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20. März 2013
Impulse für den Milchmarkt
Positive Preisimpulse für die Milchwirtschaft kamen zuletzt vom Weltmarkt, erklärte Dr. Karl-Heinz Engel vom Milchindustrie-Verband auf dem 4. Berliner Milchforum. 45 Prozent der deutschen Milch gehen in die EU und in die Drittstaaten. Sie bilden mit 5,8 Milliarden Euro Umsatz ein wichtiges Standbein für die deutsche Landwirtschaft. Neben Wachstumschancen in der regionalen Wertschöpfungskette durch Heumilch-Produkte, mit Prämien für den Weidegang und Produkten mit geschützter Ursprungskennzeichnung (g.U.), sollten die deutschen Milcherzeuger den Weltmarkt nicht aus den Augen verlieren.
Europa ist der größte Produzent von Milch und Milchprodukten, gefolgt von den USA, Indien und China. Neuseeland steht nach Angaben von Brigitte Misonne, Milchreferentin der Generaldirektion Landwirtschaft bei der EU, erst auf Platz sieben. Doch beim Export führt das Land "Down under" die Statistik vor den Europäern an.
Innerhalb der EU ist Deutschland das Land mit der meisten Milch und hat 2012 erstmals die Produktionsmenge von 30 Millionen Tonnen überschritten. Die Quotenpolitik begrenze eine Ausweitung. Misonne bescheinigt Deutschland eine besondere Quotendisziplin. Deshalb wartet die Branche überwiegend auf das Auslaufen der Quote im Jahr 2015.
In Deutschland setzt sich der Strukturwandel fort. Die Milch wird zunehmend im Norden produziert. Die Zahl der Milchkühe bleibt konstant, die Zahl der Milchbauern hingegen nimmt ab, erläuterte Monika Wohlfahrt, Geschäftsführerin der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB). Im Durchschnitt erzeugt jeder Milchbetrieb jährlich sieben Prozent mehr Milch - ein Trend, der sich trotz Wunsch nach Regionalität fortsetzen werde.
Im Gegensatz zum Binnenmarkt bietet der Weltmarkt neue Chancen: Das Exportportfolio der deutschen Milchwirtschaft ist bunt zusammengesetzt: Butter geht hauptsächlich in den Iran, Butteröl und Käse nach Russland, Magermilchpulver nach China und Spanien, Vollmilchpulver nach Algerien, Kondensmilch nach Singapur und Kasein nach Japan und Südkorea.
Seit 2005 wächst der weltweite Milchmarkt um 5,7 Prozent, in den BRICS-Ländern (Brasilien, Russland, China und Indien) sogar um 16 Prozent. In einzelnen Ländern wie Ägypten, Mexiko oder Vietnam steigt der Milchkonsum um vergleichbare Werte. Aber dort werde die heimische Milchproduktion auch in den kommenden Jahren auf niedrigem Niveau bleiben, so Wohlfahrt. Während Milchexportnationen wie Neuseeland, USA und Australien diese Chancen wahrnähmen, verliere die EU und damit auch Deutschland an Marktanteilen.
In den vergangenen Jahren hat sich der Export gewandelt. Europa kommt weg vom Milchpulverexport und profitiert zunehmend von veredelten Produkten wie Käse. Das Fazit, das nicht nur Monika Wohlfahrt zog: Mit Standardprodukten können die deutschen Milcherzeuger auf dem Weltmarkt nicht punkten. Veredelte Produkte mit hoher lokaler Wertschöpfung hingegen haben auch Chancen auf dem Weltmarkt. Die Aufgabe ist, diesen Wert auch in den Kuhstall zu bringen.
Roland Krieg, www.aid.de
Gentechnisch veränderte Baumwolle: Manche Schädlinge profitieren vom Anbau
Einige Schädlinge wie Blattläuse können sich auf gentechnisch veränderter Baumwolle besser vermehren als auf konventionellen Pflanzen. Das lassen die Ergebnisse einer Studie des Schweizerischen Nationalfonds SNF vermuten, für die Versuche im Gewächshaus und im Freiland durchgeführt wurden. Gentechnisch veränderte Baumwolle wächst inzwischen weltweit auf über 80 Prozent der Felder. Bt-Baumwolle enthält ein Gen des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis (Bt). Dadurch bildet sie einen Wirkstoff, der für bestimmte Schmetterlingsraupen, die zu den wichtigsten Schädlingen im Baumwollanbau gehören, giftig ist. Wenn die Landwirte Bt-Baumwolle anpflanzen, müssen sie deutlich weniger Pflanzenschutzmittel verwenden.
Baumwollpflanzen verfügen von Natur aus über ein raffiniertes Verteidigungssystem gegen Schädlinge. Wenn die Blätter von Schmetterlingsraupen befallen sind, werden bestimmte Abwehrsubstanzen, die Terpenoide, gebildet. Diese Stoffe vertreiben nicht nur die Raupen, sondern auch andere pflanzenfressende Insekten wie Wanzen und Blattläuse.
In ihren Versuchen konnten die Schweizer Forscher zeigen, dass das Bt-Eiweiß die Schmetterlingsraupen abtötet, bevor dieses Verteidigungssystem in Gang kommt. Dadurch sind die gentechnisch veränderten Pflanzen anfälliger für einen Befall mit Nichtzielorganismen wie Blattläuse, die für das Gift unempfindlich sind. In den Experimenten konnten sich Blattläuse (Aphis gossypii) auf gentechnisch veränderter Baumwolle besser vermehren als auf konventionellen Pflanzen, die zuvor - ausgelöst durch einen Befall mit Schmetterlingsraupen - Terpenoide gebildet hatten. Dieser Effekt zeigte sich vor allem unter geschützten Bedingungen im Gewächshaus, war aber auch auf dem Feld nachweisbar. Vermutlich wird die Blattlauspopulation im Freiland von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst, erklären die Forscher.
