Posts mit dem Label Natur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Natur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
20. März 2013
Gentechnisch veränderte Baumwolle: Manche Schädlinge profitieren vom Anbau
Einige Schädlinge wie Blattläuse können sich auf gentechnisch veränderter Baumwolle besser vermehren als auf konventionellen Pflanzen. Das lassen die Ergebnisse einer Studie des Schweizerischen Nationalfonds SNF vermuten, für die Versuche im Gewächshaus und im Freiland durchgeführt wurden. Gentechnisch veränderte Baumwolle wächst inzwischen weltweit auf über 80 Prozent der Felder. Bt-Baumwolle enthält ein Gen des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis (Bt). Dadurch bildet sie einen Wirkstoff, der für bestimmte Schmetterlingsraupen, die zu den wichtigsten Schädlingen im Baumwollanbau gehören, giftig ist. Wenn die Landwirte Bt-Baumwolle anpflanzen, müssen sie deutlich weniger Pflanzenschutzmittel verwenden.
Baumwollpflanzen verfügen von Natur aus über ein raffiniertes Verteidigungssystem gegen Schädlinge. Wenn die Blätter von Schmetterlingsraupen befallen sind, werden bestimmte Abwehrsubstanzen, die Terpenoide, gebildet. Diese Stoffe vertreiben nicht nur die Raupen, sondern auch andere pflanzenfressende Insekten wie Wanzen und Blattläuse.
In ihren Versuchen konnten die Schweizer Forscher zeigen, dass das Bt-Eiweiß die Schmetterlingsraupen abtötet, bevor dieses Verteidigungssystem in Gang kommt. Dadurch sind die gentechnisch veränderten Pflanzen anfälliger für einen Befall mit Nichtzielorganismen wie Blattläuse, die für das Gift unempfindlich sind. In den Experimenten konnten sich Blattläuse (Aphis gossypii) auf gentechnisch veränderter Baumwolle besser vermehren als auf konventionellen Pflanzen, die zuvor - ausgelöst durch einen Befall mit Schmetterlingsraupen - Terpenoide gebildet hatten. Dieser Effekt zeigte sich vor allem unter geschützten Bedingungen im Gewächshaus, war aber auch auf dem Feld nachweisbar. Vermutlich wird die Blattlauspopulation im Freiland von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst, erklären die Forscher.
Auf dem Baumwollfeld werden Blattläuse in der Regel durch ihre natürlichen Feinde dezimiert, sodass keine großen landwirtschaftlichen Schäden zu befürchten sind. Wanzen hingegen bereiten Baumwollbauern in vielen Anbauregionen große Probleme. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob auch diese und andere pflanzenfressenden Insekten vom Anbau der Bt-Baumwolle profitieren.
Heike Kreutz, www.aid.de
Labels:
Forschung,
Landwirtschaft,
Natur,
Umwelt,
Wissenschaft
18. November 2012
Mehr Geld für den Schutz der biologischen Vielfalt
15. November 2012
Zuflucht für Meeresschildkröten
Mosambik hat jetzt Afrikas größtes
Küstenschutzgebiet ausgewiesen. Das so gennannte Primeiras e
Segundas-Archipel umfasst zehn von Korallen umsäumte Inseln und
erstreckt sich über eine Fläche von mehr als einer Million Hektar. „Die
Einrichtung des Schutzgebietes krönt die Naturschutzbemühungen der
vergangenen Jahre. Der WWF kämpft seit acht Jahren gegen Überfischung
und unkontrollierten Tourismus in der Region. Höchste Zeit, dass die
Weichen in Richtung Nachhaltigkeit gestellt werden“, freut sich Brit
Reichelt-Zolho, Afrikareferentin des WWF Deutschland. Es sei ermutigend,
dass sich sowohl die lokale Bevölkerung als auch die Zentralregierung
für den Schutz des Gebietes eingesetzt haben.
In
der sensiblen Ökoregion finden sich die letzten großen Seegraswiesen
Afrikas sowie extensive Mangrovenwälder, die Nahrungsgrundlage für
Dugongs (Seekühe) und die Kinderstube für zahlreiche auch ökonomisch
wichtige Fische und Schalentiere. Die Inseln des Archipels sind
Nistplätze geschützter Meeresschildkröten und seltener Vogelarten. Auch
der Quastenflosser, ein Fisch, der schon lange vor den Dinosauriern die
Meere des Planeten bevölkerte, ist hier noch immer zuhause. Jährlich
ziehen Wale und Delphine auf ihrer Wanderroute durch das Archipel.
Das
Primeiras e Segundas-Archipel schließt wertvolle Küstenlandschaften
ein, die Teil des Ökosystems sind. Neben seinen Naturschätzen ist das
Gebiet von großer wirtschaftlicher Bedeutung – insbesondere der
Fischereisektor spielt eine wichtige Rolle. Zahlreiche Arten stehen
aufgrund der Intensivierung der Fischerei inzwischen am Rand der
Ausrottung. „Hier geht es darum, die Entwicklung der Region in
nachhaltige Bahnen zu lenken“, zeichnet der WWF die bevorstehenden
Aufgaben vor.
9. November 2012
Majoran – Eine Pflanze mit Heilkraft
Allgemeines
Majoran soll ursprünglich aus
Asien kommen. Er wird heute aber in ganz Europa angebaut. Man unterscheidet
Gartenmajoran, Kretischen Majoran und Wilden Majoran oder Oregano. Die Herkunft
des Namens wird vermutlich vom altfranzösischen Wort „mariol“ abgeleitet und
spielt auf die Blütenknollen an, die wie kleine Marionetten aussehen. Die
Pflanze wird in der Blüte geerntet, da sie dann den höchsten Gehalt an
Aromastoffen hat. Der Duft bleibt in gut verschlossenen Gefäßen über mehrere
Jahre erhalten.
