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5. Januar 2013

Zimt - Gewürze und Heilmittel

Zimt ist eines der ältesten Gewürze und Heilmittel der Menschheit. Foto: Wirths PR

Was Sie über Zimt wissen sollten

Allgemeines
Zimt ist eines der ältesten Gewürze und Heilmittel der Menschheit. Die Rinde des Zimtbaumes ist sogar durch mehrere Erwähnungen im alten Testament belegt. Im Altertum diente die sagenumwobene Kostbarkeit vorwiegend kosmetischen und gesundheitlichen Zwecken. Besonders die feine Gesellschaft erfreute sich an den mit Zimt aromatisierten Duftölen und Balsamen. Heute ist Zimt weltweit auch eines der beliebtesten Gewürze. Er ist hierzulande das wichtigste Weihnachtsgewürz und eines der am häufigsten verwendeten Backgewürze. Im Orient darf Zimt auch bei deftigen Speisen nicht fehlen. Darüber hinaus verleiht er vielen Tees seine unverwechselbare Note.

17. Dezember 2012

Citronat und Orangeat - Manche mögen's, manche nicht...


Citronat wird aus Schalen der Früchte des Zedratbaumes gewonnen. © Foto: aid

Am grün-gelben Citronat und dem orangefarbenen Orangeat scheiden sich die Geister: Die alljährliche Debatte ob "mit oder ohne" ist in vielen Familien Ritual. Beide Backzutaten sind geradezu umwerfend süß. Pur sind sie kaum genießbar. Teig aber geben sie eine sehr interessante Note, die Stollen und Lebkuchen hervorragend abrunden kann. Der Name ist allerdings nicht Programm, denn Citronat und Orangeat werden nicht aus Zitronen und Orangen hergestellt.

Citronat wird aus Schalen der Früchte des Zedratbaumes gewonnen. Dessen lateinischer Name "Citrus medica" deutet nicht etwa auf medizinische Wirkung hin, sondern auf die ursprüngliche Heimat der Pflanze: Medien, ein Land des Altertums im heutigen Iran. Die grüngelben Früchte werden daher auch "medischer Apfel" genannt. Der Anbau konzentriert sich heute auf Süditalien, Korsika, Marokko und Puerto Rico. Die Früchte werden bis zu 3 kg schwer, haben vergleichsweise wenig Fruchtfleisch, dafür aber eine außergewöhnlich dicke Schale.

Die nutzt man zur Herstellung von Konfitüre, Citronat und Likör. Wegen ihres hohen Gehaltes an ätherischen Ölen ist sie auch für die Parfumherstellung von Bedeutung. Orangeat wird aus Bitterorangen hergestellt, auch Pomeranzen genannt (Citrus x aurantium L.). Sie sind eine Kreuzung zwischen Mandarine und Pampelmuse und kommen wohl ursprünglich aus Südchina. Ihr Geschmack ist vor allem durch die englische "Bitter Orange Marmelade" bekannt. Die Pomeranze hat eine dickere, unebenere Schale als die Apfelsine und wird ebenfalls zur Gewinnung von Duftwässern verwendet. Citronat und Orangeat, beide auch als "Succade" bekannt, entstehen durch das Kandieren der Fruchtschalen. Das Prinzip ist für alle zu kandierenden Fruchtarten gleich: Zunächst werden die Früchte oder Schalen einige Tage lang in Salzwasser eingeweicht.

Das Wasser wird regelmäßig ausgetauscht. Dann benötigt man Zucker, etwa im Verhältnis 1:1 zum Obst, und kocht Zuckerwasser ein, bis sich Fäden ziehen lassen. Darin werden dann die Früchte gekocht, abgeschöpft und erneut im Sirup eingekocht. Anschließend müssen die kandierten Früchte abtropfen, werden dick mit Zucker bestreut und dann erst in die kleinen Würfel geschnitten, die sich hierzulande in der Weihnachtsbäckerei durchgesetzt haben. Sie haben einen Zuckeranteil von mindestens 65, teils 70 Prozent und sind damit weit entfernt vom ursprünglichen Obst.

Johanna Thelemann, www.aid.de

13. Dezember 2012

Weihnachten – eine Härteprüfung für Diabetiker

Plätzchen, Stollen, Festtagsbraten – viele Gerichte in der Weihnachtszeit geizen nicht mit Zucker oder Fett. Nicht selten haben es deshalb vor allem Diabetikern schwer sich richtig zu ernähren und fühlen sich gegängelt. Doch das muss nicht sein.

10. Dezember 2012

Sonnenfrüchte mit Vitamin C: Herkunft und Unterscheidung


Apfelsinen und Mandarinen erfreuen sich in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit. Foto: www.aid.de

Apfelsinen und Mandarinen erfreuen sich in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit. Die Sonnenfrüchte gibt es das ganze Jahr zu kaufen, jedoch kommen sie in den Wintermonaten verstärkt in den Handel. Die ursprüngliche Heimat der Apfelsinen, die auch Orangen genannt werden, und der Mandarinen ist das Gebiet zwischen Nordostindien und Südwestchina.

Das prägte im Übrigen auch den Namen Apfelsine: Apfel aus China. Die seit über 4000 Jahren bekannte Frucht ist wahrscheinlich eine natürlich entstandene Hybride (Kreuzung) aus Pampelmuse und Mandarine. Ebenso haben sich die kernlosen Clementinen und Satsumas als Hybriden zwischen Apfelsinen und Mandarinen entwickelt. Apfelsinen und Mandarinen zählen zu den Zitrusfrüchten und stellen besondere Art der Beere, ein sogenanntes Hesperidium dar, eine fleischige Beerenfrucht mit einer festen, ledrigen Schale. Unter der wachsbedeckten Haut befinden sich die "Flavedo", die sich bei der Reife durch Carotinoide gelb oder orange färbt und zahlreiche Öldrüsen enthält. 

Darunter liegt die "Albedo", ein weißes, schwammiges und pektinreiches Gewebe, das das eigentliche Fruchtfleisch umschließt. Dieses besteht meist aus zehn Segmenten, in denen zahlreiche Saftschläuche und auch die Samen enthalten sind. Die Früchte sind - je nach Sorte - rund, oval, eiförmig oder abgeplattet mit dünner, dicker, glatter oder rauher Schale. Diese ist unreif zunächst noch grün, später gelb, orange oder rot. Apfelsinen und Mandarinen müssen übrigens vollreif geerntet werden, denn sie reifen nicht nach. Eine Schale, die grünliche Stellen aufweist, ist allerdings kein Zeichen für eine unreife Frucht, da die Ausfärbung der Schale vom Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur abhängt.

Ira Schneider, www.aid.de


Weitere Informationen: Mehr über Zitrusfrüchte und andere Obstsorten bieten auch die Broschüre "Obst" (aid-Heft, Bestellnummer 61-1002, 4,00 Euro) und das Nachschlagewerk "Obst, Exoten und Zitrusfrüchte" (CD-ROM, Bestellnummer 61-3798, 26,00 Euro), die über www.aid-medienshop.de bezogen werden können.