Auf dem Baumwollfeld werden Blattläuse in der Regel durch ihre natürlichen Feinde dezimiert, sodass keine großen landwirtschaftlichen Schäden zu befürchten sind. Wanzen hingegen bereiten Baumwollbauern in vielen Anbauregionen große Probleme. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob auch diese und andere pflanzenfressenden Insekten vom Anbau der Bt-Baumwolle profitieren.
Heike Kreutz, www.aid.de
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Gesichtsscanner statt Transponder: Neue Fütterungstechnik für Pferde
Die automatische Fütterung von Pferden über Fressstände und Transponder ist für viele Pferdehalter eine unschöne Vorstellung. Trotzdem soll jedes Pferd jeden Tag eine seinem Leistungsniveau entsprechende Futtermenge zugeteilt bekommen, auch wenn sich der Besitzer für eine pferdefreundliche Gruppenhaltung entschieden hat. Denn zunehmend geht der Trend dahin, dass nicht nur Freizeitreiter, sondern auch ambitionierte Dressur- oder Springreiter ihre Pferde in Laufställen halten wollen. Aber ein "Kuhtransponder"?
Nun kommt möglicher weise noch mehr "IT" in den Stall: denn mit Hilfe von Kameras und speziellen Computerprogrammen zur Gesichtserkennung könnten in Zukunft Pferde unterschieden werden, ohne dass sie dabei die elektronische Kuhglocke um den Hals tragen müssen. Wie die Fachzeitschrift "Pferdebetrieb" berichtet, sind derzeit Systeme in der Entwicklung, bei denen die Kamera dazu das herannahende Pferd aufnimmt und die Software so lange sucht, bis ein Pferdekopf im Bild erkennbar ist. Die Bilder werden nun mit zuvor hinterlegten Daten einer Datenbank verglichen und auf Ähnlichkeit bzw. Übereinstimmung geprüft. Was einfach klingt, beruht aber auf einer komplizierten Software, denn es ist nicht ganz einfach, die typischen Unterscheidungsmerkmale eines jeden Pferdegesichts zu erkennen.
Die Gesichter von Pferden fallen durch die Zeichnungen unterschiedlich kontrastreich aus, und die Augen liegen seitlich. Außerdem unterliegen die Gesichter häufigen Veränderungen, beispielsweise durch dichtes Winterfell, Schrammen oder verschiedene Halfter. Zwar kann es zu einem geringen Anteil von Falscherkennungen kommen, diese fallen jedoch wegen der geringen Futtermengen, die ausgegeben werden, nicht sonderlich ins Gewicht. Ein Prototyp eines solchen Kraftfutterautomaten soll im Frühjahr 2013 vorgestellt werden.
Friederike Heidenhof, www.aid.de
23. Dezember 2012
Eiererzeugung in der EU
Weitere Informationen:
www.marktinfo-eier-gefluegel.de
www.was-wir-essen.de, Lebensmittel von A-Z, Eier
aid-Heft "Eier", Bestell-Nr. 61-1069, Preis: 2,50 Euro, http://www.aid-medienshop.de
22. Dezember 2012
Tierkrankheiten schnell erkennen
Wenn es um Tierseuchen geht, ist fast
immer von Maul- und Klauenseuche, Schweinepest oder Tollwut die Rede.
Neben diesen hochansteckenden, anzeigepflichtigen Krankheiten gibt es auch eine Reihe
von Erkrankungen, die ein geringeres Schadenspotenzial haben und deshalb
keine staatlichen Maßnahmen erfordern. Dennoch sind Infektionen wie
Listeriose, Toxoplasmose oder das Q-Fieber nicht zu unterschätzen, da
sie über Lebensmittel oder durch Kontakt zu Haustieren auch auf den
Menschen übertragbar sind.
aid-Heft "Meldepflichtige Tierkrankheiten", 80 Seiten
Bestell-Nr. 61-1564, ISBN 978-3-8308-1038-4
Preis: 3,50 Euro (Rabatte ab 10 Heften)
zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung
aid infodienst e. V., Heilsbachstraße 16, 53123 Bonn
Telefon: 0180 3 849900*, Telefax: 0228 8499-200
*Kosten: 9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Anrufe aus dem Mobilfunknetz maximal 42 Cent pro Minute. Aus dem Ausland können diese Kosten je nach Anbieter höher sein.
E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: http://www.aid-medienshop.de
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Die süßesten Tierbabys der Welt –
Video
http://newspol.de/die-suessesten-tierbabys-der-welt/
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21. Dezember 2012
EU-Landwirtschaft im Vergleich
20. Dezember 2012
Reiten ohne Sattel nicht rückenschonend
Pferdebesitzer und Reiter diskutieren immer wieder über schlecht
passende Sättel und deren negativen Folgen für das Pferd. Nicht selten
wird daher das Reiten ohne Sattel ("bareback") als das Mittel der Wahl
empfohlen. Doch das ist nicht unbedingt die bessere Alternative, so die
Schlussfolgerung einer Studie der Michigan State Universität.
Für die Studie wurden sieben Pferde mit und ohne Sattel geritten. Alle Sättel wurden vorab auf ihre Passgenauigkeit überprüft. Mit Sensoren ausgestattete Matten wurden unter dem Sattel platziert, um den auf den Pferderücken einwirkenden Druck zu ermitteln. Und auch bei den Pferden, die ohne Sattel geritten wurden, kamen diese Matten zum Einsatz.