Inhaltsstoffe und
Wirkung
![]() |
| Foto: Wirths PR |
Über die tatsächlichen Heilwirkungen
ist man sich allerdings noch nicht einig. Vieles beruht auf Überlieferungen,
schon in der Antike rankte viel Mythos um das aromatische Kraut. Und obwohl
Majoran sowohl ätherisches Öl, als auch andere sekundäre Pflanzenstoffe
enthält, spielt er arzneilich heute kaum mehr eine Rolle. Das gilt auch für
Salben aus Majoran. Die alten Griechen versuchten damit, den natürlichen Farbglanz
des Haares und der Augenbrauen zu erhalten. Die Salbe sollte außerdem bei
nervösen Leiden, Magenbeschwerden und Blähungen Abhilfe schaffen. Bei
Säuglingen und Kleinkindern wurde sie als Schnupfensalbe, sowie bei
Verrenkungen und Wunden eingesetzt. In der Antike wurde Majoran auch dem Wein
beigegeben, um Liebeskräfte zu wecken.
Verwendungsformen und
Darreichung
Als Teeaufguss verwendet man
Majoran bei Nervenkrankheiten, Erkältungen, Verdauungsbeschwerden mit Blähungen
und Krämpfen, Heuschnupfen und auch bei Mundschleimhautentzündungen.
Nebenwirkungen sind bei richtiger Dosierung keine bekannt. Überdosierung und zu
langer Gebrauch können allerdings zu Kopfschmerzen und Benommenheit führen.
Sonstiges
Wesentlich mehr Freunde hat
Majoran in der Küche. Dem Geschmack nach ähnelt er dem Thymian, ist aber süßer
und aromatischer. Er macht Fleisch schmackhafter und passt hervorragend in
Eintöpfe, Suppen, Salate und zu gekochtem Gemüse (Bohnen und Kohl werden
bekömmlicher). Geben Sie ihn erst gegen Ende der Kochzeit dazu, so behält er
sein gutes Aroma.
Labels:
Aktuell,
Biologie,
Botanik,
Garten,
Gesundheit,
Heilkräuter,
Heilkunde,
Heilpflanzen,
Kräuter,
Medizin,
Natur,
Naturheilkunde,
Naturkunde,
Pflanzen,
Pflanzenheilkunde,
Wissen
Andorn – die Heilpflanze mit Wirkung
Allgemeines
Älteste archäologische Nachweise
in Mitteleuropa deuten darauf hin, dass uns der Gewöhnliche Andorn schon seit
der Jungsteinzeit (4000 v. Chr.) begleitet. Diese schon früh kultivierte
Pflanze wächst gerne an Wegrändern und Hofplätzen und ist gerade im
Mittelmeergebiet weit verbreitet. Doch auch in Nordeuropa, Nord- und
Südamerika, sowie Australien kann man ihn mittlerweile finden. Die dicht filzig
behaarte Staude wird zwischen 30 und 60 cm hoch und besitzt eiförmige Blätter
mit gekerbt-gesägtem Rand. Der Gewöhnliche Andorn hat kleine, weiße Blüten, die
von Mai bis August zu sehen sind.
Inhaltsstoffe und
Wirkung
Gerade in der Volksmedizin wird Andorn gerne eingesetzt. Die
in ihm enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe regen die Ausscheidung von
Körperflüssigkeiten an. Damit wirkt er im Bereich der Atemwege ausgesprochen schleimlösend
und fördert das Abhusten. Im Verdauungsbereich hilft er bei dyspeptischen Beschwerden (Blähungen und
Völlegefühl). Dies wird durch erhöhte Bildung von Galle und Schleimabsonderung
im Darm erreicht.
![]() |
Foto: Schoenenberger / Wirths PR
|
Verwendungsformen und Darreichung
Der aus frischem Andornkraut gewonnene Presssaft ist in Apotheken
und Reformhäusern erhältlich. Mit diesem kann man sich die heilkräftige Wirkung
gut und einfach zunutze machen. Aus getrockneten Blättern und den oberen
Stängelteilen der Pflanze kann auch Tee gewonnen werden.
Sonstiges
Gewöhnlicher Andorn hat im Volksmund eine Vielzahl von
Namen: Weißer Andorn, Weißer Dorant, Gotteshilfe, Gottvergessen, Helfkraut,
Berghopfen, Mariennessel, Marobelkraut, Mutterkraut, Siegminzenkraut und Weißleuchtkraut.
Labels:
Aktuell,
Biologie,
Botanik,
Garten,
Gesundheit,
Heilkräuter,
Heilkunde,
Heilpflanzen,
Kräuter,
Medizin,
Natur,
Naturheilkunde,
Naturkunde,
Pflanzen,
Pflanzenheilkunde,
Wissen
Baldrian - die Wunderwurzel
Allgemeines
Baldrian gehört zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt.
Schon Hippokrates, der Urvater der Medizin, schwor auf die Heilkräfte dieser
„Wunderwurzel“, auch Plinius und Hildegard von Bingen hoben die vielfältigen
medizinischen Einsatzmöglichkeiten des Baldrians hervor. Auch heute noch ist die
Pflanze fester Bestandteil der Naturheilkunde. Baldrian findet man auf feuchten
Wiesen und in Fluss- und Bachniederungen in ganz Europa. Heilkraft besitzen
allein die Wurzelstöcke und die Wurzeln des unscheinbaren, fiederblättrigen
Gewächses. Die Wurzeln werden üblicherweise im September ausgegraben und
verarbeitet.
![]() |
Baldrian ist ein ideales Beruhigungsmittel.
Foto: Wirths PR / Schoenenberger |
Inhaltsstoffe und
Wirkung
Baldrian ist der Beruhiger schlechthin. Sein besonderer Wert
liegt in seiner beruhigenden Wirkung auf unser Nervensystem, ohne dabei zu betäuben
oder die Leistungsfähigkeit herabzusetzen. Auf einen Nenner gebracht: Baldrian
bringt Ausgeglichenheit am Tag und Entspannung in der Nacht. Man spricht dabei
von einer besänftigenden und beruhigenden Wirkung, die selbst in
Stresszuständen zu neuer Energie führen kann.