Apfelsinen und Mandarinen: Kleine Warenkunde


Apfelsinen und Mandarinen stellen im Hinblick auf Sorten, Aussehen und Geschmack eine äußerst große und variable Gruppe dar. Während Apfelsinen in Navel-Orangen, gewöhnliche Orangen, Blutorangen und Zuckerorangen eingeteilt werden, gibt es bei den Mandarinen eine Vielzahl an Hybriden. Neben den herkömmlichen Sorten Mandarine, Satsuma und Tangerine unterscheidet man Kreuzungen zwischen Mandarine, Satsuma, Tangerine, Orangen und Grapefruits.

 Mandarinen sind insgesamt süßer und kleiner als Orangen. Die mittelgroßen Satsumas sind sehr saftig und überzeugen durch säurearmes, wohlschmeckendes Fruchtfleisch. Die Tangerine ist die wohl kleinste Mandarine und sehr kernarm. Das Aroma der saftigen, säurearmen Frucht ist im Vergleich zu anderen Sorten verhältnismäßig leicht. Clementinen, eine Kreuzung aus Mandarine und Pomeranze, sind deutlich zuckerhaltiger und säureärmer als Mandarinen und daher bei Kindern besonders beliebt. Das Fruchtfleisch ist zart, sehr saftig, meist dunkelorange gefärbt und überwiegend kernlos. Durch ein ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis schmecken sie angenehm süß und aromatisch. Bei den Orangen, der großen Schwester der Mandarine, unterscheidet man vier Sortengruppen. 

Die kernlosen, am frühesten reifen Navel-Orangen gehören zu den besten Essorangen und haben den größten Marktanteil. Ihr Kennzeichen ist die Ausbildung eines Nabels, unter dem sich zwischen den Segmenten eine mehr oder weniger große Zweitfrucht befindet. Die gewöhnlichen Orangen, früher auch Blondorangen genannt, sind eine sehr heterogene Gruppe, zu der sehr viele Saftorangen zählen. Blutorangen haben nur eine geringe Marktbedeutung. Das Fruchtfleisch und auch die Schale der Blutorange bilden bei niedrigen Temperaturen rote Farbstoffe aus, die ihr ein nahezu kirschähnliches Aroma verleihen. Zuckerorangen sind sehr säurearm. 

Der Säuregehalt von Zuckerorangen liegt mit nur etwa 0,1 Prozent deutlich unter dem anderer Orangen-Sorten (1 bis 1,5 Prozent). Sie sind hauptsächlich in Brasilien, Indien, Pakistan, Ägypten und der Türkei - vor allem bei Kindern - beliebt.

Ira Schneider, www.aid.de


Weitere Informationen: Mehr über Zitrusfrüchte und andere Obstsorten bieten auch das aid-Heft "Obst" (Bestellnummer 61-1002, 4,00 Euro) und das Nachschlagewerk "Obst, Exoten und Zitrusfrüchte" (CD-ROM, Bestellnummer 61-3798, 26,00 Euro), die über www.aid-medienshop.de bezogen werden können.

27. November 2012

Kinder in der Kita-Küche: Hygieneregeln vermitteln und einhalten

Kleinkinder sind besonders empfindlich gegenüber Krankheitserregern, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Lebensmittelbedingte Erkrankungen können daher bedrohlich für sie werden. Dennoch ist es nicht erforderlich, sie aus der Küche zu verbannen. Ganz im Gegenteil: Kinder, die bei der Essenzubereitung helfen dürfen, fühlen sich "groß", ernst genommen und entwickeln viel mehr Interesse am Essen, der Essenszubereitung und an neuen Speisen als Kindern, die nicht helfen dürfen. Bei der eigentlichen Speisenzubereitung dürfen sie aus rechtlichen und hygienischen Gründen allerdings nicht mitwirken. Wenn das zubereitete Essen aber nur für die eigene Gruppe bestimmt ist und grundlegende Hygieneregeln vermittelt und eingehalten werden, ist das Einbeziehen der Kinder eine sinnvolle Maßnahme.

Schon die Kleinsten lernen schnell, dass sie sich vor dem Essen und der Zubereitung von Lebensmitteln die Hände gründlich mit Seife waschen müssen. Das gilt auch nach dem Naseputzen. Kranke Kinder oder Kinder mit offenen und entzündeten Wunden an Händen und Unterarmen dürfen generell nicht mitmachen. Kleine Verletzungen können mit einem wasserdichten Pflaster abgedeckt werden. Auch sollte jedes Kind eine Schürze oder Vorbinder (Geschirrhandtuch) umbinden und die Haare wenn nötig zusammenbinden.

Unbedingt sollte auf die Einhaltung der Kühlkette von kühlbedürftigen oder gefrorenen Lebensmitteln und das gründliche Putzen von Obst und Gemüse geachtet werden. Die zubereiteten Speisen sollten unmittelbar verzehrt werden. Speisereste und Lebensmittelabfälle müssen ebenso wie auf den Boden gefallene Lebensmittel in die Tonne für Speiseabfälle entsorgt werden. Probieren ist selbstverständlich erlaubt, aber nur indem mit einem größeren Löffel die Speise zum Kosten auf den eigenen Löffel gegeben wird. Die Kinder dürfen niemals mit einem bereits benutzten Löffel in einer Speise rühren. An der Zubereitung und Verarbeitung von leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch oder rohe Eier sollten Kinder nicht beteiligt werden. Aus hygienischen Gründen dürfen sie auch keinen rohen Teig probieren, der Eier enthält.

www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Broschüre "Essen lernen in Kita und Tagespflege - Ernährungsbildung für Kleinkinder", 56 Seiten, Bestell-Nr.: 61-3304, Preis: 5,00 EUR
http://www.aid-medienshop.de


Stand:  15/11/12

25. November 2012

Currywurst mit Zucker

Der Mensch liebt es von Natur aus süß, denn zuckerreiche Früchte versprachen in Urzeiten schnelle Energie. Viele Nahrungsmittel enthalten heute jedoch Zuckermengen, die dem Körper auf Dauer schaden können. Die neue Anschauungskarte „Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel“ zeigt, wo sich diese verbergen. Zucker ist ein schneller Energielieferant, besonders für das Gehirn. Doch eine übermäßige Zufuhr wirkt sich an vielen Stellen des Körpers schädlich aus.

Bereits im Mund trägt Zucker – besonders in Kombination mit Fruchtsäuren – zur Kariesentstehung bei. Im Darm können größere Mengen das Darmmilieu verändern und die Ansiedlung unerwünschter Keime fördern. Besonders Darmpilze fühlen sich in einer solchen Umgebung wohl. Im Blutkreislauf angekommen führt der Zucker zur Freisetzung von Insulin, das unter anderem den Fetteinbau in das Fettgewebe fördert und den Fettabbau hemmt. Dauerhaft erhöhte Insulin- und Blutzuckerspiegel wiederum begünstigen die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2.