Der gleiche Testreiter ritt sein Pferd jeweils mit und ohne Sattel im Schritt und im Trab. Dabei wurden Daten über die Krafteinwirkung (Gewicht) und die Druckempfindlichkeit (Konzentrationspunkte des Gewichts) über alle Ritte hinweg gesammelt und farbcodierte Scans von dem Rücken des jeweiligen Pferdes erstellt.
Die Scans der nur mit dem Reitergewicht belasteten Pferderücken zeigten kleine Bereiche mit so hoher Druckbelastung, dass man durchaus von einem Schmerzempfinden und Gewebeschäden in den Muskelfasern des Pferdes ausgehen kann. Das war besonders dann auffällig oft der Fall, wenn die Gesäßknochen des Reiters mit dem Rücken des Pferdes Kontakt hatten. Die Scans der mit Sattel gerittenen Pferde zeigten, dass sich der Einfluss von Kraft und Druck auf größere Areale des Rückens verteilte. Auf diese Weise waren die punktuellen Auswirkungen des Reitergewichts deutlich geringer und damit rückenschonender.
Doch die "Bareback-Enthusiasten" müssen diese Art des Reitens nun nicht komplett aufgeben. Die Leiterin der Studie, Hilary Clayton, Tierärztin und Expertin für Biomechanik, rät zu einem gemäßigten Reiten ohne Sattel. Sehr lange und sehr häufige Ritte ohne Sattel, vor allem über mehrere Tage, könnten problematisch sein. Schwere Reiter sollten allerdings auf das Reiten ohne Sattel zugunsten des Pferdes verzichten. Die Studie hat nicht den Einfluss sogenannter "Bareback Pads" untersucht, die sowohl Pferd als auch Reiter ein gewisses Maß an Dämpfung bieten.
Durch die sehr kleine Stichprobe von sieben Pferden können auch keine Aussagen gemacht werden über den Einfluss von Pferderassen, Konformation des Pferdekörpers, die Kondition von Pferd oder Reiter sowie die reitsportlichen Fähigkeiten des Reiters.
Anke Klabunde, www.aid.de
Für die Studie wurden sieben Pferde mit und ohne Sattel geritten. Alle Sättel wurden vorab auf ihre Passgenauigkeit überprüft. Mit Sensoren ausgestattete Matten wurden unter dem Sattel platziert, um den auf den Pferderücken einwirkenden Druck zu ermitteln. Und auch bei den Pferden, die ohne Sattel geritten wurden, kamen diese Matten zum Einsatz.
Der gleiche Testreiter ritt sein Pferd jeweils mit und ohne Sattel im Schritt und im Trab. Dabei wurden Daten über die Krafteinwirkung (Gewicht) und die Druckempfindlichkeit (Konzentrationspunkte des Gewichts) über alle Ritte hinweg gesammelt und farbcodierte Scans von dem Rücken des jeweiligen Pferdes erstellt.
Die Scans der nur mit dem Reitergewicht belasteten Pferderücken zeigten kleine Bereiche mit so hoher Druckbelastung, dass man durchaus von einem Schmerzempfinden und Gewebeschäden in den Muskelfasern des Pferdes ausgehen kann. Das war besonders dann auffällig oft der Fall, wenn die Gesäßknochen des Reiters mit dem Rücken des Pferdes Kontakt hatten. Die Scans der mit Sattel gerittenen Pferde zeigten, dass sich der Einfluss von Kraft und Druck auf größere Areale des Rückens verteilte. Auf diese Weise waren die punktuellen Auswirkungen des Reitergewichts deutlich geringer und damit rückenschonender.
Doch die "Bareback-Enthusiasten" müssen diese Art des Reitens nun nicht komplett aufgeben. Die Leiterin der Studie, Hilary Clayton, Tierärztin und Expertin für Biomechanik, rät zu einem gemäßigten Reiten ohne Sattel. Sehr lange und sehr häufige Ritte ohne Sattel, vor allem über mehrere Tage, könnten problematisch sein. Schwere Reiter sollten allerdings auf das Reiten ohne Sattel zugunsten des Pferdes verzichten. Die Studie hat nicht den Einfluss sogenannter "Bareback Pads" untersucht, die sowohl Pferd als auch Reiter ein gewisses Maß an Dämpfung bieten.
Durch die sehr kleine Stichprobe von sieben Pferden können auch keine Aussagen gemacht werden über den Einfluss von Pferderassen, Konformation des Pferdekörpers, die Kondition von Pferd oder Reiter sowie die reitsportlichen Fähigkeiten des Reiters.
Anke Klabunde, www.aid.de
19. Dezember 2012
Verwendung von Pflanzenschutzmitteln
So viel wie nötig und so wenig wie
möglich: Die deutschen Landwirte setzen Pflanzenschutzmittel im
notwendigen Maß ein. Das ergab eine fünfjährige Erhebung des "Netz
Vergleichsbetriebe Pflanzenschutz". Das Vergleichsbetriebsnetz
Pflanzenschutz ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der Ländereinrichtungen
des Pflanzenschutzes und des Julius Kühn-Instituts (JKI) und
Bestandteil des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von
Pflanzenschutzmitteln.