Verwendung und
Darreichung
Als natürliche Einschlafhilfe bei nervös bedingten
Einschlafstörungen ist Baldrian das Mittel der Wahl. Vor allem „Kopfarbeiter“
tun sich häufig schwer, abends abzuschalten. Folge: Sie wälzen sich im Bett hin
und her, Einschlafen Fehlanzeige. Der Saft aus frischen Baldrianwurzeln (z. B.
von Schoenenberger, in Apotheken und Reformhäusern) hilft beim abendlichen und
nächtlichen Entspannen.
Dabei wirkt er keinesfalls sedativ, wie viele chemische
Schlafmittel, wodurch der natürliche Schlafrhythmus erhalten bleibt. Das ist
wichtig für einen gesunden und regenerierenden Schlaf. Deshalb ist Baldrian
auch ein unverzichtbarer Bestandteil von arzneilich wirksamen Schlaf- und
Nerventees. Daneben gibt es Baldrian auch in Form von Dragees oder Einschlaftropfen.
Sonstiges
Baldrian ist nicht nur ein ideales Beruhigungsmittel bei
Stress, Nervosität oder Prüfungsangst. Er wirkt sich auch wohltuend und
entspannend auf die Nervenbahnen unser inneren Organe aus und hilft so bei
Magenkrämpfen, Frauenleiden und Beschwerden in den Wechseljahren.
Labels:
Aktuell,
Biologie,
Botanik,
Garten,
Gesundheit,
Heilkräuter,
Heilkunde,
Heilpflanzen,
Kräuter,
Medizin,
Natur,
Naturheilkunde,
Naturkunde,
Pflanzen,
Pflanzenheilkunde,
Wissen
6. November 2012
Schutz von Fledermäusen und Vögeln ist gewährleistet
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am Dienstag die Klage des
BUND gegen den Lückenschluss auf der A33 abgewiesen. Damit ist der Weg
frei, den seit Jahrzehnten stockenden Autobahnlückenschluss zwischen
Halle und Borgholzhausen zügig voranzutreiben.
Verkehrsminister Michael Groschek sagte kurz nach dem Urteil: „Das ist ein guter Tag für die Menschen in Ostwestfalen-Lippe. Seit den 60er Jahren wird die insgesamt 100 Kilometer lange Autobahn schon geplant – nun ist endlich die Hürde für das letzte Teilstück genommen. Ich will gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer am 17. Dezember den ersten Spatenstich vornehmen.“
Nach Ansicht des BUND habe der Feststellungsbeschluss gegen die Bestimmungen des Natur- und Artenschutzes verstoßen. Das Bundesverwaltungsgericht ist dem nicht gefolgt und hält den Bau unter Berücksichtigung der vorgesehen Ausgleichsmaßnahmen für rechtmäßig. 30 Millionen Euro des 140-Millionen-Projekts werden für den Artenschutz ausgegeben, beispielsweise für Grünbrücken. Insofern bestätigt das Urteil die gute und vor allem sorgfältige Arbeit des Landesbetriebs Straßenbau, der Bezirksregierung Detmold und aller beteiligten Behörden.
„Wir erwarten jetzt vom Bund, dass er sich an die Zusage hält und die Gesamtmaßnahme finanziell so absichert, dass wir die letzte noch verbleibende Lücke im Zuge der A33 zwischen Bielefeld und Osnabrück schnellstmöglich schließen können. Schließlich geht es darum, den Verkehr endlich raus aus den Ortschaften und auf die Autobahn zu bekommen“, erklärte Groschek weiter. „Zudem ist die Ortsdurchfahrt Halle in den vergangenen Jahren ein Unfallschwerpunkt mit vielen Schwerverletzten und Toten gewesen. Der Autobahnausbau macht die Region nicht nur verkehrssicherer, sondern senkt zudem die Schadstoffbelastung für die Anwohner.“
Das letzte Teilstück hat eine Gesamtlänge von 12,6 Kilometern.
Quelle: www.nrw.de
Verkehrsminister Michael Groschek sagte kurz nach dem Urteil: „Das ist ein guter Tag für die Menschen in Ostwestfalen-Lippe. Seit den 60er Jahren wird die insgesamt 100 Kilometer lange Autobahn schon geplant – nun ist endlich die Hürde für das letzte Teilstück genommen. Ich will gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer am 17. Dezember den ersten Spatenstich vornehmen.“
Nach Ansicht des BUND habe der Feststellungsbeschluss gegen die Bestimmungen des Natur- und Artenschutzes verstoßen. Das Bundesverwaltungsgericht ist dem nicht gefolgt und hält den Bau unter Berücksichtigung der vorgesehen Ausgleichsmaßnahmen für rechtmäßig. 30 Millionen Euro des 140-Millionen-Projekts werden für den Artenschutz ausgegeben, beispielsweise für Grünbrücken. Insofern bestätigt das Urteil die gute und vor allem sorgfältige Arbeit des Landesbetriebs Straßenbau, der Bezirksregierung Detmold und aller beteiligten Behörden.
„Wir erwarten jetzt vom Bund, dass er sich an die Zusage hält und die Gesamtmaßnahme finanziell so absichert, dass wir die letzte noch verbleibende Lücke im Zuge der A33 zwischen Bielefeld und Osnabrück schnellstmöglich schließen können. Schließlich geht es darum, den Verkehr endlich raus aus den Ortschaften und auf die Autobahn zu bekommen“, erklärte Groschek weiter. „Zudem ist die Ortsdurchfahrt Halle in den vergangenen Jahren ein Unfallschwerpunkt mit vielen Schwerverletzten und Toten gewesen. Der Autobahnausbau macht die Region nicht nur verkehrssicherer, sondern senkt zudem die Schadstoffbelastung für die Anwohner.“
Das letzte Teilstück hat eine Gesamtlänge von 12,6 Kilometern.
Quelle: www.nrw.de
Stacheliger Nützling: Naturnahe Gärten optimal für Igel
Auf dem Speiseplan von Igeln stehen Schnecken, junge Mäuse - auch
Wühlmäuse - sowie Insektenlarven und -puppen. Wer den Nützling im Garten
ansiedeln möchte, sollte ihm vielfältige Nahrungs- und Versteckangebote
bieten.
