Allgemeines
Älteste archäologische Nachweise
in Mitteleuropa deuten darauf hin, dass uns der Gewöhnliche Andorn schon seit
der Jungsteinzeit (4000 v. Chr.) begleitet. Diese schon früh kultivierte
Pflanze wächst gerne an Wegrändern und Hofplätzen und ist gerade im
Mittelmeergebiet weit verbreitet. Doch auch in Nordeuropa, Nord- und
Südamerika, sowie Australien kann man ihn mittlerweile finden. Die dicht filzig
behaarte Staude wird zwischen 30 und 60 cm hoch und besitzt eiförmige Blätter
mit gekerbt-gesägtem Rand. Der Gewöhnliche Andorn hat kleine, weiße Blüten, die
von Mai bis August zu sehen sind.
Inhaltsstoffe und
Wirkung
Gerade in der Volksmedizin wird Andorn gerne eingesetzt. Die
in ihm enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe regen die Ausscheidung von
Körperflüssigkeiten an. Damit wirkt er im Bereich der Atemwege ausgesprochen schleimlösend
und fördert das Abhusten. Im Verdauungsbereich hilft er bei dyspeptischen Beschwerden (Blähungen und
Völlegefühl). Dies wird durch erhöhte Bildung von Galle und Schleimabsonderung
im Darm erreicht.
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Foto: Schoenenberger / Wirths PR
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Verwendungsformen und Darreichung
Der aus frischem Andornkraut gewonnene Presssaft ist in Apotheken
und Reformhäusern erhältlich. Mit diesem kann man sich die heilkräftige Wirkung
gut und einfach zunutze machen. Aus getrockneten Blättern und den oberen
Stängelteilen der Pflanze kann auch Tee gewonnen werden.
Sonstiges
Gewöhnlicher Andorn hat im Volksmund eine Vielzahl von
Namen: Weißer Andorn, Weißer Dorant, Gotteshilfe, Gottvergessen, Helfkraut,
Berghopfen, Mariennessel, Marobelkraut, Mutterkraut, Siegminzenkraut und Weißleuchtkraut.