29. November 2012
Ausbildungsberufe im Agrarbereich
Agrarberufe haben es in sich. Wer einen
solchen Beruf ergreift, fühlt sich nicht nur verantwortlich für eine
gesunde Umwelt und die Produktion gesunder Lebensmittel, sondern
interessiert sich auch für moderne Maschinen und Computer. Denn mehr und
mehr bestimmen diese heute die Arbeit auf dem Feld, im Gewächshaus, im
Weinberg oder im Stall. Auch Kundenbetreuung und Dienstleistungen stehen
vielfach auf der Tagesordnung.
aid-Heft "Die Grünen 14 - Vierzehn Ausbildungsberufe im Agrarbereich"
44 Seiten, Bestell-Nr.: 61-3807, ISBN/EAN: 978-3-8308-1025-4, Preis: 3,00 EUR (Rabatte ab 10 Heften), zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung
aid infodienst e. V., Heilsbachstraße 16, 53123 Bonn
Telefon: 0180 3 849900*, Telefax: 0228 84 99-200
*Kosten: 9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Anrufe aus dem Mobilfunknetz maximal 42 Cent pro Minute. Aus dem Ausland können die Kosten abweichen.
E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: http://www.aid-medienshop.de
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E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: http://www.aid-medienshop.de
27. November 2012
„Alltagskompetenzen so wichtig wie Mathe“
Warum die Soziologin und Ökonomin Uta
Meier-Gräwe die Forderung der Landfrauen nach einem eigenständigen
Unterrichtsfach „Alltags- und Lebensökonomie“ unterstützt, erläutert sie
im Interview.
Uta Meier-Gräwe: Produkte und Dienstleistungen werden immer komplexer. Verbraucher benötigen heute Kompetenzen, die früher nicht in diesem Maße gefordert waren. Gerade jungen Menschen fehlt oft der Durchblick. Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche in den letzten Jahrzehnten immer weniger Fähigkeiten für die Lebens- und Alltagsbewältigung von ihren Eltern vermittelt bekommen – teilweise werden gerade Buben bewusst davon ´freigestellt´.
25. November 2012
BUND will mehr Bürgerbeteiligung
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| Prof. Dr. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender. Foto: Julia Puder / BU |
Bei ihrer Jahreshauptversammlung im hessischen Bad Hersfeld
haben die rund 130 Delegierten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) eine frühzeitige und ergebnisoffene Beteiligung von Bürgerinnen und
Bürgern an allen Bau- und Planungsvorhaben gefordert. Dabei müssten Transparenz
und die gleichberechtigte Prüfung von Alternativen gewährleistet sein.
Die Delegierten aus allen Bundesländern forderten, das
Erneuerbare-Energien-Gesetz zu erhalten und den schnellen naturverträglichen
Ausbau regenerativer Energien fortzusetzen. Ausnahmeregelungen für
energieintensive Industrien bei der EEG-Umlage und den Netzentgelten seien zu
streichen.
„Damit die Energiewende zum Erfolg wird, müssen die
Bundesregierung und insbesondere Bundesumweltminister Peter Altmaier die
Vorteile, die eine zukunftsorientierte Energiepolitik mit sich bringt,
deutlicher herausstellen“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in Bad
Hersfeld. „Der Abschied von der risikoreichen Atomenergie muss bis 2015
abgeschlossen sein und zu einem europäischen Atomausstieg werden. Voraussetzung
für eine erfolgreiche Energiewende ist auch die Verabschiedung eines
Energiespargesetzes, das den Energieverbrauch in Deutschland um jährlich zwei
Prozent verringert“, sagte Weiger.
19. November 2012
Flächenfonds gegen Landverbrauch: Komprimieren statt expandieren
Mit der Verfügbarkeit von Siedlungs- und Gewerbeflächen auf der Erde verhält es sich ähnlich wie mit dem Speicherplatz auf den Festplatten der Computer: der Platz ist begrenzt. Auf die Erde bezogen bedeutet das, dass zunehmend Agrarland für immer verloren geht, das für die globale Nahrungsmittelproduktion eigentlich unabkömmlich ist. Bei Computern gibt es die Möglichkeit, eine neue Festplatte anzuschaffen oder aber die vorhandene zu komprimieren. Das gleiche Prinzip liegt der Idee der Flächenfonds zugrunde, die von der Landsiedlung GmbH in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen ins Leben gerufen wurde. Genau wie bei der Festplattenkomprimierung werden durch den Fonds vorhandene "Lücken" identifiziert und nutzbar gemacht, bevor neues Land unter den Radlader gelangt, um ein weiteres Wohn- oder Gewerbegebiet auf der grünen Wiese zu errichten.
Jeden Tag gehen in Deutschland über 100 Hektar für Siedlung und Infrastruktur verloren. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) bewertet die Initiative als geniale Idee und fordert eine bessere Ausnutzung vorhandener Siedlungsflächen statt Neubau. Es sollen vor allem innerörtliche Baupotenziale - wie zum Beispiel Baulücken und Brachen erschlossen und vorhandene Gebäude umgenutzt werden. Zumindest der zukünftige Wohnraumbedarf ließe sich in vielen Gemeinden auf diese Weise decken, betont der Vorsitzende des LNV, Reiner Ehret. Die Experten erhoffen sich von der Idee des Flächenfonds eine gewisse Katalysatorwirkung, da er Anstöße liefern könnte, um Angebot und Nachfrage nach Nutzflächen zusammenzubringen.
Das Modellprojekt "Flächenfonds für Innenentwicklung" funktioniert so: Der Fonds kauft und verkauft innerörtliche Baulücken und Brachflächen. Den Eigentümern von Flächen werden im Gegenzug Grundstücke oder Optionen auf Flächen zum Tausch angeboten. Zudem werden Kontakte zwischen Kaufinteressenten hergestellt. Bauprojekte können auf diese Weise innerorts umgesetzt werden. Neben dem Ziel, die Ortskerne der Gemeinden zu stärken, werden so auch der Flächenverbrauch im Außenbereich vermindert sowie Natur und Umwelt geschont. Denn während eine neue Computer-Festpatte eine Frage des Preises ist, gibt es bei Agrarflächen keine Zukaufmöglichkeiten auf dem Nachbarplaneten, wenn hierzulande alles verbaut ist.