In Deutschland ist der Braunbrustigel Erinaceus europaeus anzutreffen, auch Westeuropäischer Igel genannt. Er hat eine braune Brust, 6.000 bis 8.000 Stacheln und wird bis zu 30 cm lang. Als Einzelgänger finden die Tiere nur zur Paarung zusammen, meist einmal im Jahr zwischen März und Juli. Nach rund fünf Wochen bringen die Weibchen drei bis acht Junge mit weißen, weichen Stacheln zur Welt. Igel werden bis zu zehn Jahre alt.
Der dämmerungs- und nachtaktive Nützling versteckt sich tagsüber unter Sträuchern oder in Laubhaufen. In der Dunkelheit geht er auf Nahrungssuche. Dabei lässt sich der Kulturfolger vor allem von seinem ausgezeichneten Geruchssinn leiten und legt weite Strecken zurück. Vor dem Winterschlaf nehmen die Tiere vermehrt kohlenhydratreiche Nahrung auf, wie Samen, Nüsse, Beeren und Fallobst. Bei Temperaturen unter 10 °C beziehungsweise ab Ende Oktober/Mitte November beginnen die Igel mit dem Winterschlaf, der je nach Witterung bis März oder April dauert. Als Überwinterungsplatz suchen sie frostfreie und geschützte Orte auf, in denen sie ein Nest aus Moos, Laub oder Heu bauen. Naturnahe Gärten bieten meist gute Rückzugsmöglichkeiten. Wer die standorttreuen kleinen Stacheltiere in seinen Garten locken möchte, kann zum Beispiel Kompost-, Laub- oder Reisighaufen anlegen oder belassen. Auch Holzstapel oder im Handel erhältliche "Igelkuppeln" eignen sich gut.
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Igel eine besonders geschützte Tierart. Der größte Feind ist der autofahrende Mensch. Daher ist Rücksicht beim nächtlichen Autofahren besonders wichtig. Wer in seinem Garten einen steil abfallenden Teich oder Schacht hat, sorgt mit einem schrägen, mit Maschendraht bespannten Brett dafür, dass ein hineingefallener Igel sich wieder befreien kann. Ganz wichtig: Während der Gartensaison kein Schneckenkorn verwenden; es ist für Igel gefährlich.
Übrigens: Igel sind Wildtiere. Nur verletzte, kranke oder kleine Igel, die im Spätherbst das Winterschlafgewicht von 400 bis 500 g noch nicht erreicht haben, brauchen Hilfe. Bei Fragen helfen der Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND) oder der Verein Pro Igel e. V. weiter.
Heike Stommel, www.aid.de
In Deutschland ist der Braunbrustigel Erinaceus europaeus anzutreffen, auch Westeuropäischer Igel genannt. Er hat eine braune Brust, 6.000 bis 8.000 Stacheln und wird bis zu 30 cm lang. Als Einzelgänger finden die Tiere nur zur Paarung zusammen, meist einmal im Jahr zwischen März und Juli. Nach rund fünf Wochen bringen die Weibchen drei bis acht Junge mit weißen, weichen Stacheln zur Welt. Igel werden bis zu zehn Jahre alt.
Der dämmerungs- und nachtaktive Nützling versteckt sich tagsüber unter Sträuchern oder in Laubhaufen. In der Dunkelheit geht er auf Nahrungssuche. Dabei lässt sich der Kulturfolger vor allem von seinem ausgezeichneten Geruchssinn leiten und legt weite Strecken zurück. Vor dem Winterschlaf nehmen die Tiere vermehrt kohlenhydratreiche Nahrung auf, wie Samen, Nüsse, Beeren und Fallobst. Bei Temperaturen unter 10 °C beziehungsweise ab Ende Oktober/Mitte November beginnen die Igel mit dem Winterschlaf, der je nach Witterung bis März oder April dauert. Als Überwinterungsplatz suchen sie frostfreie und geschützte Orte auf, in denen sie ein Nest aus Moos, Laub oder Heu bauen. Naturnahe Gärten bieten meist gute Rückzugsmöglichkeiten. Wer die standorttreuen kleinen Stacheltiere in seinen Garten locken möchte, kann zum Beispiel Kompost-, Laub- oder Reisighaufen anlegen oder belassen. Auch Holzstapel oder im Handel erhältliche "Igelkuppeln" eignen sich gut.
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Igel eine besonders geschützte Tierart. Der größte Feind ist der autofahrende Mensch. Daher ist Rücksicht beim nächtlichen Autofahren besonders wichtig. Wer in seinem Garten einen steil abfallenden Teich oder Schacht hat, sorgt mit einem schrägen, mit Maschendraht bespannten Brett dafür, dass ein hineingefallener Igel sich wieder befreien kann. Ganz wichtig: Während der Gartensaison kein Schneckenkorn verwenden; es ist für Igel gefährlich.
Übrigens: Igel sind Wildtiere. Nur verletzte, kranke oder kleine Igel, die im Spätherbst das Winterschlafgewicht von 400 bis 500 g noch nicht erreicht haben, brauchen Hilfe. Bei Fragen helfen der Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND) oder der Verein Pro Igel e. V. weiter.
Heike Stommel, www.aid.de
Labels:
Garten,
Natur,
Naturschutz,
Tiere,
Tierschutz,
Wald,
Wissen
1. November 2012
Richtige Ernährung bei rheumatischen Beschwerden
Etwa 5 % der Weltbevölkerung leiden unter Rheuma. Und praktisch jeder
dritte Bundesbürger macht irgendwann in seinem Leben mehr oder weniger
leidvolle Erfahrungen mit den verschiedensten Erkrankungen des „rheumatischen
Formenkreises“, der in mehr als 400 unterschiedlichen Krankheitsbildern
auftreten kann. Da die Behandlung von Rheuma oft bis zum Lebensende dauert,
gilt die Krankheit als die teuerste der Welt.
