Norddeutschlands Straßen sind vielerorts wieder glatt. Damit der Weg zur
Arbeit oder zum Einkaufen nicht zur Rutschpartie wird, empfehlen die
Experten des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eine vorausschauende
Fahrweise. Auch sollten Autofahrer am Morgen Scheiben freikratzen und
Straßenglätte fest mit einplanen. Besonders gefährlich sind Temperaturen
um den Gefrierpunkt. Die Straße ist glatter als bei strengem Frost,
weil sich ein zusätzlicher Wasserfilm auf dem Asphalt bilden kann. Durch
den Wechsel von Tauen und Gefrieren ändert sich außerdem die
Fahrbahnbeschaffenheit ständig.
Reifglätte
Die
gefürchtete Reifglätte entsteht, wenn Nebel oder feuchte Luft bei
weniger als Null Grad Bodentemperatur über die kalte Fahrbahn zieht.
Deshalb: Vorsicht bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen
Fahrbahntemperaturen! Eine dunkle, feucht wirkende Fahrbahn kann bereits
glatt sein.
Blitzeis
Eisregen, umgangssprachlich
auch Blitzeis genannt, entsteht, wenn Regen unter Null Grad Celsius auf
die deutlich kältere Fahrbahn trifft. Das Wasser gefriert sofort und
bildet eine harte, glasige zusammenhängende Eisschicht. Deshalb:
Vorsicht bei einsetzendem Regen.
Eisglätte
Überfrierende
Nässe oder Eisglätte bildet sich, meist örtlich begrenzt, bei sinkender
Temperatur durch das Gefrieren von Pfützen oder Schmelzwasser. Deshalb:
Vorsicht bei Feuchtigkeit.
Schneeglätte
Schneeglätte
entsteht durch das Festfahren von Schnee oder durch Gefrieren von
Schneematsch. Deshalb: Vorsicht bei plötzlich weißer Fahrbahn.
Allgemein gilt:
Signale
für Glätte sind leisere Abrollgeräusche der Reifen, eine unnatürlich
weich werdende Lenkung und ein Durchdrehen der Antriebsräder. Besondere
Vorsicht ist morgens und abends geboten, wenn der Winterdienst noch
nicht oder nicht mehr im Einsatz ist. In der Nacht haben es Stellen mit
hoher Luftfeuchtigkeit beispielsweise an Flüssen und Seen oder in
Wäldern in sich. Brücken und Kuppen können dann gefährlich glatt sein.
Große Aufmerksamkeit ist auch auf ungeräumten Nebenstraßen nötig sowie
auf Straßenabschnitten vor und nach Landkreisgrenzen und Ortsschildern,
weil hier andere Winterdienste zuständig sein könnten.
Um
bei Glätte heil anzukommen, sollten sich Autofahrer ein Zeitpolster
schaffen und längere Fahrzeiten einplanen sowie Schleichwege meiden. Zur
Sicherheit trägt auch ein besonders großer Abstand zum vorausfahrenden
Fahrzeug bei.
In der kalten Jahreszeit müssen
Fahrzeugführer besonders behutsam und sensibel mit dem Gaspedal umgehen.
Denn wer plötzlich oder ruckartig Gas gibt oder wegnimmt, provoziert
ein Ausbrechen und Rutschen des Wagens. Empfehlenswert ist eine kurze
Bremsprobe nach wenigen Metern Fahrtstrecke. Diese gibt ein Gefühl für
die veränderten Straßenverhältnisse. Aber Achtung: Vorher unbedingt in
den Rückspiegel schauen!
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25. November 2012
Tipps zum richtigen Verhalten bei plötzlicher Straßenglätte
7. November 2012
Gedenken für Opfer der Reichspogromnacht
Mit einer Gedenkveranstaltung erinnert die Landeshauptstadt am Freitag
an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Die Gedenkfeier
am Denkmal der ehemaligen Synagoge in der Julius-Bremer-Straße beginnt
um 14.00 Uhr. Die Reichspogromnacht 1938 führte auch in Magdeburg zur
Zerstörung der Synagoge und jüdischer Geschäfte im Stadtzentrum sowie
zur Vertreibung vieler jüdischer Mitbürger.
Worte des Gedenkens sprechen Superintendent Michael Seils, Dompropst Reinhold Pfafferodt und Prof. Dr. Ulf Gundlach, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt.Für die Landeshauptstadt Magdeburg spricht Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper Gedenkworte. Das Gebet spricht Rabbiner Benjamin Soussan. Die Gedenkfeier wird umrahmt von Musikbeiträgen eines Bläserensembles sowie von Erinnerungen an Opfer der Shoa aus Magdeburg, die von Schülern des Ökumenischen Domgymnasiums vorgetragen werden.