Text/Quelle: Friederike Heidenhof, www.aid.de
18. November 2012
Mehr Geld für den Schutz der biologischen Vielfalt
17. November 2012
Anthraknose in Rotklee: Welche Sorten bieten Schutz durch Resistenzen?
Rotklee ist für Biobetriebe als Futterpflanze und vor allem als Stickstoffsammler ein unverzichtbares Fruchtfolgeglied. Neben Kleekrebs sorgt in den letzten Jahren zunehmend die Pilzerkrankung Anthraknose (Südlicher Stängelbrenner) für größere Ausfälle in den Beständen. Eine Bekämpfung des samenbürtigen Erregers ist bisher nur mit einer chemischen Beizung möglich, für die es in Deutschland weder im konventionellen noch im ökologischen Landbau eine Zulassung gibt. Infektionen lassen sich zurzeit nur mithilfe resistenter Sorten vermeiden.
Wissenschaftler der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising haben deshalb im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) erstmals das Resistenzpotenzial der in Deutschland zugelassenen Rotkleesorten untersucht. Bei den künstlichen Infektionen unter Gewächshausbedingungen kristallisierten sich die Sorten "Lemmon", "Merula" und "Elanus" als ausreichend resistent heraus. Die besten Resistenzeigenschaften gegenüber Anthraknose zeigte die Sorte "Pavo". Im Mittel der drei Versuchsjahre überlebten knapp 85 Prozent der Pflanzen eine Infektion. Am anfälligsten erwies sich die Sorte "Kvarta", bei der weniger als ein Drittel der Pflanzen eine Infektion überstanden. Neben den Resistenzeigenschaften der Sorten untersuchten die Forscher, wie sich das Merkmal "Anthraknoseresistenz" weitervererbt.
Dabei zeigte sich, dass eine sogenannte rekurrente Selektion bei der Züchtung die Resistenzeigenschaften einer Sorte deutlich verbessern kann. Nach Meinung der Forscher können Landwirte die im Projekt ermittelten Resistenzeigenschaften neben anderen Eigenschaften wie z. B. Resistenz gegen Kleekrebs bei ihrer Sortenwahl berücksichtigen. Für endgültig abgesicherte wissenschaftliche Empfehlungen sind jedoch noch weitere Versuche im Freiland erforderlich.
Text/Quelle: Jürgen Beckhoff, www.aid.de
Gesundheitskontrolle im Kuhstall: Stoffwechselstörungen früh erkennen
16. November 2012
Überwachungssystem an der Wurzel: Wie die Pflanze "gute" und "schlechte" Bakterien erkennt
Weitere Informationen:
http://mbg.au.dk/en/news-and-events/news-item/artikel/planter-genkender-sygdomsfremkaldende-og-nyttige-mikroorganismer/
Futtermittelunternehmen müssen künftig eine Haftpflichtversicherung abschließen
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Änderung des
Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) verabschiedet. Mit dieser
Änderung ist der Aktionsplan „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“ von
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner weitgehend abgearbeitet. Die
Gesetzesänderung regelt die Haftung von Futtermittelunternehmen:
Futtermittelunternehmer, die in bestimmten Mengen Mischfuttermittel für Nutztiere
herstellen, werden dazu verpflichtet, eine Versicherung zur Deckung von Schäden
abzuschließen, die durch die Verfütterung eines von ihnen hergestellten
Mischfuttermittels entstehen, das den futtermittelrechtlichen Anforderungen
nicht entspricht.
Ende 2010 hatte ein norddeutscher Futtermittelhersteller mit
Dioxinen verunreinigte Fette zur Futtermittelherstellung ausgeliefert,
woraufhin eine Vielzahl von Futtermittel- und Nutztierbetrieben gesperrt werden
musste. Bundesverbraucherministerin Aigner hatte in der Folge den zehn Punkte
umfassenden Aktionsplan „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“ auf den
Weg gebracht. Er enthält präzise Regelungen zu Zulassungs- und Meldepflichten,
die teilweise auf Initiative Deutschlands von der EU übernommen wurden und in
allen Mitgliedstaaten gelten. „Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss haben wir
den Aktionsplan fast vollständig abgearbeitet und sind beim Schutz von
Verbrauchern und Tieren vor Dioxinen in Futter- und Lebensmitteln einen
bedeutenden Schritt weiter“, sagte Aigner am Rande der Kabinettssitzung. Dass
das umfassende Paket nach nicht einmal zwei Jahren nahezu vollständig umgesetzt
ist, ist keine Selbstverständlichkeit: Einigungen auf EU-Ebene nehmen in
vergleichbaren Fällen deutlich mehr Zeit in Anspruch.
Einzig verbliebener offener Punkt: Der Forderung der
Bundesregierung nach einer EU-weiten verbindlichen Positivliste für
Futtermittel ist die EU-Kommission bisher nicht nachgekommen. Sie hat sich aber
auf deutsche Initiative hin bereit erklärt, den EU-Katalog der
Einzelfuttermittel, der mehr als 600 Einzelfuttermittel listet und beschreibt,
um "kritische Stoffe“ zu ergänzen und auch die Beschreibungen bestimmter
Einzelfuttermittel zu präzisieren. Als ersten Schritt haben die Mitgliedstaaten
im Juli 2012 den Entwurf eines neuen EU-Katalogs der Einzelfuttermittel
gebilligt. Er enthält solche Ergänzungen und Präzisierungen insbesondere im
Bereich der Fette und Öle. Die entsprechende EU-Verordnung wird voraussichtlich
Ende dieses Jahres in Kraft treten. Deutschland begrüßt die vorgenommen
Änderungen im EU-Katalog, hält aber weiter an seiner Forderung nach einer
EU-weiten verbindlichen Positivliste für Futtermittel fest.