Bei Muskel- und Gelenkschmerzen spricht man allzu oft von „Rheuma“. Meist
handelt es sich dabei nur um einen Muskelkater. Halten die Schmerzen aber
länger an, oder kommen immer wieder, kann es sich um „echtes“ Rheuma handeln.
Der Gang zum Arzt sollte daher sofort erfolgen, wenn sich nach einigen Tagen
keine Besserung einstellt. Dadurch kann das Fortschreiten der Krankheit, die im
Anfangsstadium noch gute Behandlungsaussichten bietet, oft vermieden werden.
Bei den rheumatischen Erkrankungen werden drei Gruppen unterschieden:
Der degenerative Rheumatismus
Hierbei handelt es sich um einen nicht-entzündlichen
Verschleiß der Gelenke durch den Abrieb der Gelenkknorpel, dazu gehört auch
die Arthrose. Besonders betroffen sind Hüftgelenke, Kniegelenke,
Fingerendgelenke und das Daumengrundgelenk.
Der entzündliche Rheumatismus oder chronische Polyarthritis
Er beginnt meist mit einer entzündlichen
Erkrankung der Fingergelenke und greift dann auch auf andere Gelenke über.
Durch die Entzündung werden die Gelenkknorpel angegriffen, so dass im Laufe der
Zeit die Gelenke versteifen. Diese Erkrankung kann in jedem Lebensalter
auftreten, Frauen sind davon doppelt so häufig betroffen wie Männer.
Der Weichteilrheumatismus
Dieser befällt in der Regel nicht die Gelenke, sondern Sehnen, Muskeln und
Nerven.
Rheuma und Naturheilkunde
Noch im vergangenen Jahrhundert wurde Rheuma ausschließlich mit Hilfe der
Naturheilkunde behandelt. Die Rheuma-Heilkunde richtete sich nach überlieferten
Rezepturen von Hildegard v. Bingen (1099-1179) oder Paracelsus (1493-1541),
selbstverständlich aber auch nach den Erkenntnissen von Pfarrer Sebastian
Kneipp (1821-1897).
Durch die moderne Schulmedizin wurden viele Erkenntnisse der
Erfahrungsheilkunde verdrängt. Heute besinnt man sich wieder mehr auf die
Heilkräfte der Natur, um die Anwendung von Medikamenten mit ihren teilweise
erheblichen Nebenwirkungen einschränken zu können.
![]() | ||
|
Betroffene erhoffen sich von der Rheuma-Kur in erster Linie eine Linderung
ihrer Schmerzen. Dafür sorgen entzündungshemmende Salben mit Arnika, Majoran
und Kiefern- oder Fichtennadelöl. Das Einreiben mit Rosmarinspiritus und
Johanniskrautöl hilft ebenfalls bei schmerzenden Gelenken. Wahre Wunder wirken
auch heiße Umschläge mit gequetschten Leinsamen oder Sonnenhut-Tinktur. Diese
Schmerztherapie wird wirkungsvoll durch Wacholderbäder, durch Heublumen- oder
Haferbäder sowie durch Packungen mit Fangoschlamm oder Heilerde ergänzt.
Achtung jedoch bei entzündlichem Rheumatismus: hier darf nicht mit Wärme
behandelt werden, da dies den Entzündungsherd nur weiter anfacht.
Langfristig lassen sich rheumatische Beschwerden jedoch nur abwenden, wenn
der Körper von Giftstoffen und Schlacken befreit wird, die an der Entstehung
der Entzündungen mit beteiligt sind. Ideal hierfür sind Trinkkuren mit
Pflanzensäften. Besonders wirksam sind Löwenzahnsaft und Birkensaft sowie
Brennnessel- und Zinnkrautsaft, die es in Apotheken und Reformhäusern gibt.
Diese Pflanzensäfte sind äußerst kaliumreich. Sie fördern die Entwässerung und
Entgiftung und sollten daher bei keiner Rheuma-Kur fehlen.
Noch bessere Therapieerfolge lassen sich erzielen, wenn Rheuma-Erkrankte
auch ihre Ernährungsweise ändern und verstärkt auf entwässernde Lebensmittel
zurückgreifen. Dazu gehören vor allem kaliumreiches Obst und Gemüse sowie die
entsprechenden Säfte. Zusätzlich sollte der Speisezettel viel Salat, Rohkost,
Kartoffeln und Vollkornprodukte enthalten. So wird der Körper reichlich mit
Vitaminen und Mineralstoffen versorgt und das Immunsystem im Kampf gegen Rheuma
„gerüstet“.
In tierischen Produkten ist die mehrfach ungesättigte Fettsäure
Arachidonsäure enthalten, aus der unser Körper „Entzündungsboten“ bildet, die so
genannten Eicosanoide. Deshalb sollte man tierisches Fett meiden und
pflanzlichen Fetten und Ölen den Vorzug geben. Dabei sollte der Fettgehalt
insgesamt reduziert werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Verzehr
fettarmer Milch, Milchprodukte und Käsesorten. Der völlige Verzicht auf
Fleisch- und Wurstwaren ist allerdings ungünstig, 2-3 Portionen pro Woche sind
notwendig, um keinen Mangel bei den lebenswichtigen Nährstoffen Vitamin B1,
Eisen, Zink und Selen hervorzurufen. Die oxidative Bildung der Eicosanoide aus
Arachidonsäure kann medikamentös, aber auch durch bestimmte „positive“
Fettsäuren, die sogenannten Omega-3-Fettsäuren verhindert werden. Sie sind
besonders reichlich in Seefisch enthalten. Dieser sollte deshalb mindestens
zweimal in der Woche auf dem Speiseplan stehen.
Als wirksamste Therapie gegen Rheuma-Beschwerden haben sich regelmäßige
Fasten-Kuren erwiesen. Diese dürfen aber nur unter ärztlicher Aufsicht
durchgeführt werden! Rheuma-Betroffene werden während der Kur auf „Null-Diät“
gesetzt, dadurch wird der Verzehr Rheuma auslösender Faktoren verhindert. In
Verbindung mit Bewegungstherapie tragen diese Kuren auch zur Reduktion des
Körpergewichts bei. Dies ist von großer Bedeutung, werden rheumatische
Beschwerden in Hüft- und Kniegelenken doch zumeist durch Übergewicht ausgelöst.
