchlage. Die Wissenschaftler deuten nach ihrer detektivischen Spurensuche diesen Befund: Die Plateosaurier sind offensichtlich im Schlamm stecken geblieben und dort verendet.

Baltisches Bernstein: Den Baltischen Bernstein und seine Einschlüsse stellen Jonina Strelow und Prof. Dr. Jes Rust von der Universität Bonn vor. Beim Bernstein handelt es sich um ein fossiles Harz, das sich in Sedimente eingebettet unter Luftabschluss verfestigt hat. Die dreidimensionalen und in großer Detailfülle überlieferten Funde geben äußerst ästhetische Einblicke in die Lebewelt vor 40 bis 50 Millionen Jahren. Wie ein modernes Kunstwerk wirkt eine Aufnahme fossiler Pollenkörner, die Prof. Dr. Thomas Litt vom Bonner Steinmann-Institut beschreibt. Der mikroskopische kleine Blütenstaub hat eine widerstandsfähige Außenhülle und überdauert auf dem Grund von Seen und Mooren mühelos Jahrtausende. An ihm lässt sich die Vegetations- und Klimageschichte der Vergangenheit ablesen.
Mücke im Baltischen Bernstein
aufgenommen mit einem konfokalen Laser-Scanning-Mikroskop.
(c) Foto: Jes Rust/Uni Bonn

Museen und Sammlungen

Die vorgestellten Fossilien stammen aus 30 Museen und Sammlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 72 Autoren haben mit ihrem Fachwissen zum Gelingen des Buches beigetragen. Die Bilder bestechen durch eine eigentümliche Ästhetik, darunter etwa Zeugnisse von Millionen Jahre alten Bakterienkulturen.

Publikation: Thomas Martin, Wighart von Koenigswald, Gudrun Radtke, Jes Rust (Herausgeber): Paläontologie – 100 Jahre Paläontologische Gesellschaft, Verlag Dr. Friedrich Pfeil München, 192 Seiten, 134 Abbildungen, 24,90 Euro, ISBN 978-3-89937-152-9





27. Oktober 2012

Geraubte Bücher zurück nach Bautzen


26 überwiegend schmale Bände sind es, die von dem Schicksal der Freimaurerloge "Zur goldenen Mauer" aus Bautzen (Sachsen) künden. 1933 löste sich die Gruppe angesichts der Repressalien durch die Nationalsozialisten selbst auf, die Bibliothek der humanitären Vereinigung wurde über ganz Deutschland verteilt. 26 Bücher kamen in die Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB). Sie wurden gestern (25. Oktober) an Axel Pohlmann, Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, zurückgegeben. Er wird sie am 3. November bei der Neugründung der Bautzener Loge übergeben.

"Der ideelle Wert der Bücher geht aus unserer Sicht weit über die bibliothekarische Bedeutung hinaus", sagte Axel Pohlmann in Münster. Die Freimaurer-Bücher sind die ersten, die die ULB an ihren rechtmäßige Besitzer zurückerstatten kann. Möglich ist das dank der Arbeit von Elke Pophanken, Diplom-Bibliothekarin in der ULB. Seit 2006 arbeitet sie Listen der zwischen 1933 und 1945 an die ULB gelangten Bücher durch, um Raubgut zu finden. Ein erster Anhaltspunkt ist die Frage, von wem ein Buch erworben worden ist. "Wenn die Bücher von der Reichstauschstelle oder anderen staatlichen Einrichtungen geschenkt wurden, liegt der Verdacht sehr nahe, dass sie unrechtmäßig erworben wurden", sagt Pophanken.

Die Freimaurer-Bände mit Titeln wie "Die Hohenzollern und die Freimaurerei" oder "Lieder und Gesänge für Freimaurer" sind dafür ein gutes Beispiel: Sie wurden der ULB zwischen 1934 und 1936 von der Sächsischen Landesbibliothek in Dresden geschenkt. Rund 55.000 Zugänge in der Zeit zwischen 1933 und 1945 muss Elke Pophanken prüfen, davon sind etwa 26.000 als Geschenk ausgewiesen.  Darunter waren auch viele verbotene Bücher, denn als Landesbibliothek wurde die ULB für sie als Depot genutzt. Gekennzeichnet waren diese Bücher mit einem "VB" für "Verbotenes Buch". Dieses Kürzel wurde nach 1945 weiter verwendet – für nationalsozialistische Literatur, diesmal allerdings in der Bedeutung von "Verwahrbestand".

Nach 1945 bestand kein Interesse, die Bücher zurückzugeben, im Gegenteil. Der damalige Direktor der ULB, Dr. Christoph Weber, der im Dritten Reich in der Reichstauschstelle gearbeitet hatte, versuchte die durch Bomben zerstörte Bibliothek aus antiquarischen Beständen wiederaufzubauen. Heute weiß man, dass Antiquariate am nationalsozialistischen Bücherraub beteiligt waren. "Nach dem Krieg wurde mit denselben Menschen weiter gearbeitet, die zuvor das Raubgut eingestellt hatten", so die Bibliothekarin. Sie fand in einzelnen Büchern Hinweise darauf, dass in ihnen nach 1945 die Zugangsnummer radiert worden war, um die Herkunft zu verschleiern. "Das zeigt, dass es durchaus ein Bewusstsein für das begangene Unrecht gab", meint Pophanken.