Es gibt folglich einige Gründe, den eigenen Zuckerkonsum im Rahmen zu halten. Doch die Zuckerdose einfach beiseite zu stellen reicht allein nicht aus, denn Zucker versteckt sich in einer Vielzahl von Lebensmitteln. Dabei müssen diese nicht einmal süß schmecken. So können in einer Portion Currywurst umgerechnet etwa acht Stück Würfelzucker stecken, in einem Hamburger etwa drei Stück. Auch vermeintlich gesunde Nahrungsmittel können erhebliche Mengen des schnellen Energielieferanten enthalten. Eine Flasche Smoothie liefert durchschnittliche etwa zehn Stück Würfelzucker, in einer Schüssel Früchtemüsli verbergen sich annähernd acht Stück. Einige probiotische Drinks, die die Darmflora eigentlich fördern sollen, tragen mit durchschnittlich vier Stück Zucker eher zu einem ungünstigen Darmmilieu bei. Und wer würde erwarten, dass eine Portion Ananas aus der Dose etwa so viel Zucker wie ein großer Schokorigel enthält. Wer oft zu verarbeiteten Lebensmitteln und süßen Limonaden greift, nimmt auf diesem Weg leicht ein komplettes Packet Zucker pro Woche zu sich.

Mit einer bewussten Einschränkung zuckerhaltiger Produkte lässt sich auf Dauer auch der Hunger auf Süßigkeiten verringern. Häufiger Zuckerkonsum reizt die Geschmacksknospen der Zunge und führt zu einer Desensibilisierung. Um den Süßgeschmack zu befriedigen, sind folglich immer höhere Zuckermengen notwendig. Wer besonnen bei verarbeiteten Produkten auf die Verpackungsangaben schaut, kann versteckte Zuckerfallen leicht entlarven und seine Geschmacksnerven wieder sensibilisieren. Lebensmittel mit weniger als 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm beziehungsweise Getränke mit weniger als 2,5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter sind empfehlenswert. Lebensmittel mit mehr als 12,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm beziehungsweise Getränke mit mehr als 6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter sollten möglichst Ausnahmen bleiben.

Für einen schnellen Überblick zeigt die Anschauungskarte „Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel“ wie viel Würfelzuckerstücke sich in ausgewählten Lebensmitteln verbergen. Diese und weitere Beratungsunterlagen zum Thema Nahrungsmittel sind im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich.

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Kaffeetrinkern soll sich positiv auf den Blutzucker auswirken, das hat eine indische Studie ergeben. Quelle: http://gesundheit.newspol.de/tag/diabetes/






12. November 2012

Adipositas: Am Rand einer Epidemie?

Über die Frage, ob Adipositas in Deutschland den Status einer Epidemie erreicht hat, sind sich auch Experten uneinig. "Eine Epidemie ist definiert als ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Vorkommen einer Erkrankung", erläuterte Professor Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke auf einem Workshop des Kompetenznetzes Adipositas und des Nationalen Genomforschungsnetzes plus Ende Oktober 2012 in Berlin.

Doch die Frage ist, ob Adipositas überhaupt eine Krankheit ist. Zwar wurde Adipositas bereits 2003 in einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine chronische Erkrankung definiert, so Boeing, doch nach dem deutschen Sozialgesetzbuch ist Adipositas bis heute nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt als Lebensstilfaktor. Und das hat weitreichende Konsequenzen, denn genau deshalb haben adipöse Menschen in Deutschland keinen Anspruch auf Therapieleistungen.

Wissenschaftler plädieren jedoch dafür, die Adipositas als Krankheit anzuerkennen. Die Zahlen sind bekannt: Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter schwerem Übergewicht - auch immer mehr Kinder und Jugendliche. Die im Volksmund als Fettsucht bekannte "Krankheit" hat weitreichende Folgen, die von gesundheitlichen Problemen über körperliche Beeinträchtigungen bis hin zu psychischen Belastungen reichen können und zudem enorme Kosten verursacht. Circa 17 Milliarden Euro entstehen durch schweres Übergewicht für das Gesundheitswesen in Deutschland jährlich, so die Schätzungen.

Übergewicht wurde ungefähr seit 1980 als Problem erkannt und die Zahlen an Betroffenen sind seitdem fortlaufend gestiegen. Heute, 2012, sind fast alle westlichen Industrienationen betroffen - in unterschiedlichem Ausmaß. "Adipositas ist zudem mit einem niedrigen soziökonomischen Status verbunden und somit in sozial schwachen Gegenden stärker verbreitet", so Boeing.

Derzeit sind circa 23 Prozent der Menschen schwer übergewichtig. Doch der Zahlenvergleich zeigt, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Übergewichtigen insgesamt nicht mehr gestiegen ist. Es findet gegenwärtig nur eine Art Umverteilung statt, denn immer mehr Übergewichtige werden adipös. Ob jedoch zukünftig ein Rückgang an Übergewichtigen zu erwarten ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Damit Adipositas als Epidemie bezeichnet werden kann, fehlt aus wissenschaftlicher Sicht nur noch die zeitliche Begrenzung, so das Fazit von Professor Boeing.

Nadia Röwe, www.aid.de


Quelle: www.aid.de



11. November 2012

Abspecken für Geld: Finanzielle Anreize helfen bei der Gewichtsabnahme

Menschen mit Adipositas können durch eine Geldprämie gut zu einer stärkeren Gewichtsabnahme motiviert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), an der 700 fettleibige Frauen und Männer im Alter von 18 bis 75 Jahren teilnahmen. Die Probanden sollten innerhalb von vier Monaten sechs bis acht Prozent ihres Körpergewichts abnehmen, um ein individuelles, vom Arzt empfohlenes Zielgewicht zu erreichen. Die Kontrollgruppe bekam dafür keine finanzielle Belohnung, während erfolgreiche Teilnehmer der beiden Prämiengruppen mit 150 Euro beziehungsweise 300 Euro honoriert wurden. Zu Beginn und zum Ende der Studie machten die Probanden Angaben zu ihrem Gesundheitszustand sowie den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Körpergewicht, Blutzucker- und Cholesterinwerte wurden bestimmt.

Offenbar kann ein finanzieller Anreiz die innere Einstellung verändern und Übergewichtigen helfen, ihren inneren Schweinehund zu überwinden: Menschen mit Adipositas, denen eine Geldprämie winkte, verloren doppelt so viel Gewicht. So nahmen die Teilnehmer in der Kontrollgruppe im Durchschnitt 2,3 Prozent an Gewicht ab, während die Mitglieder der Prämiengruppen mehr als fünf Prozent verloren. Dieser Prozentsatz ist ein "Schwellenwert", ab dem erfahrungsgemäß eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands zu erwarten ist. Dieser Zusammenhang ist auf einen veränderten Lebensstil zurückzuführen: Wer eine Prämie in Aussicht hatte, nahm beispielsweise häufiger die Treppe als den Aufzug und griff zwischen den Mahlzeiten seltener zu Snacks.

Frauen konnten durch eine höhere Prämie zu einer um 1,4 Prozent stärkeren Gewichtsabnahme motiviert werden. Dieses Ziel erreichten sie etwa durch eine bewusste Ernährung und ein intensiveres Fitnesstraining. Die an der Studie teilnehmenden Frauen waren allerdings größtenteils nicht erwerbstätig, wodurch die Prämie dadurch einen noch größeren Reiz darstellte. Bei den Männern machte die Höhe der finanziellen Belohnung keinen Unterschied. Nun sollen weitere Studien zeigen, ob die durch die Geldprämie erreichte Gewichtsabnahme auch langfristig bestehen bleibt.