Labels:
Ernährung,
Gesunde Ernährung,
Gesundheit,
Heilkunde,
Natur,
Rheuma,
Rohkost,
Wissen
31. Oktober 2012
Gefahr durch Wildwechsel
220 000 Rehe, etwa 12 000 Wildschweine und über 200 000
Hasen und Kaninchen kommen jedes Jahr unter die Räder. Mit Herbst-Beginn ist
auf Deutschlands Straßen wieder vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen. Für
Autofahrer sind vor allem die Abend- und frühen Morgenstunden gefährlich.
Insgesamt werden jährlich ca. 2 500 Verkehrsteilnehmer bei Wildunfällen
verletzt.
Die Tiere sind zu dieser Jahreszeit auf Deckungssuche, da
abgeerntete Felder an Wiesen oder Waldrändern keinen Schutz mehr bieten. Zur
Futtersuche queren Schwarz- und Rotwild
sowie Füchse oder Hasen immer wieder die Straßen. Besonders in der Dämmerung
oder bei Nebel ist in den kommenden Wochen Vorsicht geboten. Für alle
Verkehrsteilnehmer gilt: Mit angepasster Geschwindigkeit, vorausschauend und
vorsichtig fahren, sowie immer ausreichend Abstand zum Vordermann halten.
Taucht ein Reh am Straßenrand auf, sofort das Tempo reduzieren, denn einem
Wildtier folgen meist mehrere. Scheint ein Zusammenprall unvermeidlich, auf
keinen Fall ausweichen, sondern voll bremsen. Denn ein Baumunfall oder ein
Frontalzusammenstoß mit einem anderen Auto haben viel schwerwiegendere Folgen
als ein Wildunfall.
Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, gilt: Warnblinker
einschalten, Warndreieck aufstellen, gegebenenfalls Verletzte versorgen und die
Polizei verständigen. Die Polizei informiert den Revierinhaber, der das
getötete oder verletzte Tier von der Straße nimmt und eine Unfallbescheinigung
für die Schadenregulierung mit der Kaskoversicherung ausstellt.
Angefahrene Tiere sollten nach einem Unfall auf keinen Fall
berührt werden, sie könnten auskeilen
oder Krankheiten übertragen. Getötetes Wild mitzunehmen, ist strafbar und wird
als Wilderei mit Geld- oder Haftstrafe bis hin zur Beschlagnahme des Fahrzeugs
geahndet. Auch wenn ein Tier nur angefahren wurde und wieder verschwindet, ist
die Polizei zu informieren. In solchen Fällen muss aus Gründen des Tierschutzes
der Jäger das verletzte Tier suchen und es von seinen Schmerzen erlösen.
Quelle: www.adac.de
30. Oktober 2012
"Sandy" setzt New York unter Wasser
Natur-Katastrophe: Der Hurrikan "Sandy" sorgt mit
Regen und Überschwemmungen an der US-Ostküste der USA für das befürchtete
Chaos. Der schwere Wirbelsturm traf in der Nacht mit Windgeschwindigkeiten von
bis zu 130 Stundenkilometern in New Jersey auf Land und setzte Teile von New
York unter Wasser, darunter auch U-Bahn-Tunnel. Mindestens 26 Menschen kamen
ums Leben, Millionen Haushalte waren ohne Strom.
25. Oktober 2012
Buntbarsche sehen Infrarot
![]() |
Buntbarschmännchen
beim Jagen eines Bachflohkrebses. (c) Foto: Denis Meuthen/Uni Bonn
|
Biologen der Universität Bonn haben entdeckt, dass Buntbarsche auch im nahen Infrarotbereich sehen können - bislang hielten Wissenschaftler dies für ausgeschlossen. Das Infrarotsehen hilft den Fischen offenbar, in flachen afrikanischen Flüssen zu jagen. Die Ergebnisse werden in der renommierten Zeitschrift Naturwissenschaften veröffentlicht und sind bereits jetzt online abrufbar. Ein Forscherteam in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. T. C. M. Bakker vom Institut für Evolutionsbiologie und Ökologie der Universität Bonn erforscht schon seit vielen Jahren die Biologie von Smaragdprachtbarschen (Pelvicachromis taeniatus).
Forscher führten ein Futterwahlexperiment durch
Die Sehfähigkeiten des Fisches im Infrarotbereich wurden von
den Wissenschaftlern mit einem klassischen Futterwahlexperiment festgestellt.
Die Buntbarsche ernähren sich auch von kleinen Krebsen wie Bachflohkrebsen.
Diese Beutetiere reflektieren Strahlung im nahen Infrarotbereich. Diesen
Umstand nutzten die Forscher, um die Infrarotwahrnehmung der Fische zu
erkunden. In einem lichtdichten Raum wurde unter Infrarotlampen ein Wahlversuch
aufgebaut. Vor einem Wasserbecken, in dem sich die Fische aufhielten, wurden
den Buntbarschen in zwei getrennten Kammern Bachflohkrebse angeboten. Eine der
Kammern mit der Beute war mit einer Filterfolie beklebt, die keine
Infrarotstrahlung durchließ. Auf die andere Kammer war hingegen eine Folie
aufgebracht, die ausschließlich von Infrarotlicht durchdrungen werden kann. Die Buntbarsche sahen deshalb nur in einer Kammer die
Bachflohkrebse im nahen Infrarotbereich, erläutert Dr. Baldauf, einer der an der Studie beteiligten Forscher.