Hintergrundinformationen
Mahnmal/Relief
Am 9. November 1938 wurde die Synagoge in der Julius-Bremer-Straße zerstört. An ihrer Stelle steht heute ein vom Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok 1988 errichtetes Mahnmal für die jüdischen Opfer des Naziregimes mit der Inschrift: "Dem Nazi-Terror fielen 1.521 Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter 287 unschuldige Kinder, zum Opfer." In unmittelbarer Nachbarschaft des Mahnmals wurde 2004 durch die Magdeburgische Gesellschaft von 1990 ein Relief zur Erinnerung an die 1938 zerstörte Magdeburger Synagoge aufgestellt.
Begegnungen/Aktionen
Nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister veröffentlichte Dr. Polte 1990 einen Aufruf an alle ehemaligen Magdeburger, die ihre Vaterstadt aus religiösen oder politischen Gründen verlassen mussten und lud sie ein, nach Magdeburg zurückzukehren. Vom 24. bis 31. Mai 1994 weilten erstmals 20 jüdische Bürger, die in Magdeburg geboren wurden und ihre Heimatstadt nach 1933 verlassen mussten, auf Einladung der Landeshauptstadt in Magdeburg.
Für alle war es die erste Begegnung mit Magdeburg seit ihrer Emigration, für die meisten die erste Reise nach Deutschland. Seitdem haben ehemalige jüdische Mitbürger immer wieder ihre Geburtsstadt besucht und sind vielfach offiziell durch den Oberbürgermeister empfangen worden.
Seit der Wende gibt es in Magdeburg eine Deutsch-Israelische Gesellschaft. Auch dadurch hat die Begegnung mit der jüdischen Kultur und jüdischen Künstlern an Bedeutung gewonnen.
Seit 2001 erinnert das Mahnmal "Magda" des Bildhauers Jörg-Tilmann Hinz an eine Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald gleichen Namens, in der mehr als 2.000 Häftlinge - überwiegend Juden aus Ungarn - zu Tode gequält wurden. Hier gedenken alljährlich am 27. Januar Vertreter von Stadt, Land, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Parteien und die Bundeswehr der Opfer des Nationalsozialismus.
Jüdische Friedhöfe tragen auch die Bezeichnung "Guter Ort" oder "Halle des Lebens". Auf dem Jüdischen Friedhof im Fermersleber Weg befinden sich die Grabsteine von Moritz Rahmer, Philippson und Guyla Grosz. Hier ist auch das Grab der legendären Magdeburger Zirkusfamilie Blumenfeld. Bis 1920 hatte sie das einzige feste Zirkusgebäude in Deutschland. Der jüdische Arzt Dr. Otto Schlein ist auf dem Westfriedhof beigesetzt worden.
Am 18. März 2007 weihte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper im Rahmen einer Gedenkstunde die ersten Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus in Magdeburg ein. Der erste der verlegten Stolpersteine ist dem früheren Magdeburger Bürgermeister Dr. Herbert Goldschmidt gewidmet. Inzwischen wurden mehr als 310 Stolpersteine im Stadtgebiet verlegt. Finanziert werden die Erinnerungsmale ausschließlich durch Spenden.
Worte des Gedenkens sprechen Superintendent Michael Seils, Dompropst Reinhold Pfafferodt und Prof. Dr. Ulf Gundlach, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt.Für die Landeshauptstadt Magdeburg spricht Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper Gedenkworte. Das Gebet spricht Rabbiner Benjamin Soussan. Die Gedenkfeier wird umrahmt von Musikbeiträgen eines Bläserensembles sowie von Erinnerungen an Opfer der Shoa aus Magdeburg, die von Schülern des Ökumenischen Domgymnasiums vorgetragen werden.
Hintergrundinformationen
Mahnmal/Relief
Am 9. November 1938 wurde die Synagoge in der Julius-Bremer-Straße zerstört. An ihrer Stelle steht heute ein vom Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok 1988 errichtetes Mahnmal für die jüdischen Opfer des Naziregimes mit der Inschrift: "Dem Nazi-Terror fielen 1.521 Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter 287 unschuldige Kinder, zum Opfer." In unmittelbarer Nachbarschaft des Mahnmals wurde 2004 durch die Magdeburgische Gesellschaft von 1990 ein Relief zur Erinnerung an die 1938 zerstörte Magdeburger Synagoge aufgestellt.
Begegnungen/Aktionen
Nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister veröffentlichte Dr. Polte 1990 einen Aufruf an alle ehemaligen Magdeburger, die ihre Vaterstadt aus religiösen oder politischen Gründen verlassen mussten und lud sie ein, nach Magdeburg zurückzukehren. Vom 24. bis 31. Mai 1994 weilten erstmals 20 jüdische Bürger, die in Magdeburg geboren wurden und ihre Heimatstadt nach 1933 verlassen mussten, auf Einladung der Landeshauptstadt in Magdeburg.