Quelle: www.aid.de

Weitere Informationen:
www.rwi-essen.de/presse/mitteilung/100/
www.was-wir-essen.de, Spezielle Ernährungsinfos, Übergewichtige;
aid-Heft "Mein Weg zum Wohlfühlgewicht", Bestell-Nr. 61-1389, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de


5. November 2012

Akzeptanz der Schulmensa: Ergebnisse einer Schülerbefragung

Das Angebot der Mittagsverpflegung wird in vielen Schulen noch zu wenig genutzt. Eine Befragung von Schülern aus dem Rhein-Neckar-Kreis ergab, dass nur etwa zehn Prozent der Gymnasiasten und 20 Prozent der Hauptschüler ihr Mittagessen in der Mensa einnehmen.

Um die Frage zu klären, wie man das gemeinsame Mittagessen in der Mensa bei den Schülern etablieren kann, führte die Anlaufstelle Schulessen Rhein-Neckar qualitative Interviews durch. Hierzu wurden Schüler der Jahrgangsstufen 6, 8 und 10/11 zur Akzeptanz der Mittagsverpflegung befragt. Die Erhebungen fanden an vier Gymnasien und drei Haupt- und Werkrealschulen statt.

Am häufigsten kritisiert wurden eine fehlende Auswahl, lange Vorbestellzeiten, das Preis-Mengen-Verhältnis, häufige Wiederholungen einzelner Gerichte, der Geschmack und lange Warteschlangen. Die Entscheidung, ob die Schüler in der Mensa essen, wird auch von deren Image beeinflusst. Essensangebote in der Stadt gewinnen vor allem für ältere Schüler an Bedeutung. Darüber hinaus wird die Mensa häufig nur dann genutzt, wenn Nachmittagsunterricht stattfindet. Die größten Konkurrenten der Mensa sind also Fast-Food-Angebote in der Stadt oder das Mittagessen zu Hause.

Als positiv wurden das kostenfreie Angebot von Getränken wie Wasser und Tee und die Atmosphäre der Mensa wahrgenommen. Um die Akzeptanz der Mittagsverpflegung zu steigern, muss die Meinung der Schüler erfragt und ernst genommen werden. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist also die Partizipation der Schüler bei der Speisenplanung und der Konzeption der Mensa. Das könnte zum Beispiel im Rahmen von Projekten, Aktionen und Unterrichtsstunden realisiert werden.

Die Einrichtung eines Runden Tisches mit Vertretern der Schulleitung, des Kollegiums, der Schülerschaft, der Eltern, der Essensanbieter und der Schulträger erscheint hierbei sinnvoll, um den Bedürfnissen aller Beteiligten Rechnung zu tragen. Auch die Vorbildfunktion von Lehrkräften und ein altersgerechtes Speisenangebot spielen bei der Akzeptanz der Mittagsverpflegung eine wichtige Rolle. Um eine Stigmatisierung von Kindern auf Grund ihres sozialen Status zu vermeiden, bieten sich bargeldlose Bezahlsysteme an. Informationsveranstaltungen für Eltern, können Vorurteile gegenüber der Mensa abbauen.

Annalena Schraut, www.aid.de

Weitere Informationen:
Die ausführliche Beschreibung der Methoden, Ergebnisse und Empfehlungen finden Sie in der Fachzeitschrift "Ernährung im Fokus", Ausgabe 03-04/12, www.aid.de/fachzeitschriften/eif/eif.php
www.aid.de/gemeinschaftsverpflegung/schulverpflegung.php


Forschung für sicheres Fleisch

Wissenschaftler entwickeln neuartige antimikrobiell wirkende Verpackungen für Fleisch, die das Wachstum von krankmachenden und verderbniserregenden Keimen verhindern. Im Forschungsprojekt „Safe-Pack“ sind neben der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn und der FH Münster neun Wirtschaftsunternehmen beteiligt. Das innovative Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Programm zur Innovationsförderung mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert. Staatssekretär Dr. Robert Kloos übergab heute (5. November 2012) im Senatssaal der Uni Bonn die Zuwendungsbescheide für das Forschungsprojekt Safe-Pack.

Geringe Keimgehalte sowie eine Hemmung des Wachstums von verderbniserregenden und krankmachenden Bakterien sind wichtig, um dem Verbraucher qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel zu liefern. In Fleischprodukten kann die Vermehrung der Bakterien - neben einer durchgängigen Kühlung - insbesondere durch antimikrobiell wirkende Verpackungen gezielt verringert werden. „Viele der sich auf dem Markt oder in der Entwicklung befindenden antimikrobiellen Verpackungslösungen beruhen auf der Einbindung von bioziden Pflanzenextrakten, metallischen Verbindungen sowie Konservierungsmitteln“, sagt „Safe-Pack“-Projektleiterin Privatdozentin Dr. Judith Kreyenschmidt, vom Institut für Tierwissenschaften.

Verpackungsmaterialien ohne biozide Ergänzungsstoffe


Als problematisch erweise sich dabei häufig die Kurzlebigkeit der Substanzen, die eingeschränkte Wirksamkeit bei niedrigen Temperaturen sowie geschmackliche und geruchliche Aspekte, die die Qualität des Fleisches negativ beeinflussen. „Zudem ist die Kundenakzeptanz für Biozide in lebensmittelnahen Bereichen gering“, sagt PD Dr. Kreyenschmidt. „Damit ist die praktische Verwendbarkeit solcher Verpackungskonzepte stark eingeschränkt.“ Ziel des neuen Forschungsprojektes „Safe-Pack“ ist deshalb, Verpackungsmaterialien derart zu modifizieren, dass die Qualität, Haltbarkeit und Lebensmittelsicherheit von Fleisch und Fleischerzeugnissen ohne biozide Ergänzungsstoffe verbessert wird.

Eine spezielle Beschichtung verhindert das Keimwachstum


Die Forschungspartner stützen sich bei diesem Vorhaben auf umfangreiche eigene Vorarbeiten zur Herstellung von neuen antimikrobiellen Kunststoffen. Der Mechanismus beruht auf einer positiven Oberflächenladung in hoher Dichte in Kombination mit einem wasserabweisenden Charakter, der zur Zersetzung der Bakterienzellwände führt. „Die neuen Werkstoffe weisen im Vergleich zu anderen Materialien eine deutlich verbesserte Wirkung gegenüber einem breiten Spektrum von Keimen auf - auch bei niedrigen Temperaturen, wie sie bei kühlpflichtigen Lebensmitteln - wie Fleisch - vorliegen“, berichtet Dr. Kreyenschmidt. Im Rahmen des Projektes werden diese innovativen Materialien so weiterentwickelt, dass sie zur Verwendung als Beschichtung von Siegelschalen, Saugvlieseinlagen und Folien für den Fleischsektor eingesetzt werden können.