Physiologen hielten Sehen im nahen Infrarot für unwahrscheinlich
Im Experiment zeigte sich, dass sich die Buntbarsche viel
häufiger und länger vor der Kammer mit den Bachflohkrebsen aufhielten, die die
nahe Infrarotstrahlung durchließ. Die Fische
erkennen die Beute also anhand der Infrarotstrahlung,
berichtet der Biologe der Universität Bonn. Dieser
überraschende Befund ist nun erstmals
gelungen. Physiologen hielten bislang das Rauschen im nahen Infrarotbereich für zu groß, um mit den Augen der Tiere ein
Bild zu erzeugen. Wie das Experiment zeigt, können die Buntbarsche Reize im Wellenlängenbereich oberhalb von
780 Nanometern wahrnehmen. Zwar ist bekannt, dass etwa auch Schlangen Infrarot
wahrnehmen, jedoch im deutlich längeren Wellenlängenbereich von rund 2000
Nanometer. Dies geschieht allerdings nicht
mit den Augen, sondern mit einem speziellen wärmeempfindlichen Grubenorgan, sagt Dr. Baldauf. Menschen können
Infrarotstrahlung hingegen nicht mit ihren Sehzellen wahrnehmen.
![]() |
Buntbarsche können mit ihren Augen Infrarotlicht wahrnehmen.
(c) Foto: Denis Meuthen/Uni Bonn
|
Infrarotsehen ist im natürlichen Habitat sinnvoll
Der Vorteil des Infrarotsehens der Buntbarsche liegt auf der
Hand, wenn man das natürliche Habitat betrachtet. Die flachen Flüsse
Westafrikas weisen relativ viel Infrarotstrahlung auf. Gerade
deshalb ist es naheliegend, dass dieser Sinn zur Beutesuche angewendet wird, erläutert der Biologe der Universität
Bonn. Es ist ein klarer Selektionsvorteil, wenn
man zusätzliche Signale wahrnehmen kann, die
andere nicht sehen. Es sei nicht unwahrscheinlich,
dass auch andere Tiere die nahe Infrarotstrahlung nutzen, um zu jagen oder sich
zu orientieren etwa Vögel.
Die Forscher der Universität Bonn
wollen nun genauer untersuchen, inwieweit die Infrarotstrahlung für die Buntbarsche auch in anderen Kontexten, wie
beispielsweise der Kommunikation zwischen Artgenossen, von Nutzen ist.
Infrarotstrahlung in der Partnerwahl?
Bei Farbmessungen an den Buntbarschen stellten die Forscher
fest, dass die Tiere an bestimmten Stellen ihres Körpers das Licht im nahen
Infrarotbereich der Wärmestrahlung
reflektierten. Wir
registrierten, dass die Weibchen am Bauch und die Männchen an den Flossen
Infrarotstrahlung reflektieren, sagt Dr.
Baldauf. Die Bauchfärbung ist für die Fortpflanzung und die Flossen sind für das Imponierverhalten in Kampfsituationen dieser Fische
wichtig. Daher könnte
Infrarotstrahlung während der Partnerwahl eine
wichtige Rolle spielen, meint der Biologe. Und das möchten wir
in weiterführenden Experimenten untersuchen.
Publikation:
Visual prey detection by near-infrared cues in a fish, Naturwissenschaften, DOI:
10.1007/s00114-012-0980-7
Quelle: www.uni-bonn.de
20. Oktober 2012
Warum werden die Blätter bunt?
Von grün über gelb, ocker, rot bis braun - jetzt ist es in
der Natur richtig bunt, denn der Herbst färbt die Blätter der Bäume. Wie kommt
diese Farbenpracht zustande? Die grüne Farbe der Blätter wird nach Angaben der
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen durch das Zusammenspiel verschiedener
Blattfarbstoffe verursacht. Im Sommer werden die gelben bis rötlichen
Farbstoffe wie Carotine, Xanthophylle und Anthocyane durch das grüne
Chlorophyll überlagert. Im Herbst wird das Chlorophyll in den Blättern
abgebaut, die Bestandteile wandern in die Äste und den Stamm, wo sie
gespeichert werden.
Die gelb-roten Farbstoffe bleiben zurück und geben den
Blättern ihre Farbe. Doch damit nicht genug: In den absterbenden Blättern
werden durch chemische Umwandlungsprozesse verstärkt Anthocyane gebildet, die
den Zellsaft sogar tiefrot färben können. Zusammen mit den noch grünen Blättern
und den vielen Übergängen zwischen gelb und rot bietet sich dem Auge im
herbstlichen Wald ein wahres Feuerwerk an Farben.
Niedrige Nacht- und hohe Tagestemperaturen bei intensiver
Einstrahlung führen zur Farbenpracht, die in Nordamerika und Kanada den Indian
Summer mit der Gelbfärbung der Ahorne und Pappeln einläuten. Kürzere Tage und
geringere Temperaturen führen in den Gehölzen zur Umwandlung von Stärke in
Zucker. Dadurch wird die Frosthärte erhöht. Dieser Prozess wird durch kurze
Trockenperioden verstärkt.
Vor allem die Tageslänge ist als äußerer Faktor für den
Blattfall wichtig. Weitere bedeutsame Auslöser sind Feuchtigkeit und Kälte.
Starke Trockenheit kann den Fall der Blätter um mehrere Wochen vorverlegen.
Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen www.lwk.nrw.de
19. Oktober 2012
Lindenallee ist Allee des Jahres 2012
Zum "Tag der Allee" am 20. Oktober hat der Bund
für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die "Allee des Jahres
2012" gekürt. Wie im vergangenen Jahr hat eine Allee aus Brandenburg das
Rennen gemacht. Fotos der hundertjährigen Lindenallee zwischen Densow und
Annenwalde bei Templin in der Uckermark überzeugten die Jury vor allem aufgrund
der außergewöhnlichen Dichte des Blätterdachs. Den zweiten Platz belegte eine
Allee aus Fürth, den dritten Platz ein weiterer „Grüner Tunnel“ auf Rügen.
Andreas Faensen-Thiebes, Mitglied im Bundesvorstand des
BUND: „Die Lindenallee in Densow ist ein grüner Tunnel wie aus dem Bilderbuch.
Seit die hundertjährige Allee 2006 gegen alle Widerstände asphaltiert wurde und
ihr der Status der denkmalgeschützten Pflasterstraße abhanden kam, haben
Alleenschützer sie besonders im Blick“. Der Titel des Gewinnerbildes
"Alleen machen Autos zu Zwergen" symbolisiere die eindrucksvolle
Schönheit alter Alleen genauso wie ihre Funktion als Schadstofffilter und
landschaftsprägende Elemente.