In Deutschland gibt es eine Positivliste für Futtermittel
bereits, auch Österreich beteiligt sich daran. Geschaffen wurde die Liste vom
Zentralausschuss der deutschen Landwirtschaft; die Futtermittelbranche hat sich
im Rahmen des Qualitätssicherungssystems zur Anwendung verpflichtet. Dazu
gehört nicht nur, dass ausschließlich Einzelfuttermittel verwendet werden
dürfen, die auf der Liste stehen, sondern auch, dass diese richtig
gekennzeichnet werden. Darüber hinaus müssen die Hersteller ihren Abnehmern so
genannte „Sicherheitsdatenblätter“ mit konkreten Angaben zum
Herstellungsprozess, zu möglichen Risiken und zu den Eigenkontrollen zur
Verfügung stellen.
Die heute verabschiedete Änderung des LFGB betrifft weitere
Regelungen im Bereich Lebensmittelsicherheit: So wird die
Informationsübermittlung zwischen den Behörden der Lebensmittelüberwachung und
dem Gesundheitswesen verbessert. Behörden der Lebensmittelüberwachung werden
künftig dazu verpflichtet, Verdachtsfälle von Lebensmittelinfektionen, die bei
ihren Kontrollen auftreten, an die Gesundheitsbehörden zu melden. Umgekehrt ist
auch im Infektionsschutzgesetz – für das das Bundesministerium für Gesundheit
die Federführung hat – vorgesehen, dass
Gesundheitsbehörden ihrerseits Verdachtsfälle von Lebensmittelinfektionen an
die Lebensmittelüberwachung melden. Diese Regelung ist eine von vielen
Konsequenzen, die die zuständigen Behörden aus der EHEC-Epidemie im vergangenen
Jahr gezogen haben.
Hintergrundinformation:
Aktionsplan „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“
Bundesministerin Aigner hatte den Aktionsplan im Januar 2011
auf den Weg gebracht. Er enthält die folgenden Punkte:
Zulassungspflicht für Futtermittelbetriebe
Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben
sich darauf geeinigt, eine Zulassungspflicht für bestimmte Futtermittelbetriebe
rechtlich zu verankern. Die entsprechende EU-Verordnung gilt seit dem 16.
September 2012.
Trennung der Produktionsströme
Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben
sich darauf geeinigt, die Trennung der Produktionsströme rechtlich zu
verankern. Die entsprechende EU-Verordnung gilt seit dem 16. September 2012.
Ausweitung rechtlicher Vorgaben für die
Futtermittelkontrolle
Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben
sich auf strengere rechtliche Vorgaben für Futtermittelkontrollen geeinigt. Die
entsprechende EU-Verordnung gilt seit dem 16. September 2012.
Meldepflicht für private Laboratorien
Die Meldepflicht für private Labore ist mit einer Änderung
des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches bereits am 4. August 2011 in
Deutschland in Kraft getreten.
Verbindlichkeit der Futtermittel-Positivliste
Die Europäische Kommission hat in Gesprächen mit Deutschland
Zustimmung signalisiert für eine sachgerechte Ergänzung des EU-Katalogs für
Einzelfuttermittel. Ein erster Schritt dazu ist der neue EU-Katalog der Einzelfuttermittel,
der aller Voraussicht nach Ende dieses Jahres in Kraft treten wird.
Absicherung des Haftungsrisikos
Zur Absicherung von Haftungsrisiken der
Futtermittelunternehmen hat das Bundeskabinett am 14. November 2012 eine
Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbucheses verabschiedet.
Überprüfung des Strafrahmens
Der Strafrahmen wurde deutlich verschärft. Wer Lebensmittel
in den Handel bringt, die für den Verzehr nicht geeignet sind, und hierdurch u.
a. aus grobem Eigennutz für sich oder andere große Vermögensvorteile erlangt,
kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft werden. Eine
entsprechende Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches sowie
anderer Vorschriften ist am 4. August 2011 in Kraft getreten.
Ausbau des Dioxin-Monitorings / Aufbau eines Frühwarnsystems
Mit einer Änderung des Lebensmittel- und
Futtermittelgesetzbuches wurden mit Wirkung vom 4. August 2011
Mitteilungspflichten über Gehalte an Dioxinen und ähnlichen Stoffen in
Lebensmitteln oder Futtermitteln geregelt. Die entsprechende Verordnung, mit
der die Art und Weise der Mitteilung näher geregelt wird, gilt seit dem 1. Mai
2012.
Verbesserung der Qualität der Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung
Die Verbraucherschutzminister der Länder und des Bundes
haben sich auf ihrer Konferenz im September 2012 darauf verständigt, die
Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung durch Weiterentwicklung der
Qualitätsmanagementsysteme und durch unabhängige Prüfungen von Auditverfahren
weiter zu verbessern. Bis zur nächsten Konferenz sollen die Länder Eckpunkte
zur Umsetzung eines länderübergreifenden Vergleichs der Effizienz der amtlichen
Kontrollen erarbeiten.
Transparenz für die Verbraucher
Die Änderungen des Verbraucherinformationsgesetzes sowie die
Verankerung einer zwingenden behördlichen Veröffentlichungspflicht bei so
genannten Grenzwertverstößen bzw. nicht unerheblichen Hygiene- und
Täuschungsverstößen im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch sind seit dem
1. September 2012 in Kraft.
Quelle: www.bmelv.de
15. November 2012
„Grüne Berufe haben Zukunft“
Beim sechsten Arbeitnehmertag der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Rahmen der Fachmesse EuroTier hat Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz,
am Donnerstag die Bedeutung der Landwirtschaft für den Arbeitsmarkt
betont und für die grünen Berufen geworben. „Grüne Berufe haben Zukunft.