Fleisch ist durch neuartige Verpackungen länger haltbar


Das Projekt wird von der Arbeitsgruppe Cold-Chain-Management der Universität Bonn koordiniert. Beteiligt sind neben der FH Münster (Institut für Konstruktions- und Funktionsmaterialien) vier fleischverarbeitende Betriebe, Hersteller von Verpackungslösungen und -maschinen sowie ein großer Chemiepartner. Die Einführung der neuen aktiven Verpackungsmaterialien verschafft den am Projekt beteiligten Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Die durch das neue Material verlängerten Haltbarkeitszeiten der Fleischprodukte liefern folglich einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Ausschusswaren und tragen somit zur Schonung von wichtigen Ressourcen bei.





Vitaminbombe Apfel


„An apple a day keeps the doctor away“.
© Wirths PR
Er wächst beinahe in jedem Garten, auf vielen Feldern und Straßenrändern finden wir ihn. Er ist praktisch und unproblematisch, schmeckt gut und ist obendrein noch sehr gesund. Die Rede ist vom Apfel, unserem beliebtesten Obst. Sein Gesundheitswert ist enorm. Äpfel fördern die Verdauung, denn sie enthalten 2% Ballaststoffe. In ihnen stecken wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Eisen und die Spurenelemente Zink, Kupfer und Mangan. Wir finden in Äpfeln Vitamine der B-Gruppe wie Thiamin, Riboflavin, Niacin, Pantothensäure, Folsäure sowie Biotin und natürlich auch Vitamin C. Sie sind reich an sekundären Pflanzenstoffen und enthalten Flavonoide sowie Lutein und Zeaxanthin. Die beiden letztgenannten kommen in unserer Netzhaut vor und üben dort eine wichtige Schutzfunktion aus. Zeaxanthin spielt bei Reaktionen auf Lichtstrahlung eine wichtige Rolle. Deshalb heißt es auch in angelsächsischen Ländern „An apple a day keeps the doctor away“.

Von keinem anderen Obst verbrauchen wir auch nur annähernd so viel – etwa 40 kg pro Kopf und Jahr. Etwas mehr als ein Viertel davon wird zu Apfelsaft gepresst, der größere Teil wird jedoch gegessen.

In der Küche sind Äpfel vielseitig zu verwenden. Sie können gebacken, gebraten und gekocht werden. Am liebsten essen wir sie jedoch roh. Für Salate eignen sich feste Sorten, wie Cox Orange, Elstar, Golden oder Red Delicious. Es müssen nicht immer Sorten aus dem Supermarkt sein. Äpfel aus dem eigenen Garten haben zwar oft nicht die Normgröße, sind dafür aber gesünder, weil sie nicht gespritzt werden. Bei diesen Äpfeln kann man getrost die Schale mitessen. Gekaufte Äpfel sollten am besten warm abgewaschen werden und mit der Schale gegessen werden. Schließlich befinden sich hier und im Gehäuse die meisten Vitamine und Mineralstoffe. Äpfel sind lange haltbar, wenn sie dunkel bei hoher Luftfeuchtigkeit im Keller oder im Kühlschrank gelagert werden. Schon verarbeitet lassen sich Äpfel problemlos einfrieren. Bei der Zubereitung von Salaten sollte man unbedingt Zitronensaft über die Äpfel geben, andernfalls werden sie schnell braun.


Abnehmen mit Genuss - Gemüse und Lachs


Abnehmen mit Genuss

Gemüseauflauf mit Lachs mit weniger als 250 kcal pro Portion


Diet Chef, Großbritanniens erfolgreichster Lieferdienst für Diäten, erweitert sein Sortiment in Deutschland. Nun gibt es neben Huhn, Rind, Schwein und Lamm auch verschiedene, ausgewogene Fischgerichte. Eine der neuen, leckeren Mahlzeiten ist Gemüselauflauf mit Lachs.

Jetzt neu bei Diet Chef: Gemüseauflauf mit Lachs.
© dietchef.de / Wirths PR
Gegarter Lachs, gesundes Gemüse in Form von Kartoffeln, Erbsen und Möhren und eine cremige Soße ergeben ein rundes, bodenständiges Rezept, das darüber hinaus einfach köstlich schmeckt. Abgerundet mit Petersilie stecken in dieser 300 g Portion nur 234 Kilokalorien. Da kann man sogar noch eine große Portion Gemüse oder Salat dazu essen. Das Gericht kommt dazu noch ohne Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und künstliche Farbstoffe aus.

Diet Chef macht Abnehmen kinderleicht. Man wählt aus über 100 Gerichten per Mausklick Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Snacks aus und schon werden die Mahlzeiten frei Haus geliefert. Die Hauptmahlzeiten müssen nur in der Mikrowelle erwärmt werden. Damit ist das Abnehmprogramm sehr gut für Berufstätige und Menschen mit wenig Zeit geeignet. Zusätzlich kann der vorher von Diätexperten berechnete Essensplan mit Gemüse und Früchten ergänzt werden. Da die Gerichte nicht kühlbedürftig sind, können sie auch mit zur Arbeit genommen werden. Die Diet Chef-Diät, bestehend aus Frühstück, zwei Hauptmahlzeiten und Snacks für Zwischendurch kostet pro Tag nicht einmal 6 Euro.

Mehr zu Diet Chef, deren leckeren Gerichten und hilfreiche Tipps zum Abnehmen auf www.dietchef.de .


4. November 2012

Lebensmittel mit Stevia


Lebensmittel mit Stevia sind für Figurbewusste eine Alternative: Auch wenn diese Produkte meist nicht ganz zuckerfrei sind, können bis zur Hälfte der Kalorien eingespart werden. Das hat eine Untersuchung von Stiftung Warentest gezeigt. Die Lebensmittelprüfer hatten 16 Produktneuheiten mit Stevia unter die Lupe genommen und teilweise auch mit dem Original verglichen. Beispiele sind Schokolade, Limonade, Eistee, Konfitüre, Joghurt und Tafelsüße. Geruch, Geschmack, die süßenden Zutaten und die Kennzeichnung standen auf dem Prüfstand.

Stevia ist rund 300 Mal süßer als üblicher Haushaltszucker, dabei praktisch kalorienfrei, verursacht kein Karies und ist natürlichen Ursprungs. Doch die Blätter sind in der EU weiterhin nicht zum Verzehr zugelassen. Stattdessen werden aus ihnen in einem mehrstufigen chemischen Verfahren die süßenden Inhaltsstoffe gewonnen. Diese sogenannten Steviolglykoside dürfen seit Ende 2011 in bestimmten Lebensmitteln als Zusatzstoff (E 960) verwendet werden. Mit einem "natürlichen Genuss", wie es manche Produkte versprechen, hat das nicht mehr viel zu tun. Zudem fehlt auf dem Etikett häufig der Hinweis, dass den Produkten nicht "Stevia" oder "Steviaextrakt", sondern "Steviolglykoside" zugesetzt worden sind.

Stevia-Lebensmittel haben eine große kalorienfreie Süßkraft, sind koch- und backfest und senken den Zuckerkonsum. Im Test enthielten sie im Vergleich zum Originalprodukt ein Viertel bis die Hälfte weniger Kalorien. Im Geschmack sind die Produktneuheiten allerdings gewöhnungsbedürftig. Mit Stevia gesüßte Lebensmittel schmecken nicht so intensiv süß und zum Teil weniger aromatisch. Häufig hinterlassen sie einen leicht bitteren Nachgeschmack und ein stumpfes Gefühl auf der Zunge.