Für alle war es die erste Begegnung mit Magdeburg seit ihrer Emigration, für die meisten die erste Reise nach Deutschland. Seitdem haben ehemalige jüdische Mitbürger immer wieder ihre Geburtsstadt besucht und sind vielfach offiziell durch den Oberbürgermeister empfangen worden.
Seit der Wende gibt es in Magdeburg eine Deutsch-Israelische Gesellschaft. Auch dadurch hat die Begegnung mit der jüdischen Kultur und jüdischen Künstlern an Bedeutung gewonnen.
Seit 2001 erinnert das Mahnmal "Magda" des Bildhauers Jörg-Tilmann Hinz an eine Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald gleichen Namens, in der mehr als 2.000 Häftlinge - überwiegend Juden aus Ungarn - zu Tode gequält wurden. Hier gedenken alljährlich am 27. Januar Vertreter von Stadt, Land, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Parteien und die Bundeswehr der Opfer des Nationalsozialismus.
Der Jüdische Friedhof
Jüdische Friedhöfe tragen auch die Bezeichnung "Guter Ort" oder "Halle des Lebens". Auf dem Jüdischen Friedhof im Fermersleber Weg befinden sich die Grabsteine von Moritz Rahmer, Philippson und Guyla Grosz. Hier ist auch das Grab der legendären Magdeburger Zirkusfamilie Blumenfeld. Bis 1920 hatte sie das einzige feste Zirkusgebäude in Deutschland. Der jüdische Arzt Dr. Otto Schlein ist auf dem Westfriedhof beigesetzt worden.
Stolpersteine
Am 18. März 2007 weihte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper im Rahmen einer Gedenkstunde die ersten Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus in Magdeburg ein. Der erste der verlegten Stolpersteine ist dem früheren Magdeburger Bürgermeister Dr. Herbert Goldschmidt gewidmet. Inzwischen wurden mehr als 310 Stolpersteine im Stadtgebiet verlegt. Finanziert werden die Erinnerungsmale ausschließlich durch Spenden.
6. November 2012
Ins Goldene Buch eingetragen
Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute im Alten
Rathaus den Bürgermeister der Partnerstadt Nashville, Karl Dean.
Gemeinsam mit einer 14-köpfigen Delegation aus Nashville reiste Dean
nach Magdeburg, um sich über das Thema "Erneuerbare Energien" und den
Wirtschaftsstandort Magdeburg zu informieren. Die Mitglieder der
Delegation sind überwiegend in Gastfamilien untergebracht und noch bis
zum 10. November in Magdeburg.
Karl Dean wurde am 20. September 1955 in Sioux Falls, South Dakota, geboren, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er studierte Jura an der Columbia University in New York und beendete das Studium 1978 mit einem Bachelor of Arts. Anschließend absolvierte er ein J.D. (Juris Doctor)-Programm - ein so genanntes Berufsdoktorat - an der Vanderbilt University in Nashville und beendete dieses im Jahr 1981.
Im Jahr 1990 trat Karl Dean sein erstes öffentliches Amt als Pflichtverteidiger der Stadt Nashville an, 1994 und 1998 wurde er jeweils wiedergewählt. Von 1999 bis 2007 war er als Metro Law Director tätig, ehe er am 21. September 2007 als Nachfolger Bill Purcills zum Bürgermeister der Stadt Nashville gewählt wurde. Im August 2011 konnte er die Wahl zum Bürgermeister erneut gewinnen.
Die Städtepartnerschaft zwischen Magdeburg und Nashville besteht seit dem 28. Mai 2003 und wurde bisher vor allem durch das Deutsch-Amerikanische Dialogzentrum (DADZ) befördert. Besonders auf kulturellem Gebiet erfolgte in den vergangenen Jahren ein reger Austausch beider Partnerstädte.
Darüber hinaus gibt es unter anderem eine Zusammenarbeit bei dem Projekt "Der Andere Dienst", der anstatt eines regulären Zivildienstes im Ausland abgeleistet werden kann. In den Jahren 2010 und 2011 absolvierten fünf Freiwillige aus Magdeburg ihren Dienst in karitativen Einrichtungen und unterstützten hilfsbedürftige Menschen. Auf der Internetseite www.magdeburg-nashville.com berichten die Magdeburger Jugendlichen ausführlich über ihre neu gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen während ihres Zivildienstes in Nashville.