Die Agrarbranche richtet sich immer unternehmerischer aus und setzt auf
gut ausgebildete Mitarbeiter und qualifiziertes Fachpersonal. Die
Förderung von qualifiziertem Berufsnachwuchs ist eines der wichtigsten
aber auch anspruchsvollsten Zukunftsthemen für jedes Unternehmen – und
für die ganze Branche“, sagte Bleser. Er forderte die Betriebe auf, gute
Vorraussetzungen für Aus-, Fort- und Weiterbildung zu schaffen und für
die 14 grünen Berufe zu werben, indem sie beispielsweise Praktika oder
Ferienjobs anbieten und an Schulen offen auf die junge Generation
zugehen.
„Der Agrarbereich bietet mit seinen 14 grünen Berufen – von
Gärtner über Landwirt und Tierwirt bis hin zum Forstwirt und Winzer –
viele Möglichkeiten für Jugendliche, die sich ihre Zukunft in einer
naturverbundenen Tätigkeit vorstellen können, die allerdings auch das
Beherrschen vielfältiger Technik und ein hohes Maß an Eigenverantwortung
fordert. Grüne Berufe sind Zukunftsberufe, die wenig mit den
verbreiteten Klischees zu tun haben“, sagte Bleser. Ende 2011 wurden
rund 36.700 Jugendliche in einem grünen Beruf ausgebildet, wobei die
Berufe Gärtner (rund 15.300) und Landwirt (rund 8.500) am häufigsten
gewählt werden.
Insgesamt waren im Jahr
2010 in Deutschland rund 1,1 Millionen Menschen haupt- oder
nebenberuflich in der Landwirtschaft tätig.
Die Unternehmer und ihre
Familienangehörigen machen in der Landwirtschaft trotz eines
rückläufigen Trends noch immer rund 52 Prozent der Arbeitskräfte aus.
Wenn man die gesamte Lebensmittelkette betrachtet und damit neben der
Urproduktion auch die vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche
einbezieht, beschäftigt die Branche rund 4,8 Millionen Menschen und
stellt damit nahezu jeden achten Arbeitsplatz.
Der Schlüssel zum Erfolg
für Betrieb und Arbeitnehmer ist für Bleser ein leistungsförderndes
motivierendes Arbeitsklima, ein ausgewogenes Maß von Fördern und Fordern
in den Ausbildungsbetrieben und die Tatsache, auch ausgebildeten
Mitarbeitern die Möglichkeit zur Weiterentwicklung und Fortbildung zu
geben. „Lebenslanges Lernen eine Verantwortung, der sich sowohl der
Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer stellen muss. Die zunehmend
komplexeren Herausforderungen des Marktes und der Gesellschaft erfordern
eine permanente Anpassung der Kompetenzen der Unternehmen aber auch
jedes Einzelnen“, sagte Bleser.
Quelle: www.bmelv.de
4. November 2012
Deutliches Plus bei Stromerzeugung und Umsätzen
Die Branche der Erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen boomt
weiter. Im vorigen Jahr konnte der Wirtschaftszweig der Zukunftsenergien
ein deutliches Plus bei Umsätzen, Stromerzeugung und bei den
Beschäftigen erzielen. Dies geht aus der jährlichen Erhebung des
Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) im Auftrag
des Umweltministeriums hervor. Bezogen auf die Grundgesamtheit der 3.600
Unternehmen ist ein Umsatzwachstum um knapp fünf Prozent auf etwa 8,7
Milliarden Euro zu verzeichnen, im Jahr 2010 waren es noch 8,3
Milliarden Euro. Bei den Beschäftigten im Anlagen- und Systembau stieg
die Zahl um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 28.200 (2010:
26.500) der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Weltweit steigen die Investitionen in Erneuerbare Energien, zuletzt auf 257 Milliarden Dollar. Wir haben in NRW die Wahl: Wollen wir bei der Gestaltung der Energiezukunft dabei sein oder wollen wir das Wachstum irgendwo anders stattfinden lassen? Die Landesregierung hat sich entschieden: Wir wollen in NRW eine pulsierende und lebendige Zukunftswirtschaft aufbauen. Die Branchenzahlen 2011 zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte Umweltminister Johannes Remmel.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist für den Minister der Schlüssel für die Energiewende. „Die Landesregierung wird daher den schnellstmöglichen Umstieg auf die regenerativen Energien anstreben. Bis 2025 wollen wir mehr als 30 Prozent des Stroms in NRW aus regenerativen Energien gewinnen", betonte Remmel.
Der neue IWR-Report „Zur Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen 2011“ beweist nach Remmels Aussagen: Nordrhein-Westfalen mache Ernst mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und setze so ein Signal für die erfolgreiche Bewältigung der Energiewende. Der Report listet die aktuellen Entwicklungen für die Bereiche Stromerzeugung, Wärmeerzeugung und Treibstoffproduktion im Bereich der Erneuerbaren Energien auf.
Nach Erhebungen des IWR ist der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Nordrhein-Westfalen 2011 um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2010 gestiegen. Die größten Zuwachsraten bei der Stromproduktion erzielten die Photovoltaik mit 81,7 Prozent und die Windenergie mit 31 Prozent. Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung in NRW ist von 3,93 Milliarden Kilowattstunden (KWh) 2010 auf 5,15 Milliarden Kilowattstunden in 2011 gestiegen.