Wie viel Süße aus Stevia in einem Produkt steckt, ist unterschiedlich. So enthält Tafelsüße zu 100 Prozent Steviolglykoside, während es bei Limonade 40 Prozent und bei Konfitüre sowie Fruchtaufstrich weniger als 10 Prozent sind. Das liegt daran, dass Hersteller auch andere Zucker und Süßstoffe wie Fruktose und Glukosesirup verwenden. Der Kristallzucker wird nicht komplett ersetzt, da ausschließlich mit Steviolglykosiden gesüßte Produkte meist nicht schmecken würden. Außerdem dürfen nur begrenzte Mengen Stevia verwendet werden. Die Tageshöchstdosis von 4 Milligramm Steviolglykosiden pro Kilogramm Körpergewicht wird bei einem normalen Verzehr aber bei weitem nicht erreicht.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.aid.de/verbraucher/stevioglycoside.php


So stärken Sie das Immunsystem

Ohne unser Immunsystem wären wir nicht überlebensfähig. Es beseitigt freie Radikale und schützt uns vor Bakterien und Viren. Besonders zum Winter hin sollten wir unser Immunsystem gut trainieren und von innen und außen stärken. Damit Husten, Schnupfen & Co. keine Chancen haben, müssen wir das Immunsystems rechtzeitig auf Trapp bringen.

Ein einfaches, aber bewährtes Mittel sind Wechselduschen. Erst wird heiß geduscht, dann möglichst kalt. Dieser Vorgang wird dreimal wiederholt. Wechselduschen härten ab und sind das beste Mittel, um Immunsystem und Kreislauf von außen zu stärken.

Von innen sorgen Vitamine und andere Vitalstoffe für ein kraftvolles Immunsystem. Dafür brauchen wir eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sie liefert uns die Vitamine A, C und E, die Mineralstoffe Selen und Zink sowie Carotinoide und Flavonoide als Vertreter der sekundären Pflanzenstoffe. Eine intakte Darmflora ist für ein gut funktionierendes Immunsystem ebenso unentbehrlich wie gesunde Schleimhäute. Denn wenn die angreifenden Bakterien und Viren auf trockene Schleimhäute und ein geschwächtes Immunsystem treffen, dann schlagen sie blitzschnell und erbarmungslos zu.

Um das Austrocknen der Schleimhäute von innen zu vermeiden, sollten wir viel trinken. Der absolute Geheimtipp zur aktiven Stärkung des Immunsystems ist Dinkula, ein milchsäurehaltiges Enzymgetränk aus Dinkel. Der Ernährungswissenschaftler Markus Worringer empfiehlt Dinkula in Kombination mit vitaminreichen Säften. „Diese Kombination stärkt das Immunsystem besonders gut. Die Säfte sind reich an Vitamin C und anderen Vitaminen. Dinkula enthält besondere prebiotische Inhaltsstoffe. Diese fördern die Darmflora und schaffen dadurch die Basis für ein starkes Immunsystem, das zu ca. 80 % vom Darm aus gesteuert wird.“

Von Krankheiten verschont bleibt nur, wer den immer wieder angreifenden Viren und Bakterien ein starkes Immunsystem entgegenstellen kann. Mit einfachen Maßnahmen und natürlichen Hausmitteln können Sie den Kampf gegen die Krankheitserreger aufnehmen, denn vorbeugen ist besser als leiden.

Vitaminschub
Foto: © Dinkula / Wirths PR

















Vitaminschub
(für 2 Personen)

250 ml Dinkula
150 ml Orangensaft
100 ml Sanddornsaft

Dinkula mit den Säften mischen und in Longdrink-Gläser gießen. Jeweils mit einem  Orangenschnitz garnieren.

54 kcal (226 kJ), 1,1 g Eiweiß, 1,1 g Fett, 7,8 g Kohlenhydrate


2 pikante Aktivmacher-Drinks
© Wirths PR



















2 pikante Aktivmacher-Drinks
(Rezepte für 1 Person)

Regenerator
100 ml Tomatensaft
100 ml Dinkula
3 EL Artischockensaft (z. B. von Schönenberger)
Saft 1/2 Zitrone
weißer Pfeffer
Selleriesalz

Tomatensaft, Dinkula, Artischockensaft und Zitronensaft gut verquirlen, mit Pfeffer und Selleriesalz pikant abschmecken. Gut gekühlt servieren.

35 kcal (146 kJ), 1,4 g Eiweiß, 0,2 g Fett, 5,0 g Kohlenhydrate


Eiserne Faust
100 ml Gemüsesaft
100 ml Möhrensaft
50 ml Dinkula
weißer Pfeffer
1 Prise Selleriesalz
Petersilie

Die gekühlten Säfte mit Dinkula verquirlen, mit Pfeffer und Selleriesalz kräftig würzen. In einem Glas mit Petersilienrand servieren.

39 kcal (163 kJ), 1,6 g Eiweiß, 0,1 g Fett, 7,9 g Kohlenhydrate


Dinkula – der Immunturbo für die kalte Jahreszeit
Ungefähr 80 % der Immunabwehr findet im Darm statt. Dinkula stärkt die Darmflora. Gleichzeitig trainieren seine Enzyme und anderen Inhaltsstoffe das Immunsystem im Darm. Der Immuntipp für die kalte Jahreszeit lautet deshalb: Dinkula + vitaminreiche Säfte. Daraus lassen sich leckere warme und kalte Immundrinks zaubern.
Das alkoholfreie Milchsäuregärgetränk aus Bio-Dinkel-Vollkornbrot und belebtem Bergquellwasser gibt es in Bioläden, Reformhäusern und im Lebensmittelhandel in den Sorten Dinkula natur, AloeVera und anderen Sorten. (www.dinkula.de)

3. November 2012

Apfel-Kartoffel-Pfanne mit marinierten Filetspießen


Apfel-Kartoffel-Pfanne mit marinierten Filetspießen
(für 4 Personen)

1 kg fest kochende Kartoffeln
Salz
1 Schweinefilet (ca. 500 g)
6 EL Sonnenblumenöl (für die Marinade)
1 EL Aceto Balsamico
2 TL Paprikapulver, mittelscharf
1/2 TL Chilipulver
2-3 Salbeizweige
2-3 Rosmarinzweige
schwarzer Pfeffer
2 säuerliche Äpfel
4 Frühlingszwiebeln
8 EL Sonnenblumenöl
1/2 Bund Petersilie
80 ml Schoenenberger Artischockensaft (Apotheke oder Reformhaus)

Apfel-Kartoffel-Pfanne mit marinierten Filetspießen© Wirths PR
Die Kartoffeln in Salzwasser garen, anschließend abkühlen lassen, schälen und in Scheiben schneiden. Inzwischen das Schweinefilet in 12 möglichst gleich große Scheiben schneiden. Aus Sonnenblumenöl, Aceto Balsamico, Paprika- und Chilipulver, Salbei, Rosmarin und etwas Pfeffer eine Marinade anrühren und die Filetscheiben darin 1 Stunde marinieren. Anschließend die marinierten Filetscheiben quer auf vier Spieße stecken. Die Äpfel vierteln, Stielansatz und Kerngehäuse entfernen. Die Viertel in dünne Scheiben, die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden. 6 EL Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kartoffeln darin rundum braun anbraten. Apfelstücke und Frühlingszwiebeln zugeben und 5-7 Minuten mitbraten. Salzen, pfeffern und mit der fein gehackten Petersilie würzen. Inzwischen die Filetspieße in einer zweiten großen Pfanne in dem restlichen Öl von beiden Seiten ca. 2-3 Minuten braten, dabei leicht salzen. Zur Verbesserung der Verdauung trinken Sie dazu vor dem Essen 2 EL Artischockensaft mit einem Glas Wasser vermischt.