Die Restitution, also die Rückgabe der Bücher, geht schleppend voran. Das liegt nicht nur daran, dass es häufig schwierig ist, die ursprünglichen Besitzer und deren Nachkommen oder Rechtsnachfolger zu finden. "Das Thema ist erst seit einigen Jahren in den Köpfen und in NRW gibt es nur wenige Initiativen. Viele Bibliotheken scheuen wohl den sehr hohen Aufwand", sagt Reinhard Feldmann, Leiter des Dezernates Historische Bestände. Dabei müssten sich alle Bibliotheken, auch die erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten, darüber im Klaren sein, dass Raubgut in ihrem Bestand zu finden sein könnte. "Denn die Bücher werden noch heute weiterverteilt, sei es durch Tausch zwischen den Bibliotheken oder durch Antiquariate."

Die Arbeit wird Elke Pophanken mit Sicherheit nicht ausgehen. Wie eine Detektivin prüft sie, was rechtmäßig in der ULB lagert, was von den Nationalsozialisten gestohlen wurde. 1934 beispielsweise brachte sich der Mediziner Prof. Dr. Paul Krause um, weil er von seinen nationalsozialistisch eingestellten Studierenden boykottiert wurde. Seine medizinischen Werke vermachte er der Universität. Allerdings landeten nicht nur die, sondern alle seine Bücher in der ULB.

"Bei dieser Arbeit merkt man, dass nahezu alle Bereiche des Lebens von den Repressalien der Nationalsozialisten betroffen waren", erzählt die ULB-Fachfrau. So findet sich im Bestand mit der Nummer 1822 beispielsweise das "Handbuch des öffentlichen Lebens", das der ULB 1936 durch die Ortspolizeibehörde Bielefeld übergeben worden war. Geraubt wurde es der SPD Bielefeld, die bislang allerdings noch kein Interesse gezeigt hat, es zurück zu bekommen. Interesse haben dagegen die Nachfahren von Pater Friedrich Muckermann gezeigt, der die Zeitschrift "Der Gral" herausgab, ins Exil ging und 1946 in der Schweiz starb. Die noch erhaltenen Bände seiner Bibliothek sollen als nächstes zurückgegeben werden.

Links:
   ULB Münster




26. Oktober 2012

Byzantinische Münzen im Visier der Wissenschaft

Das Institut für Byzantinistik und Neogräzistik der Universität Münster hat bei der Heinrich-Hertz-Stiftung des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgreich ein Ein-Jahres-Stipendium in Höhe von 18.000 Euro eingeworben. Bestimmt ist es für Dr. Alena Tenchova aus der bulgarischen Hauptstadt Sofia, welche sich im Rahmen eines münzkundlichen (numismatischen) Projektes mit den byzantinischen Münzbeständen in münsterschen Museen beschäftigen wird, darunter das Archäologische Museum der Uni sowie das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Ziel ist zunächst die Erfassung und wissenschaftliche Beschreibung der etwa 1200 byzantinischen Münzen vom 4. bis zum 15. Jahrhundert. Zudem will Alena Tenchova, die in Sofia promovierte und dabei Münzaufbau, Münz-Zirkulation und die Geldgeschichte im südlichen Bulgarien während der frühbyzantinischen Zeit untersuchte, eine Datenbank vorbereiten. Darüber hinaus geht es um die unterschiedliche Bewertung und Verwendung von oströmischem Geld in den frühmittelalterlichen Jahrhunderten: War das Geld zunächst noch Zahlungsmittel, wurde es später zu einem Wertgegenstand, den man auch als Grabbeigabe findet.

Die nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz (1857 - 1894) benannte Stiftung mit Sitz in Düsseldorf fördert die Wissenschaft durch den internationalen Austausch von Wissenschaftlern und gewährt darüber hinaus besonders qualifizierten Studierenden Stipendien.

Links:
    Institut für Byzantinistik und Neogräzistik




25. Oktober 2012

Der Reformationstag


Warum feiern wir den Reformationstag? Das Reformationsfest am 31. Oktober erinnert an das Jahr 1517, als Martin Luther (1483-1546) seine berühmten 95 Thesen, die den Anstoß zur Reformation gaben, in Wittenberg bekannt gemacht hatte. In einigen protestantisch geprägten Bundesländern ist der Reformationstag seit der Wiedervereinigung gesetzlicher Feiertag. Die Stadt in Sachsen-Anhalt heißt schon seit 1938 offiziell und amtlich "Lutherstadt Wittenberg".