Während auch der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung um rund sechs Prozent auf jetzt 11,1 Milliarden KWh in 2011 gestiegen ist, so ist bei der Treibstoffproduktion ein Rückgang von ca. sieben Prozent auf rund 350.000 Tonnen Biodiesel, zu verzeichnen. „Mit dem konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien leisten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz: 17,6 Millionen Tonnen CO2 konnten wir 2010 in NRW einsparen“, so Minister Remmel.
„Der IWR-Report zeigt auch, dass die Energie inzwischen ein großes Thema für die Forschung ist. Hier stehen vor allem Speichertechnik und Systemintegration im Fokus“, sagte Johannes Remmel. In Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 56 Studiengänge bekannt, die Kenntnisse rund um die Themen der Erneuerbaren Energien vermitteln. 2010 waren es noch 38 Studiengänge.
Die Studie finden Sie unter: www.umwelt.nrw.de
„Weltweit steigen die Investitionen in Erneuerbare Energien, zuletzt auf 257 Milliarden Dollar. Wir haben in NRW die Wahl: Wollen wir bei der Gestaltung der Energiezukunft dabei sein oder wollen wir das Wachstum irgendwo anders stattfinden lassen? Die Landesregierung hat sich entschieden: Wir wollen in NRW eine pulsierende und lebendige Zukunftswirtschaft aufbauen. Die Branchenzahlen 2011 zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte Umweltminister Johannes Remmel.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist für den Minister der Schlüssel für die Energiewende. „Die Landesregierung wird daher den schnellstmöglichen Umstieg auf die regenerativen Energien anstreben. Bis 2025 wollen wir mehr als 30 Prozent des Stroms in NRW aus regenerativen Energien gewinnen", betonte Remmel.
Der neue IWR-Report „Zur Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen 2011“ beweist nach Remmels Aussagen: Nordrhein-Westfalen mache Ernst mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und setze so ein Signal für die erfolgreiche Bewältigung der Energiewende. Der Report listet die aktuellen Entwicklungen für die Bereiche Stromerzeugung, Wärmeerzeugung und Treibstoffproduktion im Bereich der Erneuerbaren Energien auf.
Nach Erhebungen des IWR ist der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Nordrhein-Westfalen 2011 um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2010 gestiegen. Die größten Zuwachsraten bei der Stromproduktion erzielten die Photovoltaik mit 81,7 Prozent und die Windenergie mit 31 Prozent. Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung in NRW ist von 3,93 Milliarden Kilowattstunden (KWh) 2010 auf 5,15 Milliarden Kilowattstunden in 2011 gestiegen.
Während auch der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung um rund sechs Prozent auf jetzt 11,1 Milliarden KWh in 2011 gestiegen ist, so ist bei der Treibstoffproduktion ein Rückgang von ca. sieben Prozent auf rund 350.000 Tonnen Biodiesel, zu verzeichnen. „Mit dem konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien leisten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz: 17,6 Millionen Tonnen CO2 konnten wir 2010 in NRW einsparen“, so Minister Remmel.
„Der IWR-Report zeigt auch, dass die Energie inzwischen ein großes Thema für die Forschung ist. Hier stehen vor allem Speichertechnik und Systemintegration im Fokus“, sagte Johannes Remmel. In Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 56 Studiengänge bekannt, die Kenntnisse rund um die Themen der Erneuerbaren Energien vermitteln. 2010 waren es noch 38 Studiengänge.
Die Studie finden Sie unter: www.umwelt.nrw.de
Quelle: www.nrw.de
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2. November 2012
Discounter gleichen Verbraucherpreise an
Der preisbestimmende Discounter des Deutschen
Lebensmitteleinzelhandels hat die Preise für Trinkmilch und weitere Produkte
der weißen Linie nach oben angepasst. Das ist für die Milcherzeuger ein
wichtiges Signal für deutlich steigende Milchpreise, meldet der Verband der
Milcherzeuger Bayern e.V. (VMB).
Damit reagiert der Handel auf die erfolgreich verlaufenen
Preisverhandlungen der Molkereien in der jüngsten Kontraktverhandlung. Die
Milchbauern erwarten nun in den nächsten Monaten ebenfalls eine deutliche
Preisanhebung.
Seit Monatsbeginn sind die Preise für Trinkmilch um neun
Cent angestiegen. Damit kostet fettarme Milch (1,5 % Fett) jetzt 54 Cent und
Milch mit 3,5 % Fett 60 Cent. Auch die Preise für Schlagsahne, Quark und
Kondensmilch wurden angehoben. So kostet Quark (500 g) jetzt 65 Cent (+ 6
Cent), Schlagsahne 42 Cent (+ 5 Cent) und Kondensmilch der verschiedenen Fettstufen
wurden jeweils um 5 Cent teurer.
Unverändert bleibt in den nächsten Monaten der Preis für die
Deutsche Markenbutter (250 g), für die ebenfalls ein neuer Kontrakt verhandelt
wurde.
Der VMB warnt allerdings davor, angesichts der aktuellen
Preisanpassungen von einer Verteuerung zu sprechen. Trinkmilch, Quark und
Sahneprodukte kosten für die Verbraucher exakt wieder soviel wie bis Oktober
letzten Jahres. Durch zwei negativ verlaufene Verhandlungsrunden waren die
Preise deutlich zurückgegangen – zu Lasten der Milcherzeuger. Bei Deutscher
Markenbutter fehlen aktuell immer noch 20 Cent pro 250 g zum Preisniveau 2011.
Die bayerischen Milcherzeuger sehen die jüngste Entwicklung
erwartungsfroh. Angesichts der drastisch gestiegenen Kosten für die
Milchproduktion war diese Entwicklung längst überfällig und kann auch nur ein
erster Schritt sein.
Quelle: milcherzeugerverband-bayern.de
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