Pro Person: 582 kcal (2437 kJ), 33,2 g Eiweiß, 28,4 g Fett, 47,2 g Kohlenhydrate


Gesundheitstipp:
Artischockensaft für die Verdauung
Bei reichlichem Essen, insbesondere fetthaltigem, ist Artischocke ideal. Ihre Wirkstoffe regen den Gallenfluss an und unterstützen so die Entgiftungstätigkeit der Leber. Sie fördern zudem die Fettverdauung und verhindern Völlegefühl und Blähungen. Da Artischockensaft sehr bitter schmeckt, am besten mit Wasser, Gemüsesäften oder Joghurt mixen. Artischockensaft gibt es in Apotheken und Reformhäusern.

Früchtemüsli Apfel-Traube mit Manuka-Honig

Früchtemüsli Apfel-Traube mit Manuka-Honig
(für 1 Person)

1 Apfel
50 g Trauben
40 g Haferflocken
150 g fettarmer Joghurt
1 EL Rosinen
2 TL aktiver Manuka-Honig (MGO 100+, z. B. von Neuseelandhaus.de)
2 Tassen Früchtetee

Früchtemüsli Apfel-Traube mit Manuka-Honig
© Wirths PR
Apfel in Spalten schneiden, die Trauben halbieren und dabei die Kerne entfernen. Das Obst mit den Haferflocken in einen tiefen Teller geben, mit Rosinen bestreuen. Den Joghurt darüber geben und mit Manuka-Honig (gut fürs Immunsystem) süßen. Dazu Früchtetee trinken.

385 kcal (1612 kJ), 11,2 g Eiweiß, 6,2 g Fett, 69,2 g Kohlenhydrate









Warum ist Manuka-Honig so gesund?
Im Vergleich zu normalem Honig enthält der aus Neuseeland stammende Manuka-Honig einen extrem hohen Gehalt an Methylglyoxal (MGO). Dieser Wirkstoff ist für die starke antibakterielle „aktive“ Wirkung des Honigs verantwortlich. Das stellten Wissenschaftler der TU Dresden fest. Je höher der MGO-Gehalt, der auf der Packung angegeben wird, desto wirkungsvoller und teurer ist auch der Honig. Aktive Manuka-Honige gibt es unter www.neuseelandhaus.de und im Reformhaus.



2. November 2012

Abnehmen mit Genuss


Muscheln in Thai-Sauce. Foto: Wirths PR / www.dietchef.de


Abnehmen mit Genuss

Mit diesem Feinschmeckergericht auf thailändische Art zeigt Alan Mathieson, Großbritanniens wohl bekanntester Diätkoch, dass sich auch die Sterne-Küche zum Abnehmen eignet. Der ehemalige Sternekoch ist bei dem führenden Diätkost-Lieferanten Diet Chef für die Entwicklung neuer Rezepte zuständig. Mit seinen Diätgerichten beweist Diet Chef, wie einfach es ist, mit Genuss abzunehmen. Denn alle Gerichte werden fix und fertig zubereitet ins Haus geliefert und müssen nur noch warm gemacht werden. Wer während der Diät Lust hat, selbst den Kochlöffel zu schwingen, für den ist dieses raffinierte Gericht genau das Richtige.


Muscheln in Thai-Sauce
(für 4 Personen)

1700 g Miesmuscheln (geputzt und gewaschen)
2 Stängel frisches Zitronengras
2 große Thai-Chilischoten
1 walnussgroßes Stück Ingwer
4 Knoblauchzehen
2 kleine Schalotten
6 Zweige Koriander
10 g Butter
2 Kaffir Limettenblätter (gibt’s im Asia-Shop, ersatzweise 2 Lorbeerblätter)
2 TL mildes Currypulver
150 ml trockener Weißwein
60 ml fettreduzierte Sahne (15 % Fett i. Tr.)
Saft von 1 Limone
250 g Baguette

Die frischen Muscheln in ein Sieb geben und kurz kalt abbrausen. Tiefgefrorene Muscheln zuerst im Kühlschrank auftauen lassen, danach abbrausen. Dabei alle offenen Muscheln aussortieren. Von dem Zitronengras zuerst das oberste, holzige Drittel abschneiden. Die 2-3 obersten, harten Schichten des Zitronengrases entfernen, den Rest halbieren und ganz fein hacken. Die Chilischoten längs halbieren, die Kerne entfernen und die Schoten fein würfeln. Ingwer, Knoblauchzehen und Schalotten schälen und fein hacken. Den Koriander ebenfalls fein hacken. 

Die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Schalotten darin eine Minute lang anschwitzen, ohne dass sie Farbe bekommen. Danach Knoblauch, Ingwer, Chili, Zitronengras, Kaffir Limettenblätter und Curry zugeben. 1-2 Minuten miterhitzen, danach die Pfanne vom Herd nehmen. Einen großen Topf mit einem möglichst fest schließenden Deckel auf dem Herd stellen, die gesäuberten Muscheln und den Wein hineingeben, den Topf mit dem Deckel verschließen und 3-4 Minuten erhitzen. 

Den Topf mit den Muscheln kurz durchschütteln und nochmals eine Minute erhitzen. Nehmen Sie dann den Deckel herunter – die Muscheln sollten sich nun alle geöffnet haben. Falls nicht, solange weiter erhitzen, bis sich die meisten Muscheln geöffnet haben. Mit einem Schaumlöffel die Muscheln in eine große, vorgewärmte Schüssel füllen und dort warm halten. Dabei alle Muscheln aussortieren, die jetzt noch geschlossen sind – sie sind schlecht. Den verbleibenden Muschelfond durch ein feines Sieb streichen und in die kleine Pfanne mit den Gewürzen geben. 

Gut verrühren, scharf erhitzen und den Fond auf die Hälfte reduzieren. Die Sahne zugeben, vorsichtig erhitzen und die Sauce nochmals etwas reduzieren. Inzwischen von den Muscheln die leeren Schalenhälften entfernen. Die Muschelhälften mit dem Fleisch mit der Sauce erwärmen und mit Koriander und Limettensaft abschmecken. Die Muscheln mit der Sauce in vier vorgewärmten Schüsseln servieren. Dazu schmeckt knuspriges Baguette.