Deutschlandweit gebe es zirka 20000 Kilometer Alleen. Leider
seien viele von ihnen bedroht. Gefährdet seien sie vor allem durch den
Straßenausbau und die industrielle Landwirtschaft, durch rigorose
Schnittmaßnahmen und den Einsatz von Tausalzen im Winter. Für einen besseren
Alleenschutz sei ein Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde in engen
Alleenabschnitten notwendig, sagte Faensen-Thiebes. Dies brächte mehr
Verkehrssicherheit als das jährliche Fällen tausender Alleenbäume. Außerdem
müsse der Lkw-Verkehr in gefährdeten Alleen reduziert und im Winter Splitt oder
Kies statt Tausalz verwendet werden.
Silke Bartolomäus, Leiterin des BUND-Alleenprojektes: „Bei
unserem Einsatz für den Erhalt alter Alleen erfahren wir Unterstützung von
Hunderten ehrenamtlichen `Alleen-Paten`. Sie haben ein Auge auf `ihre` Alleen
und sorgen dafür, dass nicht noch mehr der eindrucksvollen grünen Tunnel über
Nacht aus dem Landschaftsbild verschwinden.“
Mehr zum Thema Alleen unter: www.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/alleenschutz/allee_des_jahres_2012/
Quelle: www.bund.net
Labels:
Brandenburg,
Forstwirtschaft,
Natur,
Naturschutz,
News,
Pflanzen,
Umwelt,
Verkehr,
Wald,
Wissen
17. Oktober 2012
Esskastanien - Die süße Herbstdelikatesse
Wenn die Blätter fallen und die Tage kühler werden, stimmen
frisch geröstete Esskastanien auf die dunkle Jahreszeit ein. Erst durch das
Rösten oder Kochen wird das Schalenobst weich und entwickelt das typische
leicht süßliche Aroma. Im Mittelalter dienten die stärkereichen Esskastanien
als Grundnahrungsmittel für die ärmere Bevölkerung und wurden auch "Brot
des kleinen Mannes" genannt. Inzwischen haben sich die aromatischen
Früchte zu einer begehrten Delikatesse entwickelt.
Ganz einfach lassen sich die kleinen braunen Schalenfrüchte im Backofen rösten und als herbstliche Knabberei genießen. Dazu werden die Kastanien vor der Zubereitung mit einem kleinen scharfen Messer kreuzweise angeritzt, auf ein Backblech gelegt und je nach Größe etwa 15 Minuten bei 180 bis 200 Grad geröstet, bis sich die Schale nach außen biegt. Am besten schält man die Früchte, solange sie noch heiß sind und entfernt auch die pelzige Innenhaut.
Esskastanien schmecken aber nicht nur pur, sondern auch püriert als Beilage zu Wildgerichten, als Füllung für Gans und Truthahn, im Risotto und mit Rot- oder Rosenkohl. Für eine cremige Kastaniensuppe werden die Früchte rund zehn Minuten in heißem Wasser vorgekocht, geschält und in eine Gemüsebrühe mit Zwiebeln, Speck, Nelken und Zimt gegeben. Anschließend wird die Suppe passiert und mit einem Schuss Sahne verfeinert. Auch Süßspeisen, Gebäck und Kuchen lassen sich hervorragend mit Esskastanien zubereiten, wobei Honig oder Ahornsirup deren nussige Note noch verstärken. Ein Klassiker aus Frankreich ist die Maronenkonfitüre - als Brotaufstrich, im Pfannkuchen oder im Dessert.
Im Handel sind frische Esskastanien von September bis März erhältlich. Hochwertige Früchte haben eine glatte, glänzende Schale und fühlen sich schwer an. Sie sollten nicht länger als eine Woche bei Raumtemperatur gelagert werden, da sie ansonsten keimen und ihr Aroma verlieren. Kastanienliebhaber können aber auch im Wald wilde Früchte finden. Erst wenn die stacheligen Fruchthülsen aufplatzen und die Kastanien auf den Boden fallen, sind sie reif. Am besten lässt man das frische Schalenobst ein paar Tage an einem luftigen Ort trocknen, damit ein Teil der Stärke verzuckert und es noch süßer schmeckt.
Heike Kreutz, www.aid.de
Weitere Informationen:
www.was-wir-essen.de in der Rubrik Lebensmittel
von A-Z, Nüsse
Quelle: www.aid.de
Stand: 17/10/12
12. Oktober 2012
Goldener Herbst Saison für die Jäger
Während der ersten, sonnigen Herbsttage zog es bereits viele
Spaziergänger und Sportler in die bunten Wälder. Der Herbst ist auch die Saison
für Treib- und Drückjagden in Feld und Wald. Deshalb bittet der Märkische
Kreis, in dieser Jahreszeit unbedingt die Hinweisschilder zu beachten. Da
während der Jagden die Waldwege nicht gesperrt sind, wird besondere Rücksicht
darauf genommen, niemanden zu gefährden. Es ist ratsam die Wege nicht zu
verlassen und möglichst eine andere Route zu wählen.
Während der Jagd werden die Hunde nicht an der Leine
geführt, sodass es zu Begegnungen mit nicht angeleinten Vierbeinern kommen
kann. Waldspaziergänge oder Wanderungen sollten nach Möglichkeit so geplant
werden, dass ausreichend Tageslicht vorhanden ist. Neben der Sturzgefahr, muss
bedacht werden, dass die Jäger in der Dunkelheit nicht mehr mit
Erholungssuchenden im Wald rechnen. Ansitzjagden finden nämlich auch während
der Nachtzeit statt.
Um allen Interessens gerecht zu werden und eine gemeinsame
Nutzung der Natur zu ermöglichen, ist gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich.
Auch die Autofahrer sollten jetzt besonders vorsichtig fahren. Vor allem in der
Dämmerung ist mit Wildwechseln zu rechnen.
Quelle:: www.maerkischer-kreis.de
Abonnieren
Posts (Atom)