Zudem wurde 2003 ein Schüler- und Lehreraustauschprogramm initiiert. Allein in den vergangenen beiden Jahren reisten insgesamt 20 Magdeburger Schüler und zwei Lehrer nach Nashville. Im Gegenzug waren 2010 vier Schüler aus Nashville zu Gast in Magdeburg. Im Herbst 2009 wurden in Nashville verschiedene Veranstaltungen zu dem Thema "Herbst 89 - 20 Jahre Mauerfall" präsentiert. Nashville verband damit das Ziel, die Städtepartnerschaft Magdeburg-Nashville zum Mittelpunkt der landesweiten Aktionen im gesamten Südosten Tennessees zu machen. Anlässlich des 20. Jahrestages der Wiedervereinigung Deutschlands im Oktober 2010 war Douglas Berry, Präsident von "Sister Cities of Nashville", zu Gast in Magdeburg.
Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg
Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Eingerichtet wurde es während der Amtszeit von Oberbürgermeister Hermann Beims. Mitglieder des Magistrats trugen sich am 10. Mai 1931 als Erste in das Buch ein.
Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.
Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Prof. Dr. Roman Herzog und Dr. Dr. h. c. Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süßmuth und Dr. h. c. Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Dr. h. c. Hans-Dietrich Genscher, Dr. Theo Waigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Prof. Dr. Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.
Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die ehemalige Generalbundesanwältin Prof. h. c. Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Dr. Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Dr. Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Dr. Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde, Prof. Dr. Reinhold Krampitz, Rainer Löhr, Martin Hoffmann, Gerhard Heinl, Johannes Rink, Eberhard Seifert, Hans-Werner Brüning, Gerald Grünert und Walter Meinecke, der Ehrenortschaftsrat Prof. Dr. Adolf Lingener sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.
In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Dr. Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg, der Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich, Sven Ottke und Robert Stieglitz sowie der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Dr. Theo Zwanziger geehrt.
Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, der weltberühmte jüdische Pianist und Magdeburger Ehrenbürger Prof. Menahem Pressler, die Telemann-Preisträger Prof. András Székely und Prof. Dr. h. c. Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a. D. Roland Wambeck bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ebenso wie besonders engagierte Bürger wie der 2010 verstorbene ehemalige Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster, der Vorsitzende der Seniorenvertretung Siegfried Brosza und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt.
Karl Dean wurde am 20. September 1955 in Sioux Falls, South Dakota, geboren, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er studierte Jura an der Columbia University in New York und beendete das Studium 1978 mit einem Bachelor of Arts. Anschließend absolvierte er ein J.D. (Juris Doctor)-Programm - ein so genanntes Berufsdoktorat - an der Vanderbilt University in Nashville und beendete dieses im Jahr 1981.
Im Jahr 1990 trat Karl Dean sein erstes öffentliches Amt als Pflichtverteidiger der Stadt Nashville an, 1994 und 1998 wurde er jeweils wiedergewählt. Von 1999 bis 2007 war er als Metro Law Director tätig, ehe er am 21. September 2007 als Nachfolger Bill Purcills zum Bürgermeister der Stadt Nashville gewählt wurde. Im August 2011 konnte er die Wahl zum Bürgermeister erneut gewinnen.
Die Städtepartnerschaft zwischen Magdeburg und Nashville besteht seit dem 28. Mai 2003 und wurde bisher vor allem durch das Deutsch-Amerikanische Dialogzentrum (DADZ) befördert. Besonders auf kulturellem Gebiet erfolgte in den vergangenen Jahren ein reger Austausch beider Partnerstädte.
Darüber hinaus gibt es unter anderem eine Zusammenarbeit bei dem Projekt "Der Andere Dienst", der anstatt eines regulären Zivildienstes im Ausland abgeleistet werden kann. In den Jahren 2010 und 2011 absolvierten fünf Freiwillige aus Magdeburg ihren Dienst in karitativen Einrichtungen und unterstützten hilfsbedürftige Menschen. Auf der Internetseite www.magdeburg-nashville.com berichten die Magdeburger Jugendlichen ausführlich über ihre neu gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen während ihres Zivildienstes in Nashville.
Zudem wurde 2003 ein Schüler- und Lehreraustauschprogramm initiiert. Allein in den vergangenen beiden Jahren reisten insgesamt 20 Magdeburger Schüler und zwei Lehrer nach Nashville. Im Gegenzug waren 2010 vier Schüler aus Nashville zu Gast in Magdeburg. Im Herbst 2009 wurden in Nashville verschiedene Veranstaltungen zu dem Thema "Herbst 89 - 20 Jahre Mauerfall" präsentiert. Nashville verband damit das Ziel, die Städtepartnerschaft Magdeburg-Nashville zum Mittelpunkt der landesweiten Aktionen im gesamten Südosten Tennessees zu machen. Anlässlich des 20. Jahrestages der Wiedervereinigung Deutschlands im Oktober 2010 war Douglas Berry, Präsident von "Sister Cities of Nashville", zu Gast in Magdeburg.
Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg
Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Eingerichtet wurde es während der Amtszeit von Oberbürgermeister Hermann Beims. Mitglieder des Magistrats trugen sich am 10. Mai 1931 als Erste in das Buch ein.
Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.
Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Prof. Dr. Roman Herzog und Dr. Dr. h. c. Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süßmuth und Dr. h. c. Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Dr. h. c. Hans-Dietrich Genscher, Dr. Theo Waigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Prof. Dr. Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.
Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die ehemalige Generalbundesanwältin Prof. h. c. Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Dr. Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Dr. Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Dr. Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde, Prof. Dr. Reinhold Krampitz, Rainer Löhr, Martin Hoffmann, Gerhard Heinl, Johannes Rink, Eberhard Seifert, Hans-Werner Brüning, Gerald Grünert und Walter Meinecke, der Ehrenortschaftsrat Prof. Dr. Adolf Lingener sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.
In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Dr. Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg, der Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich, Sven Ottke und Robert Stieglitz sowie der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Dr. Theo Zwanziger geehrt.
Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, der weltberühmte jüdische Pianist und Magdeburger Ehrenbürger Prof. Menahem Pressler, die Telemann-Preisträger Prof. András Székely und Prof. Dr. h. c. Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a. D. Roland Wambeck bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ebenso wie besonders engagierte Bürger wie der 2010 verstorbene ehemalige Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster, der Vorsitzende der Seniorenvertretung Siegfried Brosza und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt.
Quelle: www.magdeburg.de
5. November 2012
Statue ergänzt Figurengruppe
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper wird am kommenden Freitag (9. Nov.)
um 16.00 Uhr die wieder errichtete Hirschstatue auf dem Alten Markt
offiziell einweihen. Die Hirschfigur wird als drittes Symbol die
Figurengruppe um den Magdeburger Reiter und den Roland ergänzen. Die
historische Hirschsäule war im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden.
Ihr Wiederaufbau geht auf eine Initiative des Vereins "Denkmalensemble
Alter Markt e.V." zurück.
Der Hirsch ist Bestandteil des historischen Dreigestirns vor dem Alten Rathaus. Er gehörte zu den drei bedeutenden Kunstwerken, die im Mittelalter den Alten Markt zierten. Magdeburger Reiter, Roland und Hirsch bildeten als Dreigestirn ein Symbol für das Selbstbewusstsein der Stadt. Der Reiter steht für die Tributpflicht an den Kaiser und der Roland für das Unabhängigkeitsstreben der Stadt. Der Hirsch verkörpert die Verheißung des Paradieses, also das Ende des irdischen und den Beginn des ewigen Lebens. Der Hirsch war offensichtlich ein Symbol, dessen Bedeutung den Menschen jener Zeit nicht erklärt werden musste. Nur so lassen sich die wenigen Beschreibungen und Abbildungen in der historischen Literatur erklären.
Nach dem aus Spenden finanzierten Roland "Colossus Magdeburgensis", der im Dezember 2005 eingeweiht wurde, sammelte der Verein "Denkmalensemble Alter Markt e.V." auch Spenden für die Wiedererrichtung der Hirschfigur. Dank der Unterstützung vieler Magdeburgerinnen und Magdeburger sowie von Unternehmen und dem Land Sachsen-Anhalt sind über 60.000 Euro gespendet worden.
Mit der Gestaltung der Statue war die Künstlerin Martina Seffers, die bereits den Magdeburger Roland geschaffen hat, beauftragt worden. Die Vorlage für den neuen Magdeburger Hirsch fand die Künstlerin in der "Chronik der Sachsen und Nidersachsen" von Johannes Pomarius aus dem Jahr 1589. Ohne weitere Deutung bildet Pomarius die Hirschsäule als Holzschnitt auf der letzten Seite seines Werkes ab. Die renommierte Kunstgießerei Flierl aus Berlin hat im Auftrag der Künstlerin den aufwändigen Bronzeguss durchgeführt.
Hintergrund
Der Verein "Denkmalensemble Alter Markt e.V." ging aus dem "Freundeskreis historischer Roland" hervor und wurde im Jahr 2009 gegründet. Dem Verein gehören an:
Minister a. D. Dr. Karl-Heinz-Daehre (Ehrenmitglied), Falko Balzer (Vorsitzender), Dr. Dieter Scheidemann (Stellvertretender Vorsitzender), Heinz-Joachim Olbricht, (Schatzmeister), Werner Kaleschky (1. Kassenprüfer), Reiner Riegg, (2.Kassenprüfer), Dr. Eckhart W. Peters, Katja Lehmann, Christine Schwarz, Christian Kilz, Uta Luise Zimmermann-Krause, Eberhard Seifert, Karin Meinecke.