Seit dem 31. Oktober 1517 gilt Wittenberg als geistiges und kulturelles Zentrum von internationaler Bedeutung. Als Martin Luther damals seine 95 Thesen veröffentlichte, erschütterte er damit Deutschland und ganz Europa in seinen Grundfesten. Heute feiern jährlich Tausende dieses historische Ereignis in der Lutherstadt Wittenberg.


Literarische Praktiken in Skandinavien um 1900


Das Institut für Skandinavistik/Fennistik der Universität zu Köln und das Skandinavische Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg veranstalteten jetzt die Abschlusstagung des 3-jährigen DFG-geförderten Projekts „Literarische Praktiken in Skandinavien um 1900“.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Forschungsergebnisse aus der Skandinavistik, Germanistik und Soziologie präsentiert. Bisher wenig beachtete literarische Praktiken wie die Autorenlesung, das Kabarett oder die Kopenhagener Buchmesse von 1922 verdeutlichen, wie sich in einer Zeit medialer Veränderungen – etwa durch die Entwicklung von ‚Massenmedien‘ – neue Handlungsweisen mit Literatur etablieren und alte verändern.

Weitere Informationen: www.skanlitprax.de




4. Oktober 2012

Dinos hatten einen sehr beweglichen Hals

Mamenchisaurus mit extrem langem Hals aus dem Dinosaurier-Museum in Zigong (China).
 (c) Foto: Nicole Klein/Uni Bonn

Paläontologen der Universität Bonn unter Beteiligung der Universität Flensburg haben herausgefunden, dass sauropode Dinosaurier einen deutlich leichteren und beweglicheren Hals hatten als bislang angenommen. Ihre Ergebnisse stützen sich auf die Analyse der Halsrippen. Die Studie ist nun in der Zeitschrift „Biology Letters“ der Royal Society of London erschienen.

Die sauropoden Dinosaurier sind die größten landlebenden Tiere, die es jemals auf der Erde gab. „Eines ihrer charakteristischsten Merkmale und ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg der Gruppe ist der extrem lange Hals der Sauropoden“, sagt Erstautorin Dr. Nicole Klein vom Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie der Universität Bonn. „Dieser stark verlängerte Hals ist zugleich ihr am kontroversesten diskutiertes Merkmal.“ Prof. Dr. Andreas Christian von der Universität Flensburg war ebenfalls an der Studie beteiligt. Einige Wissenschaftler befürworten die Hypothese, dass die Sauropoden den Hals vor allem für das Fressen in hohen Bäumen nutzten und favorisieren somit eine eher vertikale Halshaltung. Andere hingegen argumentieren, dass die Sauropoden den Hals eher als horizontale Verlängerung nutzten und vor allem in niedrigen Bäumen und Sträuchern ihr Futter suchten.

Zwei verschiedene Hypothesen zur Halshaltung


Das Problem bei der Rekonstruktion der Halshaltung liegt vor allem darin, dass es unterschiedliche Annahmen über mechanisch relevante Strukturen - wie zum Beispiel die Funktion manchmal mehrere Meter langer Halsrippen - gibt. „Eine weit verbreitete Hypothese zur Halshaltung geht von einer Funktion der Halsrippen als Stützstäbe an der Halsunterseite aus“, berichtet Prof. Dr. Martin Sander vom Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie der Universität Bonn. Durch diese Stützfunktion würde in erster Linie die Last des Halses abgefangen und zum Rumpf geleitet. Die konkurrierende Hypothese postuliert, dass die Halsrippen dazu dienten, parallel zum Hals verlaufende Muskelkräfte aufzunehmen. Dadurch wären schwere Muskelpartien zur Steuerung und zum Tragen des Halses in den vorderen Rumpfbereich verlegt worden. Der Hals wäre dann wie bei einer Marionette durch Seilzüge bewegt worden und konnte somit deutlich schlanker und leichter werden. Ein leichterer Hals hätte weniger Energie verbraucht und konnte deshalb länger sein.

Analyse der Faserausrichtung in den Halsrippen


Beide Hypothesen sind im Grunde leicht zu testen, und zwar durch die Untersuchung der Mikrostruktur der Halsrippen. „Diese ergab nun, dass die Halsrippen in erster Linie aus parallel zum Hals verlaufenden Fasern bestehen, welche letztlich nichts anderes sind als `verknöcherte Sehnen´“, berichtet Dr. Klein. Die Ausrichtung der Fasern zeige eindeutig dem Hals entlang verlaufende Zugkräfte an und sei nicht mit der Stützstab-Theorie vereinbar. Die histologischen Ergebnisse legen somit einen leichteren und beweglicheren Hals nahe, als bislang für Sauropoden angenommen worden ist. Derartige verknöcherte Sehnen sind auch typisch für Vögel, wovon man sich beim Verspeisen eines Truthahn-Unterschenkels leicht überzeugen kann.

Publikation: Histology shows that elongated neck ribs in sauropod dinosaurs are ossified tendons, „Biology Letters“, DOI: 10.1098/rsbl.2012.0778