Pro Person: 289 kcal (1210 kJ), 14,1 g Eiweiß, 6,4 g Fett, 41,1 g Kohlenhydrate


1. November 2012

5,4 Kilogramm Reis verzehrt jeder Deutsche


5,4 Kilogramm Reis verzehrte jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr 2011. Damit hat sich der Reis-Verbrauch in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Mit knapp 200 Millionen Tonnen pro Jahr ist China der größte Reis-Produzent der Welt, gefolgt von Indien (144 Millionen Tonnen) und Indonesien (66 Millionen Tonnen). Die gleichzeitig hohe Binnennachfrage in diesen Ländern führt allerdings dazu, dass gegenwärtig Thailand mit jährlich rund neun Millionen Tonnen der weltweit größte Reis-Exporteur ist. Danach folgen Vietnam, Pakistan und die USA. Zusammen decken die vier Länder fast Dreiviertel des weltweiten Reis-Exporthandels ab (72 Prozent).

Quelle: www.bmelv.de


Richtige Ernährung bei rheumatischen Beschwerden

Etwa 5 % der Weltbevölkerung leiden unter Rheuma. Und praktisch jeder dritte Bundesbürger macht irgendwann in seinem Leben mehr oder weniger leidvolle Erfahrungen mit den verschiedensten Erkrankungen des „rheumatischen Formenkreises“, der in mehr als 400 unterschiedlichen Krankheitsbildern auftreten kann. Da die Behandlung von Rheuma oft bis zum Lebensende dauert, gilt die Krankheit als die teuerste der Welt.

Bei Muskel- und Gelenkschmerzen spricht man allzu oft von „Rheuma“. Meist handelt es sich dabei nur um einen Muskelkater. Halten die Schmerzen aber länger an, oder kommen immer wieder, kann es sich um „echtes“ Rheuma handeln. Der Gang zum Arzt sollte daher sofort erfolgen, wenn sich nach einigen Tagen keine Besserung einstellt. Dadurch kann das Fortschreiten der Krankheit, die im Anfangsstadium noch gute Behandlungsaussichten bietet, oft vermieden werden.

Bei den rheumatischen Erkrankungen werden drei Gruppen unterschieden:

Der degenerative Rheumatismus

Hierbei handelt es sich um einen nicht-entzündlichen Verschleiß der Gelenke durch den Abrieb der Gelenkknorpel, dazu gehört auch die Arthrose. Besonders betroffen sind Hüftgelenke, Kniegelenke, Fingerendgelenke und das Daumengrundgelenk.

Der entzündliche Rheumatismus oder chronische Polyarthritis

Er beginnt meist mit einer entzündlichen Erkrankung der Fingergelenke und greift dann auch auf andere Gelenke über. Durch die Entzündung werden die Gelenkknorpel angegriffen, so dass im Laufe der Zeit die Gelenke versteifen. Diese Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten, Frauen sind davon doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Der Weichteilrheumatismus

Dieser befällt in der Regel nicht die Gelenke, sondern Sehnen, Muskeln und Nerven.


Rheuma und Naturheilkunde

Noch im vergangenen Jahrhundert wurde Rheuma ausschließlich mit Hilfe der Naturheilkunde behandelt. Die Rheuma-Heilkunde richtete sich nach überlieferten Rezepturen von Hildegard v. Bingen (1099-1179) oder Paracelsus (1493-1541), selbstverständlich aber auch nach den Erkenntnissen von Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897).

Durch die moderne Schulmedizin wurden viele Erkenntnisse der Erfahrungsheilkunde verdrängt. Heute besinnt man sich wieder mehr auf die Heilkräfte der Natur, um die Anwendung von Medikamenten mit ihren teilweise erheblichen Nebenwirkungen einschränken zu können.

Rohkost stärkt den Körper im Kampf gegen Rheuma.© Wirths PR
Betroffene erhoffen sich von der Rheuma-Kur in erster Linie eine Linderung ihrer Schmerzen. Dafür sorgen entzündungshemmende Salben mit Arnika, Majoran und Kiefern- oder Fichtennadelöl. Das Einreiben mit Rosmarinspiritus und Johanniskrautöl hilft ebenfalls bei schmerzenden Gelenken. Wahre Wunder wirken auch heiße Umschläge mit gequetschten Leinsamen oder Sonnenhut-Tinktur. Diese Schmerztherapie wird wirkungsvoll durch Wacholderbäder, durch Heublumen- oder Haferbäder sowie durch Packungen mit Fangoschlamm oder Heilerde ergänzt. Achtung jedoch bei entzündlichem Rheumatismus: hier darf nicht mit Wärme behandelt werden, da dies den Entzündungsherd nur weiter anfacht.

Langfristig lassen sich rheumatische Beschwerden jedoch nur abwenden, wenn der Körper von Giftstoffen und Schlacken befreit wird, die an der Entstehung der Entzündungen mit beteiligt sind. Ideal hierfür sind Trinkkuren mit Pflanzensäften. Besonders wirksam sind Löwenzahnsaft und Birkensaft sowie Brennnessel- und Zinnkrautsaft, die es in Apotheken und Reformhäusern gibt. Diese Pflanzensäfte sind äußerst kaliumreich. Sie fördern die Entwässerung und Entgiftung und sollten daher bei keiner Rheuma-Kur fehlen.

Noch bessere Therapieerfolge lassen sich erzielen, wenn Rheuma-Erkrankte auch ihre Ernährungsweise ändern und verstärkt auf entwässernde Lebensmittel zurückgreifen. Dazu gehören vor allem kaliumreiches Obst und Gemüse sowie die entsprechenden Säfte. Zusätzlich sollte der Speisezettel viel Salat, Rohkost, Kartoffeln und Vollkornprodukte enthalten. So wird der Körper reichlich mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt und das Immunsystem im Kampf gegen Rheuma „gerüstet“.

In tierischen Produkten ist die mehrfach ungesättigte Fettsäure Arachidonsäure enthalten, aus der unser Körper „Entzündungsboten“ bildet, die so genannten Eicosanoide. Deshalb sollte man tierisches Fett meiden und pflanzlichen Fetten und Ölen den Vorzug geben. Dabei sollte der Fettgehalt insgesamt reduziert werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Verzehr fettarmer Milch, Milchprodukte und Käsesorten. Der völlige Verzicht auf Fleisch- und Wurstwaren ist allerdings ungünstig, 2-3 Portionen pro Woche sind notwendig, um keinen Mangel bei den lebenswichtigen Nährstoffen Vitamin B1, Eisen, Zink und Selen hervorzurufen. Die oxidative Bildung der Eicosanoide aus Arachidonsäure kann medikamentös, aber auch durch bestimmte „positive“ Fettsäuren, die sogenannten Omega-3-Fettsäuren verhindert werden. Sie sind besonders reichlich in Seefisch enthalten. Dieser sollte deshalb mindestens zweimal in der Woche auf dem Speiseplan stehen.

Als wirksamste Therapie gegen Rheuma-Beschwerden haben sich regelmäßige Fasten-Kuren erwiesen. Diese dürfen aber nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden! Rheuma-Betroffene werden während der Kur auf „Null-Diät“ gesetzt, dadurch wird der Verzehr Rheuma auslösender Faktoren verhindert. In Verbindung mit Bewegungstherapie tragen diese Kuren auch zur Reduktion des Körpergewichts bei. Dies ist von großer Bedeutung, werden rheumatische Beschwerden in Hüft- und Kniegelenken doch zumeist durch Übergewicht ausgelöst.