Zu den Großspendern, die mehr als 1.000 Euro zur Verfügung gestellt haben, gehören folgende Firmen, Institutionen und Privatpersonen:
Altmarkbau GmbH & Co.KG, Bilfinger Berger Hochbau GmbH, Busse Bau GmbH, EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH, Franziska Gerhold, Dr. Karl Gerhold, Alena Gerhold-Middendorff, GSE Ingenieur-Gesellschaft mbH, GSP Projektgesellschaft mbH, Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co.KG, IBB Bischof mbH, Industriebau Wernigerode GmbH, Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Dieter Beyer, ITB Ingenieurtiefbau GmbH, Josef Kluba, Lehmann und Mertens GrundstücksGbR, Michael Löttge, Magdeburg Hannoversche Baugesellschaft mbH, Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co. KG, MWG Wohnungsgenossenschaft eG Magdeburg, OST BAU Osterburg, Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt, Paul Schuster GmbH, Familie Dr. E. W. Peters, Stadtsparkasse Magdeburg, STRABAG AG, Verlag Janos Stekovics, VIP GmbH Magdeburg.
Der Hirsch ist Bestandteil des historischen Dreigestirns vor dem Alten Rathaus. Er gehörte zu den drei bedeutenden Kunstwerken, die im Mittelalter den Alten Markt zierten. Magdeburger Reiter, Roland und Hirsch bildeten als Dreigestirn ein Symbol für das Selbstbewusstsein der Stadt. Der Reiter steht für die Tributpflicht an den Kaiser und der Roland für das Unabhängigkeitsstreben der Stadt. Der Hirsch verkörpert die Verheißung des Paradieses, also das Ende des irdischen und den Beginn des ewigen Lebens. Der Hirsch war offensichtlich ein Symbol, dessen Bedeutung den Menschen jener Zeit nicht erklärt werden musste. Nur so lassen sich die wenigen Beschreibungen und Abbildungen in der historischen Literatur erklären.
Nach dem aus Spenden finanzierten Roland "Colossus Magdeburgensis", der im Dezember 2005 eingeweiht wurde, sammelte der Verein "Denkmalensemble Alter Markt e.V." auch Spenden für die Wiedererrichtung der Hirschfigur. Dank der Unterstützung vieler Magdeburgerinnen und Magdeburger sowie von Unternehmen und dem Land Sachsen-Anhalt sind über 60.000 Euro gespendet worden.
Mit der Gestaltung der Statue war die Künstlerin Martina Seffers, die bereits den Magdeburger Roland geschaffen hat, beauftragt worden. Die Vorlage für den neuen Magdeburger Hirsch fand die Künstlerin in der "Chronik der Sachsen und Nidersachsen" von Johannes Pomarius aus dem Jahr 1589. Ohne weitere Deutung bildet Pomarius die Hirschsäule als Holzschnitt auf der letzten Seite seines Werkes ab. Die renommierte Kunstgießerei Flierl aus Berlin hat im Auftrag der Künstlerin den aufwändigen Bronzeguss durchgeführt.
Hintergrund
Der Verein "Denkmalensemble Alter Markt e.V." ging aus dem "Freundeskreis historischer Roland" hervor und wurde im Jahr 2009 gegründet. Dem Verein gehören an:
Minister a. D. Dr. Karl-Heinz-Daehre (Ehrenmitglied), Falko Balzer (Vorsitzender), Dr. Dieter Scheidemann (Stellvertretender Vorsitzender), Heinz-Joachim Olbricht, (Schatzmeister), Werner Kaleschky (1. Kassenprüfer), Reiner Riegg, (2.Kassenprüfer), Dr. Eckhart W. Peters, Katja Lehmann, Christine Schwarz, Christian Kilz, Uta Luise Zimmermann-Krause, Eberhard Seifert, Karin Meinecke.
Zu den Großspendern, die mehr als 1.000 Euro zur Verfügung gestellt haben, gehören folgende Firmen, Institutionen und Privatpersonen:
Altmarkbau GmbH & Co.KG, Bilfinger Berger Hochbau GmbH, Busse Bau GmbH, EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH, Franziska Gerhold, Dr. Karl Gerhold, Alena Gerhold-Middendorff, GSE Ingenieur-Gesellschaft mbH, GSP Projektgesellschaft mbH, Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co.KG, IBB Bischof mbH, Industriebau Wernigerode GmbH, Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Dieter Beyer, ITB Ingenieurtiefbau GmbH, Josef Kluba, Lehmann und Mertens GrundstücksGbR, Michael Löttge, Magdeburg Hannoversche Baugesellschaft mbH, Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co. KG, MWG Wohnungsgenossenschaft eG Magdeburg, OST BAU Osterburg, Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt, Paul Schuster GmbH, Familie Dr. E. W. Peters, Stadtsparkasse Magdeburg, STRABAG AG, Verlag Janos Stekovics, VIP GmbH Magdeburg.
