9. November 2012

Ein Tod in Würde ist möglich – auch zu Hause

Etwa 70 Prozent aller Deutschen sterben in Krankenhäusern und Pflegeheimen, obwohl die meisten lieber zu Hause sterben würden. Dass für Schwerstkranke ein Tod in Würde mithilfe ambulanter Dienste auch in den eigenen vier Wänden möglich ist, beschreibt die Stiftung Warentest in der November-Ausgabe der Zeitschrift test. Das Angebot dafür wächst, reicht aber noch nicht aus. Alle Hospiz- und Palliativangebote sind für den Patienten weitgehend kostenlos.

Ein ambulanter Hospizdienst besteht oft aus einem hauptamtlichen und vielen geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitern. Eine feste ehrenamtliche Bezugsperson besucht regelmäßig einen Schwerkranken und seine Angehörigen. Sie stehen bereit für Gespräche und entlasten oft auch das Umfeld der Kranken.
Wenn unheilbar Schwerstkranke zu Hause eine aufwändige medizinische Betreuung benötigen, kommt die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Frage. Die Teams aus Ärzten und Pflegekräften sind 24 Stunden erreichbar. Neben der Vollversorgung gibt es hierbei auch die Teilversorgung, bei der das SAPV-Team mit anderen Ärzten und Pflegekräften zusammenarbeitet.

Wenn die ambulante Versorgung nicht mehr ausreicht, etwa bei akuten medizinischen Krisen, gibt es spezialisierte Krankenhausstationen, sogenannte Palliativstationen. Ist eine Entlassung nicht mehr möglich, bekommen Sterbende und Angehörige Ruhe und Raum für den Abschied. Wem als Schwerstkranker nur noch eine absehbar kurze Lebenszeit bleibt, dem ermöglicht auch ein stationäres Hospiz ein würdevolles und beschwerdearmes Leben bis zuletzt.

Der ausführliche Report Hospiz- und Palliativangebote ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/hospizdienste veröffentlicht.


Quelle: www.test.de