Quelle: www.magdeburg.de
1. November 2012
Bekämpfung der Schwarzarbeit
Ab dem heutigen Tag arbeiten Niedersachsen und
Sachsen-Anhalt eng in der Schwarzarbeitsbekämpfung zusammen. Die von
Niedersachsen bereits 2009 eingerichtete Datenbank zur Erfassung von handwerks-
und gewerberechtlichen Ordnungswidrigkeiten wird nun gemeinsam mit
Sachsen-Anhalt genutzt. „Damit können wir schneller und umfassender die Daten
länderübergreifend austauschen. Das erleichtert den Nachweis von Schwarzarbeit
und hilft Wiederholungstäter oder landesübergreifend operierende Täter
aufzuspüren", erklärte Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode.
Die Anwendung wurde speziell für diese Aufgabe vom
Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen
entwickelt und den Kommunen kostenlos von den Ländern zur Verfügung gestellt.
Angesichts des erheblichen Umfangs von Schwarzarbeit und des
enormen volkswirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Schadens steht die
Bekämpfung der Schwarzarbeit weiterhin im Fokus der Niedersächsischen
Landesregierung. „Schwarzarbeitsbekämpfung bedeutet, Unternehmer und
Arbeitnehmer vor der rechtswidrig arbeitenden Konkurrenz zu schützen und damit
gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Sie bedeutet auch mehr
Verbraucherschutz, denn nur diejenigen, die auch nachweislich eine Ausbildung
für bestimmte Leistungen haben, dürfen diese auch erbringen", sagte Bode.
Neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen für legale
Arbeit, sind auch die Einleitung eines Bewusstseinswandels in der Bevölkerung
und die Ahndung der Schwarzarbeit wichtige Bausteine bei der Eindämmung. „Es
muss jedem klar sein, dass diejenigen, die schwarz arbeiten oder arbeiten
lassen, gegen die Grundregeln unseres Sozialstaates verstoßen", betonte
der Minister.
Unter der Internetadresse www.mw.niedersachsen.de/schwarzarbeitsbekaempfung können weitere
Informationen zum Thema „Schwarzarbeit" abgerufen werden.
Quelle: www.mw.niedersachsen.de
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Wirtschaft,
Wissen
30. Oktober 2012
Vorsicht Glatteis
Tipps zum richtigen Verhalten bei plötzlicher
Straßenglätte: Norddeutschland hat in den vergangenen Nächten seinen ersten
Frost erlebt. Ab sofort sollten Autofahrer am morgen Scheiben Freikratzen und
Straßenglätte fest mit einplanen. Damit der Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen
nicht zur Rutschpartie wird, empfehlen die Experten des ADAC
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eine vorausschauende Fahrweise. Besonders
gefährlich sind Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Straße ist glatter als
bei strengem Frost, weil sich ein zusätzlicher Wasserfilm auf dem Asphalt
bilden kann. Durch den Wechsel von Tauen und Gefrieren ändert sich außerdem die
Fahrbahnbeschaffenheit ständig.
Reifglätte
Die gefürchtete Reifglätte entsteht, wenn Nebel oder feuchte
Luft bei weniger als Null Grad Bodentemperatur über die kalte Fahrbahn zieht.
Deshalb: Vorsicht bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen
Fahrbahntemperaturen! Eine dunkle, feucht wirkende Fahrbahn kann bereits glatt
sein.
Blitzeis
Eisregen, umgangssprachlich auch Blitzeis genannt, entsteht,
wenn Regen unter Null Grad Celsius auf die deutlich kältere Fahrbahn trifft.
Das Wasser gefriert sofort und bildet eine harte, glasige zusammenhängende
Eisschicht. Deshalb: Vorsicht bei einsetzendem Regen.
Eisglätte
Überfrierende Nässe oder Eisglätte bildet sich, meist
örtlich begrenzt, bei sinkender Temperatur durch das Gefrieren von Pfützen oder
Schmelzwasser. Deshalb: Vorsicht bei Feuchtigkeit.
Schneeglätte
Schneeglätte entsteht durch das Festfahren von Schnee oder
durch Gefrieren von Schneematsch. Deshalb: Vorsicht bei plötzlich weißer
Fahrbahn.
Allgemein gilt:
Signale für Glätte sind leisere Abrollgeräusche der Reifen,
eine unnatürlich weich werdende Lenkung und ein Durchdrehen der Antriebsräder.
Besondere Vorsicht ist morgens und abends geboten, wenn der Winterdienst noch
nicht oder nicht mehr im Einsatz ist. In der Nacht haben es Stellen mit hoher
Luftfeuchtigkeit beispielsweise an Flüssen und Seen oder in Wäldern in sich.
Brücken und Kuppen können dann gefährlich glatt sein. Große Aufmerksamkeit ist
auch auf ungeräumten Nebenstraßen nötig sowie auf Straßenabschnitten vor und
nach Landkreisgrenzen und Ortsschildern, weil hier andere Winterdienste
zuständig sein könnten.
Um bei Glätte heil anzukommen, sollten sich Autofahrer ein
Zeitpolster schaffen und längere Fahrzeiten einplanen sowie Schleichwege
meiden. Zur Sicherheit trägt auch ein besonders großer Abstand zum
vorausfahrenden Fahrzeug bei.
In der kalten Jahreszeit müssen Fahrzeugführer besonders
behutsam und sensibel mit dem Gaspedal umgehen. Denn wer plötzlich oder
ruckartig Gas gibt oder wegnimmt, provoziert ein Ausbrechen und Rutschen des
Wagens. Empfehlenswert ist eine kurze Bremsprobe nach wenigen Metern Fahrtstrecke.
Diese gibt ein Gefühl für die veränderten Straßenverhältnisse. Aber Achtung:
Vorher unbedingt in den Rückspiegel schauen!
Quelle: www.adac.de
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25. Oktober 2012
Der Reformationstag
Warum feiern wir den Reformationstag? Das Reformationsfest
am 31. Oktober erinnert an das Jahr 1517, als Martin Luther (1483-1546) seine
berühmten 95 Thesen, die den Anstoß zur Reformation gaben, in Wittenberg
bekannt gemacht hatte. In einigen protestantisch geprägten Bundesländern ist
der Reformationstag seit der Wiedervereinigung gesetzlicher Feiertag. Die Stadt
in Sachsen-Anhalt heißt schon seit 1938 offiziell und amtlich "Lutherstadt
Wittenberg".
Seit dem 31. Oktober 1517 gilt Wittenberg als geistiges und
kulturelles Zentrum von internationaler Bedeutung. Als Martin Luther damals seine
95 Thesen veröffentlichte, erschütterte er damit Deutschland und ganz Europa in
seinen Grundfesten. Heute feiern jährlich Tausende dieses historische Ereignis in der Lutherstadt
Wittenberg.
20. Oktober 2012
Jetzt das Auto winterfest machen
Wer in den nächsten Wochen nicht von den ersten
Kälteperioden überrascht werden möchte, sollte sein Auto frühzeitig winterfest
machen. Dabei müssen laut ADAC
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. folgende Punkte unbedingt
beachtet werden:
Profil prüfen: Für Winterreifen gilt zwar wie für
Sommerreifen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Nach
Ansicht des ADAC sind allerdings
Winterreifen mit einer Profiltiefe von unter vier Millimeter nur sehr bedingt
wintertauglich und sollten durch neue ersetzt werden. Rechtzeitig bestellen ist
wichtig, denn die Topprodukte, zum Beispiel aus dem gerade veröffentlichten
ADAC Test, sind schnell ausverkauft.
Auch das Reifenalter ist entscheidend: Älter als zehn Jahre sollten die Reifen
nicht sein.
Beleuchtung testen: Auf die Beleuchtungsanlage muss gerade
in der dunklen Jahreszeit Verlass sein. Ob alle Leuchtmittel in Ordnung sind,
kann jeder Autofahrer selbst kontrollieren. Die korrekte Einstellung am besten
in einer Fachwerkstatt kontrollieren lassen (im Oktober gratis).
Durchblick haben: Scheiben innen gründlich vom Sommerschmutz
befreien.
Das sorgt für gute Sicht und mindert die Beschlagneigung.
Marode Wischerblätter, die bereits Schlieren bilden und kein einwandfreies
Sichtfeld mehr bieten, gegen neue tauschen. Gerade wenn die Sonne tief steht,
wird man leichter geblendet.
Kraftquelle fit halten: Ältere Autobatterien versagen beim
ersten Frost häufig ihren Dienst, insbesondere dann, wenn die Kraftspender
älter als vier Jahre sind. Deshalb: Batterie prüfen lassen und gegebenenfalls
eine neue kaufen.
Frostschutz checken: Eis im Kühlsystem führt zu
Motorschaden. Am besten in der Werkstatt oder an der Tankstelle prüfen lassen,
ob der Frostschutz noch ausreicht. In die Scheiben-/Scheinwerferwaschanlage
Winter-Reiniger einfüllen, nicht nur wegen des Frostschutzes, sondern weil er
auch besser mit Winter-Schmutz fertig wird. Zudem sollten die Türdichtungen mit
einem hierfür geeigneten Pflegemittel behandelt werden, damit sie nicht so
schnell zufrieren.
Scheiben kratzen: Darüber hinaus empfiehlt der ADAC
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. jetzt schon für alle Fälle einen Eiskratzer,
Handschuhe und eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe ins Auto zu legen.
Ein Enteiser für das Türschloss sollte im Haus oder Büro bereit liegen, sofern
das Auto noch mit dem Schlüssel aufgesperrt wird. Eine warme Decke und
ausreichend Flüssigkeit sollten bei jeder längeren Reise mit an Bord sein.
Quelle: www.presse.adac.de
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